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Ich bin psychisch am Ende und bitte deshalb um Hilfe

31. Oktober 2014 um 12:32 Letzte Antwort: 6. November 2014 um 21:36

Das, was ich hier nun schreibe soll keineswegs nach einem "verzweifelten-Hilfeschrei" wirken, denn das ist es nicht. Ich bin 20 Jahre alt und all meine Worte sind durchdacht. So wie alles andere in meinem bisherigen "Leben" auch. Was ich damit sagen möchte, ist, dass ich voller Bewusstsein bin und keinesfalls unzurechnungsfähig.

Miene Sorgen: lange kann ich wirklich nicht mehr so weiter"leben" bzw. existieren. Ich habe keine Motivation und auch keinen Willen mehr. Schon vor einiger Zeit habe ich mit mir selbst ausgemacht, dass - nach all den Versuchen, mich für das Leben zu entscheiden - mein einziger Ausweg ein Suizid ist.

Es scheint, als würde mir nichts mehr helfen. Weder Freunde, Familie (die ich wirklich liebe) und auch meine Therapeuten nicht... ebenso war ich bereits in einer psychosomatischen Klinik, die auf Essstörungen spezialisiert ist.
Dabei konnte ich wirklich etwas Motivation sammeln, doch es reicht einfach nicht mehr aus.

So habe ich angefangen, mich mit meiner Situation abzufinden - weil ich das Ändern nicht leben konnte. Auch das war keine Lösung, nicht einmal kurzfristig.

Mein letzter Plan und meine letzte Option finde ich also wirklich nur noch im Tod. Es ist noch das einzige, was auf meiner Liste steht.

Und trotzdem möchte ich es irgendwie nicht darauf beruhen lassen.

Gibt es noch etwas anderes, als im Tod die Lösung zu sehen? Ich kann wirklich nicht mehr lange so weitermachen. Ich kann nicht mehr. Doch in ein Krankenhaus oder in eine Klinik gehe ich nicht - nicht freiwillig. Ebenso möchte ich mich nicht an meine Eltern oder an meine Therapeutin wenden. Das kann ich nicht. Auch, habe ich mich schon unzählige Male an die Onlineseelsorge, Telefonseelsorge, Onlineberatung, Hilfe-für-Suizid, und und und gewendet... und obwohl ich diesen Menschen, die mich nicht kennen unglaublich dankbar bin, konnten sie mir nicht wirklich weiterhelfen.

Ich bin so verzweifelt, depressiv und essgestört. Der psychische Schmerz scheint sich schon physisch auszubreiten.

Bitte, bitte, bitte helft mir. Ich weiß, ihr seid keine Psychologen oder sonst wer, der mir sagen kann, was ich zu tun habe. Aber vielleicht könnt ihr mir ja eine Anregung geben. Irgendetwas, das mich weiterexistieren lässt - oder hoffen lässt. Denn ich möchte meiner Familie das nicht weiterhin antun.

Ich kann nicht mehr.

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31. Oktober 2014 um 19:52

Hallo Molly,
durch starke Mehrfachbelastung von Essstörung und Depression fühlst du dich am Ende und glaubst es geht nicht mehr weiter.

Du sagst die stationäre Therapie hat dir nichts gebracht. Kann ja immer gut möglich sein, vielleicht war es dann einfach kein Ansatz der dich rausholen konnte.

Ich weiß du sagst, und du denkst und fühlst du musst sterben, denn es gibt keine andere Option. Aber gleichzeitig willst du das ja gar nicht, das kann ich ganz deutlich spüren. Vielmehr spüre ich ein "Ich kann SO wie es ist, nicht mehr weiterleben". Ist das richtig?

Liebes, bitte geh zum Arzt und lass dich zur Kriesenintervention in die Psychiatrie aufnehmen. Oder du schickst mir eine PN mit deinen Daten und ich rufe für dich den Krankenwagen an. Das ist kein Problem, das mache ich gerne, es wäre mir nicht lästig.

Molly, ich kenne dich und deine Geschichte nicht, aber du darfst den Mut nicht verlieren. Es ist wichtig, dass du dich jetzt in Fürsorge gibst, und das deine Zukunft gesichert wird. Suche dir eine andere Klinik für ES aus, probiere es dort, wenn es nicht hilft versuch es weiter. Der Kampf lohnt sich. Auch wenn hier im Forum kaum gesundete Frauen die früher essgestört und depressiv, oder gar suizidal waren gibt, welche aktiv beraten. Aber ich kenne 2 wundervolle Frauen die durch die Hölle gegangen sind mit ihrer ES und jetzt ein wundervolles Leben haben, dass sie niemals wieder hergeben würden.

Ich weiß du kannst das vermutlich nicht sehen. Ich stand vor wenigen Jahren auch dort, wo du standest. Sah kein Licht, keine Zukunft, keine Hoffnung. Dachte auch Suizid wär die einzige Lösung bzw. das Ende für all meine Probleme und Sorgen. Damals bin ich dann auch in die Psychiatrie, und auch wenn es danach nicht unbedingt optimal lief, bin ich ganz froh, dass ich nicht verblutet bin. Auch wenn noch viel Arbeit vor mir liegt, will ich meine Freiheit und mein Leben jetzt nicht missen. Das tägliche spazieren gehen mit meinem Hund, das quatschen und leicht fühlen mit anderen Leuten.

Gib dich nicht auf. Es gibt immer Hoffnung. Und wenn du sie selbst nicht sehen kannst, dann wende dich an Menschen die das Gute in dir sehen, und die die Hoffnung in deinem Leben sehen.

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2. November 2014 um 19:27

Hey Molly,
Glaub mir, ich verstehe deine Lage. Ich kenne das Gefühl, alleine unter so vielen zu stehen & sich nach dem eigentlichem Sinn des Lebens zu fragen. Aber jetzt zu dir: Suizid ist KEINE Lösung! Auch wenn es dir momentan so vorkommt! Ich würde dir einen Psychologen empfehlen, so absurdt es auch klingen mag. Finde etwas, das dich hält. Und glaub mir, dafür gibt es viele Möglichkeiten. Außerdem würde ich dir raten, das Leben selbst einfach wieder bunter zu sehen.
Rom wurde nicht an einem Tag gebaut, lass dir Zeit, so viel du brauchst.
Verändere etwas. Finde neue Hobbys, Freunde oder einfach etwas, das dich glücklich macht.
Du kannst es ändern, wenn du willst.
Gruß, Jenny.

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3. November 2014 um 21:14

Liebe Molly!
Zuallerstmal: Du hast es sehr gut gemacht,hast du hier gschrieben! Genau so finde ich es toll hast du Telefonseelsorge und Ähnliches in Anspruch genommen Dies zeigt für mich - und ich hoffe mit dieser Vermutung richtig zu liegen - das irgendwo in dir doch noch ein Lebensfunke verborgen liegt, der nur darauf wartet von Neuem entzündet zu werden.
Des Weiteren jedoch bin ich mit den anderen beiden absolut einverstanden, Suizid ist keine Lösung!!! Bitte bitte bitte suche dir sofort irgendwo Hilfe! Ich kann hier unmöglich die richtigen Worte finden, um dich zu trösten und vermutlich ist es für die anderen genau so schwierig aber höre trotzdem auf das, was wir dir mitzuteilen versuchen und lass dir helfen! Es gibt immer eine Lösung
Ich weiss echt nicht, wie ich mich ausdrücken und dir helfen soll, tut mir Leid! Aber ich wollte dir unbedingt wenigstens zu helfen versuchen und dir kurz zeigen, dass du hier nicht alleine bist und es allen wichtig ist, dass du dir Hilfe holst oder auf das Angebot eingehst und dir von jemandem einen Krankenwagen rufen lässt!
Ich wünsche dir alles alles alles nur erdenklich Gute auf deinem weiteren Weg!! Mit gedrückten Daumen schicke ich dir ganz liebe Grüsse
Leonie

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6. November 2014 um 21:36

Hallo liebe Molly
wie die anderen schon geschrieben haben verstehe ich dich auch sehr. meine momentane verfassung ist die selbe. das einzige das mich jeden tag aufstehen lässt ist es ein ziel zu setzen. sei es über 500 kcal zu essen oder am wochenende mit jemanden was zu unternehmen. mein ziel ist es stärker zu sein als ich es zu glauben meine. jeden tag einer beschäftigung nach zu gehen... lesen, kochen, was auch immer dir in diesem moment eine denk pause gibt. ich sehe seit 2 monaten 5-10 h fern. das lenkt mich ab. mich mit einem bekannten zu treffen und ich mich 3 h schön mache. so bekomme ich meine liebe in mir. wenn das innere schon kapput ist dann mach das äusssere schön. geh in eine tier handlung und geh mit einem hund spatzieren. tiere geben dir im moment mehr als menschen es dir je geben werden. wirf dein leben nicht weg. jeder mensch bekommt die chance im leben glücklich zu sein. auch du!!!!! wenn es heute nicht ist dann morgen.


Therapie

das gut ist dort das es gleichgesinnt gibt die dich verstehen und du in dieser zeit alles andere mal auf die seite legen darfst. nur so wirst du dich nur auf dich konzentrieren in dich hinein hören können und wieder langsam ziele setzen können.

gib dich nicht auf. ich tus ja auch nicht.

hab dich lieb molly viel viel glück

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