Home / Forum / Fit & Gesund / Hat es schon mal jemand mit Normalgewicht geschafft, symptomfrei zu werden?

Hat es schon mal jemand mit Normalgewicht geschafft, symptomfrei zu werden?

24. Februar 2011 um 9:58

Es gibt ja genug Normalgewichtige, die trotzdem eine ES haben, vor allem bei Bulimie, aber auch Magersuchtartig.
Und eben ganz viele, die gerade am Anfang einer ES stehen, noch Normalgewicht haben, aber immer weiter runter wollen.
Und dann sind in solchen Beiträgen immer die Antworten von symptomfreien, ich weiß nicht ob man sagen kann, ehemaligen, Magersüchtigen, die sagen, dass das alles Unsinn war und es einem superschlecht geht mit diesem Gewicht und dass es im Leben um andere Dinge geht.
Mir fällt nur eben auf, dass diese Erkenntnis anscheinend erst mit dem Untergewicht kommt.
Gibt es welche, die es kapiert haben, bevor sie im Untergewicht waren?
Und schon, bevor sie richtig tief in der ES drinsteckten, wieder angefangen haben zu leben?

Ich frage mich das gerade, weil ich selber damals im Prinzip, als ich grenzwertig magersüchtige Tendenzen hatte, kurz vor Untergewicht den Schlussstrich gezogen habe. Ich wäre also eine solcherart schon vorher Gerettete, wenn ich nicht danach erst in abwechselnd Fressen und Hungern gerutscht wäre (eigentlich wollte ich gar nicht mehr hungern, das wäre ja dann so magersüchtig, aber nachdem ich durch Fressen immer zig Kilo zunahm, ist bei 4000 Kalos am Tag unvermeidbar, habe ich dann doch immer wieder gefastet, war irgendwann auf Dauerdiät mit FA), und irgendwann auch in die Bulimie.
Und ich habe irgendwo diesen Gedanken im Hinterkopf, wenn ich mich vielleicht doch mal auf Untergewicht runterhungern würde, dann könnte ich es auch im Unterbewusstsein kapieren, mit der Essstörung abschließen. Ich will gar kein dauerhaftes Untergewicht mehr, wollte ich eigentlich nie, aber ich will einmal ganz tief unten sein, um abschließen zu können.
Klingt bescheuert, oder?
Und umgekehrt habe ich es schon gemacht, ich hatte einmal kurz Übergewicht, BMI 25-26 so rum, um damit abschließen zu können, ich wollte irgendwie wissen, wie es sich anfühlt, ein bisschen in echt zu dick zu sein, statt es sich nur einzubilden, ich wollte einmal im Leben etwas größere Brüste haben, weil ich mit meinen damals immer so gehadert hatte.
Und jetzt will ich Untergewicht.
Ist das jetzt nur rumjammern von einer verzweifelten Dicken, die zu blöd zum Abnehmen ist? Glaub ich eigentlich nicht, weil mir abnehmen sehr leicht fällt und ich gefühlt Tonnen gefressen habe, um so zuzunehmen. Mein natürliches Gewicht ist unteres Normalgewicht.
Und doch drängt mich dieser Wunsch jeden Tag mehr, einmal richtig dünn zu sein, und auch der Wunsch danach, einmal wochenlang zu fasten, länger, als ich es bisher jemals gemacht habe, und auch das war schon lang.

Ich habe dieses Gefühl, ich muss erst durch alle ES-Formen durch, um damit aufhören zu können, ich hatte Bulimie, ich hatte Binge-eating, ich hatte Orthorexie, ich hatte Sportbulimie, ich hab gehungert, jetzt fehlt irgendwie nur noch das Untergewicht, dann bin ich durch.
Und dann kann ich mein Leben leben, dann ist der Abschnitt ES erledigt.
Solche Gedanken habe ich im Moment, und ich weiß einfach nicht, wo die Logik ist, ob da überhaupt eine Logik ist.
Kann mich irgendwer verstehen, gibt es Leute in einer ähnlichen Situation?

Mehr lesen

24. Februar 2011 um 14:58

Bei mir ist es so ähnlich
Hey
auch ich kann dir deine frage nicht beantworten, weil ich selbst nie im untergewicht war oder selbst in der essstörung wirklich drinnen war.aber ich denke nicht, dass das eine sinnvolle lösung ist..
aber ich kenne dieses verlangen nach, viel zu wenig wiegen(weniger als mein traumgewicht), oder es reizt mich auch, mal tage oder wochenlang nichts zu essen. ich mache schon seit zwei jahren andauernd diät, aber ich habe das problem, dass ich total schwer/bzw iwi garnicht abnehme. nicht weil ich undiszipliniert bin oder so, es geht einfach nicht... und ich denke auch immer, wenn ich erst mein "traumgewicht" habe, dann werden auch meine kranken gedanken (nichts essen, magersüchtig sein wollen) weggehen. aber ich wehr mich dagegen (ich hatte schonmal anorektische und bulimische Zeiten/phasen, aber wie gesagt, auf mein gewicht hat sich das nicht wirklich ausgewirkt, auch wenn ich manchmal nur 300 kcal oder nur einen apfel oder so gegessen hab...)und will auf normalen weg hinkommen, weil (durch lesen) weiß ich, dass magersucht nichts wünschenswertes, schreckliches, lebensraubend usw ist.
trotzdem gehen diese kranken gedanken nicht weg...!!!
ich versteh deinen gedankengang, aber er ist wirklich "krank"...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. Februar 2011 um 15:10
In Antwort auf nan_12869300

Bei mir ist es so ähnlich
Hey
auch ich kann dir deine frage nicht beantworten, weil ich selbst nie im untergewicht war oder selbst in der essstörung wirklich drinnen war.aber ich denke nicht, dass das eine sinnvolle lösung ist..
aber ich kenne dieses verlangen nach, viel zu wenig wiegen(weniger als mein traumgewicht), oder es reizt mich auch, mal tage oder wochenlang nichts zu essen. ich mache schon seit zwei jahren andauernd diät, aber ich habe das problem, dass ich total schwer/bzw iwi garnicht abnehme. nicht weil ich undiszipliniert bin oder so, es geht einfach nicht... und ich denke auch immer, wenn ich erst mein "traumgewicht" habe, dann werden auch meine kranken gedanken (nichts essen, magersüchtig sein wollen) weggehen. aber ich wehr mich dagegen (ich hatte schonmal anorektische und bulimische Zeiten/phasen, aber wie gesagt, auf mein gewicht hat sich das nicht wirklich ausgewirkt, auch wenn ich manchmal nur 300 kcal oder nur einen apfel oder so gegessen hab...)und will auf normalen weg hinkommen, weil (durch lesen) weiß ich, dass magersucht nichts wünschenswertes, schreckliches, lebensraubend usw ist.
trotzdem gehen diese kranken gedanken nicht weg...!!!
ich versteh deinen gedankengang, aber er ist wirklich "krank"...

Noch ne kleine anmekung
damit wollte ich auf keinen fall sagen, dass du das mit dem untergewicht durchziehen sollst!! ich will dich auf keinen fall dazu ermutigen, ich wollte dir nur sagen, dass es bei mir so ähnlich ist, wenn auch nicht ganz so krass!!!
aber ich kann dir nicht sagen, wie man symptomfrei werden kann... =(

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Februar 2011 um 1:16

Voll und ganz nachvollziehbar!
Ich kann dich soo nachvollziehen!!
Vor 2 Jahren hab ich so lange nichts (einfach null, nur Tee und Wasser, manchmal Gemüsebrühe) gegessen, bis meine Mum mir drohte mich ins BKH einzuliefern.
Ich hab immernoch nicht gebremst, erst als ich öfter von anderen angesprochen worden bin, ich mich garnicht mehr getraut hab Ausschnitte anzuziehen weil man da so die Schlüsselbeine und Schulterknochen gesehen hat, und mich das nichtmehr gepusht hat, sondern an meinem Selbstwertgefühl genagt. Ich habe mich beobachtet und unwohl gefühlt..den Schlussstrich hab ich dann selbst gezogen, als ich merkte wie die Oberweite weniger geworden ist, das war so schrecklich anzusehen dass ich das alles nicht mehr wollte.
Es ließ sich also null von anderen beeinflussen (erst recht nicht durch Drohungen und Zwang, wie es meine Eltern versucht haben in den Griff zu bekommen) sondern durch den eigenen "Schock Moment". War im Bad, ich werde den Moment wohl nie vergessen .
Daraufhin hab ich dann immer wieder FA's gehabt, unregelmäßiges Essen...aber wurde besser. Bis zum Normalgewicht, und dann kam wieder das Bedürfnis abzunehmen- sogar in der Form, dass ich absichtlich richtig viel aß, um zuzunehmen, damit sich das abnehmen auch "lohnt", oder mehr Kilos da sind die dann auch wieder purzeln können. Quasi zunehmen UM abnehmen zu können, ich weiß hört sich völlig sinnlos an aber ich wollte es sehen auf der Waage.
Eine Zeit lang war dann alles normal, aber jetzt fühle ich mich wieder viel zu dick und übergebe mich regelmäßig .. auch irgendwie doof
Ich will nicht "normalgewichtig" sein, sondern irgendwie "hübscher", was mit "normal" Essen schwer zu verbinden ist, zumindest gelingt es mir leider nicht.
Ich würde einfach gern durch viel Sport und gesundem Essen eine tolle Figur erreichen, aber irgendwie gefallen mir die "Magersüchtigen" Figuren immernoch besser als die "sportlichen", und deswegen schaff ich's nicht.

Ich bin auch schon durch fast alle "Methoden" durch, und ständig entweder unzufrieden (so wie im Moment gerade, einfach zu "fett", unwohl fühlend, Selbstbewusstsein wird gedrückt) und unglücklich, bzw. sehr schwankend (stolz vor dem Spiegel, wenn alles schön schlank ist, und dann wieder totunglücklich und am heulen..).
Mein Plan ist jetzt jeden Tag wieder regelmäßig Ausdauersport zu betreiben, um mich einfach besser zu fühlen, und in Maßen zu essen, vllt bekomm ichs dann irgendwie in den Griff und bin zufrieden.
Ich hoffe wir schaffen das!!
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Februar 2011 um 12:43


"Ohje du hast ja echt schon alles mögliche an Essstörungen durch. Heftig. Wie lange geht das denn schon bei dir?"

Bald drei Jahre, wobei sich das vor allem im letzten Jahr sehr gesteigert hat, davor hatte ich zwischendurch auch mal längere Phasen, wo es besser ging.
Vor drei Jahren habe ich mein Abi gemacht, und danach bin ich irgendwie in so eine Krise gestürzt, die sich in der ES ausgedrückt hat.
Davor war es latent vorhanden, das heißt, es hat nicht meinen ganzen Tagesablauf beeinträchtigt, sondern nur mein Abendessen war essgestört. Heißt, entweder gefressen, 5 Brote und mehr, oder essen gestrichen und den ganzen Abend rumgeturnt. Aber da war mir mein Gewicht egal, ich wog mich nicht, und den Rest des Tages habe ich sowieso normal gegessen.
Erst nach dem Abi ging es dann richtig los. Da hatte ich ja auch mehr Zeit für Blödsinn. Und irgendwann habe ich mich dran gewöhnt und konnte nicht mehr anders.

"Warum nicht gleich anfangen mit dem neuen und besseren Leben?"
Ich habe es schon so oft versucht und irgendwas in mir blockiert immer. Und ich versuche ja im Prinzip seit drei Jahren, der Magersucht zu entfliehen, aber hab mir ja genug alternative gestörte Verhaltensweisen zugelegt, die mich ähnlich belasten.
Und im Prinzip wäre es weniger Zeitverlust, wenn ich jetzt zwei Monate abnehme, dann einen Monat wieder zunehme und dann durch wäre, als mich jetzt noch mal drei Jahre mit fressen und so zu quälen. (Mal wieder meine Logik, die in sich logisch ist, aber von Vorraussetzungen ausgeht, die nicht zwingend stimmen müssen )
Außerdem, ich glaube nicht daran, dass man einfach so mit einem besseren Leben anfangen kann. Genausowenig wie man als Schüler einfach anfangen kann, zu arbeiten und viel Geld zu verdienen. Geht nicht, da muss erst eine Ausbildung kommen.
Ist bloß die Frage, wie sieht die Ausbildung für ein besseres Leben aus? Ich gebe zu, Hungern ist es vermutlich nicht, Untergewicht auch nicht, aber was dann? Wo kann ich lernen, gut zu leben???

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Februar 2011 um 13:10
In Antwort auf nan_12869300

Bei mir ist es so ähnlich
Hey
auch ich kann dir deine frage nicht beantworten, weil ich selbst nie im untergewicht war oder selbst in der essstörung wirklich drinnen war.aber ich denke nicht, dass das eine sinnvolle lösung ist..
aber ich kenne dieses verlangen nach, viel zu wenig wiegen(weniger als mein traumgewicht), oder es reizt mich auch, mal tage oder wochenlang nichts zu essen. ich mache schon seit zwei jahren andauernd diät, aber ich habe das problem, dass ich total schwer/bzw iwi garnicht abnehme. nicht weil ich undiszipliniert bin oder so, es geht einfach nicht... und ich denke auch immer, wenn ich erst mein "traumgewicht" habe, dann werden auch meine kranken gedanken (nichts essen, magersüchtig sein wollen) weggehen. aber ich wehr mich dagegen (ich hatte schonmal anorektische und bulimische Zeiten/phasen, aber wie gesagt, auf mein gewicht hat sich das nicht wirklich ausgewirkt, auch wenn ich manchmal nur 300 kcal oder nur einen apfel oder so gegessen hab...)und will auf normalen weg hinkommen, weil (durch lesen) weiß ich, dass magersucht nichts wünschenswertes, schreckliches, lebensraubend usw ist.
trotzdem gehen diese kranken gedanken nicht weg...!!!
ich versteh deinen gedankengang, aber er ist wirklich "krank"...

Hm
Bei mir ist das ja ein bisschen anders, ich kann ja abnehmen und nehme auch relativ schnell ab, einmal ging es mir sogar zu schnell, da saß ich im Zug, hab das Bein so hochgestellt, und dann mal geguckt und gemerkt, huch, das ist ja viel dünner als vor zwei Wochen, und wenige Tage später habe ich dann auch angefangen zu fressen, nicht, weil ich durch das zuwenig Essen Heißhunger gekriegt habe, denn es war eher so, danach von den größeren Portionen bekam ich Bauchweh. Also es war rein psychisch, weil ich irgendwie Angst vor mir selber bekam, so schnell wollte ich gar nicht abnehmen.
Und andererseits bin ich nie zufrieden, wenn ich langsam abnehme, das geht mir dann nicht schnell genug. Ewiger Zwiespalt.
Aber rein technisch würde ich Untergewicht erreichen können, ich müsste ja nur das, was ich da zwei Wochen gemacht habe, mal zwei monate durchziehen, wenn überhaupt.
Mich der Mühe einer gesunden Abnehmkur zu unterziehen, will ich irgendwie gar nicht, also bei mir spielt die Sehnsucht danach, so eingeschränkt zu essen, auch noch eine erhebliche Rolle. Statt einer normalen Diät würde ich eher so bleiben, wie ich bin, soo schlimm finde ich es gar nicht.
Ich wäre sogar fast noch eher bereit, noch ein kleines bisschen zu fressen, damit ich genug Reserven für ein längeres Fasten hätte.
Waah, irgendwie will ich gar nicht dünn sein, bloß mal ein bisschen, aber ich will ganz lange fasten.
Ich hab zu viele Lebensberichte von Gurus und Religionsgründern gelesen, die fasten auch immer so lange und fangen dann an, irgendwelche ganz wunderbaren Lehren zu verbreiten.
Also irgendwie suche ich eher die Erleuchtung durchs Fasten als das Untergewicht. Und jetzt bin ich ja eigentlich dick genug, um danach zwar deutlich untergewichtig zu sein, aber vermutlich noch nicht lebensbedrohlich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Februar 2011 um 13:18

Dori, eigentlich hast du ja immer recht
und doch sagt irgendwas in mir was anderes.
Ich versuche es seit Jahren zu entlarven, aber es kommt in neuen Verkleidungen immer wieder.
Das einzige, was ich kann, ist es zu verschieben, sagen, ich mach es erst in vier Monaten, gerade passt es nicht. Und in vier Monaten vielleicht noch mal verschieben. Und dann noch mal.
Gelegentlich wird der Gedanke ja verdrängt von anderen, positiveren, aber er kommt wieder, immer wieder, wird stärker, extremer.
Manchmal finde ich es selber sinnlos. Und manchmal als das einzig sinnvolle.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Februar 2011 um 13:41
In Antwort auf alexia_11849150

Voll und ganz nachvollziehbar!
Ich kann dich soo nachvollziehen!!
Vor 2 Jahren hab ich so lange nichts (einfach null, nur Tee und Wasser, manchmal Gemüsebrühe) gegessen, bis meine Mum mir drohte mich ins BKH einzuliefern.
Ich hab immernoch nicht gebremst, erst als ich öfter von anderen angesprochen worden bin, ich mich garnicht mehr getraut hab Ausschnitte anzuziehen weil man da so die Schlüsselbeine und Schulterknochen gesehen hat, und mich das nichtmehr gepusht hat, sondern an meinem Selbstwertgefühl genagt. Ich habe mich beobachtet und unwohl gefühlt..den Schlussstrich hab ich dann selbst gezogen, als ich merkte wie die Oberweite weniger geworden ist, das war so schrecklich anzusehen dass ich das alles nicht mehr wollte.
Es ließ sich also null von anderen beeinflussen (erst recht nicht durch Drohungen und Zwang, wie es meine Eltern versucht haben in den Griff zu bekommen) sondern durch den eigenen "Schock Moment". War im Bad, ich werde den Moment wohl nie vergessen .
Daraufhin hab ich dann immer wieder FA's gehabt, unregelmäßiges Essen...aber wurde besser. Bis zum Normalgewicht, und dann kam wieder das Bedürfnis abzunehmen- sogar in der Form, dass ich absichtlich richtig viel aß, um zuzunehmen, damit sich das abnehmen auch "lohnt", oder mehr Kilos da sind die dann auch wieder purzeln können. Quasi zunehmen UM abnehmen zu können, ich weiß hört sich völlig sinnlos an aber ich wollte es sehen auf der Waage.
Eine Zeit lang war dann alles normal, aber jetzt fühle ich mich wieder viel zu dick und übergebe mich regelmäßig .. auch irgendwie doof
Ich will nicht "normalgewichtig" sein, sondern irgendwie "hübscher", was mit "normal" Essen schwer zu verbinden ist, zumindest gelingt es mir leider nicht.
Ich würde einfach gern durch viel Sport und gesundem Essen eine tolle Figur erreichen, aber irgendwie gefallen mir die "Magersüchtigen" Figuren immernoch besser als die "sportlichen", und deswegen schaff ich's nicht.

Ich bin auch schon durch fast alle "Methoden" durch, und ständig entweder unzufrieden (so wie im Moment gerade, einfach zu "fett", unwohl fühlend, Selbstbewusstsein wird gedrückt) und unglücklich, bzw. sehr schwankend (stolz vor dem Spiegel, wenn alles schön schlank ist, und dann wieder totunglücklich und am heulen..).
Mein Plan ist jetzt jeden Tag wieder regelmäßig Ausdauersport zu betreiben, um mich einfach besser zu fühlen, und in Maßen zu essen, vllt bekomm ichs dann irgendwie in den Griff und bin zufrieden.
Ich hoffe wir schaffen das!!
LG

Oh
"Bis zum Normalgewicht, und dann kam wieder das Bedürfnis abzunehmen- sogar in der Form, dass ich absichtlich richtig viel aß, um zuzunehmen, damit sich das abnehmen auch "lohnt", oder mehr Kilos da sind die dann auch wieder purzeln können. Quasi zunehmen UM abnehmen zu können, ich weiß hört sich völlig sinnlos an aber ich wollte es sehen auf der Waage. "

den Gedanken hatte ich auch mal, als ich schlank war, einfach dick werden, damit ich einen richtig einsichtigen Grund habe, abzunehmen, und dann einfach noch ein bisschen weiter abnehmen. Jetzt habe ich es erreicht, bin dick genug, und überlege gerade, ob ich meinen Plan von damals durchziehen soll.

Wegen der Figu, diese rein magersüchtigen Figuren mag ich nicht. Sportlich-kurvig finde ich an anderen Frauen sehr schön, aber denke oft, dass es zu mir eh nicht passt, weil ich ja doch zuwenig Oberweite habe, als dass es bei mir gut wirkt. So sportlich finde ich ganz hübsch und kann es mir auch langfristig vorstellen, außerdem ist so eine Figur auch glaube ich eine der gesündesten. Sehr schön finde ich drahtige Figuren, also sehr wenig Essen und trotzdem sehr viel Sport, also wenig Fett, und ausreichende Muskeln, um sehr beweglich zu sein. Das, was meinem Ästetikempfinden am meisten entspricht, obwohl ich etwas kurviger sexyer finde, aber ich will gar nicht sexy sein, ich habe eh keine Libido. Sehr magersüchtiges Aussehen finde ich nur auf manchen Bildern schön, wo eine entsprechende leicht traurige Stimmung geschaffen wird und wo sie eben das allgemeine Bild nicht stören, da würden Kurven viel zu sehr ins Auge fallen. Aber im realen Leben mag ich schlank, aber nicht zu dünn am liebsten.
Wenn ich selber so aussehen würde, wäre das eher so ein notwendiges Übel, um meine Vorstellung vom Abnehmen zu verwirklichen.
Ich habe schon vor Jahren gesagt, abnehmen ist toll, da ist mein Bauch so wenig gefüllt und man fühlt sich schon so leicht und schlank, zunehmen ist auch toll, da darf man alles in so großen Mengen wie man will essen, aber Gewichthalten ist doof, da hat man keinen der beiden Vorteile.
Das ist vielleicht auch noch mein Problem, Gewichthalten, normal essen, gibt mir nicht so viel wie die Extreme.
Also mein Problem liegt viel stärker im Essverhalten als im absoluten Gewicht.
Das übergeben habe ich gerade aufgegeben seit fast vier Wochen (Sonntag hätte ich die 4 Wochen voll), weil es eigentlich auch nichts gebracht hat. Bloß Verschwendung von essen, Pickel, aufgedunsenes Gesicht, Zeitverschwendung usw. FA habe ich trotzdem, und mittlerweile habe ich dasselbe Gefühl der Sinnlosigkeit auch immer nach dem Essen. Was bringt mir das eigentlich? Auch nur Übelkeit, Völlegefühl, Zunahme. Es würde auch keinen Unterschied machen, es doch wieder loszuwerden. Hab das so satt. Und deshalb steigt gerade wieder extrem die Sehnsucht nach Hungern. Weil mir die ganze Esserei so sinnlos vorkommt. Die vorherige Kotzerei auch.
Also irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss jetzt ganz viel hungern und abnehmen, genau umgekehrt wie die magersüchtigen, die nach ihrer Krankheit so lange FA haben, bis sie wieder normalgewichtig sind, weil der Körper sich das zurückholt, was er braucht. Und meiner will loswerden, was zuviel reingezwängt wurde. Ich habe rein körperlich ständig mit Übelkeit und Appetitlosigkeit zu kämpfen, und betäube diese Gefühle dann mit FA.
Während das Gefühl, jetzt überkompensativ viel Hungern zu müssen, immer größer wird.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Februar 2011 um 18:13

Doch sollte so stehen
fehlt vielleicht eine kleine Erklärung:
Ich habe eine bestimmte Anzahl von Tagen im Kopf, die ich gerne fasten würde, und es sind ziemlich viele.
Wenn ich da bei einer schlanken Figur anfangen würde, wäre das Untergewicht nach dieser Zeit vermutlich schon im sehr kritischen Bereich, während es gerade so gehen sollte, wenn ich bei meinem jetzigen Gewicht anfange.

Ich erwische mich auch immer öfter dabei, dass ich einfach keine Lust oder Zeit habe, um Essen vorzubereiten und zu essen, und da wäre es schon praktisch, nichts zu brauchen.
Andererseits esse ich auch zeitweise gern.
Also für mich wäre es am besten, wenn auf Vorrat essen gehen würde. Also so, dass ich in Viel-ess-phasen keine Schmerzen von überfülltem Bauch kriegen würde, und der Körper in Wenig-ess-phasen locker davon zehren könnte.

Wegen Lichtnahrung, bei Bewegung an frischer Luft in der Sonne, joggen oder wandern, fühle ich mich oft sehr energiegeladen unabhängig vom Essen, als würde ich da doch noch irgendwie Energie einfangen.
Ich habe auch schon mal jemanden gesprochen, der das mal einen Monat richtig praktiziert hatte und meinte, er hätte zwar gegessen, nach Gefühl, aber immer weniger gebraucht. Ist natürlich unspektakulärer als die Berichte von Leuten, die angeblich Jahre lang gar nichts zu sich nehmen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Februar 2011 um 18:55

Auch wenn ich das meiste weiß
du hast es noch einmal genial zusammengeschrieben!
Und vor allem kommt es von jemand anderem als mir selber, was sehr angenehm ist, weil cih mich manchmal entsetzlich unverstanden fühle und denke, dass ich mit meinen Überlegungen ganz allein da stehe und sowieso bescheuert bin.

Es waren auch ein paar neue Gedanken dabei, zum Beispiel mein überhöhtes Interesse für Frauenkörper durch Aktfotographie oder Malerei auszudrücken. Stimmt ja eigentlich.

Jaa, teilweise spielen spirituelle Ambitionen durchaus eine Rolle, oft sogar. Dass ich auf eine andere geistige Ebene kommen möchte.
Aber auch irgendwie Neugierde, was passiert mit mir, wenn ich mich in Extremsituationen bringe? Was kann ich dadurch lernen?

Es ist aber auch ein bisschen auf einer körperlichen Ebene, nicht unbedingt optisch, aber auch vom Gefühl her, ganz oft, wenn ich zum Beispiel Artisten beobachte, dann möchte ich mich auch so bewegen können, oder wenn ich Tänzer sehe, oder Stuntleute. Möchte so einen leichten, beweglichen Körper haben, möchte das Gefühl haben, beinahe fliegen zu können, wenn ich zum Beispiel jemanden am Trapez beobachte. Diesen Wunsch habe ich aber auch, wenn es schon in Richtung menschenunmöglich geht, zum Beispiel würde ich mich auch gern so leicht und schnell wie die Vampire in der Twilight-Serie bewegen können.
Und ich stelle Anforderungen an meine Fitness, dass ich eigentlich will, dass mir alles leicht fällt, wenn ich zum Beispiel eine Stadt besichtige, wo es Treppen gibt und ganz viel bergauf geht, dann wäre mein Ideal, da einfach hochzutanzen, hochzuschweben, und niemals außer Atem zu kommen.
Manchmal habe ich echt Probleme mit der Realität. Wäre besser ein Fabelwesen.

Genial, dieser Ausdruck, mein Körper ist doch keine Ikeaeinrichtung!
Aber so sehe ich meinen Körper auch gar nicht.
Zum Beispiel finde ich Scarlett Johannsen ganz hübsch, aber so wie sie will ich nicht aussehen und könnte es auch sowieso nie, weil ich von den Proportionen ganz anders bin, viel weniger kurvig.
Es gibt andere Menschen, von denen finde ich die Haare ganz nett, oder die Augen, aber ich habe eben andere Haare und Augen. Ist ja ok.
Aber trotzdem will ich ihn gewichtsmäßig so haben, wie ich es will, bloß dummerweise weiß ich gar nicht, wie ich es genau will, weil ich irrsinnige Probleme habe, mich mir vorzustellen, ich kann mir einfach nicht denken, wie ich mit welchem Gewicht aussehe. Also muss ich es ausprobieren.
Hab ich jetzt nach oben gemacht, war mal nett, ein bisschen kurvig zu sein, aber ich gefalle mir doch besser, wie ich früher aussah. Und es war durchaus gut für mein Wohlbefinden, denn jetzt kann ich akzeptieren, dass ich, wenn ich mir insgesamt gefalle, meine Brüste ein bisschen klein sind. Früher, als mein Bauch noch ok war, habe ich rund um die Uhr über Brüste nachgedacht, von der Obsession hat mich mein Zunehmen geheilt.
Vielleicht würde da starkes Abnehmen ja in Bezug auf die Oberschenkel helfen, die ich schon immer zu dick fand, auch als ich schlank war. Und wenn ich es dann mal richtig sehen würde, am eigenen Leib, dass ich mit schlanken Oberschenkeln am Oberkörper zu knochig wäre, dann würde ich vielleicht mit ihnen auch meinen Frieden finden können.
Um dann wieder mit meinem Ursprungsgewicht von früher leben können.


Kennst du das Märchen von der Skelettfrau und dessen Interpretation von Clarissa P. Estès? Steht in ihrem Buch "Die Wolfsfrau". Und ihre Kernaussage ist dort die Leben-Tod-Leben-Natur, die Erkenntnis, dass Leben und Tod zusammengehören, ganz nah zusammenhängen, und sich in Zyklen abwechseln. Und vielleicht suche ich in diesem Sinne auch immer nach Erfahrungen, die mich dem Tod näher bringen, weil ich eigentlich dem Leben näher kommen will.
Ganz stark abmagern, lange nichts essen, und irgendwo darin den Startpunkt für ein neues Leben finden.
Ich fühlte mich ja zum Beispiel im letzten Jahr dann am lebendigsten, wohlsten, als ich mich in so einem Naturschutzgebiet ein bisschen verlaufen hatte, und eine Abkürzung nehmen wollte. Quer durch eine Schlucht, wo es ziemlich tief runter ging, Extremklettern ohne Sicherungsseile, ohne dass jemand wusste, wo ich war.
Davor das Jahr, als ich am Zelten war, und dachte, ich würde in der nacht noch umgebracht, jemand hatte ein Riesenmesser hinter seinem Zelt versteckt, und ich dachte, es sei für mich bestimmt, weil ich mich ein bisschen fies verhalten hatte. War zum Fischen, aber diese eine Nacht der Todesangst, allein sein mit dem mutmaßlich bevorstehenden Tod, werde ich trotzdem nie vergessen.

Was das Buch jedenfalls ausdrücken wollte, war die Einladung, die Skelettfrau ein bisschen mehr in sein Leben einzulassen, nicht nur die lichten Aspekte des Lebens zuzulassen, sondern auch den Todesaspekt.
Zitat:
"Wie wir an dieser Geschichte sehen, muss man eine intensive Beziehung zur Leben/Tod/Leben-Natur herstellen, wenn man für den Rest seines Lebens "gut im Fleisch" stehen will."
"Man hat uns beigebracht, dass der Tod etwas Endgültiges ist, ein Nichtssein, das stets nur weiteres Nichtssein nach sich zieht, was den Beobachtungen in der Natur aber nicht entspricht. Tod erzeugt und birgt ständig neues Leben, selbst wenn man in seiner Existenz schon bis auf die Knochen reduziert ist."
Ok, die Autorin meint das eher bildlich, psychisch, aber kann man nicht auch sein eigenes Bild sein und sich das am eigenen Körper noch mal verbildlichen?
oder auch:
"Die Eingeweihten fürchten den Anblick des Gerippes nicht, während der Rest der Menschheit vehement darauf besteht, dass alle Arten von Skelettfrauen zurück ins Eismeer geworfen werden müssen, sobald man sie (wieder einmal) an der Angel hat."
Und meine Skelettfrau, die ich immer wieder aus dem Meer meiner Gedanken fische, ist der Wunsch, selber einmal eine Skelettfrau zu sein. Soll ich sie immer wieder zurück ins Meer werfen?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Februar 2011 um 19:01
In Antwort auf zuckerengelchen

Doch sollte so stehen
fehlt vielleicht eine kleine Erklärung:
Ich habe eine bestimmte Anzahl von Tagen im Kopf, die ich gerne fasten würde, und es sind ziemlich viele.
Wenn ich da bei einer schlanken Figur anfangen würde, wäre das Untergewicht nach dieser Zeit vermutlich schon im sehr kritischen Bereich, während es gerade so gehen sollte, wenn ich bei meinem jetzigen Gewicht anfange.

Ich erwische mich auch immer öfter dabei, dass ich einfach keine Lust oder Zeit habe, um Essen vorzubereiten und zu essen, und da wäre es schon praktisch, nichts zu brauchen.
Andererseits esse ich auch zeitweise gern.
Also für mich wäre es am besten, wenn auf Vorrat essen gehen würde. Also so, dass ich in Viel-ess-phasen keine Schmerzen von überfülltem Bauch kriegen würde, und der Körper in Wenig-ess-phasen locker davon zehren könnte.

Wegen Lichtnahrung, bei Bewegung an frischer Luft in der Sonne, joggen oder wandern, fühle ich mich oft sehr energiegeladen unabhängig vom Essen, als würde ich da doch noch irgendwie Energie einfangen.
Ich habe auch schon mal jemanden gesprochen, der das mal einen Monat richtig praktiziert hatte und meinte, er hätte zwar gegessen, nach Gefühl, aber immer weniger gebraucht. Ist natürlich unspektakulärer als die Berichte von Leuten, die angeblich Jahre lang gar nichts zu sich nehmen.

Noch eine kleine Ergänzung
solange ich dieses lange Fasten nicht gemacht habe, fühle ich mich gezwungen, dieses hohe Gewicht beizubehalten, um ausreichend Reserven für den Fall zu haben, dass ich es mache, kann meinen Körper also nicht friedlich sein Gewicht einpendeln lassen.
Ohne FA nehme ich nämlich ab. Ist ja klar, bei sehr hohem NG/ÜG-Grenze, weil mein natürliches Gewicht doch deutlich tiefer liegt.

Ich frage mich gerade, wieso muss ich hier Unmengen an Zweifeln und Wünschen ausdrücken und mache es nicht einfach, oder eben nicht? Genau das kritisiere ich nämlich oft an Anderen, warum sie es nötig haben, öffentlich so rumzujammern, statt sich einfach für eins zu entscheiden und dann zu machen, und wenn sie merken, es ist totaler Mist, es einfach wieder sein zu lassen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Allergie oder Essstörung?
Von: zuckerengelchen
neu
8. April 2010 um 20:25
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook