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Ist er Alkoholabhängig oder ist es noch normal?

Letzte Nachricht: 10. Dezember 2014 um 17:30
S
sango_11905329
06.10.14 um 18:25

Ein Hallo in die Runde,

bin gerade ein wenig verzweifelt. Und versuche erstmal ob es hier Nutzer gibt, die bereits damit Erfahrungen haben zum Thema Alkohol.

Wie fange ich an.
Mein Mann und ich kennen uns mittlerweile 8 Jahre. Davon sind wir 1 1/2 Jahre verheiratet.

Die ersten 2 - 3 Jahre unserer Beziehung habe ich Nichts bemerkt bzw. er hat in meiner Anwesenheit überhaupt nichts getrunken. Dann fing es plötzlich an, dass wir am Wochenende, Freitags + Samstags zusammen etwas getrunken haben. Ich sowieso nicht viel und irgendwann konnte ich es überhaupt nicht mehr trinken. Alkohol. Mein Kreislauf und Magen drehen schon bei einem Glas Wein, Sekt oder Bier durch. Also lasse ich es lieber ganz sein

Was sich auch positiv auf mein Gewicht ausgewirkt hat.

Nun zu dem Thema, was mich verzweifeln lässt...

Ich hab aufgehört mit dem ganzen Alkohol, er trank aber weiter. Irgendwann sagte ich ihm mal, dass mich die Menge besorgte, die er da so vertrank. Jeden Freitag und Samstag 0,7 Wodka mit O-Saft. Egal, ob am nächsten Tag gearbeitet wird, er trank.

Dann fing er an, den Alkohol vor mir zu verstecken, und meinte, dass ich ihn nicht finden würde. Ich bin bzw. geh immer zeitig ins Bett, gegen 21 Uhr. Er kommt, kam dann noch kurz zu mir ins Bett, bis ich eingeschlafen war. Dann muss er jedes mal wieder aufgestanden sein, um einen Vollrausch zu bekommen.

Ich habe mich dann räumlich von ihm getrennt, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, ca. 20 km. Wir sind dann nach einem halben Jahr wieder zusammen gekommen, was wohl mehr daran lag, dass ich von ihm schwanger war, wir heirateten und er hörte scheinbar auf zu trinken.

Seit Silvester, vor ca. 10 Monaten fing es wieder an. Meistens jetzt immer Samstags. Letztes Wochenende allerdings, Donnerstag, Freitag und Samstag. Er hatte sogar ins Bett gemacht und versicherte mir, dass es nichts mit Alkohol zu tun habe.

Gerade eben wollte ich rasen mähen. Und unter all dem alten Gras fand ich 2 leere Wodka Flaschen, 1 Weinflasche und 2 x Osaft. Was sagt mir das jetzt?

Ich bin der Meinung, dass er abhängig ist. Aber wie sieht ihr das? Wie sehen das die User, die sich damit "auskennen"?

Bitte nur ernst gemeinte Antworten!

Vg

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G
greer_12827553
07.10.14 um 19:36

Böse Anzeichen
Liebes Bratkartoffelchen,

fühl dich erstmal ganz fest gedrückt. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute! Ich schildere dir nur meine Meinung. Ich weiß, wie es ist, wenn einen die Erkenntnis mit einem Hammer nieder streckt. Aber du hast das alles ja bereits schon einmal mit ihm erlebt.

Das Trinkverhalten deines Mannes klingt für mich nach "Quartalssaufen" (Epsilon-Alkoholiker).

Dass er die leeren Flaschen vor dir versteckt, mehrere Tage hintereinander trinkt und dann die Kontrolle verliert, sind wichtige Hinweise für eine Abhängigkeit.

Beobachte deinen Mann, riech oder probier seine Getränke. Markier die Alkoholflaschen mit einem kleinen Symbol, so dass nur du erkennst, dass er sie heimlich gegen Neue ersetzt hat. Fährt er ab einer gewissen Tageszeit zB kein Auto mehr? Erkundige dich bei einer Drogenberatung.

Ich wünsche euch alles Gute! Schütze dich und dein Kind....Geräte nicht in eine Co-Abhängigkeit.

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B
beinkleid
10.10.14 um 17:15

Vorsichtig
ausgedrückt, er ist alkoholkrank. Ob man nun sagt abhänig oder süchtig macht da keinen Unterschied. Aufgrund der Menge, die du hier beschreibst, ist schon klar, dass er den Alkohol nicht mehr im Griff hat. Wenn er diese Mengen am Wochenende trinkt, stellt sich die Frage, was und wieviel er unter der Woche trinkt, wenn du es nicht sehen kannst. Ihm selbst wird es nicht zuviel sein. Da er sicherlich wie alle Trinker, der Meinung ist, er habe die Sache noch voll im Griff. Ich kenne das nur zu gut. Ich hätte auch so reagiert damals. Das Bettnässen zeigt dir, dass er schon soweit ist, dass er garnicht mehr merkt das seine Körperfunktionen anfangen auszusetzten. Die Körperkontrolle geht langsam aber sicher verloren. Das geht soweit, dass er auch mal ohnmächtig werden kann (Komasaufen) ohne das er es merkt (der besagte Filmriss). Er sollte sich schnellstens fachkundige Hilfe suchen. Wenn du nicht weißt wie du ihm helfen kannst ohne ihn dabei anzufahren und/oder unter Druck zusetzen, geh erstmal allein zu einer Selbsthilfeeinrichtung und lass dich dort beraten, wie man das Thema bei deinen Mann angehen kann. Aber der wichigste und erste Schritt ist, dass er sich selbst eingesteht, dass er alkoholkrank ist. Nur dann kannst du ihn helfen. Ich weiß nicht wie dein Mann vom Charakter her ist. Aber für mich war das, das Schlimmste. Eingestehen das man sich selbst nicht im Griff hatte. Wenn er damit klar kommt, ist der Rest ein Kinderspiel. Wenn du so stark bist, wie meine Frau, hat er nicht nur ein guten Grund, das durch zu ziehen, sondern auch eine gute Stütze die ihm sicherlich hilft. Weil Selbstzweifel bleiben dabei nicht aus und die Gefahr des Rückfalls ist groß. Ich hoffe dir einen guten Gedankengang gegeben zuhaben. Viel Erfolg. Vielleicht lässt du ja von dir hören . . .

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M
mabon_12895328
06.11.14 um 21:11

Abhängigkeit
Leider ist er alkohol abhängig spreche aus eigener erfahrung. Urinieren und alkohol verstecken ist schon eine etwas starke abhängigkeit. Wenn er am morgen nicht mehr die kaffee tasse halten kann dann braucht er hilfe drück dir die daumen

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S
sango_11905329
10.12.14 um 17:12

Melde mich wieder zu Wort
Hallo zusammen,

ich hatte vor einigen Wochen mit ihm darüber geredet, bzw. ich habe geredet und er hat zugehört bzw. auf Durchzug gestellt.

Habe ihm gesagt, wie ich mich dabei fühle, was er uns, als Familie damit an stellt. Habe auch eine Therapie angesprochen. Aber die will er auf keinen Fall machen, egal was kommt. Er ist der Meinung, er ist nicht süchtig, sein Konsum sei völlig normal.

Danach bin ich dem auch nicht mehr nach gegangen, ob ich irgendwie irgendwo Alkohol finde, oder so.

Jetzt gerade bin ich wieder ziemlich down. Deswegen auch meine Antwort.
Habe gerade draußen, beim Spielen mit dem Kleinen, wieder hinter einem Gebüsch bei uns im Garten eine leere Flasche Wein entdeckt.

Enttäuscht, Traurig, aber auch Sauer fühle ich mich.
Ich weiß nur, dass ich nicht so stark bin wie andere Frauen, die ihren Mann tatkräftig "unterstützen" ...

Irgendwann ist Schluss bei mir. Am liebsten würde ich jetzt schon den Kleinen nehmen, die Sachen packen und gehen. Aber in ein paar Stunden hat sich mein Gemütszustand wahrscheinlich wieder geändert....

Zu euren Antworten:

thiny6: Bis jetzt konnte er seine Tasse Kaffee am nächsten 'Tag noch gut halten Wenn es soweit sein sollte, ist es vermutlich schon für "uns" zu spät.

simi0112: Er ist quasi nur ein Quartalstrinker. In anderen Flaschen habe ich bis jetzt nichts riechen können.

Viele Grüße erstmal

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B
beinkleid
10.12.14 um 17:30

Hart
aber versetze ihm den Schock. Packe eire Sachen und gehe mit dem Kind außer Haus. Viele Alkoholiker brauchen ein sogenanntes Schockerlebnis um wach zu werden. Es ist wirklich so. Nur wenn seine gewohnte Umgebung dramatisch einbricht, ist er vielleicht bereit Änderungen in seinen Leben anzunehmen. Ich weiß es klingt hart und herzlos, aber bei den Meisten der einzige Weg, den ersten Schritt zutun. Viel Erfolg.

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