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Hat es jemand geschafft?

19. Mai 2008 um 16:12

nach langer bulimie gesund zu werden? ich leide seit 15jahren unter dieser krankheit und habe leider noch nie jemanden kennengelernt, der/die es geschafft hat rauszukommen.

kenne nur solche die es geschafft haben,welche nicht lange in der krankheit drin waren("nur" 2jahre).

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19. Mai 2008 um 16:43

Ich denke das man das nie 100% "schaffen"

ich hatte lange jahre untergewicht und bin seit zwei jahren im norm bereich

aber ich kämpfe immer noch damit genauso wie mit bulimie die aber nichts mit abnehmen zu tun hat. zumindest nich vordergründig.

aber mich würds auch mal interessieren wie man es schaffen kann wenn man das viele jahre hatte bzw hat.

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19. Mai 2008 um 17:14
In Antwort auf autumn_12691187

Ich denke das man das nie 100% "schaffen"

ich hatte lange jahre untergewicht und bin seit zwei jahren im norm bereich

aber ich kämpfe immer noch damit genauso wie mit bulimie die aber nichts mit abnehmen zu tun hat. zumindest nich vordergründig.

aber mich würds auch mal interessieren wie man es schaffen kann wenn man das viele jahre hatte bzw hat.

Bin nun wieder normalgewichtig aber es schwankt.
mich quälen fünf Fressanfälle pro tag, gut ich hatte in meinen schlechtesten zeiten auch über zehn.

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19. Mai 2008 um 18:44

Gesund...
... wenn Gesundheit bedeutet: Normalgewicht, keine Einschränkung des Tagesablaufes durch die Essstörung, dann bin ich "gesund" geworden. 16 Jahre lang hatte jeder Tag mit Hungern, Fressen, Kotzen zu tun. Eine lange Zeit... hätte auch niemals geglaubt, dass sich das noch ändert.

Jetzt habe ich noch ein bis zwei Essattacken im Monat. Ich sehe mich zwar immer noch als essgestört - in dem Sinne, dass ich auf mich aufpassen muss - aber in meinem Alltag spielt die Bulimie keine Rolle mehr.

Liebe Grüße,

ich.

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20. Mai 2008 um 0:06
In Antwort auf regana_12368410

Gesund...
... wenn Gesundheit bedeutet: Normalgewicht, keine Einschränkung des Tagesablaufes durch die Essstörung, dann bin ich "gesund" geworden. 16 Jahre lang hatte jeder Tag mit Hungern, Fressen, Kotzen zu tun. Eine lange Zeit... hätte auch niemals geglaubt, dass sich das noch ändert.

Jetzt habe ich noch ein bis zwei Essattacken im Monat. Ich sehe mich zwar immer noch als essgestört - in dem Sinne, dass ich auf mich aufpassen muss - aber in meinem Alltag spielt die Bulimie keine Rolle mehr.

Liebe Grüße,

ich.

Ne frage
hast du zugenommen?und wenn ja wieviel?wie hast du es geschafft?(motivation,hilfe)
liebe grüße
noraa

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20. Mai 2008 um 7:25
In Antwort auf lmle_11942467

Ne frage
hast du zugenommen?und wenn ja wieviel?wie hast du es geschafft?(motivation,hilfe)
liebe grüße
noraa

...
Hallo,

ich hatte alle unterschiedlichen Formen einer Essstörung, von Magersucht bis starkem Übergewicht, dann wieder Magersucht... insofern lässt sich die "Gewichtszunahme" bei mir nicht gut beziffern. Die längste Zeit - ungefähr zehn Jahre lang - war ich aber normalgewichtig, das allerdings mit zahlreichen Essattacken pro Tag. Das Schwerste war für mich deshalb auch nicht die Gewichtszunahme, sondern der Verzicht auf die Essattackenroutine. Für mich waren die FAs unverzichtbarer Bestandteil meines Alltages, ein Zwang, eine Sucht.

Die Motivation für den Verzicht war eigentlich die Erkenntnis, dass ich mir jahrelang was vorgemacht hatte. Aus irgendeinem Grund dachte ich, es sei möglich, die Bulimie in einen "normalen" Alltag zu integrieren und mein Leben einfach so weiterzuführen, mit sozialen Kontakten, einem Berufsabschluss, einem Job... daran wäre ich fast gescheitert. Es geht nicht. Irgendwas bleibt auf der Strecke; Du wirst wahrscheinlich wissen, was ich meine.

Um es kurz zu sagen: ich denke, ohne ein Normalgewicht ist ein Ausstieg aus der Bulimie nicht möglich. Die Fixierung auf das Gewicht ist ein Bestandteil der Essstörung. Allerdings, wie bereits erwähnt, empfand ich die Gewichtszunahme nicht als den schwersten Schritt. Ich wiege bei einer Größe von etwa 1,68 m jetzt 58 bis 60 kg (ich habe keine Waage zu Hause und wiege mich etwa 2x im Jahr). Fühle mich mit meinem Gewicht sehr wohl und denke auch nicht daran, das zu ändern

Grüße,

ich.

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20. Mai 2008 um 13:40
In Antwort auf regana_12368410

...
Hallo,

ich hatte alle unterschiedlichen Formen einer Essstörung, von Magersucht bis starkem Übergewicht, dann wieder Magersucht... insofern lässt sich die "Gewichtszunahme" bei mir nicht gut beziffern. Die längste Zeit - ungefähr zehn Jahre lang - war ich aber normalgewichtig, das allerdings mit zahlreichen Essattacken pro Tag. Das Schwerste war für mich deshalb auch nicht die Gewichtszunahme, sondern der Verzicht auf die Essattackenroutine. Für mich waren die FAs unverzichtbarer Bestandteil meines Alltages, ein Zwang, eine Sucht.

Die Motivation für den Verzicht war eigentlich die Erkenntnis, dass ich mir jahrelang was vorgemacht hatte. Aus irgendeinem Grund dachte ich, es sei möglich, die Bulimie in einen "normalen" Alltag zu integrieren und mein Leben einfach so weiterzuführen, mit sozialen Kontakten, einem Berufsabschluss, einem Job... daran wäre ich fast gescheitert. Es geht nicht. Irgendwas bleibt auf der Strecke; Du wirst wahrscheinlich wissen, was ich meine.

Um es kurz zu sagen: ich denke, ohne ein Normalgewicht ist ein Ausstieg aus der Bulimie nicht möglich. Die Fixierung auf das Gewicht ist ein Bestandteil der Essstörung. Allerdings, wie bereits erwähnt, empfand ich die Gewichtszunahme nicht als den schwersten Schritt. Ich wiege bei einer Größe von etwa 1,68 m jetzt 58 bis 60 kg (ich habe keine Waage zu Hause und wiege mich etwa 2x im Jahr). Fühle mich mit meinem Gewicht sehr wohl und denke auch nicht daran, das zu ändern

Grüße,

ich.

Hmm
mein problem ist dass ich verlernt hab richtig zu essen also normal...außerdem hab ich kein sättigungsgefühl mehr
liebe grüße
noraa

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20. Mai 2008 um 17:31
In Antwort auf regana_12368410

...
Hallo,

ich hatte alle unterschiedlichen Formen einer Essstörung, von Magersucht bis starkem Übergewicht, dann wieder Magersucht... insofern lässt sich die "Gewichtszunahme" bei mir nicht gut beziffern. Die längste Zeit - ungefähr zehn Jahre lang - war ich aber normalgewichtig, das allerdings mit zahlreichen Essattacken pro Tag. Das Schwerste war für mich deshalb auch nicht die Gewichtszunahme, sondern der Verzicht auf die Essattackenroutine. Für mich waren die FAs unverzichtbarer Bestandteil meines Alltages, ein Zwang, eine Sucht.

Die Motivation für den Verzicht war eigentlich die Erkenntnis, dass ich mir jahrelang was vorgemacht hatte. Aus irgendeinem Grund dachte ich, es sei möglich, die Bulimie in einen "normalen" Alltag zu integrieren und mein Leben einfach so weiterzuführen, mit sozialen Kontakten, einem Berufsabschluss, einem Job... daran wäre ich fast gescheitert. Es geht nicht. Irgendwas bleibt auf der Strecke; Du wirst wahrscheinlich wissen, was ich meine.

Um es kurz zu sagen: ich denke, ohne ein Normalgewicht ist ein Ausstieg aus der Bulimie nicht möglich. Die Fixierung auf das Gewicht ist ein Bestandteil der Essstörung. Allerdings, wie bereits erwähnt, empfand ich die Gewichtszunahme nicht als den schwersten Schritt. Ich wiege bei einer Größe von etwa 1,68 m jetzt 58 bis 60 kg (ich habe keine Waage zu Hause und wiege mich etwa 2x im Jahr). Fühle mich mit meinem Gewicht sehr wohl und denke auch nicht daran, das zu ändern

Grüße,

ich.

Ich finde
das verdammt stark von dir!!! das macht mir mut. ich denke auch noch, dass irgenwdie alles aufgeht trotz der bulimie aber ich weiss eigentlich selber, das es ein trugschluss ist.

wie hast du es geschafft ohne FA? ich bin auch danach süchtig! sage verabredungen ab oder gehe nicht an die vorlesung, damit ich FA haben kann.

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20. Mai 2008 um 21:28

So halb..
Moin! bin 27Jahre alt lebe jetzt seit 7 Jahren damit. Ich war nie in irgendeiner Therapie oder so. Seit fast 3 Jahren ist es aber um einiges besser geworden. Ich bin 1,78m groß und zu meiner härtesten Zeit wog ich 54kg. Damals bin ich sogar nachts aufgestanden um zu Essen und danach zu kotzen. Tagsüber 3-4 mal. Ich bin immer nur Einkaufen gegangen und hab dann zuhaus meine fressorgien veranstaltet. hatte kaum noch Kontakt zu Jemanden und schreckliche Depressionen.Habe dann meinen Freund kenengelernt und es wurde immer weniger. Der weiss bis heut von nix davon. Wir Wohnen zusammen und deswegen komm ich jetzt nur noch auf 5-6mal pro Woche. Ganz weg wird es glaube ich nie gehen... Wiege jetzt 60kg und versuche nie drüber zu kommen. Im Gegensatz zu damals gehe ich auch nur noch einmal am Tag auf die Waage..früher bestimmt vier mal am Tag. Naja wünsch dir aufjedenfall viel Glück und alles Gute. Hoffe das es besser wird. Was du wissen musst: Dünner sein ist es nicht was dich Glücklich macht! Du machst nicht nur deinen Körper kaputt sondern auch deinen Geist,Psyche,Charakter... L.g

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20. Mai 2008 um 21:30
In Antwort auf venus8015

Ich finde
das verdammt stark von dir!!! das macht mir mut. ich denke auch noch, dass irgenwdie alles aufgeht trotz der bulimie aber ich weiss eigentlich selber, das es ein trugschluss ist.

wie hast du es geschafft ohne FA? ich bin auch danach süchtig! sage verabredungen ab oder gehe nicht an die vorlesung, damit ich FA haben kann.

...
Danke für dsa Kompliment

Dass alles trotz der Essstörung aufgeht, ist tatsächlich ein Trugschluss. Habe lange gebraucht, bis ich mir das eingestehen konnte. Es nennt sich ja Ess-Brech-Sucht, und der Suchtcharakter des Ganzen ist wahnsinnig stark. Für mich klingt das jetzt merkwürdig, aber ich dachte nicht, dass ich ein normales Leben hinbekommen könnte, ohne mir FAs zu "gönnen". Die mussten sein, darüber hinaus musste der Rest natürlich auch laufen. Hat er aber nicht. Die FAs haben eine Eigendynamik und ziehen alles andere mit in den Sog hinein. Ich war ständig pleite, das wenige Geld, das ich hatte, habe ich für FAs ausgegeben. Möchte gar nicht nachrechnen, wie viele Tausender da in die Kanalisation geflossen sind... man kann nicht alles haben. Ein normales Leben ist mit FAs nicht möglich, wenn ich schon an die ganze Heimlichtuerei denke - ein irrsinniger Aufwand.

Losgekommen davon bin ich - ich schrieb es an anderer Stelle in diesem Forum bereits - als ich sozusagen eine Art "letzte Chance" bekam, meine Berufsausbildung abzuschließen, die wegen der täglichen Fresserei ziemlich auf der Strecke geblieben war. Die Änderung des Essverhaltens ging nicht von heute auf morgen, zunächst blieb alles beim Alten, meinen Abschluss habe ich nur mit Ach und Krach geschafft - aber immerhin geschafft. Als ich einige Monate danach einen Job bekam, nahm ich das als Gelegenheit, um etwas zu ändern. Ich wollte nicht, dass meine neuen Kollegen mich ständig in diesem Vor-dem-Fressen oder Nach-dem-Fressen-Zustand sehen. Darüber hinaus war es tierisch anstrengend, nach einem fast 10-Stunden-Tag noch einen FA einzubauen. Ich probierte, es sein zu lassen, und irgendwann merkte ich, dass die Tage, an denen es keine FAs gab, häufiger waren als die mit FAs.

Vielleicht fragst Du Dich, weshalb ich "immer noch" in diesem Forum bin. Ich muss ganz ehrlich sagen: zur Abschreckung. Die Anfragen der Mädchen, die Beschreibungen der FAs... wenn ich das lese, ist mir so glasklar vor Augen geführt, dass ich meinen Alltag anders verbringen möchte. Möglicherweise ist es auch ein bisschen ein Sich-selbst-auf-die-Schulter-Klopfen

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20. Mai 2008 um 21:37
In Antwort auf lmle_11942467

Hmm
mein problem ist dass ich verlernt hab richtig zu essen also normal...außerdem hab ich kein sättigungsgefühl mehr
liebe grüße
noraa

Keine Sorge...
... "normal" essen können, glaube ich, nur die Wenigsten. So zu essen, dass man davon weder ab- noch zunimmt, ist aber einfacher als ich dachte. Wenn ich mal ein bisschen zu viel oder zu wenig esse, scheint es sich auszugleichen, denn über längere Zeit hinweg verändert sich mein Gewicht nicht, dabei gehe ich (mittlerweile!) gern ins Restaurant etc. Ganz wichtig waren für mich: regelmäßige Mahlzeiten. Und mich satt, aber nich übervoll zu essen. Als meine FAs seltener wurden, hat sich das recht fix reguliert.

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21. Mai 2008 um 8:02
In Antwort auf regana_12368410

...
Danke für dsa Kompliment

Dass alles trotz der Essstörung aufgeht, ist tatsächlich ein Trugschluss. Habe lange gebraucht, bis ich mir das eingestehen konnte. Es nennt sich ja Ess-Brech-Sucht, und der Suchtcharakter des Ganzen ist wahnsinnig stark. Für mich klingt das jetzt merkwürdig, aber ich dachte nicht, dass ich ein normales Leben hinbekommen könnte, ohne mir FAs zu "gönnen". Die mussten sein, darüber hinaus musste der Rest natürlich auch laufen. Hat er aber nicht. Die FAs haben eine Eigendynamik und ziehen alles andere mit in den Sog hinein. Ich war ständig pleite, das wenige Geld, das ich hatte, habe ich für FAs ausgegeben. Möchte gar nicht nachrechnen, wie viele Tausender da in die Kanalisation geflossen sind... man kann nicht alles haben. Ein normales Leben ist mit FAs nicht möglich, wenn ich schon an die ganze Heimlichtuerei denke - ein irrsinniger Aufwand.

Losgekommen davon bin ich - ich schrieb es an anderer Stelle in diesem Forum bereits - als ich sozusagen eine Art "letzte Chance" bekam, meine Berufsausbildung abzuschließen, die wegen der täglichen Fresserei ziemlich auf der Strecke geblieben war. Die Änderung des Essverhaltens ging nicht von heute auf morgen, zunächst blieb alles beim Alten, meinen Abschluss habe ich nur mit Ach und Krach geschafft - aber immerhin geschafft. Als ich einige Monate danach einen Job bekam, nahm ich das als Gelegenheit, um etwas zu ändern. Ich wollte nicht, dass meine neuen Kollegen mich ständig in diesem Vor-dem-Fressen oder Nach-dem-Fressen-Zustand sehen. Darüber hinaus war es tierisch anstrengend, nach einem fast 10-Stunden-Tag noch einen FA einzubauen. Ich probierte, es sein zu lassen, und irgendwann merkte ich, dass die Tage, an denen es keine FAs gab, häufiger waren als die mit FAs.

Vielleicht fragst Du Dich, weshalb ich "immer noch" in diesem Forum bin. Ich muss ganz ehrlich sagen: zur Abschreckung. Die Anfragen der Mädchen, die Beschreibungen der FAs... wenn ich das lese, ist mir so glasklar vor Augen geführt, dass ich meinen Alltag anders verbringen möchte. Möglicherweise ist es auch ein bisschen ein Sich-selbst-auf-die-Schulter-Klopfen

Du hast
auch allen grund dazu, dir auf die schultern zu klopfen

deine beschreibungen kenne ich aus dem ff! will nicht wissen, wieviel ferien ich mir hätte leisten können ohne diese FA. ich habe auch schon mehrmals geklaut und habe strafe zahlen müssen.

es ist wirklich eine ess UND brechsucht, das spüre ich jeden tag. mein therapeut sagt immer, ich müsse einen ersatz dafür finden auch wenn es lange keinen wirklichen ersatz darstellt.

ich habe die hoffnung aufgegeben, dass ich je ohne FA oder erbrechen sein werde. aber ich wäre schon glücklich, wenn es nur einmal in der woche wäre und nicht täglich, leider ist dies für mich im moment noch sehr weit entfernt und unvorstellbar.

deshalb macht mir dein bericht mut! danke!

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22. Mai 2008 um 20:39
In Antwort auf venus8015

Du hast
auch allen grund dazu, dir auf die schultern zu klopfen

deine beschreibungen kenne ich aus dem ff! will nicht wissen, wieviel ferien ich mir hätte leisten können ohne diese FA. ich habe auch schon mehrmals geklaut und habe strafe zahlen müssen.

es ist wirklich eine ess UND brechsucht, das spüre ich jeden tag. mein therapeut sagt immer, ich müsse einen ersatz dafür finden auch wenn es lange keinen wirklichen ersatz darstellt.

ich habe die hoffnung aufgegeben, dass ich je ohne FA oder erbrechen sein werde. aber ich wäre schon glücklich, wenn es nur einmal in der woche wäre und nicht täglich, leider ist dies für mich im moment noch sehr weit entfernt und unvorstellbar.

deshalb macht mir dein bericht mut! danke!

...
Die Hoffnung hatte ich auch aufgegeben. Auch jetzt kommt es mir manchmal "komisch" vor, dass alles anders ist, schließlich war die Essstörung und alles, was damit zusammenhing, mehr als die Hälfte meines Lebens eine äußerst treue Begleiterin.

Meine Beschreibung sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich mich häufig anstrengen muss, nicht in alte Muster zurückzufallen. Ich habe im Laufe meiner Essstörung zahlreiche "Folgesymptome" entwickelt, die mir separat davon zu schaffen machten. Dazu zählten eine ausgewachsene Depression und eine Zwangsstörung, die sich beide auch auf das Essverhalten auswirkten. Das ganze Sammelsurium der Störungen schränkt mich zwar nicht mehr in meinem Alltag ein, aber ich denke in diversen Situationen Gedanken, auf die "Gesunde" nicht kommen würden. Insofern würde ich mich auch nicht als "gesund" bezeichnen. Ich spüre in vielen Situationen, dass ich mich konfrontieren muss. Das wird wohl auch immer so bleiben, aber im Vergleich zu dem Vorherigen ist es ein Klacks.

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22. Mai 2008 um 22:06
In Antwort auf regana_12368410

...
Die Hoffnung hatte ich auch aufgegeben. Auch jetzt kommt es mir manchmal "komisch" vor, dass alles anders ist, schließlich war die Essstörung und alles, was damit zusammenhing, mehr als die Hälfte meines Lebens eine äußerst treue Begleiterin.

Meine Beschreibung sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich mich häufig anstrengen muss, nicht in alte Muster zurückzufallen. Ich habe im Laufe meiner Essstörung zahlreiche "Folgesymptome" entwickelt, die mir separat davon zu schaffen machten. Dazu zählten eine ausgewachsene Depression und eine Zwangsstörung, die sich beide auch auf das Essverhalten auswirkten. Das ganze Sammelsurium der Störungen schränkt mich zwar nicht mehr in meinem Alltag ein, aber ich denke in diversen Situationen Gedanken, auf die "Gesunde" nicht kommen würden. Insofern würde ich mich auch nicht als "gesund" bezeichnen. Ich spüre in vielen Situationen, dass ich mich konfrontieren muss. Das wird wohl auch immer so bleiben, aber im Vergleich zu dem Vorherigen ist es ein Klacks.

Ja
das kenne ich auch. habe ebenfalls eine ausgeprägt depression. habe viele medikamente aber was solls? es geht nicht ohne.

ich denke, die gedanken werden uns ein leben lang begleiten aber ich wäre schon froh, wenn das essen/brechen nicht mehr mein leben so einschränken würde.

hast du auch so viele gesundheitliche schäden? ich habe fast alle vorderzähne verloren (nun eine brücke drinn), knochenschwund, fühl mich immer übersäuert, mir ist schwindlig, bin schlapp etc.

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22. Mai 2008 um 22:19
In Antwort auf suse_12263977

So halb..
Moin! bin 27Jahre alt lebe jetzt seit 7 Jahren damit. Ich war nie in irgendeiner Therapie oder so. Seit fast 3 Jahren ist es aber um einiges besser geworden. Ich bin 1,78m groß und zu meiner härtesten Zeit wog ich 54kg. Damals bin ich sogar nachts aufgestanden um zu Essen und danach zu kotzen. Tagsüber 3-4 mal. Ich bin immer nur Einkaufen gegangen und hab dann zuhaus meine fressorgien veranstaltet. hatte kaum noch Kontakt zu Jemanden und schreckliche Depressionen.Habe dann meinen Freund kenengelernt und es wurde immer weniger. Der weiss bis heut von nix davon. Wir Wohnen zusammen und deswegen komm ich jetzt nur noch auf 5-6mal pro Woche. Ganz weg wird es glaube ich nie gehen... Wiege jetzt 60kg und versuche nie drüber zu kommen. Im Gegensatz zu damals gehe ich auch nur noch einmal am Tag auf die Waage..früher bestimmt vier mal am Tag. Naja wünsch dir aufjedenfall viel Glück und alles Gute. Hoffe das es besser wird. Was du wissen musst: Dünner sein ist es nicht was dich Glücklich macht! Du machst nicht nur deinen Körper kaputt sondern auch deinen Geist,Psyche,Charakter... L.g

Danke
ich weiss mit 40kg war ich genauso unglücklich

wieso hast du es deinem freund nicht gesagt? ich wohne ebenfalls mit meinem freund zusammen, habe es ihm aber von anfang an gesagt. war auch ein art test, denn ich konnte mir nie vorstellen, dass jemand "damit" trotzdem noch lieben kann. aber mein schatzi liebt mich)

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22. Mai 2008 um 22:56
In Antwort auf suomi22

Ja
das kenne ich auch. habe ebenfalls eine ausgeprägt depression. habe viele medikamente aber was solls? es geht nicht ohne.

ich denke, die gedanken werden uns ein leben lang begleiten aber ich wäre schon froh, wenn das essen/brechen nicht mehr mein leben so einschränken würde.

hast du auch so viele gesundheitliche schäden? ich habe fast alle vorderzähne verloren (nun eine brücke drinn), knochenschwund, fühl mich immer übersäuert, mir ist schwindlig, bin schlapp etc.

...
Gesundheitliche Schäden habe ich, ja, auch wenn ich glaube, relativ "glimpflich" davongekommen zu sein, weil mein Gewicht in den letzten zehn Jahren im Normbereich lag.

Als ich untergewichtig gewesen bin, hatte ich immer Kreislaufprobleme, bin mehrfach ohnmächtig geworden, hatte nicht nur Schwierigkeiten mit der allgemeinen Aktivität, sondern beispielsweise auch mit dem Sprechen. Kriegte die Worte nicht mehr richtig formuliert. Diese Symptome gingen mit der Gewichtszunahme aber weg.

Schwindelig war mir nachher immer noch nach den Essattacken, ich schätze, Kaliummangel. Durch die Essattacken habe ich starkes Sodbrennen und eine Speiseröhrenentzündung bekommen, was mehrfach medikamentös behandelt wurde. Unangenehm ist auch, dass meine Verdauung seit der Magersucht nicht richtig gearbeitet hatte - obwohl ich niemals Abführmittel o. ä. benutzt habe. Tage- bis Wochenlange Verstopfung, Reizdarm, Magen- und Darmspiegelungen... Es hat sehr lange gedauert, bis sich das normalisiert hat.

Das mit den Zähnen tut mir leid - da hat es Dich wirklich übel erwischt... ich verlor "nur" einen Zahn, allerdings sind alle meine Zähne auf den Kauflächen sehr stark abgeschliffen. Diese "Nachwirkungen" werde ich wohl akzeptieren müssen, lässt sich nun mal nicht rückgängig machen. Ich kann nur versuchen, den zusätzlichen Schaden für die Zukunft zu begrenzen.

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Von: bo_12936005
neu
22. Mai 2008 um 18:10
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