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Haarausfall nach Gallenblasen OP

14. Oktober 2009 um 20:26

Haarausfall nach Gallenblasen-OP

Erst einmal die Vorgeschichte zu dem Ganzen:

Mär 2009

erste Gallenkolik - 21h ein Stück fettige Wurst mit Brötchen gegessen
2 Stunden später fing mein Bauch an sich aufzublähen und stark zu schmerzen.
Brechanfälle waren die Folge und starke Schweißausbrüche folgten.
Nächsten Morgen beim Notarzt Morphium und Buscopan für die Schmerzen und Krämpfe bekommen, danach ins Krankenhaus und Infusionen bekommen
Buscopan und Novalgin gemischt in Infusionslösung
1 Tag bzw. Nacht - Aufenthalt und wieder nach Hause. Novalgin und Buscopan verschrieben bekommen aber nicht genommen. Keine feste Nahrung

Apr Mai 09

Erneuter Klinikaufenthalt! Erneute Gallenkolik. Diesmal mit Bauchspeicheldrüsen-entzündung . Begleiterscheinungen wie im März 09 nur heftiger und anhaltender.
Im Krankenwagen zuvor starke Schmerzmittel bekommen Morphium etc.
Buscopan und Novalgin gemischt in Infusionslösung im Krankenhaus.
Fast 1 lang nur Schmerzmittel mit Infusionslösungen (Ringerlösung) keine feste Nahrung.
Anschließend (Werte waren runter gegangen) Gallen-OP (Blase wurde entfernt) und auch danach vorerst keine feste Nahrung weiterhin nur Infusionen. Nach 4 weiteren Tagen, erste Suppen und Grießbrei. Danach Entlassung aus dem Krankenhaus. Langsamer Kostaufbau weiterhin zu Hause durchgeführt.

Mai 2009

3 Tage zu Hause, fingen Schmerzen im Bauch- und Rückenbereich wieder an. Blähbauch und Brechreize fingen an. Wieder ins Krankenhaus in den Notdienst. Infusionen waren die Folge. Buscopan und Novalgin.
Aufenthalt war nötig, da Bauchspeicheldrüse ebenfalls wieder explodierende Werte hatte. Weiterhin Infusionen mit Schmerz- und Entkrampfungsmitteln.
Nach Magenspiegelung wurde der Gallengang nochmals ausgespült. Es hat sich wohl noch ein kleiner Gallenstein im Gallengang festgesetzt. Wohl beim rausziehen aus dem Bauchnabel aus der Gallenblase raus, denn vor der Gallenblasen-OP war nichts in den Gallengängen zu erkennen, dass es dort einen Stau gab.
4 Tage Krankenhausaufenthalt. Keine feste Nahrung, nur Ringerlösung mit ggf. Schmerzmitteln.

Jun 2009Aufbau des Körpers (große Körpergewichts und Muskelkraftverluste)
Feste Nahrung wurde immer mehr wieder aufgebaut. Täglich kamen neue (geliebte) Nahrungsmittel wieder hinzu. Keine Probleme mehr bisher. (Stand Oktober 2009)
Keine Schmerzmittel mehr.

Jetzt zum wesentlichen:

Jul 2009

6 Wochen nach Beendigung meiner Odyssee von Gallenleiden und Krankenhausaufenthalten, fingen meine Kopfhaare an auszufallen nicht so stark, dass man direkt gesehen hätte, da wird etwas licht, aber über 200+ Haare waren es täglich doch. Ich dachte zuerst ans sog. Sommerfell. Was sich aber als falsch herausstellte. Ich habe lange Haare und somit viel es auch sehr schnell in der Haarbürste auf, wenn diese nach dem Haare waschen, fast voll war. Bekam Panik, dachte, nicht auch noch sowas. Meine Kopfhaut tat auch sehr weh, als ob meine Haare mit Superkleber an meiner Kopfhaut kleben würden und wenn ich nur einen anderen Scheitel machen wollte, die Haare gezogen haben, dass es anfing zu brennen auf der Kopfhaut. Viele kleine Pickelchen (taten echt weh) sprossen aus der Kopfhaut (kleine Beulen ebenso). Meine Kopfhaut glänzte vor Fett. Habe ich die Haare gewaschen und leicht geföhnt, fingen diese an bereits da schon zu fetten.
Eine Menge Kopfhaut (Schuppen) verlor ich nur beim schütteln der Haare.

Bitte nicht den Fehler machen und Schuppenshampoo nehmen! Danach ist das Haar nur noch schlimmer kämm bar und man verliert noch mehr Haare.

Ich konnte kaum mich hinsetzen und da merkte ich hinter mir ständig fallendes Haar. Im Auto, auf Klamotten, Bürostuhl, in der Dusche etc...
Es war furchtbar und hoffte nur noch, dass es aufhört.

Da ich mir bereits dachte, dass ich bestimmt einen Mangel an Mineralien und Vitamine habe, bin ich in die Apotheke (selbst PKA als Ausbildung gemacht) und habe mir Orthomol Vital F (Tabl. 30 Tage) geholt. Ist zwar teuer, aber richtig für den Immunaufbau, da Einzeldosen auf den Tag verteilt eingenommen werden können und der Körper so besser es verarbeiten kann.
Hochdosiertes Zink nehme ich noch zusätzlich als Tablettenform täglich ein.

Aug 2009

Nachdem ich diese 2 Wochen eingenommen habe und keine direkte (schnelle) Heilung feststellen konnte, habe ich doch noch einen Hausarzttermin gemacht. Dieser meinte zu mir: Überweisung zu Haut- und Frauenarzt (Frauenarzttermin habe ich noch nicht gemacht). Als ich meine Bedenken äußerte, dass es an der Gallengeschichte liegen könnte, meinte er nur, dass ich das schon wegstecken könnte. Der Körper ist hart im nehmen der Satz war in meinen Augen unnötig!?
Termin beim Hautarzt habe ich gemacht. (10 Praxen angerufen bis ein kurzfristiger Termin möglich war)
Die Hautärztin verschrieb mir ein Haartonikum mit Cortison Linderung der entzündeten Kopfhaut und nicht STOP des Haarausfalls!
Nach ihrer Aussage, ist der Ausfall von dem stillen (heißt: aktuell nicht am wachsen) Haar nicht aufzuhalten. Sie könne diese Status von Haaren nicht retten sie werden ausfallen!!! Das kann beim kräftigen Haar 1/3 der Kopfhaare bedeuten, natürlich nur eine Richtlinie. Die Hautärztin meinte ebenfalls zu mir, dass man es noch nicht sehen kann, dass ich soviele Haare gelassen habe. Das beruhigte mich ungemein, da ich meinen engsten Vertrauten nichts mehr glaubte.
Im Gegensatz zu meinem Hausarzt ist sie der Meinung, dass es nur an der OP und den Folgen von Medikamenten und Mangelerscheinungen (Infusionen) liegen konnte.
Die gute Nachricht war, dass sie bereits sah, dass einige Haare wieder nachwuchsen. Ihr Tipp war, zum Friseur zu gehen und sich die Haare ein wenig (paar Zentimeter) abschneiden zu lassen Keine Haartönung, keine Blondierung (Strähnchen)! Ebenso nicht hypervorsichtig zu sein, beim Kämmen der Haare halt normal kämmen und nicht jedes Haar zählen. Psychisch gesehen muss klar sein, dass man kein Haar, was zu ausfallen verteufelt ist, dadurch gerettet werden kann. Ein Kindershampoo ist die beste Zwischenlösung um das Haar täglich zu waschen.

Mir wurde noch ein Heilpraktiker empfohlen, woraufhin ich ein paar Tage später hingegangen war. Ich erzählte mein Leid und auch die Vorgeschichten. Nach Blutkörperchenuntersuchung (wie Blutzucker messen) und einigen anderen Dingen (nichts Wildes) hat er mir erklärt:
Ich habe sauren Regen auf dem Kopf! Er wollte damit sagen, dass mein Körper die Giftstoffe und Mängel, die Monatelang bei mir gehaust haben, aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Da die Kopfhaut mit Ihren Poren ein Ausgang für diese Giftstoffe ist, benutzt der Körper diesen um sich zu reinigen.
Er verschrieb mir
Entoxin Set zur Entgiftungsbegleitung (Homöopathisch in 3 Fläschchen in Tropfenform) jeweils 20 Tropfen in eine Flasche Wasser geben und verteilt auf den Tag trinken)

Der Besuch beim Homöopathen hat mich 30 (ca. 45 min. da gewesen) gekostet. Medikamente zusammen ca. 40 . Beides ist wahrscheinlich bei den meisten gesetzlichen Krankenkassen nicht abzusetzen ich habe es bei meiner (DAK) noch nicht versucht.

Sep 2009

Besserung in der Haarbürste bemerkbar. Kopfjucken und -brennen wird weniger. Schuppen noch genauso stark nur trockener. Haarausfall in der Dusche und auf Klamotten etc. verringert sich täglich zunehmend. Mitte September 2009 so gut wie normalisiert. Gefühl der Kopfhaut und Haare wieder besser. Fetten der Haare wird immer weniger. Medikamente des Homöopathen nehme ich noch ein. Orthomol
Vital F Kur ist nach 30 Tagen beendet gewesen.

Okt 2009

Besserung in allen Bereichen der Kopfhaut. Kein saurer Regen mehr!
Insgesamt hat der Haarausfall mit allen Nebenwirkungen Anfang Juli 09 Ende August / Anfang September angehalten. Jedoch nicht mit anhaltender Ausfallsmenge der Haare. Manchmal mehr, manchmal weniger halt!

Mit diesem Bericht möchte ich einfach dazu beitragen, dass man im I-Netz nicht nur
Horrornachrichten oder ähnliches finden kann. Hat man mal ein gutes Forum gefunden, sind
dennoch Happy Ends mit genaueren Angaben nicht unbedingt einfach zu finden.

Ich hoffe, ich trage dazu bei, dass ich ein wenig beruhigen kann es wird wieder besser ich wollte
es auch nicht glauben.


Beste Grüße
Oktober 2009

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9. Februar 2010 um 20:24

Danke
für den Beitrag! Das gibt ja noch Grund zur Hoffnung...auch wenn es bei mir nicht an der Gallenblase liegt

Haare sind eben eine sehr spezielle Sache....

Grüßle

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