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Ist das der Tiefspunkt?

30. Mai 2014 um 18:29 Letzte Antwort: 1. Juni 2014 um 19:43

Ich bin verzweifelt. Und gleichzeitig habe ich das Gefühl, alles kommt nur vom Kopf aus und möchte mich ermahnen, nicht so doof zu tun.
Ich war vor ca. einem Jahr noch magersüchtig, habe dann aber durch einen Auslandaufenthalt gut zugenommen und fand das auch überhaupt nicht schlimm. So war ich dann wieder NG. Doch als ich dann wieder zu Hause war kamen bald einmal die MS Gedanken zurück.
Doch irgendwie kann ich nicht mehr hungern wie damals. Ich hungere ca. 1 Woche und dann nehme ich alles in Form von FAs wieder zu mir. So halte ich jetzt auch mein Gewicht. Resp. während dem Hungern nehme ich kurzerhand 3-4 kg ab, die ich dann aber eben wieder zunehme. Meine FAs bestehen vor allem aus Süssem.
Ich habe grosse Probleme, mit anderen zu essen. Dann nehme ich mir jeweils nur so ne mini Portion. Doch wenn ich dann mal alleine bin und Süsses im Haus ist, kann ich alles in mich rein stopfen.
Aber eben, wenn andere dabei sind, ist mir der Gedanke das Essen in mich rein zu schaufeln so wider, dass ich es einfach fast nicht runter bekomme. Ich habe dabei auch gar nicht den Gedanken, dünner zu werden (gut, ich denke fast jede Frau möchte schlank sein, und so möchte auch ich nicht zu nehmen...)
Ich würde so gerne mit den anderen essen können und nicht immer im Stillen alles reinschaufeln müssen. Aber ich schaffe es einfach nicht.
Ich frage mich manchmal auch, was das Leben überhaupt noch für einen Sinn hat, denn momentan lebe ich einfach, weil ich halt lebe.
Mein Freundeskreis ist ziemlich geschrumpft. Aber das liegt wohl zu einem grossen Teil an mir selber. Ich wünschte mir so, jemand würde mich einfach mal wieder in den Arm nehmen und mit mir tiefgründiges reden.

Kennt ihr das Gefühl auch?

Ich hoffe, ich finde hier auf Gleichfühlende oder auf Hilfe.

Grüsse
eure Grifana

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1. Juni 2014 um 19:43

Zwickmühle
Danke für deine Antwort.

Wegen dem Freundeskreis: Ich hab das Gefühl, es wenden sich alles von mir ab. Also wenn ich mich mit jemandem treffe, so muss immer ich anfragen. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal von jemandem gefragt wurde.
Ich weiss nicht, ob ich mich dann jeweils so doof verhalte, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben. Es ist ja auch nicht so, dass ich untergewichtig und völlig krank aussehe. Ich hab halt eifach mein Problem mit dem Essen. Verändert man sich dadurch so fest?

Wegen ner Selbsthilfegruppe schau ich mal. Hab noch nie von einer in meiner Gegend gehört. Ich bin jedoch auch in ambulanter Therapie. Hab schon mal die Therapeutin gewechselt und kann auch mit der zweiten nicht richtig reden. Ich glaube, es liegt aber an mir. Ich habe ja nichts auszusetzen. Hatte auch an der ersten nichts auszusetzen, aber sie kündete hier und so musste ich wechseln.
Ich frage mich oft, ob ich gar noch nicht bereit bin, was zu ändern. Dabei ist mir bewusst, dass ich ein Problem hab und nicht ewigs so leben möchte. Aber ich bekomms einfach nicht auf die Reihe mit irgendjemandem darüber zu sprechen.
Wie meinst du das, mit ner Alternative zu suchen um nicht immer darüber nach zu denken? Also was zum Beispiel für eine Alternative?
Und von meinen Gängen auf die Toilette nach dem Essen weiss gar niemand. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie sie reagieren!?!

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