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Ich würde das nicht als Bulimie bezeichnen, oder irre ich mich? wie verhütet ihr?

26. Juni 2012 um 22:04 Letzte Antwort: 14. Juli 2012 um 16:44

Hey ihr lieben,
ich weiß nciht, ob ich hier im Forum genügend hilfreiche Antworten bekomme. Ich veröffentliche diesen Beitrag lediglich um mich mit anderen auszutauschen oder andere Meinungen zu bekommen.

Nun ja, wo soll ich anfangen, vor ein paar Monaten fing es bei mir an, dass ich mich zu dick fand. Deshalb habe ich aufgehört zu essen (ja ich habe anfangs nur 2 Wochen Heilfasten gemacht) aber danach konnte ich irgendwie nicht anfangen wieder ,,normal" zu essen. Außerdem ahbe ich wirklich übertrieben viel Sport gemacht. Dadurch war meine ,,Diät" auch ziehmlich erfolgreich, und die Kilos purzelten.
Dann fingen die Leute in meiner Umgebung an, die Veränderungen an meinem Körper wahrzunehmen und gaben mir zahlreiche komplimente. Das spornte mich an weiter zu machen. Doch irgendwann überkam mich eine ,,Fressattacke" und ich schaufelte alles in mich hinein, was ich finden konnte. Obwohl ich sogar dabei noch auf Kaloriengehalt achtete.
Mit der Zeit kamen diese ,,Anfälle" öfters - so ca. 1 Mal pro Woche. Ich fühlte mich schlecht dabei, und hatte das Gefühl meinen Körper und meine ,,Gelüste" nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Deshalb fing ich an, nach dem Essen, kotzen zu gehen. Am Anfang nicht regelmäßig nur so ca. 3 Mal pro Woche.
Aber mittlerweile (Ich breche seit ca. 1,5 Monaten) sogar täglich. Ich kann mir noch nicht mal eine kleine Erdbeere verzeihen und deshalb landet auch diese wieder in der Schüssel. Nun meine Frage, ist das schon Bulimie? Von meiner Familie hat noch niemand etwas mitbekommen, aber mein Freund hat mich schon mehrmals dabei ,,ertappt" und ist total ausgerastet und meint er mache sich so Sorgen. Momentan streiten wir uns sehr viel gerade wegen dieses Themas. Ich meine anfangs fand er es auch noch total super, dass ich so viel abgenommen habe (obwohl ich es nicht für ihn gemacht habe, sondern allein für mich!). Er meint mein Verhalten wäre Krankhaft, aber ich möchte doch nur Kontrolle haben. Ich habe Angst wieder FETT zu werden.

Und noch eine Frage: Ich hatte vor einem halben Jahr die Pille abgesetzt und habe nun wieder angefangen sie zu nehmen. Meiner Frauenärztin ahbe ich natürlich nichts vom täglichen Klogang erzählt. Aber dann ist die Pille doch wirkungslos oder? Wie verhütet ihr also (außer Kondomen)? Ich habe eigentlich keine Lust meiner FA davon zu erzählen, und mir dann auch noch ihre Predigt anzuhören. Welche Alternativen habt ihr?

Danke für die Antworten

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26. Juni 2012 um 22:45

Hallo Symphonie
Ja ich würde das durchaus als Bulimie bezeichnen. Aber ich glaube irgendwo weißt du das selbst

Thema Verhütung : Vaginalring ... Naja ich habs noch nicht probiert, da ich mich noch überwinden muss zum Arzt zu gehen. Aber ich habe schon einige gute Erfahrungsberiche darüber gehört. Auch weil die Hormone nicht so auf den Rest des Körpers wirken... Hier auf der HP gibts auch einen Bericht dazu. Guck mal hier: http://www.gofeminin.de/gesundheit/verhuetungsring-f74407.html

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5. Juli 2012 um 20:37

Auf jeden Fall gestörtes Essverhalten....
Hey!
ich würde dir raten, dass du dir dringend hilfe suchen solltest... mir erscheint es so, dass du dein essverhalten nicht mehr unter kontrolle hast und das deutet schon stark auf bulimie hin! aber es ist auch egal was das kind für einen namen hat. fakt ist, dass das was du tust extrem ungesund ist und du auf dem guten weg in eine essstörung bist! jetzt bist du noch am "anfang" und deine chancen stehen gut, dass du mit professioneller hilfe da wieder raus kommst. ich habe bereits seit fast vier jahren bulimie und weiß wovon ich rede... alleine wirst du es warscheinlich nicht schaffen, außer du kannst das gewicht akzeptieren, dass dein körper erreicht, wenn du wieder normal isst.

ich mache es mit der pille so, dass ich sie einfach spät abends vor dem schlafen gehe nehme, das ich da ja dann nicht mehr erbreche... dies ist aber natürlich keine tolle lösung um die krankheit loszulassen. in "besseren" phasen habe ich die pille auch mal morgends genommen als ansporn das frühstück nicht zu erbrechen, was leider mitlerweise nicht mehr drin ist....

ich wünsch dir alles gute und dass du aus diesem teufelskreis so schnell wie möglich wieder rauskommst!

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11. Juli 2012 um 4:37

So fängt es an...
Du solltest dir ganz dringend Hilfe suchen!

Genauso hat es bei mir auch angefangen. Man isst einfach weniger oder gar nichts und wenn man doch mal essen muss, erbricht man es einfach wieder. Ist ja nicht so schlimm, wenn man es "Mal" tut.
Auch bei mir wurde aus dem Mal sehr schnell ein wöchentlich bis täglich. Inzwischen sind 8 Jahre vergangen und von Besserung ist keine Spur. Deswegen mein Rat, dir wirklich Hilfe zu suchen.

Du könntest zu einer Beratungsstelle gehen. Dort findest du anonym Hilfe. Wenn dein Freund sich um dich sorgt, wird er dich sicher begleiten.

Denk einmal darüber nach, warum du isst. Genauer gesagt, in welchen Situationen du zu viel isst. Welche Gefühle du damit unterdrückst. Selten ist es nur der Hunger. Anfangs vielleicht, aber es wird nicht lange dauern, bis Kleinigkeiten dich über die Klippe stoßen und du isst, um Frust, Wut, Hass, Trauer vor dir selbst zu verbergen, falls du es nicht vielleicht schon tust.

Zum Thema Verhütung kannst du dennoch deine Frauenärztin fragen. von der ES musst du ihr ja nichts erzählen. Sag einfach, du interessierst dich für alternative Verhütungsmöglichkeiten.
Ich hab zB nie die Pille genommen. Bin zu vergesslich dafür

Ich wünsche dir alles gute und hoffe für dich, dass du einen Ausweg aus diesem Teufelskreis findest bevor es zu spät ist!

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11. Juli 2012 um 8:08

Zur Bulimie
... wurde alles genannt.

Aber Verhütungsmöglichkeit gibts ja nun wirklich genug. Habe auch nie die Pille genommen, bin mit dem Gynefix wunschlos glücklich.

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12. Juli 2012 um 5:07
In Antwort auf melina_11973984

So fängt es an...
Du solltest dir ganz dringend Hilfe suchen!

Genauso hat es bei mir auch angefangen. Man isst einfach weniger oder gar nichts und wenn man doch mal essen muss, erbricht man es einfach wieder. Ist ja nicht so schlimm, wenn man es "Mal" tut.
Auch bei mir wurde aus dem Mal sehr schnell ein wöchentlich bis täglich. Inzwischen sind 8 Jahre vergangen und von Besserung ist keine Spur. Deswegen mein Rat, dir wirklich Hilfe zu suchen.

Du könntest zu einer Beratungsstelle gehen. Dort findest du anonym Hilfe. Wenn dein Freund sich um dich sorgt, wird er dich sicher begleiten.

Denk einmal darüber nach, warum du isst. Genauer gesagt, in welchen Situationen du zu viel isst. Welche Gefühle du damit unterdrückst. Selten ist es nur der Hunger. Anfangs vielleicht, aber es wird nicht lange dauern, bis Kleinigkeiten dich über die Klippe stoßen und du isst, um Frust, Wut, Hass, Trauer vor dir selbst zu verbergen, falls du es nicht vielleicht schon tust.

Zum Thema Verhütung kannst du dennoch deine Frauenärztin fragen. von der ES musst du ihr ja nichts erzählen. Sag einfach, du interessierst dich für alternative Verhütungsmöglichkeiten.
Ich hab zB nie die Pille genommen. Bin zu vergesslich dafür

Ich wünsche dir alles gute und hoffe für dich, dass du einen Ausweg aus diesem Teufelskreis findest bevor es zu spät ist!

Hey
vielen lieben Dank, für deine Antwort.
Aus aktuellem Anlass, der Freund ist Vergangenheit, musste ich sehr lange über deinen Beitrag nachdenken. Momentan esse ich wirklich wie ein Scheunendrescher und was ist das Resultat? Richtig, es wird täglich mehrfach gekotzt!

Wegen der Verhütung, habe ich mir nun etwas anderes überlegt. Ich nehme die Pille Abends um ca. 23-24 Uhr und danach wird einfach nicht mehr gekotzt! Basta! Dann ist sie über Nacht mind. 4 Stunden im Körper und kann so ihre Wirkung entfalten.

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14. Juli 2012 um 16:44
In Antwort auf wlodek_877318

Hey
vielen lieben Dank, für deine Antwort.
Aus aktuellem Anlass, der Freund ist Vergangenheit, musste ich sehr lange über deinen Beitrag nachdenken. Momentan esse ich wirklich wie ein Scheunendrescher und was ist das Resultat? Richtig, es wird täglich mehrfach gekotzt!

Wegen der Verhütung, habe ich mir nun etwas anderes überlegt. Ich nehme die Pille Abends um ca. 23-24 Uhr und danach wird einfach nicht mehr gekotzt! Basta! Dann ist sie über Nacht mind. 4 Stunden im Körper und kann so ihre Wirkung entfalten.

Oi
das ist nicht schön zu lesen.
Ich kann bzw will dazu jetzt gar nichts weiter sagen, weil mir im Moment nur abgedroschene Phrasen einfallen. Die will ja nun wirklich keiner hören

Zur Bulimie.
Freut es mich, dass du es nicht so hinnimmst sondern dir Gedanken darüber machst. Das ist ein gutes Zeichen. Ein Anfang.
Und es stimmt; je eher du dir Hilfe suchst, desto besser sind die Heilungschancen.
Wenn du sonst niemanden hast, den du ins Vertrauen ziehen möchtest, kannst du auch alleine zu einer Beratungsstelle gehen. Auf hungrig-online.de findest du zB Adressen.
Dort frisst dich niemand. Es wird dir auch niemand Vorwürfe machen und versuchen dich zu belehren. Also ich war noch nie bei einer Stelle, aber ich denke, was sie dort tun, ist dir die Krankheit zu erklären. Mögliche Ursachen zu durchleuchten und dir ihren Verlauf näher zu bringen um dir dann Perspektiven aufzuzeigen, wie du dagegen angehen kannst.
Du könntest dir das Gebäude erstmal ansehen, von außen und von innen, um erstmal Vertrauen zu fassen und dann vielleicht später noch einmal hingehen.
Es hilft schon ungemein, wenn man sich den ganzen Furst mal von der Seele reden kann, anstatt ihn in Form von Essen in sich reinzustopfen und alles via Erbrechen rauszulassen.
Wenn es ganz akut ist, kannst du auch bei der Telefonseelsorge anrufen. Sie ist anonym, was es oft erstmal leichter macht. Die Nummer ist kostenfrei und taucht auch auf der Telefonrechnung nicht auf.
http://www.telefonseelsorge.de/# Hier findest du Nummern. Es gibt auch eine E-Mail und Chatberatung, falls reden erstmal zu schwer ist.

Ich würde dir auch empfehlen ein Diättagebuch zu führen. Was du gegessen hast, was du erbrochen hast.
Aber anstatt wie üblich die Kalorien dahinter zu schreiben, überleg dir, WARUM hast du gegessen. Langeweile, negative Gefühle?
Und hier würde dann therapeutische Hilfe ansetzen. Das Tagebuch zeigt dir auf, warum du dich vollstopfst. Der Therapeut hilft dir, mit diesen Gefühlen umzugehen und sie "positiv" umzusetzen. Es ist wichtig, dass du lernst, deine Gefühle anders auszudrücken. Wenn du zB sauer auf deine Mutter bist, es ihr zu sagen, anstatt die Schokolade zu fressen.

Das alles kostet sicher erstmal sehr viel Mut und Kraft, aber ich kann dir garantieren, dass es sich lohnt.
Und ich bin sicher, dass die Stärke in dir drin ist.
Wenn du dich für die Bulimie entscheidest, entscheidest du dich für ein Leben in Einsamkeit. Für die Stimme, dir die 24h am Tag sagt, was du alles falsch machst und natürlich wird sich dein ganzes Leben nur noch ums Essen drehen. Dafür muss dann auch Geld her, also wirst du irgendwann auf die Dinge, die dich noch im Leben halten (zB Ausgehen, Shoppen, was du eben gerne machst) verzichten,
nur um dich vermeintlich gut zu fühlen.

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