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Ich glaube, ich brauche Hilfe

12. Februar 2017 um 19:10

Hallo erstmal ..
ich bin noch sehr neu hier, aber schon seit Ewigkeiten die Beiträge am lesen, nur eben unregistriert. Ich glaube es ist nicht mal schlimm, wenn ich keine Antwort bekomme, ich möchte mir nur etwas von der Seele schreiben.
Ich habe seit drei Jahren psychisch extreme Probleme: Depressionen, Sozialphobie, Magersucht und Bulimie. Letzteres weiß aber keiner. Ich war Monate lang stationär in Behandlung (auch nach einem Suizidversuch), da ging auch alles recht gut... Danach lief es dann immer wieder schlechter und seit einem Jahr weigere ich mich nochmal stationär zu gehen, da es immer nur für kurze Zeit besser ging und dann wieder Berg ab.
Ich bin so ängstlich, dass ich kaum in die Schule gehen kann, ich kann nicht telefonieren und habe sogar Angst, auf Nachrichten meiner Freunde zu reagieren: Ich bekomme Herzrasen, bei jeder Benachrichtigung und schaffe es einfach nicht. Ich will ja raus, ich kann aber nicht...
Seit circa einem Jahr habe ich Bulimie. Niemand weiß davon. Mein Untergewicht schiebe ich immer auf die Depression. Sprich, ich bin zu traurig zum Essen, keine Zeit, zu viel Stress oder Ähnliches. Mein BMI ist auch recht niedrig, ich bleibe aber immer kurz vor der sogenannten "Zwangseinweisung", also da, wo meine Therapeutinn sagen würde, sie kann es nicht mehr verantworten... Sie hat mir Magersucht auch diagnostiziert, ich bestreite es aber immer..
Dann kam aber die Bulimie und mein Problem ist jetzt vor Allem, dass ich merke, dass mein Körper es nicht mehr mitmacht. Ich habe ständig Halsschmerzen, extremen Schwindel, Benommenheitsgefühl, meine Haare fallen aus, meine Zähne werden brüchig und ich habe gelbe(?) Augenringe. Zudem rauche ich und habe das Problem, dass mir Magensäure auch ohne "Nachhelfen" in die Speiseröhre fließt. Habe auch furchtbare Angst vor Speiseröhrenkrebs, wegen der Halsschmerzen und dem Rauchen. Aufhören habe ich versucht, es ist nicht Sucht die mich daran hindern. Ich kann dann nur (Achtung ekelig) Tage lang nicht auf die Toilette und nehme xxx Kilo zu...
Ich stehe um halb fünf morgens auf, um mich zu schminken und meine Haare zu machen, damit man nichts sieht... Ich habe alle belogen, meine Familie, meine Therapeutin . Aber ich kann einfach mit niemanden darüber reden. Ich kann nicht mal meinen Geburtstag feiern, weil ich solche Angst habe alleine Hallo zu sagen. Meine Ausrede war: Ist nur 17, das ist nichts Besonderes. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.. Da meine Thearpeutin die Praxis wechselt, bekomme ich bald eine neue, bin glücklicherweise also in drei Monaten, ohne lange Wartezeit dann wieder in Behandlung... Soll ich ihr davon erzählen? Und wie? Meine derzeitige Therapeutin hat mir den neuen Platz sozusagen besorgt, das ist eine ehemalige Kollegen von ihr.. Aber nach drei Jahren damit zu kommen?
Ich weiß nicht, ich habe oft Herzrasen und Panikschübe.. Ich will nicht sterben, ich will es schaffen aber wie?
Ich bin theoretisch eine super Schülerinn, von den schriftlichen Noten her. Ich bringe meine Familie und Freunde (eigentlich kenne ich ne Menge guter Leute, auch von Kliniken) unheimlich zum Lachen. Ich liebe es mich um andere zu kümmern, zu kochen, zu backen, zu tanzen (auch, wenn ich es nicht kann), ich kann andere so gut aufmuntern und sehe das Positive in ihnen. Ich könnte ja, aber es geht nicht, ich stehe alleine auf dem Schulweg Todesangst durch..
Ich habe auch im Moment keine genaues Ziel, ich hasse nur meine Feigheit und mein Gelüge. Ich bin mir sicher, viele Menschen auf der Welt, wären glücklich, in meinem Haus zu leben und die Möglichkeiten zu haben...

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13. Februar 2017 um 11:24

Erstmal vielen Dank für deine Antwort... Ich habe mich irgendwie auch ein bisschen beruhigt seit Gestern. Zu den Medikamenten: Ich bekomme bereits welche, allerdings sind die vor Allem sedierend, das heißt, ich nehme sie um 22 Uhr und schlafe um 22.15 Uhr in der Dusche ein (keine Sorge, nur eine Metapher). In der Therapie selbst reden wir meistens nur über aktuelle Probleme, also Schule, Streit in der Familie und kommen kaum weiter. Sie hätte theoretisch jetzt langsman angefangen, auf lange Sicht ein Therapiekonzept zu enzwickeln, das hat sich aber nun ja fast unerwartet erledigt.. Ich glaube, mein größtes Problem ist, dass ich auf gut Deutsch gesagt "den xxxxx nicht hochbekomme"....
Wo fängt man an? Zuerst einfach drauf los essen bzw. einfach in Menschenmengen stürzen und das Beste hoffen ? Ich schaue viele Youtuber (ich weiß, das kann auch ein Fluch sein), die oft davon erzählen, es ging ihnen lange nicht gut. Die haben angefangen, Sport zu machen, vegan zu werden, Musik zu machen : Einfach Gemacht Eben! Aber wie ist das mit der Motivation und vor Allem dem Mut? Ist da einfach dieser eine Moment, wo  man sagt: Jetzt reicht es, ich ändere jetzt was, komme was wolle? Oder kommt das erst mit der Zeit, wenn man sich schon "durchgekämpft hat"?
Gibt es vielleicht spezielle Foren oder ein Erfahrungsbericht, der davon erzählt?
 

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