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Forum / Fit & Gesund

Keine freude mehr..

Letzte Nachricht: 21. September 2013 um 8:31
H
haydee_873697
20.09.13 um 8:37

Kennt das jemand? Überhaupt keine Freude mehr am leben zu haben ?
Ich habe MS und bin seit ca 11 wochen wieder zu Hause. Mein Gewicht ist seither ziemlich gleih geblieben. Aber ich hätte immer zunehmen müssen. Das heisst das ich mich nur durchschummle und ca 1-1.5 kg leichter bin s alle glauben. Zur zeit ca 42.8 g bei 168 cm (16 jahre)
Ich möchte auch gesund werden doch komm ich einfach nicht aus dieser negativ spirale raus. Es gibt auch momente wo es mir wieder gut geht doch manchmal habe ich das gefühl völlig werlos hier auf der Welt zu sein! Nichts macht mir mehr freude und es ist eine qual am morgen aufzustehen um arbeiten zu gehen.

Ich möchte meine eltern nicht enttäushen, weil sie haben mich von der klinik nach Hause genommen, weil es mir dort so schlecht ging.
Nun hab ich einfach nur angst wieder eingewiesen zu werden! Ich möchte nicht wieder weg das war für mich eine sehr schlimme erfahrung. Aber was kann ich dagegen tun das es mir einfach psychisch wieder besser geht ?

Es ist auch nicht so das ich nichts mehr esse nur eben zu wenig um zuzunehmen.

Es hat doch echt alles keinen sinn mehr. Obwohl ich weiss dass diese krankheit alles kaputt macht kann ich mich nicht davon lösen ):

Wie habt ihr das nur geschafft diese stimme in eurem kopf zu ignorieren und diese Krankheit zu besiegen ?

Bin echt verzweifelt, denn ich möchte in diner woche in ein lager gehen und im winter wieder skifahren..und nicht wegen meiner gesudheit wieder nichts machen dürfen ! ):
Was kann ich nur tun ?

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S
selver_11957295
20.09.13 um 9:42

Hallo Goldmarie,
du zeigst eine depressive Symptomatik, die sich - abgesehen von einigen zeitlich begrenzten Aufhellungen - erst dann endgültig bessern wird, wenn du deine Anorexie überwunden hast. Du siehst schon heute, dass die Essstörung dein Leben beeinträchtigt. Aber im Vergleich zu dem, was noch auf dich zukommen wird, ist der Verzicht auf Freizeitaktivitäten gering. In Wirklichkeit geht es um dein ganzes Leben und deine Zukunft. Es ist einfach unerlässlich, dass du wieder gesund wirst.

Du fragst, wie es andere Mädchen geschafft haben. Es ist immer ein gewisser Leidensdruck erforderlich.Man muss erkennen, dass man leidet und dass man seine Lebensziele so nicht erreichen wird. Wenn man die Notwendigkeit einer Heilung begreift, muss man den Kampf um sein Leben aufnehmen. Dafür ist aber oft psychologische Unterstützung notwendig. Neben einer klinischen Behandlung ist eine ambulante Psychotherapie ein probates Mittel, um innere Kräfte zu mobilisieren, die zur Überwindung der Essstörung benötigt werden.Diese Kräfte schlummern in dir. Eine Heilung ist möglich. Sie erfordert aber die Bereitschaft, alles zu tun, was für eine glückliche Zukunft notwendig ist.

LG Nus

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H
haydee_873697
20.09.13 um 14:51
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Goldmarie,
du zeigst eine depressive Symptomatik, die sich - abgesehen von einigen zeitlich begrenzten Aufhellungen - erst dann endgültig bessern wird, wenn du deine Anorexie überwunden hast. Du siehst schon heute, dass die Essstörung dein Leben beeinträchtigt. Aber im Vergleich zu dem, was noch auf dich zukommen wird, ist der Verzicht auf Freizeitaktivitäten gering. In Wirklichkeit geht es um dein ganzes Leben und deine Zukunft. Es ist einfach unerlässlich, dass du wieder gesund wirst.

Du fragst, wie es andere Mädchen geschafft haben. Es ist immer ein gewisser Leidensdruck erforderlich.Man muss erkennen, dass man leidet und dass man seine Lebensziele so nicht erreichen wird. Wenn man die Notwendigkeit einer Heilung begreift, muss man den Kampf um sein Leben aufnehmen. Dafür ist aber oft psychologische Unterstützung notwendig. Neben einer klinischen Behandlung ist eine ambulante Psychotherapie ein probates Mittel, um innere Kräfte zu mobilisieren, die zur Überwindung der Essstörung benötigt werden.Diese Kräfte schlummern in dir. Eine Heilung ist möglich. Sie erfordert aber die Bereitschaft, alles zu tun, was für eine glückliche Zukunft notwendig ist.

LG Nus

Liebe nus
Ich danke dir für deine Ehrliche Antwort. Wie du sagst man muss dafür bereit sein und alles geben wollen um gesund zu werden. Und momentan bin ich hin und hergerissen und ein ständiger Kampf spielt sich in mir ab!

Aber ist es wirklich so, dass wenn man wieder etwas zugenommen hat sich das auch auf die Stimmung auswirkt?

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S
selver_11957295
20.09.13 um 15:33
In Antwort auf haydee_873697

Liebe nus
Ich danke dir für deine Ehrliche Antwort. Wie du sagst man muss dafür bereit sein und alles geben wollen um gesund zu werden. Und momentan bin ich hin und hergerissen und ein ständiger Kampf spielt sich in mir ab!

Aber ist es wirklich so, dass wenn man wieder etwas zugenommen hat sich das auch auf die Stimmung auswirkt?

Ja,
den geheilten Mädchen geht es insgesamt besser als zu den schlimmen Zeiten ihrer Essstörung. Dabei muss man allerdings differenzieren und berücksichtigen, dass die geheilten Mädchen ihre Gewichtszunahme letztendlich gewollt haben. Bei einer erzwungenen Gewichtszunahme, etwa durch Essattacken oder auf Druck der Eltern oder des Partners, wird man sich psychisch eher schlechter fühlen. Ganz entscheidend ist also die eigene sog. Änderungsmotivation. Sie ist das Fundament der Heilung.

LG Nus

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H
haydee_873697
20.09.13 um 17:28
In Antwort auf selver_11957295

Ja,
den geheilten Mädchen geht es insgesamt besser als zu den schlimmen Zeiten ihrer Essstörung. Dabei muss man allerdings differenzieren und berücksichtigen, dass die geheilten Mädchen ihre Gewichtszunahme letztendlich gewollt haben. Bei einer erzwungenen Gewichtszunahme, etwa durch Essattacken oder auf Druck der Eltern oder des Partners, wird man sich psychisch eher schlechter fühlen. Ganz entscheidend ist also die eigene sog. Änderungsmotivation. Sie ist das Fundament der Heilung.

LG Nus

Naja
Das ist wohl bei mir der fall. Zu hause heisst es: entweder du nimmst jetzt zu oder du kommst wieder in die klinik. Klar will ih einerseits auch selber aber dieser Druck ist mir oft einfach zu hoch!
Ich hab solche Angst vor der Zukunft!

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S
selver_11957295
21.09.13 um 8:31
In Antwort auf haydee_873697

Naja
Das ist wohl bei mir der fall. Zu hause heisst es: entweder du nimmst jetzt zu oder du kommst wieder in die klinik. Klar will ih einerseits auch selber aber dieser Druck ist mir oft einfach zu hoch!
Ich hab solche Angst vor der Zukunft!

Goldmarie,
ich kann deine Eltern verstehen. Sie sind für dich verantwortlich und fühlen sich hilflos.Sie wollen dir nicht beim Sterben zusehen. In ihrer Not drohen sie dir mit der Klinik.Es gibt auch nur eine Alternative. Es müsste gelingen, dich zu motivieren, freiwillig und aus eigener Selbsterkenntnis langsam zuzunehmen.Dabei darf eine Gewichtszunahme natürlich nicht nur ein Lippenbekenntnis sein sondern du müsstest die Notwendigkeit einer Gewichtszunahme wirklich selbst erkennen und entschlossen sein, deine kranke Situation zu ändern. Ich weiß, dass du es mir nicht glauben wirst, wenn ich dir jetzt schreibe, dass du mit einem BMI von 20 schlank bist und dich eines Tages auch selbst so siehst.Es ist auch nicht erforderlich, dass du davon heute schon überzeugt bist. Es würde ausreichen, wenn du einen BMI von 20 als keineswegs so schlimm betrachten würdest wie eine psychische Krankheit, mit der du dir deine Zukunft verbaust und die sogar tödlich enden kann. Selbst wenn sich aus deiner heutigen (falschen!) Sicht dein Aussehen verschlechtern sollte, müsste es dir egal sein, weil dir als psychisch krankes Mädchen ein vermeintlich besseres Aussehen nichts bringt.Was nützt dir dein Aussehen, wenn du eines Tages nicht mehr arbeitsfähig bist,wenn Partnerschaften an deiner psychischen Erkrankung zerbrechen oder körperliche Komplikationen auftreten, wenn du z.B. eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz erleidest? Meinst du wirklich, dass das besser ist als ein Leben mit einem BMI von 20?

LG Nus

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