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Hoffnungslos, Angst vor Klinikeinweisung wegen Suizidgedanken

5. Dezember 2013 um 19:38 Letzte Antwort: 12. Dezember 2013 um 19:53

Heii

Ich habe schon länger Suizidgedanken, finde echt alles hoffnungslos, nichts scheint zu klappen, mal geht es mir wieder etwas besser, und dann sinkt die Stimmung wieder in den Keller. War vorher 4 Monate stationär wegen anderen Problemen (Essstörung, Ablösung von zu Hause, etc.) und konnte dann ambulant weitermachen bei meinem Therapeuten. Ich bespreche die Gedanken schon auch mit meinem Therapeuten, aber ich habe so Angst, dass er mich plötzlich einweist. Er hat schon mehrmals betont, dass er so nicht mit mir zusammenarbeiten könne, habe mich aber nicht getraut zu fragen, was denn die Alternative wäre (ich denke Klinik ). Es ist ja nicht so, dass ich mir morgen was antun würde, ich habe halt einfach immer diese Gedanken, dass mein Leben keinen Sinn mehr macht. Langsam getraue ich mich gar nicht mehr diese Gedanken anzusprechen, weil ich Angst vor den Konsequenzen habe . Kennt das jemand?

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6. Dezember 2013 um 9:57

Hallo Perle,
du zeigst eine latente Suizidalität, die gefährlich ist. Ich glaube dir, dass du nicht vorhast, morgen deinem Leben ein Ende zu setzen. Trotzdem besteht die Gefahr, dass sich bestehende Krisen verstärken und du dann eine Grenze überschreiten könntest, auch wenn du das heute nicht vorhast. In dieser Lage ist es wichtig, dass du über deine Probleme und deine Hoffnungslosigkeit redest. Es ist nicht richtig,aus Angst vor einer Zwangseinweisung,Gespräche zu vermeiden, die du jetzt dringend brauchst. Steh einfach zu dir selbst, rede darüber, was dich belastet, wie es dir geht, wie du dich fühlst.

Auch wenn du es dir jetzt nur schwer vorstellen kannst, ich habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich eine Hoffnungslosigkeit auch schnell wieder bessern kann. Es wäre daher ein fataler Fehler, wenn du dich jetzt aufgeben würdest. Ich glaube nicht, dass dein Therapeut an eine Zwangseinweisung denkt, möglicherweise an eine medikamentöse Behandlung, an eine Tagesklinik oder an eine freiwillige stationäre Behandlung. Du musst vor einem solchen Gespräch keine Angst haben. Du kannst über seine Vorschläge in Ruhe nachdenken, dich auch mit uns besprechen. Es ist jetzt der richtige Weg, im Gespräch zu bleiben.

LG Nus

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7. Dezember 2013 um 10:51
In Antwort auf selver_11957295

Hallo Perle,
du zeigst eine latente Suizidalität, die gefährlich ist. Ich glaube dir, dass du nicht vorhast, morgen deinem Leben ein Ende zu setzen. Trotzdem besteht die Gefahr, dass sich bestehende Krisen verstärken und du dann eine Grenze überschreiten könntest, auch wenn du das heute nicht vorhast. In dieser Lage ist es wichtig, dass du über deine Probleme und deine Hoffnungslosigkeit redest. Es ist nicht richtig,aus Angst vor einer Zwangseinweisung,Gespräche zu vermeiden, die du jetzt dringend brauchst. Steh einfach zu dir selbst, rede darüber, was dich belastet, wie es dir geht, wie du dich fühlst.

Auch wenn du es dir jetzt nur schwer vorstellen kannst, ich habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich eine Hoffnungslosigkeit auch schnell wieder bessern kann. Es wäre daher ein fataler Fehler, wenn du dich jetzt aufgeben würdest. Ich glaube nicht, dass dein Therapeut an eine Zwangseinweisung denkt, möglicherweise an eine medikamentöse Behandlung, an eine Tagesklinik oder an eine freiwillige stationäre Behandlung. Du musst vor einem solchen Gespräch keine Angst haben. Du kannst über seine Vorschläge in Ruhe nachdenken, dich auch mit uns besprechen. Es ist jetzt der richtige Weg, im Gespräch zu bleiben.

LG Nus

Danke
für deine Antwort. Und warum betont er denn immer das er so nicht mehr mit mir zusammenarbeiten kann? Ist ihm das Risiko zu gross, dass ich mir dann doch was antue und er dann Schuld wäre? Wir haben mal vor Monaten eine Vereinbarung getroffen, dass ich mir während der Therapie nichts antue, und er betont das jedesmal, wir haben ja eine Vereinbarung. Ich habe letztes Mal eben gesagt ich hätte Pläne, also verschiedene, unter anderem weglaufen oder mich umbringen. Und dann sagte er das eben wieder mit dem so kann ich nicht mit ihnen arbeiten. Ich find das schon recht blöde weil ich ihn als Therapeuten nicht verlieren möchte.

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7. Dezember 2013 um 14:24
In Antwort auf maile_12689653

Danke
für deine Antwort. Und warum betont er denn immer das er so nicht mehr mit mir zusammenarbeiten kann? Ist ihm das Risiko zu gross, dass ich mir dann doch was antue und er dann Schuld wäre? Wir haben mal vor Monaten eine Vereinbarung getroffen, dass ich mir während der Therapie nichts antue, und er betont das jedesmal, wir haben ja eine Vereinbarung. Ich habe letztes Mal eben gesagt ich hätte Pläne, also verschiedene, unter anderem weglaufen oder mich umbringen. Und dann sagte er das eben wieder mit dem so kann ich nicht mit ihnen arbeiten. Ich find das schon recht blöde weil ich ihn als Therapeuten nicht verlieren möchte.

Es besteht ein Risiko,
Perle, ich hatte dir ja auch geschrieben, dass deine latente Suizidalität gefährlich ist. Dein Therapeut fühlt sich für dich und dein Leben verantwortlich. Darum erinnert er dich auch jedes Mal an eure Verabredung, wonach du dir nichts antun darfst. Es gibt bei der Suizidalität Grenzen, wo seine Hilfe für dich nicht mehr ausreichend ist.Dann benötigst du eine intensivere Unterstützung.Seine Worte "so kann ich mit ihnen nicht arbeiten" sind nicht gegen dich gerichtet sondern lediglich Ausdruck seiner Besorgnis. Er möchte dich einfach bewegen, dich wieder mehr zum Leben zu bekennen.Das ist ja auch richtig so. Du machst ja die Therapie nicht, um zu sterben, sondern um zu leben und zukünftig besser mit Problemen und Konflikten klarzukommen. Das ist auch erlernbar, nur du musst ihm und dir selbst mehr Zeit geben.Du darfst dein Leben jetzt nicht vorschnell in Frage stellen. Du bist doch in Therapie, hast doch gute Chancen, dass es dir zukünftig besser geht. Es ist doch gar nicht alles aussichtslos.Mach deine Therapie, halte eure Abmachung ein. Du wirst es später nicht bereuen, dass du jetzt so vernünftig bist.

LG Nus

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12. Dezember 2013 um 19:53
In Antwort auf selver_11957295

Es besteht ein Risiko,
Perle, ich hatte dir ja auch geschrieben, dass deine latente Suizidalität gefährlich ist. Dein Therapeut fühlt sich für dich und dein Leben verantwortlich. Darum erinnert er dich auch jedes Mal an eure Verabredung, wonach du dir nichts antun darfst. Es gibt bei der Suizidalität Grenzen, wo seine Hilfe für dich nicht mehr ausreichend ist.Dann benötigst du eine intensivere Unterstützung.Seine Worte "so kann ich mit ihnen nicht arbeiten" sind nicht gegen dich gerichtet sondern lediglich Ausdruck seiner Besorgnis. Er möchte dich einfach bewegen, dich wieder mehr zum Leben zu bekennen.Das ist ja auch richtig so. Du machst ja die Therapie nicht, um zu sterben, sondern um zu leben und zukünftig besser mit Problemen und Konflikten klarzukommen. Das ist auch erlernbar, nur du musst ihm und dir selbst mehr Zeit geben.Du darfst dein Leben jetzt nicht vorschnell in Frage stellen. Du bist doch in Therapie, hast doch gute Chancen, dass es dir zukünftig besser geht. Es ist doch gar nicht alles aussichtslos.Mach deine Therapie, halte eure Abmachung ein. Du wirst es später nicht bereuen, dass du jetzt so vernünftig bist.

LG Nus

Antwort meines Therapeuten
Danke nochmals für deine Antwort. Also ich konnte mich überwinden meinen Therapeuten zu fragen ob ein Risiko besteht dass er mich einweisen würde und er meinte, ich dürfe Suizidgedanken habe und ich solle die auch unbedingt aussprechen, er werde mich deswegen nicht einweisen, solange ich mich zuverlässig und glaubhaft an unsere Non-Suizidabsprache halte. hm ja irgendwie beruhigend, aber ob ich trozdem so ganz offen jetzt reden kann weiss ich noch nicht. Aber ist schonmal gut zu wissen.

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