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Kann ich es wirklich allein?

10. Juni 2016 um 8:56 Letzte Antwort: 11. Juni 2016 um 20:46

Hallo ihr lieben,
Ich bin nun seit ungefähr einem Jahr von der Krankheir Magersucht betroffen gewesen, daraus folgte ein kurzer Aufenthalt in einer Klinik vor ca. Einem halben Jahr.
Bis vor einigen Tagen, als ich den Anruf erhielt, dass ich in zehn Tagen in eine Klinik müsste, also, dass der Platz frei wird, den meine Eltern für mich wollten, lief meine Verbesserung eher schleppend. Ich habe zwar gegessen, allerdings ging es mir noch viel im Kopf herum und ich wollte einige Dinge einfach nicht essen.
Doch ab diesem Tag, lief alles anders. Ich weiß, es klingt so, als ob ich mich h nur geändert habe, um der Klinik aus dem Weg zu gehen, aber ich glaube, es hat wirklich Klick gemacht. Irgendwann ist dieser Moment da, an dem man realisiert, man war die letzte Zeit seines Lebens nicht man selbst, es war eine Mutation, jemand völlig anderes, der versucht hat, sich in das eigene Leben zu drängen und alles zu zerstören! Ich habe es eine lange Zeit zugelassen, aber nun nicht mehr. Ich hatte schon öfter Momente, wo man hätte denken können, dass ich es verstanden habe. Aber, jetzt ist es anders. Ich habe unglaublich viel Spaß in den letzten Tagen gehabt, mich hat die Menge, die ich gegessen habe überhaupt nicht interessiert, mich hat mein Gewicht überhaupt nicht interessiert, gut, solange es natürlich ausreichend ist um zuzunehmen, das ist klar. Ich habe mich seit langem wieder wie ich selbst gefühlt, meine früheren Interessen sind wiedergekehrt, mein altes ich. Meine Eltern glauben nicht wirklich daran, sie haben Angst, dass es noch einmal zu einem Rückfall kommen könnte, wenn wir den Kampf zu Hause fortführen. Ich glaube nicht, dass es so kommt, ich habe schon gegen schlimmeres gekämpft. Und wenn in meinem Kopf immer noch so ein krankes Denken verankert wäre, dann könnte ich nicht vor Freude hoch springen, wenn ich bei meinem Arzt eine Zunahme sehe und nicht einfach so Schololade und alle andere, was früher Tabu gewesen wäre, essen. Damit würde es mir nicht gut gehen, doch das tut es, ich habe Energie, ich habe Lebensfreude.
Ich bin der Meinung und ich glaube, mein Vater auch, zumindest etwas, dass wir die Chance haben, es zu Hause zu schaffen! Wir könnten dieses Monster ein für alle mal loswerden! Man sollte das, was ich geschafft habe nicht wieder kaputt machen und mir die Freude nicht nehmen. Ich bin bereit, ich kann das! Einer musste gehen, die Magersucht, oder ich. Ich habe mich dafür entschieden, dass sie gehen muss und dafür werde ich sorgen! Klar, der Weckruf kam erst nachdem ich wusste, dass es bald soweit sein würde, aber durch den Schock ist es ausgelöst worden, ich brauchte so eine schlimme Nachricht, um endlich aufzuwachen! Ich bin zurück, das alte Mädchen, dass immer lächelt und das Leben liebt, ist wieder da!!!
Das ist meine Sicht der Dinge, ich wollte nun einmal fragen, was ihr davon haltet? Fremde können das vielleicht gut beurteilen.
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Vielen lieben Dank im Voraus!

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11. Juni 2016 um 20:46

Du Unterschätzt das,
Ich hatte auch mal die Chance nicht genutzt obwohl ich ein Platz in der Klinik hatte und wie ging es mir? Noch schlechter als vorher und war im Lebensbedrohlichen Bereich, damit ist nicht zu Spaßen. Es at vorher bei dir zuhause nicht geklappt warum sollte es jetzt gehen? Ja klar diese kleine Phase hast du gerade, aber wenn sie vorbei ist war es das komplett dann. Ich denke du hast einfach Angst vor der Klinik, aber sie ist eine Chance und nichts Böses. Und Kliniken sind nicht wie in Horrorfilme! Du solltest dir klar werden das Essstörung nicht nur heißt wieder zu essen und zuzunehmen, sondern das du auch Therapie brauchst, da steckt eine Menge mehr dahinter. Versau dir nicht dein Leben sondern lebe!

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