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Ich glaube er trinkt wieder..

27. September 2016 um 11:01

Hallo liebe Forumsmitglieder,
Ich habe mich hier angemeldet in der Hoffnung, dass mir vielleicht jemand von euch einen Tipp geben kann wie ich mit meiner derzeitigen Situation ungehen kann.
Diese sieht wie folgt aus:
Mein Partner und ich haben uns in einer für mich sehr schweren Zeit kennengelernt. Er war als Freund ein Jahr lang an meiner Seite ehe daraus eine Beziehung entstand. Doch auch in unserer Beziehung bräuchte ich noch Monate um mich zu erholen und auch da war er immer für mich da. Wobei, ich muss sagen, fast immer. Denn wenn wir feiern gingen oder abends mit Freunden was trinken, dann passierte es gerne mal, dass er etwas mehr trank und mich anschließend ziemlich mies behandelter. Respektlos, Rücksichtslos und sehr gereizt, teilweise aggressiv (in Worten aber nicht durch Gewalt mir gegenüber). Dies passiere im ersten Jahr unserer Beziehung dreimal und jedesmal versprach er mir danach nie mehr so viel zu trinken, ggf ganz darauf zu verzichten weil ich ihm wichtiger sei als jeder Alkohol der Welt. Monate der Abstinenz folgten und ich wähnte mich schon in Sicherheit als es dann wieder anfing, aber nicht ner bloß ein paar mal im Jahr sondern Wochenende für Wochenende. Als ich ihn darauf ansprach brach es plötzlich aus ihm raus, er sagte er wisse das er ein Alkoholproblem habe aber er brauche Hilfe um da wieder rauszukommen. Ich war vollkommen fertig nach dieser Aussage, denn darauf hatte ich gar nicht rausgewollt. Aber dieser Satz, den er mir beinahe ins Gesicht brüllte, blieb hängen. Am nächsten Wochenende betrank er sich wieder.
Als ich ihn danach jedoch nochmal darauf ansprach wurde er sauer und meinte wenn ich ein Problem mit dem bisschen Alkohol die paar mal im Jahr habe könne ich mich ja trennen. Ich war sehr verletzt und zog tatsächlich erscheinst für ein paar Tage wieder zu meinen Eltern. Die waren sehr schockiert darüber was ich Ihnen als Grund nannte denn sie kennen meinen Partner nur als sehr offen, freundlich und hilfsbereit, fürsorglich und "entspannt" (also gar nicht aggressiv).
Eine Woche später trafen wir uns zum Reden in unserer Wohnung und er sagte er finde nicht dass die paar mal wo er mehr trinke so schlimm seien und dass er das nicht für mich ändern würde. Ich war sehr verletzt.. Was hatte sie bitte geändert seit dem letzten Jahr indem er zumindest noch einsichtig war und versprach es zu ändern auch wenn er es nicht tat?
Ich blieb bei meiner Mutter und er und ich redeten viel. Letztlich merkte er schon wie viel auf dem Spiel stand und bot an zumindest in meiner Gegenwart weder zu trinken noch alkoholisiert zu sein. Sprich wenn er woanders schlafe oder ähnliches wolle er schon noch trinken. Ich war zwar nicht vollkommen einverstanden aber ich kam erst einmal zurück. Es lief auch wieder ganz gut in unserer Beziehung aber der Alkohol blieb Streitthema. Denn jetzt begann er eben am Wochenende morgens oder zum Essen mehrere alkoholfreie Biere zu trinken, die Menge machte mich stutzig. Ein falscher Blick dabei von mir und es eskalierte erneut. Ich sagte ihm dass ich mir einfach nur Sorgen mache wegen seiner Aussage dass er ein Alkoholiker sei und er sagte mir dass er das damals lediglich gesagt habe damit ich endlich still sei. Das war wie ein Schlag in die Fresse für mich, entschuldigt dein Ausdruck. Er rastete beinahe aus warf ein Glas quer durch den Raum und fragte was ich denn noch alles verlangen würde bis ich endlich zufrieden sei. Ich sagte ihm dass ich einfach befürchte dass er auch nach monatelanger "Abstinenz " irgendwann wieder anfangen würde zu trinken und mich so zu behandeln. Er fand ich würde total übertrieben und es folgten wieder Tage des Streits. Als dann ein ihm nahestandest Familienmitglied starb und ich alles tat um für ihn da zu sein kam dann plötzlich die Einsicht bei ihm. Er versprach nichts mehr zu trinken sondern mich so zu behandeln wie ich es verdient hätte. Seitdem folgten sein Geburtstag bei dem er auf der Arbeit natürlich ausgerechnet Bier ausgeben musste, obwohl er in den Jahren zuvor immer nur Kuchen oder Süßkram ausgegeben hatte, eine Betriebsfeier und ein Grillen vom Betrieb. Jedesmal war ihm danach anzumerken dass er getrunken hatte auch wenn er sich bemühte dass zu verbergen indem er zum Beispiel statt mich zu begrüßen direkt duschen und Zähne putzen ging. Ich habe Angst ihn darauf anzusprechen denn er wird mir das ja sicherlich nicht einfach so bestätigen. Als ich dann am Tag nach der Betriebsfeier wo er erst um vier Uhr nachts Heim kam sagte dass ich ihn liebe meinte er "obwohl ich ein hoffnungsloser Trinker bin?" Doch auf Nachfrage meinte er das sei nur ein Witz gewesen.. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wie soll ich noch damit umgehen? Ich liebe ihn und er war in der schlimmsten Zeit meines Lebens als selbst meine Eltern mir nicht halfen für mich da und ich will ihn nicht verlassen. So wie es jetzt ist kann ich zwar damit leben aber ich habe ständig die Angst in mir, dass er irgendwann, morgen, nächste Woche oder nächstes Jahr wieder so viel trinken wird (das beginnt übrigens ab dem zweiten Bier spätestens) dass er mich mies behandelt. Auch Freunde von mir die ihn so erlebten sagten mir anschließend sie hätten Angst vor ihm gehabt.
Und noch als kurze Ergänzung: sein Vater ist trockener Alkoholiker der früher jeden Tag betrunken war. Deshalb ist mein Partner der Ansicht jemand der "nur " jedes Wochenende trinkt oder quartalsweise im Jahr hätte kein Alkoholproblem.
Vielleicht habt ihr ja Rat für mich.
Danke an alle die sich meinen Text bis zum Ende durchgelesen haben!
Danke!

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27. September 2016 um 11:01

Hallo liebe Forumsmitglieder,
Ich habe mich hier angemeldet in der Hoffnung, dass mir vielleicht jemand von euch einen Tipp geben kann wie ich mit meiner derzeitigen Situation ungehen kann.
Diese sieht wie folgt aus:
Mein Partner und ich haben uns in einer für mich sehr schweren Zeit kennengelernt. Er war als Freund ein Jahr lang an meiner Seite ehe daraus eine Beziehung entstand. Doch auch in unserer Beziehung bräuchte ich noch Monate um mich zu erholen und auch da war er immer für mich da. Wobei, ich muss sagen, fast immer. Denn wenn wir feiern gingen oder abends mit Freunden was trinken, dann passierte es gerne mal, dass er etwas mehr trank und mich anschließend ziemlich mies behandelter. Respektlos, Rücksichtslos und sehr gereizt, teilweise aggressiv (in Worten aber nicht durch Gewalt mir gegenüber). Dies passiere im ersten Jahr unserer Beziehung dreimal und jedesmal versprach er mir danach nie mehr so viel zu trinken, ggf ganz darauf zu verzichten weil ich ihm wichtiger sei als jeder Alkohol der Welt. Monate der Abstinenz folgten und ich wähnte mich schon in Sicherheit als es dann wieder anfing, aber nicht ner bloß ein paar mal im Jahr sondern Wochenende für Wochenende. Als ich ihn darauf ansprach brach es plötzlich aus ihm raus, er sagte er wisse das er ein Alkoholproblem habe aber er brauche Hilfe um da wieder rauszukommen. Ich war vollkommen fertig nach dieser Aussage, denn darauf hatte ich gar nicht rausgewollt. Aber dieser Satz, den er mir beinahe ins Gesicht brüllte, blieb hängen. Am nächsten Wochenende betrank er sich wieder.
Als ich ihn danach jedoch nochmal darauf ansprach wurde er sauer und meinte wenn ich ein Problem mit dem bisschen Alkohol die paar mal im Jahr habe könne ich mich ja trennen. Ich war sehr verletzt und zog tatsächlich erscheinst für ein paar Tage wieder zu meinen Eltern. Die waren sehr schockiert darüber was ich Ihnen als Grund nannte denn sie kennen meinen Partner nur als sehr offen, freundlich und hilfsbereit, fürsorglich und "entspannt" (also gar nicht aggressiv).
Eine Woche später trafen wir uns zum Reden in unserer Wohnung und er sagte er finde nicht dass die paar mal wo er mehr trinke so schlimm seien und dass er das nicht für mich ändern würde. Ich war sehr verletzt.. Was hatte sie bitte geändert seit dem letzten Jahr indem er zumindest noch einsichtig war und versprach es zu ändern auch wenn er es nicht tat?
Ich blieb bei meiner Mutter und er und ich redeten viel. Letztlich merkte er schon wie viel auf dem Spiel stand und bot an zumindest in meiner Gegenwart weder zu trinken noch alkoholisiert zu sein. Sprich wenn er woanders schlafe oder ähnliches wolle er schon noch trinken. Ich war zwar nicht vollkommen einverstanden aber ich kam erst einmal zurück. Es lief auch wieder ganz gut in unserer Beziehung aber der Alkohol blieb Streitthema. Denn jetzt begann er eben am Wochenende morgens oder zum Essen mehrere alkoholfreie Biere zu trinken, die Menge machte mich stutzig. Ein falscher Blick dabei von mir und es eskalierte erneut. Ich sagte ihm dass ich mir einfach nur Sorgen mache wegen seiner Aussage dass er ein Alkoholiker sei und er sagte mir dass er das damals lediglich gesagt habe damit ich endlich still sei. Das war wie ein Schlag in die Fresse für mich, entschuldigt dein Ausdruck. Er rastete beinahe aus warf ein Glas quer durch den Raum und fragte was ich denn noch alles verlangen würde bis ich endlich zufrieden sei. Ich sagte ihm dass ich einfach befürchte dass er auch nach monatelanger "Abstinenz " irgendwann wieder anfangen würde zu trinken und mich so zu behandeln. Er fand ich würde total übertrieben und es folgten wieder Tage des Streits. Als dann ein ihm nahestandest Familienmitglied starb und ich alles tat um für ihn da zu sein kam dann plötzlich die Einsicht bei ihm. Er versprach nichts mehr zu trinken sondern mich so zu behandeln wie ich es verdient hätte. Seitdem folgten sein Geburtstag bei dem er auf der Arbeit natürlich ausgerechnet Bier ausgeben musste, obwohl er in den Jahren zuvor immer nur Kuchen oder Süßkram ausgegeben hatte, eine Betriebsfeier und ein Grillen vom Betrieb. Jedesmal war ihm danach anzumerken dass er getrunken hatte auch wenn er sich bemühte dass zu verbergen indem er zum Beispiel statt mich zu begrüßen direkt duschen und Zähne putzen ging. Ich habe Angst ihn darauf anzusprechen denn er wird mir das ja sicherlich nicht einfach so bestätigen. Als ich dann am Tag nach der Betriebsfeier wo er erst um vier Uhr nachts Heim kam sagte dass ich ihn liebe meinte er "obwohl ich ein hoffnungsloser Trinker bin?" Doch auf Nachfrage meinte er das sei nur ein Witz gewesen.. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wie soll ich noch damit umgehen? Ich liebe ihn und er war in der schlimmsten Zeit meines Lebens als selbst meine Eltern mir nicht halfen für mich da und ich will ihn nicht verlassen. So wie es jetzt ist kann ich zwar damit leben aber ich habe ständig die Angst in mir, dass er irgendwann, morgen, nächste Woche oder nächstes Jahr wieder so viel trinken wird (das beginnt übrigens ab dem zweiten Bier spätestens) dass er mich mies behandelt. Auch Freunde von mir die ihn so erlebten sagten mir anschließend sie hätten Angst vor ihm gehabt.
Und noch als kurze Ergänzung: sein Vater ist trockener Alkoholiker der früher jeden Tag betrunken war. Deshalb ist mein Partner der Ansicht jemand der "nur " jedes Wochenende trinkt oder quartalsweise im Jahr hätte kein Alkoholproblem.
Vielleicht habt ihr ja Rat für mich.
Danke an alle die sich meinen Text bis zum Ende durchgelesen haben!
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