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Habe ich wirklich eine Essstörung? Und wenn ja, was tun?

27. Juni 2016 um 23:16

Hallo ihr lieben
Ich bin 18 Jahre und neu hier aber ich denke es wird mal Zeit, mir ein paar objektive Meinungen zu meinen Gedanken einzuholen. Ich habe vor ca. 7 Monaten angefangen meine Ernährung umzustellen. Ich war unzufrieden mit meinem Aussehen und wog bei einer Größe von 1,75m 63-64 Kilo. Meine Freunde bezeichneten meine Figur zwar als schlank und total in Ordnung, aber ich fühlte mich nicht mehr wohl in meiner Haut.. Zu dieser Zeit hatte mein Freund gerade mit mir Schluss gemacht und ich dachte mir ich kann einen Neuanfang damit beginnen mich wieder schlanker und sexier zu machen. Also holte ich mir eine Ernährungs-App und fing an jede Mahlzeit genau einzutragen und zu dokumentieren. In Verbindung mit etwas Sport purzelten schon bald die ersten Kilos. Anfang 2016 fing ich dann an meine kalorienzufuhr am Tag immer weiter runterzuschrauben. Systematisch arbeitete ich mich Woche für Woche immer weiter runter bis ich an manchen Tagen meinen absoluten Tiefpunkt von 500-600 Kalorien am ganzen Tag erreichte. Aber das wären dann auch nur so 3 Tage am Stück die ich das dann mal durchzog..jetzt bin ich eigentlich immer zwischen 700 und 950 Kalorien pro Tag. (Sport hab ich eher nicht mehr gemacht da ich im Abiturstress war/bin und dafür nicht mehr die Kraft aufbringen wollte) Ich verbannte Brot,Schwein und Rind, alle Arten von übermäßigem fett aus meiner Ernährung. (Es gab aber immer mal Tage an denen ich auch mal gesündigt habe, zum Beispiel einmal in 2 Wochen mal ne Pizza oder ein paar Kekse) .Mitten im Abiturstress wurde meine Laune immer schlechter und ich wurde/bin gestresst und eigentlich immer müde. Momentan wiege ich mich täglich und wiege bei meinen 1,75m noch 52,5 Kilo. Meine Freunde und meine Mutter haben mich schon mal angesprochen dass ich ja ganz schön dünn sei, aber ich habe das immer entweder ignoriert oder wurde komischerweise sauer und mürrisch. Inzwischen vergeht keine Stunde ohne dass ich übers Essen nachdenke . Aber was ich komisch finde ist: ich denke nicht dass ich Magersüchtig bin , da ich 1. mich körperlich noch nicht so super dürr sehe , 2. das essen immer genieße (ich freue mich jedes Mal tierisch wenn ich endlich Mittag essen kann, habe meine festen Zeiten) und 3. im Gegensatz zu anderen Magersüchtigen gar nicht so wenig wiege.
Trotzdem merke ich dass ich ausgelaugt und dünnhäutig geworden bin. Was mich zudem beunruhigt ist, dass ich seit längerem meine Periode nicht mehr bekomme und das kann nicht gesund sein.
Deswegen wollte ich jetzt wieder mehr essen. Ich wollte mir heute mal was gönnen und habe zum Tv-gucken schokonüsse und Cookies gegessen. Jetzt quält mich das schlechte Gewissen... Ich merke das mit mir langsam psychisch was nicht mehr stimmt und es krankhaft wird. Dennoch will ich mich noch an niemanden in meinem Umfeld wenden und wollte mal hier fragen ob ihr Tipps für mich habt wie ich da alleine wieder rauskomme? Gibt es irgendeinen weg nicht jede Sekunde an Kalorien zu denken und was ich als nächstes esse?
Würde mich sehr über Tipps von euch freuen und bin gespannt auf eure Antworten
LG

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