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Hilfe. Schreibe den Titel gerade mit der Hand in der Tüte. Essafall.

20. November 2015 um 22:12 Letzte Antwort: 22. November 2015 um 9:15

Hallo ihr lieben!

Ich verfasse mich kurz da es gerade statt findet. Ein Essanfall.
Ich habe seit 3 Jahren Bulimie und Anorexie im Wechsel, momentan wohne ch in einem betreuten wohnen für junge Frauen mit Essstörungen.
Seit 4 Wochen habe ich regelmäßige Essanfälle ( davor 4 Monate nicht ) und hatte diese Woche noch keinen.

Leider aber war esse ich gerade die letzten von der Lebkuchen allerlei Packung. 600 Gramm.

Ich esse den Tag nach Plan - habe hier viel Kontrolle. Überprüfe auch jedes Mal woran es läg.da habe ich Hilfe genug.

Worum ich euch gerade sehr bitten würde , mir zu sagen ob das okay ist das ich den hatte.
Und mir beantworten , ob es sich lohnt das jetzt drinnen zu behalten. Ich möchte es versuchen..

Ebenso eventuell, wie ich morgen essen soll.
Werde ich viel zunehmen?

Würde mich über Antworten freuen , auch wenn nicht alle fragen leicht zu Beantworten sind.

Lieben Gruß!

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21. November 2015 um 15:11

Essanfall
eine Packung Lebkuchen zu essen ist kein essanfall.. essanfälle sind durch kontrollverlust und große Mengen an Nahrung gekennzeichnet. meist alles durcheinander mit dem Gefühl gesteuert zu werden und nicht aufhören zu können und meist dem Ziel etwas wegzuschieben oder zu unterdrücken.

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21. November 2015 um 15:40

Hallo jwomanx,
ich hoffe du hast nicht gebrochen. Dennoch würde ich dir künftig raten bei Druck zum Dienst zu gehen und sicher zu sein. Wenn du Lust hast abends zu naschen, aber Angst vor dem FA hast, dann verabrede dich mit einer/m Bewohner_In oder dem Dienst, damit du sicher bist.

Wie du den FA ausgleichst, solltest du in deinem nächsten Gespräch mit der Ernährungsfachkraft klären und natürlich dem Dienst bzw. deinem Bezug bescheid geben. Auf eigene Faust reduzieren halte ich für unvernünftig. Versuche im Gespräch zu bleiben. Deine Ernährungstherapeut_In wird mit dir dann den Wert ausrechnen, den du über gegessen hast und dieser wird dann auf einen Zeitraum (z. B. 2 Wochen) verteilt, wo du bspw. den Keks, das Eis, oder sonstwas für ne Kleinigkeit weglässt.

Es ist OKAY Rückfälle zu haben! Das kann dir immer passieren! Wichtig ist nur, danach nicht den Kopf zu verlieren und dich selbst zu schützen. Natürlich musst du danach mit dem Bezug/Psych intensiv reflektieren, welche Auslöser es gibt, oder begünstigende Faktoren um weiterhin neue vielfältige Art und Weisen zu ermöglichen damit umzugehen.
Du bist nicht in deiner Wohneinrichtung um perfekt und symptomfrei zu sein, sondern um dir ein gesundes Leben zu erarbeiten, in dem essgestörte Gedanken und Handlungen keine Option mehr für dich darstellen, sondern du gesunde Bewältigungsmechanismen hast mit denen du durch den Tag kommst.
Aber auch dann KANN es manchmal Rückschläge geben.
Du bist in dieser Einrichtung um nicht allein mit diesem Mist zu sein. Nutze es!

Normale Menschen futtern auch manchmal ne ganze Packung irgendwas weg. Wobei Lebkuchen wirklich viel ist.

Wie bist du jetzt verblieben?

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21. November 2015 um 15:45

Jeder sieht das anders!
Ich finde ob es eine FA ist oder nicht kann nur jeder für sich selbst beantworten. Bei mir wäre das auf jeden Fall eine FA, weil ich NIEMALS unter normalen Umständen das verschlingen würde. Das kann jeder nur für sich entscheiden.
Wenn du jedes einzelne Lebkuchen genießt und es dir schmeckt, dann kann es wirklich sein, dass es kein FA war.

Wenn es aber wirklich eher ein verschlingen war und du es nicht stoppen konntest, dich wie ferngesteuert gefühlt hast und das auch nichts mit Genuss zutun hatte, finde ich schon, dass man es als FA bezeichnen kann.

Ich finde es super, dass du versuchen willst es drin zu behalten und ich hoffe sehr, dass es funktioniert hat. Halte durch und berichte uns wie du dich entschieden hast und was passiert ist.

Gib nicht auf!

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21. November 2015 um 22:55

Ja, das stimmt natürlich,
ich war da wahrscheinlich zu subjektiv.

Dennoch ja auch im Kontext zu betrachten - wenn er/sie jetzt die Pckg bei Beschäftigung (Film, Buch, usw), Gesellschaft, was auch immer, gefuttert hat - dann ist das natürlich eben mal n Süßhunger der da befriedigt wurde. Aber wenn man da mit der Packung im Zimmer verschwunden ist und das heimlich still und leise reinfuttert um es reinzufuttern, dann hat es zumindest einen emotionalen Ess-Charakter.

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22. November 2015 um 0:39

Ich bin Sehr gerührt von den vielen antworten!
Hallo ihr!
Erstmal vorne Weg ; mich hat es beim lesen gerade sehr getroffen, da ich es unfassbar Schön finde , so unfassbar aufmunternde, positive Worte zu hören. Besseres hätte mir echt nicht passieren können ! Erstmal ein kräftiges DANKE an alle die geantwortet haben. Präge ich mir definitiv für nächstes mal ein.

So nun zu dem, wie ich gehandelt habe falls es euch noch interessiert ;
Ich habe es echt drinnen gelassen. War ganz ok. Der nächste Tag ( heute ) war jedoch sehr sehr schwer von der stimmig und auch von dem Essverhalten. Ich habe Dinge, die ihnen hier nicht auffallen, reduziert und mit keinem drüber gesprochen. War ein großer Fehler !
Komme nämlich gerade von einem filme - weihnachts Abend und hatte über 3 Stunden einen sehr unkontrollierten essanfall. Zusammengefasst so Ca : 10 Ferrero Küsschen, 20 Lebkuchen, 5 Stücke Stollen, 30 Kekse, 10 zimtsterne, viele Haribo, 10 Dominosteine und und und .. Beim Gedanken wird mir schon schlecht. Habe leider einen schwangerschaftsbauch der mir erschwert , mich zu bewegen. Habe mich dafür entschieden, einfach schlafen zu gehen.

Was ich daraus gelernt habe und ich euch mitgeben
Kann den es evtl. auch betrifft?
- am nächsten Tag nicht (!) reduzieren
- nächsten Tag Risikofaktoren verringern / vermeiden
- drüber sprechen!!!

Trotzdem danke für all die Hilfe. Echt.

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22. November 2015 um 9:15
In Antwort auf salome_12300657

Ich bin Sehr gerührt von den vielen antworten!
Hallo ihr!
Erstmal vorne Weg ; mich hat es beim lesen gerade sehr getroffen, da ich es unfassbar Schön finde , so unfassbar aufmunternde, positive Worte zu hören. Besseres hätte mir echt nicht passieren können ! Erstmal ein kräftiges DANKE an alle die geantwortet haben. Präge ich mir definitiv für nächstes mal ein.

So nun zu dem, wie ich gehandelt habe falls es euch noch interessiert ;
Ich habe es echt drinnen gelassen. War ganz ok. Der nächste Tag ( heute ) war jedoch sehr sehr schwer von der stimmig und auch von dem Essverhalten. Ich habe Dinge, die ihnen hier nicht auffallen, reduziert und mit keinem drüber gesprochen. War ein großer Fehler !
Komme nämlich gerade von einem filme - weihnachts Abend und hatte über 3 Stunden einen sehr unkontrollierten essanfall. Zusammengefasst so Ca : 10 Ferrero Küsschen, 20 Lebkuchen, 5 Stücke Stollen, 30 Kekse, 10 zimtsterne, viele Haribo, 10 Dominosteine und und und .. Beim Gedanken wird mir schon schlecht. Habe leider einen schwangerschaftsbauch der mir erschwert , mich zu bewegen. Habe mich dafür entschieden, einfach schlafen zu gehen.

Was ich daraus gelernt habe und ich euch mitgeben
Kann den es evtl. auch betrifft?
- am nächsten Tag nicht (!) reduzieren
- nächsten Tag Risikofaktoren verringern / vermeiden
- drüber sprechen!!!

Trotzdem danke für all die Hilfe. Echt.

Sprechen
Wie sprichst du darüber? redest du auch mit Freunden oder den Leuten um dich herum darüber? was du gegessen hast und so weiter oder was sagst du? mir ist es immer so peinlich wenn das passiert ist dass ich mich schäme und mich nicht traue was zu sagen.. zugegebenermaßen sind meine essanfälle bzw Tage oft über 7000 und wirklich abnormal und daher bin ich einfach nur noch ratlos. ich kann es einfach nicht mehr nachvollziehen.

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