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Ist das normal? Oder ist das schon eine leichte Essstörung?

2. September 2015 um 7:49 Letzte Antwort: 2. September 2015 um 15:30

Hallo ihr da draußen!
Ich stelle mich mal kurz vor. Mein Name ist Anni, ich bin 29 Jahre alt und habe Probleme mit dem Essen. Ich hab keine Ahnung, ob ich an einer Essstörung leide, aber ich leide an meinem Verhalten zum Essen. Ich erzähle euch mal ein bisschen von mir und meinem "Problem" und hoffe ihr könnt eure Erfahrungen mit mir teilen.
Im Kindesalter war ich recht schlank und sportlich, ganz normal eben und damit auch zufrieden. So mit Ca. 14/15 Jahren hab ich sehr viel zugenommen. Habe sehr viele Süßigkeiten gegessen, mich damit oft auch getröstet usw. Ich war dann leicht übergewichtig, habe darunter ein wenig, aber nicht übermäßig gelitten. Mit 19 Jahren hab ich mein Studium begonnen, bin zuhause ausgezogen und habe zu dieser Zeit relativ gut abgenommen. War dann in etwa Normalgewichtig. Nach dem Studium habe ich dann mehr Sport gemacht und noch etwas abgenommen. Und hier fing mein Leiden dann in etwa an. Ich hatte ständig Angst wieder zuzunehmen. Das war aber phasenweise. Zwischendurch habe ich auch mal ein halbes Jahr normal gegessen und wieder zugenommen und war damit zufrieden. So im letzten Jahr ist es dann finde ich extrem geworden. Ich esse nur gesunde Sachen (bis auf wenige Süßigkeiten) und fühle mich sehr sehr schlecht, wenn ich mal etwas esse, das mehr Kalorien hat. Nach jedem Essen frag ich mich, ob das wirklich notwendig war und ich nicht besser weniger gegessen hätte. Aber ich muss ja was essen, ich habe ja auch Hunger. Vom Gewicht her bin ich normal, BMI *Zahlenangabe* also normal. Freunde usw sagen ich habe eine gute Figur. Ich finde mich dennoch zu dick. Bin frustriert wenn die Waage heute mehr Gramm anzeigt als gestern....
Nun meine Frage an euch: ist das schon eine Essstörung? Und was würdet ihr mir raten zu tun? Wie sind eure Erfahrungen?
Ich würde mich über Antworten von euch sehr freuen.

Lg Anni

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2. September 2015 um 9:54

Hallo Anni
Ich denke, dass dies schon der Anfang dieser Krankheit ist. Du hast eine andere Körperwahrnehmung als die anderen Leute.
Es ist auch völlig normal wenn du nicht immer gleich viel Gewicht hast, denn wenn du viel getrunken hast oder länger nicht mehr auf dem Klo warst kann dies auch eine Rolle spielen. Da du dich eben sehr gesund ernährst denke ich das du viel Obst und Gemüse zu dir nimmst und diese Lebensmittel enthalten viel Wasser. Ich würde dich nicht mehr wiegen, denn du sollst dich im Körper wohl fühlen ohne das du auf irgendeine Zahl fixiert bist.
Zudem machst du ja auch viel sport und mit der Zeit baust du auch Muskeln auf und Muskeln wiegen eben mehr. Das heißt nicht das du Fett zugenommen hast. Hör auf deine Freunde wenn sie dir sagen das du eine super Figur hast, denn sie würden dich nicht anlügen. Ernähre dich weiterhin gesund denn wenn du dich gesund ernährst wirst du auch nicht zunehmen. Gönn dir auch einmal etwas auf das du richtig lust hast und genieße dein Leben.
Glaub mir ohne Lebensmittel fällt dein Stoffwechsel total in Sparflamme und ja du wirst am Anfang abnehmen aber irgendwann holt dich das Hungergefühl ein und dann isst du alles was dir in die quere kommt.

Um dies zu vermeiden damit du dann nicht zunimmst, ernähre dich einfach ausgewogen und gesund und dann brauchst du überhaupt kein schlechtes gewissen haben.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.

lg Rahi

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2. September 2015 um 11:48
In Antwort auf

Hallo Anni
Ich denke, dass dies schon der Anfang dieser Krankheit ist. Du hast eine andere Körperwahrnehmung als die anderen Leute.
Es ist auch völlig normal wenn du nicht immer gleich viel Gewicht hast, denn wenn du viel getrunken hast oder länger nicht mehr auf dem Klo warst kann dies auch eine Rolle spielen. Da du dich eben sehr gesund ernährst denke ich das du viel Obst und Gemüse zu dir nimmst und diese Lebensmittel enthalten viel Wasser. Ich würde dich nicht mehr wiegen, denn du sollst dich im Körper wohl fühlen ohne das du auf irgendeine Zahl fixiert bist.
Zudem machst du ja auch viel sport und mit der Zeit baust du auch Muskeln auf und Muskeln wiegen eben mehr. Das heißt nicht das du Fett zugenommen hast. Hör auf deine Freunde wenn sie dir sagen das du eine super Figur hast, denn sie würden dich nicht anlügen. Ernähre dich weiterhin gesund denn wenn du dich gesund ernährst wirst du auch nicht zunehmen. Gönn dir auch einmal etwas auf das du richtig lust hast und genieße dein Leben.
Glaub mir ohne Lebensmittel fällt dein Stoffwechsel total in Sparflamme und ja du wirst am Anfang abnehmen aber irgendwann holt dich das Hungergefühl ein und dann isst du alles was dir in die quere kommt.

Um dies zu vermeiden damit du dann nicht zunimmst, ernähre dich einfach ausgewogen und gesund und dann brauchst du überhaupt kein schlechtes gewissen haben.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.

lg Rahi

Hallo Anni,
du musst dir bewusst sein, dass du deutlich gefährdet bist und jederzeit, insbesondere bei Stress, Konflikten und ungelösten Problemen, vollständig in die Anorexie oder Bulimie abrutschen kannst. Die Ursachen liegen im seelischen Bereich. Auf Basis eines unsicheren Selbstwertgefühls identifizierst du dich zu stark über dein Aussehen und Gewicht anstatt über deine Fähigkeiten und persönlichen Stärken. Schutz vor der weiteren Entwicklung einer Essstörung kann dir nur ein verbessertes Selbstwertgefühl geben.

LG Nus

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2. September 2015 um 15:30

Liebe Caprice,
die Steigerung des Selbstwertgefühls ist nicht einfach und gelingt auch leider nicht immer. Das liegt daran, dass zahlreiche Faktoren auf die Selbstbewertung einfließen. Dazu zählen frühere belastende oder sogar traumatische Ereignisse, Verletzungen, Enttäuschungen, falsche Schuldzuweisungen, Verlusterlebnisse, aber auch eine ängstliche und überbehütende Erziehung. Auch gegenwärtige widrige Umstände wie Mobbing, Überforderung in Beruf oder Familie, soziale Ausgrenzung, unterdrückende oder sogar erniedrigende Beziehungen wirken sich natürlich negativ auf das Selbstwertgefühl aus. Da kann es bereits eine erste spürbare Verbesserung sein, wenn es gelingt, belastende Umstände zu reduzieren, negative Kontakte zu verringern oder ganz zu vermeiden oder wie bei Annabell durch einen Schulwechsel ein Ende von Mobbing und Ausgrenzung zu erreichen.

Es ist aber auch eine Veränderung der eigenen Einstellungen notwendig, die die Mitleserinnen trotz deiner negativen Erfahrungen im Einzelfall am besten in einer Verhaltenstherapie erlernen. Man muss aufhören, sich mit anderen zu vergleichen, und sich stattdessen mehr auf seine eigenen Ziele und seine Persönlichkeit konzentrieren. Man muss sein eigenes wertvolles Original sein wollen und nicht die billige Kopie anderer. Man muss lernen, dass man in seinen Bewertungen frei und selbst für seine Gefühle verantwortlich ist. Es ist deine Entscheidung, wie du reagierst, ob du leiden oder Schwierigkeiten überwinden willst. Du musst lernen, dich von äußeren Zwängen und Vorgaben frei zu machen und selbstbestimmt zu leben. Du musst aufhören, dich selbst ständig zu kritisieren und ständig an dir zu zweifeln. Du musst aufhören, dir Fehler vorzuwerfen sondern aus ihnen als wertvolle Erfahrungen zu lernen. Es liegt an dir, dich selbst positiver zu bewerten.

Natürlich hat die Verhaltenstherapie ihre Grenzen, zum Beispiel bei traumatischen Erlebnissen, die einem keineswegs immer bewusst sein müssen. Aber in etlichen Fällen gelingt eben doch eine Verbesserung des Selbstwertgefühls und damit eine bleibende Heilung der Essstörung.


LG Nus

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