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Ich halte es nicht mehr lange aus....

23. Juni 2010 um 15:10

nochmal ich...
Im Moment ist es bei mir richtig schlimm..
Ich will aus diesem Teufelskreislauf raus...
Bald werde ich auch in eine Klinik aufgenommen, was mich einerseits freut aber andererseits habe ich auch riesige Angst davor... 5 Mahlzeiten am Tag, plus 2 x 200 ml Trinknahrung (in Phase 1).
Ich will nicht so weiter existiern wie ich es jetzt tue.
Die MS wird immer schlimmer und schlimmer..
Jetzt gerade habe ich 10 Kekse aus einer Gebäckmischung verschlungen, weil ich so einen Heißhunger bekommen habe..
Dafür könnte ich mich jetzt wieder "hauen".
Nun bin ich total wütend auf mich , weil ich undisziplinär war und schätzungsweise gerade 800 kcal zu mir genommen habe... was über meiner eigenen, mir selbst gesteckten, kranken Grenze pro Tag liegt ( 500 kcal).
Morgens esse ich nichts mehr, zwischendrin gibt es mal zwei Karotten und vielleicht ein Stück Gurke und Abends dann die "Haupt"mahlzeit, die nicht mehr als 200 kcal haben "darf".
Die Anorexie hat sich bei mir über einen längeren Zeitraum eingeschlichen, dass ich krank bin begriff ich erst, als mein Psychotherapeut, zu dem ich eigentlich wegen etwas andererm gegangen bin, dies bewusst gemacht hat..

Es ist alles so niederdrückend, anstrengend und ermüdend...
Fast jeden Morgen habe ich keinen Drang dazu aufzustehen, am liebsten würde ich mich nur noch zu Hausen einsperren und gar nicht mehr raus gehen...
Bis zur Aufnahme in die Klinik kann es noch zwei Monate dauern, und ich weiß nicht genau, wie ich die Zeit bis dahin am besten emotional überbrücken soll.

Einmal die Woche habe ich ein Essanfall, bei dem ich Kuchen verschlinge, Schokolade und alles, was auf der "verbotenen" Seite meiner Liste mit Lebensmitteln steht.
Es ist mir bewusst, dass der FA daher kommt weil ich so wenig esse und mein Körper so versucht, sich zumindest teilweise das zu holen was er braucht, aber besonders diese FAs machen mir das Leben am WE zur Hölle.
Meistens habe ich Samstags den FA, was ich erwähnen sollte.

Nun hatte ich beim letzten Wiegen 1,2 kg mehr, vermutlich durch Wassereinlagerungen, weil dies vor der Menstruation war.. trotz alledem nahm ich dies als Fett wahr...

Auch allgemein sehe ich mich mit meiner kranken Seite als Fett an, mache viel Gymnastik um alles auszugleichen, wenn ich auch nur 1 kcal über der genannten Grenze liege drehe ich schon fast durch...

Mein jetziges Gewicht lautet 52,5 kg bei einer Grösse von 1,76 m.
Das ist im UG, aber für mich immer noch zu dick.

Ich habe eingesehen, dass es so nicht weitergehen kann, sonst wäre es mein sicherer Tod.
Das will ich auch ändern, um wieder gesund zu werden und zwar schlank, aber gesund zu sein mit einer ausgewogenen Ernährung, die reichhaltig genug ist um meinen Körper gut zu versorgen.
Doch das versagt mir die Angst vorm Zunehmen.. früher war ich mal moppelig, bekam fast täglich Prügel und Beschimpfungen an den Kopf geworfen... so will ich auf keinen Fall mehr werden...
Aber auch krank-dürr will ich nicht mehr sein..

Wem geht es noch so?
Und wenn wer schon in einer Klinik war, wie habt ihr die Wartezeit überbrückt?

LG Fallen

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23. Juni 2010 um 16:42

Uff
Das ist ja mal ein richtiger Roman, den du hier schreibst *g*

Darf ich einmal fragen wie es zu deiner Es kam?
Mir kommt es auf jeden Fall so vor, alsob du extra so viel abnehmen wolltest.

Es gibt ja die jenigen, die einfach da so reinrutschen und es nicht wollen (Schildrüsenunterfunktion usw...) und die anderen, die abnehmen wollten und da reingerutscht sind.

Du besitzt "Bad-Food Listen" und setzt die klare Grenzen. Du bist ziemlich hart zu dir selbst.


Was machst du denn Samstags, dass du nur dann einen FA hast? Ich habe hier mal einen Beitrag gepostet, wo du wirklich zickig geantwortet hast. Das hat mir den Eindruck gegeben, dass du eigentlich wieder gesund bist.
Aber wenn ich hier deinen ellen langen Text durchlese, sehe ich , dass du noch mittendrin steckst und es ja noch schlimmer um dich steht als bei mir!

Also ich finde du solltest dich freuen einen Platz in der Klinik bekommen zu haben und solltest zuversichtlich sein.
Versuch doch einfach mal jeden Tag ein wenig mehr zu essen! Und vergiss es so hart zu dir sein. Vergiss deine Grenzen!

Ich kenne das ganze Selber ganz gut. Aber versuch es einfach mal alles zu vergessen und versuch mehr zu essen!
Lenk dich ab und beschäftige dich mit anderen Dingen.

Wie wäre es , wenn du mal was mit deiner Freundin zusammen kochst und danach könnt ihr euch zusammen setzetn und gemeinsam essen!

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23. Juni 2010 um 18:41
In Antwort auf oriane_12875739

Uff
Das ist ja mal ein richtiger Roman, den du hier schreibst *g*

Darf ich einmal fragen wie es zu deiner Es kam?
Mir kommt es auf jeden Fall so vor, alsob du extra so viel abnehmen wolltest.

Es gibt ja die jenigen, die einfach da so reinrutschen und es nicht wollen (Schildrüsenunterfunktion usw...) und die anderen, die abnehmen wollten und da reingerutscht sind.

Du besitzt "Bad-Food Listen" und setzt die klare Grenzen. Du bist ziemlich hart zu dir selbst.


Was machst du denn Samstags, dass du nur dann einen FA hast? Ich habe hier mal einen Beitrag gepostet, wo du wirklich zickig geantwortet hast. Das hat mir den Eindruck gegeben, dass du eigentlich wieder gesund bist.
Aber wenn ich hier deinen ellen langen Text durchlese, sehe ich , dass du noch mittendrin steckst und es ja noch schlimmer um dich steht als bei mir!

Also ich finde du solltest dich freuen einen Platz in der Klinik bekommen zu haben und solltest zuversichtlich sein.
Versuch doch einfach mal jeden Tag ein wenig mehr zu essen! Und vergiss es so hart zu dir sein. Vergiss deine Grenzen!

Ich kenne das ganze Selber ganz gut. Aber versuch es einfach mal alles zu vergessen und versuch mehr zu essen!
Lenk dich ab und beschäftige dich mit anderen Dingen.

Wie wäre es , wenn du mal was mit deiner Freundin zusammen kochst und danach könnt ihr euch zusammen setzetn und gemeinsam essen!


Danke für die Antwort.
Ja, das mit dem zickig rüber kommen kann manchmal schon sein.
Teilweise komme ich draussen im Moment auch relativ "böse" rüber, vermutlich weil es mir gerade so schlecht geht.
Eigentlch will ich das auch gar nicht, aber im Moment geht es nicht anders.
Vielleicht mache ich dies unbewusst bewusst, um mich selbst zu schützen und andere von mir fern zu halten im Moment.
Personen, die mich kennen wissen auch, dass ich es nicht so bös meine wie es rüberkommt.
Sie wissen, dass ich eigentlich sogar eine friedliebende und freundliche Person bin.
Freundlich und friedlebend zumindest zu anderen, zu mir selbst nicht.
Es wäre wirklich schön, wenn ich bei mir auch mal ein wenig nachgiebiger sein könnte, aber ich bin schon seit ich denken kann so zu mir selber und ich habe Angst, dass alles aus dem Ufer läuft, wenn ich diese Strenge und Kontrolle mal etwas lockerere.
Aus dem Ufer laufen eben auch mit dem Gewicht, dass es unkontrolliert in die Höhe schellt und ich dann wieder so mopsig werde wie früher....

Das will ich unbedingt vermeiden.
In die MS bin ich eher reingeschlittert, diese Hölle wollte ich nie.
Im Moment ist das für mich auch kein richtiges Leben, ich existiere einfach, und das nichtmal gut.
Mein Psychotherapeut hat mir inzwischen auch bewusst gemacht, dass ich fast immer zu streng zu mir selbst bin.
Z.b. letztens erst als ich die Ergebnisse meiner Abschlussprüfung zur Bürokauffrau erfahren habe:
Alle anderen waren mehr als zufrieden mit mir, nur ich selbst mal wieder nicht.
Von mir selbst hatte ich nur Einsen gefordert, letzlich waren es zwei Zweien, die sehr knapp vorbei an der Eins waren eine drei und sonst auch "komplette" Zweien.
Mal so gesehen ist das eine Leistung, die andere nicht mal schaffen OHNE solch eine lebensbedrohende Krankheit..
Aber ich musste weiter auf mich eindrischen...

Dazu kommt, dass ich neben der Anorexie auch noch eine Borderline-Persönlichkeitsstörung habe, und sich beide Krankheiten im Moment den "Ball" gegenseitig zuspielen und sich aufpuschen...

Ich freue mich auch auf die Klinik, aber ein wenig Angst ist da trotzdem immer bei.
Samstags... meistens bin ich da zu Hause , in meiner Gedankenwelt versunken oder lerne viel, z.B. Englisch oder verbessere meine Fertigkeiten am PC in Sachen Technik und Programmieren, im nächsten Jahr im Oktober werde ich auch in dem Bereich was studieren.
In diesem Jahr muss ich es verschieben wegen der Therapie.

Auf jeden Fall bin ich dann meist zu Hause, und es kommt dann früher oder später der Heißhunger... auf Sachen, die ich mir sonst grundsätzlich verbiete.. und wenn dann die Essattacke vorbei ist verspüre ich einen argen HAss auf mich und extreme Wut, dazu dann noch die Angst, wieder dick zu werden.
Da kam es dann schon teilweise zu Extremreaktionen.
Übergeben habe ich mich bisher nie, das habe ich auch weiterhin nicht vor, aber meist habe ich dann bis zum Umfallen Gymnastik gemacht über Stunden.
Oder ich reduziere die Nahrung noch weiter....

Ich wünschte, ich könnte auch nur einen Tag mal alles vergessen.. aber das klappt nicht..

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23. Juni 2010 um 21:05

Hallo...
was ist denn dein zielgewicht???
lg
sonja

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23. Juni 2010 um 21:42
In Antwort auf prema_12838877

Hallo...
was ist denn dein zielgewicht???
lg
sonja


Von der kranken Seite her liegt mein Zielgewicht bei 45 kg.
Erst waren es noch 50, aber das reicht inzwischen nicht mehr.
Allerdings habe ich Krankheitseinsicht und schonmal ambulant versucht, gegen die MS zu kämpfen, leider erfolglos...
Ansonsten hat man mir mehrmals ein Idealgewicht von 63-64 kg ausgerechnet.

Aber im Moment kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, dass ich mich bei diesem Gewicht wohl fühlen soll.. zum jetzigen Zeitpunkt erscheint mir dieses Idealgewicht so wahnsinnig hoch zu sein...

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24. Juni 2010 um 12:20
In Antwort auf fran_12730362


Danke für die Antwort.
Ja, das mit dem zickig rüber kommen kann manchmal schon sein.
Teilweise komme ich draussen im Moment auch relativ "böse" rüber, vermutlich weil es mir gerade so schlecht geht.
Eigentlch will ich das auch gar nicht, aber im Moment geht es nicht anders.
Vielleicht mache ich dies unbewusst bewusst, um mich selbst zu schützen und andere von mir fern zu halten im Moment.
Personen, die mich kennen wissen auch, dass ich es nicht so bös meine wie es rüberkommt.
Sie wissen, dass ich eigentlich sogar eine friedliebende und freundliche Person bin.
Freundlich und friedlebend zumindest zu anderen, zu mir selbst nicht.
Es wäre wirklich schön, wenn ich bei mir auch mal ein wenig nachgiebiger sein könnte, aber ich bin schon seit ich denken kann so zu mir selber und ich habe Angst, dass alles aus dem Ufer läuft, wenn ich diese Strenge und Kontrolle mal etwas lockerere.
Aus dem Ufer laufen eben auch mit dem Gewicht, dass es unkontrolliert in die Höhe schellt und ich dann wieder so mopsig werde wie früher....

Das will ich unbedingt vermeiden.
In die MS bin ich eher reingeschlittert, diese Hölle wollte ich nie.
Im Moment ist das für mich auch kein richtiges Leben, ich existiere einfach, und das nichtmal gut.
Mein Psychotherapeut hat mir inzwischen auch bewusst gemacht, dass ich fast immer zu streng zu mir selbst bin.
Z.b. letztens erst als ich die Ergebnisse meiner Abschlussprüfung zur Bürokauffrau erfahren habe:
Alle anderen waren mehr als zufrieden mit mir, nur ich selbst mal wieder nicht.
Von mir selbst hatte ich nur Einsen gefordert, letzlich waren es zwei Zweien, die sehr knapp vorbei an der Eins waren eine drei und sonst auch "komplette" Zweien.
Mal so gesehen ist das eine Leistung, die andere nicht mal schaffen OHNE solch eine lebensbedrohende Krankheit..
Aber ich musste weiter auf mich eindrischen...

Dazu kommt, dass ich neben der Anorexie auch noch eine Borderline-Persönlichkeitsstörung habe, und sich beide Krankheiten im Moment den "Ball" gegenseitig zuspielen und sich aufpuschen...

Ich freue mich auch auf die Klinik, aber ein wenig Angst ist da trotzdem immer bei.
Samstags... meistens bin ich da zu Hause , in meiner Gedankenwelt versunken oder lerne viel, z.B. Englisch oder verbessere meine Fertigkeiten am PC in Sachen Technik und Programmieren, im nächsten Jahr im Oktober werde ich auch in dem Bereich was studieren.
In diesem Jahr muss ich es verschieben wegen der Therapie.

Auf jeden Fall bin ich dann meist zu Hause, und es kommt dann früher oder später der Heißhunger... auf Sachen, die ich mir sonst grundsätzlich verbiete.. und wenn dann die Essattacke vorbei ist verspüre ich einen argen HAss auf mich und extreme Wut, dazu dann noch die Angst, wieder dick zu werden.
Da kam es dann schon teilweise zu Extremreaktionen.
Übergeben habe ich mich bisher nie, das habe ich auch weiterhin nicht vor, aber meist habe ich dann bis zum Umfallen Gymnastik gemacht über Stunden.
Oder ich reduziere die Nahrung noch weiter....

Ich wünschte, ich könnte auch nur einen Tag mal alles vergessen.. aber das klappt nicht..

Huhu
Hätte ich mir es doch fast schon gedacht!
Das passiert ja meistens, wenn man nichts zu tun hat oder zuhause ist. ( Heißhunger) Man sollte sich immer beschäftigen und dann ist die Gefahr auch nicht so groß eine Heißhungerattacke zu bekommen.
Bei mir ist das auch immer so.

Du solltest echt lockerer werden und du brauchst keine Angst haben, dass alles aus dem Ufer läuft. Solange du dich gensund und ausgewogen ernährst wirst du auch nicht wieder "moppelig", wie früher, sondern bleibst schlank, aber gesund.
Auch dann werden keine Heißhungerattacken mehr da sein, da du immer regelmäßig genug isst.

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24. Juni 2010 um 19:59


also ich finde auch dass ein gewicht von mindestens 60 kilo angebracht wären, dann bist du IDEALgewichtig!! also deine figur ist dann IDEAL. nich knochig nicht pummelig sondern super schlank. ein bmi von 19 eben.
ich habe mir auch vorgenommen einen bmi von mindestens 18 zu erreichen ( 14 jahre alt) und bin auf nem guten weg dorthin.
ich mache viel sport ( weil ich sport einfach liebe !!! ich zwinge mich NICHT dazu) dadurch bleibt mein körpergefühl beim zunehmen erhalten. und es ist ein fentil für aufkommende agressionen beim zunehmen.
wünsche dir viel erfolg in der klinik!!!!!

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