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Kein Gefühl beim Sex! (langer Text)

Letzte Nachricht: 1. März 2009 um 18:17
A
an0N_1276880199z
28.02.09 um 19:09

Hallo liebe Leser/innen,

Ich bin seit 3 Jahren mit meinem Freund zusammen, wir hatten nach 1,5 Monaten unser erstes Mal (wir waren beide Jungfäulich) und ab da an konnten wir 1,5 Jahre lang nicht die Finger voneinander lassen. Unser Sexleben war wirklich absolut fantastisch, es hätte nicht besser sein können, klar, wir haben beide keine Vergleichsmöglichkeiten, aber wir hatten nie solche Probleme wie andere Paare, wir konnten uns immer alle Vorlieben und dergleichen sagen, sind sogar ziemlich schnell gleichzeitig gekommen, Orgasmen waren allgemein nie Probleme u.s.w. - kurzgesagt, es war perfekt.

Ich möchte an dieser Stelle gleich mal sagen, dass ich von klein auf an von meinem Vater missbraucht wurde. Zu Anfang hat er mich nur leicht angefasst und wollte, dass ich ihn untenrum streichle, später, ab dem Zeitpunkt als ich ungefähr 10 war, hatte er regelmäßig (wenn wir allein bei Oma waren oder auf "seinem" Schiff, er war Seemann) Oralverkehr mit mir, hat mich betatscht und das alles, wenn er dachte ich schlafe, hat diverse Fotos und Videos davon und vom Oralverkehr gemacht, mich unter Drogen gesetzt zum gefügig machen u.s.w. ALLERDINGS und ich möchte, dass das hier wirklich stark beachtet wird, war er zum einen tagsüber ein fantastischer Vter, weswegen ich ihn immernoch aus 2 Sichten betrachte, ZWEITENS hatte er nie vaginalen Verkehr mit mir und DRITTENS hat mich das Thema nie wirklich lange fertig gemacht. Ich war eigentlich immer ziemlich offen, hatte nie Probleme mit Sexualität, ich liebte und liebe meinen Freund wirklich sehr und konnte immer ganz klar trennen, das war mein Vater- das ist mein Freund. Kurzgesagt, ich hatte nie sexuelle Probleme weil mich dieses Thema in irgendeiner Weise belastet hätte. Als mein Freund und Ich zusammen kamen wren wir 15 1/2. Nach einem halben Jahr musste er umziehen und wir führten 1 1/2 Jahre Fernbeziehung. Auch während dieser Fernbeziehung lief alles super, wir hatten wie jedes Paar, insbesondere aufgrund der Fernbeziehung, immer mal wieder Probleme, aber nicht so starke das es als besondere Belastung hätte ausgelegt werden können. Als ich meine Realschule beendet hatte, und meine letzten Sommerferien dranwaren, zogen wir für ca. 4 Wochen in den Garten seiner Eltern. Unser Sexleben war auch dort noch super, doch da kamen meine ersten körperlichen Schwierigkeiten auf. Ich bekam Blasenentzündungen, richtig heftige, schmerzende mir keine ruhe lassende Blasenentzündungen. Ich nahm zuerst simple Tropfen und Tabletten aus der Apotheke, trank mehr u.s.w. danach, als meine Lehre anfing, bekam ich antibiotika. Davon musste ich längere Zeit recht viel zu mir nehmen, und wenn ich das richtig einordne fing da die "Apokalypse" an. Es kann auch sein, dass das schon ein paar Monate früher begann, zumal ich meinem Freund nicht sofort was sagte, da ich ihn nicht belasten wollte. Jedenfalls spürte ich von Mal zu Mal weniger, ich hab auch heute noch so einen ganz seltsamen, dumpfen Schmerz wenn er tief drin ist, egal ob nun ruckartig, also schnell, oder ganz langsam, in den meisten Stellungen ist da so einen dumpfes komisches Gefühl, nicht richtig Schmerz, aber als würde er da wogegen stoßen.
Das wäre allerdings auszuhalten und durchaus zu verkraften. Ich spüre aber gar nichts mehr. Ich merke rein gar nichts im gesamten vaginalen "Kanal" um's mal so auszudrücken. Seit Dezember 2007 also, wohnte mein Freund für ein Praktikum bei mir. 3 Monate, mit mir, meiner Mutter, Dezember auch noch mit meinem Vater, der fuhr aber ab ende Januar wieder zur See. Auch während dieser 3 Monate hatten wir zwar wesentlich weniger Sex als sonst, denn zum einen arbeiteten wir fiel und zum anderen hatten wir oft streits, denn es ist schon ein Unterschied ob man getrennte haushalte hat, und sich nur 1 mal die Woche oder 1 Mal in 2 Wochen sieht, oder jeden Tag. Zudem kam da mein groooßer Kinderwunsch auf und durch äußerst verschiedene Ansichten zu diesem Zeitpunkt stritten wir eben sehr viel. Doch mein sexuelles Empfinden änderte sich nicht. Wir hatten wie gesagt nur weniger Sex, allerdings muss ich dazu sagen, weiß ich nicht, wann ich weniger gespürt habe, soweit ich mich erinnern kann, fing das schon kurz nach dem Garten-Aufenthalt an, also Sommer 2007. Ich spürte allerdings nicht auffallend weniger, nur so leicht, dass es mir fast egal war. Dann jedoch wurde es schleichend über die Monate immer mehr, so wie eine miese Krankheit die sich langsam anschleicht. Als mein Freund Ende Februar wieder nach Hause musste durch das Ende des Praktikums, war ich ziemlich fertig. Ich bekam auf Arbeit seltsamerweise recht oft flashbacks von der erfahrung mit meinem Vater. Dadurch., oder weil es mir ständig im Kopf rumschwirrte, oder weil ich nicht mehr damit schweigen wollte, oder aus welchem Grund auch immer, erzählte ich dann im April 2008 meiner Mutter was mein Vater getan hatte. Und nicht nur das, sondern auch ihre reaktion darauf machte mich wahnsinnig fertig. Kurzgesagt, 2008 war alles andere als mein Jahr. Ich zog darauf in einer Nacht und Nebel Aktion zu meinem Freund und seinen Eltern, mit denen ich mich sehr gut verstehe. Am 15. April war ich also nach Hamburg gezogen und hatte meine Lehre abgebrochen. Mein Freund und ich waren zuerst natürlich überglücklich zusammen zu sein, ohne ständig den andern zu vermissen wie sonstwas. Doch dann kam die große Ernüchterung. Wir mussten natürlich beide nach Arbeit suchen, wohnten auf nem sehr engen raum, in den zusammengequetscht, ein Fernseher, ein Schreibtisch und ein Bett reinpassten. Wir hatten keine Zeit für einen Allein, sahen uns dank arbeitslosigkeit 24 Stunden am Tag, hatten immer mehr probleme, und jeder löste die auf seine Art, so kam eins nach dem anderen, der sex wurde drastisch weniger, insbesondere da ich zu dem zeitpunkt schon nichts mehr spürte, es war nur extrem selten so das ich noch was merkte. das belastete die beziehung enorm stark, und tut es auch jetzt noch. allerdings kam das nichts spüren, vor den krassen beziehungsproblemen, die nach einem riesen haufen streitereien, einem starken zurücklgehen der liebe, lügen, verheimlichungen und wenig kommunikation im februar zum ende der beziehung führten. Denn ich wollte nicht mehr, hatte schlicht und ergreifend keine Lust mehr auf die Beziehung. Dazu kam eben, das nur, weil ich weggezogen bin, ich noch lange nicht meine probleme mit meiner familie loswar. das ist nämlich ein riesendesaster was mich auch zurzeit noch ziemlich belastet wenn ich drüber nachdenke, weil ich am 12.3. einen termin mit beiden habe, und einer psychologin, um einmal alles auch in seinem beisein auf den tisch zu packen. nichts ist mir verständlicherweise mehr zuwider als das. mein freund und ich sind seit ca 1,5 wochen wieder zusammen, und zurzeit auch ziemlich glücklich, da wir ds ganze nun anders angehen, viel offener, ehrlicher und mit mehr zuversicht das es diesmal funktioniert.
Doch trotzdem fühle ich reingar nichts, sowohl beim sex, als mittlerweile seit ein paar monaten auch beim fingern. sex hat immer eine sehr wichtige rolle in unserer beziehung gespielt, wir haben so t sogar probleme gelöst, wir haben uns so unwahrscheinlich verbunden gefühlt, und weils auch so unglublich gut von anfng an funktioniert hat, es war eben einfch unglaublich und besonders...und seit das nicht mehr da ist fehlt natürlich etws ganz elementares in unserer beziehung was uns verbindet und mitunter auch glücklich macht u.s.w. . ich nehme seit 3 monaten die pille nicht mehr, weil ich sie seeehr oft vergessen habe und sie dann auch ein par mal nicht holen konnte, und somit auf eine neue regel warten musste und mir das ganze hin und her zuviel hormonchaos war. wir verhüten zurzeit eigentlich auch nicht, da lusttropfen noch nie ws bewirkt haben und ich allgemein in den ganzen 3 jahren, trotz offensichtlich mehr glück als verstand, nie schwanger geworden bin. wir machen dann nicht soweit das er kommt, außer das eine mal letztens während meiner tage, aber ich woltle damit halt betonen das wir nicht groß verhüten durch irgendwas hormonelles, und mit gumi macht es noch weniger spaß als ohnehin schon, da ich ja nichts fühle und es sich tw ja auch komisch anfühlt ganz hinten.
Ich war auch letztes jahr gegen ende bei einer richtig fiesen kuh von frauenärztin, die mir zuerst nicht mal beim problem zuhören wollte, nur weil ich keine 10 euro bezahlt hatte. dann sagte ich, um ihr alle informationen zu geben, das mein vater die finge rnicht von mir lassen konnte, und oli und ich im jahr 2008 von april an heftige probleme hatten. sie hatte nur einen satz davon gehört und schob sofort alles auf meinen vater, sie sah das ganze nicht mal mehr objektiv, sie wollte keine antworten oder sonstwas hören, sie sagte lediglich ich müsse sofort in psychologische behandlung um das abzuschließen (äh halloo? ich hatte das ja noch nicht mal angefangen) und wenns daran nicht läge, dann würde sich das spätestens mit einem neuen freund ändern. Sie hat mich nicht mal untersucht.
Ich fand das das aller letzte!!! ich hab ihr auch gesagt das mein vater keinen vaginalen verkehr mit mir hatte, es dementsprechend unlogisch wäre wenn ich mein angeblich angelerntes verhalten, nichts zu empfinden ausgerechnet an dieser stelle, und gerade jetzt entwickele. Denn abgesehen davon lief es ja knapp 2 jahre wunderbar mit dem sex. davon wollte sie aber nichts hören, für sie stand fest...das liegt am missbrauch mehr woltle sie nicht hören.
Ich bin völlig verzweifelt...ich weiß wie wunderbar der sex war...und mittlerweile habe ich danach auch schon ziemlich oft geheult, oli lässt das auch nicht kalt aber er redet nicht so viel darüber. wir haben den sex jetzt so versucht (was auch ein wenig wehtut weil wir länger keinen hatten und ich immer recht schnell wieder sehr eng werde) mit vibrator, damit ich vll doch was spüre...aber nix...gar nichts...ich könnte genauso gut vom gefühl her nebenbei zeitunglesen oder mich unterhalten. es macht mich traurig, denn ich kann und will ihm ja auch nichts vorspielen, zum einen merkt er das zum anderen finde ich das falsch, dementsprechend bin ich ziemlich leise, und da ich nix spüre kann ich uch kein rhythmusgefühl dafür entwickeln und vertraue darauf mich einfach zumindest zu versuchen so zu bewegen wie er. ich spüre auch nix wenn ich mir nen finger einführe (ich finde meine vagina ziemlich ekelig, fand ich aber schon immer, hab mich nie untenrum mit fingern oder dildos selbstbefriedigt und hab da nur erkundungsmäßig den finger eingeführt). ich hab sogar in die wände der vagina gepieckst, in der hoffnung könnte man sagen...irgendwann muss ich doch was spüren.
im Moment bin ich recht zufireden, oli und ich sind wieder zusammen, wir sind ziemlich happy, wir haben sex gehbt bei dem ich wenigstens klitoral gekommen bin wegen dem vibrator, wir machen uns selbstständig, wir sind gerade erst mit seinen eltern in ein wundertolles haus gezogen, wo wir 2 getrennte zimmer haben, uns also zurückziehen können, ich habe mich endlich der sache mit meinem vater gestellt und darüber viel geredet und geheult, ich verstehe mich super mit meiner besten freundin und überhaupt, es geht mir soweit ziemlich gut, mindestens im verhältnis zu 2008...und trotzdem spüre ich rein gar nichts beim sex...beim fingern schon irgendwie...wenn er den weit reinschiebt oder eben am g-punkt rumspielt. aber es ist wie bei wildem doggy-style-sex so ein ganz seltsames gefühl...tw irgendwie gut...aber beim doggystyle ist ds mehr so ein gefühl als würden mir alle meine körperlichen kräfte geraubt und weiß nicht..das mag ich auch nicht gerade lange...es ist so schwer zu beschreiben weil ich nichts zum vergleichen habe. ich weiß nur das ich total verzweifelt bin..ich will endlich wieder richtig viel verlangen nach sex haben...so wie früher..und insbesondere natürlich auch wieder normalen, richtig guten sex haben- also alles spüren, jeden millimeter und jede bewegung. zu der nächsten fruenärztin zu der ich gehe, werde ich weder die probleme erwähnen, noch meinen vater. Ich will komplett untersucht werden, auf dem stuhl, mit röntgen meinetwegen, mit ultraschall, mit blut, mit urin, mit gespräch, und wenn die dann nix findet weiß ich keinen rart mehr....ich lese überall in foren wie hier und in diversen anderen dingen zum teil im internet immer nur was von schmerzen beim sex..immer nur das...aber nie was von nix spüren...ich meine, mir gings oft auch riichtig gut, ich hatte keine probleme mit ihm, wollte unbedingt sex, war also auch richtig mit lust und so dabei...und trotzdem habe ich nix empfunden und es tat weh ganz hinten, insbesondere in reiter, als würde er direkt auf ne gnz empfindliche stelle stoßen. es kotzt mich an, dass ich niemanden finde, der das gleiche problem hat, niemanden der rat weiß oder sonstwas. ich würde mich wenns davon weggehen würde, zich ml operieren lassen, mir spritzen und tbletten und wer weiß was zuführen lassen, wenn ichs nur irgendwie ändern könnte....denn das belastet uns wie gesagt sehr stark...insbesondere mich. ganz davon abgesehen verhält er sich großartig...wir machen alles was ich irgendwie möchte, er is bereit alles zutun dmit das irgendwie anders wird, er drängte mich nie zu irgendwas, hat mit mir viel drüber geredet und ist immer für mich da...außerdem wieviele in seinem alter (18 1/2 und nur 2 monate älter als ich) wären scho bei ihrer freundin geblieben wenn es solange keinen vernünftigen sex gibt. also gott sei dank muss ich zumindest keine angst haben das er mich deswegen verlässt.

also um es zusmmen zu fassen...ich spüre absolut nichts und ich knn mir das nur mit ein paar dingen erklären.
1.) ich hab das mit den beziehungsproblemen imme rnoch nicht rihtig verwunden und deswegen spüre ich noch immer nix, was ich mir aber nicht richtig vorstellen kann, da es momentan wirklich auch gut läuft

2,.)es ist tatsächlich wegen meines vaters, ich merke es nur nicht- was ich mich aber auch nicht erklären kann, genauso wie beste freundin und freund, denn das ist weit vor oli passiert und trotzdem hatten wir immer ein super sexleben, außerdem hatte er wie gesagt nie sex mit mir.

3.) was ich mir sehr wünschen würde....es ist was organisches...irgendeine behandelbare krankheit die dafür gesorgt hat...wie zum beispiel die ständige blasenentzündung...das ich nix spüre...was sich dann ohne psychologische behandlung und mit normalen behndlungsmethoden lösen lassen würde.

4.)irgendetwas was ich offensichtlich nicht sehe...

auf jeden fall brauchen wir mehr als dringend hilfe und es wäre llgemein schon schön wenn sich jemand melden würde der das gleiche problem hat...wenigstens irgendein strohhalm...noch schöner wärs natürlich es würde jemand genau wissen wieso, weshalb, und wie gehts weg.

brauche wie gesagt dringend hilfe und hoffe darauf welche zu bekommen..

sehr vielen lieben dank an diejenigen die sich den langen text durchgelesen haben und rat wissen, liebe grüße =)

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Y
yassin_12090113
01.03.09 um 16:37

Psychologische ursachen am wahrscheinlichsten (auch langer text)
hallo mell1809,
in deinem text gibt es für mich mehrere hinweise darauf, dass dein problem psychologische ursachen hat. du beschreibst die beziehung zu deinem vater als zwiespältig, nimmst ihn sogar noch in schutz und betonst, dass er sonst ein sehr guter vater war und nie vaginalen verkehr mit dir hatte. du weist die these, dass der missbrauch etwas mit deinen problemen zu tun hat, vehement zurück, da ihr ja vorher guten verkehr hattet. das liest sich für mich ein bisschen so, als ob du angst hättest, dass jemand an der liebe zu deinem vater oder seinen qualitäten als papa zweifeln könnte, sobald du ihn für das, was er getan hat, zur verantwortung ziehst. vielleicht glaubst du, dass du selbst ihn dann nicht mehr lieben darfst, weil er dir das angetan hat. und es ist furchtbar, was er getan hat! die liebe von kindern zu ihren eltern ist bedingungslos. eltern können fast nichts tun, was die liebe ihrer kinder zu ihnen erschüttern könnte. das sieht man sehr gut an folgendem beispiel: ein kleiner junge (5 jahre alt) wird von seiner mutter regelrecht schikaniert, geschlagen und für alles verantwortlich gemacht, was schief läuft. als die mutter ihm unter tränen mitteilt, dass sie ihn für eine weile ins heim geben wird, da sie ihm keine gute mutter sein kann, bis sie ihre eigenen probleme in den griff bekommen hat, fängt der junge an, sie zu trösten, ihr zu sagen, wie lieb er sie hat und das alles nicht so schlimm sei. ich gehe also mal davon aus, dass du deinen vater liebst und dir das irgendwie schuldgefühle bereitet, weil er dich ja missbraucht hat.
die menschliche psyche ist ne krasse sache. sie kennt verschiedene abwehrmechanismen, für schlimme dinge, damit der mensch nicht zusammenbricht. wenn dir etwas wirklich schlechtes passiert, so kann deine psyche das komlett verdrängen, damit es dich nicht belastet. das passiert jedem menschen im laufe seines lebens mal: es passiert etwas, das als schlimm empfunden wird, die psyche verdrängt es. das heißt nicht, dass du vergessen musst, was passiert ist. es wird nur erstmal abgelegt, unaufgearbeitet. gaaaanz weit hinten im gedächtnis, damit es dich nicht belasten kann. dass du den missbrauch nicht aufgearbeitet und erstmal verdrängt hast, ist sehr wahrscheinlich. für mich spricht der satz: "es hat mich nicht lange belastet" sehr dafür. dummerweise hat die verdrängung einen haken: sie klappt nicht lebenslänglich. irgendwann kommt das, was verdrängt wurde, wieder an die oberfläche. ohne, dass es einen für uns ersichtlichen grund dafür gibt. du bist 18, hast das gröbste der pubertät hinter dir gelassen und wirst jetzt richtig erwachsen. das ist ein entscheidender einschnitt im leben, der sowas schonmal heraufbeschwören kann. es ist jetzt da und belastet dich. du reagierst körperlich darauf. zu der zeit, zu der das passiert ist, warst du ein kind und es war schlimm für dich. dieses kind lebt immernoch in dir. du hast nur jahrelang nichts davon gewusst. jetzt steht es vor dir und sagt: "guck, was mir passiert ist! das war schlimm! ich habe angst, ich will das nicht!" und du musst dich damit auseinandersetzen und die sache aufarbeiten. das tust du, du bist bereits in psychologischer behandlung. mein rat: brich die therapie nicht ab, lauf nicht nochmal weg!!!!! der 23.3. wird hart, es wird der blanke horror, aber es ist seeeeeeehr wichtig. du hast den richtigen schritt gemacht, glaub mir. auch wenn es ein langer weg wird.
du sagst, ihr verhütet nicht. du bist 18, ich muss dir hier keinen vortrag darüber halten, wie leichtsinnig euer verhalten ist. das weißt du selbst. und du nimmst es wissentlich in kauf, weil du dir ein kind wünscht. und der wunsch, mama zu sein, macht es notwendig, sich mit der eigenen kindheit auseinanderzusetzen. wie war das denn bei mir? was kann ich als mutter geben, was habe ich als kind selbst erlebt?
dein freund ist n echter glücksgriff. ihr liebt euch, er ist für dich da. das ist auch für die therapie eine gute voraussetzung.
sollte dein problem wirklich organische ursachen haben, ist eine gründliche untersuchung unerlässlich. wage auf jeden fall nochmal den gang zu einer frauenärztin. es ist vielleicht ganz gut, wenn du den missbrauch nicht sofort erwähnst, so muss sie erstmal was organisches ausschließen. wenn sie dann nichts findet, kannst du immernoch überlegen, ob du ihr davon erzählen willst.
du wirkst auf mich sehr stark und ich glaube, dass dich eine psychologische behandlung noch stärker machen kann. das wird auch deiner beziehung gut tun.
ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen, auch wenn ich kein patent-rezept habe und nur spekulieren kann.
ich habe übrigens keinen zweifel daran, dass sich das problem lösen lässt.
alles, alles liebe für dich!!!

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A
an0N_1276880199z
01.03.09 um 18:17
In Antwort auf yassin_12090113

Psychologische ursachen am wahrscheinlichsten (auch langer text)
hallo mell1809,
in deinem text gibt es für mich mehrere hinweise darauf, dass dein problem psychologische ursachen hat. du beschreibst die beziehung zu deinem vater als zwiespältig, nimmst ihn sogar noch in schutz und betonst, dass er sonst ein sehr guter vater war und nie vaginalen verkehr mit dir hatte. du weist die these, dass der missbrauch etwas mit deinen problemen zu tun hat, vehement zurück, da ihr ja vorher guten verkehr hattet. das liest sich für mich ein bisschen so, als ob du angst hättest, dass jemand an der liebe zu deinem vater oder seinen qualitäten als papa zweifeln könnte, sobald du ihn für das, was er getan hat, zur verantwortung ziehst. vielleicht glaubst du, dass du selbst ihn dann nicht mehr lieben darfst, weil er dir das angetan hat. und es ist furchtbar, was er getan hat! die liebe von kindern zu ihren eltern ist bedingungslos. eltern können fast nichts tun, was die liebe ihrer kinder zu ihnen erschüttern könnte. das sieht man sehr gut an folgendem beispiel: ein kleiner junge (5 jahre alt) wird von seiner mutter regelrecht schikaniert, geschlagen und für alles verantwortlich gemacht, was schief läuft. als die mutter ihm unter tränen mitteilt, dass sie ihn für eine weile ins heim geben wird, da sie ihm keine gute mutter sein kann, bis sie ihre eigenen probleme in den griff bekommen hat, fängt der junge an, sie zu trösten, ihr zu sagen, wie lieb er sie hat und das alles nicht so schlimm sei. ich gehe also mal davon aus, dass du deinen vater liebst und dir das irgendwie schuldgefühle bereitet, weil er dich ja missbraucht hat.
die menschliche psyche ist ne krasse sache. sie kennt verschiedene abwehrmechanismen, für schlimme dinge, damit der mensch nicht zusammenbricht. wenn dir etwas wirklich schlechtes passiert, so kann deine psyche das komlett verdrängen, damit es dich nicht belastet. das passiert jedem menschen im laufe seines lebens mal: es passiert etwas, das als schlimm empfunden wird, die psyche verdrängt es. das heißt nicht, dass du vergessen musst, was passiert ist. es wird nur erstmal abgelegt, unaufgearbeitet. gaaaanz weit hinten im gedächtnis, damit es dich nicht belasten kann. dass du den missbrauch nicht aufgearbeitet und erstmal verdrängt hast, ist sehr wahrscheinlich. für mich spricht der satz: "es hat mich nicht lange belastet" sehr dafür. dummerweise hat die verdrängung einen haken: sie klappt nicht lebenslänglich. irgendwann kommt das, was verdrängt wurde, wieder an die oberfläche. ohne, dass es einen für uns ersichtlichen grund dafür gibt. du bist 18, hast das gröbste der pubertät hinter dir gelassen und wirst jetzt richtig erwachsen. das ist ein entscheidender einschnitt im leben, der sowas schonmal heraufbeschwören kann. es ist jetzt da und belastet dich. du reagierst körperlich darauf. zu der zeit, zu der das passiert ist, warst du ein kind und es war schlimm für dich. dieses kind lebt immernoch in dir. du hast nur jahrelang nichts davon gewusst. jetzt steht es vor dir und sagt: "guck, was mir passiert ist! das war schlimm! ich habe angst, ich will das nicht!" und du musst dich damit auseinandersetzen und die sache aufarbeiten. das tust du, du bist bereits in psychologischer behandlung. mein rat: brich die therapie nicht ab, lauf nicht nochmal weg!!!!! der 23.3. wird hart, es wird der blanke horror, aber es ist seeeeeeehr wichtig. du hast den richtigen schritt gemacht, glaub mir. auch wenn es ein langer weg wird.
du sagst, ihr verhütet nicht. du bist 18, ich muss dir hier keinen vortrag darüber halten, wie leichtsinnig euer verhalten ist. das weißt du selbst. und du nimmst es wissentlich in kauf, weil du dir ein kind wünscht. und der wunsch, mama zu sein, macht es notwendig, sich mit der eigenen kindheit auseinanderzusetzen. wie war das denn bei mir? was kann ich als mutter geben, was habe ich als kind selbst erlebt?
dein freund ist n echter glücksgriff. ihr liebt euch, er ist für dich da. das ist auch für die therapie eine gute voraussetzung.
sollte dein problem wirklich organische ursachen haben, ist eine gründliche untersuchung unerlässlich. wage auf jeden fall nochmal den gang zu einer frauenärztin. es ist vielleicht ganz gut, wenn du den missbrauch nicht sofort erwähnst, so muss sie erstmal was organisches ausschließen. wenn sie dann nichts findet, kannst du immernoch überlegen, ob du ihr davon erzählen willst.
du wirkst auf mich sehr stark und ich glaube, dass dich eine psychologische behandlung noch stärker machen kann. das wird auch deiner beziehung gut tun.
ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen, auch wenn ich kein patent-rezept habe und nur spekulieren kann.
ich habe übrigens keinen zweifel daran, dass sich das problem lösen lässt.
alles, alles liebe für dich!!!

@ad232
Vielen vielen lieben Dank für deine Antwort =) ...sie hat mir wirklich sehr geholfen.
Nur möchte ich eben mal darauf hinweisen, nur damit du das nicht weiter denkst- wir verhüten schon, ich habe damit nur sagen wollen das wir es nur das eine Mal nicht gemacht haben weil ich direkt am Anfang meiner Tage stand und ich mir ziemlich sicher bin das da nichts passiert- ich weiß, leichtsinnig, und ich finde das auch nicht in Ordnung das ich so damit jongliere das ich eventuell schwanger werden könnte. Der Grund dafür ist für mich offensichtlich das ich nicht direkt für und nicht gegen ein Kind bin. Und ich weiß dass das falsch ist^^, ich versuche deshalb auch endlich den Entschluss zu fassen es nicht mehr einfach mal drauf ankommen zu lassen, aber so ganz ist es mir noch nicht gelungen mein Unterbewusstsein davon zu überzeugen das ich wirklich noch kein Kind will.
Ich habe auch so gesehen keinen Kinderwunsch. Also ich habe jetzt so gesehen nicht das große Bedürfnis Mutter zu werden, da ich mich selbst für zu...naja...nicht direkt zu jung...aber ich weiß nicht ob ich bereit bin schon soviel Verantwortung zu übernehmen und ein so großes Vorbild zu sein. Das ist aber auch ein anderes Thema.

Das ich die Sache mit meinem Vater verdrängt habe, weise ich absolut nicht zurck, also ich denke schon, dass du da recht hast. Insbesondere da pünktlich zum langsam- erwachsen werden, eben alles hoch kam, und weil ich damals, als ich kurz mit meinem Freund zusammen war, also als ich ca 15 war, wieder von ihm zum oralen Verkehr benutzt wurde, und als ich wieder zuhause war und geheult hab, versuchte ich mich mit dem Gedanken zu beruhigen in 2 Tgen ist alles vergessen- und so wars auch. Deshalb denke ich ebenfalls dass ich das nur verdrängt hab. Meine riesen große übermächtige Angst ist nur... da ich nicht hundertprozentig weiß, ob es daran liegt, dass ich die Sache tatsächlich aufgearbeitet bekomme (was ja toll wäre) und ich dann trotzdem keine Änderung kommt. Also das ich trotzdem weiter nichts spüre. Das wäre für mich total niederschmetternd.
Also, wenn ich das richtig verstanden habe, denkst du also, dass ich deshalb nichts spüre, weil das innere missbruchte Kind durch körperliche Beschwerden die mir auf jeden Fall auffallen müssen, drauf aufmerksam machen will dass da noch was ist, weiß bearbeitet werden muss?
Ich hab ebenso große Angst davor mich dem ganzen zu stellen, wie diesem Tg z.B. , als auch das es nicht funktioniert und sich wie gesagt nichts ändert.
Es kotzt mich auch an, dass, wenn es psychsch ist, ich nicht einfach simple Tbletten nehmen, oder mir Spritzen geben lassen kann, damit alles wieder gut wird, dass ich meinen Körper nicht einfach wieder dazu zwingen kann, zu funktionieren, sondern dass ich mich eben anders damit befassen muss.
Du hast auch Recht damit, dass es mir Schuldgefühle macht, dass ich ihn sehr lieb hab, eben weil ich nur die Person richtig bewusst sehe, die für mich da war, viel mit mir gelernt hat und mich gegenüber meiner Mutter (mit der ich bis 2009 ein seeehr schlechtes verhältnis hatte) verteidigt hat. Und, die meisten Menschen wollen das nicht hören, sie wollen dass ich ihn genauso hasse wie sie. Aber das kann ich einfach nicht...und beim gedanken an eine therapie macht mir ebenfalls der gedanke angst, dass ich ihn dann als den liebgewonnen vater verliere, auch wenn das wohl der richtige lauf der dinge wäre.

Jedenfalls danke ich dir wie gesagt für deine ausführliche Antwort =) und ich hoffe du hast Recht damit, dass es lösbar ist.

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