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HALLO AN ALLE HIER! BITTE MAL LESEN!

19. September 2007 um 0:50 Letzte Antwort: 21. September 2007 um 11:29

Hi Mädels,
ich muss nicht viele beiträge hier lesen....mir reichen schon ein paar und ich werde ganz traurig wenn ich sehe wie ihr denkt und fühlt und wie viele es gibt.
das sage ich deswegen weil ich wieder gesund bin, aber ich weiß genau was ihr alle so durchmacht, welche ängste euch plagen und wie euer leben beherrscht wird. vielleicht nicht alle, denn am anfang ist das ja alles noch so harmlos...

ich hatte 8 JAHRE LANG SCHEISS BULIMIE......

ich bin jetzt schon wieder ganz traurig wenn ich dran denke wieviel wie UNGLAUBLICH VIEL zeit (und das war meine ganze schöne jugendzeit (16 - 23)) ich verschwendet habe. diese ganze zeit hab ich einfach weggeworfen...nunja nicht einfach aber es ist eben so passiert

ich war eben ein wenig pummelig in der pubertät und das hat schon gereicht um ausgeschlossen zu werden. das wird wohl einigen von euch auch so gegangen sein, viele aber sind noch nicht mal dick.
doch selbst wenn man recht dünn ist..ES GIBT IMMER JEMANDEN DER DICH FETT FINDEN WIRD.... das ist eben ansichtssache.

ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll deswegen denke ich ich erzähl es mal der reihe nach.
wie gesagt ich wurde immer fein gehänselt und ausgeschlossen, beim sport als letzte gewählt und so weiter. allerdings kann ich mit dem abstand von heute sagen dass es nicht allein die figur von mir war. ich hatte schon immer so meine konflikte mit anderen weil anpassen mir noch nie so recht gelegen hat und ich immer meine freiheit leben wollte. es gibt eben leute die sind überall geliebt und vielleicht auch zu angepasst und andere die sind nicht sooo beliebt, machen aber vielleicht den fehler (!?) sich zu sehr anpassen zu wollen.
außerdem gab es noch andere molligere, die waren aber braver als ich und so auch keine so großen lästeropfer.

aber dann kommt auch die zeit wo plötzlich alle einen freund haben und man selbst bekommt nichts ab (und das nicht weil man stark übergewichtig wäre...nein nur weil man ein paar kilos zu viel hat)

bei mir fing die sache dann auch später an als bei euch wie ich annehme, eben erst mit 16, aber die jugend wird immer früher reif und die krankheiten kommen auch immer eher.

und dann hab ich natürlich angefangen mit diäten, die ich natürlich nie durchgehalten habe, da es durch den sozialen druck von eltern verwandten etc nicht möglich ist. UND: weil diäten das letzte sind. das kann ich euch heute sagen und glaubt jetzt nicht dass ich jetzt gesund und rund bin, nein ich habe mittlerweile ein normales (!!!!) und zwar wirklich normales essverhalten und das ohne dick zu sein.
mal ganz ehrlich: ich kenne kaum leute die normal essen. das ist so was von krank. entweder sie ernähren sich vom größten mist und stopfen alles in sich rein oder sie zählen ständig kalorien und so weiter und dabei rede ich noch nichtmal von essgestörten.


allerdings ist die Essstörung mein dunkles geheimnis und ich habe nach der schule fast niemals wieder mit jemanden darüber gesprochen. nur allgemein über die Krankheit aber nie in bezug auf mich.
natürlich hat das nicht immer funktioniert, aber mir liegt viel daran das mal loszuwerden und auch eine menge anderer sachen die ich heute mit dem nötigen wissen und abstand weiß oder denke.

aber erstmal weiter.tja also man macht eine diät. und worin bestehen diäten im wesentlichen? darin dass man möglichst wenig essen sollte oder möglichst die "richtigen" die "fettfreien" die "zuckerfreien" sachen....oder gleich garnichts...das war ja nie so mein fall.

und dann hatte ich es tagsüber in der schule geschafft einigermaßen alles zu überstehen ...doch abends ging es nicht mehr und dann brachten die eltern noch süßigkeiten mit....

ich erinnere mich noch genau genau an das erste mal als ich gekotzt habe (aber nicht an die TAUSENDE!! mal die ich es danach wieder tat).

es war etwas süßes, dass eigentlich für meine freundin zum geburtstag war, aber ich konnte mich nicht beherrschen und ich hatte ja auch noch die chance was anderes zu kaufen. also holte ich mir die sachen aus dem schrank und hab sie einfach aufgegessen. es waren solche luftigen schokochips/flakes...will jetzt keine marke nennen *lol*

und danach habe ich mich gefühlt wie ein versager. ich hatte den tag einigermaßen überstanden, doch abends war es aus und das hat mich so genervt dass ich heimlich ins bad bin. da war ich dann bestimmt auch ne halbe stunde drin. vermutlich ist nicht mal die hälfte rausgekommen...ich weiß es nicht mehr.

naja auf jeden fall hat es nicht geklappt. ich war aber echt schnell drin in der Essstörung glaube ich.
ich weiß nicht ob das schnell ist oder nicht, aber ich bin mir sicher dass ich bereits nach drei monaten nicht mehr hätte rausgekonnt...vielleicht mit therapie...ich weiß es nicht.

auf jeden fall habe ich seit dem ersten kotzen, jedes mal wenn ich "versagt" hatte das gleiche wiederholt. außerdem musste ich mir natürlich ein sportprogramm verpassen...aber sehr dran gehalten hab ich mich nie.

am anfang war das kotzen dann vielleicht mal so einmal die woche. und: es war nur bei normalen "versagen" vorgekommen.
aber es hat nicht lang gedauert und ich habe angefangen auf vorrat zu essen....so nach dem motto: wenn ich schon kotze, dann muss es sich auch lohnen.

das erste jahr hatte ich auch ständig bißspuren auf dem handrücken....damals habe ich gelesen das ist ein zeichen dafür dass man "anfänger ist"...stimmt irgendwann war das vorbei.

schlimm war auch der tag an dem mir mal blutgefäße im auge gerissen sind durch den druck beim erbrechen-versuchen. das war zwar nicht gefährlich, sah aber so aus.echt daneben und ich hatte immer angst andere könnten wissen wo das herkommt.

es gab natürlich auch freunde von mir die das gleiche problem hatten. es waren und sind immer noch so viele.
natürlich bekommt man dann auch tolle supertipps zum abnehmen oder was man tun kann wenn man nicht brechen kann......aber das ist so krank eigentlich...ich will nicht drüber nachdenken müssen.


aber kommen wir mal zur positiven seite fü mich damals: ich hatte in kürzester zeit 15 kilo abgenommen. und das war ALLES was für mich damals gezählt hatte.
die anerkennung...dieses gefühl endlich aufmerksamkeit in positiver form bezüglich der figur zu bekommmen. das war der himmel...die andere seite war die hölle, aber das weiß man am anfang meist nicht.

so ich mache jetzt erstmal schluss, hab soviel geschrieben, bin aber noch nicht fertig. weiß garnicht ob es jemanden interessiert. ich will euch auch keine lehrerin sein oder sowas. ich hoffe einige von euch möchten lesen was ich erlebt habe und vor allem wie heute dazu stehe und was ich denke über diese schöne, kranke welt

ich hoffe das es euch allen ganz gut geht und ihr nicht traurig seid. ich bin jetzt gesund aber trotzdem sehr traurig weil es soviele gibt die so leiden müssen.
ich würd ich euch auch gern erzählen wie ich gesund geworden bin und meine selbstachtung und liebe wiedergefunden habe.
aber jetzt ist erstmal schluss

so gute nacht noch. bis bald
~~semianea~~

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19. September 2007 um 6:49

Hy semianea!
ich würde mich echt freuen wenn du deine geschichte noch weiter erzählst. möchte gerne wissen wie du es darauß geschafft hast. hab selber seit nun fast 6 jahren bulimie. bei mir hat es auch so mit 15, 16 jahren angefangen. hoffe du schreibst heut noch weiter.
gut vielleicht bis dann LG

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19. September 2007 um 9:27

Hallo
es war schön deinen Beitrag zu lesen, es erinnert mich etwas an meine Zeit früher auch wenn der Auslöser von meiner Bulimie ein anderer war..
Ich habe ja auch ein 2/3 Jahre lang diese Es gehabt und bin seit einigen Jahren wieder komplett raus. Ich bin auch schon sehr gespannt wie deine Geschichte weiter geht
Vielleicht schreibe ich ja meine Geschichte auch mal rein um den Mädchen hier Mut zu machen
Also ich freu mich dann schon,
LG

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19. September 2007 um 12:02

Weiter gehts
Hallo, dann will ich mal weiter schreiben...übrigens auch für die Jungs mit ES, denn ich sehe es auch heute das auch diese immer mehr werden.
also in der ersten zeit in der ich abgenommen hatte, gab es diese richtigen fressanfälle ja noch nicht.
ich hatte aber schon früher das problem, dass ich gern zu viel genascht habe und gegessen.
ich weiß heute auch wovon das wohl kam.es ist zunächst das selbstbewusstsein, dass irgendwann kaputt war und der ständige kampf zwischen anpassung und unabhängigkeit, zwischen fremd- und selbstbestimmung.
immer muss man sich anständig benehmen, wenn man kein selbstbewusstsein hat ist man ständig abhängig von der meinung anderer leute.
schon bevor ich abgenommen habe, stand ich dauernd vorm spiegel vorm verlassen der wohnung und habe geschaut ob ich auch ja nicht zu fett aussehe und ob meine kleidung auch alles schön kaschiert.

deswegen habe ich mich auch am anfang nicht getraut in den supermarkt zu gehen und zb süßes zu kaufen. der einzige gedanke den ich hatte war: "die denken bestimmt, dass ich ne fette kuh bin und mir süßigkeiten kaufe die ich dann in mich hineinstopfe und dann seh ich noch fetter aus"

als alternative hab ich mir dann pralinen gekauft um so zu tun als würde ich die jemanden schenken wollen lol....und bin dann von supermarkt zu supermarkt gezogen. am anfang hat eine packung ja noch gereicht.
tagsüber habe ich auch erst nie gekotzt sondern einigermaßen normal gegessen, allerdings "gesundheitsbewusster" bzw "figurbewusster" als früher...aber wehe wenn es abends geworden ist......

dann schnell mit den eltern abendbrot gegessen: soviel wie möglich (um meinen unersättlichen hunger zu stillen) und so wenig wie nötig (dass es meine eltern nicht merken. danach bin ich in mein zimmer und dort hab ich ann weitergegessen.
der kreis hat sich immer weiter zusammengezogen. irgendwann war ich dann für meine vorstellungen auch dünn genug um mir "offiziell" süßigkeiten im supermarkt kaufen zu DÜRFEN (ja denn wenn man FETT ist dann hat man kein recht darauf sowas zu kaufen)....ach nee das ist alles so dämlich wenn ich heut daran denke, aber das war das was ich gedacht hatte. nicht dass ich das für gut oder richtig halten würde aber ich hatte immer angst dass andere mich für ne verfressene fette kuh halten.

dann ging die gleiche geschichte weiter. süßigkeiten hab ich sowieso recht oft geschenkt bekommen und den rest hab ich mir dann immer heimlich bei meinen supermarktmarathon geholt.
am anfang hab ich auch viel sport gemacht. deswegen ist es den anderen wohl nicht aufgefallen.
bei mir in der klasse gab es allerdings einige die auch ES hatten, auch in der paralellklasse. es gab einige magersüchtige und ein paar mehr bulimiker. sogar ein junge war betroffen.
es sind auch neue schüler zu uns gekommen, die hatte fast alle ES gehabt....ich weiß auch nicht warum. auf jeden fall konnte ich feststellen und sehe es heute noch dass es immer mehr gibt.
es ist ja auch schon viele jahre her, aber man muss mal dazu sagen, dass dieses frauenbild damals noch nicht so extrem war wie heute. also solche ausgehungerten vitoria beckhams und nicole ritchies gab es da noch nicht. eigentlich galt kate moss schon als magersüchtig, das schlankheitsideal war noch nicht so rigide. es waren die frauen mit dem idealgewicht die man als vorbild hatte.

jedenfalls hatte ich irgendwann so eine art idealgewicht. ich bin nicht sehr groß, deswegen waren das dann so 52 kilo und wie gesagt ich war nie ausgehungert, sondern einfach normal schlank.

nach dem aufstehen früh bin ich erstmal ins bad...und...naja ihr wisst es alle DIE WAAGE...wenn sie ein kilo zuviel angezeigt hat, dann war der tag gleich im eimer. dann bin ich unzufrieden zur schule gegangen. wenn die waage nett zu mir war, hab ich mich gut gefühlt und das weniger essen hat auch besser funktioniert.

das ist alles noch so im ersten halben jahr gewesen. aber jetzt kommt schon das gemeine an der geschichte....jeden verdammten tag hab ich mir geschworen dass ich AUFHÖRE mit dem fressen und kotzen. oder ich wollte in der folgenden woche aufhören. ich hab mir immer gesagt dass ich aufhöre wenn ich mein idealgewicht habe.

allerdings hab ich mir dann auch irgendwann eingebildet, dass ich quasi eine puffer haben muss. ich denk mal das kennen die meisten. also dass ich etwas weniger wiegen muss als ich sollte, weil ich ja mal zu viel essen könnte und dann würde ich ja wieder zunehmen.

eine zeit lang bin ich in den gedankenkreis gerutscht, dass ich ja noch ein kilo und noch eins abnehmen könnte...kan ja nicht schaden einen puffer zu haben.

allerdings war das schon die zeit wo andere mich nicht mehr so positiv auf das abnehmen angesprochen haben. außer natürlich die jungs, die fanden das immer besser als ne fette kuh.

meine eltern waren schon alamiert und auch freunde meinten immer ich soll aufhören, weil ich dünn genug bin.
ich wusste auch nicht was es eigentlich heisst wenn man bulimie hat, das war öffentlich einfach nicht so ein thema. ich/man dachte dass bulimie bedeutet dass jemand abnehmen will und deswegen das essen auskotzt.
ich wusste tatsächlich nicht dass bulimie nicht einfach nur essen auskotzen ist. mir war nicht bewusst dass das eine sucht ist. doch ich nehme mal an selbst heute denken das vielleicht ein paaar oder viele denke SIE könnten aufhören auch wenn andere das nicht können.

mit der zeit dehnt sich auch der magen aus und man kann imemr mehr und mehr fressen...aber man wird nie wirklich satt. es gibt auch ein buch von einer bulimiekranken, das heisst "Meine hungernde Seele". ich finde den titel schon so traurig, ich hab dieses buch dann immer gelesen.
es sagt genau das richtige aus: die Seele verhungert...sie hungert nach liebe, nach anerkennung, nach zärtlichkeit, nach freude und unabhängigkeit und selbstbestimmung wenn man bulimie hat.

manchmal habe ich mir gewünscht ich wäre wieder ein kind. manchmal dass ich mein leben nochmal leben will ohne etwas dicker zu werden und dann die ES zu bekommen. ich habe mir oft gewünscht bestimmte fehler nicht nochmal machen zu müssen, einfach noch mal die chance zu haben es besser zu machen.

ich kann auch das denken von magersüchtigen verstehen,denn ich fand mich damals auch immer noch zu fett. heut wieg ich etwas mehr als zu meinen dünnsten zeiten (hatte ja wie gesagt vorher schon etwas zu viel), und ich finde mich heut nicht mehr fett oder sonstwas und wenn das andere denken dann ist mir das sowas von EGAL. es zählt für mich heute nicht mehr.
aber damals fand ich immer noch ich könnte ja noch zb 50 kilo wiegen, also noch zwei kilo abnehmen oder sicherheitshalber besser mal drei oder vier.
ich habe da schon ganz das realistische selbstbild von mir verloren, so wie es bei den magersüchtigen ist. ich kannte ja auch ein paar magersüchtige und manchmal war ich echt neidisch, denn die mussten ja nicht immer essen und kotzen.
vor allem aber ging die ganze geschichte ins geld....

denn irgendwann frisst man soviel, dass man schon zu monatsanfang mit dem taschengeld nicht mehr klar kommt.
es gab tage da hab ich noch fünf minuten bevor ich zur schule bin etwas in mich reingestopft und es schnell erbrochen.
meist hab ich aber früh nichts gegessen und höchstens meinen eltern vorgegaukelt ich hätte gefrühstückt und dann das essen weggeworfen.
meistens hab ich esssen aber nicht weggeworfen. wenn dann hab ich es gebunkert.

meine tolle nulldiät hab ich glaub ich nie durchgehalten. schon in der schule haben mich die anfälle überkommen...is ja auch kein wunder, man muss ja was essen sonst bekommt man imnmer anfälle.
meist hab ich schon in der ersten pause mein brot aufgegessen. später hab ich mir noch essen gekauft im supermarkt oder bäcker bei der schule.
immer möglichst unauffällig.teilweise hab ich es sogar fertig gebracht in der stunde auf toilette zu gehen und schnell zu kotzen. eigentlich war kein klo mehr vor mir sicher ich hoffe ich darf mal lächeln auch wenns eigentlich nicht lustig ist. ich muss heute immer noch den kopf schütteln und auch sagen dass ich mir selbst sehr leid tue, was ich da alles mit mir gemacht habe.

wenn ich nach hause gekommn sind, waren meine eltern noch arbeiten. dann hab ich erstmal das mittagessen verdrückt, das da war, mich dann vor den fernseher gesetzt und meine erbeuteten süßigkeiten reingeschaufelt. dann kam die toilette.

ich glaub es waren so die ersten 1-2 jahre, da ging das mit dem kotzen nicht so gut. ich hing manchmal verzweifelt und heulend über der kloschüssel weil die ganzen tausend kalorien nicht mehr rauskommen wollten.
dann imemr noch die angst erwischt zu werden. irgendwie musste man ja auch den kotzgeruch wegbekommen. also hab ich das gleich mit dem duschen kombiniert. erst fressen, dann kotzen, klo puzten und duschen.
ich hatte vor dieser zeit auch meine beste freundin verloren, die mir sehr sehr gefehlt hat. sie ist weit weg in eine andere stadt gezogen. das war ein großes loch das ich zusätzlich mit essen stopfen musste.
das war vielleicht ein zusätzlicher grund dass ich in die ES gerutscht bin, denn meine nachmittage waren ja plötzlich so leer und einsam.

oft bin ich nach den ersten anfällen am nachmittag auch immer häufiger noch in die stadt um mir mehr zum essen zu holen, damit ich abends meinen fressbedarf noch decken kann.

das ging dann tag für tag woche für woche monat für monat...

dann haben es meine eltern rausgefunden. sie haben es erst nicht gewusst was los ist mit mir, sie wussten also nicht dass ich eine ES hatte, aber ich war ja auch ein meisterin der täuschungen geworden.
also hab ich schließlich zugegeben, was los ist.

und was kam dann? naja natürlich der gang zum psychologen und ich hatte da keine lust drauf. am anfang war ich erleichtert als es rauskam und ich hatte hoffnung vielleicht endlich aufhören zu können.

die größte angst die ich hatte war das ich wieder F E T T sein muss wenn ich aufhöre zu kotzen.
gut man kann ja vielleicht aufhören zu kotzen, aber wie soll ich aufhören zu fressen?????
beim psychologen war ich dann auch nur drei mal. ich konnte mit der therapie einfach nichts anfangen und auch mit dem psychologen nicht.
meine eltern wussten ja auch nicht WIE schlimm es um mich stand. die dachten ich mach das halt ab und zu und kann von allein aufhören.
ich glaube der zeitpunkt war auch shon zu spät für die therapie. ich hätte gleich am anfang erwischt werden müssen. natürlich gibt es kein ZU spät, aber wenn man zu weit drin steckt, dann sind die nächsten jahre in der ES vorprogrammiert.
ich habe später oft geheult wenn ich darüber nachgedacht hatte dass ich zb schon 6 Jahre bulimie habe.

aber man selbst hat ja auch angst um sich. ich hatte sehr oft magenschmerzen. ich dachte immer ich habe ein magengeschwür. ich glaub das hatte ich auch damals.
und ich hatte ANGST, sehr große angst vor genau einer sache: das mein magen irgendwann einreisst, durchbricht oder platzt bei diesen unmengen von essen. wenn ich allein zu hause war, bin ich oft so vollgefressen gewesen das ich meinen oberkörper nach vorn beugen musste beim gang zur toilette....es war so grausam

außerdem hatte ich auch angst, dass meine speisseröhre kaputt gehen könnte. ich weiß heut noch nicht was mit der los ist. nach 8 jahren fressen und kotzen....ich würd mich aber noch nicht getrauen mich vom arzt untersuchen zu lassen.
heute hab ich allerdings keine beschwerden im magen oder speisseröhre. wer weiß ob das mal noch kommt.

übrigens muss ich eins sagen: ich hab absolut gesunde zähne. ich hatte ja auch angst, die könnten alle mal ausfallen oder kaputt gehen. das ist allerdings nie passiert.
irgendwann kotzt man aber auch so routiniert, dass das essen auch garnicht so an die zähne kommt. durch trinken von wasser war die magensäure auch nicht mehr so schlimm.
ich hab aber auch natürlich einfach eine gute veranlagung bei den zähnen. man sollte sich nach dem brechen niemals die zähne schrubben, sondern die besser mit wasser oder och besser MILCH spülen oder zanhpasta in den mund nehmen und ein wenig hin- und herkauen.
ich möchte jetzt hier keine "tipps" geben oder so, aber wie gesagt bei mir ist alles in ordnung (trotz 8 jahre), aber es gibt auch viele die kaputte zähne bekommen. deswegen kann ich denjenigen nur sagen, schrubbt euch bitte nie euren zahnschmelz ab wenn ihr magensäure im mund habt.ihr könntet in wenigen jahren alles kaputt gemacht haben.

übrigens hatte ich die magenschmerzen in den ersten drei-vier jahren wo der seelische druck sehr hoch war. später sind die einfach wieder verschwunden. nur ab und zu hab ich mal was gemerkt. deswegen nehme ich an dass es psychisch war das magengescchwür.

eins noch, dann muss erstmal schluss sein: bitte versucht wenigstens milch zu trinken, ihr seid noch alle jung und ihr braucht das für eure knochen und zähne. irgendwann wennn ihr ende 20 seid ist es zu spät!!!! eure knochen werden sich eines tages rächen. ihr könnt osteoporose bekommen, das ist eine schmerzhafte krankheit und wenn ihr die schon mit 35 haben wollt...ihr werdet nicht glücklich.
ich trinke seit einigen jahren wieder viel milch und esse viele kalziumreiche sachen, trotzdem weiß ich nicht ob der lange mangel sich vielleicht doch mal noch negativ auswirkt.
nehmt das nicht so auf die leichte schulter, auch wenn miclh kalorien hat. für diejenigen die es schafffen, trinkt wenigstens ein glas milch früh.
so das wars erstmal. hab schon wieder so lang geschrieben. bis später oder morgen dann.

~~semianea~~

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19. September 2007 um 13:29

Sehr interessant
und toll was du geschrieben hast! Du wirst dich wundern aber ich habe die Bulimie auch ohne Therapie überwunden.. Vielleicht liegt das Geheimnis darin, dass viele meinen sie brauchen nur zur Therapie zu gehen und dann wären sie geheilt.
Und genauso wie du, was wohl -genau wie du schon sagtest- blöd klingen mag, glaube ich wäre ich ohne die Bulimie nicht der Mensch der ich heute bin. Und trotzdem wünschte ich der Weg wäre mir erspart geblieben.
Wie hast dus denn nun letzendlich geschafft? Einfach durch deinen eigenen Willen oder? Schritt für Schritt wirst du wohl die Häufigkeit deiner Attacken reduziert haben.. Und wie lange hat es bei dir gedauert?
LG

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19. September 2007 um 14:59
In Antwort auf romola_12744249

Sehr interessant
und toll was du geschrieben hast! Du wirst dich wundern aber ich habe die Bulimie auch ohne Therapie überwunden.. Vielleicht liegt das Geheimnis darin, dass viele meinen sie brauchen nur zur Therapie zu gehen und dann wären sie geheilt.
Und genauso wie du, was wohl -genau wie du schon sagtest- blöd klingen mag, glaube ich wäre ich ohne die Bulimie nicht der Mensch der ich heute bin. Und trotzdem wünschte ich der Weg wäre mir erspart geblieben.
Wie hast dus denn nun letzendlich geschafft? Einfach durch deinen eigenen Willen oder? Schritt für Schritt wirst du wohl die Häufigkeit deiner Attacken reduziert haben.. Und wie lange hat es bei dir gedauert?
LG

Sehr schön...
...dass es noch mehr gibt die es alleine schaffen.eine therapie ist eigentlich nur eine unterstützung, die einem zeigt wie man aus einem teufelskreis herauskommen soll.
das ist aber das problem, denn eine therapie kann niemanden heilen, sie kann nur helfen den weg zur heilung zu finden.
da ich mich ja sehr für Es interessiere weiß ich auch wie viele therapien manchen machen und doch wieder rückfällig werden. ich finde das sehr schade.

ich würde sagen, dass die ersten drei jahre ein ewiger teufelskreis waren die mich immer weiter hineingezogen haben und die letzten fünf jahre der ES waren der PROZESS wie ich es überwinden konnte.

man ändert sich auch nicht von heute auf morgen.

essstörungen sind ein teufelskreis und teufelskreise sind hartnäckig und zäh und resultieren aus dem was du bist, wie du denkst, wie du fühlst und dich verhälst.

ich erinnere mich zb an einen urlaub vor vielen jahren, wo ich schon richtig tief drin war im teufelskreis. ich konnte in diesem urlaub zwar auch kotzen gehen, aber es war sehr schwierig. so hab ich es geschafft (halt zwangsweise) dass ich unglaubliche drei!!! tage nicht gefressen und gekotzt habe. ihr müsst euch das halt wirklich als RIESENERFOLG vorstellen.
ich hatte normal gegessen...es war unglaublich und ich hab endlich mal wieder gespürt wie man ohne ES leben kann.

ich weiß ja nicht wie oft andere so essen und brechen, aber ich hab das wirklich jeden verdammten tag getan. am schlimmsten waren die tage wo ich bis zu 7!!! mal gefressen und gekotzt hab. an erfolgreiche tagen hab ich das nur einmal gemacht...aber das war auch sehr selten.
im schnitt denk ich mal es waren so 3 mal am tag. so hat sich das eingependelt.

nach dem abitur bin ich dann wegen meiner ausbildung in eine andere stadt gezogen in eine eigene wohnung. weit weg von alten freunden, von familie und freund.
natürlich hab ich mir mal wieder was vorgemacht und gedacht, wenn ich jetzt allein wohne und mich keiner kontrollieren kann, dann bekomme ich das in den griff....haha...naja :p

sorry ich bin gern mal sarkastisch gegen mich selbst. es ist ja auch nicht so dass man es nicht tief im inneren selber weiß dass man sich was vormacht.
trotzdem hab ich es am ende ja doch geschafft, weil ich vielleicht auch immer dran geglaubt habe und weil ich wusste dass man es am ende auch nur selber schaffen kann. hatte davor noch einmal ein paar sitzungen für tiefenpsychologische therapie.

eigentlich mochte ich den therapeut, er hat auch befunden dass ich eigentlich ein "sonniges" gemüt hätte.
das ist natürlich so ne sache, ich bin halt ein geborener optimist (jetzt nicht dass man sich was vormacht sondern ich sehe halt die guten seiten an allen sachen).

das kann leider auch nicht jeder, aber ich weiß dass man damit besser lebt.zudem hab ich mir oft vorgestellt wie es ist ohne ES zu leben. manchmal hab ich dann doch drüber nachgedacht ne therapie zu machen oder mich jemanden anzuvertrauen, aber habe es nie getan.

ich war dann auch sehr einsam nachdem ich umgezogen bin. ich hatte zwar auch einen freund aber den konnte ich nicht mehr so oft sehen. der mochte mich auch so wie ich bin und als ich mal ein paar kilo zugenommen hatte fand er mich noch viel schöner.
irgendwann wars aber vorbei mit ihm, aber ich hatte wenigstens ein paar freunde gefunden.

allerdingshab ich die meiste zeit allein zu hause verbracht und ferngesehen während ich mir ständig was gekocht habe und dann in mich reingefressen.
endlich hatte ich mehr geld dazu....fluch oder segen?
aber das geld hat vorne und hinten nicht gereicht und hätte ich 1000euro mehr gehabt, die hätte ich wohl auch noch weggefressen.

volldoof: manchmal stelleich mir vor wie oft ich gekotzt habe. es ist erschreckend aber wenn man so den 3 mal am tag durchschnitt nimmt und das auf 8 jahre rechnet (und oft wars doch mehr als 3 mal) dann komme ich auf über 20000!!!!! mal die ich gekotzt haben muss.
irgendwie unglaublich, aber ich konfrontiere mich trotzdem damit. manchmal wundere ich mich dass ich mich nicht tot gekotzt habe. ich glaub der körper ist widerstandsfähiger als man denkt. aber es gab auch echt dunkle erlebnisse.
einmal wär ich fast freiwillig ins krankenhaus gegangen. ich hatte also schön gegessen wie immer und obwohl ich gerlernt hatte, dass man immer viel flüßigkeit zu sich nehmen soll, hab ich das nicht immer gemacht. ich war so vollgefressen, dass ich mich kaum noch bewegen konte. aufrechtes gehen war garnicht möglich. ich musste also gebeugt zur toilette laufen und das tat schon weh.
UND DANN GING GANRNICHTS MEHR!!! dieser abend war so schrecklich. mir tat alles weh und ich hatte einen riesgen zähen klumpen trockenes essen in mir und ich musste aber wasser trinken den es kamm nichts egal wie oft ich versucht hab mich zu übergeben.

ich hab angst und panik bekommen, nicht wegen der kalorien, die waren da egal, sondern das mein magen gleich platzen wird und ich sterbe. ich war allein, habe geweint und nach meiner mama gerufen so schlimm war das.( das passiert wenn man so richtig verzweifelt ist)
ich hab mein handy genommen und war kurz davor den notarzt zu rufen. ich hatte ja noch was getrunken damit es weicher wird und rauskommt, dadurch hat alles noch mehr wehgetan. irgendwann gings dann doch und das erste kam raus. dann wieder was getrunken und ich habs geschafft.

so erleichtert war ich noch nie gewesen.aber trotzdem hatte ich angst und hab dann auch echt aufgepasst dass das nie passiert. klar hab ich mir an dem abend geschworen ich höre jetzt sofort auf...aber das ist bulimie: am nächsten tag gings weiter. so sieht man erstmal wie stark so eine krankheit ist.
eigentlich unglaublcih aber die sucht ist immer stärker.

das war auch eines der schlimmsten erlebnisse die ich damit hatte.
den finger musste ich mir schon lange nicht mehr in den hals stecken, normalerweise kam alles schon von allein.
ich muss auch alle warnen: ich hatte glück gehabt, aber passt wenigstens auf dass wenn ihr das tut ihr euch nicht zu voll esst und wenn dann trinkt wenigstens genug.das geht nicht immer so gut aus wie bei mir. ich sage das jetzt nicht als tollen kotztipp sondern meine das ganz ernst, das ist wirklich gefährlich und es kann sein dass man sich den magen auspumpen lassen muss!!!

später ist mirdas kaum noch passiert, ich konnte irgendwie immer kotzen weil wohl der verschluss übern magen total durch ist. das geht heut übrigens auch noch. ich glaub der "mechanismus" davon ist kaputt. deswegen besteht ja die gefahr von sodbrennen.

das schlimmste an diesem teufelskreis ist eigentlich dass sich irgendwann dein ganzes verdammtes leben nur noch darum dreht wie man möglichst unaufällig an was zu essen kommt und zwar an möglichst viel und möglichst billig.

irgendwann hab ich auch angefangen lebensmittel zu klauen und ich muss sagen ich war echt ein geschickter dieb..naja ich bin nicht stolz drauf aber ich hatte keine geld mehr aber immer hunger hunger hunger

ich schäme mich auch sehr dafür dass ich sogar mal geld geklaut habe von einem freund. das tut mir heute so unendlich leid, aber ich kann das nicht mehr gut machen.

ich muss jetzt erstmal aufhören, denn das geht mir grad doch sehr nahe, da ich grad so tief in den vergangenen jahren wühle, in sachen die ich längst verdrängt habe, dass ich gleich weine wenn ich nicht aufhöre...deswegen mal zum aufhören

jedenfalls wollte ich sagen dass der entscheidende punkt zum ansetzten, also wie man aus dem teufelskreis rauskommt, darin besteht, dass die ES nicht mehr das ganze leben beherrschen darf.

man fängt an sich so zu isolieren und es gibt nichts anderes mehr als das essen und brechen und da muss man anfangen. das ist auch schwer und eine riesen überwindung wenn man mal so tief drin ist.
als erstes muss man sich darauf besinnen was einem spass macht und was man gut kann bzw. welches talent man von sich nocht garnicht kennt.

es klingt vielleicht primitiv oder lächerlich, aber man muss seine isolation durchbrechen und man muss irgendwas tun.
man muss sich überwinden und irgendein hobby suchen. zb vielleicht kann der eine gut malen oder singen oder irgend nen sport. auf jeden fall muss es etwas sein womit man selbstbestätigung erfährt dass man etwas kann und das man mehr ist als nur eine ES!!!!

das ist natürlich nur der anfang, denn auch bei mir hat das noch jahre gedauert, aber ich weiß dass das der erste schritt ist um ein bisschen vorwärts zu kommen.

den das größte problem ist oft das selbstbewusstsein. deswegen muss man lernen dass man etwas besonderes ist, wie jeder andere und dass man tolle talente hat und sich dafür selbst wieder lieben kann

aber so etwas geht nicht von heut auf morgen und deswegen hört man auch nicht auf sich vollzufressen. ich war an dem punkt dass ich keine mahlzeit mehr bei mir behalten habe. wenn man so weit ist MUSS man irgendwann anfangen wieder regelmäßig und wenns eine banane am tag ist...aber man muss irgend eine regelmäßigkeit reinbekommen.
ich habe auch oft sehr viel zeit zwischen essen und brechen gehabt, ich konnte mich auch nie beherrschen, egal wo ich war...das hat dann so oftso lang gedauert bis ich kotzen konnte, da waren schon viele kalorien verdaut.
am anfang nimmt man noch toll ab aber dann hab ich viele kilos wieder zu genommen.

das war so schrecklich, man kotzt den ganzen tag und wird immer dicker und dann der gedanke daran wie FETT man noch werden könnte, vor allem würde man aufhören zu kotzen...unerträglich.

die meiste angst die ich hatte aufzuhören war wirklich dass ich mein leben lang fett und ungeliebt sein würde und mich damit abfinden müsste immer die fette kuh zu sein.

man muss also versuchen (wenn es soweit schon gekommen ist) wenigsten früh oder vormittags REGELMÄßIG wenigstens ein was zu essen. das klappt nicht von anfang an, man wird immer wieder rückfälle oder fressanfälle bekommen, aber wenn man überhaupt mal was mit dem vorsatz es drinne zu behalten isst, dann kann man den ersten anfall am tag oft schon hinauszögern.

die phasen wie deine ES ausieht ändern sich auch oft. ich hab zwar den tag über oft nicht viel gegessen aber es irgendwann geschafft erst nachmittags oder abends anzufangen.
das klappt aber auch nur wenn man nicht den ganzen tag mit sich selbst allein ist.

dummerweise hat sich das dann auch noch oft bis nachts hingezogen. ich hing oft um 2 oder 4 noch übern klo...so ein mist, vor allem war dann nicht viel mit aussschlafen.
sowas muss man auch verhindern. das ging bei mir bestimmt 2 jahre so. ich war immer so kaputt und müde und kam kaum aus dem bett.

da muss man sich auch eine grenze setzen. das dauert wenn man sich darin einmal eingefahren hat.

so jetzt erstmal soweit schluss, sonst schlafen alle noch ein von solchen langen beiträgen. ich hab jetzt erstmal erzählt wie man so fürs erste den teufelskreis etwas mindern kann, aber das muss jeder selbst rausfinden. selbstbewusstsein kommt nicht von allein und es hat mit selbstliebe zu tun. bulimiker finde sich aber zum kotzen, deswegen muss man erstmal lernen was man kann und sich einen anderen weg suchen, in dem man nicht über das gewicht geht oder das aussehen sondern über eigene fähigkeiten.

das ist schonmal ein anfang eines langen weges. so bis dann liebe grüße

~~semianea~~

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. September 2007 um 15:18
In Antwort auf laxmi_12631518

Sehr schön...
...dass es noch mehr gibt die es alleine schaffen.eine therapie ist eigentlich nur eine unterstützung, die einem zeigt wie man aus einem teufelskreis herauskommen soll.
das ist aber das problem, denn eine therapie kann niemanden heilen, sie kann nur helfen den weg zur heilung zu finden.
da ich mich ja sehr für Es interessiere weiß ich auch wie viele therapien manchen machen und doch wieder rückfällig werden. ich finde das sehr schade.

ich würde sagen, dass die ersten drei jahre ein ewiger teufelskreis waren die mich immer weiter hineingezogen haben und die letzten fünf jahre der ES waren der PROZESS wie ich es überwinden konnte.

man ändert sich auch nicht von heute auf morgen.

essstörungen sind ein teufelskreis und teufelskreise sind hartnäckig und zäh und resultieren aus dem was du bist, wie du denkst, wie du fühlst und dich verhälst.

ich erinnere mich zb an einen urlaub vor vielen jahren, wo ich schon richtig tief drin war im teufelskreis. ich konnte in diesem urlaub zwar auch kotzen gehen, aber es war sehr schwierig. so hab ich es geschafft (halt zwangsweise) dass ich unglaubliche drei!!! tage nicht gefressen und gekotzt habe. ihr müsst euch das halt wirklich als RIESENERFOLG vorstellen.
ich hatte normal gegessen...es war unglaublich und ich hab endlich mal wieder gespürt wie man ohne ES leben kann.

ich weiß ja nicht wie oft andere so essen und brechen, aber ich hab das wirklich jeden verdammten tag getan. am schlimmsten waren die tage wo ich bis zu 7!!! mal gefressen und gekotzt hab. an erfolgreiche tagen hab ich das nur einmal gemacht...aber das war auch sehr selten.
im schnitt denk ich mal es waren so 3 mal am tag. so hat sich das eingependelt.

nach dem abitur bin ich dann wegen meiner ausbildung in eine andere stadt gezogen in eine eigene wohnung. weit weg von alten freunden, von familie und freund.
natürlich hab ich mir mal wieder was vorgemacht und gedacht, wenn ich jetzt allein wohne und mich keiner kontrollieren kann, dann bekomme ich das in den griff....haha...naja :p

sorry ich bin gern mal sarkastisch gegen mich selbst. es ist ja auch nicht so dass man es nicht tief im inneren selber weiß dass man sich was vormacht.
trotzdem hab ich es am ende ja doch geschafft, weil ich vielleicht auch immer dran geglaubt habe und weil ich wusste dass man es am ende auch nur selber schaffen kann. hatte davor noch einmal ein paar sitzungen für tiefenpsychologische therapie.

eigentlich mochte ich den therapeut, er hat auch befunden dass ich eigentlich ein "sonniges" gemüt hätte.
das ist natürlich so ne sache, ich bin halt ein geborener optimist (jetzt nicht dass man sich was vormacht sondern ich sehe halt die guten seiten an allen sachen).

das kann leider auch nicht jeder, aber ich weiß dass man damit besser lebt.zudem hab ich mir oft vorgestellt wie es ist ohne ES zu leben. manchmal hab ich dann doch drüber nachgedacht ne therapie zu machen oder mich jemanden anzuvertrauen, aber habe es nie getan.

ich war dann auch sehr einsam nachdem ich umgezogen bin. ich hatte zwar auch einen freund aber den konnte ich nicht mehr so oft sehen. der mochte mich auch so wie ich bin und als ich mal ein paar kilo zugenommen hatte fand er mich noch viel schöner.
irgendwann wars aber vorbei mit ihm, aber ich hatte wenigstens ein paar freunde gefunden.

allerdingshab ich die meiste zeit allein zu hause verbracht und ferngesehen während ich mir ständig was gekocht habe und dann in mich reingefressen.
endlich hatte ich mehr geld dazu....fluch oder segen?
aber das geld hat vorne und hinten nicht gereicht und hätte ich 1000euro mehr gehabt, die hätte ich wohl auch noch weggefressen.

volldoof: manchmal stelleich mir vor wie oft ich gekotzt habe. es ist erschreckend aber wenn man so den 3 mal am tag durchschnitt nimmt und das auf 8 jahre rechnet (und oft wars doch mehr als 3 mal) dann komme ich auf über 20000!!!!! mal die ich gekotzt haben muss.
irgendwie unglaublich, aber ich konfrontiere mich trotzdem damit. manchmal wundere ich mich dass ich mich nicht tot gekotzt habe. ich glaub der körper ist widerstandsfähiger als man denkt. aber es gab auch echt dunkle erlebnisse.
einmal wär ich fast freiwillig ins krankenhaus gegangen. ich hatte also schön gegessen wie immer und obwohl ich gerlernt hatte, dass man immer viel flüßigkeit zu sich nehmen soll, hab ich das nicht immer gemacht. ich war so vollgefressen, dass ich mich kaum noch bewegen konte. aufrechtes gehen war garnicht möglich. ich musste also gebeugt zur toilette laufen und das tat schon weh.
UND DANN GING GANRNICHTS MEHR!!! dieser abend war so schrecklich. mir tat alles weh und ich hatte einen riesgen zähen klumpen trockenes essen in mir und ich musste aber wasser trinken den es kamm nichts egal wie oft ich versucht hab mich zu übergeben.

ich hab angst und panik bekommen, nicht wegen der kalorien, die waren da egal, sondern das mein magen gleich platzen wird und ich sterbe. ich war allein, habe geweint und nach meiner mama gerufen so schlimm war das.( das passiert wenn man so richtig verzweifelt ist)
ich hab mein handy genommen und war kurz davor den notarzt zu rufen. ich hatte ja noch was getrunken damit es weicher wird und rauskommt, dadurch hat alles noch mehr wehgetan. irgendwann gings dann doch und das erste kam raus. dann wieder was getrunken und ich habs geschafft.

so erleichtert war ich noch nie gewesen.aber trotzdem hatte ich angst und hab dann auch echt aufgepasst dass das nie passiert. klar hab ich mir an dem abend geschworen ich höre jetzt sofort auf...aber das ist bulimie: am nächsten tag gings weiter. so sieht man erstmal wie stark so eine krankheit ist.
eigentlich unglaublcih aber die sucht ist immer stärker.

das war auch eines der schlimmsten erlebnisse die ich damit hatte.
den finger musste ich mir schon lange nicht mehr in den hals stecken, normalerweise kam alles schon von allein.
ich muss auch alle warnen: ich hatte glück gehabt, aber passt wenigstens auf dass wenn ihr das tut ihr euch nicht zu voll esst und wenn dann trinkt wenigstens genug.das geht nicht immer so gut aus wie bei mir. ich sage das jetzt nicht als tollen kotztipp sondern meine das ganz ernst, das ist wirklich gefährlich und es kann sein dass man sich den magen auspumpen lassen muss!!!

später ist mirdas kaum noch passiert, ich konnte irgendwie immer kotzen weil wohl der verschluss übern magen total durch ist. das geht heut übrigens auch noch. ich glaub der "mechanismus" davon ist kaputt. deswegen besteht ja die gefahr von sodbrennen.

das schlimmste an diesem teufelskreis ist eigentlich dass sich irgendwann dein ganzes verdammtes leben nur noch darum dreht wie man möglichst unaufällig an was zu essen kommt und zwar an möglichst viel und möglichst billig.

irgendwann hab ich auch angefangen lebensmittel zu klauen und ich muss sagen ich war echt ein geschickter dieb..naja ich bin nicht stolz drauf aber ich hatte keine geld mehr aber immer hunger hunger hunger

ich schäme mich auch sehr dafür dass ich sogar mal geld geklaut habe von einem freund. das tut mir heute so unendlich leid, aber ich kann das nicht mehr gut machen.

ich muss jetzt erstmal aufhören, denn das geht mir grad doch sehr nahe, da ich grad so tief in den vergangenen jahren wühle, in sachen die ich längst verdrängt habe, dass ich gleich weine wenn ich nicht aufhöre...deswegen mal zum aufhören

jedenfalls wollte ich sagen dass der entscheidende punkt zum ansetzten, also wie man aus dem teufelskreis rauskommt, darin besteht, dass die ES nicht mehr das ganze leben beherrschen darf.

man fängt an sich so zu isolieren und es gibt nichts anderes mehr als das essen und brechen und da muss man anfangen. das ist auch schwer und eine riesen überwindung wenn man mal so tief drin ist.
als erstes muss man sich darauf besinnen was einem spass macht und was man gut kann bzw. welches talent man von sich nocht garnicht kennt.

es klingt vielleicht primitiv oder lächerlich, aber man muss seine isolation durchbrechen und man muss irgendwas tun.
man muss sich überwinden und irgendein hobby suchen. zb vielleicht kann der eine gut malen oder singen oder irgend nen sport. auf jeden fall muss es etwas sein womit man selbstbestätigung erfährt dass man etwas kann und das man mehr ist als nur eine ES!!!!

das ist natürlich nur der anfang, denn auch bei mir hat das noch jahre gedauert, aber ich weiß dass das der erste schritt ist um ein bisschen vorwärts zu kommen.

den das größte problem ist oft das selbstbewusstsein. deswegen muss man lernen dass man etwas besonderes ist, wie jeder andere und dass man tolle talente hat und sich dafür selbst wieder lieben kann

aber so etwas geht nicht von heut auf morgen und deswegen hört man auch nicht auf sich vollzufressen. ich war an dem punkt dass ich keine mahlzeit mehr bei mir behalten habe. wenn man so weit ist MUSS man irgendwann anfangen wieder regelmäßig und wenns eine banane am tag ist...aber man muss irgend eine regelmäßigkeit reinbekommen.
ich habe auch oft sehr viel zeit zwischen essen und brechen gehabt, ich konnte mich auch nie beherrschen, egal wo ich war...das hat dann so oftso lang gedauert bis ich kotzen konnte, da waren schon viele kalorien verdaut.
am anfang nimmt man noch toll ab aber dann hab ich viele kilos wieder zu genommen.

das war so schrecklich, man kotzt den ganzen tag und wird immer dicker und dann der gedanke daran wie FETT man noch werden könnte, vor allem würde man aufhören zu kotzen...unerträglich.

die meiste angst die ich hatte aufzuhören war wirklich dass ich mein leben lang fett und ungeliebt sein würde und mich damit abfinden müsste immer die fette kuh zu sein.

man muss also versuchen (wenn es soweit schon gekommen ist) wenigsten früh oder vormittags REGELMÄßIG wenigstens ein was zu essen. das klappt nicht von anfang an, man wird immer wieder rückfälle oder fressanfälle bekommen, aber wenn man überhaupt mal was mit dem vorsatz es drinne zu behalten isst, dann kann man den ersten anfall am tag oft schon hinauszögern.

die phasen wie deine ES ausieht ändern sich auch oft. ich hab zwar den tag über oft nicht viel gegessen aber es irgendwann geschafft erst nachmittags oder abends anzufangen.
das klappt aber auch nur wenn man nicht den ganzen tag mit sich selbst allein ist.

dummerweise hat sich das dann auch noch oft bis nachts hingezogen. ich hing oft um 2 oder 4 noch übern klo...so ein mist, vor allem war dann nicht viel mit aussschlafen.
sowas muss man auch verhindern. das ging bei mir bestimmt 2 jahre so. ich war immer so kaputt und müde und kam kaum aus dem bett.

da muss man sich auch eine grenze setzen. das dauert wenn man sich darin einmal eingefahren hat.

so jetzt erstmal soweit schluss, sonst schlafen alle noch ein von solchen langen beiträgen. ich hab jetzt erstmal erzählt wie man so fürs erste den teufelskreis etwas mindern kann, aber das muss jeder selbst rausfinden. selbstbewusstsein kommt nicht von allein und es hat mit selbstliebe zu tun. bulimiker finde sich aber zum kotzen, deswegen muss man erstmal lernen was man kann und sich einen anderen weg suchen, in dem man nicht über das gewicht geht oder das aussehen sondern über eigene fähigkeiten.

das ist schonmal ein anfang eines langen weges. so bis dann liebe grüße

~~semianea~~

Deine Geschichte
ist wirklich so unglaublich rührend und ich kann mir vorstellen wie schwierig es für dich war uns diese zu erzählen. Vielen Dank dafür. Nun ja die Krankheit mögen wir besiegt haben aber sie bleibt trotzdem ein Stück unseres Lebens...
Ich muss mir heute abend das alles noch mal durchlesen was du geschrieben hast!! Aber nochmals: Ich finds wirklich superklasse und mutig. Wir hörn uns noch
LG

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19. September 2007 um 17:19
In Antwort auf laxmi_12631518

Sehr schön...
...dass es noch mehr gibt die es alleine schaffen.eine therapie ist eigentlich nur eine unterstützung, die einem zeigt wie man aus einem teufelskreis herauskommen soll.
das ist aber das problem, denn eine therapie kann niemanden heilen, sie kann nur helfen den weg zur heilung zu finden.
da ich mich ja sehr für Es interessiere weiß ich auch wie viele therapien manchen machen und doch wieder rückfällig werden. ich finde das sehr schade.

ich würde sagen, dass die ersten drei jahre ein ewiger teufelskreis waren die mich immer weiter hineingezogen haben und die letzten fünf jahre der ES waren der PROZESS wie ich es überwinden konnte.

man ändert sich auch nicht von heute auf morgen.

essstörungen sind ein teufelskreis und teufelskreise sind hartnäckig und zäh und resultieren aus dem was du bist, wie du denkst, wie du fühlst und dich verhälst.

ich erinnere mich zb an einen urlaub vor vielen jahren, wo ich schon richtig tief drin war im teufelskreis. ich konnte in diesem urlaub zwar auch kotzen gehen, aber es war sehr schwierig. so hab ich es geschafft (halt zwangsweise) dass ich unglaubliche drei!!! tage nicht gefressen und gekotzt habe. ihr müsst euch das halt wirklich als RIESENERFOLG vorstellen.
ich hatte normal gegessen...es war unglaublich und ich hab endlich mal wieder gespürt wie man ohne ES leben kann.

ich weiß ja nicht wie oft andere so essen und brechen, aber ich hab das wirklich jeden verdammten tag getan. am schlimmsten waren die tage wo ich bis zu 7!!! mal gefressen und gekotzt hab. an erfolgreiche tagen hab ich das nur einmal gemacht...aber das war auch sehr selten.
im schnitt denk ich mal es waren so 3 mal am tag. so hat sich das eingependelt.

nach dem abitur bin ich dann wegen meiner ausbildung in eine andere stadt gezogen in eine eigene wohnung. weit weg von alten freunden, von familie und freund.
natürlich hab ich mir mal wieder was vorgemacht und gedacht, wenn ich jetzt allein wohne und mich keiner kontrollieren kann, dann bekomme ich das in den griff....haha...naja :p

sorry ich bin gern mal sarkastisch gegen mich selbst. es ist ja auch nicht so dass man es nicht tief im inneren selber weiß dass man sich was vormacht.
trotzdem hab ich es am ende ja doch geschafft, weil ich vielleicht auch immer dran geglaubt habe und weil ich wusste dass man es am ende auch nur selber schaffen kann. hatte davor noch einmal ein paar sitzungen für tiefenpsychologische therapie.

eigentlich mochte ich den therapeut, er hat auch befunden dass ich eigentlich ein "sonniges" gemüt hätte.
das ist natürlich so ne sache, ich bin halt ein geborener optimist (jetzt nicht dass man sich was vormacht sondern ich sehe halt die guten seiten an allen sachen).

das kann leider auch nicht jeder, aber ich weiß dass man damit besser lebt.zudem hab ich mir oft vorgestellt wie es ist ohne ES zu leben. manchmal hab ich dann doch drüber nachgedacht ne therapie zu machen oder mich jemanden anzuvertrauen, aber habe es nie getan.

ich war dann auch sehr einsam nachdem ich umgezogen bin. ich hatte zwar auch einen freund aber den konnte ich nicht mehr so oft sehen. der mochte mich auch so wie ich bin und als ich mal ein paar kilo zugenommen hatte fand er mich noch viel schöner.
irgendwann wars aber vorbei mit ihm, aber ich hatte wenigstens ein paar freunde gefunden.

allerdingshab ich die meiste zeit allein zu hause verbracht und ferngesehen während ich mir ständig was gekocht habe und dann in mich reingefressen.
endlich hatte ich mehr geld dazu....fluch oder segen?
aber das geld hat vorne und hinten nicht gereicht und hätte ich 1000euro mehr gehabt, die hätte ich wohl auch noch weggefressen.

volldoof: manchmal stelleich mir vor wie oft ich gekotzt habe. es ist erschreckend aber wenn man so den 3 mal am tag durchschnitt nimmt und das auf 8 jahre rechnet (und oft wars doch mehr als 3 mal) dann komme ich auf über 20000!!!!! mal die ich gekotzt haben muss.
irgendwie unglaublich, aber ich konfrontiere mich trotzdem damit. manchmal wundere ich mich dass ich mich nicht tot gekotzt habe. ich glaub der körper ist widerstandsfähiger als man denkt. aber es gab auch echt dunkle erlebnisse.
einmal wär ich fast freiwillig ins krankenhaus gegangen. ich hatte also schön gegessen wie immer und obwohl ich gerlernt hatte, dass man immer viel flüßigkeit zu sich nehmen soll, hab ich das nicht immer gemacht. ich war so vollgefressen, dass ich mich kaum noch bewegen konte. aufrechtes gehen war garnicht möglich. ich musste also gebeugt zur toilette laufen und das tat schon weh.
UND DANN GING GANRNICHTS MEHR!!! dieser abend war so schrecklich. mir tat alles weh und ich hatte einen riesgen zähen klumpen trockenes essen in mir und ich musste aber wasser trinken den es kamm nichts egal wie oft ich versucht hab mich zu übergeben.

ich hab angst und panik bekommen, nicht wegen der kalorien, die waren da egal, sondern das mein magen gleich platzen wird und ich sterbe. ich war allein, habe geweint und nach meiner mama gerufen so schlimm war das.( das passiert wenn man so richtig verzweifelt ist)
ich hab mein handy genommen und war kurz davor den notarzt zu rufen. ich hatte ja noch was getrunken damit es weicher wird und rauskommt, dadurch hat alles noch mehr wehgetan. irgendwann gings dann doch und das erste kam raus. dann wieder was getrunken und ich habs geschafft.

so erleichtert war ich noch nie gewesen.aber trotzdem hatte ich angst und hab dann auch echt aufgepasst dass das nie passiert. klar hab ich mir an dem abend geschworen ich höre jetzt sofort auf...aber das ist bulimie: am nächsten tag gings weiter. so sieht man erstmal wie stark so eine krankheit ist.
eigentlich unglaublcih aber die sucht ist immer stärker.

das war auch eines der schlimmsten erlebnisse die ich damit hatte.
den finger musste ich mir schon lange nicht mehr in den hals stecken, normalerweise kam alles schon von allein.
ich muss auch alle warnen: ich hatte glück gehabt, aber passt wenigstens auf dass wenn ihr das tut ihr euch nicht zu voll esst und wenn dann trinkt wenigstens genug.das geht nicht immer so gut aus wie bei mir. ich sage das jetzt nicht als tollen kotztipp sondern meine das ganz ernst, das ist wirklich gefährlich und es kann sein dass man sich den magen auspumpen lassen muss!!!

später ist mirdas kaum noch passiert, ich konnte irgendwie immer kotzen weil wohl der verschluss übern magen total durch ist. das geht heut übrigens auch noch. ich glaub der "mechanismus" davon ist kaputt. deswegen besteht ja die gefahr von sodbrennen.

das schlimmste an diesem teufelskreis ist eigentlich dass sich irgendwann dein ganzes verdammtes leben nur noch darum dreht wie man möglichst unaufällig an was zu essen kommt und zwar an möglichst viel und möglichst billig.

irgendwann hab ich auch angefangen lebensmittel zu klauen und ich muss sagen ich war echt ein geschickter dieb..naja ich bin nicht stolz drauf aber ich hatte keine geld mehr aber immer hunger hunger hunger

ich schäme mich auch sehr dafür dass ich sogar mal geld geklaut habe von einem freund. das tut mir heute so unendlich leid, aber ich kann das nicht mehr gut machen.

ich muss jetzt erstmal aufhören, denn das geht mir grad doch sehr nahe, da ich grad so tief in den vergangenen jahren wühle, in sachen die ich längst verdrängt habe, dass ich gleich weine wenn ich nicht aufhöre...deswegen mal zum aufhören

jedenfalls wollte ich sagen dass der entscheidende punkt zum ansetzten, also wie man aus dem teufelskreis rauskommt, darin besteht, dass die ES nicht mehr das ganze leben beherrschen darf.

man fängt an sich so zu isolieren und es gibt nichts anderes mehr als das essen und brechen und da muss man anfangen. das ist auch schwer und eine riesen überwindung wenn man mal so tief drin ist.
als erstes muss man sich darauf besinnen was einem spass macht und was man gut kann bzw. welches talent man von sich nocht garnicht kennt.

es klingt vielleicht primitiv oder lächerlich, aber man muss seine isolation durchbrechen und man muss irgendwas tun.
man muss sich überwinden und irgendein hobby suchen. zb vielleicht kann der eine gut malen oder singen oder irgend nen sport. auf jeden fall muss es etwas sein womit man selbstbestätigung erfährt dass man etwas kann und das man mehr ist als nur eine ES!!!!

das ist natürlich nur der anfang, denn auch bei mir hat das noch jahre gedauert, aber ich weiß dass das der erste schritt ist um ein bisschen vorwärts zu kommen.

den das größte problem ist oft das selbstbewusstsein. deswegen muss man lernen dass man etwas besonderes ist, wie jeder andere und dass man tolle talente hat und sich dafür selbst wieder lieben kann

aber so etwas geht nicht von heut auf morgen und deswegen hört man auch nicht auf sich vollzufressen. ich war an dem punkt dass ich keine mahlzeit mehr bei mir behalten habe. wenn man so weit ist MUSS man irgendwann anfangen wieder regelmäßig und wenns eine banane am tag ist...aber man muss irgend eine regelmäßigkeit reinbekommen.
ich habe auch oft sehr viel zeit zwischen essen und brechen gehabt, ich konnte mich auch nie beherrschen, egal wo ich war...das hat dann so oftso lang gedauert bis ich kotzen konnte, da waren schon viele kalorien verdaut.
am anfang nimmt man noch toll ab aber dann hab ich viele kilos wieder zu genommen.

das war so schrecklich, man kotzt den ganzen tag und wird immer dicker und dann der gedanke daran wie FETT man noch werden könnte, vor allem würde man aufhören zu kotzen...unerträglich.

die meiste angst die ich hatte aufzuhören war wirklich dass ich mein leben lang fett und ungeliebt sein würde und mich damit abfinden müsste immer die fette kuh zu sein.

man muss also versuchen (wenn es soweit schon gekommen ist) wenigsten früh oder vormittags REGELMÄßIG wenigstens ein was zu essen. das klappt nicht von anfang an, man wird immer wieder rückfälle oder fressanfälle bekommen, aber wenn man überhaupt mal was mit dem vorsatz es drinne zu behalten isst, dann kann man den ersten anfall am tag oft schon hinauszögern.

die phasen wie deine ES ausieht ändern sich auch oft. ich hab zwar den tag über oft nicht viel gegessen aber es irgendwann geschafft erst nachmittags oder abends anzufangen.
das klappt aber auch nur wenn man nicht den ganzen tag mit sich selbst allein ist.

dummerweise hat sich das dann auch noch oft bis nachts hingezogen. ich hing oft um 2 oder 4 noch übern klo...so ein mist, vor allem war dann nicht viel mit aussschlafen.
sowas muss man auch verhindern. das ging bei mir bestimmt 2 jahre so. ich war immer so kaputt und müde und kam kaum aus dem bett.

da muss man sich auch eine grenze setzen. das dauert wenn man sich darin einmal eingefahren hat.

so jetzt erstmal soweit schluss, sonst schlafen alle noch ein von solchen langen beiträgen. ich hab jetzt erstmal erzählt wie man so fürs erste den teufelskreis etwas mindern kann, aber das muss jeder selbst rausfinden. selbstbewusstsein kommt nicht von allein und es hat mit selbstliebe zu tun. bulimiker finde sich aber zum kotzen, deswegen muss man erstmal lernen was man kann und sich einen anderen weg suchen, in dem man nicht über das gewicht geht oder das aussehen sondern über eigene fähigkeiten.

das ist schonmal ein anfang eines langen weges. so bis dann liebe grüße

~~semianea~~

Ach ja...
also wie ich sehe ist das forum hier etwas komisch die beiträge sind voll durcheinander....naja ich hoffe ich kann das ein wenig sortieren.
eigentlich fällt es mir nicht so schwer zu schreiben.normalerweise gehe ich auch nicht mehr in foren weil sie unheimlich viel zeit klauen aber egal, das muss mal sein.

durch die anonymität kann man ja sehr viel offener sein und es sprudelt eigentlich alles aus mir raus. hab da ja nen enormen redebedarf.

wie ich ja bereits geschrieben hatte, habe ich einige zeit alleine gewohnt, auch ne zeit lang ohne freunde dagestanden und auch ohne beziehung. ich war manchmal echt am verzweifeln.
das einzige was ich hatte war meine ES.
denn eigentlich hat sie ja auch einen nützlichen wert, wenn sie das einzige ist was bleibt.

der schöne teil ist wenn man gemütlich das essen vorbereiten kann und dann seinen gelüsten nachgeht. an guten tagen klappt das kotzen ganz einfach, an schlechten geht gar nichts.

gut ist dass ich angefangen hatte etwas zu finden, was ich kann. gut ist auch dass ich dann erstmal keine beziehung mehr hatte, denn ne beziehung mit ES ist nicht so einfach.

was als zweiter prozess beigetragen hat meine ES zu überwinden, war dass ich angefangen habe mir sehr oft und sehr viele gedanken über die gesellschaft zu machen.
man sagt ja immer so lapidar, dass das schönheitsideal schuld ist. ich fand das immer ein wenig stumpf. viele haben ja eben schlechte erfahrungen gemacht oder sind missbraucht worden, vielleicht liegt es auch an den eltern.
wie auch immer. ich liebe meine eltern und klar gab es da auch sachen die nicht richtig waren. aber wenn man mal wirklich anfängt sich mit dem ganzen zeugt zu beschäftigen, dann wird man erfahren dass hinter dieser massenkrankheit ES noch was anderes steckt.

überlegt euch mal....in einer welt in der es für die in den reichen ländern wohnenden menschen genug zu essen gibt, verhungern !!!! menschen mehr oder weniger FREIWILLIG

oder sie kotzen alles wieder aus???? dahinter muss doch mehr stecken. für mich kann ich das mal symbolisch vergleichen: ich habe gegessen weil ich essen wollte, weil ich mir das recht von niemanden nehmen lassen wollte. ich bin es leid mir vorschreiben zu lassen wie ich auszusehen habe, wie dünn ich sein soll und was ich essen darf. ich hasse diese dummen zeitschriften in denen überall nur diäten und bikinifigur wichtig sind, in der sich alles nur ums aussehen dreht. das ist überall im fernsehen, in zeitungen, draussen wenn du leute siehst. irgendwie macht jeder diät. fast jeder den man kennt hat das schon mal gemacht....

und das ist so allgegenwärtig, dass man total manipuliert ist. das ist eine totale massenmanipulation. überall lernen schon kinder was schön und hässlich und dass man übergewichtige menschen diskriminiert.

aber nein es geht noch weiter. heute kann man nie dünn genug sein. immer ist irgendwo zuviel fett.

die bilder in zeitschriften sind alle retuschiert, die mesiten der tollen modellvorbilder sind einfach krank. wenn man 1,80 groß ist dann hat man einfach nicht 50 oder 60 kilo zu wiegen sondern aber mindestens 65, besser 70.

aber zurück, ok ich habe dagegen gegessen, aber ich war zu schwach und habe andererseits alles wieder rausgebrochen. irgendwie ist das schon traurig. ich habe eigentlich gekotzt und das ist für mich symbolisch so (um mal ein wenig abgehoben zu schreiben) als hätte ich damit gezeigt dass ich das alles zum kotzen finde.

magersucht gab es auch früher schon, aber bulimie erst seitdem es genug zu essen gibt. das ist eine moderne krankheit, die wir uns selbst geschaffen haben.

wer hat denn eigentlich das recht zu bestimmen wie ich auszusehen habe?

wer hat das recht zu sagen ich sei so nicht in ordnung?

wer hat das verdammte recht überhaupt jemanden so etwas vorzuschreiben?

was glaubt ihr eigentlich wie unglaublich viel geld man mit dem geschäft schönheit und schlankheit machen kann?

wenn dem nicht so wäre, dann würde sich ja was dran ändern.aber die personen die diätmittelchen herstellen, diätbücher schreiben oder uns woche für woche unaufhörlich durch ihre diäten in den zeitungen zeigen dass man so etwas machen muss, die haben ÜBERHAUPT kein interesse daran dass irgendwer aufhört diät machen zu wollen.

will nicht wissen wieviele sinnlose anitfettpillen, abführmittel oder sonstwas so täglich verkauft werden. glaubt ihr die haben daran interesse, dass sich das ändert??

niemals, denn dafür verdienen die viel zu viel geld damit.

das mag jetzt vielleicht für einige seltsam oder verschwörungstheoretisch klingen, aber denkt doch mal an mode zb.

es ist auf jeden fall jede saison etwas anderes "in".

damit gibt es auch immer wieder neue klamotten die man haben muss, und die muss man sich dann immer wieder neu kaufen um nicht "out" zu sein.

in wirklichkeit ist es eigentlich egal was man anhat. mode ist nur eine erscheinung die vorgegeben wird, aber man kann damit gut verdienen.

ich kaufe mir nur so was ich meine zu brauchen, mode interessiert mich dabei nicht so. früher hab ich auch diese ganzen komsichen sachen getragen. meist sieht man als frau darin eher nackt als angezogen aus und wirklich wohl fühlt man sich nicht.

ich werde mir jedenfall keine sachen mehr kaufen in denen ich mich nicht wohl fühle und dann noch mein geld verplempern dafür.

ich find das nicht schlimm, wem es gefällt sich oft neue sachen zu kaufen, und wer sich gern so anzieht, der soll damit ruhig zufrieden sein.

aber überlegt euch mal, was für ein interesse dahinter steckt dass das alles so bleibt. das ist in ganz vielen bereichen so.
die modeindustrie könnte konkurs anmelden, wenn sich jeder nur noch daas nötigste kauft.

und so sieht es auch bei der diätmittelindustrie aus. in zeitschriften kommen oft artikel über ne diät und ne seite weiter ist auch gleich ne anzeige für ein tolles neues mittelchen.

was ich damit sagen will, ist nicht dass jemand interesse daran hat dass viele essgestört werden, aber es besteht ein interesse daran dass man sich für diäten und abnehmen interessiert.

bei kosmetik ist das sehr offensichtlich. wenn in solchen zeitungen geschwärmt wird, was dieser oder jener star grad für tolles makeup hat...komisch dass dann immer gleich die marke mit drunter steht. das ist nichts weiter als werbung. und damit verdient man schließlich geld.


rein theoretisch ist das nicht so wichtig, wir könnten unser geld auch für andere sachen ausgeben und dann könnten die gleichen leute daran verdienen, aber mit der angst nicht schön und beliebt zu sein lässt sich eben gut geschäft machen.
und das wird uns immer und immer wieder gezeigt und leider merken dass viele nicht, da es uns als normal vorkommt.

das ist etwas wo ich hoffe das vielleicht einige mal nachdenken auch wenn es vielleicht komisch klingt

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20. September 2007 um 10:44
In Antwort auf laxmi_12631518

Ach ja...
also wie ich sehe ist das forum hier etwas komisch die beiträge sind voll durcheinander....naja ich hoffe ich kann das ein wenig sortieren.
eigentlich fällt es mir nicht so schwer zu schreiben.normalerweise gehe ich auch nicht mehr in foren weil sie unheimlich viel zeit klauen aber egal, das muss mal sein.

durch die anonymität kann man ja sehr viel offener sein und es sprudelt eigentlich alles aus mir raus. hab da ja nen enormen redebedarf.

wie ich ja bereits geschrieben hatte, habe ich einige zeit alleine gewohnt, auch ne zeit lang ohne freunde dagestanden und auch ohne beziehung. ich war manchmal echt am verzweifeln.
das einzige was ich hatte war meine ES.
denn eigentlich hat sie ja auch einen nützlichen wert, wenn sie das einzige ist was bleibt.

der schöne teil ist wenn man gemütlich das essen vorbereiten kann und dann seinen gelüsten nachgeht. an guten tagen klappt das kotzen ganz einfach, an schlechten geht gar nichts.

gut ist dass ich angefangen hatte etwas zu finden, was ich kann. gut ist auch dass ich dann erstmal keine beziehung mehr hatte, denn ne beziehung mit ES ist nicht so einfach.

was als zweiter prozess beigetragen hat meine ES zu überwinden, war dass ich angefangen habe mir sehr oft und sehr viele gedanken über die gesellschaft zu machen.
man sagt ja immer so lapidar, dass das schönheitsideal schuld ist. ich fand das immer ein wenig stumpf. viele haben ja eben schlechte erfahrungen gemacht oder sind missbraucht worden, vielleicht liegt es auch an den eltern.
wie auch immer. ich liebe meine eltern und klar gab es da auch sachen die nicht richtig waren. aber wenn man mal wirklich anfängt sich mit dem ganzen zeugt zu beschäftigen, dann wird man erfahren dass hinter dieser massenkrankheit ES noch was anderes steckt.

überlegt euch mal....in einer welt in der es für die in den reichen ländern wohnenden menschen genug zu essen gibt, verhungern !!!! menschen mehr oder weniger FREIWILLIG

oder sie kotzen alles wieder aus???? dahinter muss doch mehr stecken. für mich kann ich das mal symbolisch vergleichen: ich habe gegessen weil ich essen wollte, weil ich mir das recht von niemanden nehmen lassen wollte. ich bin es leid mir vorschreiben zu lassen wie ich auszusehen habe, wie dünn ich sein soll und was ich essen darf. ich hasse diese dummen zeitschriften in denen überall nur diäten und bikinifigur wichtig sind, in der sich alles nur ums aussehen dreht. das ist überall im fernsehen, in zeitungen, draussen wenn du leute siehst. irgendwie macht jeder diät. fast jeder den man kennt hat das schon mal gemacht....

und das ist so allgegenwärtig, dass man total manipuliert ist. das ist eine totale massenmanipulation. überall lernen schon kinder was schön und hässlich und dass man übergewichtige menschen diskriminiert.

aber nein es geht noch weiter. heute kann man nie dünn genug sein. immer ist irgendwo zuviel fett.

die bilder in zeitschriften sind alle retuschiert, die mesiten der tollen modellvorbilder sind einfach krank. wenn man 1,80 groß ist dann hat man einfach nicht 50 oder 60 kilo zu wiegen sondern aber mindestens 65, besser 70.

aber zurück, ok ich habe dagegen gegessen, aber ich war zu schwach und habe andererseits alles wieder rausgebrochen. irgendwie ist das schon traurig. ich habe eigentlich gekotzt und das ist für mich symbolisch so (um mal ein wenig abgehoben zu schreiben) als hätte ich damit gezeigt dass ich das alles zum kotzen finde.

magersucht gab es auch früher schon, aber bulimie erst seitdem es genug zu essen gibt. das ist eine moderne krankheit, die wir uns selbst geschaffen haben.

wer hat denn eigentlich das recht zu bestimmen wie ich auszusehen habe?

wer hat das recht zu sagen ich sei so nicht in ordnung?

wer hat das verdammte recht überhaupt jemanden so etwas vorzuschreiben?

was glaubt ihr eigentlich wie unglaublich viel geld man mit dem geschäft schönheit und schlankheit machen kann?

wenn dem nicht so wäre, dann würde sich ja was dran ändern.aber die personen die diätmittelchen herstellen, diätbücher schreiben oder uns woche für woche unaufhörlich durch ihre diäten in den zeitungen zeigen dass man so etwas machen muss, die haben ÜBERHAUPT kein interesse daran dass irgendwer aufhört diät machen zu wollen.

will nicht wissen wieviele sinnlose anitfettpillen, abführmittel oder sonstwas so täglich verkauft werden. glaubt ihr die haben daran interesse, dass sich das ändert??

niemals, denn dafür verdienen die viel zu viel geld damit.

das mag jetzt vielleicht für einige seltsam oder verschwörungstheoretisch klingen, aber denkt doch mal an mode zb.

es ist auf jeden fall jede saison etwas anderes "in".

damit gibt es auch immer wieder neue klamotten die man haben muss, und die muss man sich dann immer wieder neu kaufen um nicht "out" zu sein.

in wirklichkeit ist es eigentlich egal was man anhat. mode ist nur eine erscheinung die vorgegeben wird, aber man kann damit gut verdienen.

ich kaufe mir nur so was ich meine zu brauchen, mode interessiert mich dabei nicht so. früher hab ich auch diese ganzen komsichen sachen getragen. meist sieht man als frau darin eher nackt als angezogen aus und wirklich wohl fühlt man sich nicht.

ich werde mir jedenfall keine sachen mehr kaufen in denen ich mich nicht wohl fühle und dann noch mein geld verplempern dafür.

ich find das nicht schlimm, wem es gefällt sich oft neue sachen zu kaufen, und wer sich gern so anzieht, der soll damit ruhig zufrieden sein.

aber überlegt euch mal, was für ein interesse dahinter steckt dass das alles so bleibt. das ist in ganz vielen bereichen so.
die modeindustrie könnte konkurs anmelden, wenn sich jeder nur noch daas nötigste kauft.

und so sieht es auch bei der diätmittelindustrie aus. in zeitschriften kommen oft artikel über ne diät und ne seite weiter ist auch gleich ne anzeige für ein tolles neues mittelchen.

was ich damit sagen will, ist nicht dass jemand interesse daran hat dass viele essgestört werden, aber es besteht ein interesse daran dass man sich für diäten und abnehmen interessiert.

bei kosmetik ist das sehr offensichtlich. wenn in solchen zeitungen geschwärmt wird, was dieser oder jener star grad für tolles makeup hat...komisch dass dann immer gleich die marke mit drunter steht. das ist nichts weiter als werbung. und damit verdient man schließlich geld.


rein theoretisch ist das nicht so wichtig, wir könnten unser geld auch für andere sachen ausgeben und dann könnten die gleichen leute daran verdienen, aber mit der angst nicht schön und beliebt zu sein lässt sich eben gut geschäft machen.
und das wird uns immer und immer wieder gezeigt und leider merken dass viele nicht, da es uns als normal vorkommt.

das ist etwas wo ich hoffe das vielleicht einige mal nachdenken auch wenn es vielleicht komisch klingt

Soso...
also erstmal noch was zum gesellschaftsbild. ich finde man sollte sich klar machen, dass man als essgestörte(r) nicht nur selbst krank ist, sondern dass man in einer KRANKEN GESELLSCHAFT lebt!
wo leben wir eigentlich?
warum machen 7jährige schon diät?
was soll das alles?

man darf so etwas nicht als normal ansehen!!!
UND: das bild das wir von schlankheit haben ist FALSCH!!!!!
das ist total übertrieben. wir finden heute frauen FETT, die früher als unterernährt durchgegangen wären.

dieses bild was wir im kopf haben davon was schön ist oder nicht, dick oder dünn ist U N G E S U N D!!!!!!

wenn man aber nur mit diesen bildern in den medien und zeitungen aufwächst, dann hat man eigentlich schon eine gehirnwäsche hinter sich. wisst ihr eigentlich wie models vor 50/60 jahren aussahen???????
ich finde leider das bild nicht im internet, aber ihr würdet euch wundern.in unseren augen wären die heute echt fett.

angefangen hat das doch alles mit twiggy. wer die nicht kennt: das war ein model in den 60er jahren
http://mywebpages.comcast.net/disciullo/twiggy/twi-ggy2.jpg

und die war echt dürr.
vorher gabs das noch nicht.

das heisst irgendwer hat sich irgendwann mal gedacht, dass so eine frau aussehen soll.
ich finde so eine frau wie twiggy sieht auf jeden fall nicht STARK aus. sie sieht verletzlich schwach und lieb aus.
das suggeriert uns ihr aussehen.

ich will aber nicht verletzlich, schwach und lieb sein!!!!!!
ich möchte stark sein und einen eigenen willen haben.

sich mit figur und abnehmen zu beschäftigen stiehlt dir deine ganze zeit. in dieser zeit könntest du tolle sachen machen, dich kreativ ausleben, was auf die beine stellen etc.

das gedankliche kreisen um essen und nicht-essen nimmt den ganzen platz in deinem kopf weg, den man für andere sachen braucht. das ist eine richtige denkbremse!

jedenfalls ging es dann später weiter in den 90er jahren. in den 80ern waren es eher die sportlichen figuren. natürlich gabs da auch schon ES.

in den 90ern kam dann kate moss, die kennen bestimmt alle.

aber macht euch mal eins klar: DAS IST ALLES WILLKÜR! egal welches ideal gerade gezeigt wird, es ist alles nur willkürlich.

und wenn ich sehe wie die models heute aussehen opder die stars...so schlimm war das vor 10 jahren noch nicht.
die meisten von denen leiden sowieso an ES.

es gibt nur wenige die das nicht mitmachen, denn man ist sonst ganz schnell raus aus dem geschäft.

so nun bleibt noch die frage warum ist das alles so?

ich denke es ist zu komplex das einfach zu beantworten.
aber: diese ideal sind nicht erreichbar!!! und das sollte man sich merken. egal wieviel zeit man investiert, egal wie viel man abnimmt: ES IST NIE GENUG. dieses schönheitsideal ist nicht erreichbar. niemals. und wenn dann für 1% der frauen.

aber jeder mensch ist anders, hat eine andere igur und so weiter. deswegen werden uns diese ideal nicht gerecht und wir sollten aufhören ihnen hinterher zu rennen!!!

kennt ihr diese werbung von dieser bestimmten seifen marke (will die marke jetzt nicht nennen) wo die frauen ganz normal aussehen (mal abgesehen vom retuschieren)und rundlich sind ????
ich finde auch im gegensatz zu diesen ausgehungerten skeletten in der werbung, sehen diese frauen glücklich und stark aus.

leider ist das eine ausnahme, denn in unserer gesellschaft zählen nur jugend und schönheit.

aber man darf das einfach nicht hinnehmen. ich möchte zufrieden und stark sein und nicht klein dünn und schwach...davon hab ich überhaupt nichts, außer irgendwelchen männern mit verzerrtem frauenbild zu gefallen.
die meisten mänenr stehen sowieso nicht auf skelette und die die es doch tun sind für mich genau so krank und von bildern verseucht.

nochmal zu twiggy. wer sich auskennt, weiß dass in den 50er jahren alles prüde und spießig war. dann haben viele dagegen rebelliert, die frauen zb miniröcke getragen und man konnte mit der pille verhüten, es gab auch immer mehr rechte.außerdem gab es eine immer bessere versorgung mit lebensmitteln.

und dann kamen die großen modeleute und haben den frauen twiggy vor die nase gesetzt. genau in dieser zeit, wo sich die menschen gewehrt haben, zeigen sie ihnen ein bild von einer frau, die ja wohl nicht grad sehr stark aussieht.

das ist wie beim essen. als es früher kaum eine sicherung gab in der lebensmittelversorgung, da war das schönheitsideal ein dicker mann oder eine dicke frau. kaum gibt es genug für alle...SOLL MAN SCHLANK SEIN.


je weniger geld die menschen haben desto mehr sollen sie kaufen. es wird uns also von der industrie immer genau das vorgesetzt was am schwersten zu erreichen ist.

und die meisten ziehen mit. dabei gibt es in deutschland so viele übergewichtige menschen...und so viele alte menschen....aber was ist zu sehen? nur junge und dünne menschen.

und um auch jung und dünn zu sein, wenn es doch so viele alte und nichtdünne gibt muss man....???

genau man muss das zeug kaufen, was DIE uns vorschreiben (diätmittel, kleigung die man nur tragen kann mit topfigur, faltencremes).und damit wir das brav tun, wird uns auch überall in der werbung und in allen medien gezeigt wie wir auszusehen haben.
diese bilder sind unrealistisch.
auch mit schönheitsops ist das so ne sache. das machen heute so viele nur um jung und dünn zu sein...

für mich steckt da eben geld dahinter. ihr wisst doch auch wieviel unnötigen kram es gibt den man überhaupt nicht braucht, aber es wird einem immer gesagt man würde das UNBEDINGT brauchen weil man sonst nicht in ist oder sonstwas.

ich kann euch nur sagen, dass ich darauf verzichte mir das jeden tag anzutun.
ich kaufe mir keinesfalls mehr irgendwelche zeitungen mit blöden diättipps, mit ausgehungerten stars usw.

es muss jeder selbst wissen, aber denkt immer daran, dass ihr ein idealbild von schönheit habt dass ihr vorgesetzt bekommt. das ist nicht eure eigene idee!

und im fernsehen schau ich mir so was auch meist nicht an. ich versuche mir diese bilder einfach nicht anzusehen bzw ich schaue mir das sehr kritisch an!!!

ihr dürft das niemals als normalität hinnehmen. wenn ihr das verstanden habt, wisst ihr auch dass ihr nicht unvollkommen seid, sondern andere euch vorgaukeln ihr seid unvollkommen!!!!!!!!!!

das ist auch ein teil, der mir geholfen hat davon los zu kommen.

es nützt einem nichts wenn man vielleicht eine ES in den griff bekommt, aber immer noch denkt, man sei nicht gut genug, nicht schön genug, nicht dünn genug.

natürlich braucht man auch selbstbewusstsein und etwas worüber man die eigenen talente ausleben kann.

aber bitte seid trotzdem immer kritisch und nehmt das niemals so hin. und wenn andere die sachen anders sehen...egal..lasst sie einfach. ihr könnt es besser wissen.
so ich hab grad keine zeit mehr leider. wollte ja noch meine geschichte weitererzählen, aber das muss ich dann auf heut abend oder morgen verschieben.

wünsche euch allen nen schönen tag und denkt an die werbung mit den tollen normalen frauen und nicht an die millionen anderen schlechten bilder die uns ein schlechtes gewissen machen!


~~semianea~~

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21. September 2007 um 10:47
In Antwort auf laxmi_12631518

Soso...
also erstmal noch was zum gesellschaftsbild. ich finde man sollte sich klar machen, dass man als essgestörte(r) nicht nur selbst krank ist, sondern dass man in einer KRANKEN GESELLSCHAFT lebt!
wo leben wir eigentlich?
warum machen 7jährige schon diät?
was soll das alles?

man darf so etwas nicht als normal ansehen!!!
UND: das bild das wir von schlankheit haben ist FALSCH!!!!!
das ist total übertrieben. wir finden heute frauen FETT, die früher als unterernährt durchgegangen wären.

dieses bild was wir im kopf haben davon was schön ist oder nicht, dick oder dünn ist U N G E S U N D!!!!!!

wenn man aber nur mit diesen bildern in den medien und zeitungen aufwächst, dann hat man eigentlich schon eine gehirnwäsche hinter sich. wisst ihr eigentlich wie models vor 50/60 jahren aussahen???????
ich finde leider das bild nicht im internet, aber ihr würdet euch wundern.in unseren augen wären die heute echt fett.

angefangen hat das doch alles mit twiggy. wer die nicht kennt: das war ein model in den 60er jahren
http://mywebpages.comcast.net/disciullo/twiggy/twi-ggy2.jpg

und die war echt dürr.
vorher gabs das noch nicht.

das heisst irgendwer hat sich irgendwann mal gedacht, dass so eine frau aussehen soll.
ich finde so eine frau wie twiggy sieht auf jeden fall nicht STARK aus. sie sieht verletzlich schwach und lieb aus.
das suggeriert uns ihr aussehen.

ich will aber nicht verletzlich, schwach und lieb sein!!!!!!
ich möchte stark sein und einen eigenen willen haben.

sich mit figur und abnehmen zu beschäftigen stiehlt dir deine ganze zeit. in dieser zeit könntest du tolle sachen machen, dich kreativ ausleben, was auf die beine stellen etc.

das gedankliche kreisen um essen und nicht-essen nimmt den ganzen platz in deinem kopf weg, den man für andere sachen braucht. das ist eine richtige denkbremse!

jedenfalls ging es dann später weiter in den 90er jahren. in den 80ern waren es eher die sportlichen figuren. natürlich gabs da auch schon ES.

in den 90ern kam dann kate moss, die kennen bestimmt alle.

aber macht euch mal eins klar: DAS IST ALLES WILLKÜR! egal welches ideal gerade gezeigt wird, es ist alles nur willkürlich.

und wenn ich sehe wie die models heute aussehen opder die stars...so schlimm war das vor 10 jahren noch nicht.
die meisten von denen leiden sowieso an ES.

es gibt nur wenige die das nicht mitmachen, denn man ist sonst ganz schnell raus aus dem geschäft.

so nun bleibt noch die frage warum ist das alles so?

ich denke es ist zu komplex das einfach zu beantworten.
aber: diese ideal sind nicht erreichbar!!! und das sollte man sich merken. egal wieviel zeit man investiert, egal wie viel man abnimmt: ES IST NIE GENUG. dieses schönheitsideal ist nicht erreichbar. niemals. und wenn dann für 1% der frauen.

aber jeder mensch ist anders, hat eine andere igur und so weiter. deswegen werden uns diese ideal nicht gerecht und wir sollten aufhören ihnen hinterher zu rennen!!!

kennt ihr diese werbung von dieser bestimmten seifen marke (will die marke jetzt nicht nennen) wo die frauen ganz normal aussehen (mal abgesehen vom retuschieren)und rundlich sind ????
ich finde auch im gegensatz zu diesen ausgehungerten skeletten in der werbung, sehen diese frauen glücklich und stark aus.

leider ist das eine ausnahme, denn in unserer gesellschaft zählen nur jugend und schönheit.

aber man darf das einfach nicht hinnehmen. ich möchte zufrieden und stark sein und nicht klein dünn und schwach...davon hab ich überhaupt nichts, außer irgendwelchen männern mit verzerrtem frauenbild zu gefallen.
die meisten mänenr stehen sowieso nicht auf skelette und die die es doch tun sind für mich genau so krank und von bildern verseucht.

nochmal zu twiggy. wer sich auskennt, weiß dass in den 50er jahren alles prüde und spießig war. dann haben viele dagegen rebelliert, die frauen zb miniröcke getragen und man konnte mit der pille verhüten, es gab auch immer mehr rechte.außerdem gab es eine immer bessere versorgung mit lebensmitteln.

und dann kamen die großen modeleute und haben den frauen twiggy vor die nase gesetzt. genau in dieser zeit, wo sich die menschen gewehrt haben, zeigen sie ihnen ein bild von einer frau, die ja wohl nicht grad sehr stark aussieht.

das ist wie beim essen. als es früher kaum eine sicherung gab in der lebensmittelversorgung, da war das schönheitsideal ein dicker mann oder eine dicke frau. kaum gibt es genug für alle...SOLL MAN SCHLANK SEIN.


je weniger geld die menschen haben desto mehr sollen sie kaufen. es wird uns also von der industrie immer genau das vorgesetzt was am schwersten zu erreichen ist.

und die meisten ziehen mit. dabei gibt es in deutschland so viele übergewichtige menschen...und so viele alte menschen....aber was ist zu sehen? nur junge und dünne menschen.

und um auch jung und dünn zu sein, wenn es doch so viele alte und nichtdünne gibt muss man....???

genau man muss das zeug kaufen, was DIE uns vorschreiben (diätmittel, kleigung die man nur tragen kann mit topfigur, faltencremes).und damit wir das brav tun, wird uns auch überall in der werbung und in allen medien gezeigt wie wir auszusehen haben.
diese bilder sind unrealistisch.
auch mit schönheitsops ist das so ne sache. das machen heute so viele nur um jung und dünn zu sein...

für mich steckt da eben geld dahinter. ihr wisst doch auch wieviel unnötigen kram es gibt den man überhaupt nicht braucht, aber es wird einem immer gesagt man würde das UNBEDINGT brauchen weil man sonst nicht in ist oder sonstwas.

ich kann euch nur sagen, dass ich darauf verzichte mir das jeden tag anzutun.
ich kaufe mir keinesfalls mehr irgendwelche zeitungen mit blöden diättipps, mit ausgehungerten stars usw.

es muss jeder selbst wissen, aber denkt immer daran, dass ihr ein idealbild von schönheit habt dass ihr vorgesetzt bekommt. das ist nicht eure eigene idee!

und im fernsehen schau ich mir so was auch meist nicht an. ich versuche mir diese bilder einfach nicht anzusehen bzw ich schaue mir das sehr kritisch an!!!

ihr dürft das niemals als normalität hinnehmen. wenn ihr das verstanden habt, wisst ihr auch dass ihr nicht unvollkommen seid, sondern andere euch vorgaukeln ihr seid unvollkommen!!!!!!!!!!

das ist auch ein teil, der mir geholfen hat davon los zu kommen.

es nützt einem nichts wenn man vielleicht eine ES in den griff bekommt, aber immer noch denkt, man sei nicht gut genug, nicht schön genug, nicht dünn genug.

natürlich braucht man auch selbstbewusstsein und etwas worüber man die eigenen talente ausleben kann.

aber bitte seid trotzdem immer kritisch und nehmt das niemals so hin. und wenn andere die sachen anders sehen...egal..lasst sie einfach. ihr könnt es besser wissen.
so ich hab grad keine zeit mehr leider. wollte ja noch meine geschichte weitererzählen, aber das muss ich dann auf heut abend oder morgen verschieben.

wünsche euch allen nen schönen tag und denkt an die werbung mit den tollen normalen frauen und nicht an die millionen anderen schlechten bilder die uns ein schlechtes gewissen machen!


~~semianea~~

Jetzt mal feritg werden
mit meiner geschichte.
nun hab ich ja eine zeit lang allein gewohnt, aber ne eigene wohnung ist auch ein wenig teuer und allein mit der ES zu sein ist nicht toll.
bei zwei freundinnen von mir ist dann ein platz in einer wg frei geworden und sie haben mir angeboten einzuziehen. das ist natürlich so eine sache. ich wusste nicht ob ich das wirklich will, hab mir das echt überlegt. schließlich würde dann das essen und erbrechen nicht mehr so einfach sein.
letztendlich hab ich mich dann dafür entschieden und war auch echt froh, nicht mehr allein zu wohnen. außerdem konnte ich mir ein neues zimmer einrichten und alles mal verändern.

ich glaube alleine wohnen ist bei einer ES keine so gute idee. man verliert einfach total die kontrolle. habt ihr ja schon von mir lesen können.
der umzug hat mir dann auch ein wenig weitergeholfen. ich musste ja gezwungenermaßen meine anfälle reduzieren und verstecken und stark aufpassen. 1. dass ich nicht erwischt werde 2.dass das klo immer sauber ist und 3. das mein essverhalten auch sonst nicht aufällig ist.

das war natürlich nicht immer einfach, aber so musste ich gezwungenermaßen meine anfälle gut "planen".

mit dem essen war das so ne sache. die beiden haben sowieso immer diät gemacht, da ist es nicht so aufgefallen wenn ich wenig esse. ich hab dann die diät einfach mitgemacht.
dadurch dass ich nicht mehr so viel allein war mit mir, hat sich das alles sehr reduziert. aber überwunden hatte ich es dennoch nicht.
in der zeit bin ich auch immer stärker zu der überzeugung gekommen, dass das alles nicht richtig ist, was in der welt abläuft und eigentlich der letzte mist, dass models aussehen als würden sie nächste woche sterben.
diese überzeugung hat mir jedenfalls mut gemacht, weil ich so wusste, dass dieser diätwahn krank ist und man das spiel nicht mitmachen sollte.
außerdem ist mir der zeit auch mein selbstbewusstesein weiter gestiegen. ich hab mir zb auch mal ne hose gekauft die mir zwar gefallen hat, in der meine beine aber nicht sehr vorteilhaft rüberkommen. aber egal ich ziehe diese hose heute auch noch gern an. das interessiert mich nicht mehr ob irgendwer meine beine fett findet.
in der wg haben wir zusammen auch viel unternommen. so hatte ich auch weniger zeit für ES.
da ich ja nun nicht mehr ausschließlich mit der ES beschäftigt war, hab ich auch zeit gefunden, endlich mal was anderes zu machen. schon vorher habe ich angefangen ein wenig zu malen. das hab ich dann öfter mal getan. außerdem hab ich ein paar gedichte und kurzgeschichten geschrieben.
dafür habe ich viel lob erhalten von anderen. das war aber nicht mal das entscheidende. das wichtigeste daran war dass ich selbst gesehen habe, dass ich was kann und mehr bin als eine ES.

das hat dem selbstbewusstsein wirklich gut getan, aber auch die anerkennung von anderen war wichtig.
eigentlich hatte ich nur noch abend probleme mit den fressanfällen. aber ich konnte ja auch nicht in die küche gehen und mir was kochen und ganz viel essen besorgen. das war ja alles nicht möglich.
und gekrümmt vom vollgefressen sein ins bad gehen, wäre auch nicht mehr drin gewesen.

dadurch und weil ich weniger anfälle hatte, hab ich bei den anfällen mit der zeit die menge weiter reduziert. oft hab ich mich auch nicht mal mehr vollgefressen.
eigentlich ist das alles so gelaufen wie die bulimie angefangen hat, nur rückwärts.
ich hab auch wieder viel mehr auf mein wohlbefinden geachtet und bin mit meinem körper eher so umgegangen als würde ich ihn lieben statt verachten.

irgendwann hatte ich es dann geschafft, eine ganze woche zu überstehen. ich habauch keine diät so richtig gemacht. meine freundinnen aus der wg habens ja meist auch nicht recht durchgehalten.
allerdings haben die das mit der Es nie rausgefunden. war halt immer gut im vertuschen und die beiden hatten auch keine ES.
in der zeit hatte ich auch keinen freund, aber gefehlt hat es mir schon.

als ich dann meinen freund kennengelernt hab war ich auch gleich über alles verliebt in ihn. ^^
wir sind jetzt über schon ein paar jahre zusamme und am anfang hat das dann mit den anfällen schon weiter abgenommen. so hab ich es mit der zeit geschafft immer mal mehrere tage bis zu wochen hin keine essanfälle zu bekommen. ich konnte einfach über einen längeren zeitraum normal essen ohne anfall.
mein freund liebt mich auch so wie ich bin, besonders für meinen charakter nicht nur für mein aussehen..oder besser für meine figur.
nun war ich ja lange zeit auf dem weg zur besserung, und die beziehung hat mir eigentlich noch den letzten kick dazu gegeben.

dazwischen hatte ich aber auch immer mal wieder rückfälle, die sich auch mal über zwei wochen hinzogen. dann war ich schon echt verzweifelt manchmal und dachte ich werds nie ganz schaffen.es ist aber immer seltener geworden und da ich sehr viel zeit mit meinen freund verbracht habe, war das letztendlich eh hinfällig.
ich habs ihm aber nicht erzählt. ich dachte mir ich will versuchen wegzukommen, bevor er es merkt.
ich werde ihm von meiner ES später mal erzählen, wenn ich genug abstand davon habe.
wir sind dann auch zusammengezogen, seitdem hab ich keinen rückfall mehr gehabt, weil ich mir geschworen hatte, in der neuen wohnung das klo nicht mehr "einzuweihen".
naja das hat bis jetzt geklappt.
ich hätte es auch ohe meinen freund geschafft, weil ich schon auf dem weg zur besserung war, aber es hätte wohl noch länger gedauert. ich mache auch schon lange keine diät mehr. ich versuche nur mich gesund zu ernähren, schließlich hab ich meinem körper viele jahre lang ganz schön misshandelt.

ich hab jetzt unheimlich viel zeit für andere sachen, ich bin auch entgegen mein früheren befürchtungen nicht dicker geworden, hab sogar abgenommen, weil ich ja vorher trotz kotzen wieder zugenommen hatte. muss natürlich nicht bei jedem so ablaufen, aber ich hab das schon öfters gehört. wenn man das viele jahre mitmacht, nimmt man am ende wieder zu wegen dem stoffwechsel, vor allem wenn die FAs immer öfter kommen und man imemr mehr isst.ich war aber auch nicht untergewichtig muss man dazu sagen.
ich weiß ja dass die angst vorm zunehmen meist die größte ist.
da ich keine FAs mehr habe, kann ich auch gar nicht dick werden. aber ich stelle mich auch nicht auf die waage. das interessiert mich nicht. höchstens 2 mal im jahr.
mir ist es aber auch nicht mehr so wichtig ob ich mal was zunehmen oder nicht. das schwankt immer mal, und wenn ich ein paar kilo mehr wieger würde, wäre es mir auch absolut egal, denn ich bin froh dass ich wieder frei bin von der scheiss bulimie und das ich mir nicht weiter meine gesundheit komplett ruiniere. das könnt ihr euch nicht vorstellen, wie das ist.
essen ist auch kein zentrales thema bei mir. das gedankenkreisen ums essen und kotzen hat angefangen nachzulassen, als ich mich mehr mit kreativen sachen auseinander gesetzt habe. außerdem hab ich mich auch ab und zu ins schwimmbad getraut.
ich denke mal so ein teufelskreis kann nicht einfach durchbrochen werden. vor allem wird das lange dauern. denn man muss ein normales verhältnis zum essen entwickeln und unbedingt aufhören sich was zu verbieten. man muss langsam und mit genuß essen. man muss mal neue sachen ausprobieren und so weiter.

und ohne selbstbewustsein geht es auch nicht. alleine wohnen ist nicht unbedingt gut. man sollte was unternehmen. hauptsache was tun wobei man nicht immer nur ans essen denken muss.sowas ist halt ein längerer prozess.
man kann siche rauch noch zum therapeuten gehen wenn es einem bsser geht, vielleicht hilft das ja um vor rückfällen zu schützen.

wann mein letzter rückfall war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch das ich echt schnell voll war, also ich konnte überhaupt nicht mehr viel in mich reinstopfen. und ich habe auch gemerkt, dass mir das vollfressen auch nicht mehr viel gibt, es war nicht mehr wie früher.
ich hätte auch überhaupt keine lust mehr drauf. lieber würde ich mir was leckeres kochen und in ruhe essen.

so jetzt weiß ich auch erstmal nicht was ich noch zu sagen soll.so war das eben bei mir.wer versucht rauszukommen und halt absolut nicht zum therapeuten will, muss eben zuerst versuchen etwas an seiner eingefahrenen routine zu ändern. versucht nicht abzunehmen. hört auf diät zu machen....man muss regelmäßig essen, sonst bekommt man ständig rückfälle. ein bulimiker hat nicht soviel macht um seinen fressanfall unter kontrolle zu halten.

ich hab übrigens allen meinen rückfällen trotzdem nachgegeben, aber es hatte mir ja nicht mehr viel gebracht.
man muss irgendwie aus der falle raus und das geht vielleicht ganz gut, wenn man nicht immer allein ist.

vielleicht ist es auch gut wenn man sich jemanden anvertrauen kann. ich habs eben irgendwie allein durchgestanden. habe mir bücher darüber gekauft und davon gelesen. sachbücher oder romane. das hat mir auch geholfen.

will euch noch was von meinem letzten akt erzählen: die ganzen bücher über essstörungen die ich habe, sind von mir letztes jahr zerissen wurden. und dann hab ich sie schön zum müll gebracht.
das hat irgendwie gut getan, ich wollte mich ja erst nicht von ihnen trennen, aber jetzt bin ich froh dass sie weg sind. sie erinnern mich nur zu sehr an den ganzen mist.

als ich die zerissen hab, hab ich mich richtig gut gefühlt, so als ob ich den letzten rest meiner bulimie ganz und gar kaputt mache

liebe grüße an alle ~~semianea~~

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21. September 2007 um 11:13
In Antwort auf laxmi_12631518

Jetzt mal feritg werden
mit meiner geschichte.
nun hab ich ja eine zeit lang allein gewohnt, aber ne eigene wohnung ist auch ein wenig teuer und allein mit der ES zu sein ist nicht toll.
bei zwei freundinnen von mir ist dann ein platz in einer wg frei geworden und sie haben mir angeboten einzuziehen. das ist natürlich so eine sache. ich wusste nicht ob ich das wirklich will, hab mir das echt überlegt. schließlich würde dann das essen und erbrechen nicht mehr so einfach sein.
letztendlich hab ich mich dann dafür entschieden und war auch echt froh, nicht mehr allein zu wohnen. außerdem konnte ich mir ein neues zimmer einrichten und alles mal verändern.

ich glaube alleine wohnen ist bei einer ES keine so gute idee. man verliert einfach total die kontrolle. habt ihr ja schon von mir lesen können.
der umzug hat mir dann auch ein wenig weitergeholfen. ich musste ja gezwungenermaßen meine anfälle reduzieren und verstecken und stark aufpassen. 1. dass ich nicht erwischt werde 2.dass das klo immer sauber ist und 3. das mein essverhalten auch sonst nicht aufällig ist.

das war natürlich nicht immer einfach, aber so musste ich gezwungenermaßen meine anfälle gut "planen".

mit dem essen war das so ne sache. die beiden haben sowieso immer diät gemacht, da ist es nicht so aufgefallen wenn ich wenig esse. ich hab dann die diät einfach mitgemacht.
dadurch dass ich nicht mehr so viel allein war mit mir, hat sich das alles sehr reduziert. aber überwunden hatte ich es dennoch nicht.
in der zeit bin ich auch immer stärker zu der überzeugung gekommen, dass das alles nicht richtig ist, was in der welt abläuft und eigentlich der letzte mist, dass models aussehen als würden sie nächste woche sterben.
diese überzeugung hat mir jedenfalls mut gemacht, weil ich so wusste, dass dieser diätwahn krank ist und man das spiel nicht mitmachen sollte.
außerdem ist mir der zeit auch mein selbstbewusstesein weiter gestiegen. ich hab mir zb auch mal ne hose gekauft die mir zwar gefallen hat, in der meine beine aber nicht sehr vorteilhaft rüberkommen. aber egal ich ziehe diese hose heute auch noch gern an. das interessiert mich nicht mehr ob irgendwer meine beine fett findet.
in der wg haben wir zusammen auch viel unternommen. so hatte ich auch weniger zeit für ES.
da ich ja nun nicht mehr ausschließlich mit der ES beschäftigt war, hab ich auch zeit gefunden, endlich mal was anderes zu machen. schon vorher habe ich angefangen ein wenig zu malen. das hab ich dann öfter mal getan. außerdem hab ich ein paar gedichte und kurzgeschichten geschrieben.
dafür habe ich viel lob erhalten von anderen. das war aber nicht mal das entscheidende. das wichtigeste daran war dass ich selbst gesehen habe, dass ich was kann und mehr bin als eine ES.

das hat dem selbstbewusstsein wirklich gut getan, aber auch die anerkennung von anderen war wichtig.
eigentlich hatte ich nur noch abend probleme mit den fressanfällen. aber ich konnte ja auch nicht in die küche gehen und mir was kochen und ganz viel essen besorgen. das war ja alles nicht möglich.
und gekrümmt vom vollgefressen sein ins bad gehen, wäre auch nicht mehr drin gewesen.

dadurch und weil ich weniger anfälle hatte, hab ich bei den anfällen mit der zeit die menge weiter reduziert. oft hab ich mich auch nicht mal mehr vollgefressen.
eigentlich ist das alles so gelaufen wie die bulimie angefangen hat, nur rückwärts.
ich hab auch wieder viel mehr auf mein wohlbefinden geachtet und bin mit meinem körper eher so umgegangen als würde ich ihn lieben statt verachten.

irgendwann hatte ich es dann geschafft, eine ganze woche zu überstehen. ich habauch keine diät so richtig gemacht. meine freundinnen aus der wg habens ja meist auch nicht recht durchgehalten.
allerdings haben die das mit der Es nie rausgefunden. war halt immer gut im vertuschen und die beiden hatten auch keine ES.
in der zeit hatte ich auch keinen freund, aber gefehlt hat es mir schon.

als ich dann meinen freund kennengelernt hab war ich auch gleich über alles verliebt in ihn. ^^
wir sind jetzt über schon ein paar jahre zusamme und am anfang hat das dann mit den anfällen schon weiter abgenommen. so hab ich es mit der zeit geschafft immer mal mehrere tage bis zu wochen hin keine essanfälle zu bekommen. ich konnte einfach über einen längeren zeitraum normal essen ohne anfall.
mein freund liebt mich auch so wie ich bin, besonders für meinen charakter nicht nur für mein aussehen..oder besser für meine figur.
nun war ich ja lange zeit auf dem weg zur besserung, und die beziehung hat mir eigentlich noch den letzten kick dazu gegeben.

dazwischen hatte ich aber auch immer mal wieder rückfälle, die sich auch mal über zwei wochen hinzogen. dann war ich schon echt verzweifelt manchmal und dachte ich werds nie ganz schaffen.es ist aber immer seltener geworden und da ich sehr viel zeit mit meinen freund verbracht habe, war das letztendlich eh hinfällig.
ich habs ihm aber nicht erzählt. ich dachte mir ich will versuchen wegzukommen, bevor er es merkt.
ich werde ihm von meiner ES später mal erzählen, wenn ich genug abstand davon habe.
wir sind dann auch zusammengezogen, seitdem hab ich keinen rückfall mehr gehabt, weil ich mir geschworen hatte, in der neuen wohnung das klo nicht mehr "einzuweihen".
naja das hat bis jetzt geklappt.
ich hätte es auch ohe meinen freund geschafft, weil ich schon auf dem weg zur besserung war, aber es hätte wohl noch länger gedauert. ich mache auch schon lange keine diät mehr. ich versuche nur mich gesund zu ernähren, schließlich hab ich meinem körper viele jahre lang ganz schön misshandelt.

ich hab jetzt unheimlich viel zeit für andere sachen, ich bin auch entgegen mein früheren befürchtungen nicht dicker geworden, hab sogar abgenommen, weil ich ja vorher trotz kotzen wieder zugenommen hatte. muss natürlich nicht bei jedem so ablaufen, aber ich hab das schon öfters gehört. wenn man das viele jahre mitmacht, nimmt man am ende wieder zu wegen dem stoffwechsel, vor allem wenn die FAs immer öfter kommen und man imemr mehr isst.ich war aber auch nicht untergewichtig muss man dazu sagen.
ich weiß ja dass die angst vorm zunehmen meist die größte ist.
da ich keine FAs mehr habe, kann ich auch gar nicht dick werden. aber ich stelle mich auch nicht auf die waage. das interessiert mich nicht. höchstens 2 mal im jahr.
mir ist es aber auch nicht mehr so wichtig ob ich mal was zunehmen oder nicht. das schwankt immer mal, und wenn ich ein paar kilo mehr wieger würde, wäre es mir auch absolut egal, denn ich bin froh dass ich wieder frei bin von der scheiss bulimie und das ich mir nicht weiter meine gesundheit komplett ruiniere. das könnt ihr euch nicht vorstellen, wie das ist.
essen ist auch kein zentrales thema bei mir. das gedankenkreisen ums essen und kotzen hat angefangen nachzulassen, als ich mich mehr mit kreativen sachen auseinander gesetzt habe. außerdem hab ich mich auch ab und zu ins schwimmbad getraut.
ich denke mal so ein teufelskreis kann nicht einfach durchbrochen werden. vor allem wird das lange dauern. denn man muss ein normales verhältnis zum essen entwickeln und unbedingt aufhören sich was zu verbieten. man muss langsam und mit genuß essen. man muss mal neue sachen ausprobieren und so weiter.

und ohne selbstbewustsein geht es auch nicht. alleine wohnen ist nicht unbedingt gut. man sollte was unternehmen. hauptsache was tun wobei man nicht immer nur ans essen denken muss.sowas ist halt ein längerer prozess.
man kann siche rauch noch zum therapeuten gehen wenn es einem bsser geht, vielleicht hilft das ja um vor rückfällen zu schützen.

wann mein letzter rückfall war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß noch das ich echt schnell voll war, also ich konnte überhaupt nicht mehr viel in mich reinstopfen. und ich habe auch gemerkt, dass mir das vollfressen auch nicht mehr viel gibt, es war nicht mehr wie früher.
ich hätte auch überhaupt keine lust mehr drauf. lieber würde ich mir was leckeres kochen und in ruhe essen.

so jetzt weiß ich auch erstmal nicht was ich noch zu sagen soll.so war das eben bei mir.wer versucht rauszukommen und halt absolut nicht zum therapeuten will, muss eben zuerst versuchen etwas an seiner eingefahrenen routine zu ändern. versucht nicht abzunehmen. hört auf diät zu machen....man muss regelmäßig essen, sonst bekommt man ständig rückfälle. ein bulimiker hat nicht soviel macht um seinen fressanfall unter kontrolle zu halten.

ich hab übrigens allen meinen rückfällen trotzdem nachgegeben, aber es hatte mir ja nicht mehr viel gebracht.
man muss irgendwie aus der falle raus und das geht vielleicht ganz gut, wenn man nicht immer allein ist.

vielleicht ist es auch gut wenn man sich jemanden anvertrauen kann. ich habs eben irgendwie allein durchgestanden. habe mir bücher darüber gekauft und davon gelesen. sachbücher oder romane. das hat mir auch geholfen.

will euch noch was von meinem letzten akt erzählen: die ganzen bücher über essstörungen die ich habe, sind von mir letztes jahr zerissen wurden. und dann hab ich sie schön zum müll gebracht.
das hat irgendwie gut getan, ich wollte mich ja erst nicht von ihnen trennen, aber jetzt bin ich froh dass sie weg sind. sie erinnern mich nur zu sehr an den ganzen mist.

als ich die zerissen hab, hab ich mich richtig gut gefühlt, so als ob ich den letzten rest meiner bulimie ganz und gar kaputt mache

liebe grüße an alle ~~semianea~~

Hallo semi
Ich erkenne in deiner Geschichte bzw in deiner Einstellung viele Parallelen zu dem was mr geholfen hatte aus der ES zu kommen. Vorallem das mit der Waage, den sie spielt seitdem ich aus der bulimie raus bin auch absolut keine Rolle mehr. Ich hatte seitdem auch keine Waage mehr, und das Lustige ist, dass als mal meine Mama zu Besuch war und sie vergeblich bei mir nach einer Waage suchte, sie mich doch tatsächlich mal mit einer neu gekauften Waage überraschte. Aber ich benutze sie nie, sie staubt vor sich hin und ich überlege schon sie in die Abstellkammer zu stellen. Ich kenne meinen Körper mittlerweile so gut dass ich keine Waage mehr brauche, mein Gewicht interessiert mich nicht mehr sondern das was zählt ist wie ich mich fühle. Mein Körper hat sich nach meiner bulimie auf ein Gewicht eingependelt, und mit diesen bin ich vollauf zufrieden denn ich bin schlank und brauche mich beim Essen nicht einzuschränken. Wobei -und das war wie bei Semi- ich habe zuerst auch ganz schön zugelegt nach der bulimie und wie erstaunt war ich als die Pfunde auf einmal wieder purzelten!
Achja und noch was wegen dem "alleine wohnen" also mir hatte es gut getan, da ist wohl jeder anders. Du hast Recht dass die Gefahr besteht man könnte die Kontrolle verlieren weil man sich unbeobachtet fühlt. Naja aber bei mir war es ja gerade DIESES Sich-Beobachtet-fühlen was mich gestört hatte, ich konnte es ja kaum erwarten bis ich alleine war ummich meinen Gelüsten zu ergeben! Deswegen war ich echt froh wie ich meine eigene Wohnung hatte und dort meinen "Plan" zur Besserung in Ruhe machen konnte. Wobei ich wirklich penibel darauf geachtet hatte mir NIE zu viele potentielle "Fressvorräte" zu kaufen. Und ich habe wirklich versucht so viel wies geht zu unternehmen. Ablenkung ist wirklich ein gaaanz großer heißer Tipp von mir.
Joah so viel erst mal dazu
LG

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21. September 2007 um 11:29
In Antwort auf romola_12744249

Hallo semi
Ich erkenne in deiner Geschichte bzw in deiner Einstellung viele Parallelen zu dem was mr geholfen hatte aus der ES zu kommen. Vorallem das mit der Waage, den sie spielt seitdem ich aus der bulimie raus bin auch absolut keine Rolle mehr. Ich hatte seitdem auch keine Waage mehr, und das Lustige ist, dass als mal meine Mama zu Besuch war und sie vergeblich bei mir nach einer Waage suchte, sie mich doch tatsächlich mal mit einer neu gekauften Waage überraschte. Aber ich benutze sie nie, sie staubt vor sich hin und ich überlege schon sie in die Abstellkammer zu stellen. Ich kenne meinen Körper mittlerweile so gut dass ich keine Waage mehr brauche, mein Gewicht interessiert mich nicht mehr sondern das was zählt ist wie ich mich fühle. Mein Körper hat sich nach meiner bulimie auf ein Gewicht eingependelt, und mit diesen bin ich vollauf zufrieden denn ich bin schlank und brauche mich beim Essen nicht einzuschränken. Wobei -und das war wie bei Semi- ich habe zuerst auch ganz schön zugelegt nach der bulimie und wie erstaunt war ich als die Pfunde auf einmal wieder purzelten!
Achja und noch was wegen dem "alleine wohnen" also mir hatte es gut getan, da ist wohl jeder anders. Du hast Recht dass die Gefahr besteht man könnte die Kontrolle verlieren weil man sich unbeobachtet fühlt. Naja aber bei mir war es ja gerade DIESES Sich-Beobachtet-fühlen was mich gestört hatte, ich konnte es ja kaum erwarten bis ich alleine war ummich meinen Gelüsten zu ergeben! Deswegen war ich echt froh wie ich meine eigene Wohnung hatte und dort meinen "Plan" zur Besserung in Ruhe machen konnte. Wobei ich wirklich penibel darauf geachtet hatte mir NIE zu viele potentielle "Fressvorräte" zu kaufen. Und ich habe wirklich versucht so viel wies geht zu unternehmen. Ablenkung ist wirklich ein gaaanz großer heißer Tipp von mir.
Joah so viel erst mal dazu
LG

Ja
es war auf jeden fall einfacher und besser als ich allein gewohnt habe...klar, aber das war auch das problem. manchmal hatte ich es auch bereut nicht mehr allein zu wohnen, aber so viel es mir leichter die fressanfälle zu verhindern.

ich hab höchstens ein oder zwei mal nach dem zu viel essen nicht gekotzt. aber toll war das nicht. allerding smuss ich sagen, dass ich dann nicht mehr so panisch war.

ich konnte allerdings das gefühl vom vollgefressen sein nicht ertragen, deswegen hab ich mich doch meist übergeben bei einem rückfall.

puh da muss man schon nen ganz schönen willen haben um das auszuhalten.

um dem anschaffen von fressvorräten zu entgehen, bin ich 1. öfters nicht allein einkaufen gegangen...wär ja zu auffällig wenn jamnde dabei ist 2. vorm einkaufen gegessen und 3.versucht einfach keine "gefährlichen" sachen zu kaufen. das heisst ich hab zwar trotzdem schokolade oder so was gekauft aber dann nur ganz besondere teure leckere, mit dem vorsatz die zu genießen. für nen fressanfall hätte das dann nicht gereicht.
ist allerdings trotzdem mal passiert. dann hatte ich aber meist nie genug um nen richtigen fressanfall zu bekommen.

heut ist das aber nicht mehr so schlimm, ich hab immer schokoladenvorat da. ich nasche wenn ich lust drauf hab, werd aber trotzdem nicht dick davon. ich esse ja auch nicht alles auf einmal, hab auch nich das bedürfnis danach ^^

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