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Ich gebe auf - Es ist so sinnlos

11. August 2011 um 19:55

Jeder Tag diesen Kampf, jeder Tag diese Hoffnung und den Glaube daran dass ich es schaffe kann aber schlussendlich doch immer die Enttäuschung dass ich einfach zu schwach und zu unfähig bin. Ich habe gerade einen solchen Hass auf mich selbst (!!!) dass ich es gar nicht in Worte fassen kann! Ich will dass nichts mehr. Ich will diese FA nicht mehr. Ich will MICH nicht mehr.

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11. August 2011 um 20:09


Hallo Sehnsucht,
sinnlos ist es nie - das gleich mal am Anfang.
Und aufgeben ist auch nicht drin! Du schaffst das. Wir alle schaffen das!
Kann es sein, dass du dich schon zu Beginn des Tages so sehr auf den Gedanken konzentrierst, ja keinen FA zu haben, dass der gesamte Tag eine Qual wird?
Vielleicht könnte das der Grund sein, warum du dann immer auch WIRKLICH schlussendlich einen FA bekommst. Weil du dich zu sehr unter Druck setzt. Wenn du damit vielleicht aufhören würdest ( ich weiß, das ist schwer und viel viel leichter gesagt als getan ) und "lockerer, entspannter" in den Tag starten würdest - dann wäre das Risiko auf einen FA vielleicht nicht ganz so groß...

Ich stelle hier jetzt einfach mal Vermutungen an, weil du sehr wenig geschrieben hast.
Aber wie gesagt: nicht aufgeben! Weiterkämpfen, immer weiter.
Ich bin momentan auch gerade dabei. Bei mir gehts es darum, mir wieder ein gesundes Essvehralten anzugewöhnen. ich kämpfe momentan darum, einen Apfel und ein Brot am Tag essen zu können, ohne mir große Gedanken darüber zu machen.
Es ging einiges schief in dieser Woche und ich habs auch nicht jeden Tag geschafft.
Aber: am Montag fängt ne neue Woche an und dann starte ich wieder durch und versuche es noch einmal.
Wir dürfen nur nicht aufgeben!

Viele Grüße
Judith

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11. August 2011 um 20:12

Sinnlos
ist es erst dann, wenn es nichts mehr gibt!
Aber du hast so viel...du hast dein ganzes Leben, du hast dich und du hast Intensionen, Vorstellungen, Träume, die in dir schlummern.
Du musst sie wieder erwecken, aus den Tiefen deiner Seele hervor holen.

Was willst du vom Leben?
Du rennst etwas hinterher, was du nicht bist, was dich niemals glücklich machen kann.
Versuch niemals ein anderer zu sein als du bist!
Durch diese ganzen Gedanken ums Essen, verlierst du und kannst niemals gewinnen-kein Wunder, dass du jetzt an diesem Punkt der Sinnlosigkeit bist.

Das musst du dir bewusst machen, dass genau dieser Weg der Falsche ist.
Das ist nicht dein Weg, der dich in eine zufriedene und positive Zukunft bringen wird.
Es ist ein zerstörerischer Weg, ein Weg in Düsternis und Lethargie.

Ich weiß, dass du glücklich sein willst, dass du solch eine Sehnsucht danach hast und du hast Durst danach, du bist innerlich ausgetrocknet, so wie ganz viele andere hier...
Allein bist du nicht mit deinen Gefühlen!

Ergreif jetzt die Chance und ruh dich nicht in diesem Gefühl aus.
Sei dir Wert gesund zu werden, sei dir Wert dich wieder leben zu können!
Geh einen anderen Weg, hol dir professionelle Hilfe.
Tu jetzt etwas, denn du siehst ja selbst, dass es nicht mehr so weiter gehen kann.

Du schaffst alles, was du aus ganzem Herzen willst.
Kein anderer kann es für dich tun, weil es DEIN Leben ist!

Alles Liebe, Susi

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11. August 2011 um 20:26

Leere füllen!?
Danke für deine Worte, tut mir Leid irgendwie fühle ich mich im Moment gar nicht fähig zu schreiben, zu erklären oder auch nur ansatzweisse zu begreiffen was überhaupt gerade passiert in oder mit meinem Leben. Diese FA sie kammen vor ein paar Wochen, einfach so ohne Vorwahrnung. Und sie gehen nicht mehr weg, ich tu was ich kann aber ich werde sie nicht los. Meine Gedanken kreissen nur noch, und aussschliesslich nur noch um das Essen. Ich empfinde so eine grosse Leere in mir die ich zu füllen versuche, die aber durch alles was ich esse nur noch grösser wird. Mit den FA kam auch meine schlechte Stimmung die nicht zu durchbrechen ist. Oder vielmehr die Angst. Ich stecke gerade in einer emotinal ziemlich anstrengenden Situation, welche mich zwar glücklich macht aber mir dennoch sehr viel Energie raubt und mich emotinal sehr belastet. Dazu kommt dass ich mit niemandem darüber reden kann, zumindest nicht in meiner Näheren Umgebung weil es die Situation noch belastender machen würde. Und eigentlich will ich es mir auch gar nicht eingestehen dass ich es nicht schaffe damit umzuegehen aber irgendwoher müssen diese FA ja kommen, welche mich wirklich in den Wahnsinn treiben und dazu führen dass ich einfach nur noch will das es aufhört. Das ich aufhöre...

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11. August 2011 um 23:11

Ich kann dich so gut verstehen...
...aber aufgeben, daran darfst du garnicht denken. Denn wenn wir aufgeben, dann hat die kranke Seite in uns gesiegt und das wollen wir ihr doch wohl nicht gönnen .
Als ich deinen Text gelesen hab, dachte ich der wäre von mir...ich kann mich so gut in dich hineinversetzen, weil ich diese FAs inzwischen eigentlich fast jeden Abend habe und jeden neuen Tag den Kampf wieder dagegen aufzunehmen versuche ohne das es wirklich besser wird. Aber du bist nicht allein und wenn wir uns hier gegenseitig unterstützen wird es auch irgendwann wieder besser werden. Wir dürfen nur den Glauben niemals verlieren. Und denke mal drüber nach was Patchsu dir dazu geschrieben hat, ich finde besser hätte man es nicht formulieren können
Versuche jetzt gut zu dir zu sein und dem Selbsthass keine Chance zu geben, du bist es wert.

Liebe Grüße
Kerstin

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12. August 2011 um 13:57

Okay, nicht aufgeben....aber was dann?
ihr habt mich mit euren lieben Worte und guten Argumenten davon überzeugt gegen das Kranke anzukämpfen und für dem Gesunden nochmals eine chance zu geben. Danke. Die Frage ist nun aber wie?

Eigentlich gehöre ich zu den Personen die sich sehr rasch in professionelle Hände begeben, weil ich davon überzeugt bin dass man sich oft einfach nicht eigenständig aus einer solchen Lage herausziehen kann. Zudem bin ich unbeirrt darin dass man sobald man eine Verbindung mit jemandem eingeht, der es wirklich versteht, denn ersten Schritt aus der Krankheit zurück ins Leben macht. Und genau deshalb bin ich vor einem guten Jahr eine Verbindung mit dem Oberarzt der Klinik in welcher ich unter anderem auch arbeite, eingegangen.

Dieses Zusammentreffen hätte mich eigentlich in Verzweiflung stürzen sollen, und hat es mich jetzt ja auch, aber damals war es im wahrsten Sinne des Wortes meine Rettung. Ich litt unter straken Depressionen und hatte bereits alle Pillen abgezählt, nachdem ich im Internet die Anzahl der tödlichen Dosis nachgeschlagen habe. Ich verdreifachte die Anzahl. Als ich 14h später aufwachte verspürte ich ein Entsetzen. Ich war schockiert. Nicht einmal der Tod konnte mir noch helfen. Nicht einmal er wollte mich. Ich sagte niemandem etwas davon. Es ging niemanden etwas an. Und zudem schämte ich mich. Nicht dafür dass ich streben wollte, sondern dafür dass ich nicht fähig dazu war

Ich war zu dieser Zeit schon zu krank um die Arme nach Hilfe auszustrecken aber er hatte mich überlaut gehört und gesehen und war der Überzeugung eine Möglichkeit zu besitzen mich ins Leben zurück zu führen, mir bewusst zu machen dass es sich absolut lohnt dieses Leben und dass es wichtig ist mich darin zu wissen. Jedenfalls war unser Kontakt so etwas wie eine therapeutische Beziehung, also nicht auf gleicher Ebene, sondern in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis, wie das immer bei therapeutischen Beziehungen der Fall ist. Und selbst wenn es von mir so etwas wie Verlangen nach Nähe gab, so liess ich keinen Gedanken zu, dass es in seiner Position aufgenommen und erwidert werden könnte. Trotzdem ich kam nicht voran. Ich wurde immer suizidaler und die Medikamente zeigten keine Wirkung.

Mein ,,Arzt wusste dass ich mich keinesfalls auf eine stationäre Behandlung einlassen werde, da ich erst ein paar Monate zuvor aus einer dieser Institutionen entlassen wurde. Jedenfalls sah er an diesem Tag, meines Suizidversuches, keine andere Möglichkeit mehr (sagte er mir später), als die therapeutische Ebene zu verlassen und mich auf eine andere Art und Weise ins Leben zurückzuführen. Und obwohl die äusseren Umstände allesamt dagegen sprachen, für das was wir taten, war er überzeugt davon, dass man die äusseren Umstände in seltenen Fällen auch zu Gutem ausser Acht lassen muss, wenn man die Verantwortung für das Handeln am Anderen wahrnehmen will. Dass das Leben sonst eine Aneinanderreihung nicht gelebter Chancen und Möglichkeiten, gesellschaftskonform, aber selten sinnhaft ist.

Mein Problem ist jetzt glaub, und dass vielleicht auch das was ich mit der ESS zu kompensieren versuche, dass ich Angst davor habe mein Glück an ihm festzumachen. Denn weil er mir die letzten Monate so viel an Stabilität gab, fand ich die Kraft ganz viele Dinge in meinem Leben zu verändern; mich von meinem Mann zu trennen, umzuziehen, mich neue Herausforderungen im Job zu stellen usw. Dass es gut war diese Veränderungen zuzulassen, diese Entscheidungen zu treffen davon bin ich überzeugt, aber ich weiss auch dass ich sie im Moment nur zu meistern weiss weil ich ihn in meinem Leben wissen darf. Deswegen die Angst dass wenn ich ihn verlieren würde damit auch mich wieder verlieren würde. Versteht mich nicht falsch, ich würde ihn nie für das Glück und Unglück meines Lebens verantwortlich machen, denn ich bleibe weiter selbst für mein Leben und mein Glück verantwortlich. Und ich würde mich auch bemühen, dass mir das aufgeht, was ich benötige, um mein Leben alleine zu meistern, aber die Zweifel bleiben.

Ich spreche natürlich mit ihm über diese Ängste und er ist sich meiner momentanen Abhängigkeit ihm gegenüber absolut bewusst, weiss auch das mein Leben sozusagen gerade in seinen Händen liegt. Er nimmt mich absolut ernst und versteht meine Ängste und gibt mir immer wieder zum Verstehen dass er nie einfach aus meinem Leben verschwinden wird sondern mir immer erhalten bleiben wird. Und dass nicht nur weil ich ihn im Moment so brauche sondern weil er mich über alles liebe und als er damals die Entscheidung getroffen hätte diese Verbindung mit mir einzugehen nicht nur zu mir sondern auch zu den Konsequenzen ja gesagt hätte... Ich vertraue ihm, ich liebe ihn, weiss dass er mich liebt aber ich will verdammt nochmals ein Leben aubauen dass auf meinen eigenen Säulen steht!!! Kann doch nicht so schwer sein, od!?

Ich denke mit der ESS kontrolle auszuüben zu versuchen, weil ich sie in den anderen Lebensbereichen abgegeben habe.

Und wenn es so etwas wie völlige, umfassende Dankbarkeit für andere Menschen gibt, dann empfinde ich diesen für euch und denn Mut den ihr mir macht!

Sehnsucht91

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13. August 2011 um 10:32

Endlich mal ein Erfolgserlebnis!
So, Gestern habe ich es doch tatsächlich geschafft, seit mehreren Wochen, keiner FA zu verfallen. Wie es dazu kam? Ganz einfach, ich habe meinen ganzen Tag vollgeplant mit irgendwelchen Terminen, Freunde treffen, Shoppen, Buchvernisagen, Therater usw. Meine Alternative zum Essen war also Geld ausgeben =) Egal, weil ich Gestern dieses Erfolgserlebniss hatte bin ich heute umso motivierter weiterzumachen mit dem ,,gesund - werden''

Hab euch lieb, und startet gut in den Tag <3

Sehnsucht91

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13. August 2011 um 13:09

Liebe Doriane
Nein, ich hatte zuvor noch keine ESS. Deshalb denke ich dass sie mit der ,,Beziehung'' mit ihm, heringeht. Begonnen hat meine ESS ja mit einer langen Hungerphase, über mehrere Monate hinweg und damals hatten wir noch kein verhätniss miteinander sondern er war einfach mein Arzt zu welchen Sprechstundenterminen ich regelmässig gieng. Vielleicht begann ich im Unterbewusstsein deshalb zu hungern damit er mich erhalten bleibt, weil ich ansonsten psychisch wieder stabiler wurde und Angst hatte seine Führsorglichkeit zu verlieren. Das ist aber nur eine Vermutung und mitlerweillen weiss ich ja dass er mir auch wenn es mir gut geht erhalten ist, und dass sogar noch lieber weil er natürlich glücklich ist wenn ich es bin. Deshalb verstehe ich umso weniger weshalb ich mich jetzt nicht da rausziehen kann und einfach ,,normal'' sein - obwohl ja normal ziemlich relativ ist. Aber ja ich denke auch, je mehr man sein Leben mit anderen Dingen auzufüllen weiss, desto mehr verschwinden die Gedanken ums Essen und vorallem ums nicht essen. Ich glaube auch dass es einfacher wird sobald einmal die ersten paar Tage ohne FA geschafft sind. Heute ist mein zweiter Tag an dem ich dieses Zeil zu erreichen versuche. Es fällt mir relativ einfach einen Tag gar nichts zu essen und das Risiko in einen FA zu kommen ist deutlich grösser wenn ich versuche einfach normal zu essen, aber kann irgendwie wäre das Ziel ja schon regelmässig zu essen. Deshalb habe ich heute normal gefrühstückt und zu Mittag gegessen und hoffe dass mir aufgeht was ich mir von diesem Tag erhoffe. Hergott warum ist das bloss so schwer - ist doch nur Essen...!?

Sehnsucht91

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