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Hormontherapie gegen starke Monatsblutung

2. März 2009 um 20:49

Hallo,
vor 5 Jahren lies ich mich im Alter von 43 Jahren sterlisieren und konnte endlich die Pille absetzen. Vor gut 1 Jahr fing es an, dass ich nur noch unregelmäßige Schmierblutungen hatte, dann (im Nov.2008) wurde alles nachgeholt. Nach einer Dauerblutung von mehr als 6 Wochen ging ich dann doch zum FA. Die starken Blutungen waren nur per Ausschabung in der Klinik zu stoppen. Darauf folgten wieder 3 Monate mit länger anhaltenden Schmierblutungen und seit mehr als 3 Wochen sind wieder starke Blutungen, ebenfalls mit Abgang von viel Schleimhaut an der Tagesordung. Meiner Gesichtfarbe ist zu entnehmen, dass schon eine gewisse Anämie vorherrscht.
Habe heute vom FA eine Hormontherapie als Lösung präsentiert bekommen. Ich soll KLIMONORM für ca. 3-6 Monate einnehmen um eine Normalisierung der Menstruation zu erzielen oder es würde sich nach dem Absetzen ein endgültiges AUS der Blutungen und sich der Beginn der Wechseljahre ergeben.
Was haltet ihr davon?
Ich bin grundsätzlich gegen Hormone!
Aus Verzweiflung werde ich sie wohl nehmen, wenn keine Alternative besteht.
Denn alle 3-4 Monate eine Vollnarkose+Ausschabung kann es wohl auch nicht sein.

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12. März 2009 um 12:05

Hormontherapie
Hallo Anne!
Ich bin zwar nicht sterilisiert,aber ansonsten kenne ich dein Problem allzu gut aus eigener Erfahrung!(Bin 48 und bei mir fing es auch so vor etwa 6 Monaten so an)
Mein FA hat mich wegen der 7-wöchigen Blutung mit Hormonen vollgepumpt,die NICHTS bewirkt haben.Ich sollte sie trotzdem einnehmen,hab mich aber geweigert!Dann hat er mir eine Einweisung ins Krankenhaus zur Gebärmutterentfernung in die Hand gedrückt.Da war mir klar:Ich wechsel den Arzt.Meine neue FÄ.spritzt mir Clinovir,die sogenannte 3-Monats-Spritze und siehe da-der Spuk hatte ein Ende!
Ich hab zwar noch ganz leichte,kurze Schmierblutung zu der Zeit,wo ich auch meine Periode kriegen müsste,aber KEIN Vergleich zu vorher!Und das OHNE HET und OP.
Sprich doch deinen FA mal auf diese Möglichkeit an.Ich bin auch kein Pillenschlucker und die Spritze hat zudem wesentlich weniger Nebenwirkungen als HET!
Vielleicht konnte ich dir helfen.LG,nelli

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6. November 2009 um 14:29

Starke Blutungen kommen meist von Myomen
Hallo
Bei mir begann alles vor 1,5 Jahren. Zuerst vermehrt Blutungen, starke Schmerzen. Dann stellte der FA zwei myome in der Gebärmutter fest. Dann musste ich nachts auf die Notfall - weil ich so starke Schmerzen hatte. Auf der Uniklinik wurden dann 4 Myome festgestellt - zwei die mein Arzt mit dem Ultraschall nicht entdecken konnte.
Dann begannen plötzlich Sturzblutungen. Notfallmässig zum FA. Er gab mir kurzfristig Hormone, um Blutung zu stoppen und vereinbarte einen OP Termin.

Ich suchte Alternative - kam zur Myombembolisation. Im MRI stellte man dann 5 Myome fest. Sehr grosse. Diese waren also die Ursache der vermehrten Blutungen. Ich liess sie embolisieren und seit zwei Jahren ist der Uterus schmerzhaft entzündet. Mein (inzwischen ausgewechselter und auf menopause spezialisierte) FA erklärte mir, dass ich durch die Myomembolisation eine chronische Entzündung habe, bis die Myome vom Körper vernichtet werden - was langwierig und für Leber und Niere eine Dauerstress bedeutet.

60% der über 40-ig jährigen Frauen entwickeln Myome. Nicht alle Myome verursachen Symptome - Schmerzen, starke und vermehrte Regelblutungen.
Wenn aber mehre Myome v orliegen, dann spricht man von einem Uterus myomatosus und bei dieser Diagnose ist eine GEbährmutter-Entfernung indiziert.
Hormone nützen bei Myombefall nicht. Denn die Hormone wirken auf Schleimhaut Auf-bzw. Abbau. Aber sie nützen nichts, wenn die Myome bluten.

Myome besonders die intramuralen und subserösen lassen sich mittels Ultraschall nicht immer erfassen. Die subserösen aber haben keinen Einfluss auf Blutungsstärke und - Häufigkeit.

Frauenärzten wird immer wieder der Vorwurf gemacht, sie operieren zu schnell. In meinem Fall - ich war schon 49. Da war die Indikation zur OP gegeben. Ich rate den Frauen ab, sich embolisieren zu lassen und Hormone wirken bei Myombefall nichts.

Die Embolisations führt zu chronischer Entzündung des Uterus - wenn mehr als 3 Myome und besonders grosse vorhanden sind. Die Entzündung führt zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und der Körper wird permament vergiftet, durch das nekrotisierende (absterbende) Gewebe der Myome.

Also nochmals abklären lassen, ob Du intramurale Myome hast, dann ist eine Uterectomie angezeigt.
Bei der Uterus entfernung werden die Eierstöcke im Unterbauch belassen, so werden weiterhin Oestrogene produziert.
Ausser in ganz wenigen Fällen kommt es vor, dass erst während der OP festgestellt wird, dass die Eierstöcke am Blutkreislauf des Uterus angeschlossen sind, in diesem Fall wird der Operateur auch die Eierstöcke entfernen lassen - was zum sofortigen Eintritt in die Menopause führt mit allen Belastungen wie Depressionen. Diese letztgenannte Komplikation lässt sich nicht voraussagen, wird erst auf dem Tisch entschieden.
Grace4you
mehr dazu auf meinem Blog in Perelandra auf dieser Homepage


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22. September 2010 um 13:16

Hormontherapie gegen starke Monatsblutung
Bin Apothekerin und lehne Hormontherapie ebenfalls ab. Meine Blutungen sind teilweise 12 Tage lang und sehr stark. Eine Ausschabung hat nicht geholfen. Ich spiele mit dem Gedanken einer Endometriumablation. Kennt das hier schon jemand? siehe www.goldnetz.de

Gruß

Jutta

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14. März 2011 um 14:15

Starke Blutungen
Hallo,

ich kenne das Problem. Versuch es doch mal mit natürlichem Progesteron- das ist kein Kunsthormon- sondern es ist exakt identisch mit unseren eigenen Hormonen. Der Körper erkennt sie als eigene an.
Progesteron ist ein sehr wichtiges Hormon und es fehlt oft am Anfang der Wechseljahre. Dadurch kann sich die Schleimhaut immer mehr aufbauen- und es kommt zu den starken Blutungen.
Progesteron gibt es als Creme- wobei mir das nicht geholfen hat- oder als Kapseln.

LG
Honigmelone

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