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Kampf gegen die Anorexie, aber mit Normalgewicht

8. März 2016 um 21:22

Hallo Zusammen,
nachdem ich lange stille Mitleserin war, traue ich mich jetzt doch mal, mich auch zu melden.
Vor allem, da es hier wirklich viele Beiträge gibt, die super motivierend, verständnisvoll und helfend sind.
Tut mir Leid, dass es doch so lang geworden ist - vielleicht arbeitet sich ja trotzdem jemand durch

Zu meiner Geschichte:
ich bin 27, w, und mit 14/15 in die Anorexie gerutscht. Hatte zu meiner "besten" Zeit nen BMI von ca. 16,3, habe das ganze aber mit ambulanter Therapie in nen stabilen Bereich gebracht, allerdings immer noch im UG. Zu Studienzeiten erfolgte ein schlimmer Rückfall, der mich nochmal in Therapie geführt hat.
Die hat mich dann definitiv weiter gebracht. Ich kam langsam ins NG, konnte mich auf das Leben und einen Partner einlassen, mit dem ich mittlerweile verheiratet bin. Habe einen Job, der mir Spaß macht und eigentlich war jetzt seit längerem der Kinderwunsch Thema, weshalb ich NG so halbwegs akzeptieren konnte (wirklich happy war ich allerdings nie damit) bzw. anderes in den Vordergrund rückte.
Leider hatte ich desto gröbere Rückschläge, je mehr ich daran arbeitete, meine körperlichen Schäden von früher auszugleichen und mit dem Kinderwunsch klappte es wegen unregelmäßigem Zyklus auch nicht.
Letzten Sommer wurde dann ne Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert, die medikamentös behandelt werden musste. Und das hat mir quasi den Rest gegeben und mich komplett in die Essstörung zurückgeworfen - bis auf Abmagerung. Habe mein Sportpensum ziemlich erhöht und verfiel wieder in Essens- und Denkmuster, die sich schon deutlich gebessert bzw. gelegt hatten.
Der derzeitige Stand ist, dass die ÜF der SD erstmal behoben wurde (kann wieder kommen). aber ich bin wieder total in der ES und nach langem Überlegen auch wieder in Therapie.
Nur mit dem Unterschied, dass ich kein UG habe, weil mein Stoffwechsel total im Eimer ist. Habe nen BMI von 20,5 oder so, was objektiv gesehen wohl total ok ist, aber ich komm damit gar nicht zurecht.
Und das macht mich fertig. Ich hungere, quäle mich, habe ein extremes Sportpensum, von dem ich weiß, dass es nicht gesund ist. Esse dafür zu wenig und generell auch zu unausgewogen und unregelmäßig.
Nehme aber nicht ab, weil mein Körper (laut Therpeutin und Ernährungsberatung) im Hungermodus ist und alles bunkert.
Und der einzige Weg da raus ist wohl mehr essen und auf Sicht natürlich weniger Sport. Aber allein der Gedanke an eine Zunahme versetzt mich in Panik.
Ich fühle mich so schon viel zu dick und habe wohl auch eine ausgeprägte Körperschemastörung. Wie soll ich es da schaffen noch mehr zuzunehmen??
Ich schäme mich außerdem eher dafür, dass ich es nicht mehr schaffe abzunehmen (bescheuert, ich weiß), will mir gar nicht ausmalen, wie sich das anfühlt, wenn es noch mehr wird

Hat jemand Erfahrungen oder Tipps?
Geht es jemandem ähnlich?

Viele Grüße,
die verzweifelte ElaEule

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8. März 2016 um 22:35

Ich auch
Hey, du bist nicht alleine ich bin auch noch im Normalgewicht, weil ich früher extrem Übergewicht war... Ich weiß zwar nicht wie ich dir helfen kann weil es mir auch ziemlich schlecht damit geht, aber vielleicht hilft es dir ja das du weiß das du nicht allein bist... Du schaffst das ! LG Louisa

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8. März 2016 um 23:24

Mir geht es gleich
Hallo Elaeule,
du bist überhaupt nicht alleine mit deinem Problem.
Bei mir sind die schlimmsten Zeiten zwar erst ca. 2 Jahre her. Da ich davor im obersten NG, resp. leichtes ÜG war, nahm ich "nur" auf nen 17er BMI ab. Sah also gar nicht so abgemagert aus. Als ich dann wieder etwas mehr ass, war das Problem für alle behoben und wurde auf ne pubertierende Phase abgetan. (war zweimal in Therapie, insgesamt etwa 1 Jahr).
Doch es vergeht seither kaum ein Tag, wo ich nicht ans Essen denke und den Wunsch habe, wieder dort zurück zu gehen. Doch gleichzeitig weiss ich auch, dass es falsch und krank ist.

Was mir geholfen hat, war die Waage aus meinem Leben zu verbannen. Denn Kleidung sagt sehr gut, wie's mit dem Gewicht steht. Und selber merkt man Veränderungen auch gut. Da ich mein Gewicht nun nicht mehr weiss, kann ich es etwas besser akzeptieren. Der Reiz ist quasi kleiner, abzunehmen, wenn du verstehst was ich mein!?!
Kannst du dich an den Essensportionen an deinem Mann orientieren? Oder an Mitarbeiter/innen, die eventuell Bescheid wissen?
Ist der Kinderwunsch nicht ein guter Ansporn um sich endlich nicht mehr nur wie eine Zahl zu fühlen?
Zum Sport kann ich dir nur sagen: übertreibe es nicht, irgendwann macht der Körper nicht mehr mit! Ich habe nun mit 22 schon Knieprobleme.
Stark, hast du dich zur Therapie entschieden.
Ich wünsche dir viel Kraft
Grifana

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