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Ich hasse diese Stimme!

2. Juli 2013 um 14:48 Letzte Antwort: 4. Juli 2013 um 18:52

Warum ist es so verdammt schwer diese Stimme im Kopf zu ignorieren??? Ich muss mich eigentlich auf so viel anderes konzentrieren... Und was passiert statt dessen? In meinem Kopf herrscht Chaos ums Essen, nicht Essen, kotzen, wiegen, Angst haben, sich verkriechen wollen, gesund werden wollen, kämpfen, verlieren...! Scheiße ist das!!! Ich will diese alles zerstörende Krankheit endlich los werden! Je größer der Stress, um so lauter wird die ES...Warum denn bloß..

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2. Juli 2013 um 15:05

Das kenn ich leider
Das kenn ich leider nur zu gut.
Man versucht sich abzulenken und denkt stattdessen nur ans Essen/nichtessen!
Versuche etwas zu finden, das dir Freude bereitet, um diese Gedanken auszutricksen.
Es kann auch bei einer Sendung beginnen, bei der du in das Leben der Hauptfiguren eintauchen kannst.
Hat mir schon sehr geholfen.
Lg anna

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2. Juli 2013 um 15:21

Hallo
Der Vorschlag von kristinaanja hat mir auch schon oft geholfen. Msnchmal half mir aber auch, mir die Gedanken zu zu lassen. Das klingt jetzt ersteinmal komisch, aber es kann auch helfen. Sag die vorher, dass du z.B. nur fünf Minuten dran denkst und dann etwas anderes machst. Bei mir hat es mit etwas Übung funktioniert

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2. Juli 2013 um 15:24
In Antwort auf eira_11886721

Das kenn ich leider
Das kenn ich leider nur zu gut.
Man versucht sich abzulenken und denkt stattdessen nur ans Essen/nichtessen!
Versuche etwas zu finden, das dir Freude bereitet, um diese Gedanken auszutricksen.
Es kann auch bei einer Sendung beginnen, bei der du in das Leben der Hauptfiguren eintauchen kannst.
Hat mir schon sehr geholfen.
Lg anna

Liebe Anna,
danke für deine Antwort! Ich werde es mal versuchen... Vielleicht klappt das ja... Es ist manchmal sowas von schwer tagtäglich gegen die ES zu kämpfen... Da sind diese Momente, in denen die Kraft fehlt ihr stark zu begegenen. Ich fühle mich dann so schwach und wie ein Versager... Ich kämpfe und verliere trotzdem so oft.. Als würde sie mich anschauen und mich auslachen für meine kläglichen Versuche mich ihr entgegenzustellen... Ich weiß, dass ich nicht aufgeben darf und will, aber woher soll denn immer diese Kraft kommen...? Einmal im Strudel wieder drin meint man die verlorene Stärke wiedergefunden zu haben.. Was für eine Ironie...

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2. Juli 2013 um 15:49
In Antwort auf opal_12732838

Hallo
Der Vorschlag von kristinaanja hat mir auch schon oft geholfen. Msnchmal half mir aber auch, mir die Gedanken zu zu lassen. Das klingt jetzt ersteinmal komisch, aber es kann auch helfen. Sag die vorher, dass du z.B. nur fünf Minuten dran denkst und dann etwas anderes machst. Bei mir hat es mit etwas Übung funktioniert

Hallo!
Danke erst einmal für deinen Vorschlag! Das habe ich schon versucht, aber leider schaffe ich es noch nicht dann auch wieder "umzuschalten". Früher ging so etwas "einfacher". Seit meiner Therapie ist viel bearbeitet, aber auch viel wach gerüttelt und meine frühere Mauer ist ein ganzes Stück eingerissen.. Die Gefühle lassen sich nicht mehr so verdrängen. Das soll um Gottes willen nicht heißen, dass ich mir diese Zeit zurück wünsche, das auf GAR KEINEN FALL, dafür ging es mir damals zu schlecht..Ich muss glaube ich aber noch lernen, es zum richtigen Zeitpunkt zu zu lassen.. Da wartet einfach noch viel Arbeit... Das klingt jetzt bestimmt etwas wirr..sorry..

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2. Juli 2013 um 19:17

Hört es wirklich irgendwann auf?
Danke euch nochmal für eure Antworten! Es baut auf zu wissen, dass man mit diesen Dingen nicht allein ist. Für mich ist es noch neu meine Gedanken hier zu teilen, aber danke, dass ihr mir hier den Einstieg so erleichtert...
Ich möchte gern noch etwas fragen, wobei ich gar nicht weiß, ob mir darauf irgendjemand überhaupt eine Antwort geben kann.... Vielleicht liest ja noch jemand mit, der auch leider sehr lange in den Fängen der ES ist oder auch war.
Ich bin schon viel zu lange krank (realistisch gesehen seit 12 Jahren) und kämpfe seit 2 Jahren darum gesund zu werden. Es schockiert mich gerade selbst diese Zahl wirklich hinzuschreiben... Und trotzdem gibt es diese Phasen, in denen mir alles zu viel ist. In denen ich nicht mehr kann und nicht weiß, ob man diesen Kampf auch nach so langer Dauer noch gewinnen kann.. Ich habe mich FÜR das Leben entschieden und habe Angst, dass ich es einfach verpasst habe etwas zu tun, als ich noch nicht so tief drinnen war. Immer wieder kämpfe ich und immer wieder zeigt mir die ES wie stark sie noch ist.. Hört das wirklich irgendwann auf??? Ich möchte daran glauben können...

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2. Juli 2013 um 19:27
In Antwort auf aki_12362921

Hört es wirklich irgendwann auf?
Danke euch nochmal für eure Antworten! Es baut auf zu wissen, dass man mit diesen Dingen nicht allein ist. Für mich ist es noch neu meine Gedanken hier zu teilen, aber danke, dass ihr mir hier den Einstieg so erleichtert...
Ich möchte gern noch etwas fragen, wobei ich gar nicht weiß, ob mir darauf irgendjemand überhaupt eine Antwort geben kann.... Vielleicht liest ja noch jemand mit, der auch leider sehr lange in den Fängen der ES ist oder auch war.
Ich bin schon viel zu lange krank (realistisch gesehen seit 12 Jahren) und kämpfe seit 2 Jahren darum gesund zu werden. Es schockiert mich gerade selbst diese Zahl wirklich hinzuschreiben... Und trotzdem gibt es diese Phasen, in denen mir alles zu viel ist. In denen ich nicht mehr kann und nicht weiß, ob man diesen Kampf auch nach so langer Dauer noch gewinnen kann.. Ich habe mich FÜR das Leben entschieden und habe Angst, dass ich es einfach verpasst habe etwas zu tun, als ich noch nicht so tief drinnen war. Immer wieder kämpfe ich und immer wieder zeigt mir die ES wie stark sie noch ist.. Hört das wirklich irgendwann auf??? Ich möchte daran glauben können...

Ach so,
natürlich meine ich mit den 2 Jahren nur die reine Therapiezeit..

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3. Juli 2013 um 14:30

Ich kenne das....
Ich hab meine Essstörung noch nicht so lang, aber sie macht mich trotzdem manchmal wahnsinnig, überhaupt wenn ich Fressanfälle habe und nichts dagegen tun kann und zunehme durch diesen unstillbaren Hunger ohne Sättigung usw....!
Bin normalgewichtig, habe aber einen Teil den ich so schön abgenommen hatte wieder oben, weil ich fressen "musste"! Ich hatte immer Disziplin, aber bei der Störung bin ich so schwach und könnte nur noch fressen, fressen, fressen! Ich komme mir oft vor wie eine verfressene Sau und fühle mich auch so, obwohl es nicht an mir liegt, sondern an meiner Krankheit. Das vergess ich immer wieder und fühl mich wie ein Versager Bin in Therapie und hab auch Tabletten bekommen, ich hoffe, dass ich bald wieder normal leben kann, obwohl es mir im Moment Gott sei Dank besser geht.

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3. Juli 2013 um 15:13
In Antwort auf aki_12362921

Hört es wirklich irgendwann auf?
Danke euch nochmal für eure Antworten! Es baut auf zu wissen, dass man mit diesen Dingen nicht allein ist. Für mich ist es noch neu meine Gedanken hier zu teilen, aber danke, dass ihr mir hier den Einstieg so erleichtert...
Ich möchte gern noch etwas fragen, wobei ich gar nicht weiß, ob mir darauf irgendjemand überhaupt eine Antwort geben kann.... Vielleicht liest ja noch jemand mit, der auch leider sehr lange in den Fängen der ES ist oder auch war.
Ich bin schon viel zu lange krank (realistisch gesehen seit 12 Jahren) und kämpfe seit 2 Jahren darum gesund zu werden. Es schockiert mich gerade selbst diese Zahl wirklich hinzuschreiben... Und trotzdem gibt es diese Phasen, in denen mir alles zu viel ist. In denen ich nicht mehr kann und nicht weiß, ob man diesen Kampf auch nach so langer Dauer noch gewinnen kann.. Ich habe mich FÜR das Leben entschieden und habe Angst, dass ich es einfach verpasst habe etwas zu tun, als ich noch nicht so tief drinnen war. Immer wieder kämpfe ich und immer wieder zeigt mir die ES wie stark sie noch ist.. Hört das wirklich irgendwann auf??? Ich möchte daran glauben können...

Ja
Liebe Sternsucherin,

ich selbst war seit mehr als 12 Jahren anorektisch (mit kurzen bulimischen Phasen), bevor ich mir vor vier Jahren therapeutische Hilfe gesucht habe.
Ob ich wirklich als 100 %ig geheilt gelten kann, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich seit 2 bis 3 Jahren ein sehr stabiles gesundes Essverhalten habe und dass Gedanken an Essen in meinem Leben heute eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Wenn ich über Essen nachdenke, dann eher, ob bestimmte Sachen nachhaltig produziert sind, regional oder bio sind und ob sie mir schmecken Fühle mich auch meistens wohl in meinem Körper! Klar, es gibt mal Tage, an denen ich mich nicht so mag, mich aufgedunsen fühle (während meiner Periode ), aber ich glaube nicht öfter als bei jeder gesunden Frau auch

Es lohnt sich zu kämpfen!!! Ich musste beispielsweise erst erkennen, dass meine Essstörung ein Weg ist, um meine Depression zu bewältigen und musste im Rahmen der Therapie lernen, mich meinen wirklichen Problemen zu stellen. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass auch du es schaffst.

Liebe GRüße
Traumverloren

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3. Juli 2013 um 22:59
In Antwort auf traumverloren1

Ja
Liebe Sternsucherin,

ich selbst war seit mehr als 12 Jahren anorektisch (mit kurzen bulimischen Phasen), bevor ich mir vor vier Jahren therapeutische Hilfe gesucht habe.
Ob ich wirklich als 100 %ig geheilt gelten kann, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich seit 2 bis 3 Jahren ein sehr stabiles gesundes Essverhalten habe und dass Gedanken an Essen in meinem Leben heute eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Wenn ich über Essen nachdenke, dann eher, ob bestimmte Sachen nachhaltig produziert sind, regional oder bio sind und ob sie mir schmecken Fühle mich auch meistens wohl in meinem Körper! Klar, es gibt mal Tage, an denen ich mich nicht so mag, mich aufgedunsen fühle (während meiner Periode ), aber ich glaube nicht öfter als bei jeder gesunden Frau auch

Es lohnt sich zu kämpfen!!! Ich musste beispielsweise erst erkennen, dass meine Essstörung ein Weg ist, um meine Depression zu bewältigen und musste im Rahmen der Therapie lernen, mich meinen wirklichen Problemen zu stellen. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass auch du es schaffst.

Liebe GRüße
Traumverloren

Liebe traumverloren1, liebe widderlein73
ich danke euch für eure aufbauenden Worte!
@widderlein: Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz ganz viel Kraft für den Weg, den du ja schon betreten hast!
Ich glaube manchmal ist es wirklich paradox, dass genau das, was eigentlich Kontrolle vorspielt das ist, wobei wir die wenigste haben..Wer kann bei einer Krankheit schon von "Disziplin" und "im Griff haben" sprechen... Aber genau das sind wir nicht gewohnt.. Deshalb vielleicht dieses Gefühl des Versagens und dieser schreckliche Eindruck von Kontrollverlust?
@traumverloren: Oh mein Gott..diese letzten Zeilen könnten von mir sein..Es ist unglaublich so etwas zu lesen.. Danke.. Ich finde es total stark und wahnsinnig toll, dass du das so geschafft hast! Ich weiß nicht, ob man jemals von 100% sprechen kann.. Aber das ist doch ein Ziel, bei dem man wieder von "LEBEN" spricht, oder? Freut mich wirklich sehr!!!
Es tut gut diese Worte zu lesen, wenn man gerade in so einem schwarzen Loch sitzt und den Glauben verliert.. Da scheint doch noch irgendwo die Sonne...Vielleicht kommt mal wieder ein Strahl in mein Herz..
Liebe Grüße

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4. Juli 2013 um 17:13
In Antwort auf aki_12362921

Ach so,
natürlich meine ich mit den 2 Jahren nur die reine Therapiezeit..

Bei mir ist es nicht ganz so lang, aber trotzdem...
ich bin seit knapp sechs Jahren anorektisch mit mal mehr mal weniger Bulimie. Ich kämpfe seit 1 1/4 Jahr und habe auch schon große Fortschritte gemacht. Auch ich bin nicht 100% raus, aber mein Leben ist bereits wieder lebenswerter. Wie auch sternensucherin hat mir die ES erst gezeigt, dass ich eigentlich andere Probleme habe, denen ich mich aber nie gestellt habe, sondern aus Angst vor Verletzung verdrängt habe. DIe ES ist nur ein Symptom und wenn man die Ursachen behebt, wird auch die ES verschwinden, davon bin ich überzeugt

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4. Juli 2013 um 18:52
In Antwort auf opal_12732838

Bei mir ist es nicht ganz so lang, aber trotzdem...
ich bin seit knapp sechs Jahren anorektisch mit mal mehr mal weniger Bulimie. Ich kämpfe seit 1 1/4 Jahr und habe auch schon große Fortschritte gemacht. Auch ich bin nicht 100% raus, aber mein Leben ist bereits wieder lebenswerter. Wie auch sternensucherin hat mir die ES erst gezeigt, dass ich eigentlich andere Probleme habe, denen ich mich aber nie gestellt habe, sondern aus Angst vor Verletzung verdrängt habe. DIe ES ist nur ein Symptom und wenn man die Ursachen behebt, wird auch die ES verschwinden, davon bin ich überzeugt

Problemen stellen
ist schon eine große Herausforderung.. Was mir immer nicht in den Kopf geht ist, warum wir unsere Probleme und erlebten Dinge auf so selbstzerstörerische Art verdrängt haben..?Was ist bloß der Grund dafür, dass man diesen Weg wählt? Warum fühle ich mich so schuldig und wertlos und zerstöre mein selbst so? Nicht nur durch die ES an sich, sondern auch mit den Gedanken, die täglich im Kopf herum spuken? Ich bin so sehr dabei meine Probleme zu bearbeiten und habe auch schon viel geschafft, aber warum lässt sich dieses negative Selbstbild so schwer verändern?

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