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Kendo

21. Januar 2005 um 22:21 Letzte Antwort: 9. Mai 2005 um 14:09

Hallo

Intressiere mich für diesen japanischen Kampfsport, kann mir jemand vernünftige informationen zu dem Sport geben z.b. was kostet eine Grundausrüstung? Ist es empfehlenswert noch mit 33 Jahren damit an zu fangen? Worauf muß ich bei einer Schule achten damit ich ne gute finde?

LG.
Tekky

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9. Mai 2005 um 14:09

Kendo
Hallo,

habe deine Frage jetzt erst entdeckt!

Ich mache seit Jahren Kendo und kann dir auf jeden Fall zuraten, damit zu beginnen. Das Alter spielt keine Rolle; es fangen Leute auch noch später damit an. Wichtig ist, daß es ein "Do" ist, ein Weg - und kein Wettrennen zu irgendeinem Ziel; wie schnell du gehst, bleibt dir überlassen. Sicher bringt man es, wenn man in einem solchen Alter anfängt, nicht zu Wettkampfreife oder in den Kader der Nationalmannschaft, aber das will man in der Regel ja auch nicht. Für sich selbst kann man in jedem Alter anfangen, wenn man sich darüber im Klaren ist, daß es möglicherweise länger dauert und man nicht so schnell ist wie junge Leute, die mit einem anfangen und einen bald überholen.

Grundausrüstung braucht man als Anfänger keine, es reicht normales Sportzeug. Nach einiger Zeit kann man sich das Shinai, das Bambusschwert, kaufen, es kostet ca. 35 Euro. Weiß man, daß man dabeibleiben möchte, kann man sich nach ca. einem halben Jahr das Hakama und keiko-gi kaufen, die traditionelle Bekleidung (Hosenrock, Oberteil). Beides gibt es ab ca. 60 Euro und man hat lange etwas davon.

Die Rüstung wird ab ca. 1 Jahr fällig, hier ist es natürlich nach oben offen - ab ca. 400 Euro geht es los; hier kann man selbst wählen, worauf man Wert legt und worin man mehr investiert (ich habe z.B. sehr dicke und teure Handschuhe Kote, während mein Do - Brustpanzer - eher günstig war, weil der mir nicht so wichtig war). Manche Vereine bieten Leihrüstungen für die Übergangszeit an.

Einen guten Verein findest du, wenn du die Website des Deutschen Kendobundes (www.dkenb.de) aufsuchst; alle Vereine, die hier angeschlossen sind, können bedenkenlos empfohlen werden, arbeiten auch alle zusammen und tun viel für ihre Mitglieder (z.B. Lehrgänge mit echten japanischen Meistern, wie der jährliche Frauenlehrgang in Witten mit Sato sensei etc.). Dort findest du auch alle weiteren Informationen!

Ein wichtiger Hinweis: Die Abbruchquote beim Kendo ist sehr hoch, weil der Fortschritt sehr langsam geht und man sich lange vorkommt, als könne man überhaupt nichts; Entwicklungen gehen eher sprunghaft als kontinuierlich vor sich. Sich hier durchzubeißen und die Disziplin aufzubringen, trotzdem weiter an sich zu arbeiten, trägt im Nachhinein sehr zur Entwicklung und geistigen Stärkung bei. Kendo macht Spaß, wenn man sich erst mal durchgebissen hat, und ich kann es dir wärmstens empfehlen!

Viele Grüße
Hiimori

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