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Hin und Hergerissen...

30. Dezember 2015 um 14:13 Letzte Antwort: 1. Januar 2016 um 14:57

Hallo ihr Lieben

Ja schon wieder ein Thread von mir...
Es ist grad ein bisschen kompliziert bei mir
Ich bin nun schon 3 Jahre mit meinem Freund zusammen und wir haben auch eig eine gemeinsame zukunft geplant.
Er hat von Anfang an von meiner Es gewusst, ich habe immer mit offenen Karten gespielt.
Jetzt war es die vergangenen Jahre so, dass mein "Kopfkrieg" nicht so groß war.
Ich habe sehr wenig gegessen und nur selten mal solche Chew & Spit Anfälle gehabt... Mein Freund hat das alles wohl nicht mitbekommen.
In letzter Zeit ist die Es zumindest kopfmäßig ja wieder da
Ich habe von wenig Essen auf einmal zugenommen und mir ging auf einmal in meinem Körper wieder sehr schlecht.

Ich will ja jetzt etwas ändern und endlich den Ausstieg schaffen.
Habe mir einen Theraplatz ab Feb gesucht und ja auch mein Essen gesteigert (bin jetzt momentan bei 1600kcal mehr traue ich mich noch nicht) habe auch schon etwas zugenommen - mein Bmi jetzt 17,2

Ich habe mit meinem Freund gesprochen, ob er mich auch mit mehr kg hübsch findet und dass ich mir eine Therapie suchen will.
Habe in letzter Zeit viel über mich und meine Figut gemeckert, besonders über "Hüftspeck"

Er hat jetzt das Gefühl, dass ich auf einmal wieder total essgestört bin und die ganze Zeit alles gut war...
Hat mir heute im Kaufhaus erklärt, dass es nicht "toll" ist mit ner essgestörten Freundin und ich alles kaputt mache was wir uns aufgebaut haben...

Aber ich will es doch jetzt ändern, ich bin doch grade dabei.
Natürlich es fällt mir sooo schwer, ich habe Angst vor einer zu großen Zunahme etc.

Ich bin grad einfach so verzweifelt, weil jetzt wo ich endlich etwas ändern will, wieder unbeschwert essen und mich hübsch finden will - kommen die Vorwürfe und der Streit

Sorry, dass ich mich hier so ausheule...
Habt ihr vielleicht einen Rat für mich - sei es zur Beziehung oder zum Zunehmen und Essen...?

Ich müsste mir zb bald neue Hosen kaufen, weil die alten einfach zu klein sein werden.. aber ich bekomms einfach nicht hin psychisch...


Vielen Dank euch allen!

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30. Dezember 2015 um 15:45

Danke fawkes
Ich bin offen fürvehrliche Worte, also keine Sorge deswegen.

Was ich noch anmerken möchte, es ist bei mir seit langem nicht mehr so wie bei vielen hier im Forum.
Ich muss nicht (mehr) um jeden Bissen, um jede Kalorie kämpfen - ich koche zusammen mit meinem Freund, wir sind zusammen essen gegangen, haben Kuchen etc gegessen.
Natürlich ich war/bin mit meiner Figur nicht zufrieden und habe deswegen auch oft gemeckert.
Ich habe mich nicht mehr zwanghaft gewogen oder mich zuhause eingeigelt...

Mein Problem ist jetzt eher, dass mein Freund schlicht denkt - ich könnte im Kopf einfach nen schalter umlegen und schon würds wieder laufen.
Er hat selbst mal eine Zeitlang als Jugendlicher psychische Probleme gehabt... Ist aber der Meinung, dass er dafür nichts konnnte und krank war.
Ich hingegen bin seiner Meinung nach selbst Schuld und könnte mit dem Scheiß einfach aufhören

Ich kann gut verstehen, dass es für ihn nicht einfach ist.
Ich habe aber in den letzten Jahren immer zu uhm gestanden, zu all seinen Problemen und hab nie gemeckert - er hat all die Jahre nicht wirklich etwas gesagt - aber eben gerade jetzt wo ich endlich gesund werden will und aus dem Es Trott (ja es war ein Trott, nicht mehr akut sondern chronisch) raus will, kommt er und "stört" sich daran.
Ich wollte ihm dann auch klarmachen, dass ich das nicht nur für mich , sondern auch grade für uns tue.
Doch das versteht er nicht, er meint ich würde jetzt auf einmal wieder mit dem Es Kram anfangen.

Ich glaube nicht, dass er mich verlassen will...

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30. Dezember 2015 um 16:57
In Antwort auf esme_11902139

Danke fawkes
Ich bin offen fürvehrliche Worte, also keine Sorge deswegen.

Was ich noch anmerken möchte, es ist bei mir seit langem nicht mehr so wie bei vielen hier im Forum.
Ich muss nicht (mehr) um jeden Bissen, um jede Kalorie kämpfen - ich koche zusammen mit meinem Freund, wir sind zusammen essen gegangen, haben Kuchen etc gegessen.
Natürlich ich war/bin mit meiner Figur nicht zufrieden und habe deswegen auch oft gemeckert.
Ich habe mich nicht mehr zwanghaft gewogen oder mich zuhause eingeigelt...

Mein Problem ist jetzt eher, dass mein Freund schlicht denkt - ich könnte im Kopf einfach nen schalter umlegen und schon würds wieder laufen.
Er hat selbst mal eine Zeitlang als Jugendlicher psychische Probleme gehabt... Ist aber der Meinung, dass er dafür nichts konnnte und krank war.
Ich hingegen bin seiner Meinung nach selbst Schuld und könnte mit dem Scheiß einfach aufhören

Ich kann gut verstehen, dass es für ihn nicht einfach ist.
Ich habe aber in den letzten Jahren immer zu uhm gestanden, zu all seinen Problemen und hab nie gemeckert - er hat all die Jahre nicht wirklich etwas gesagt - aber eben gerade jetzt wo ich endlich gesund werden will und aus dem Es Trott (ja es war ein Trott, nicht mehr akut sondern chronisch) raus will, kommt er und "stört" sich daran.
Ich wollte ihm dann auch klarmachen, dass ich das nicht nur für mich , sondern auch grade für uns tue.
Doch das versteht er nicht, er meint ich würde jetzt auf einmal wieder mit dem Es Kram anfangen.

Ich glaube nicht, dass er mich verlassen will...

Beziehung
Liebe Yahema,

also ich kann dir nur meine eigenen Erfahrungen erzählen und für dich hoffen, dass es evtl bei dir auch so laufen wird.
Mein Ehemann hat meine komplette Essstörung miterlebt, von Beginn bis jetzt. Er hat sich nie eingemischt, als ich immer dünner wurde, er hat nie gesagt, es reicht und ich solle endlich aufhören damit. Er hat sich nicht getraut, aus Angst vor meiner Reaktion. Von daher ist es schon mal ansich positiv, dass dein Partner dir auch zeigt, dass sich etwas ändern muss und er nicht einfach zusehen will, wie es dir immer schlechter geht. Fakt ist ja, du willst es ändern. Und jetzt, da er sich mit beteiligt und alles weiß, zählt für euch ganz groß REDEN! Redet miteinander, wie es dir geht, was dich beschäftigt, wieso du in manchen Situationen eben so reagierst und gebt euch die Chance, ehrlich und ernsthaft mit dem Thema umzugehen. Ob er im Endeffekt bei dir bleiben wird, kann niemand sagen, aber nicht mit ihm drüber zu reden macht vieles noch schlimmer, weil man so oft das Gefühl bekommt, man kommt an den anderen nicht mehr ran.
Sag ihm, dass du das durchziehst bis zur Klinik und froh bist, wenn er dich unterstützt. Aber versuche nicht, jetzt auf Krampf alles perfekt zu machen, du hast mit dir selbst genug zu tun. Versuch aus den guten Dingen Kraft zu schöpfen. Die Zeit in der Klinik wird für dich und auch für die Beziehung eh noch mal eine Belastung und eine Probe. Das war es bei mir auch extrem. Denn was wir gerne vergessen, auch unsere Partner leiden psychisch sehr unter der Situation unter Umständen. Er kann sich auch an Stellen wenden, die direkt für Angehörige von Esspatienten Hilfe anbieten. Das hilft vieles einfach zu verstehen und besser damit umgehen zu können. Er muss auch wissen, dass du nach der Klinik nicht geheilt bist. Du bist vielleicht stabiler, aber nicht gesund. Das vergessen viele gern.
Gönnt euch jetzt vor der Klinik Zeit für euch, unternehmt Dinge, die euch Spaß machen und redet redet redet. Mehr kannst du in dem Moment nicht machen.
Wenn er es nicht aushält, ist es so, aber du hast es wenigstens versucht.

Alles Liebe für Dich!

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30. Dezember 2015 um 18:00

Liebe yahema,
ich kenne beide Seiten: Die der Süchtigen und die der Partnerin des Süchtigen.

Ich sag dir, die Beziehung mit einem suchtkranken Partner, der nicht einsichtig ist, bzw. nicht alles daran setzt gesund zu werden und diese Beziehung voran zu bringen, ist einfach nur die pure Hölle. Der Kranke verschwendet die Zeit des Gesunden und wird ihm nur wehtun.

Deshalb musst du dir jetzt doppelt den Allerwertesten aufreißen. Dein Partner ist gern bereit mit dir durch die Hölle und zurück zu gehen - zumindest war ich es damals. Aber dann musst du es durchziehen und darfst keine Gnade haben. Wenn du anfängst zu schummeln, dann hast du ihn betrogen, zerknüllt, weggeworfen und zertrümmert.

Wenn du nicht 10000 % davon überzeugt bist die ES ab jetzt bis zum Zeitpunkt wo du gesund bist in den Arsch zu treten - für dich, für eine Zukunft, für euch, für eure Zukunft - dann mach Schluss, denn du verschwendest seine Zeit. Und wenn du nicht die Eier hast, dann wird er dich irgendwann dafür hassen.

Es ist deine, eure, Chance. Nutze sie.

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30. Dezember 2015 um 18:08
In Antwort auf esme_11902139

Danke fawkes
Ich bin offen fürvehrliche Worte, also keine Sorge deswegen.

Was ich noch anmerken möchte, es ist bei mir seit langem nicht mehr so wie bei vielen hier im Forum.
Ich muss nicht (mehr) um jeden Bissen, um jede Kalorie kämpfen - ich koche zusammen mit meinem Freund, wir sind zusammen essen gegangen, haben Kuchen etc gegessen.
Natürlich ich war/bin mit meiner Figur nicht zufrieden und habe deswegen auch oft gemeckert.
Ich habe mich nicht mehr zwanghaft gewogen oder mich zuhause eingeigelt...

Mein Problem ist jetzt eher, dass mein Freund schlicht denkt - ich könnte im Kopf einfach nen schalter umlegen und schon würds wieder laufen.
Er hat selbst mal eine Zeitlang als Jugendlicher psychische Probleme gehabt... Ist aber der Meinung, dass er dafür nichts konnnte und krank war.
Ich hingegen bin seiner Meinung nach selbst Schuld und könnte mit dem Scheiß einfach aufhören

Ich kann gut verstehen, dass es für ihn nicht einfach ist.
Ich habe aber in den letzten Jahren immer zu uhm gestanden, zu all seinen Problemen und hab nie gemeckert - er hat all die Jahre nicht wirklich etwas gesagt - aber eben gerade jetzt wo ich endlich gesund werden will und aus dem Es Trott (ja es war ein Trott, nicht mehr akut sondern chronisch) raus will, kommt er und "stört" sich daran.
Ich wollte ihm dann auch klarmachen, dass ich das nicht nur für mich , sondern auch grade für uns tue.
Doch das versteht er nicht, er meint ich würde jetzt auf einmal wieder mit dem Es Kram anfangen.

Ich glaube nicht, dass er mich verlassen will...

Tja...
du wirst ihm schon sagen müssen, dass ob er es versteht, oder nicht, es so ist, dass du dir das nicht aussuchst - so wie er damals. Und da gibt es keine Diskussion. Das ist Fakt. Keine Widerworte.
Seine Sorge sollte ich eher darauf konzentrieren wie er dich und eure Beziehung bestmöglich stärken kann und natürlich selbst nicht auf der Strecke bleibt.

Er muss nicht alles verstehen. Aber wenn er dir nicht hilft und dir nur Vorwürfe macht, dann soll er bleiben wo der Pfeffer wächst, denn damit legt er dir nur Steine in den Weg. Also sollte auch sehr sich genau überlegen was er will.
Vorwürfe sind ein No-Go. Generell für eine Beziehung. Man lässt seinen Frust nicht am Partner aus. Und wenn doch, dann entschuldigt man sich mindestens 1000 Mal dafür und macht es wieder gut.

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1. Januar 2016 um 14:57
In Antwort auf neassa_12359124

Beziehung
Liebe Yahema,

also ich kann dir nur meine eigenen Erfahrungen erzählen und für dich hoffen, dass es evtl bei dir auch so laufen wird.
Mein Ehemann hat meine komplette Essstörung miterlebt, von Beginn bis jetzt. Er hat sich nie eingemischt, als ich immer dünner wurde, er hat nie gesagt, es reicht und ich solle endlich aufhören damit. Er hat sich nicht getraut, aus Angst vor meiner Reaktion. Von daher ist es schon mal ansich positiv, dass dein Partner dir auch zeigt, dass sich etwas ändern muss und er nicht einfach zusehen will, wie es dir immer schlechter geht. Fakt ist ja, du willst es ändern. Und jetzt, da er sich mit beteiligt und alles weiß, zählt für euch ganz groß REDEN! Redet miteinander, wie es dir geht, was dich beschäftigt, wieso du in manchen Situationen eben so reagierst und gebt euch die Chance, ehrlich und ernsthaft mit dem Thema umzugehen. Ob er im Endeffekt bei dir bleiben wird, kann niemand sagen, aber nicht mit ihm drüber zu reden macht vieles noch schlimmer, weil man so oft das Gefühl bekommt, man kommt an den anderen nicht mehr ran.
Sag ihm, dass du das durchziehst bis zur Klinik und froh bist, wenn er dich unterstützt. Aber versuche nicht, jetzt auf Krampf alles perfekt zu machen, du hast mit dir selbst genug zu tun. Versuch aus den guten Dingen Kraft zu schöpfen. Die Zeit in der Klinik wird für dich und auch für die Beziehung eh noch mal eine Belastung und eine Probe. Das war es bei mir auch extrem. Denn was wir gerne vergessen, auch unsere Partner leiden psychisch sehr unter der Situation unter Umständen. Er kann sich auch an Stellen wenden, die direkt für Angehörige von Esspatienten Hilfe anbieten. Das hilft vieles einfach zu verstehen und besser damit umgehen zu können. Er muss auch wissen, dass du nach der Klinik nicht geheilt bist. Du bist vielleicht stabiler, aber nicht gesund. Das vergessen viele gern.
Gönnt euch jetzt vor der Klinik Zeit für euch, unternehmt Dinge, die euch Spaß machen und redet redet redet. Mehr kannst du in dem Moment nicht machen.
Wenn er es nicht aushält, ist es so, aber du hast es wenigstens versucht.

Alles Liebe für Dich!

Hallo nochmal
Ich habe jetzt länger mit meinem Freund gesprochen...
Ihm versucht klar zu machen, dass ich eben für UNS gesund werden will - doch dass es für mich schwer ist und eben nicht mal eben passiert.
Mein Freund ist nun mal auch grade hier sehr pragmatisch und kann sich schlecht, gefühlsmäßig in mich reinversetzen (was ich ihm nicht verübeln kann).
Für ihn sind das Spinnereien, dass ich zu "fett" bin oder Angst habe pummelig zu werden.
Auf "aktive" Hilfe von ihm kann ich wohl nicht hoffen, aber darum geht es mir auch nicht - wie soll mir eine Person helfen, die diese Materie überhaupt nicht kennt.

@ kissarella
Ich werde im Feb eine ambulante Therapie beginnen.
Stationär habe ich bisher nichts geplant, nur mal geguckt, was es so gibt
Ich denke, dass mir die ambulante Thera gut tun wird, weil ich echt ne tolle Therapeutin erwischt habe, die "gerne" und oft mit Es-Patienten arbeitet

Stationär kann ich mir für mich eher so als Reha vorstellen, um nach einer gewissen Zeit stabiler zu werden oder diese schrecklichen Chew & Spit Anfälle loszuwerden :/

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