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Hat wer es schon mal ohne Therapie aus der Ms geschafft?

8. September 2011 um 20:56

Hallo, ich bin neu hier und irgendwie komm ich grad mal nicht alleine klar.
Ich bin Mama von 2 kids und hab letztes Jahr im Februar ne Kur gemacht. Da hab ich gedacht hier finde ich den Anfang zum Sport und zum Abnehemen,hat auch geklappt (hab in einem Jahr gesund von 86kg auf 57kg mit Sport und ernährungsumstellung abgenommen) Dannach hab ich mich immer dick gefühlt sobald ich mehr gegessen hab als mein Körper brauchte. Daraufhin fing ich an wenig zu essen oder hab Fressatacken mit übergeben bekommen Wog hinterher 53 kg bei 174cm und mein Körper machte sich negativ bemerkbar. Da ich mit meinen Freunden und meiner Familie darüber reden kann dachte ich, ich bekomm das so hin. Irrtum manchal gehts und dann gehts wieder von vorne los. Nun hab ich Rücken Probleme( und bin nicht so mobil wie ich gerne wäre,an Sport ist gar nicht zu denken was mir immer sehr viel Kraft gab.) Da ich (trotz viel Sport) laut Ärzteaussagen, keine muskulatur habe. Mein Kopf sagt mir ich muss was essen, weil es so nicht weitergehen darf, aber ich fühle mich fett und aufgebläht. Vielleicht hilft es ja mit euch zu sprechen. Kann man die Sucht alleine besiegen?
Hab im übrigen schon mal in einem Forum mich versucht und leider war ich nen Neuling und irgenwie klappte das dort nicht.
mal sehen wies hier ist.
Danke fürs lesen und vielleicht antworten.

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9. September 2011 um 10:34

Hallo Entgleist,
hinter jeder Essstörung verbergen sich, erlittene Verletzungen, Traumata, frühkindliche Trennungsverluste, Enttäuschungen, Konflikte, Probleme, für die es an Bewältigungsmechanismen fehlt. Sicherlich gibt es auch seelische Selbstheilungskräfte, die im Einzelfall ausreichen können. Wie Romy es schon geschrieben hat, ist es individuell sehr unterschiedlich. Einige finden Hilfe in ihren Familien, anderen wie dir bringt die Unterstützung von Laien wenig oder gar nichts. Da eine Essstörung eine potenziell gefährliche und sogar tötliche Krankheit ist, kommt es auch nicht nur darauf an, irgendwann gesund zu werden sondern möglichst schnell. Wenn die eigenen Kräfte nicht ausreichen, sollte man sich daher nicht scheuen, frühzeitig fachkundige oder professionelle Hilfe zuzulassen.

LG Nus

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9. September 2011 um 11:08

Hallo Entgleist!
Bei mir ist es eine Mischung aus allem!
Wie bei Romi, leiste auch ich viel Selbsttherapie, allerdings bin ich der Meinung, dass es wirklich sehr wenig Einzelfälle gibt, wo man ganz ohne therapeutische Begleitung aus der ES kommt.

Ich finde es in jedem Fall notwendig eben diese individuell professionelle Hilfe zu erhalten, damit man sozusagen seine eigenen Selbstheilungskräfte erst entwickeln kann.

Denn aus einer ES kommt man nur raus, wenn man selbst WILL!
Wenn man für sich "ja" zum Leben sagt.

Auf welche Weise man zu diesem Punkt gelangt, ist für jeden einzelnen ein individueller Weg.
Viele brauchen jahrelange Begleitung, stationäre Therapie, ambulante Therapie, Selbsthilfegruppen, Wohngruppen für Essgestörte...
Es gibt so viele Anlaufstellen, bei denen man genau die Unterstützung erhält, die man grade braucht.

Ich habe das Glück, dass ich scheinbar viel Kraft und Selbstliebe in mir trage, die mich auf einen gesunden Weg leitet.
Aber ich brauche diese Gespräche, ich brauche Anregungen, ich brauche Aufarbeitung meiner vergangenen Biografie, um zu begreifen, was meine Seele so sehr verletzt hat, dass sie sich nicht anders zu helfen wusste, als mit Essen/Verweigerung/Erbrechen zu "antworten".

Selbst wenn ich eine Psychotherapeutin wäre, könnte ich allein nicht herausfinden, was in meiner Seele alles schlummert-daher bin ich der Meinung, man sollte in jedem Fall psychologische Hilfe in Anspruch nehmen (Hilfe zur Selbsthilfe).

Dir alles Liebe und eine gute Entscheidung! Deine Susi



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