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Immer wenn ich mit jemand lange zusammen bin will ich nicht mehr

21. Mai 2009 um 19:30

Hallo,

irgendwie hab ich immer dasselbe Problem. Immer wenn ich eine lange Beziehung habe dann läuft dasselbe Spiel. Sobald die erste heiße Zeit vorbei ist, man den Charakter des anderen kennt, seine Macken, weiß wie der Sex abläuft dann schaltet sich der Kopf bei mir ein. Ich rede von Beziehungen die über einige Jahre dauerten
.Klar ist das Bedürfnis nach Nähe noch da aber ich weiß aus dem FF wie der Sex läuft, auch wenn mal was neues passiert ist der Kopf dabei. Ich denke immerzu daran, naja jetzt küßt er hier, und da und ich weiß wie das alles sich anfühlt. Ich kann das nicht beschreiben. Ich weiß das Steinbockfrauen beim Sex schwierig sind. Mir wurde auch mal gesagt: ich müßte alle paar Jahre den Mann wechseln, aber das will ich ja nicht. Mein Mann sagt jetzt immer ich soll in den Swingerclub. Aber ich will auch nicht mit einem Unbekannten Sex machen. Es spielen immer die Probleme des Alltags eine Rolle. Die gehen mir nie aus dem Kopf. Vor allem in meiner jetzigen Beziehung (Ehe) gibt es zuviel die ein Familienleben erschweren. Zuviel Arbeit, Finanzielle große Probl.... ich kann da nicht abschalten.
Habe vor ein paar Wochen im Internet gechattet und jemanden kennengelernt. Wir hatten ... und da war alles anders. Feuer, Leidenschaft, ich habe Tag und Nacht nur an diesen Sex gedacht. Aber ich kann diesen nicht mit umsetzen. Auch finde ich die Erogeschichten usw heiß. Auch wenn wir DVDs anschauen macht mich das an.Aber ich weiß dass es so wie bei den Darstellern nicht ist. Ich kann doch nicht alle paar Jahre den Mann wechseln nur wegen dem Kick. Wir hatten auch guten Sex mit vielen Kicks. Aber mich lockt das nicht mehr. Das war in den Beziehungen davor ähnlich, ich hab dann solange gegen meinen Willen gemacht bis nichts mehr ging. Mir liegt was an meinem Mann und ich sehe wie ihn das verletzt aber was soll ich denn machen. Wenn ich mit ihm schlafe dann ist es schon so dass es mich anmacht aber ich weiß wie es läuft und tu alles dafür dass der sex nur minuten dauert. Weil ich weiß dass ich diese Höhepunkte, diese Geilheit die diese Darsteller dort haben nie haben kann.Warum habe ich sie dann beim ... gehabt? Weil alles anders war, neu, das Gefühl da könnte auch mal richtig guter langer Sex dabei sein. Was soll ich denn da nur tun?

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27. Mai 2009 um 12:41

Enracinement (Einbettung)
Ich versuche mal, dein Verlangen besser zu verstehen.

Wie bei guter/schlechter Literatur befriedigen einen auf Dauer "Groschenromane" nicht, weil Verlauf & Ende der Geschichte(n) halt so vorhersagbar sind und daher die Fantasie kein neues Futter mehr findet.

Das Dumme bei sexuellen Akten ist, daß diese noch viel begrenzter sind, wenn man/frau sie auf die "klassischen" Praktiken (GV,OV,Av etc.) reduziert, da die entsprechenden Körperorgane eben bestimmte Schlüsselreize brauchen, um ihre lusterzeugenden Mechanismen auszulösen.

Nun kannst du versuchen, durch weitere Variationen in Technik & Partnerwahl (wie sie Swingerclubs bereitstellen) deiner Langeweile zu entgehen d.h. du wechselst den Autor der "Schundromane" und kaufst bei verschiedenen Herausgebern. Funktionieren tut das auf Dauer aber auch nicht.

Um im Bild zu bleiben: die Lösung liegt darin, sich "großer Literatur" zuzuwenden, was am Anfang sicher schwierig ist, weil die "Herz-Schmerz"-Trivialitäten, die die Billigromane zuhauf enthalten eben fehlen und es garnicht "direkt zur Sache" geht ....

Also erscheint das zuerst dröge & bedient nicht das Verlangen nach Sentimentalität, wie du sie bisher kanntest. Dafür ist aber alles viel unverhersagbarer, bunter, spannender, aufregender ....

Da kann eben ein flüchtiger Kuß, das Streifen der Haut mit den Fingern, ein Blick eben Reaktionen auslösen, die in den Reiz-Reaktions-Schemata bisheriger sexueller Praxis nicht auftauchten oder lange verlorengegangen sind ...

Leider sind diese leisen Töne - ähnlich wie gute Literatur,Musik, Malerei - nicht per Knopfdruck abrufbar, bedürfen eines Gegenübers, dessen ganze Persönlichkeit sich darin verwirklicht & spiegelt. Der Reichtum tiefer sinnlicher Leidenschaft, der sich eben NICHT durch Patentrezepte gleich welcher Art herstellen läßt, ist mit der Genese des eigenen Charakters so eng verwoben, das er die gesamte Persönlichkeit erfaßt.

So gesehen ist "richtig guter langer Sex" nicht zum Billigtarif zu bekommen (und natürlich auch NICHT in irgendwelchen Pornofilmen sichtbar, obwohl ich ihn ansatzweise schon bei Darstellerinnen gesehen habe, die auch vor der Kamera die Selbstbeherrschung zu verlieren schienen ;-P....), sondern in die gesamte Persönlichkeit & ihre Lebensgeschichte eingebettet.

Letztendlich erhält jeder nur das zurück, was er selbst in eine Beziehung investiert hat, wobei es allerdings "fruchtbare" oder "steinige" Böden gibt, in denen sich man/frau in Zeiten sinnlicher Erregung "versenkt".

Sexualität ist eingebettet in die gesamte Persönlichkeit eines Menschen; wer sie auf bestimmte Akte und/oder bestimmte Gelegenheiten reduziert, beraubt sie ihres Nährbodens wie eine Pflanze, die man/frau aus dem Boden herausreißt, der sie nährt & schützt. Es wäre für uns all leichter & einfacher, wenn dem nicht so wäre, aber das hat Mutter Natur wohl (listigerweise) anders entschieden

meint

der Sternenwolf

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27. Mai 2009 um 14:44

Vielleicht kann das helfen
Such mal im Internet, z.B. bei Google nach dem Spiel extrafeelings

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