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Ist das schon Sucht?

7. April 2008 um 19:06

Hallo allerseits!
Also ich wollte einfach mal ne objektive Meining, weil man als Angehörige(r) ja manchmal alles zu schwarz7weiß sieht.
Und zwar denke ich, dass mein Vater ein Alkoholproblem hat. Das äußert sich so:
Er versteckt Alkohol vor meiner Mutter und geht dann heimlich trinken. Nicht jeden Tag und auch nie so, dass er betrunken ist, aber ab und an mal ein Schluck zwischendurch. Nach der Nachtschicht trinkt er fast jeden Morgen ein Bier, um "besser einschlafen" zu können. Sobald er zusätzlich zu Bier noch Schnaps trinkt, kennt er kein Ende mehr.
Am Samstag waren wir auf einem Fest bei uns im Ort und zum Schluss ist er vom Stuhl gefallen und musste von meinem Freund und nem Kumpel von uns in mein Auto geschleift werden. Er hätte zwar noch selber einigermaßen laufen können, findet es aber wahnsinnig komisch, wenn er sich schleifen lässt. Und mir war das alles schon peinlich genug, so dass ich nicht da sitzen und warten wollte, bis er sich selber dazu bequemt, mir den Gefallen zu tun, ins Auto zu gehen. Karfreitag war schon mal in demselben Zustand.
Am nächsten Tag liegt er dann bis nachmittags im Bett, steht dann auf und redet nicht mehr darüber. Er hat ja schließlich kein Problem... Und meine Mutter mag ihn langsam auch nicht mehr drauf ansprechen (ihr Vater war Alkoholiker) und hofft, dass er es irgendwann von alein merkt.
Ich finde das alles deutet schon auf eine Sucht hin. Mit roten, blinkenden Pfeilen.
Aber vielleicht red ich das schlimmer, als es ist...

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7. April 2008 um 22:17

Hallo Cherry!
Ich denke nicht, dass du übertreibst, klingt doch alles plausibel. Auch wenns nur weniger schlimm wär wie du es hier schilderst, wärs schon schlimm genug um dann darüber zu reden!!

Wenn du möchtest, schreibe mir eine PN (falls dir das hier zu öffentlich ist). Ich würde gerne mit dir darüber reden.

Liebe Grüße
Ljenka

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8. April 2008 um 17:58
In Antwort auf ljenkamau

Hallo Cherry!
Ich denke nicht, dass du übertreibst, klingt doch alles plausibel. Auch wenns nur weniger schlimm wär wie du es hier schilderst, wärs schon schlimm genug um dann darüber zu reden!!

Wenn du möchtest, schreibe mir eine PN (falls dir das hier zu öffentlich ist). Ich würde gerne mit dir darüber reden.

Liebe Grüße
Ljenka

Och
zu öffentlich ist mir das eigentl nicht. mir ist halt eine objektive meinung wichtig.
ich hab überlegt, meinem pa nen brief zu schreiben und ihm zu schreiben, wie scheiße ich das find und dass ich mir sorgen mach und dass er mal drüber nachdenken soll und so. weil er ja nicht reden will. und zwingen kann ich ihn zu nix.
ich bin mir einfach nicht sicher, was ich machen soll...

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9. April 2008 um 22:27
In Antwort auf ryanne_12722075

Och
zu öffentlich ist mir das eigentl nicht. mir ist halt eine objektive meinung wichtig.
ich hab überlegt, meinem pa nen brief zu schreiben und ihm zu schreiben, wie scheiße ich das find und dass ich mir sorgen mach und dass er mal drüber nachdenken soll und so. weil er ja nicht reden will. und zwingen kann ich ihn zu nix.
ich bin mir einfach nicht sicher, was ich machen soll...

Okay
das mit dem brief ist eine gute idee, denke ich. habe ich damals auch gemacht. ansonsten kannst du ihn leider nicht zwingen sich zu ändern! das ist ja das schlimme bei alkoholabhängigkeit.
hast du vielleicht familienangehörige, die dir beistehen könnten? manche realisieren ihr problem erst, nachdem einige nahestehende leute sie darauf angesprochen haben. setzt euch zusammen. ist zwar eine beklemmende situation, da würd ich aber auf jeden fall durch.

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10. April 2008 um 17:33
In Antwort auf ljenkamau

Okay
das mit dem brief ist eine gute idee, denke ich. habe ich damals auch gemacht. ansonsten kannst du ihn leider nicht zwingen sich zu ändern! das ist ja das schlimme bei alkoholabhängigkeit.
hast du vielleicht familienangehörige, die dir beistehen könnten? manche realisieren ihr problem erst, nachdem einige nahestehende leute sie darauf angesprochen haben. setzt euch zusammen. ist zwar eine beklemmende situation, da würd ich aber auf jeden fall durch.

Tja...
ich hab schon familienangehörige. aber die einen, wohnen zu weit weg als das sie das mitbekommen könnten. und die anderen, seine mutter und geschwister, sehen das bei ihm nicht als problem. für sie ist ein alkoholabhängiger einer, der schon morgens anfängt zu trinken, verlottert rumläuft und so. und das ist bei pa ja nicht so. seine familie denkt so ein bisschen "veraltet". Sie denken: Arbeit+sauberes Äußeres+nicht jeden Tag blau= KEIN Alkoholiker.
Und meine mutter hat es aufgegeben mit ihm zu diskutieren. sie hält ihm nach seinen abstürzen eine standpauke und hofft, dass er es irgendwann merkt. und meine schwester verdrängt das alles.

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11. Mai 2008 um 17:46

Nicht schweigen
Hallo, mein Vater ist Alkoholiker ! Es ist nicht einfach, das zuzugeben. Aber so zu tun, als würde das Problem nicht bestehen hilft niemandem. Mein Vater leugnet bis heute, dass er ein Alkoholproblem hat. Heute ist er 74 und leidet am Korsakov-Syndrom d.h. Demenz aufgrund seiner Alkoholabhängigkeit. Seine Leber ist ebenfalls angegriffen. Er lebt mittlerweile in der geschlossenen Abteilung einer Pflegeeinrichtung, weil er nicht therapierbar ist aufgrund seiner Leugnung.
Ich wünsche Dir, dass es bei Deinem Vater noch nicht zu spät ist.
Bei meinem Vater hat es wie so oft "harmlos" angefangen. Er hat sich ganz gerne mal ein Bierchen getrunken - aber er hat sich, solange er noch gearbeitet hat, zurückhalten und kontollieren können. Später hat man ihn nur noch Bier trinken sehen - etwas anderes brauchte man ihm gar nicht anbieten. Dann trank er lieber gar nichts oder kam einfach nicht mehr vorbei.
Ich habe irgendwann die Entscheidung für MICH und meine Familie getroffen NEIN zu sagen ... nicht zu schweigen und zuzusehen, wie er sich betrank... ihm zu zeigen, dass ich wußte, dass er trank!
Es hat sehr weh getan, zu merken, dass er sich zurückzog und lieber nichts mehr mit mir zu tun haben wollte als auf seinen Alkohol zu verzichten.

Alkoholismus ist eine Krankheit - eine Sucht - und derjenige, der sie hat muss selbst NEIN-Sagen wollen sonst kann man nicht helfen. Ich habe versucht, für ihn Hilfe zu finden, aber ich konnte nichts tun solange er leugnete zu trinken.

Und es ist auch keine Hilfe den Alkoholkonsum zu übersehen oder zu verschweigen.

Ich liebe meinen Vater aber oft war mir sein Verhalten auch äußerst peinlich und unangenehm.

Heute bin ich seine Betreuerin, er kann keinen Alkohol mehr trinken und nun ist er wieder der liebe nette Mensch, der er früher war.

Ich kann Dir nur raten, Du mußt für DICH ALLEINE entscheiden wie Du damit umgehen willst - und dann danach handeln.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut und alles Gute für Eure Familie.

Viele Grüße
Maja

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17. Mai 2008 um 16:30
In Antwort auf ryanne_12722075

Tja...
ich hab schon familienangehörige. aber die einen, wohnen zu weit weg als das sie das mitbekommen könnten. und die anderen, seine mutter und geschwister, sehen das bei ihm nicht als problem. für sie ist ein alkoholabhängiger einer, der schon morgens anfängt zu trinken, verlottert rumläuft und so. und das ist bei pa ja nicht so. seine familie denkt so ein bisschen "veraltet". Sie denken: Arbeit+sauberes Äußeres+nicht jeden Tag blau= KEIN Alkoholiker.
Und meine mutter hat es aufgegeben mit ihm zu diskutieren. sie hält ihm nach seinen abstürzen eine standpauke und hofft, dass er es irgendwann merkt. und meine schwester verdrängt das alles.

Erwachsene Kinder alkoholkranker Eltern
Hallo zusammen,

es ist wichtig das ihr für euch da seit und euch von den Trinkenden Angehörigen distanziert. Wenn ihr ihnen vieles abnehmt werden sie nie begreifen das etwas bei ihnen nicht stimmt.

Ihr müsst euch was gutes tun.

Kinder alkohlkranker eltern erlernen Verhaltensweisen die ihnen nicht gut tun.

Daran müsst ihr arbeiten.

Liebe grüsse
Elocin

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17. Mai 2008 um 23:01
In Antwort auf carol_12106927

Erwachsene Kinder alkoholkranker Eltern
Hallo zusammen,

es ist wichtig das ihr für euch da seit und euch von den Trinkenden Angehörigen distanziert. Wenn ihr ihnen vieles abnehmt werden sie nie begreifen das etwas bei ihnen nicht stimmt.

Ihr müsst euch was gutes tun.

Kinder alkohlkranker eltern erlernen Verhaltensweisen die ihnen nicht gut tun.

Daran müsst ihr arbeiten.

Liebe grüsse
Elocin

Da ist doch alles klar
er ist alkoholiker. um damit klar zu kommen würde ich an deiner stelle in eine suchtberatungsstelle gehen. es gibt selbsthilfegruppen für angehörige von süchtigen.
ganz wichtig damit du nicht co-abhängig wirst.

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19. Mai 2008 um 14:51
In Antwort auf lago_12541337

Da ist doch alles klar
er ist alkoholiker. um damit klar zu kommen würde ich an deiner stelle in eine suchtberatungsstelle gehen. es gibt selbsthilfegruppen für angehörige von süchtigen.
ganz wichtig damit du nicht co-abhängig wirst.

Das was Carina661 schreibt, kann ich nur unterstützen
ich kenne mich mit Suchterkrankungen sehr gut aus. Ich bin selbst in einer Angehörigengruppe für Suchtkranke. Ihr als Angehörige müßt schauen, was ihr für euch!!!!!!!!!!11 verändern
könnt, denn Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit ge
hören zusammen, und solange man es nicht besser weiß, kann man es nicht ändern. Deine Mutter hat in ihrem Elternhaus bestimmte Verhaltensweisen erlernt und hat nicht bewußt aber unbewußt den
"passenden" Partner gesucht.
Gute Bücher:
"Das Maß ist voll. Für Angehörige von Alkohol-
abhängigen."
"Familienkrankheit Alkoholismus."
Holt euch Hilfe, bevor es für alle zu spät ist. Viel Glück.
Gruß Melike

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Frühere Diskussionen
Seid ihr in der Schule schlechter durch eure ES?
Von: hala_12449257
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19. Mai 2008 um 10:38
Wir machen deinen Tag bunter!
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