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Ich bin verwirrt und ich weiß nicht ob ich Hilfe brauche

1. September 2016 um 10:10 Letzte Antwort: 1. September 2016 um 11:21

Hallo ihr Lieben,

ich bin etwas verwirrt und weiß nicht so genau an wen ich mich wenden kann und ob ich überhaupt richtig bin.
Viele Bekannte und meine Familie denken, dass ich eine ES hätte und reden dauernd auf mich ein. Ich kann das aber nicht so ganz verstehen,
weil ich denke, dass ich keine hab. Aber nachdem ich hier ein bisschen gelesen habe bin ich nun komplett verunsichert.
Vielleicht kann mir jemand helfen, ich freue mich auf jedenfall über jede Antwort die ich bekommen kann. Privat kann und möchte ich mit niemandem über dieses Thema sprechen. Was mich am meisten verärgert ist, dass meine Kollegen in der Arbeit sich bereits an meine Mutter gewandt...

Vielleicht erstmal ein paar Daten zu meiner Person. Ich bin 25 Jahre alt, 166 cm groß und wiege 53 kg und habe einen BMI von 19,2, bin also Normalgewichtig. Ich habe innerhalb von einem dreiviertel Jahr xy Kilo abgenommen. Erst war es sehr schwierig, weil ich mich schon immer mit meinem Gewicht und meiner Figur unwohlfühle. In den Spiegel schaue ich auch sehr ungern. Ich weiß auch nicht mehr wann es anegfangen hat, dass ich mein Selbstbewusstsein verloren habe, aber gut so ist es nun mal.
Ich habe Phasen, da kann ich schlecht aufhören zu essen, vor allem Abends. Tagsüber kann ich mich dann gut zusammenreißen, und wenig essen, aber Abends überkommt es mich dann. Dann gibt es Phasen (wie momentan), da achte ich penibel darauf was ich esse und wie viel ich esse. Wenn auf der Waage nicht die erwünschte Kilozahl zu sehen ist (was eigentlich immer der Fall ist), bekomme ich innerlich immer einen Nervenzusammenbruch und möchte mich am liebsten ins Bett legen und weinen. Ich finde mich auch mit meinem derzeitigen Gewicht immer noch zu dick. Ich wiege mich immer zwei bis dreimal täglich. Ich fühle mich immer schlecht, wenn ich etwas esse und am liebsten wäre es mir, wenn ich nie in die Situation kommen würde mit anderen gemeinsam zu essen, was vor allem in der Arbeit ein Problem ist.

Meine Mutter meint ich wäre so komisch geworden, ich würde keinen Spaß mehr haben und nicht mehr lachen, was mir selbst nicht so auffällt. Womit Sie (leider) Recht hat ist, dass ich mich aus meinem Sozialenumfeld komplett zurück gezogen habe. Am liebste bin ich daheim (mit meinem Freund). Ausflüge oder Treffen mit vielen Menschen "ertrage" ich momentan nicht so gut.

Jetzt ist meine Frage, könnte es tatsächlich sein, dass ich eine ES habe? Ich habe mit einer ES immer extrem dünne Mädchen verbunden, und da ich ja ein Normalgewicht habe, habe ich darüber auch nie nachgedacht. Ich schätze mich eher als figurbewusst ein. Kann es tatsächlich sein, dass ich eine ES trotz Normalgewicht habe?

Vielen Dank jetzt schon für eure Antworten und Hilfe!

Liebe Grüße,
Larifari251

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1. September 2016 um 11:02

Gute selbstreflektierung
erstens mal finde ich es klasse das du so detailliert formulierst was sich verändert hat und das auch grösstenteils selber siehst. ich glaube bei dir ist es tatsächlich der beginn einer essstörung. diese könnte sich weiter entwickeln wenn du nicht auf dich achtest und dir jetz schon hilfe suchst. weisst du eine essstörung beginnt immer im kopf und nicht auf der waage.
wenn ich dich wäre würde ich offen mit deiner mutter und deinem freund darüber reden und evtl. eine ambulante therapie beginnen. in eine klinik musst du an diesem punkt noch nicht denke ich, aber psychologische unterstützung würde ich dir schon empfehlen. und das du jetz damit anfängst einzusehen das du üüüüüüberhaupt nicht dick bist! du brauchst dich für garnichts zu schämen, schongarnicht fürs essen. das ist unser lebenselixir. du musst einfach lernen wieder auf deinen körper zu hören und der wird dir bestimmt sagen das du auf garkeinen fall weniger essen sollst als du brauchst. abnehmen musst du ganz und garnicht. ich hoffe diese worte kommen bei dir an, denn oft glauben ES betroffene diese garnicht mehr. einfach so von frau zu frau, deine masse sind absolut perfekt, da musst du dir nicht im geringsten sorgen machen und makel suchen. geniesse dein leben und das gute essen, habe freude daran.
ich hoffe du bist nicht schon zutief in diesem teufelskreis, denn wenn du einmal drin bist geht es rasant bergab mit deiner gesundheit und deinem bezug zum körper. ich wünsche dir alles alles gute und hoffe du findest jemanden mit dem du reden kannst und der dir hilft!

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1. September 2016 um 11:21

Liebe Lari,
ich gebe Butterfly erstmal recht.
Und ich wollte noch dazu sagen das man im Normalgewicht auch eine Essstörung haben kann, es hängt nicht mit dem Gewicht zusammen. Das essen ist nur ein Sypmtom nur etwas das dich an etwas anderes denken lässt anstatt die Probleme dahinter zu sehen.

Ich würde dir auch vorschlagen eine Therapie zu beginnen und ja klingt schon nach ES.

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