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Ich will doch endlich aufhören zu rauchen!

9. Februar 2010 um 22:00 Letzte Antwort: 18. August 2017 um 11:50

Sandra ist mein Name. Nun bin ich 18 Jahre alt und rauche seit dem 16. Geburstag offiziell. Mit 14 hatte mein Freund mit das so sehr verboten, dass ich erst recht zu rauchen begonnen habe... Der größte Fehler meiner Jugend.

Meine Eltern rauchen auch beide. Bei uns hat das einen sozialen Stellenwert. Immer wieder am Tag kommt der Spruch "Sandra, kommst mit, eine rauchen?" - Das ist für meine Mutter und mich der Moment, wo wir in der Küche stehen - Eine nach der anderen rauchen - und uns alles vom Tag erzählen.

Mein Papa ist ein sehr starker Raucher. 40 Zigaretten pro Tag ist für ihn eine Leichtigkeit. Er ist bereits schwer krank - bekommt keine Luft, hustet ständig... Grade eben beim Essen kams wieder soweit, dass meine Mutter das so sehr angewidert hat, dass sie zu essen aufhörte.

Mich nervt es nicht - Sondern es bedrückt mich... Er leidet an COPD - Und laut Aussagen der Ärzte macht er es nicht mal mehr 10 Jahre wenn er so weitermacht.
Ob er dann wohl noch meine Kinder (sollte ich welche bekommen), kennenlernen würde?
Wohl kaum. Er möchte diesen Luxus nicht aufgeben, meint er.

Ich aber schon!

Wie gesagt, meine beiden Elternteile rauchen - Und leider auch mein Freund... Er ist derjenige, der oft meint, er möchte mit mir eine rauchen - wo ich in letzter Zeit sogar manchmal lauter wurde und ihm gesagt habe: "Mir geht es auf die Nerven alle fünf Minuten eine zu rauchen!"

Leider verspüre ich auch jetzt, während ich hier schreibe, den Wunsch, eine Zigarette zu rauchen. Aber ich halte mich einstweilen schweren Herzens zurück... Ich will doch was ändern, da kann ich doch nicht gleich weiterrauchen!

Ich will nicht so abhängig werden wie mein Papa - Und vorallem nicht so krank! - Ich genieße das Rauchen unter anderen Rauchern nur so sehr, weil das schon richtig dazu gehört.
Und es ist echt erbärmlich, wie leicht ich süchtig wurde, und wie schwer es ist, da wieder rauzukommen...

Hat da jemand irgendeinen guten Rat für mich? - Sollte ich mir wirklich dieses Buch von Allen Carr kaufen, das jeder so empfielt? - Ich weiß ja schließlich, dass rauchen nicht gesund ist usw. - Ich weiß nicht, ob ein Buch mir wahrlich so eine Gehirnwäsche verpassen kann, dass ich keine Zigarette mehr sehen möchte...

Ach, ich brauch echt Hilfe...

Ich danke euch schon einmal im Vorraus... und verbleibe mit ganz herlichen Grüßen...!

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10. Februar 2010 um 22:33

Guter Anfang
Hallo viennakatzerl,
du hast mit deinem Forumsbeitrag schon einen guten Anfang gemacht. Ich finde gut, dass du das Verhalten deiner Eltern und deines Freundes reflektierst und dir deine eigenen Gedanken machst. Du hast angefangen zu rauchen, wei ldu es cool gefunden hast oder weil es dir geschmeckt hat, einfach aus dem Verbot heraus. Aber welches "Kind" findet Verbote nicht verlockend! Gib dir also nicht die Schuld, du hast jetzt die Möglichkeit es wieder zu verbessern. Und dazu hast du schon den richtigen Weg eingeschlagen. Du hast einen kranken Vater und du hast Angst vor seinem Schicksal und ob es dir genauso ergehen könnte. Verstehe ich ! Ehrlich! Das ist schlimm. Aber es ist noch nicht in Stein gemeißelt. DU kannst noch was dagegen tun, DU kannst DEIN Leben ändern! Die Gedanken die du dir machst sind gut, in dem Buch von Allen Carr steht nichts drin, was du nicht schon weißt. Es steht einfach nur schwarz auf weiß und so überzeugend, dass man sich darüber bewusst wird und nicht abstreiten kann.
Schade, dass dein Vater nicht genauso gewitzt ist wie du. Er sitzt zu tief in dieser Nikotin-Falle. Irgendwann ist es einem egal, es passiert schon nichts... Er weiß es vielleicht. Oder vielleicht will er nicht wahrhaben was die Ärzte sagen. Rede mal mit ihm darüber, erzähl ihm von deinen Gedanken.
Es gibt Hilfe. Jeder kann es schaffen, wenn er nur einen Funken an Willenskraft mitbringt! Ich habe mit einer Spritzentherapie von Neurasan aufgehört. Du kannst dich im Internet darüber informieren.

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11. Februar 2010 um 0:48
In Antwort auf persis_12871816

Guter Anfang
Hallo viennakatzerl,
du hast mit deinem Forumsbeitrag schon einen guten Anfang gemacht. Ich finde gut, dass du das Verhalten deiner Eltern und deines Freundes reflektierst und dir deine eigenen Gedanken machst. Du hast angefangen zu rauchen, wei ldu es cool gefunden hast oder weil es dir geschmeckt hat, einfach aus dem Verbot heraus. Aber welches "Kind" findet Verbote nicht verlockend! Gib dir also nicht die Schuld, du hast jetzt die Möglichkeit es wieder zu verbessern. Und dazu hast du schon den richtigen Weg eingeschlagen. Du hast einen kranken Vater und du hast Angst vor seinem Schicksal und ob es dir genauso ergehen könnte. Verstehe ich ! Ehrlich! Das ist schlimm. Aber es ist noch nicht in Stein gemeißelt. DU kannst noch was dagegen tun, DU kannst DEIN Leben ändern! Die Gedanken die du dir machst sind gut, in dem Buch von Allen Carr steht nichts drin, was du nicht schon weißt. Es steht einfach nur schwarz auf weiß und so überzeugend, dass man sich darüber bewusst wird und nicht abstreiten kann.
Schade, dass dein Vater nicht genauso gewitzt ist wie du. Er sitzt zu tief in dieser Nikotin-Falle. Irgendwann ist es einem egal, es passiert schon nichts... Er weiß es vielleicht. Oder vielleicht will er nicht wahrhaben was die Ärzte sagen. Rede mal mit ihm darüber, erzähl ihm von deinen Gedanken.
Es gibt Hilfe. Jeder kann es schaffen, wenn er nur einen Funken an Willenskraft mitbringt! Ich habe mit einer Spritzentherapie von Neurasan aufgehört. Du kannst dich im Internet darüber informieren.


Ich danke dir wirklich sehr für deine Antwort!
Jedoch bin ich mal wieder der typische Raucher - Großartig Reden drüber halten, dass ich doch ganz leicht aufhören könnte wenn ich wollte. Und grade heute, wo ich mich tierisch über private Dinge aufregen musste, griff ich wieder zur Zigarette... Da hat man immer diesen Satz im Kopf "Das brauch ich jetzt" - Nun, ich sollte zu meditieren anfangen - Das sollte genauso beruhigen wie ne Zigarette

Ich hab mir das Buch heute sogar gekauft... Ich selbst habe aber schon bevor ich es bezahlt hatte, gesagt, dass es kaum was nützen wird. - Wie du sagst, ich weiß ja sowieso schon alles was da drinnen steht.

Ich weiß auch, dass ich eigentlich nur nen Weg finden müsste, die Zigarette durch was gesundes zu ersetzen. Chips hatte ich früher immer mit Karotten ersetzt. Meine Hände und mein Mund waren beschäftigt, während des Fernsehens, aber es war nicht ungesund.

Und da seuftze ich wieder vor mich hin... Mein Freund will ansich nicht wirklich aufhören zu rauchen... "Jeder, wie er will", meinte er. Er wollte mich irgendwie fast davon abhalten, aufzuhören, so wie es mir schien. "Das is ja total schwer", "Bist du sicher dass du das schaffen wirst?" - "Was machst du jetzt mit den vielen Zigaretten die du zuhause hast?" So ähnlich lief das Gespräch ab.

Meine Mutter war da gaaaanz anders! "Gehen wir eine rauchen!" - Sagte sie, wie jeden Tag. Ich hatte sie leicht angefaucht: "Ich will nicht mehr rauchen!" - Sie fragte mich: "Du willst wirklich aufhören?"..."Ja..." - Und sofort, als ich zur Zigarette griff, nachdem ich mich über eine Sache so aufregte, verbot sie mir das gradezu und wollte mich davon abhalten... - Auch wenn das jetzt so extrem klingt, aber sie hat das wirklich aus vollster Liebe getan... Und ich bin sehr stolz darauf, dass sie so reagiert hat...

Wie ich jetzt weitermachen soll ohne Zigaretten, ist nur so schwierig zu begreifen...
Ich hab ja die Illusion, dass garnicht mein Körper danach süchtig ist, sondern es eine reine Gewohnheit wurde, wenn ich mich langweile, eine zu rauchen - oder auch wenn ich unter anderen Rauchern bin. - Auch wenn ich zugeben muss, dass ich sehrwohl das Gefühl hatte, eine Zigarette würde mich beruhigen. Nur weiß ich selbst, dass das komplett schwachsinnig ist. - Sie beruhigen nicht, sondern vergiften deinen Körper.

Also, ganz ehrlich, ich finds widerlich, womit man alles Geld verdient... Die Menschen süchtig machen... und ihnen dann das Geld aus den Taschen zu ziehen...

Ich weiß, dass sehr viele Menschen hier sind, die mit dem Rauchen aufhören wollen/wollten oder bereits damit aufgehört haben... Ich bitte echt um Rat...
Mein Wille, es zu schaffen ist groß, nur fühle ich mich komplett ratlos...

Mein Papa wird zum Beispiel niemals aufhören.
Man kann es so sehen, wie als wäre er ein Krieger, der sich den Bösen Mächten angeschlossen hat (nur um sich das irgendwie vorzustellen)... Er ist überzeugt von sich und seinem Leben und egal wie sehr er eigentlich drunter leidet... Es ist besser, ihn so leben zu lassen, wie er es möchte... Ich kann es garnicht mehr mit ansehen, wenn mein Bruder mit meinem Papa streitet und schreit, weil mein Papa schon so krank ist...
Er ist über 50... und darf selbst entscheiden.... Da kann ihm keiner mehr helfen....

Ich danke vielmals, für deine Antwort, susiwall...
Es bringt mich immer wieder neu zum Nachdenken und überlegen, je mehr ich mich mit dem Thema befasse...

Ich muss da irgendwie durch....

Allerliebste Grüße,
Sandra.

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12. Februar 2010 um 4:34


Also... ich hab jetzt meinen ersten komplett rauchfreien Tag hinter mir! - Ich bin da schon ein bisschen stolz drauf, weil ich spüre, wie schwierig das ist, aber... "schwierig bedeutet nicht unmöglich!"

Ich war sogar in der Stadt in ein paar Diskotheken... - Dort rauchte ich normalerweise am allermeisten... Aber diesmal hatte ich keinen einzigen Zug gemacht... Ich bin so froh...

Dieses Wochenende will ich rauchfrei schaffen! - Und alle Tage die danach kommen werden

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16. Februar 2010 um 3:00


Auch wenn ich leider hier sehe, dass kaum Antworten eingegangen sind, schreib ich hier nochmals einen Beitrag dazu.

Ich bin jetzt seit dem 12.02.2010 rauchfrei. - Ganz einfach ist das natürlich nicht.
Ich habe alle Zigaretten die ich gebunkert hatte, weggebracht und verbiete mir das Rauchen regelrecht.

Ich habe manchmal die Lust und auch dieses Gefühl, jetzt sofort eine rauchen zu müssen.
Aber ich verbiete es mir weiterhin.

In seinem Buch schrieb Allen Carr, dass viele Raucher so versuchen aufzuhören, es so aber nicht schaffen.

Naja, das mag sein - Aber man muss es ja versuchen... Und ich will es ja schaffen...

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17. April 2010 um 21:48

Rauchpause
Ich empfehle das Buch: "Rauchpause".

Es erklärt wie das Unterbewusstsein in den Plan, mit dem Rauchen aufzuhören, mit einbezogen werden muß.

lieben Gruß,

Christin

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19. April 2010 um 21:31


respekt dass du es vorhast mit dem Rauchen aufzuhören!
also ich habe nach 5jahren aufgehört zu rauchen,die frage ist wie..also ich musste nicht mal viel zahlen dafür,in der apotheke holte ich mir einfach ein paar muster von den NICORETTE kaugummis und kaute sie wenn ich lust zum rauchen bekam.War echt nicht einfach am anfang,war echt ein langer kampf ca. 1woche hatte ich sogar Alpträume von Schlangen usw.war echt heftig was der Körper da mitmacht in der Entzugsphase,aber es hat geklappt,ich bin heute stolz drauf,es braucht einfach einen starken Willen

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7. Juni 2010 um 9:18

Bloß keine nikotinpflaster
ich kann nur dringend davon abraten, irgenwelche nikotinpräparate zur entwöhnung zu benutzen.

du willst ja schließlich weg vom nikotin und es dir nich irgendwie anders einflößen. am ende haste keine zigaretten problem mehr aber dafür ein pflaster problem

ich habe "Endlich Nichtraucher!" gelesen und naja sagen wir die hälfte des buches habe ich gefressen, weil ich endlich ans ende kommen wollte und es hat wunderbar geklappt. natürlich gehört auch etwas disziplin dazu, aber wenn man sich oft genug vor augen hält, wie unangenehm man eigentlich riecht, dass jedes parfüm von gestank überdeckt wird und man den geschmack des leckereren essen nicht mit kippengeschmack überdeckt dürfte das kein problem sein.

ich habe nicht einmal mehr raucher gesehen, auch nicht in clubs oder bars, es hat mich einfach nicht mehr interessiert.

ich drück dir die daumen

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18. August 2017 um 11:50
In Antwort auf rosie_883139

Sandra ist mein Name. Nun bin ich 18 Jahre alt und rauche seit dem 16. Geburstag offiziell. Mit 14 hatte mein Freund mit das so sehr verboten, dass ich erst recht zu rauchen begonnen habe... Der größte Fehler meiner Jugend.

Meine Eltern rauchen auch beide. Bei uns hat das einen sozialen Stellenwert. Immer wieder am Tag kommt der Spruch "Sandra, kommst mit, eine rauchen?" - Das ist für meine Mutter und mich der Moment, wo wir in der Küche stehen - Eine nach der anderen rauchen - und uns alles vom Tag erzählen.

Mein Papa ist ein sehr starker Raucher. 40 Zigaretten pro Tag ist für ihn eine Leichtigkeit. Er ist bereits schwer krank - bekommt keine Luft, hustet ständig... Grade eben beim Essen kams wieder soweit, dass meine Mutter das so sehr angewidert hat, dass sie zu essen aufhörte.

Mich nervt es nicht - Sondern es bedrückt mich... Er leidet an COPD - Und laut Aussagen der Ärzte macht er es nicht mal mehr 10 Jahre wenn er so weitermacht.
Ob er dann wohl noch meine Kinder (sollte ich welche bekommen), kennenlernen würde?
Wohl kaum. Er möchte diesen Luxus nicht aufgeben, meint er.

Ich aber schon!

Wie gesagt, meine beiden Elternteile rauchen - Und leider auch mein Freund... Er ist derjenige, der oft meint, er möchte mit mir eine rauchen - wo ich in letzter Zeit sogar manchmal lauter wurde und ihm gesagt habe: "Mir geht es auf die Nerven alle fünf Minuten eine zu rauchen!"

Leider verspüre ich auch jetzt, während ich hier schreibe, den Wunsch, eine Zigarette zu rauchen. Aber ich halte mich einstweilen schweren Herzens zurück... Ich will doch was ändern, da kann ich doch nicht gleich weiterrauchen!

Ich will nicht so abhängig werden wie mein Papa - Und vorallem nicht so krank! - Ich genieße das Rauchen unter anderen Rauchern nur so sehr, weil das schon richtig dazu gehört.
Und es ist echt erbärmlich, wie leicht ich süchtig wurde, und wie schwer es ist, da wieder rauzukommen...

Hat da jemand irgendeinen guten Rat für mich? - Sollte ich mir wirklich dieses Buch von Allen Carr kaufen, das jeder so empfielt? - Ich weiß ja schließlich, dass rauchen nicht gesund ist usw. - Ich weiß nicht, ob ein Buch mir wahrlich so eine Gehirnwäsche verpassen kann, dass ich keine Zigarette mehr sehen möchte...

Ach, ich brauch echt Hilfe...

Ich danke euch schon einmal im Vorraus... und verbleibe mit ganz herlichen Grüßen...!

Ich habe mir eine Rauchentwöhnung bei >>Nicorix 
bestellt und es hat mir echt total super geholfen bei meinem Rauchproblem.

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