Home / Forum / Fit & Gesund / Ich bin sprachlos

Ich bin sprachlos

28. Juli 2014 um 13:58

Hallo ihr..
Ich möchte (grade nach dem ganzen Stress in der letzten Zeit) eigentlich keinen neuen Streit losbrechen, aber ich möchte trotzdem etwas loswerden, was mich zutiefst trifft und stark verletzt hat.. Ich habe eine Nachricht von einer nicht allzu aktiven Nutzerin bekommen in der sinngemäß stand, dass ich nicht rumjammern solle und ich mir die ES einbilde, da mein Gewicht ja im normalen Rahmen liegt
(Die Nachricht ist eine Woche alt, also passend zu der Essensvorschlagssuche meinerseits...)

Ich werde hier keinen Namen oder so nennen, aber ich bin einfach so erschrocken über diese Nachricht, denn ja, ich bin 1,72m groß und wiege ~69kg, also oberes NG.. Als ich mich hier angemeldet habe habe ich noch ~10kg mehr gewogen.. und drei Monate davor noch 20 kg mehr... na und? Ja, ein starkes UG ist natürlich bedrohlicher als oberes NG (bzw damals sogar (unteres) ÜG), aber macht es die ES weniger bedrohlich? In meinen Augen nicht..
Denn auch wenn ich im oberen NG bin ist die Tendenz sinkend, ich nehme nur 500 - 800 kcal zu mir, mache jeden Tag Sport und gehe zusätzlich jeden Tag zwei - drei Stunden spazieren.. Diese besagten 10kg sind seit Juni verschwunden, davor hatte ich mein Gewicht/ mein Essverhalten mehr oder weniger im Griff.. Es wird jeden Tag schlimmer, ich werde jeden Tag depressiver, ziehe mich immer mehr zurück... Ich weiß ja, dass es schi*e ist, zu hungern, aber naja...

Ich bin grade einfach so wütend, dass mir jemand sowas schreibt, ohne mich oder meine Situation wirklich zu kennen...

Entschuldigt bitte, dass ich das hier schreibe, aber vielleicht könnt ihr verstehen, warum ich es hier veröffentliche...

Einen lieben und sehr traurigen Gruß
Choco

Mehr lesen

28. Juli 2014 um 15:51

Liebe Choco,
natürlich macht ein Normalgewicht eine Essstörung nicht weniger bedrohlich! Ich liege auch im Normalgewicht und mache mir meinen Körper trotzdem durch die ES leider ziemlich kaputt, was ich auch relativ deutlich im Alltag spüre. Mal ganz davon abgesehen, dass das Leben durch eine ES arg an Lebensqualität verliert, unabhängig davon, wie das Gewicht ist. Was eine Essstörung charakterisiert, sind die Gedanken, nicht das Gewicht. Und es kann einem auch bei Normalgewicht richtig daneben gehen, das steht außer Frage, sowohl körperlich als auch psychisch.
Rede Dir die Essstörung durch die Nachricht, die Du bekommen hast, nicht klein, Du für Dich scheinst zu wissen, dass sie ein enst zu nehmendes Problem ist, das in Angriff genommen werden sollte, und das ist gut so!

Liebe Grüße und viel Kraft für einen Weg der Gesundung,
Alina

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Juli 2014 um 17:27

Hey
Auch ich habe vom leichten Übergewicht ins mittlerweile leichte Untergewicht abgenommen. Egal ob UG oder NG. Deine Einstellung, Lebensweise, deine Gedanken und Gefühle sind das was die Essstörung ausmachen. Und nicht eine Zahl auf der Waage. Das haben mir hier alle bewiesen und meine Psychiaterin hat mir das auch so gesagt. Lass dich nicht von so einem dummen Kommentar unterkriegen. Versuch weiter die Essstörung zu bekämpfen. Du selbst hast die Erkenntnis gewonnen und das ist das wichtigste.
Es kennt dich keiner persönlich, oder hat eine Ahnung von deinem Leben, also darf auch keiner dir so eine Unterstellung bringen.
Kopf hoch und ärger dich nicht
Bergsteigerin

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Juli 2014 um 20:10

Denk nich drüber nach!!
Wer auch immer das geschrieben hat, ist ahnungslos! Eine Esstörung ist eine Kopfsache!! Ein extremes Untergewicht kann ein Zeichen sein, muss es aber nicht. Denk nur mal daran, dass Bulimie kranke meist NG haben.
Sobald dein Leben sich nicht nur noch ums Essen und Nichtessen , Kalorien, Sport, Gewicht dreht und du ein normales Essverhalten und Verhältnis zum essen hast und dich selber akzeptieren und lieben kannst so wie du bist, erst dann hast du keine Essstörung mehr.
Also ignoriere solche Kommentare, denn wer keine Ahnung hat, soll dir nich solche Gedanken machen!
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Juli 2014 um 21:45

Nicht aergern
nur wundern über soviel hirnlosigkeit und Taktlosigkeit ... u lass dir bloss keinen Blödsinn dadurch einreden ja
egal ob Untergewicht oder Normalgewicht eine ES ist immer gefaehrlich u schraenkt bedeutend den eigentlich regulären tages- u lebensablauf ein

lass dich dadurch nicht demotivieren oder gar dein erkanntes Problem einer ES "ausreden" verfolge deinen eingeschlagenen weg auch weiterhin u lösche das Kommentar sowohl hier unter den Nachrichten als auch aus deinen kopf

ich umarm dich mal als kleiner trost u send dir ein trostküsschen
alles liebe u mach dir keinen kopf mehr

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juli 2014 um 12:51
In Antwort auf hudes_11868320

Liebe Choco,
natürlich macht ein Normalgewicht eine Essstörung nicht weniger bedrohlich! Ich liege auch im Normalgewicht und mache mir meinen Körper trotzdem durch die ES leider ziemlich kaputt, was ich auch relativ deutlich im Alltag spüre. Mal ganz davon abgesehen, dass das Leben durch eine ES arg an Lebensqualität verliert, unabhängig davon, wie das Gewicht ist. Was eine Essstörung charakterisiert, sind die Gedanken, nicht das Gewicht. Und es kann einem auch bei Normalgewicht richtig daneben gehen, das steht außer Frage, sowohl körperlich als auch psychisch.
Rede Dir die Essstörung durch die Nachricht, die Du bekommen hast, nicht klein, Du für Dich scheinst zu wissen, dass sie ein enst zu nehmendes Problem ist, das in Angriff genommen werden sollte, und das ist gut so!

Liebe Grüße und viel Kraft für einen Weg der Gesundung,
Alina

Danke
Für eure antworten..
Ich fühle mich jetzt doch etwas verstanden..
Es ist schwierig jetzt dennoch weiter zu kämpfen, weil momentan einfach vieles zusammen kommt.. ich bin jetzt seit 20Monaten krank geschrieben, also aus dem Krankengeld raus, das Amt hat dann n Gutachten gefordert und ,ohne dass ich je persönlich mit wem gesprochen habe, beschlossen, dass ich dauerhaft nicht arbeiten könne und reha/rente beantragen muss... in den diagnosen auf dem krankenschein wird die es schon seit 4 Monaten nicht mehr aufgeführt und mein Thera sieht die es zwar als Risiko aber momentan nicht als großes Problem an und hat das auch in den bericht ans amt geschrieben, dadurch hab ich angst, dass die reha nicht bewilligt wird bzw wenn sie bewilligt wird, dass dann in der reha nicht auf die es geachtet wird und blaaah... alles kompliziert und dadurch denk ich mir halt, dass es auch egal ist und das kämpfen nix bringt :/
Sorry fürs jammern und nochmals ein ganz großes danke für euer Verständnis!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juli 2014 um 13:04
In Antwort auf nala_11900542

Danke
Für eure antworten..
Ich fühle mich jetzt doch etwas verstanden..
Es ist schwierig jetzt dennoch weiter zu kämpfen, weil momentan einfach vieles zusammen kommt.. ich bin jetzt seit 20Monaten krank geschrieben, also aus dem Krankengeld raus, das Amt hat dann n Gutachten gefordert und ,ohne dass ich je persönlich mit wem gesprochen habe, beschlossen, dass ich dauerhaft nicht arbeiten könne und reha/rente beantragen muss... in den diagnosen auf dem krankenschein wird die es schon seit 4 Monaten nicht mehr aufgeführt und mein Thera sieht die es zwar als Risiko aber momentan nicht als großes Problem an und hat das auch in den bericht ans amt geschrieben, dadurch hab ich angst, dass die reha nicht bewilligt wird bzw wenn sie bewilligt wird, dass dann in der reha nicht auf die es geachtet wird und blaaah... alles kompliziert und dadurch denk ich mir halt, dass es auch egal ist und das kämpfen nix bringt :/
Sorry fürs jammern und nochmals ein ganz großes danke für euer Verständnis!

Du musst kämpfen
Oder willst du komplett zusammenbrechen?
Jetzt kannst du noch einlenken.
Lass dich nicht aufgrund von so einer Nachricht zweifeln.
Es lohnt sich zu kämpfen. Du kannst das, bitte gib nicht auf.
Ich wollte es nicht einsehen. Doch nun hab ich es eingesehen und kämpfe. Es lohnt sich glaub mir.
Gib bitte nicht auf.
Bergsteigerin

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juli 2014 um 14:52

Immer wieder traurig
diese Ignoranz bei manchen Leuten. Schade, dass solche eben nicht exakt über Essstörungen informiert sind und nicht wissen, dass Magersucht, Bulimie und Co. eine PSYCHISCHE Krankheit ist, die im Kopf entsteht.
Dünn zu sein oder besser gesagt zu werden, ist nur eine Folge davon.
Viele können sich nicht vorstellen, wie schwer es ist, eine Essstörung zu haben.

Ich hasse es auch generell, wenn z.B. jeder Dünne als magersüchtig abgestempelt wird, denn man kann auch von Natur aus sehr schlank sein. Genauso kann man auch unter Anorexie leiden, wenn man im Normalgewicht ist.
Genauso wie Übergewichtige, die anscheinend "nur am Essen sind".

Solche mentale Krankheiten sind nicht am Gewicht festzumachen.






Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2014 um 15:44
In Antwort auf tuyet_988758

Du musst kämpfen
Oder willst du komplett zusammenbrechen?
Jetzt kannst du noch einlenken.
Lass dich nicht aufgrund von so einer Nachricht zweifeln.
Es lohnt sich zu kämpfen. Du kannst das, bitte gib nicht auf.
Ich wollte es nicht einsehen. Doch nun hab ich es eingesehen und kämpfe. Es lohnt sich glaub mir.
Gib bitte nicht auf.
Bergsteigerin

Liebe bergsteigerin
Danke für deine Worte..
Ja, ich werde kämpfen..
Ich hatte heute Therapie und da meinte mein therapeut, dass es wahrscheinlich besser wäre, wenn ich wieder stationär gehe.. habe dann auch gleich wieder in der klinik angerufen und habe in zwei Wochen schon den Termin fürs erstgespräch bekommen.. mal schauen.. ich sehe es für mich ein bisschen als Versagen an, dass ich nach sechs Monaten "schon wieder" in die Klinik gehe, obwohl auch die aus der Klinik mir geraten haben wieder zu kommen, wenn ich dann Zuhause ausgezogen bin und das ist ja auch "schon" drei Monate her...
Lieben gruß

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2014 um 16:00
In Antwort auf nala_11900542

Liebe bergsteigerin
Danke für deine Worte..
Ja, ich werde kämpfen..
Ich hatte heute Therapie und da meinte mein therapeut, dass es wahrscheinlich besser wäre, wenn ich wieder stationär gehe.. habe dann auch gleich wieder in der klinik angerufen und habe in zwei Wochen schon den Termin fürs erstgespräch bekommen.. mal schauen.. ich sehe es für mich ein bisschen als Versagen an, dass ich nach sechs Monaten "schon wieder" in die Klinik gehe, obwohl auch die aus der Klinik mir geraten haben wieder zu kommen, wenn ich dann Zuhause ausgezogen bin und das ist ja auch "schon" drei Monate her...
Lieben gruß

Das ist kein versagen
Guck mal du hast eingesehen, dass du Hilfe brauchst und holst sie dir. Das ist vollkommen richtig. Denn nur so kannst du gesund werden. Lass dich wieder darauf ein und du wirst sehen es wird dir gut gehen. Ganz bestimmt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2014 um 16:57

Klar darfst du fragen
Ich gehe in die LWL Klinik in Lengerich, das ist dort dann der dritte Aufenthalt in zwei Jahren, der erste war wegen Borderline, der zweite wegen der Essstörung und ja dann halt jetzt wieder...
Ich mag das Prinzip dort, weil ich viel Freiraum brauche und ich den dort habe

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Juli 2014 um 17:48

Pfff
Ach es gibt so viele Bulimiker und Magersüchtige Frauen / Männer die wie Hölle leiden aber keiner "sieht es" eben von außen! Ich denke manchmal das man es dann noch einen kleinen Tick schwerer hat ( kam mir jedenfalls im NG immer so vor, dabei sitzen wir alle im selben Boot ) weil man häufig mit der Angst zu kämpfen hat nicht Ernst genommen zu werden! Und wie schon geschrieben, nicht jeder mit Größe 34 ist magersüchtig. Und das gerade weil die Leute diese Vorurteile haben aber letztendlich Magersucht ist eine Erkrankung man kann nicht "magersüchtig aussehen"... Klar Gewichtsabnahme ist die Folge früher oder später aber whatever. Nicht ärgern lassen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Bin wieder zuhause
Von: nala_11900542
neu
17. Dezember 2014 um 10:32
Teste die neusten Trends!
experts-club