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Ich schaff es nicht! Ich hab Angst, schreckliche Angst...

3. November 2011 um 11:22 Letzte Antwort: 5. November 2011 um 7:24

Es war vlt. doch ein Irrglaube, zu denken es allein aus der ES zu schaffen!!!!

Ich hatte gestern den zweiten Rückfall in Kassel...!
Und das Schlimme ist, meine Gedanken und Gefühle waren die selben von damals!
Ich dachte wirklich, ich sei stark, ich wär jetzt endlich auf einem Guten Weg... hab ich es wirklich nur so lange am Stück geschafft, weil mein Freund bei mir war, nur deshalb?! Ich dachte, ich wär jetzt so stabil, dass ich es für mich getan hätte.

So eine Sch***, soll ich doch in eine Klinik? Ein zweites Mal?! Und dann, wenn ich rauskomme, was ist dann?
Ich kämpf nun schon so lange und ich habe Grenzen überwunden-das muss wohl jeder Essgestörte der gesund werden will-die so hart waren, ich hab Schmerzen, die unerträglich waren, ausgehalten, ich habe dabei zugesehen, wie ich an Gewicht zunahm und es ausgehalten und zugelassen, ich stand kurz vor einer Trennung, ich hab unter Depressionen damals meine Studienarbeit geschrieben und meinen Umzug von Obersulm nach HN organisiert. I
ch bin 3 Mal umgezogen, damit ich wieder weiß wer ich bin und wo ich hingehöre.

Und ich habe eine stationäre Therapie und div. ambulante gemacht und eine Selbsthilfegruppe besucht!
Ich habe aufgrund der Es so viele Opfer gebracht; das Studium geschmissen, Ausbildungsplätze nicht bekommen...

Ich habe innerhalb der letzten 4 Jahre so viel Mist erlebt-das einig Gute war Manuel!!!


Ach Sch*** ich fühl mich so furchtbar, ich habe versagt, ich dachte wirklich diesmal schaff ichs!
Was soll ich denn jetzt tun-ich habe wirklich keinen Plan mehr...ich kämpf natürlich weiter und muss diesen "alten" Teufelskreis schnell durchbrechen, damit die Bulimie sich bei mir nicht wieder wohlfühlt und sich einnistet.
Ich habe abscheulich große Angst davor, dass ich wieder gefangen bin... ich fühl mich nämlich schon wieder als Opfer, obwohl ich in meinem eigenen Körper der Herr sein sollte.

Ich habe schreckliche Angst! Susi

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3. November 2011 um 15:42

Danke dir!
Mit der Frau von der Beratungsstelle bin ich jetzt so verblieben, dass sie mich an die Psychotherapeutin dort vermitteln möchte-vlt. habe ich Glück.

Ich könnte dort auch eine Ernährungsberatung machen (die Barmer übernimmt 80% der Kosten!), ebenso steh ich auf der Selbsthilfegruppen-Liste.
Leider gibt es derzeit noch keine, da wohl nicht so das Interesse/die Bereitschaft der Essgestörten besteht.
Aber es ist eine in Planung.

Ich habe auch eine Therapeutenliste bekommen-also werde auch selbst aktiv nach einem Therapeuten suchen.

Erstmal hab ich am 16. einen Termin bei einem Allgemeinarzt, der auch auf Psychiatrie spezialisiert ist.
Der soll erstmal meinen Ist-Stand feststellen (auch fürs Arbeitsamt, da die noch einen Amtsarzt konsultieren werden...die müssen ja auch wissen, wie es mit mir im Januar, wenn ich nicht mehr arbeitsunfähig geschrieben bin,weitergeht...)

Jo, der Satz war blöd, ich weiß
Vielleicht ist es, wie du sagst, die Neuorientierung...aber ich bin nun mal nicht auf so etwas vorbereitet-ich hätte nicht gedacht, dass es mich so leicht wieder umhauen könnte...

Ich kann dir nicht mal genau sagen, was jetzt gestern der Auslöser war...
Ich hatte einfach das Verlangen zu Futtern und wieder zu Erbrechen, total fremdgesteuert, wie damals.
Und das ist der Punkt, den ich nicht begreife, weil ich dieses Gefühl schon nicht mehr kannte...dieser Zwang zu essen um es wieder loszuwerden....der schien soweit weg und ich war so stolz darauf, dass dieser Wahn endlich vorbei ist!

Jetzt habe ich eine durchzechte Nacht hinter mir, sah morgens aus wie Sch***, hab mich dann zum Sport geschleppt...naja, jetzt gehts mir etwas besser und ich seh frischer aus.
Aber ich fühl mich grad wieder an einem Tiefpunkt, ich hoffe wirklich, dass es jetzt nicht wieder ausartet! Sprich: Depressionen, Selbsthass, exzessive Verhaltensweisen (im Sport, im Essen).

Aber da ich weiß, was passieren könnte und sozusagen "emotional vorbereitet" bin (was ich früher nicht war), kann ich jetzt noch die Notbremse ziehen.
Ich habs doch so oft geschafft...vielleicht ist dies einfach die letzte Prüfung, die mir auferlegt wird?! Ich hoffe es...

Ich weiß ja, was ich will, bzw. was ich nicht will...und das ist eindeutig die Bulimie!

Ich kämpfe weiter...aber es wird für mich immer härter, anstrengender und ich hab das Gefühl, dass die Zeit läuft...
Mit 25 könnte ich längst wo anders stehen und der Gedanke macht mich sehr fertig!

Danke, dass du da bist, das hilft mir so sehr...denn im Moment weiß ich nicht, an wen ich im wenden soll, mit wem ich sprechen kann...außer mich im Forum mitzuteilen!

Ich hab dich sehr lieb, deine Susi

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4. November 2011 um 9:05

Liebste Susi
.....es tut mir leid, dass von dir zu hören.
Aber es ist ein weiterer Meilenstein auf deinem Weg!
Ich hoffe ich habe es noch richtig im Kopf aber hattest du nicht einmal geschrieben, bevor du nach Kassel gegangen bist, dass du in dieser Stadt gelebt hattest als du in die Es gerutscht bist? Kann es sein, dass du diese Verbindung von Stadt und Verhaltensweise im Unterbewusstsein noch geknüpft hast?....es gefürchtet hast?
Diesen Kreis gilt es zu durchbrechen.
Dein Leben war sehr unruhig die letzten Monate, jetzt nochmals der Umzug. Da kann es schon mal passieren, dass du die Sicherheit in alten Verhaltensmustern suchst.
Aber die Konfrontation ist ebenso wichtig wie schmerzhaft!
... und noch dazu fehlt dir Manuel. Du drückst es falsch aus wenn du schreibst `....nur weil mein Freund bei mir war.....nicht für mich....` : du hast alles was du durchgestanden, erkämpft und erreicht hast für dich getan!!!!!! Mit der Hilfe eines wunderbaren Menschen, der aus Liebe an deiner Seite kämpft!!!! Du hast die Stärke in dir bereits gefunden, und weißt das eigentlich auch, Manuel war ( und bleibt) dein Leitfaden und deine Orientierung .Da fällt die Umstellung jetzt enorm schwer. Aber er ist trotzdem da um dich zu halten, wenn wohl auch in einer anderen Stadt.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen, weißt du.
Ich leide seit meinem 12 Lebensjahr an einer Es, die mal da ist....stärker wird....vollkommen verschwindet ( sofern eine Es das kann) und mich so immer wieder in Atem hält. Das Auftreten hängt jeweils von meiner seelischen Verfassung und meinen Lebensumständen ab.Nun bin ich 26 und seit fast zehn Jahren mit meinem Freund zusammen der alle Phasen kennt und immer für mich da ist. Aber : er wird beruflich manchmal in andere Städte versetzt, ist also nicht bei mir....und das sind Momente in denen ich Angst habe zu kippen. In denen ich schwanke, und Angst habe.
Aber man rappelt sich wieder auf, gewöhnt sich daran den anderen nicht stets an der Seite zu haben und es ergeben sich Rituale die einem Sicherheit geben, die einen lächeln lassen.
Wir schreiben uns gerne richtig altmodisch noch Briefe... schicken kleine Päckchen.... findet das für euch heraus
Wie oft werdet ihr euch denn sehen können?????

Du hast soviel über dich gelernt Susi, die Zeit bringt es mit sich, dass man sich selbst immer ein bisschen mehr lieben kann....sich Ausrutscher leichter verzeiht und weniger übel nimmt ....und schneller wieder auf eigenen Füßen vorwärts geht.... ich hoffe du lächelst vielleicht heute schon wieder!!!!

sei gedrückt!!!

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4. November 2011 um 10:05


Hallo Susi !
Ich finde du solltest nicht immer überlegen, was du tun "sollst", sondern du solltest einmal tief in dich hinein hören und wahrnehmen, was du "brauchst".
Und wenn du das Gefühl hast, du brauchst Hilfe, dann solltest du dir auch Hilfe holen !
Das steht jedem Menschen zu und das ist keine Schande bzw. kein Zeichen von Schwäche.
Im Gegenteil - es zeigt deinen Willen gesund zu werden.
Wieso solltest du alleine kämpfen, wenn du auch die Möglichkeit hast, Hilfe zu bekommen ?
Du hast nicht versagt ! Du hast schon so viel geschafft, davon können die meisten nur träumen - auch ich !
Es ist echt erstaunlich, was du schon alles auf die Reihe bekommen hast !
Ich habe auch sehr viele Opfer gebracht, ich befinde mich dann immerhin schon 5 Monate im Krankenhaus, musste meine Ausbildung verschieben und meinen Einzug in meine neue Wohnung.
Aber ich halte mir einfach immer vor Augen wozu ich das alles mache - für ein besseres und vor allem für ein gesundes Leben !
Ich habe schon oft gelesen, dass gerade in guten Zeiten - wo scheinbar alles gut läuft - die Krankheit versucht sich wieder bemerkbar zu machen, weil was wäre das Leben schon ohne Probleme ?
Wenn du das Gefühl hast, dass du lieber mit Hilfe weiterkämpfen würdest, dann solltest du dir diese Hilfe unbedingt holen !
Egal wie viele Opfer du bringen musst, das ist alles nichts gegen das Gefühl wieder gesund zu sein.
Kopf hoch liebe Susi - bleib stark ! Du schaffst das !
Lg
Melanie

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4. November 2011 um 13:05
In Antwort auf an0N_1250226199z

Liebste Susi
.....es tut mir leid, dass von dir zu hören.
Aber es ist ein weiterer Meilenstein auf deinem Weg!
Ich hoffe ich habe es noch richtig im Kopf aber hattest du nicht einmal geschrieben, bevor du nach Kassel gegangen bist, dass du in dieser Stadt gelebt hattest als du in die Es gerutscht bist? Kann es sein, dass du diese Verbindung von Stadt und Verhaltensweise im Unterbewusstsein noch geknüpft hast?....es gefürchtet hast?
Diesen Kreis gilt es zu durchbrechen.
Dein Leben war sehr unruhig die letzten Monate, jetzt nochmals der Umzug. Da kann es schon mal passieren, dass du die Sicherheit in alten Verhaltensmustern suchst.
Aber die Konfrontation ist ebenso wichtig wie schmerzhaft!
... und noch dazu fehlt dir Manuel. Du drückst es falsch aus wenn du schreibst `....nur weil mein Freund bei mir war.....nicht für mich....` : du hast alles was du durchgestanden, erkämpft und erreicht hast für dich getan!!!!!! Mit der Hilfe eines wunderbaren Menschen, der aus Liebe an deiner Seite kämpft!!!! Du hast die Stärke in dir bereits gefunden, und weißt das eigentlich auch, Manuel war ( und bleibt) dein Leitfaden und deine Orientierung .Da fällt die Umstellung jetzt enorm schwer. Aber er ist trotzdem da um dich zu halten, wenn wohl auch in einer anderen Stadt.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen, weißt du.
Ich leide seit meinem 12 Lebensjahr an einer Es, die mal da ist....stärker wird....vollkommen verschwindet ( sofern eine Es das kann) und mich so immer wieder in Atem hält. Das Auftreten hängt jeweils von meiner seelischen Verfassung und meinen Lebensumständen ab.Nun bin ich 26 und seit fast zehn Jahren mit meinem Freund zusammen der alle Phasen kennt und immer für mich da ist. Aber : er wird beruflich manchmal in andere Städte versetzt, ist also nicht bei mir....und das sind Momente in denen ich Angst habe zu kippen. In denen ich schwanke, und Angst habe.
Aber man rappelt sich wieder auf, gewöhnt sich daran den anderen nicht stets an der Seite zu haben und es ergeben sich Rituale die einem Sicherheit geben, die einen lächeln lassen.
Wir schreiben uns gerne richtig altmodisch noch Briefe... schicken kleine Päckchen.... findet das für euch heraus
Wie oft werdet ihr euch denn sehen können?????

Du hast soviel über dich gelernt Susi, die Zeit bringt es mit sich, dass man sich selbst immer ein bisschen mehr lieben kann....sich Ausrutscher leichter verzeiht und weniger übel nimmt ....und schneller wieder auf eigenen Füßen vorwärts geht.... ich hoffe du lächelst vielleicht heute schon wieder!!!!

sei gedrückt!!!

Danke für deine lieben Worte
ich hoffe du hast Recht...und ich hoffe ich durchbreche den Kreis!
Ja genau, Kassel ist meine Heimatstadt (ich bin hier geboren, zur Schule gegangen und habe hier studiert).

Ich weiß nicht, ob ich meine Geschichte bereits hier geschrieben habe (wie alles begann...).

Es war so, dass ich mich 2006 auf eine "heimliche" Liebesbeziehung mit einem Kommilitonen eingelassen habe. Er war damals in einer Beziehung und ich hätte den Teufel getan, mich in eine Beziehung zu drängen und mich an einen vergebenen Mann, ranzumachen.
Ich hatte zu der Zeit dennoch sehr starke Gefühle für ihn, aber ich ignorierte sie...

Dann kam ganz viel Gefühl und Zuneigung seinerseits und ich ließ mich darauf ein- Gedanken, wie: "Vielleicht läuft seine Beziehnung ja doch nicht mehr so gut und er liebt sie nicht mehr..." überlisteten mein schlechtes Gewissen (seiner Freundin gegenüber).
Tja, einpaar Wochen/Monate (ich weiß gar nicht mehr wie lang) trafen wir uns, verbrachten Nächte miteinander, berührten uns heimlich i.d Uni, bis schließlich auch die Kommilitonen Verdacht schöpften...
Inzwischen hatte ich Felix auf ein Podest gestellt, mir mein Leben mit ihm ausgemalt...er war der Mann meines Lebens!
In diesem Wahn, habe ich begonnen exzessiv Sport zu machen, kaum zu essen...ich wollte alles geben, damit ich "gewinne" und besser für ihn bin, als Lena!

Nach einpaar Wochen, sagte er mir, dass er sich nicht von Lena trennen könnte und da stand ich draußen vor seiner Wohnung...und um ersten Mal hatte ich das Gefühl über mir zu schweben, weit weg von meinem Körper und dennoch gefangen/zugeschnürt zu sein- die Depression suchte mich zum ersten Mal heim...
ab dem Zeitpunkt, in etwa rutschte ich von der MS in die Bulimie und ich kämpfte 2 Jahre um seine Liebe, machte mir bei jedem Treffen Hoffnungen, versuchte ihn zu berühren...

In der Zeit machte ich 2 Urlaubssemester für ein stationäre und div.ambulante Therapien und um mich intensiv um mich zu kümmern und in dem Bereich zu arbeiten der mich glücklich macht und erfüllt (die Arbeit mit behinderten Kindern (Einzelfallhilfe, Familien entlastende Hilfe und Schulassistent) .
Ich wollte endlich den ersten Schritte machen!
Aufgrund von Depressionen und Suizidgedanken ging ich Oktober 2008 freiwillig in eine Klinik für Psychosomatik.

Zu dem Zeitpunkt, war ich über ein Jahr ohne Beziehung
(der längste Zeitraum). Und ich sagte mir: "Ich suche nicht mehr, ich lasse mich finden...!"
Ich war ziemlich entfernt von dem verbissenen Gefühl "Ich will einen Partner".

Kurz bevor ich in die Klinik fuhr, checkte ich zufällig nochmal meine mails und da las ich die erste e-mail von Manuel.
Es berührte mich und ich fühlte ein Stück Vertrautheit als ich seine Worte las.
Obwohl ich ihn noch nie gesehen hatte, keinen Schimmer davon hatte, dass es diesen Menschen gibt, hatte ich das Gefühl ihn dennoch Vertrauen zu können...aus einem Affektartigen Gefühl heraus, schrieb ich ihm, dass ich morgen in eine Klinik gehen würde, dass ich psychische Probleme habe etc.

Und ich dachte mir, wenn er mir zurück schreiben würde, ist er wirklich an mir interessiert und wenn nicht, dann sieht er mich doch nicht und ist überfordert...

Ich wagte es...und er schrieb mir zurück: "Viel Glück für die Klinik..." Oder so ähnlich...
Naja und dann trafen wir uns 2 Mal während meiner Zeit im Klinikum und am Nikolaustag da kamen wir zusammen (also bald 3 Jahre). Später erfuhr ich, dass er sich ein Jahr lang nicht getraut hatte mich anzusprechen und mich beim Sport beobachtet hatte...unfassbar!

Ab dem Zeitpunkt konnte ich mich von den alten Gedanken lösen... Felix war irgendwo, jedoch NICHT mehr in meinem Herzen... der Platz war nun belegt


So, das war so in Kürze die Version meiner Geschichte.
Daher wollte ich vor 2 Jahren nur noch aus KS weg, abschließen, Luftveränderung, bei Manu leben...(er ist ja auch aus KS weggezogen).
Da aber alle Mühe vergebens war (in Berlin und B.-W.) bin ich nun wieder hier.

Nein, es war schon aus einem guten Gefühl heraus-ich hatte Heimweh und sah ganz klar Kassel vor mir.
Auch wenn die Wunden hier entstanden sind, gab es ja auch gute Zeiten und ich fühlte mich stabil für die Rückkehr und auch stabil eine weitere Fernbeziehung zu führen (die dritte).

Vielleicht brauche ich dennoch Zeit, um anzukommen!
Es ist grad alles sehr viel für mich...die Erinnerungen sind doch intensiver, wenn man in der Stadt ist, in den die Vergangenheit wohnt...

Ich danke dir, meine Liebe, du findest liebe Worte, die mich erreichen und bewegen!!!!!!

Deine Susi

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4. November 2011 um 13:10
In Antwort auf patchsu

Danke für deine lieben Worte
ich hoffe du hast Recht...und ich hoffe ich durchbreche den Kreis!
Ja genau, Kassel ist meine Heimatstadt (ich bin hier geboren, zur Schule gegangen und habe hier studiert).

Ich weiß nicht, ob ich meine Geschichte bereits hier geschrieben habe (wie alles begann...).

Es war so, dass ich mich 2006 auf eine "heimliche" Liebesbeziehung mit einem Kommilitonen eingelassen habe. Er war damals in einer Beziehung und ich hätte den Teufel getan, mich in eine Beziehung zu drängen und mich an einen vergebenen Mann, ranzumachen.
Ich hatte zu der Zeit dennoch sehr starke Gefühle für ihn, aber ich ignorierte sie...

Dann kam ganz viel Gefühl und Zuneigung seinerseits und ich ließ mich darauf ein- Gedanken, wie: "Vielleicht läuft seine Beziehnung ja doch nicht mehr so gut und er liebt sie nicht mehr..." überlisteten mein schlechtes Gewissen (seiner Freundin gegenüber).
Tja, einpaar Wochen/Monate (ich weiß gar nicht mehr wie lang) trafen wir uns, verbrachten Nächte miteinander, berührten uns heimlich i.d Uni, bis schließlich auch die Kommilitonen Verdacht schöpften...
Inzwischen hatte ich Felix auf ein Podest gestellt, mir mein Leben mit ihm ausgemalt...er war der Mann meines Lebens!
In diesem Wahn, habe ich begonnen exzessiv Sport zu machen, kaum zu essen...ich wollte alles geben, damit ich "gewinne" und besser für ihn bin, als Lena!

Nach einpaar Wochen, sagte er mir, dass er sich nicht von Lena trennen könnte und da stand ich draußen vor seiner Wohnung...und um ersten Mal hatte ich das Gefühl über mir zu schweben, weit weg von meinem Körper und dennoch gefangen/zugeschnürt zu sein- die Depression suchte mich zum ersten Mal heim...
ab dem Zeitpunkt, in etwa rutschte ich von der MS in die Bulimie und ich kämpfte 2 Jahre um seine Liebe, machte mir bei jedem Treffen Hoffnungen, versuchte ihn zu berühren...

In der Zeit machte ich 2 Urlaubssemester für ein stationäre und div.ambulante Therapien und um mich intensiv um mich zu kümmern und in dem Bereich zu arbeiten der mich glücklich macht und erfüllt (die Arbeit mit behinderten Kindern (Einzelfallhilfe, Familien entlastende Hilfe und Schulassistent) .
Ich wollte endlich den ersten Schritte machen!
Aufgrund von Depressionen und Suizidgedanken ging ich Oktober 2008 freiwillig in eine Klinik für Psychosomatik.

Zu dem Zeitpunkt, war ich über ein Jahr ohne Beziehung
(der längste Zeitraum). Und ich sagte mir: "Ich suche nicht mehr, ich lasse mich finden...!"
Ich war ziemlich entfernt von dem verbissenen Gefühl "Ich will einen Partner".

Kurz bevor ich in die Klinik fuhr, checkte ich zufällig nochmal meine mails und da las ich die erste e-mail von Manuel.
Es berührte mich und ich fühlte ein Stück Vertrautheit als ich seine Worte las.
Obwohl ich ihn noch nie gesehen hatte, keinen Schimmer davon hatte, dass es diesen Menschen gibt, hatte ich das Gefühl ihn dennoch Vertrauen zu können...aus einem Affektartigen Gefühl heraus, schrieb ich ihm, dass ich morgen in eine Klinik gehen würde, dass ich psychische Probleme habe etc.

Und ich dachte mir, wenn er mir zurück schreiben würde, ist er wirklich an mir interessiert und wenn nicht, dann sieht er mich doch nicht und ist überfordert...

Ich wagte es...und er schrieb mir zurück: "Viel Glück für die Klinik..." Oder so ähnlich...
Naja und dann trafen wir uns 2 Mal während meiner Zeit im Klinikum und am Nikolaustag da kamen wir zusammen (also bald 3 Jahre). Später erfuhr ich, dass er sich ein Jahr lang nicht getraut hatte mich anzusprechen und mich beim Sport beobachtet hatte...unfassbar!

Ab dem Zeitpunkt konnte ich mich von den alten Gedanken lösen... Felix war irgendwo, jedoch NICHT mehr in meinem Herzen... der Platz war nun belegt


So, das war so in Kürze die Version meiner Geschichte.
Daher wollte ich vor 2 Jahren nur noch aus KS weg, abschließen, Luftveränderung, bei Manu leben...(er ist ja auch aus KS weggezogen).
Da aber alle Mühe vergebens war (in Berlin und B.-W.) bin ich nun wieder hier.

Nein, es war schon aus einem guten Gefühl heraus-ich hatte Heimweh und sah ganz klar Kassel vor mir.
Auch wenn die Wunden hier entstanden sind, gab es ja auch gute Zeiten und ich fühlte mich stabil für die Rückkehr und auch stabil eine weitere Fernbeziehung zu führen (die dritte).

Vielleicht brauche ich dennoch Zeit, um anzukommen!
Es ist grad alles sehr viel für mich...die Erinnerungen sind doch intensiver, wenn man in der Stadt ist, in den die Vergangenheit wohnt...

Ich danke dir, meine Liebe, du findest liebe Worte, die mich erreichen und bewegen!!!!!!

Deine Susi

Man ignoriere
die Rechtschreibfehler so ist das wenn man viel Krempel schreibt...

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4. November 2011 um 19:16

Schööööööön
....wenn ich tatsächlich einen Weg finde dir ein paar tröstende Worte zu schicken!!!!!!!!!!

Und eure Geschichte ist wirklich süß
.....ich weiß, dass du es schaffst, du vereinst deine enorme Sensibilität mit einer guten Portion Kampfgeist

Und wenn es schwierig sind wir hier alle für dich da, das meine ich wirklich voll und ganz ernst liebe Susi

Denk immer daran und melde dich wenn was ist!!!!!!!!!

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4. November 2011 um 20:07
In Antwort auf an0N_1250226199z

Schööööööön
....wenn ich tatsächlich einen Weg finde dir ein paar tröstende Worte zu schicken!!!!!!!!!!

Und eure Geschichte ist wirklich süß
.....ich weiß, dass du es schaffst, du vereinst deine enorme Sensibilität mit einer guten Portion Kampfgeist

Und wenn es schwierig sind wir hier alle für dich da, das meine ich wirklich voll und ganz ernst liebe Susi

Denk immer daran und melde dich wenn was ist!!!!!!!!!

Danke lieber Maulwurf
Wie ist eigentlich dein Name entstanden???
Ich find ihn sehr hübsch

Ja unsere Geschichte ist schon besonders-vor Allem weil er sogar von meiner ES wusste, bevor er mich angeschrieben hatte...
Ja, ein dämlicher "Freund"und damaliger Mitbewohner von mir (er war auch Hausmeister bei Mcfit, dort wo Manu und ich trainieren) war damals anscheinend in mich verliebt.
Manu fragte ihn irgendwann, wie ich denn heiße.
Und da steckte er ihm wortwörtlich, dass ich Essstörungen habe, mit Eimer neben dem Bett etc. und dass Manuel eh nicht mein Typ wäre...

Voll arschig,...naja, das hat mein Freund mir Jahre später erzählt...
Er meinte, er wollte das alles zu dem Zeitpunkt gar nicht wissen, weil er meine Ausstrahlung so besonders fand und er meinte: "besondere Menschen solle man nicht meiden."
Er wollte nicht wissen, wie schlecht es mir damals ging und es hatte ihn sehr berührt, dass solch ein liebenswerter Mensch so leiden würde, obwohl ich immer so viel Herzlichkeit ausstrahlen würde... genau das hat er mir gesagt und ich war völlig überwältigt.

Dass ein Mensch mich so sehen kann, wie ich wirklich bin, einen solchen Einblick in meine Seele haben kann, obwohl er mich gar nicht kennt.
Und noch dazu "ja" zu mir zu sagen, obwohl er wusste, dass ich eine ES habe. Das finde ich nicht normal, das finde ich wirklich besonders!!!

Ich habe großes Glück gehabt für das ich tagtäglich dankbar bin!

Und ich bin dankbar, dass ich hier so liebe Freunde gefunden habe...das ist auch etwas Besonderes!!!

Danke,... deine Susi

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5. November 2011 um 7:24

Der Maulwurf Grabowski....
....das war mein liebstes Kinderbuch
Nachdem ich mein Pseudonym geändert hatte kam ich in meinen Überlegungen eben gerade auf dieses Buch zurück. Vielleicht auch deshalb, weil man manchmal die Assozoation hat, das `damalsdie Welt noch in Ordnung war oder so

Was du so schreibst, über Manuel und eure Geschichte zeigt, dass du ein echter Glückspilz bist
oh jaaaaaa!
Vielleicht hat es dir gerade in diesen Momenten auch geholfen als du es noch einmal niedergeschrieben gesehen hast?

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!!!!

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