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Habt ihr mit Gruppentherapien Erfahrung ?

Letzte Nachricht: 15. Januar 2014 um 14:36
B
beth_11980888
09.01.14 um 23:33

Ich hatte nun endlich heute meine erste Therapiestunde bzw nur eine Vorbesprechung. Und ich wollte mal fragen wie das bei euch so war. Aufgrund meinem BMI von knapp 17, hat die Psychologin gefragt, ob ich eine Essstörung habe, wenig später fragte sie mich was mein "Zielgewicht" ist und ob ich absichtlich wenig esse, um abzunehmen und ich muss ehrlich sagen, dass mir diese Fragen alles andere als leicht fallen sie zu beantworten. Da sie keine Einzeltherapieplätze frei hat, rät sie mir, in die Gruppentherapie zu gehen aber das möchte ich nicht, habt ihr damit Erfahrungen gemacht?..Ich bin aus der Praxis herausgelaufen und kam mir (komischerweise) noch nie so gesund vor und dachte mir, ich brauch doch keine Therapie !!!! Ich habe den ganzen Tag ganz normal gegessen, sogar sehr viel und bin nun der Meinung, dass ich keine Essstörung habe..Aber irgendwie verarsch ich mich doch damit selbst oder?
WAS soll ich denn jetzt machen? Ich mag in keine Gruppentherapie oder habt ihr positive Erfahrungen gemacht? Achja und ich habe noch eine Frage: Bei was für einem BMI machen Psychologen denn Verträge, wo man zunehmen muss?

Danke schonmal für eure Antworten =))))

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A
an0N_1213957299z
11.01.14 um 18:43

Huhu liebe Laura
Also,das du gesund bist glaube ich kaum.Ich meine,es wäre schön,aber ich meine,das käme doch ein bisschen plötzlich,so direkt nach der Therapie.
Ich denke mal,das ist einfach die Angst vor der Therapie,die dich momentan zum Essen bewegt.Es muss aber nicht zwangsläufig sein,dass sich dein Essverhalten nun deswegen grundliegend verändert.Leider weiß ich nicht viel über dich,aber das ist so meine Vermutung.Wenn man es mit einer ernsthaften Essstörung zu tun hat,kann man die nicht so leicht abschütteln.

Dennoch kann ich dich gut verstehen.Gruppentherapie war ehrlich gesagt,auch nie mein Ding.Das kommt wohl auch daher,dass ich mit meinem Gewicht vor allem in der letzten Phase meiner Essstörung im Normalgewichtsbereich lag.
Ich denke zwar,dass Mädchen mit einer Essstörung erst ab einem gewissen Gewicht daran teilnehmen drüfen,dennoch würde es mich glaube ich stören,offen über meine Gewichts-und-Essprobleme reden zu können,wenn mir da ein dünnes "Klappergestell" gegenübersitzen würde.Ich würde mir dagegen schuldig und fett vorkommen,obwohl ich weiß,dass ich normalgewichtig bin und das nicht der normale Maßstab ist.Trotzdem würde es dennoch meine Ehrlichkeit einschränken und Konkurrenzgedanken könnten entstehen.
Auch könnte das,was die Mädchen von sich geben durchaus triggern.Obwohl es ja eine Gruppenleitung gibt.

Ich denke mal die Vorteile einer Gruppentherapie wären diese,dass du direkt daran teilnehmen könntest.Das es regelmäßige Treffen gäbe und diese therapeutisch geleitet würde.
Ich denke dennoch nicht,dass es die Einzeltherapie komplett ersetzen kann,da ich finde,dass auf jeden individuell eingegangen werden sollte.

Es könnte sein,dass die Gruppenteilnehmer ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln und sich gegenseitig gute insider Tipps zur Besserung geben könnten.
Es könnte aber auch das Gegenteil entstehen und ein Konkurrenzdenken könnte auftreten.
Ich stelle es mir außerdem schwerer vor,in einer Gruppe ehrlich zu sein,als zu einem Therapeuten.
Auf der anderen Seite können die Gruppenmitglieder einen jedoch auch ermutigen,Dinge von sich preis zu geben.

Im Großen und ganzen denke ich,dass die Gruppentherapie dauerhaft für mich nichts wäre.
Das muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden.
Ich weiß nicht,wie leicht du dich triggern oder beeinflussen lässt.

Was ich dir raten würde wäre,evtl. mit der Gruppentherapie zu beginnen und dann,falls ein Platz frei wird in die Einzeltherapie überzuwechseln,falls sich dein Essverhalten nicht dauerhaft und grundliegend verbessert hat.

Wünsche dir viel Erfolg !

Lg,EisblumexXx

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B
beth_11980888
13.01.14 um 0:05
In Antwort auf an0N_1213957299z

Huhu liebe Laura
Also,das du gesund bist glaube ich kaum.Ich meine,es wäre schön,aber ich meine,das käme doch ein bisschen plötzlich,so direkt nach der Therapie.
Ich denke mal,das ist einfach die Angst vor der Therapie,die dich momentan zum Essen bewegt.Es muss aber nicht zwangsläufig sein,dass sich dein Essverhalten nun deswegen grundliegend verändert.Leider weiß ich nicht viel über dich,aber das ist so meine Vermutung.Wenn man es mit einer ernsthaften Essstörung zu tun hat,kann man die nicht so leicht abschütteln.

Dennoch kann ich dich gut verstehen.Gruppentherapie war ehrlich gesagt,auch nie mein Ding.Das kommt wohl auch daher,dass ich mit meinem Gewicht vor allem in der letzten Phase meiner Essstörung im Normalgewichtsbereich lag.
Ich denke zwar,dass Mädchen mit einer Essstörung erst ab einem gewissen Gewicht daran teilnehmen drüfen,dennoch würde es mich glaube ich stören,offen über meine Gewichts-und-Essprobleme reden zu können,wenn mir da ein dünnes "Klappergestell" gegenübersitzen würde.Ich würde mir dagegen schuldig und fett vorkommen,obwohl ich weiß,dass ich normalgewichtig bin und das nicht der normale Maßstab ist.Trotzdem würde es dennoch meine Ehrlichkeit einschränken und Konkurrenzgedanken könnten entstehen.
Auch könnte das,was die Mädchen von sich geben durchaus triggern.Obwohl es ja eine Gruppenleitung gibt.

Ich denke mal die Vorteile einer Gruppentherapie wären diese,dass du direkt daran teilnehmen könntest.Das es regelmäßige Treffen gäbe und diese therapeutisch geleitet würde.
Ich denke dennoch nicht,dass es die Einzeltherapie komplett ersetzen kann,da ich finde,dass auf jeden individuell eingegangen werden sollte.

Es könnte sein,dass die Gruppenteilnehmer ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln und sich gegenseitig gute insider Tipps zur Besserung geben könnten.
Es könnte aber auch das Gegenteil entstehen und ein Konkurrenzdenken könnte auftreten.
Ich stelle es mir außerdem schwerer vor,in einer Gruppe ehrlich zu sein,als zu einem Therapeuten.
Auf der anderen Seite können die Gruppenmitglieder einen jedoch auch ermutigen,Dinge von sich preis zu geben.

Im Großen und ganzen denke ich,dass die Gruppentherapie dauerhaft für mich nichts wäre.
Das muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden.
Ich weiß nicht,wie leicht du dich triggern oder beeinflussen lässt.

Was ich dir raten würde wäre,evtl. mit der Gruppentherapie zu beginnen und dann,falls ein Platz frei wird in die Einzeltherapie überzuwechseln,falls sich dein Essverhalten nicht dauerhaft und grundliegend verbessert hat.

Wünsche dir viel Erfolg !

Lg,EisblumexXx

Danke
Vielen Dank liebe EisblumexXx für deine Antwort!!!
Die Therapeutin meinte, ich darf dann nicht plötzlich abbrechen, sondern das müsste ich dann durchziehen...Aber genau diese Ängste die du beschreibst, hätte ich auch. Ich würde mich mit allen vergleichen und womöglich auch noch das Ziel haben, die dünnste zu sein. Ich würde andererseits mich aber auch nicht öffnen können und deshalb würde es wahrscheinlich für Außenstehende so aussehen, als ob mir die Therapie egal wäre..ich sehe mich nicht als magersüchtig, weil ich es nicht bin, dafür esse ich zu viel...viel zu viel..ich würde mich glaub ich als Außenseiter dort sehen und mich mit den anderen nicht gleichsetzen können. Das Problem ist nur, dass ich ich schnellstmöglich bei der Therapeutin melden sollte, aber was soll ich ihr denn sagen? Sie rät mir sehr zu einer Therapie..( ich hab es anscheinend auch nötig)... Wiege 49 kilo bei 1,71..aber allen das Gewicht sagt ja nichts aus..aber was soll ich ihr sagen?

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eliza_12921815
14.01.14 um 12:05

Gruppentherapie Erfahrung
Hey Laurasophie,

Ich war über Monate hinweg in einer Grupentherapie. Es war eine gemischte Gruppe was mich persönlich störte.
Somit hat sich zumindest bei mir ein Stückweit ein Konkurrenzdenken entwickelt.
Vor anderen zu sprechen viel mir dort auch nicht besonders leicht.
Aber im nachhinein denke ich es war trotzdem eine Erfahrung wert, sich anzuhören wie andere mit den jeweiligen Problem umgehen.
Dort war es so so das jedes Gruppenmitglied ein bestimmtes Gewicht nicht unterschreiten durfte.
Ich war kurz vor dem Rauswurf. Habe es aber doch geschafft das vorgegebene Gewicht wieder zu erlangen, was mir selbst nicht leicht gefallen ist.
Was ich dort toll fand, war der einzelne austausch miteinander. Wie die Krankheit entstand etc.
Aber heute würde ich nicht noch einmal in eine Gruppe wollen, da es bei einem Therapeuten besser ist, da er genau auf dich eingehen kann.
Ich empfehele es dir es einmal auszuprobieren. Ich war am Anfang auch sehr unsicher.

LG roseynav

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an0N_1213957299z
14.01.14 um 22:30
In Antwort auf beth_11980888

Danke
Vielen Dank liebe EisblumexXx für deine Antwort!!!
Die Therapeutin meinte, ich darf dann nicht plötzlich abbrechen, sondern das müsste ich dann durchziehen...Aber genau diese Ängste die du beschreibst, hätte ich auch. Ich würde mich mit allen vergleichen und womöglich auch noch das Ziel haben, die dünnste zu sein. Ich würde andererseits mich aber auch nicht öffnen können und deshalb würde es wahrscheinlich für Außenstehende so aussehen, als ob mir die Therapie egal wäre..ich sehe mich nicht als magersüchtig, weil ich es nicht bin, dafür esse ich zu viel...viel zu viel..ich würde mich glaub ich als Außenseiter dort sehen und mich mit den anderen nicht gleichsetzen können. Das Problem ist nur, dass ich ich schnellstmöglich bei der Therapeutin melden sollte, aber was soll ich ihr denn sagen? Sie rät mir sehr zu einer Therapie..( ich hab es anscheinend auch nötig)... Wiege 49 kilo bei 1,71..aber allen das Gewicht sagt ja nichts aus..aber was soll ich ihr sagen?

Bist du denn
aufgrund der Diagnose Magersucht in Therapie?
Was meinst du denn,was du hast? Wenn du nicht magersüchtig bist?
Frage jetzt nur des Verständnisses halber.
Das dein Gewicht zu wenig ist,weißt du ja.Aber klar,es ist nicht immer aussagekräftig.
Viel aussagekräftiger fände ich deine Konkurrenzgedanken und dein Ziel,die Dünnste zu werden in der Gruppe.

Lg,Eisblume

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eliza_12921815
15.01.14 um 7:42
In Antwort auf an0N_1213957299z

Bist du denn
aufgrund der Diagnose Magersucht in Therapie?
Was meinst du denn,was du hast? Wenn du nicht magersüchtig bist?
Frage jetzt nur des Verständnisses halber.
Das dein Gewicht zu wenig ist,weißt du ja.Aber klar,es ist nicht immer aussagekräftig.
Viel aussagekräftiger fände ich deine Konkurrenzgedanken und dein Ziel,die Dünnste zu werden in der Gruppe.

Lg,Eisblume

Diagnose
Nein bisher hab ich nur die Diagnose Bulimie. Aber seit längerem gehe ich Richtung Magersucht. Meine Therapeutin ist der Meinung, dass ich diesen einen Typus der anorexie habe. Purging heist er glaub ich.
Ich komme da einfach nicht raus aus diesem Teufelskreis. Bin nun seit 6 Jahren darin gefangen.
Lg roseynav

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B
beth_11980888
15.01.14 um 14:36
In Antwort auf an0N_1213957299z

Bist du denn
aufgrund der Diagnose Magersucht in Therapie?
Was meinst du denn,was du hast? Wenn du nicht magersüchtig bist?
Frage jetzt nur des Verständnisses halber.
Das dein Gewicht zu wenig ist,weißt du ja.Aber klar,es ist nicht immer aussagekräftig.
Viel aussagekräftiger fände ich deine Konkurrenzgedanken und dein Ziel,die Dünnste zu werden in der Gruppe.

Lg,Eisblume

War das eine Frage an mich?
Also wenn du mich gemeint hast ( sorry, wenn ich es falsch verstehe), dann wurde bei mir keine magersucht diagnostiziert..WANN kann ein Psychologe denn sicher feststellen, dass man Magersucht hat?

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