Home / Forum / Fit & Gesund / Ich funktioniere nur noch!

Ich funktioniere nur noch!

7. November 2008 um 7:38

Ich weiß gar nicht wie ich euch das beschreiben soll...
Essen.Was ist das?Lebenswichtig,ja,ich weiß.Und ich habe mich auch gebessert.Glaube ich.Bis auf gestern und vorgestern.Der Auslöser war Schokolade nach dem Mittagessen.Also musste alles wieder raus.Aber am Montag habe ich sogar Falafel gegessen und es drin behalten!Ja.Ich.Die vor gar nicht all zu langer Zeit noch ALLES ausgekotzt hat was nur ging.Aber ich fühle irgendwie nichts mehr.Nichts.Gar nichts.Ich bin nach dem Kotzen nicht enttäuscht,mache normal weiter, bin irgendwie von allem genervt,kann das aber nicht weiter beschreiben,stehe morgens auf,gehe arbeiten,fahre nach Hause,gehe einkaufen,gehe schlafen,gehe arbeiten...Und irgendwie, seitdem ich mich dran halten muss,habe ich das Gefühl, dass sich mein gesamter Tag nur noch ums Essen dreht.Frühstücken.Zwischenmahl zeit.Mittagessen usw...
Oh mann,das hat ja alles überhaupt keinen Zusammenhang hier!Aber so ungefähr sieht es auch in meinem Kopf aus.Vielleicht versteht mich ja jemand,der sich das hier antut...
Tut mir leid für diesen Beitrag,aber irgendwie raste ich bald aus.Scheiß Essstörung!

Mehr lesen

7. November 2008 um 11:18

...
Ich denke, das mit Abstand größte Problem bei Essstörung ist eben die unnterbrochene Beschäftigung mit Essen. Ganz ehrlich: Das Kotzen macht mir nichts aus. Ich bin seit meiner Kindheit essgestört. Auch die höhen Geldausgaben mit Essen von Zeit zu Zeit kann ich zurückstecken. Im Ganzen lebe ich gut mit meinem Problem, ein Diabetiker oder ein Dialyse-Patient hat es sicherlich nicht leichter als ich. Lebensqualität mit chronischer Störung ist eben so. Aber das ständige Denken an Essen ist unerträglich, man hat manchmal wirklich den Eindruck, das Leben ist darauf beschränkt.

Wenn ich in solche Phase gerate, handele ich ganz gezielt und diszipliniert entgegen. Ich versuche mich ganz konsequent abzulenken. Es klappt nicht immer, aber es ist immer noch das Beste.

Kurz: Du bist nicht allein mit deinem "Schicksal".

Stella

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2008 um 11:58
In Antwort auf ella_12488895

...
Ich denke, das mit Abstand größte Problem bei Essstörung ist eben die unnterbrochene Beschäftigung mit Essen. Ganz ehrlich: Das Kotzen macht mir nichts aus. Ich bin seit meiner Kindheit essgestört. Auch die höhen Geldausgaben mit Essen von Zeit zu Zeit kann ich zurückstecken. Im Ganzen lebe ich gut mit meinem Problem, ein Diabetiker oder ein Dialyse-Patient hat es sicherlich nicht leichter als ich. Lebensqualität mit chronischer Störung ist eben so. Aber das ständige Denken an Essen ist unerträglich, man hat manchmal wirklich den Eindruck, das Leben ist darauf beschränkt.

Wenn ich in solche Phase gerate, handele ich ganz gezielt und diszipliniert entgegen. Ich versuche mich ganz konsequent abzulenken. Es klappt nicht immer, aber es ist immer noch das Beste.

Kurz: Du bist nicht allein mit deinem "Schicksal".

Stella

Nicht schön...
...aber es ist schön zu wissen,dass man nicht ganz alleine ist.Manchmal habe ich das Gefühl, ich drehe durch und niemand,wirklich NIEMAND kann und würde mich verstehen...Und auch der Gedanke ist schwer zu ertragen...
Seit deiner Kindheit essgestört?Darf ich fragen wie sich das geäußert hat?Ist ja schon krass...

Weiterhin alles Gute

Bambi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

7. November 2008 um 14:41
In Antwort auf bambi875

Nicht schön...
...aber es ist schön zu wissen,dass man nicht ganz alleine ist.Manchmal habe ich das Gefühl, ich drehe durch und niemand,wirklich NIEMAND kann und würde mich verstehen...Und auch der Gedanke ist schwer zu ertragen...
Seit deiner Kindheit essgestört?Darf ich fragen wie sich das geäußert hat?Ist ja schon krass...

Weiterhin alles Gute

Bambi

Nichts Großartiges...
... ich hatte mehrere sehr, sehr dicke Tanten väterlicher Seite (alle wogen weit mehr als 100 Kg) und dadurch immer eine sehr große Angst, wie sie zu werden. Eines Tages in einem Familienfeier habe ich etwas gegessen (ein Kuchenstück, glaube ich) und eine meiner Tanten sagte, ich wäre - was Essvorlieben betrifft - wie eine andere bestimmte Tante. Ich habe um mich herum geguckt und als keiner auf mich aufmerksam war, bin ich ins Badezimmer gegangen und alles gekotzt. Ich war 8 J.a. Ich mache aber kein Theater daraus. Ich nehme die Anorexie wie jede andere chronische Störung. Besser Anorexie als Diabetis, Nierendisfunktion, Mucovizidose... Es gibt viel schwere Schicksale als ES und daher halte ich mich in ES-Foren i.d.R. zurück.

Stella

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Noch mehr Inspiration?
pinterest