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Hab ich eine Essstörung oder bilde ich mir das ein?

29. Dezember 2015 um 15:34 Letzte Antwort: 29. Dezember 2015 um 21:39

Hi Leute. (tut mir leid das es so ein langer Text wurde, ich hab einfach drauf losgeschrieben. Würde mich freuen wenn sich jmd die Zeit nimmt, es zu lesen.)

Mich belastet seit längerem ein ganz wichtiges Thema: mein Gewicht.

Zu mir: Ich bin fast 26, 1,73m gross und wiege momentan 44kg. - laut BMI hab ich starkes Untergewicht (ist mir auch bewusst)

Eigentlich bin ich schon mein Leben lang so schlank, habe scheinbar einen guten Stoffwechsel, Krankheiten hab ich keine - hab ich schon überprüfen lassen.

Es gab allerdings Zeiten, da wog ich um die 53kg - leider hielt das nur ein Jahr an.

Mein Problem ist auch nicht, das ich dünn sein möchte, im Gegenteil: Ich hätte gerne minimum 10kg mehr.
Mein Essverhalten sieht so aus: Wenn ich Hunger habe, esse ich. Es gibt eigentlich auch nichts was mir nicht schmeckt

Was mir die letzte Zeit aufgefallen ist, nachdem ich wieder so extrem schnell abgenommen hab: Stress. Auf der Arbeit, zuhause sowie bei Freunden. Ich fühl mich eigentlich regelrecht deppresiv, bin sehr oft am weinen und wünsche mir meine "Stärke" von früher zurück.

Zu meiner Vergangenheit: In meiner Familie gab es schon immer Probleme, die Bindung zu meinen Eltern ist nicht so wie man es sich als "Kind" wünscht. Mein mittlerweile Exfreund, mit dem ich noch Kontakt habe, findet mich für eine Beziehung nicht mehr attraktiv genug - er wünscht sich die "Starke" Persönlichkeit zurück. Das setzt mir noch mehr zu.

Ich weiss eigentlich, das ich psychische Probleme habe, und ich möchte auch sehr gerne Hilfe dafür. Jetzt kommt das mit meinem Gewicht noch dazu, mich belastet das extrem. Mittlerweile gibt es viele Tage, da hab ich Hunger und denk mir "brauchst nix essen, nimmst eh nicht zu" oder hab wirklich so Hunger das mir schon schlecht wird und ich Kopfschmerzen kriege - aber ich bin dann einfach zu faul und der Gedanke "bringt eh alles nix" schleicht sich rein...

Seit ich wieder zuhause bei meinen Eltern wohne (aufgrund der Trennung meines EX - 1,5 Jahre Beziehung), das sind ca 3 Monate, bekomme ich noch mehr von den Problemen meiner Eltern mit, mich beschäftig das alles so sehr, ich mach mir über so viele unnütze Dinge Gedanken, das verursacht in mir den Stress und dann nehm ich ab.

Die Ursache weiss ich also. Doch was tun?
Ich habe mir heute sehr lange Gedanken darüber gemacht, ob ich mir selbst den Gefallen tue, und mich in eine Stationäre Behandlung gebe, um Abstand von den Problemen hier zu bekommen und wieder ein normales Essverhalten lernen kann - bevor ich weiter abrutsche.

Dadurch das ich mich selbst nicht in meinem Körper wohlfühle, trag ich das natürlich auch nach aussen. Freunde? Hab ich vielleicht noch 1-2 wo ich sagen kann, auf die kann ich mich verlassen, allerdings bauen sie sich selbt ihr Leben grad auf und haben wenig Zeit. Ich fühl mich mit meinen Problemen deswegen alleine gelassen, und bin schlecht gelaunt. Meine Mutter steht jederzeit hinter mir, aber sie hat selbst genug Probleme (durch meinen Vater), das ich sie nicht belasten möchte.


Zu meiner eigentlichen Frage:

Habe ich eine Essstörung, wenn ich mich NICHT zu fett finde, sondern wenn ich mich ZU DÜNN & unattraktiv fühle? Haltet ihr es für angebracht mich in eine stationäre Behandlung zu geben?


Ich freu mich schon auf Antworten und auch auf Fragen die ich beantworten kann.

LG Julia

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29. Dezember 2015 um 16:28

...
Würde mich auch sehr darüber freuen wenn sich hier jemand meldet, der das gleiche Problem hat oder hatte wie ich:

Sich zu dünn findet / starkes UG hat, sich damit unwohl fühlt und liebend gerne zunehmen würde...

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29. Dezember 2015 um 18:05
In Antwort auf esmeri_12314984

...
Würde mich auch sehr darüber freuen wenn sich hier jemand meldet, der das gleiche Problem hat oder hatte wie ich:

Sich zu dünn findet / starkes UG hat, sich damit unwohl fühlt und liebend gerne zunehmen würde...

Hallo
Zunächst mal hört sich das fürmich, zumindest kopfmäßig nicht nach Essstörung an...
Jedoch kenne ich dein Essverhalten nicht, was du so isst und wieviel davon.
Es gibt auch atypische Essstörungen, oder dein Essverhalten ist durch andere psychische Probleme gestört...

Aber auf jeden Fall ist nicht nur eine Essstörung krankhaft, sondern auch dein UG - dass ist schon wirklich in einem gefährlichen Bereich

Da kann etwas nicht stimmen...
Entweder du isst (unbewusst) vieeel zu wenig oder du hast doch körperlich etwas.
Wurde bei dir auf Schildrüsenüberfunktion oder Glutenallergie getestet?

Vielleicht schreibst du mal auf was du so durchschnittlich am Tag isst, also auch mit Mengen Angabe. Dann kann man das besser einschätzen.

Liebe Grüße

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29. Dezember 2015 um 21:39

Liebe Ailuj,
auch ich denke nicht, dass du eine Essstörung in dem Sinne hast, da du ja nicht absichtlich so krankhaft dünn sein willst, im Gegenteil.
(Und man muss wirklich sagen, dein Gewicht ist extrem bedenklich und gefährlich bei dieser Größe und du solltest dringend zunehmen!)

Aber normal ist dieses Verhalten natürlich auch nicht. Du schreibst, dass du manchmal einfach zu faul zum essen bist und dir denkst, 'ach, bringt ja doch nichts' - diese Gedanken kann ich noch etwas nachvollziehen, also wie sie durch deine persönliche Situation zustandekommen.
Aber was mich wundert ist, warum du nichts isst, auch wenn du schon extremen Hunger verspürst, denn das ist ja doch sehr qualvoll. Sowas drängt Lustlosigkeit doch auf jeden Fall in den Hintergrund - denn hat man so sehr Hunger, bedeuted es ja, dass man eigentlich essen möchte. Also was ist der Grund, dass du selbst dann nichts ist?

Ich vermute, dein Problem ist nicht eine Essstörung, sondern eine andere psychische Krankheit, etwa Depressionen o.Ä., die sich in dieser Weise auf dein Essverhalten auswirken. Wie du selbst sagst, lebst du momentan ja nicht in einem sehr wohltuenden Umfeld und hast viele Sorgen.
Und dadurch, dass du jetzt noch körperlich so geschwächt bist, ist das natürlich wie in einer Abwärtsspirale: die Stimmung und die Belastbarkeit, wie auch deine geistige Stärke schwinden mehr und mehr - so verschlechtert sich deine Psyche immer weiter und damit sicherlich auch das Essverhalten.
(Wie aber Yahema schon beschreibt, wäre es hilfreich zu wissen, wie viel du denn so täglich zu dir nimmst - denn wenn es ausreichend wäre, müsste man eben schauen ob du körperliche Ursachen hast, die dein Gewicht so niedrig halten. Du sagst ja auch, dass du immer schon sehr dünn warst.)

Ich finde es aber sehr gut, eine Klinik in betracht zu ziehen - nicht primär, um eine Essstörung zu behandeln, sondern um dir psychisch weiterzuhelfen, was sich mit Sicherheit indirekt folglich auch positiv auf dein Essverhalten auswirken würde.

Ich wünsche dir weiterhin, dass es wieder aufwärts geht.
Alles Liebe,

Anna


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