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Hilfe: Ich (21) kann nicht allein essen

9. April 2012 um 0:32

Liebe Foristinnen,


ich bin weiblich, 21 Jahre alt und habe ein Problem, für das ich auch nach stundenlanger Google-Recherche nicht einmal den Ansatz einer Lösung gefunden habe, weswegen ich mich nun hier angemeldet habe und auf eure Unterstützung hoffe.

Der Sachverhalt stellt sich wie folgt dar: Schon seit mehreren Jahren (an einen "Anfang" als solchen erinnere ich mich nicht) kann ich nicht essen, wenn ich allein bin. Dazu zählen sowohl die elterliche Mietwohnung als auch meine Wohngemeinschaft sowie rein theoretisch auch andere Gebäude oder auch die freie Natur. Solange meine Mitbewohnerinnen oder andere mir bekannte Personen (z. B. Freund, Eltern usw.) anwesend sind, kann ich problemlos essen. Es ist auch möglich, an einem Tag zu essen, an dem eigentlich niemand da ist, es aber absehbar ist, dass eine mir bekannte Person spätestens am Abend wieder erscheinen wird. Um es vorweg zu sagen: Ich zeige davon abgesehen keinerlei Auffälligkeiten im Essverhalten und esse auch wahnsinnig gerne, so dass ich absolut normalgewichtig bin und mich mein Freund manchmal sogar spaßeshalber "Fresssack" nennt...

Um das Problem noch mehr zu verdeutlichen, möchte ich nachfolgend noch beschreiben, wie ein Tag aussieht, an dem nicht absehbar ist, wann ich wieder ein mir bekanntes Gesicht sehe, es also durchaus 2-3 Tage dauern kann, bis mein Freund oder eine Mitbewohnerin wieder auftaucht: Nach dem Aufstehen gibt es kein Frühstück, weil ich keinen Hunger habe oder überhaupt nicht daran denke, Hunger haben zu können. Später spüre ich, etwa durch Bauchschmerzen, dass ich Hunger, aber (als Genussmensch, siehe oben!) schlichtweg keine Lust zu essen habe und auch dann, wenn ich mich dazu zwingen will, nichts hinunterbekomme. Es geht einfach nicht. Wenn man das konsequent weiterdenkt, müsste ich verhungern, wenn ich nur lange genug niemanden um mich herum habe, und tatsächlich ist es so, dass ich mir im Fall eines mehrere Tage dauernden Alleinseins Gelegenheiten suchen muss, wo ich mit Menschen zusammenkomme, die ich kenne. So bin ich beispielsweise kürzlich nur zum Essen 30 Kilometer mit dem Zug zu meinen Eltern gefahren, da in meiner WG niemand da war und auch mein Freund mich nicht besuchte. Vor ein paar Jahren war ich während eines Praktikums in einem Kindergarten zwei Wochen alleine - während dieser Zeit habe ich nur mittags im Kindergarten gegessen und mich außerdem 3-4 mal zu meiner Nachbarin eingeladen, alleine zuhause habe ich keinen Bissen gegessen, abgesehen vielleicht von einem klitzekleinen Stück Schokolade, zu dem ich mich dann angesichts der "Not" doch zwingen konnte...

Soweit fürs erste, ich würde mich sehr freuen, wenn sich hier irgendjemand findet, der mir - möglichst aus eigener Erfahrung - sagen kann, worum es sich bei meinem Problem handeln und was man dagegen machen könnte. Ich plane übrigens, den Sachverhalt in absehbarer Zeit auch mit einem Arzt zu besprechen - ganz allgemein gehaltene Hinweise, doch einmal zum Doktor zu gehen, bringen mir also keinen Nutzen Vielen Dank schonmal für eure Unterstützung!


Liebe Grüße,
Loeffelei

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9. April 2012 um 2:58

Hört sich so an...
als könntest du nicht allein sein?! Dass du also so ein ungutes gefühl hast, dass es dir den appetit nimmt. Du sagst ja auch, wenn du weisst, es kommt jemand in absehbarer zeit, isst du. Wie fühlst du dich denn ansonsten, wenn du allein bist? Vlt einsam?
Wäre plausibel, da du ja keine ES hast

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9. April 2012 um 13:52

Hmm
wahrscheinlich ist das nicht gerade eine wirklich hilfreiche Antwort, aber ich kann dich schon in gewisser Weise verstehen.
Ich esse alleine auch kaum, allerdings bin ich auch magersüchtig. Wenn ich alleine bin, beobachtet mich ja keiner, also kann ich ohne blöde Blicke und sorgende Worte aufs Essen verzichten. Zudem kommt meine große Angst vor Fressattacken und wenn ich alleine bin, dann habe ich immer Angst nach einer "für mich normalen Portion nach dem Essensplan der EB", eine Fressattacke zu entwickeln. Ich fühle mich in dieser Hinsicht wie ein hilfloses Kind und denke immer daran, wie erwachsen ich in meinem Alter eigentlich sein sollte, und wie kindlich ich dann doch wieder bin...
ich kann das also gut nachvollziehen. Ich habe zwar auch eine eigene Wohnung, gehe aber zum Essen immer zu meinen Eltern, weil ich alleine verhungern würde

lg Anna

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