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Hilfe...

26. April 2011 um 18:25

Hey,
ich bin neu hier..
ich habe mich hier angemeldet, weil ich Hilfe brauche..

Ich bin seit längerer Zeit mit der tollsten Frau zusammen,
die ich je kennengelernt habe.. Sie ist aber magersüchtig seit 4 oder 5 Jahren,
sie sagte es mir damals auch sofort beim ersten Date, ich glaube dass das sogar das aller erste war als sie ins Auto eingestiegen ist, sie wollte es von vorne rein klarstellen, was ich auch gut finde..
Sie ist eigentlich auch ein lebensfroher Mensch, war schon diverseren Kliniken, doch es hilft nichts..
Ich kam bisher eigentlich gut mit der Krankheit zurecht,
hab viel Geduld und bin sehr tollerant..
Trotz all dem lieben wir uns über alles..

Nun zu meinem Problem..
In letzter geht es ihr immer immer schlechter..
Ich muss verdammt aufpassen was ich sage,
selbst ein kleiner Spaß kann im kleinen Streit enden...
Sie ist wieder dabei abzunehmen... Ich weiß zwar nicht wo, aber sie möchte abnehmen.. an ihr ist nichts mehr dran.. garnichtsmehr..
Ich bin auch die eintzigste Person, mit der sie redet, nicht mit der Mama, Bruder, Schwester oder bester Freundin...
Ich trage Lasten auf meiner Schulter und fühle mich schuldig Geheimnisse zu "bewahren"...

Neulich hat sie mir erzählt, dass sie vermehrt Blut hustet, erbricht und naja.. beim Toilettengang auch...
Dumme Frage .. ich weiß.. Aber ist das nur eine Reitzung, die weggeht oder ist da was ernsthaft kaputt, wo man gleich ins Krankenhaus fahren sollte?

Ich will sie einfach glücklich machen, irgendwie lässt sie das aber nicht zu, ich bekomme ständig zu hören, dass es mir eh irgendwann zu viel wird.. Ich hatte noch nie mit dem Gedanken gespielt sie zu verlassen...
Sie macht sich ständig einen Kopf, was ich von ihr denke..
Ich wiederhole mich eig. nur noch und sage dass es nicht so ist..
in den letzten Tage ist sie nervlich zusammengebrochen..
Sie kann nichtmehr schlafen, nicht mehr zu ruhe kommen und ständig rennt sie durch die gegend und räumt sachen um usw....
Das ist schon öfters mal so, aber nie so schlimm..
Man sieht ihr die erschöpfung immer mehr an,

Ich weiß nichtmehr wie ich damit umgehen soll,
ich weiß, dass sie hilfe braucht, aber wie verdeutlicht man ihr das, dass sie es versteht?
Wenn wir wegehen wollen, komme ich zu ihr, sie hat tränen in den Augen weil sie seit stunden klamotten gesucht hat, in denen sie sich nicht fett findet...

Ich will sie nicht auf dem weg verlieren,
ich habe die Kraft .. Hätte ich nie gedacht, aber ich steh immer hinter ihr.. Nur wenn das so weitergeht, geht es nichtmehr lange gut..
Was kann ich denn tun, wie gehe ich mit ihr in ganz schlechten Situationen um, in denen sie sich vor sich selbst ekelt?
Was sagen eure Freunde dazu, wie gehen sie damit um?!

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26. April 2011 um 19:11

Hi,
ich kann mich in deine Freundin gut reinversetzten, ich habe auch solche Zeiten hinter mir. Leider kann ich dir keinen Rat geben, wie du dich ihr gegenüber verhalten sollst, ich hätte damals auch nicht gewusst was mein Freund hätte anders machen können.

Egal was er gesagt hat, ich habe an mir selbst so stark gezweifelt, mich sogar gehaßt, dass ich einfach gar nicht glauben konnte, dass er es ernst mit mir meint.

Man hat so ein schlechtes Selbstbild, und deine Freundin dreht dir wahrscheinlich jedes Wort im Mund rum und interpretiert alles negativ.

Ich weiß nicht wie mein Freund es ausgehalten hat, aber wir sind seit 5 Jahren zusammen, ich war in der Zeit 2 mal stationär in Thera und er hat mir immer beigestanden. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.

Deine Freundin muss an ihrem Selbstwergefühl arbeiten. Erst wenn sie selbst wieder etwas positives an sich sieht, wird sie deine Liebe richtig annehmen können.
Ist sie denn noch in Therapie?

Versuch ihr weiterhin beizustehen,

Liebe Grüße,
lescourgettes

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26. April 2011 um 20:27

Ich weiß leider
überhaupt keinen Tipp für dich, aber eins muss ich loswerden:
Ich finde es bewundernswert und toll von dir, wie sehr du hinter deiner Freundin stehst -Respekt!

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27. April 2011 um 4:14

Danke
für die vielen schnellen antworten
Ja stand der Dinge ist, dass sie wohl noch nicht soweit ist, sagt sie.. Sie meinte sie klammere an der Krankheit - ohne sie wäre sie nicht die selbe, das zeichnet sie aus..
Ich weiß, dass sie hilfe von außen braucht, wir waren schon beim Arzt, aber der weiß denk ich auch nicht alles, sie weiß es selbst und würde sich auch helfen lassen, aber nicht für sich, sondern wegen mir... Was nichts helfen wird..
Wir reden nicht über ihr gewicht.. Aber unter 50kg ganz sicher bei ~1,70m ...
Ich hab die Kraft noch.. Aber eben nur noch.. Zeit für mich ist auch schwer zu finden ..
Selbst in der Schule oder auf der Arbeit .. Selbst beim Sport bin ich mit den gedanken bei ihr.. So crazy wie das jetzt auch klingt... Es ist für außenstehende genauso ein teufelskreis, finde ich..
Ich weiß ich dürfte es auch nicht so an mich ranlassen, in schönen momenten ( haben wir gott sei dank noch oft ) kann man das auch ausblenden.. Aber ich merk langsam aber sicher wie's mit mir bergab geht mit schlaflosen nächten angefangen.. Was sagt dein freund dazu, wenn du ihn fragst wie er das alles geschafft hat? Hat er was getan, um dir zur seite zu stehen?

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27. April 2011 um 7:55

Hallo,
ich würde euch zum Besuch eines Facharztes für Psychiatrie raten, da die Gesamtsymptomatik deiner Partnerin, insbesondere ihre Unruhezustände, auf eine sog. agitierte Depression hinweisen. Durch eine adäquate Behandlung würde sich ihre Lebensqualität spürbar verbessern und dir ein Zusammenleben erleichtern.

LG Nus

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28. April 2011 um 13:26

Hmm..
Nein wir kommen leider vom Dorf..
Das Problem ist, dass sie wohl noch nicht bereit ist, sich helfen zu lassen... Blöd ausgedrückt.. du kannst auch keinen Junkie zum Entzug schicken, wenn er nicht will ..
Die Launen schwanken auch immer mehr und öfters um..
also der Tiefpunkt ist nichtmehr weit entfernt glaube ich..
Zudem hab ich gemerkt, dass es mir überhaupt nicht mehr gut geht...
Kann man sich halt so vorstellen... bin ich bei ihr.. setz ich immer ein lächeln und gute Laune auf.. ich lass es mir auch nicht anmerken, dass mich das alles runterzieht.. ich meine.. genug probleme sind ja da und was positives in ihrer nähe ist besser als ein weiteres problem
Wenn ich dann alleine heimkomme... kaputte welt..
Aus dem Trott will ich rauskommen..
Man kann auch schlecht mit ihr drüber reden.. eigentlich garnicht.. Außer wenn sie was getrunken hat.. dann ist sie aber so locker, dass alles aus ihr rausbricht, was ihr auf dem herzen liegt, wenn man sie darauf anspricht.. verlustängste etc.. Ich weiß auch nicht wie ich ihr klarmachen soll, dass ich niemals gehen werde, weil ich einfach noch nie so verliebt war
Mich würde halt mal brennend interessieren, wie eure freunde zu euch stehen, wie sie mit euren launen zurecht kommen ( das gehört ja auch zum krankheitsbild ) .. Es ist ja nicht einfach, aber die Mühe ist es wert und es lohnt sich

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