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Hilfe! Habe ich eine Essstörung?

14. April 2015 um 17:27 Letzte Antwort: 19. April 2015 um 22:48

Hallo Liebe Community!
Ich bin neu hier, heiße Lilian und bin 15 (im Juli 16).
Ich habe mich hier angemeldet, weil ich glaube bzw. ziemlich sicher bin dass ich eine Essstörung habe...

Also, ich fange mal an:
Ich bin 1,70m groß und wiege zurzeit 49kg.
Ich war mein ganzes Leben schon immer (stark) untergewichtig von Natur aus, weil ich noch nie so der Vielesser war. Habe schon immer viel genascht aber gegessen eigentlich nie so viel. Es war irgendwie sozusagen Erziehung bzw eben einfach Normal bei uns, dass es nie übermäßig viel Essen gab ohne dass meine Eltern mich natürlich hungern lassen wollten oder so... Hunger hatte ich nie. Meine Mutter war auch immer sehr dünn, von Natur aus, bis sie vor einigen Jahren (ich weiß nicht genau wann, war noch zu jung und hatte keine Ahnung von Magersucht/Bulimie usw) eine Essstörung bekam... Darf bzw will ich jetzt aber nicht weiter ausführen.
Jedenfalls wurde ich auch immer schon von anderen als magersüchtig beleidigt, obwohl ich das nie war und auch gar keine Ahnung von Kalorien etc hatte. Ich war halt immer schon untergewichtig.
Bis vor einem Jahr hatte ich mich nie mit Kalorienzählen, abnehmen, Essen beschäftigt. Aber dann fing es an. Meine Mutter sagte einmal zu mir, als ich mir eine zweite Portion Mittagessen nachholte, dass ich ein ganz schöner Esser geworden wäre und dass ich aufpassen müsste, da ich die Kilos wahrscheinlich schwer wieder runter bekommen würde bzw dass ich die Fettzellen im Körper nie wieder loswerde... Oder so Ähnlich... Ich will jetzt niemandem die Schuld geben, aber seit diesem Satz beschäftige ich mich mit dem Thema Essen... Erstmal gar nicht so, aber in den letzten Paar Monaten ist es richtig schlimm geworden. Ich esse manchmal nur 600 Kalorien am Tag, normalerweise so 1200, ich versuche aber immer unter 1000 zu bleiben, wobei mir das unter der Woche nie gelingt, da der Tag da ja ziemlich lang ist, ich in der Schule mein Pausenbrot habe (was ich aber auch manchmal nicht esse) und man ja eigentlich immer unterwegs ist oder so... Ich zähle alle Kalorien, die ich esse, führe mit einem PC Programm genaue Dokumentation darüber, wiege mich ständig, stelle mich ständig vor den Spiegel. Nach jedem Keks stelle ich mich vor den Spiegel und gucke ob ich dicker geworden bin... Ich nasche immer noch regelmäßig, verfalle dann aber in Fressattacken und esse manchmal 200g Schokolade... Es ist so schlimm, danach habe ich solche Schulgefühle und will alles wieder auskotzen! Mein Leben besteht nur aus Kalorienzählen!
Meine Mutter hat mich auch mal drauf angesprochen vor ein paar Monaten ob ich ein Problem mit dem Essen hab. Ich habe zwar gesagt es sei alles gut, habe aber schon ein paar Andeutungen gemacht, ich will ja auch dass sie was merkt und mir hilft! Wenn sie abends fragt ob ich was essen will (wir essen nie zsm, jeder kommt zu andern Zeiten und hat ja auch anders Hunger), sage ich immer Nein. Oder ich esse nur Obst, ich habe mir abgewöhnt abends zu essen. Bin mehr so der Frühstücker. Jedenfalls stört sie das gar nicht. Ich glaube sie merkt es nicht weil sie selbst krank ist. Einerseits will ich, dass meine Eltern auf mein Problem aufmerksam werden, andererseits will ich meine Mutter nicht belasten. Ich sehe ja selbst, dass sie vieeeel dünner ist als ich. Neben ihr bin ich wirklich FETT! Das ist auch so eine Sache: neben meinen Freunden sehe ich immer total mager aus... Da denke ich: Hmm ich sollte zunehmen. Neben meiner Mutter sehe ich dass so mega abartig FETT aus, dass ich denke ich muss abnehmen! Ich kann mich auch manchmal nicht entscheiden ob ich zu oder abnehmen soll... Manchmal fühl ich mich mager, manchmal fett!!!
Ich könnte noch soviel mehr schreiben... aber sonst wird der Text zu lang...

Bitte um helfende Antworten...
Danke <3

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15. April 2015 um 14:39

Hallo Lilian,
du bist auch für dein Alter in Untergewicht und zeigst von deinen typischen Gedanken her eine Entwicklung in die Anorexie. Du isst viel zu wenig und dein Körper scheint bereits mit Essattacken auf die anhaltende Unterernährung zu reagieren. Es wird also höchste Zeit, dein Essverhalten zu ändern und zurück zur Gesundheit zu finden.

Dabei wirst du dich wohl nicht auf die Unterstützung deiner Mutter verlassen können, da sie möglicherweise selbst keine gesunde Einstellung zum Essen hat. Die entscheidende Frage ist, ob du es allein und ohne ambulante Therapie schaffst, dich aus dem anorektischen Sog zu befreien. Dazu wäre es erforderlich, dass du täglich deutlich mehr isst als momentan, damit sich auch dein herabgesetzter Stoffwechsel wieder erholen kann.Das wird mit einer leichten Gewichtszunahme verbunden sein, was aber keineswegs schlimm ist, da du ohnehin ein höheres Gewicht von mindestens 52 KG anstreben solltest.

LG Nus

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15. April 2015 um 20:11
In Antwort auf nus1951

Hallo Lilian,
du bist auch für dein Alter in Untergewicht und zeigst von deinen typischen Gedanken her eine Entwicklung in die Anorexie. Du isst viel zu wenig und dein Körper scheint bereits mit Essattacken auf die anhaltende Unterernährung zu reagieren. Es wird also höchste Zeit, dein Essverhalten zu ändern und zurück zur Gesundheit zu finden.

Dabei wirst du dich wohl nicht auf die Unterstützung deiner Mutter verlassen können, da sie möglicherweise selbst keine gesunde Einstellung zum Essen hat. Die entscheidende Frage ist, ob du es allein und ohne ambulante Therapie schaffst, dich aus dem anorektischen Sog zu befreien. Dazu wäre es erforderlich, dass du täglich deutlich mehr isst als momentan, damit sich auch dein herabgesetzter Stoffwechsel wieder erholen kann.Das wird mit einer leichten Gewichtszunahme verbunden sein, was aber keineswegs schlimm ist, da du ohnehin ein höheres Gewicht von mindestens 52 KG anstreben solltest.

LG Nus

Danke.....
...erstmal für die Antwort
Ich weiß dass das was ich mache nicht gesund ist...
Ich will da einerseits auch raus aber andererseits finde ich mich viel zu dick.... Und ich will abnehmen Ich weiß natürlich dass ich dünn bin, aber ich kann diese Gedanken und das Kalorienzählen etc. einfach nicht abstellen.
Alleine schaffe ich das sowieso nicht... Und auf meine Mutter werd ich mich auch nicht verlassen können. Ich habe zB heute in der Schule nur einen halben Apfel gegessen... Hab die ganze Brotdose voll wieder mit nach Hause gebracht... Aber meine Mutter nteressiert das nicht! Sie nimmt dann nur die Dose, sieht dass ich nichts gegessen hab und stellt sie eben für den nächsten Tag oder abend in den Kühlschrank. Ohne Kommentar! Ohne eine Frage, ob mit mir alles okay ist und wieso ich nichts esse!
Am Wochenende habe ich angefangen mein Frühstück zu reduzieren: Früher habe ich am Wochenende immer einen Becher Naturjoghurt (150g) mit einem Apfel, einer Banane und ein paar ungesüßten Cornflakes gegessen. Das war immer mein Frühstück. Jetzt esse ich nur noch 70g Naturjoghurt mit einem halben Apfel am Wochenende! (ca. 120kcal)... Meine Mutter sieht das ja auch und es interessiert sie nicht! Ich versuche natürlich meine vielleicht Essstörung zu vertuschen, aber andererseits will ich ja auch, dass meine Mutter was merkt und ich Hilfe bekomme! Aber ansprechen will ich sie nicht, da ich sie nicht belasten möchte und sie ja dieses eigene Problem hat und außerdem Hilfe viel nötiger hat als ich...! Mein Vater würde nichts merken, wenn ich eine ES habe, da wir fast nie zsm essen und ich ihn erst ab Nachmittag sehe...
Was soll ich tun?

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16. April 2015 um 14:32
In Antwort auf lilly190799

Danke.....
...erstmal für die Antwort
Ich weiß dass das was ich mache nicht gesund ist...
Ich will da einerseits auch raus aber andererseits finde ich mich viel zu dick.... Und ich will abnehmen Ich weiß natürlich dass ich dünn bin, aber ich kann diese Gedanken und das Kalorienzählen etc. einfach nicht abstellen.
Alleine schaffe ich das sowieso nicht... Und auf meine Mutter werd ich mich auch nicht verlassen können. Ich habe zB heute in der Schule nur einen halben Apfel gegessen... Hab die ganze Brotdose voll wieder mit nach Hause gebracht... Aber meine Mutter nteressiert das nicht! Sie nimmt dann nur die Dose, sieht dass ich nichts gegessen hab und stellt sie eben für den nächsten Tag oder abend in den Kühlschrank. Ohne Kommentar! Ohne eine Frage, ob mit mir alles okay ist und wieso ich nichts esse!
Am Wochenende habe ich angefangen mein Frühstück zu reduzieren: Früher habe ich am Wochenende immer einen Becher Naturjoghurt (150g) mit einem Apfel, einer Banane und ein paar ungesüßten Cornflakes gegessen. Das war immer mein Frühstück. Jetzt esse ich nur noch 70g Naturjoghurt mit einem halben Apfel am Wochenende! (ca. 120kcal)... Meine Mutter sieht das ja auch und es interessiert sie nicht! Ich versuche natürlich meine vielleicht Essstörung zu vertuschen, aber andererseits will ich ja auch, dass meine Mutter was merkt und ich Hilfe bekomme! Aber ansprechen will ich sie nicht, da ich sie nicht belasten möchte und sie ja dieses eigene Problem hat und außerdem Hilfe viel nötiger hat als ich...! Mein Vater würde nichts merken, wenn ich eine ES habe, da wir fast nie zsm essen und ich ihn erst ab Nachmittag sehe...
Was soll ich tun?

Hallo Lilian,
wenn deine Mutter bei deiner Essstörung wegsieht, dann weil sie die Realität nur schwer ertragen kann und sich möglicherweise auch selbst Schuldvorwürfe macht. Um so beachtlicher ist es, dass du selbst zur Krankheitseinsicht gelangt bist. Dazu gehört allerdings auch, die Anorexie als eine psychische Krankheit zu verstehen. Wenn du momentan nicht ausreichend essen kannst, geht das auf seelische Konflikte zurück. Diese machen dir dein Leben schwer, so dass du im Hungern einen Ausgleich suchst und auch eine entlastende Wirkung verspürst. Bei der Heilung geht es also darum, dich psychisch so stark zu machen, dass du diesen Ausgleich nicht mehr brauchst.

Es geht also nicht nur ums Essen sondern um eine Hilfestellung für deine Seele. Diese kann dir am besten eine ambulante Psychotherapie geben. Du bist bald 16 und benötigst dafür nicht mehr die Einwilligung deiner Mutter. Wenn du wieder vollständig und damit auch psychisch gesund werden willst, kannst du eine Therapie machen. Es sollte für dich aber im Vorfeld feststehen, dass du diese Hilfe auch annehmen willst. Dann such das Gespräch mit deiner Mutter und warte ab, wie sie reagiert. Zur Not zieh die Therapie allein durch.

LG Nus

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19. April 2015 um 22:48

Hmmm
Hallo!

Es wäre doch wichtig zu erfahren, an welcher Art Essstörung deine Mutter leidet. Möglicherweise hast du dir verschiedene Verhaltensmuster bei ihr abgeschaut?
Vielleicht liegt ja da der Hund begraben?
Wenn du einen einigermaßen guten Draht zu ihr hast, würde ich empfehlen, mit ihr zu reden. Eine Mutter wird immer helfen und verstehen!

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19. April 2015 um 20:13
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