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Forum / Fit & Gesund

Grund der Essstörung-(m)ein Lösungsansatz

Letzte Nachricht: 3. Oktober 2011 um 16:18
B
bryn_988481
03.10.11 um 14:21

Es arbeitet sehr in mir...wollte eigentlich in dem Moment aufstehen und all das niederschreiben...aber ich war zu müde und zu faul

Ich hatte ja 5 Jahre Essstörungen, anfangs Magersucht/relativ schnell den Rest der Zeit Bulimie.
Mir wurde grad klar, dass mir vllt. diese 5 Jahre gefehlt haben, um meine Kindheit abzuschließen.
Vielleicht hätte ich einfach noch genau diese Zeit gebraucht, um zu spielen, um mich im Kindsein auszutoben, unbeschwert, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen.
Ich weiß noch, als ich mit 11 Jahren zum ersten Mal meine Tage bekam, war ich extrem überfordert und kam gar nicht mehr klar...
Dann folgten Schulwechsel (ich mussste mich durchboxen: schaffte das Gymnasium nicht, wechselte nach nem halben Jahr auf die Realschule), viel (unerwiderter) Liebeskummer, dann mein Problem mit meinem Körper, das schon in meiner Kindheit relevant war-weil alle dünner waren als ich!-so empfand ich es damals.

Ich habe das Gefühl, dass mit meinem 11 Lebensjahr, das Kämpfen anfing, dass ich rausgerissen wurde aus meiner kindlichen Welt und der Übergang sehr extrem war und nicht behutsam geschah...dass sich in mir schnell ein Plan gefestigt hatte-"du musst das schaffen!" Die Schule muss glattlaufen, du musst dann studieren irgendwann. Ich hatte meinen Lebensgrundriss bereits mit 11 angefertigt und dieser hat sich in meinem Kopf festgesetzt.

Heute tut mir dieses arme kleine Mädchen leid.
Ich hätte es gern zum Spielen rausgeschickt oder ihm gezeigt, dass die Welt der Großen nichts ist, vor dem man Angst haben müsste...ich hätte es an die Hand genommen und ihm erklärt, was es für Möglichkeiten hat, sich in dieser Welt zu entfalten. Ganz spielerisch und dennoch deutlich gemacht, dass langsam eine neue Zeit beginnt, die schön und spannend wird...!

Jetzt steh ich vllt. genau da, an dieser Stelle; aber ich bin jetzt bereit dazu, erwachsen zu sein, Verantwortung zu übernehmen und kein Kind mehr zu sein (außer mein Patenkind will mit mir spielen )

Kann es sein, dass ich sozusagen ein Stück zurückgehen musste, genau an diese Stelle um gesund und erwachsen werden zu können? Ich bin jetzt 25 Jahre und fühle mich zum ersten Mal erwachsen und bin mir bewusst darüber, dass das Leben nicht nach einem Plan funktionieren kann Denn 1. kommt es anders und 2. als man denkt...

Habt ihr euch auch schon mal Gedanken darüber gemacht, warum ihr in die ES gerutscht seid...?!
Ich wollte weiterhin Kind bleiben; dünnsein, umsorgt werden, hilflos, zerbrechlich, vllt. auch unantastabar...
Lauter hätte ich nicht schreine können:
"Leute seht doch mal auf mich! Mir geht das alles zu schnell, ich bin noch nicht bereit dazu erwachsne zu sein!"

Aber keiner hat mich gehört, keiner hat mich gesehen, weil ich gar nicht mehr in dieser Welt war...!
Ich war 5 Jahre weit weit weg von mir-jetzt bin hab ich bei mir ein Zuhause gefunden!

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B
bryn_988481
03.10.11 um 14:26

Oh je...
Rechtschreibfahler ohne Ende....naja, ihr versteht mich trotzdem, oder?

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J
jona_12752908
03.10.11 um 14:51

Kann
dich sehr gut verstehen. mir geht es ein stück weit auch so!

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B
bryn_988481
03.10.11 um 16:18
In Antwort auf jona_12752908

Kann
dich sehr gut verstehen. mir geht es ein stück weit auch so!

Abenteuer Seele...
Ich habe das Gefühl, dass ich die letzten Jahre, an denen ich nur umhergereist bin (Berlin, Heilbronn) eine Reise durch meine Seele gemacht habe, die mich letztendlich wieder zurück geführt hat.

Ich bin damals von KS losgefahren, in der Hoffnung, endlich MEIN Zuhause zu finden- ich wollte nur weg!

Jetzt weiß ich, dass mein Zuhause in mir wohnt, dass ich mich wohlmöglich in KS schon heimisch fühle, aber meine innere Wohnung bleibt nunmal in mir...

Vielleicht muss man an den Ort zurückkehren (wenn man stabil ist), an dem alles begann, um wirklich sagen zu können: "Ich mach mich frei, von allem Vergänglichem und ich kann fröhlich sein, wenn ich bei mir bin.

Denn wenn man an einen Ort zurückkehrt, an dem so viele Wunden anstanden sind und diese Wunden dort wieder verschließen kann, ist das doch ein positiver Abschluss, oder?
Vielleicht die Chance für mich, meine ES endlich anzuschließen und zu sagen: "Hier bist du geboren und hier will ich dich begraben...!"

Klingt fast nach einer Trauerveranstaltung; vlt. werden auch einpaar Tränen vergossen, weil ich einen Teil von mir beerdige.
Vlt. mach ich es wortwörtlich, ich such mir ein ruhiges Plätzchen und beerdige meine ES (ein Symbol, das dafür steht)

Was haltet ihr von dem Gedanken? Das möcht ich gern tun! Susi

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