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Gesund bei BMI um 17 - Selbstbetrug?

4. Januar 2016 um 16:57

Hallo ihr Lieben,

ich habe relativ lange nicht hier um Rat gefragt, die letzten Wochen haben mich jedoch ein bisschen ins Grübeln gebracht, so dass es mir sehr helfen würde, Eure Meinung zu hören.

In den Weihnachtswochen - war mit meinem Freund für zehn Tage bei meiner Familie - sind mir zwei Dinge bewusst geworden. Ich freue mich inzwischen ohne Einschränkung auf die Weihnachtstage mit dem vielen guten Essen und dem gemütlichen Beisammensitzen. Das heißt, ich mache mir wirklich keinerlei Gedanken über Kalorien und über die im Vergleich zum Alltag geringere Bewegung und genieße in vollen Zügen. Und ich esse nicht nur subjektiv große Portionen (+ Naschereien) und das auch im Alltag, sondern bekomme dies von meiner Umgebung (Familie und Freunden) bestätigt.

Jetzt kommt jedoch das große ABER: Obwohl ich seit mehreren Jahren so esse, schaffe ich - egal wie sehr ich mich anstrenge - nicht Normalgewicht zu erreichen. Mein Gewicht schwankt (je nach Stresspegel) in einem Gewichtsbereich zwischen BMI 16,5 und 17,5. Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich bereits vor meiner Anorexie immer Untergewicht hatte (meine Eltern sind bei Aufräumen auf mein Untersuchungsheft für die üblichen Kinderuntersuchungen gestoßen und seit der Geburt bis zum 6. Lebensjahr war ich immer leicht im Untergewicht). Meine Periode hat übrigens erst in einem Gewichtsbereich unter BMI 14,5 ausgesetzt und bei einem BMI von 15,5 wieder eingesetzt (ca. ein Jahr ausgeblieben). Meine Periode habe ich somit schon seit sehr, sehr langer Zeit wieder regelmäßig und meine Blutwerte waren in den letzten Jahren tiptop.

Meine ehemalige Therapeutin hat mich darin bestärkt, dass es in Ordnung ist, mit diesem leichten Untergewicht zu leben, solange mein Essverhalten stabil und meine Blutwerte etc. in Ordnung sind. Ich halte mich auch Jahre nach der Therapie noch an den Deal, dass ich sobald ich mehr als ein Kilo abnehme, prüfe, woran es liegt und schaue, ob mein Essverhalten okay ist und es entsprechend versuche auszugleichen. Daher kontrolliere ich relativ regelmäßig mein Gewicht (es macht mir jedoch überhaupt nichts mehr aus, wenn ich bei längeren Auslandsaufenthalten mehrere Monate mein Gewicht nicht kontrolliere) und überprüfe auf Anraten meiner ehemaligen Therapeutin in unregelmäßigen Abständen, ob meine Nahrungszufuhr wirklich meinem Bedarf entspricht und ich die Kalorien nicht überschätze.

Es tut mir leid, dass der Text nun doch etwas länger geworden ist. Und vor allem hoffe ich sehr, dass niemand meinen Text als triggernd empfindet.

Meine Frage an Euch: Betrüge ich mich selbst, wenn ich mich in diesem Gewichtsbereich für stabil und nicht mehr anorektisch halte? Mir ist bewusst, dass dieser niedrige Gewichtsbereich die Gefahr birgt, dass ich in besonderen Stresssituationen bzw. bei Erkrankungen recht schnell wieder im stärkeren Untergewicht bin. Da ich dies jedoch entsprechend kontrolliere und ausgleiche, halte ich diese "Gefahr" für überschaubar.
Insgesamt hatte ich vor Beginn meiner Therapie vor ca. sieben Jahren nicht zu hoffen gewagt, dass ich nach damals 13 Jahren Anorexie mal ein so unverkrampftes Verhältnis zu Essen und Gewicht entwickeln würde. Meine Frage rührt somit daher, dass ich gerade versuche, dass Thema "Essstörung" gedanklich endlich wirklich ad acta zu legen.

Ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen.
Traumverloren

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4. Januar 2016 um 17:10

Hallöchen
also zuerst klingt das ja alles schon mal nach einem sehr großen Erfolg, den du in deiner Magersucht-Geschichte hast Den kann dir auch keiner so nehmen!

Das problematische ist halt auch im Untergewicht, dass der Körper immer, falls nötig, auf Muskulatur zurückgreift und der wichtigste Muskel ist nun mal unser Herz. Auch wenn die Werte gut sind, kann man im Untergewicht diese Gefahr leider nicht ganz aus den Augen lassen. Isst du denn deinen Gesamtumsatz, oder sogar drüber? Weil eigentlich sollte eine Zunahme mit 2500-3000kcal funktionieren, ansonsten kann man eben immer mehr essen. Das Fett ist ja eben auch wichtig für den Körper und da sollte eben auch ausreichend da sein, was im Untergewicht oft nicht der Fall ist. Ich würde mich da mal durchchecken lassen, wie viel Körperfett du als Sicherheit für deine Organe hast. Wenn auch der Wert gut ist, kann auch ein Leben im Untergewicht okay bis gut sein. Finde es bei dir jedoch echt ziemlich stark im Untergewicht. Die Grenze bei BMI 18 wäre schon besser für dich, auch als Sicherheit für deine Gesundheit und auch für evtl. Ziele wie Kinder bekommen (weiß nicht, inwiefern es bei dir eine Rolle spielt). Also ich an deiner Stelle würde mich lieber in Richtung BMI mind. 18, eher 18,5 bewegen, das ist noch in Ordnung mit weniger Risiken.

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4. Januar 2016 um 17:22

.
Hallo,

ich antworte, weil ich ähnlich war wie Du. Jahrelang. Heute nicht mehr.

Vielleicht kannst Du Dir Fragen stellen wie:
- Was würde es auslösen, wenn Du plötzlich BMI 20 hättest? Würde es was auslösen?
- Findest Du normale Körper schön?
- Wie gehst Du sonst mit Trieben um, va. sexuellen Trieben und/oder Schwächen. Bist Du menschlich oder musst Du perfekt sein? (Ich meine hier nicht alltägliches nettes, was man eben so bespricht; sondern vielmehr Deine internen Abgründe, die Du vll. nichtmal in ein Tagebuch schreibst oder für die Du Dich schämst.) Haben diese Dinge eine Legitimation?
- Wie schauts aus mit Peinlichkeiten in der Öffentlichkeit?

Ich peile an: Weisst Du tief drinnen, dass Du OK bist? Bist Du auch dann ok, wenn Dinge ausufern?
Wenn ja, dann fein. Wenn nein, dann geh suchen.

Körper: Mal Knochendichte messen lassen?

Denn weisste .... Ich weiss auch, wie man mit 2800 einen BMI von 16 hält. Und nix kotzt und nix abführt. Das kann jeder, der geübter ESler war/ist. Es geht aber nicht um EssMENGEN oder BMIs. Es geht darum, ob man sich (also Körper) genau das gibt, was man braucht. Im genau richtigen Zeitpunkt. Quasi eben Triebgesteuert. Ob man ein Grundvertrauen in den Lauf des Lebens gefunden hat.
Wenn ja, dann bist Du ok.

Gruss, L

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4. Januar 2016 um 17:26
In Antwort auf neassa_12359124

Hallöchen
also zuerst klingt das ja alles schon mal nach einem sehr großen Erfolg, den du in deiner Magersucht-Geschichte hast Den kann dir auch keiner so nehmen!

Das problematische ist halt auch im Untergewicht, dass der Körper immer, falls nötig, auf Muskulatur zurückgreift und der wichtigste Muskel ist nun mal unser Herz. Auch wenn die Werte gut sind, kann man im Untergewicht diese Gefahr leider nicht ganz aus den Augen lassen. Isst du denn deinen Gesamtumsatz, oder sogar drüber? Weil eigentlich sollte eine Zunahme mit 2500-3000kcal funktionieren, ansonsten kann man eben immer mehr essen. Das Fett ist ja eben auch wichtig für den Körper und da sollte eben auch ausreichend da sein, was im Untergewicht oft nicht der Fall ist. Ich würde mich da mal durchchecken lassen, wie viel Körperfett du als Sicherheit für deine Organe hast. Wenn auch der Wert gut ist, kann auch ein Leben im Untergewicht okay bis gut sein. Finde es bei dir jedoch echt ziemlich stark im Untergewicht. Die Grenze bei BMI 18 wäre schon besser für dich, auch als Sicherheit für deine Gesundheit und auch für evtl. Ziele wie Kinder bekommen (weiß nicht, inwiefern es bei dir eine Rolle spielt). Also ich an deiner Stelle würde mich lieber in Richtung BMI mind. 18, eher 18,5 bewegen, das ist noch in Ordnung mit weniger Risiken.

Stimme kissarella zu
Hallo traumverloren

Erstmal super, dass du es soweit geschafft hast.
Das wünsche ich mir für mich selbst auch

Bmi 17 ist schon noch ausgeprägtes UG. Was ja bekannterweise nicht gut ist.
Ich denke einfach, dass man in dem Bereich immer noch gefährdet ist, es bleibt der letzte Rest Magersucht.
Kannst du dir vorstellen NG zu haben, oder macht es dir Angst?
Denkst du, du könntest dieses "Mehr" ertragen und kämst damit gut klar?

Ich denke, das ist die entscheidende Frage...

Ansonsten kommst du denn auf über 2500 kcal ohne Sport?

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4. Januar 2016 um 17:37
In Antwort auf neassa_12359124

Hallöchen
also zuerst klingt das ja alles schon mal nach einem sehr großen Erfolg, den du in deiner Magersucht-Geschichte hast Den kann dir auch keiner so nehmen!

Das problematische ist halt auch im Untergewicht, dass der Körper immer, falls nötig, auf Muskulatur zurückgreift und der wichtigste Muskel ist nun mal unser Herz. Auch wenn die Werte gut sind, kann man im Untergewicht diese Gefahr leider nicht ganz aus den Augen lassen. Isst du denn deinen Gesamtumsatz, oder sogar drüber? Weil eigentlich sollte eine Zunahme mit 2500-3000kcal funktionieren, ansonsten kann man eben immer mehr essen. Das Fett ist ja eben auch wichtig für den Körper und da sollte eben auch ausreichend da sein, was im Untergewicht oft nicht der Fall ist. Ich würde mich da mal durchchecken lassen, wie viel Körperfett du als Sicherheit für deine Organe hast. Wenn auch der Wert gut ist, kann auch ein Leben im Untergewicht okay bis gut sein. Finde es bei dir jedoch echt ziemlich stark im Untergewicht. Die Grenze bei BMI 18 wäre schon besser für dich, auch als Sicherheit für deine Gesundheit und auch für evtl. Ziele wie Kinder bekommen (weiß nicht, inwiefern es bei dir eine Rolle spielt). Also ich an deiner Stelle würde mich lieber in Richtung BMI mind. 18, eher 18,5 bewegen, das ist noch in Ordnung mit weniger Risiken.

Liebe Kissarella,
lieben Dank für deine schnelle Antwort. Mein Körperfettanteil liegt mit 21 % im unteren Normalbereich. Meine Hausärztin, die zur Zeit meiner ambulanten Therapie meinen Gesundheitszustand kontrolliert hat, meinte das wäre - vor dem Hintergrund, dass meine Periode und mein Hormonhaushalt sehr stabil seien - vollkommen okay. Da ich aufgrund diverser "Vorerkrankungen", die nicht mit meiner Anorexie in Zusammenhang stehen, regelmäßig intensiv durchgecheckt werde (inklusive Ultraschall etc.) kann ich guten Gewissens sagen, dass ich auch ansonsten organisch vollkommen gesund bin. Dem Kinderkriegen steht bei mir laut meiner Gynäkologin definitiv nichts im Wege!

Ich esse eigentlich im Durchschnitt leicht über meinem Gesamtumsatz. Nach der aktiven Zunahme hat sich meine Nahrungszufuhr bei ca. 2000 bis 2200 kcal eingependelt, womit ich eigentlich weder zu- noch abnehme (Gewichtsschwankungen +/- 1 bis maximal 2 kg).

Mein Problem ist, dass ich sobald ich versuche längere Zeit bewusst mehr, d.h. über 2500 kcal zu essen, nicht zu-, sondern eher abnehme, da mein Körper darauf mit Durchfall reagiert. Eine entsprechende Darm- und Magenspiegelung im Zuge meines letzten Zunahmeversuchs im letzten Jahr, hat jedoch keine krankhaften Veränderungen gezeigt, die Grund für die rezidivierenden Durchfälle sein könnten.
Der Gastroenterologe, der die Untersuchungen durchgeführt hat, meinte diese Durchfälle seine durch die Entfernung meiner Gallenblase bedingt. Ich vertrage seiner Meinung nach seit einer Gallen-OP vor ca. fünf Jahren nicht mehr so gut sehr fettreiches Essen und habe verdauungstechnisch latente Probleme mit zu großen Portionen. Dies erschwert eine dauerhafte Zunahme natürlich zusätzlich.

Mein Bruder ist übrigens - ohne jemals an Anorexie erkrankt gewesen sein - ebenfalls im leichten Untergewicht, so dass auch eine familiäre Prädisposition nicht auszuschließen ist. Ich bin jedoch immer unsicher, ob dies auch auf mich zutrifft, da ich durch den frühen Beginn meiner Anorexie (mit ca. 11 Jahren) gar nicht weiß, was mein "Setpoint" wäre.

Du hast wahrscheinlich recht, dass es doch sinnvoll wäre, zumindest einen BMI von 18 anzustreben, d.h. wenigstens ca. zwei bis drei Kilo zuzunehmen, um eventuelle Risiken zu minimieren.

Lieben Dank nochmal für deine schnelle Antwort!
Traumverloren



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4. Januar 2016 um 18:04
In Antwort auf lomman_12951412

.
Hallo,

ich antworte, weil ich ähnlich war wie Du. Jahrelang. Heute nicht mehr.

Vielleicht kannst Du Dir Fragen stellen wie:
- Was würde es auslösen, wenn Du plötzlich BMI 20 hättest? Würde es was auslösen?
- Findest Du normale Körper schön?
- Wie gehst Du sonst mit Trieben um, va. sexuellen Trieben und/oder Schwächen. Bist Du menschlich oder musst Du perfekt sein? (Ich meine hier nicht alltägliches nettes, was man eben so bespricht; sondern vielmehr Deine internen Abgründe, die Du vll. nichtmal in ein Tagebuch schreibst oder für die Du Dich schämst.) Haben diese Dinge eine Legitimation?
- Wie schauts aus mit Peinlichkeiten in der Öffentlichkeit?

Ich peile an: Weisst Du tief drinnen, dass Du OK bist? Bist Du auch dann ok, wenn Dinge ausufern?
Wenn ja, dann fein. Wenn nein, dann geh suchen.

Körper: Mal Knochendichte messen lassen?

Denn weisste .... Ich weiss auch, wie man mit 2800 einen BMI von 16 hält. Und nix kotzt und nix abführt. Das kann jeder, der geübter ESler war/ist. Es geht aber nicht um EssMENGEN oder BMIs. Es geht darum, ob man sich (also Körper) genau das gibt, was man braucht. Im genau richtigen Zeitpunkt. Quasi eben Triebgesteuert. Ob man ein Grundvertrauen in den Lauf des Lebens gefunden hat.
Wenn ja, dann bist Du ok.

Gruss, L

Ein großes Dankeschön ...
... du stellst mir genau die Fragen, die ich mir ehrlich beantworten sollte. Denn deine Fragen treffen genau, die Bereiche, die sich bei meiner ambulanten Therapie als die virulenten herausgestellt haben: Perfektionismus, das Gefühl "Funktionieren" zu müssen und das Grundgefühl, dass mit mir etwas nicht okay ist, ich irgendwie nicht richtig bin. Probleme, die viele Anorektiker kennen ... Und ich weiß auch, worin die Gründe liegen, dass sich diese Probleme gerade in einer Essstörung und nicht in anderen Symptomen manifestiert haben ...

Auf den ersten Blick scheine ich genau wie im Bereich Essverhalten / Gewichtsakzeptanz hinsichtlich Perfektionismus etc. große Fortschritte gemacht zu haben ... Mit meiner Sexualität hatte ich bereits während meiner Anorexie (außer im sehr niedrigen Gewichtsbereich, in dem meine Periode ausgesetzt hatte) keinerlei Probleme.

Danke, dass du mich daran erinnerst, dass wesentlich wichtiger als BMI und Essensmenge ist, ob es mir wirklich "Tief im Inneren" besser geht!

Das, was du am Ende schreibst, dass geübte ESler (ein sehr treffender Begriff) ohne Probleme mit hoher Nahrungsmenge einen niedrigen BMI halten können, war genau das was ich mit dem Begriff "Selbstbetrug" meine. Selbst im sehr niedrigen Gewichtsbereich war ich beispielsweise geübte "Showesserin" (ein Wochenende oder auch eine Woche so normal wie möglich essen, damit sich andere keine Sorgen mache, da ich wusste, dass sich das sehr schnell wieder ausgleicht). Insgesamt habe ich von meinem niedrigsten Gewicht erst einmal ca. 10 kg und in den letzten Jahren nochmal 5 kg zugenommen. Irgendwie habe ich als meine Therpeutin / Hausärztin mit meinem Gewicht zufrieden waren, als dieses bei meinem jetztigen Gewicht dauerhaft stagnierte, aufgehört eine Zunahme mit aller Kraft zu forcieren.

Ich bin mir daher immer mal wieder unsicher, ob ich unbewusst doch kompensiere und daher nicht zunehme ...

Dein erster Punkt, wie es mir gehen würde, wenn ich plötzlich BMI 20 hätte, ist glaube ich ein sehr wichtiger. Ich war in meinem Leben noch nie im Normalgewicht und habe nicht die leiseste Ahnung, wie ich damit aussehen würde, geschweige denn, wie ich mich fühlen würde.

Ich werde mir diese Fragen ganz in Ruhe weiter durch den Kopf gehen lassen und versuche dabei ehrlich zu mir zu sein.

Vielen Dank
Traumverloren

P.S.: Eine Knochendichtemessung würde von meiner Krankenkasse nicht übernommen werden. Aber wahrscheinlich sollte ich mich mal informieren, was das kosten würde, denn sinnvoll wäre es sicherlich allemal.






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4. Januar 2016 um 18:17
In Antwort auf esme_11902139

Stimme kissarella zu
Hallo traumverloren

Erstmal super, dass du es soweit geschafft hast.
Das wünsche ich mir für mich selbst auch

Bmi 17 ist schon noch ausgeprägtes UG. Was ja bekannterweise nicht gut ist.
Ich denke einfach, dass man in dem Bereich immer noch gefährdet ist, es bleibt der letzte Rest Magersucht.
Kannst du dir vorstellen NG zu haben, oder macht es dir Angst?
Denkst du, du könntest dieses "Mehr" ertragen und kämst damit gut klar?

Ich denke, das ist die entscheidende Frage...

Ansonsten kommst du denn auf über 2500 kcal ohne Sport?

Danke Yahema,
ihr habt glaube ich recht, dass ich mir in erster Linie die Frage, ob ich mir NG vorstellen kann, ganz ehrlich beantworten muss

Meine spontane Antwort wäre "Ich glaube schon", aber vielleicht meine ich das nur, weil es sich für mich bisher utopisch anfühlt, dass ich das irgendwann "schaffe". Ich mache mir darüber, wie ich oben geschrieben habe, in nächster Zeit ganz bewusst Gedanken.

Ich kam bei meinem letzten Zunahmeversuch ohne Sport auf über 2500 kcal und esse momentan 2000 - 2200 Kalorien ohne Sport (außer ab und zu leicht Dehnungs- bzw. Rückenübungen). Wenn ich im Frühjahr / Sommer viel Fahrrad fahre, muss ich das ganz bewusst durch zusätzliche Kalorien ausgleichen, um nicht abzunehmen.

Ich spüre weiter nach! Danke für deine Rückmeldung!
Traumverloren

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5. Januar 2016 um 12:10

-
Liebe,

sehr gern.
Vielleicht auch ein Gedanke wert: Als ESler muss man irgendwann lernen, sich nicht mehr mit dem Essen zu beschäftigen. Gar nicht.
Das würde heissen: Du handelst intuitiv. Und nur so.
Das hiesse weiter: Essen und Gewicht sind kein Thema mehr. Weil Du ein Mensch bist.
Klingt alles banal, durchgedacht jedoch finde ich: Die Tragweite dessen ist gross.

Mit der Vorstellung von NG meine ich eher: Normalerweise erholen sich ehemals kranke Körper, indem sie enorm zunehmen, dann wieder etwas abnehmen. Ich zb habe in einem halben Jahr damals 30kg draufgehauen, danach über 2 Jahre wieder 10kg abgenommen. Ca. Heute dümpel ich irgendwo BMI 21-22 rum, kA, da ich keine Waage besitze. Fakt ist: Ich bin gesund. Und zwar vollkommen.

Frag Dich:
1) Ich bin OK: Das ist ein Gedanke.
ABER 2) Wie sieht es aus, wenn mein Körper bspw. plötzlich würde 70kg wiegen wollen? Weil er nur da leben könnte? Würdest Du mit ihm gehen, mit Dir? Würdest Du Dir und Deinem Körper alles gestatten, was zum Gesundsein gehört? Auch wenn es bedeuten würde, dass es vll. bissl unangenehm würde?

Ich frage das alles, weil ich 5 Jahre lang dachte, jaja, ich bin gesund. Ich esse ja. Alles. Und viel. BMI war 17. Mann, war ich geil.
Dann brach ich aus. Ich tobte. Bekam Angst. Die UrAngst.

Knochendichtemessung: Normalerweise bewegt man sich hier iwo zwischen 100 und 200 Euro.

Fingers crossed.

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5. Januar 2016 um 16:58
In Antwort auf lomman_12951412

-
Liebe,

sehr gern.
Vielleicht auch ein Gedanke wert: Als ESler muss man irgendwann lernen, sich nicht mehr mit dem Essen zu beschäftigen. Gar nicht.
Das würde heissen: Du handelst intuitiv. Und nur so.
Das hiesse weiter: Essen und Gewicht sind kein Thema mehr. Weil Du ein Mensch bist.
Klingt alles banal, durchgedacht jedoch finde ich: Die Tragweite dessen ist gross.

Mit der Vorstellung von NG meine ich eher: Normalerweise erholen sich ehemals kranke Körper, indem sie enorm zunehmen, dann wieder etwas abnehmen. Ich zb habe in einem halben Jahr damals 30kg draufgehauen, danach über 2 Jahre wieder 10kg abgenommen. Ca. Heute dümpel ich irgendwo BMI 21-22 rum, kA, da ich keine Waage besitze. Fakt ist: Ich bin gesund. Und zwar vollkommen.

Frag Dich:
1) Ich bin OK: Das ist ein Gedanke.
ABER 2) Wie sieht es aus, wenn mein Körper bspw. plötzlich würde 70kg wiegen wollen? Weil er nur da leben könnte? Würdest Du mit ihm gehen, mit Dir? Würdest Du Dir und Deinem Körper alles gestatten, was zum Gesundsein gehört? Auch wenn es bedeuten würde, dass es vll. bissl unangenehm würde?

Ich frage das alles, weil ich 5 Jahre lang dachte, jaja, ich bin gesund. Ich esse ja. Alles. Und viel. BMI war 17. Mann, war ich geil.
Dann brach ich aus. Ich tobte. Bekam Angst. Die UrAngst.

Knochendichtemessung: Normalerweise bewegt man sich hier iwo zwischen 100 und 200 Euro.

Fingers crossed.

Meine liebe Liee,
vielen Dank dir nochmal! Du hast natürlich vollkommen recht, dass das Ziel sein sollte überhaupt mich überhaupt nicht mehr mit Essen zu beschäftigen. Daher rührt indirekt auch meine Frage, ob ich mich mit dem BMI von 17 erstmal "zufriedengebe" und schaue was passiert, wenn ich nicht mehr regelmäßig mein Gewicht und unregelmäßig meine Nahrungszufuhr zu kontrollieren.

Dazu muss ich jedoch leider zugeben, dass die Kontrolle vor allem dazu dient, dass ich nicht abnehme. Seit 2007 war ich jedes Jahr zehn bis elf Wochen im Rahmen eines Forschungsprojekts im Ausland, wo wir von zwei wundervollen Köchinnen mit fünf Mahlzeiten, davon zwei warmen, verwöhnt werden. Während viele meiner Kolleginnen dort eher etwas zunehmen, habe ich dort aufgrund der hohen Arbeitsbelastung eher jedes Jahr leicht abgenommen. Das heißt es gab in den letzten Jahren immer diese "Testphase" ohne Kontrollieren und ohne Nachdenken über Essen. Und scheinbar schaffe ich es leider ohne Kontrolle noch immer nicht mein Gewicht wenigstens zu halten.

Ich sollte vielleicht hinzufügen, dass ich mir erst als ich mit der Therapie begonnen habe, überhaupt eine Waage angeschafft habe und angefangen habe Essensprotokolle zu führen und auf Anraten meiner Ärztin Kalorien zu zählen. Davor war ich nach einer "klassischen Anorexie" mit bewusster Kalorienrestriktion und viel Sport mit daher einhergehendem gefährlich niedrigen Gewicht in meiner frühen Jugend lange Zeit "atypisch essgestört" mit niedrigem Gewicht ohne bewusste Kalorienrestriktion und ohne besonders viel Sport.

Eigentlich habe ich mir damit glaube ich gerade die Frage, ob ich mit BMI 17 gesund bin, selbst beantwortet. Und es macht mich ehrlich gesagt ein bisschen traurig, dass ich anscheinend noch nicht schaffe, mir gar keine Gedanken über Essen zu machen ...

Bin übrigens heute morgen beim Frühstück beim Lesen in einem Roman eines meiner Lieblingsautoren (Irvin D. Yalom, ein amerikanischer Psychoanalitiker, der neben Fachbüchern auch ganz wundervolle Romane schreibt) auf eine interessante Theorie von ihm gestoßen. Er geht davon aus, dass in der Psychotherapie nicht unterdrückte Triebe und unbewältigte Tragödien, sondern Existenzängste das Hauptthema seien (Er nennt diese Theorie: "Existential Psychotherapy / Existentielle Psychotherapie").

Eine Idee, die mich sehr anspricht, da ich immer das Gefühl habe, dass ich mit meinen Trieben keine Probleme habe (weder im sexuellen Bereich habe ich Probleme, noch habe ich Probleme damit, mich in der Öffentlichkeit vermeintlich peinlich zu benehmen, noch habe ich Angst davor Alkohol zu trinken; d.h. eigentlich habe ich nicht die
typischen Ängste vor Kontrollverlust). Darüber hinaus habe ich das Gefühl, die "Tragödie" in meinem Leben (schwere Erkrankung als Kleinkind und daher langer Aufenthalt in der Klinik inklusive abruptem Abstillen und Sondenernährung) zumindest rational gut bewältigt zu haben (emotional ist natürlich schwer zu beurteilen).

Meine großen Themen sind in der Tat zwei der von Yalom angesprochenen:
Zum einen die Angst vor "der Freiheit, unser Leben nach unserem Willen zu gestalten". Ich habe, obwohl ich mein Studium mit Bravour absolviert habe, danach einen tollen Job hatte, jetzt mit Stipendium an meiner Doktorarbeit schreibe, seit sieben Jahren eine erfüllte Beziehung mit einem wundervollen Mann führe, permanent das Gefühl, den Ansprüchen des Lebens nicht zu genügen.

Zum anderen die Angst vor dem "Fehlen eines Lebenssinns". Ich identifiziere mich viel zu sehr, mit meiner Profession und habe das Gefühl, dass ich ohne meinen Beruf nichts bin, dass ich als Person nicht weiß, was der Sinn des Lebens unabhängig vom beruflichen ist. Bzw. zumindest der Bereich ist inzwischen besser geworden, da ich zumindest oft das beglückende Gefühl habe, dass der Sinn des Lebens das Leben selbst ist und ich endlich schaffe im "Hier und Jetzt" zu leben und nicht prospektiv ...

Vielleicht muss ich doch nochmal einen Versuch starten an diesen Grundproblemen intensiv zu arbeiten und zu hoffen, dass ich, sobald ich mich diesen existentiellen Ängsten stelle und diese löse, sich auch mein "Gewichtsproblem" und meine Essstörung endgültig lösen.

Tut mir leid, dass ich schon wieder einen halben Roman geschrieben habe!
Nochmals herzlichen Dank!
Traumverloren

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5. Januar 2016 um 18:59
In Antwort auf traumverloren1

Meine liebe Liee,
vielen Dank dir nochmal! Du hast natürlich vollkommen recht, dass das Ziel sein sollte überhaupt mich überhaupt nicht mehr mit Essen zu beschäftigen. Daher rührt indirekt auch meine Frage, ob ich mich mit dem BMI von 17 erstmal "zufriedengebe" und schaue was passiert, wenn ich nicht mehr regelmäßig mein Gewicht und unregelmäßig meine Nahrungszufuhr zu kontrollieren.

Dazu muss ich jedoch leider zugeben, dass die Kontrolle vor allem dazu dient, dass ich nicht abnehme. Seit 2007 war ich jedes Jahr zehn bis elf Wochen im Rahmen eines Forschungsprojekts im Ausland, wo wir von zwei wundervollen Köchinnen mit fünf Mahlzeiten, davon zwei warmen, verwöhnt werden. Während viele meiner Kolleginnen dort eher etwas zunehmen, habe ich dort aufgrund der hohen Arbeitsbelastung eher jedes Jahr leicht abgenommen. Das heißt es gab in den letzten Jahren immer diese "Testphase" ohne Kontrollieren und ohne Nachdenken über Essen. Und scheinbar schaffe ich es leider ohne Kontrolle noch immer nicht mein Gewicht wenigstens zu halten.

Ich sollte vielleicht hinzufügen, dass ich mir erst als ich mit der Therapie begonnen habe, überhaupt eine Waage angeschafft habe und angefangen habe Essensprotokolle zu führen und auf Anraten meiner Ärztin Kalorien zu zählen. Davor war ich nach einer "klassischen Anorexie" mit bewusster Kalorienrestriktion und viel Sport mit daher einhergehendem gefährlich niedrigen Gewicht in meiner frühen Jugend lange Zeit "atypisch essgestört" mit niedrigem Gewicht ohne bewusste Kalorienrestriktion und ohne besonders viel Sport.

Eigentlich habe ich mir damit glaube ich gerade die Frage, ob ich mit BMI 17 gesund bin, selbst beantwortet. Und es macht mich ehrlich gesagt ein bisschen traurig, dass ich anscheinend noch nicht schaffe, mir gar keine Gedanken über Essen zu machen ...

Bin übrigens heute morgen beim Frühstück beim Lesen in einem Roman eines meiner Lieblingsautoren (Irvin D. Yalom, ein amerikanischer Psychoanalitiker, der neben Fachbüchern auch ganz wundervolle Romane schreibt) auf eine interessante Theorie von ihm gestoßen. Er geht davon aus, dass in der Psychotherapie nicht unterdrückte Triebe und unbewältigte Tragödien, sondern Existenzängste das Hauptthema seien (Er nennt diese Theorie: "Existential Psychotherapy / Existentielle Psychotherapie").

Eine Idee, die mich sehr anspricht, da ich immer das Gefühl habe, dass ich mit meinen Trieben keine Probleme habe (weder im sexuellen Bereich habe ich Probleme, noch habe ich Probleme damit, mich in der Öffentlichkeit vermeintlich peinlich zu benehmen, noch habe ich Angst davor Alkohol zu trinken; d.h. eigentlich habe ich nicht die
typischen Ängste vor Kontrollverlust). Darüber hinaus habe ich das Gefühl, die "Tragödie" in meinem Leben (schwere Erkrankung als Kleinkind und daher langer Aufenthalt in der Klinik inklusive abruptem Abstillen und Sondenernährung) zumindest rational gut bewältigt zu haben (emotional ist natürlich schwer zu beurteilen).

Meine großen Themen sind in der Tat zwei der von Yalom angesprochenen:
Zum einen die Angst vor "der Freiheit, unser Leben nach unserem Willen zu gestalten". Ich habe, obwohl ich mein Studium mit Bravour absolviert habe, danach einen tollen Job hatte, jetzt mit Stipendium an meiner Doktorarbeit schreibe, seit sieben Jahren eine erfüllte Beziehung mit einem wundervollen Mann führe, permanent das Gefühl, den Ansprüchen des Lebens nicht zu genügen.

Zum anderen die Angst vor dem "Fehlen eines Lebenssinns". Ich identifiziere mich viel zu sehr, mit meiner Profession und habe das Gefühl, dass ich ohne meinen Beruf nichts bin, dass ich als Person nicht weiß, was der Sinn des Lebens unabhängig vom beruflichen ist. Bzw. zumindest der Bereich ist inzwischen besser geworden, da ich zumindest oft das beglückende Gefühl habe, dass der Sinn des Lebens das Leben selbst ist und ich endlich schaffe im "Hier und Jetzt" zu leben und nicht prospektiv ...

Vielleicht muss ich doch nochmal einen Versuch starten an diesen Grundproblemen intensiv zu arbeiten und zu hoffen, dass ich, sobald ich mich diesen existentiellen Ängsten stelle und diese löse, sich auch mein "Gewichtsproblem" und meine Essstörung endgültig lösen.

Tut mir leid, dass ich schon wieder einen halben Roman geschrieben habe!
Nochmals herzlichen Dank!
Traumverloren

.
Liebe, muss bald los, möchte aber noch ein paar Gedanken hier lassen.
Ich kenne Yalom gut. Ich teile nicht alles, aber das, was Du da beschreibst, sehr. Ich denke, Du bist da auf dem richtigen Weg und möchtest Dir die richtigen Dinge anschauen.

Wichtig bei dem ganzen Hickhack finde ich: Du darfst nicht vergessen, dass Du das Thema nicht vergessen kannst, solange Du darauf achten musst. Ob nach unten oder oben.
Auch ich habe mir erst eine Waage angeschafft, als es darum ging, nicht mehr abzunehmen. Ab da gings los.
Ich habe damals versucht schrittweise wegzukommen, sprich kein Wiegen und Schreiben mehr, sondern zb Hosen als Mass, ein Massband, was weiss ich alles. Tellergrössen usw. Alles bringt nix.

Geh zu Yalom zurück, zurück zur Existenzangst. Da liegt Dein Hund. Meiner übrigens auch.

Ich glaube unterdessen nicht mehr daran, dass man per Kopf dahin kommt. Ich bin da nur per Bauch hingelangt. Bauch heisst: Körper. Yoga, Meditation, Familienstellungen, innere Kinder aufm Bauch halten, heulen, nochmal heulen, merken, scheisse ich bin so verloren hier. Was mach ich hier eigentlich.

Meist ist da einfach ein kleines Kind, dem irgendwann in seinen jungen Jahren nicht mehr gesagt wurde, dass alles OK ist, dass es beschützt und mit Liebe erfüllt ist. Alle Ersatzhandlungen werden zur 'Mutter', Zwänge zur 'Liebe'.

Vielleicht kannst Du mal in diese Richtungen schauen. Nachspüren. Und keine Angst haben, wenn es tobt.
Meins hat 2 Jahre getobt (nach 12 Jahren Krankheit und nie normalsein). Heute bin ich 30, putzgesund. Im Mai ist mein Vater verstorben und ich fühle deutlich, zum ersten Mal: Ich kann das.

Alles Liebe

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5. Januar 2016 um 22:11
In Antwort auf lomman_12951412

.
Liebe, muss bald los, möchte aber noch ein paar Gedanken hier lassen.
Ich kenne Yalom gut. Ich teile nicht alles, aber das, was Du da beschreibst, sehr. Ich denke, Du bist da auf dem richtigen Weg und möchtest Dir die richtigen Dinge anschauen.

Wichtig bei dem ganzen Hickhack finde ich: Du darfst nicht vergessen, dass Du das Thema nicht vergessen kannst, solange Du darauf achten musst. Ob nach unten oder oben.
Auch ich habe mir erst eine Waage angeschafft, als es darum ging, nicht mehr abzunehmen. Ab da gings los.
Ich habe damals versucht schrittweise wegzukommen, sprich kein Wiegen und Schreiben mehr, sondern zb Hosen als Mass, ein Massband, was weiss ich alles. Tellergrössen usw. Alles bringt nix.

Geh zu Yalom zurück, zurück zur Existenzangst. Da liegt Dein Hund. Meiner übrigens auch.

Ich glaube unterdessen nicht mehr daran, dass man per Kopf dahin kommt. Ich bin da nur per Bauch hingelangt. Bauch heisst: Körper. Yoga, Meditation, Familienstellungen, innere Kinder aufm Bauch halten, heulen, nochmal heulen, merken, scheisse ich bin so verloren hier. Was mach ich hier eigentlich.

Meist ist da einfach ein kleines Kind, dem irgendwann in seinen jungen Jahren nicht mehr gesagt wurde, dass alles OK ist, dass es beschützt und mit Liebe erfüllt ist. Alle Ersatzhandlungen werden zur 'Mutter', Zwänge zur 'Liebe'.

Vielleicht kannst Du mal in diese Richtungen schauen. Nachspüren. Und keine Angst haben, wenn es tobt.
Meins hat 2 Jahre getobt (nach 12 Jahren Krankheit und nie normalsein). Heute bin ich 30, putzgesund. Im Mai ist mein Vater verstorben und ich fühle deutlich, zum ersten Mal: Ich kann das.

Alles Liebe

Liebe Liee
hmm, du hast wohl recht, dass es vielleicht ein wichtiger Schritt wäre, vom Wiegen wegzukommen und auch erstmal meine Kalorien nicht mehr zu kontrollieren. Hinsichtlich der Essensmenge kontrollieren, bin ich "leider" wahnsinnig gut im Schätzen, d.h. ich habe eigentlich nie für mich Lebensmittel abgewogen. Allerdings ist es für meinen Freund (Typ 1-Diabetiker) unerlässlich, zumindest sein Müsli und sein Brot abzuwiegen aber auch Reis, Nudeln, Linsen etc. genau abzuschätzen bzw. ggf. zu wiegen. Und da ich bei uns meistens koche, weiß ich oft viel zu genau, was ich zu mir nehme.

Der "Vorteil" seiner Erkrankung ist jedoch, dass er auf absolut regelmäßige Mahlzeiten angewiesen ist, egal wie turbulent es gerade zugeht oder wie früh wir aufstehen. Dadurch habe ich mir wenigstens endgültig abgewöhnt unter Stress doch mal eine Mahlzeit ausfallen zu lassen - egal ob das bedeutet, morgens um 4.00 Uhr zu frühstücken oder auch mal abends um 22.00 Uhr noch eine warme Mahlzeit zuzubereiten.

Habe diesbezüglich aber eine Frage: Hälst du das für normal, oder sollte es irgendwann auch mal unproblematisch sein, im "Notfall" mal eine Mahlzeit auszulassen und dafür dann bei den nächsten Mahlzeiten quasi automatisch auszugleichen?
Wahrscheinlich ist es ein "schlechtes Zeichen", dass ich mir über so etwas überhaupt Gedanken mache Denn eigentlich ist diese Frage ja sowieso obsolet, da es für meinen Freund unerlässlich ist, keine Mahlzeit auszulassen.

Auch dir alles Liebe
Traumverloren

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6. Januar 2016 um 8:19
In Antwort auf traumverloren1

Liebe Liee
hmm, du hast wohl recht, dass es vielleicht ein wichtiger Schritt wäre, vom Wiegen wegzukommen und auch erstmal meine Kalorien nicht mehr zu kontrollieren. Hinsichtlich der Essensmenge kontrollieren, bin ich "leider" wahnsinnig gut im Schätzen, d.h. ich habe eigentlich nie für mich Lebensmittel abgewogen. Allerdings ist es für meinen Freund (Typ 1-Diabetiker) unerlässlich, zumindest sein Müsli und sein Brot abzuwiegen aber auch Reis, Nudeln, Linsen etc. genau abzuschätzen bzw. ggf. zu wiegen. Und da ich bei uns meistens koche, weiß ich oft viel zu genau, was ich zu mir nehme.

Der "Vorteil" seiner Erkrankung ist jedoch, dass er auf absolut regelmäßige Mahlzeiten angewiesen ist, egal wie turbulent es gerade zugeht oder wie früh wir aufstehen. Dadurch habe ich mir wenigstens endgültig abgewöhnt unter Stress doch mal eine Mahlzeit ausfallen zu lassen - egal ob das bedeutet, morgens um 4.00 Uhr zu frühstücken oder auch mal abends um 22.00 Uhr noch eine warme Mahlzeit zuzubereiten.

Habe diesbezüglich aber eine Frage: Hälst du das für normal, oder sollte es irgendwann auch mal unproblematisch sein, im "Notfall" mal eine Mahlzeit auszulassen und dafür dann bei den nächsten Mahlzeiten quasi automatisch auszugleichen?
Wahrscheinlich ist es ein "schlechtes Zeichen", dass ich mir über so etwas überhaupt Gedanken mache Denn eigentlich ist diese Frage ja sowieso obsolet, da es für meinen Freund unerlässlich ist, keine Mahlzeit auszulassen.

Auch dir alles Liebe
Traumverloren

Liebe traumverloren
Vielleicht darf ich dir auch antworten...
Ich persönlich habe mir das Gesundsein immer so vorgestellt, dass ich wieder ohne Gedanken, ohne Regeln, ohne Kontrolle - ganz allein nach unterbewusstem Satt und Hungergefühl esse.
Es gibt dann nicht mehr die Portion Nudeln, sondern wenn ich wollte, dann ess ich mehr oder auch weniger.
Heute glaube ich zwar nicht, dass man komplett von den Es-Gedanken wegkommt - aber das ist ok.
Es ist Teil der Vergangenheit.

Jedoch finde ich, dass sich bei dir das Essverhalten sehr automatisiert, sehr starr und unterbewusst auch kontrolliert anhört.
Gerade dass dein Freund eben die Kontrolle brauch, spielte dir vielleicht anfangs gut zu, weil du so einen regelmäßigen Rhytmuss hattest. Doch jetzt solltest du überlegen, ob du diese Kontrolle eigentlich immer noch ganz angenehm und beruhigend findest.

Du sagst du isst (glaube ich) 2200 kcal am Tag... Wahrscheinlich schon sehr lange.
Warum versuchst du nicht zu steigern um eben noch ein paar kg zu zunehmen? Zb 2800-3000 kcal, einige Esler brauchen das um NG zu erreichen.
Viele nehmen zuerst etwas ab, aber auf lange Sicht zu.
Das Problem mit der Galle kenne ich, aber zum Zunehmen musst du ja auch nicht unbedingt seehr fettiges essen

Alles Liebe

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6. Januar 2016 um 10:44
In Antwort auf traumverloren1

Liebe Liee
hmm, du hast wohl recht, dass es vielleicht ein wichtiger Schritt wäre, vom Wiegen wegzukommen und auch erstmal meine Kalorien nicht mehr zu kontrollieren. Hinsichtlich der Essensmenge kontrollieren, bin ich "leider" wahnsinnig gut im Schätzen, d.h. ich habe eigentlich nie für mich Lebensmittel abgewogen. Allerdings ist es für meinen Freund (Typ 1-Diabetiker) unerlässlich, zumindest sein Müsli und sein Brot abzuwiegen aber auch Reis, Nudeln, Linsen etc. genau abzuschätzen bzw. ggf. zu wiegen. Und da ich bei uns meistens koche, weiß ich oft viel zu genau, was ich zu mir nehme.

Der "Vorteil" seiner Erkrankung ist jedoch, dass er auf absolut regelmäßige Mahlzeiten angewiesen ist, egal wie turbulent es gerade zugeht oder wie früh wir aufstehen. Dadurch habe ich mir wenigstens endgültig abgewöhnt unter Stress doch mal eine Mahlzeit ausfallen zu lassen - egal ob das bedeutet, morgens um 4.00 Uhr zu frühstücken oder auch mal abends um 22.00 Uhr noch eine warme Mahlzeit zuzubereiten.

Habe diesbezüglich aber eine Frage: Hälst du das für normal, oder sollte es irgendwann auch mal unproblematisch sein, im "Notfall" mal eine Mahlzeit auszulassen und dafür dann bei den nächsten Mahlzeiten quasi automatisch auszugleichen?
Wahrscheinlich ist es ein "schlechtes Zeichen", dass ich mir über so etwas überhaupt Gedanken mache Denn eigentlich ist diese Frage ja sowieso obsolet, da es für meinen Freund unerlässlich ist, keine Mahlzeit auszulassen.

Auch dir alles Liebe
Traumverloren

.
Liebe,
ich versuche es möglichst übersichtlich zu erklären. Ich kann hier aber nur von meinem Verlauf und vom Verlauf derjenigen Leute berichten, die ich begleitet habe (ich coache nebenbei).

Vorab: Ja. 'Normale' Menschen (inklusive ich wieder) essen dann, wenn sie Hunger haben. Egal wann. Manchmal auch nicht, weils vll. grad einfach nicht geht, man am Schreibtisch ein Sandwich reindrücken muss oder aber eben halt warten muss, aus irgendeinem Grund. Man hat dann mehr Hunger und isst automatisch mehr. Oder man isst sich mal voll, weil man zb eingeladen ist. Dann hat man später automatisch weniger Hunger. usw. Schonmal eine dicke Kuh auf der Wiese gesehen? Oder einen dicken Löwen? Nein. Also.

Diesen Zustand wieder zu erreichen ist allerdings schwer.
Schau. Eine ES ist eine Kontrollstörung, keine Figurstörung. Du kontrollierst. Die meisten ESler nehmen dann ab. Daher wird immer vom Abnehmen gesprochen. Ist ja auch so.
Nur: Wenn Du nun Dein Gewicht hältst, so WIE Du es hältst, dann bist Du zwar gewichtsmässig ein bisschen gesünder als mit BMI 14, aber gestört bist Du gleichermassen.
Es geht hier nicht ums Zunehmen. Dein Körper findet schon das Gewicht, das für ihn gut ist.
Es geht hier ums Loslassen. Vollständig. Loslassen heisst nicht gleich zunehmen. Oder fett werden. Oder abnehmen. Loslassen bedeutet, dass Du Dich Dir selbst und der Natur überlässt. Loslassen bedeutet (hier kommt Dein Hund): Das Vertrauen haben, dass 'es' richtig ist. Es ist Natur, Du, Körper, Seele, Leben, Sterben. Es ist richtig. So wie es ist.

Klar, schätzen, bla. Klar. Ich bin auch immernoch eine wandelnde Tabelle. Das kann man aber lernen.
Beginnt: Geh in den Supermarkt und kauf Dir alles, was Du magst. EGAL ob Du es verträgst oder nicht. Kauf es Dir. Intuitiv. Wenn Du länger als 2 Sec für ein Lebensmittel brauchst, dann weisst Du: Verbessern. Muss schneller sein. Intuitiv. Ja/Nein. Sofort. Spür Dein Ja/Nein.
Dann: Essen. Nach jeden ca. 10 Bissen innehalten. Gut? Nicht gut? Wenn gut, aufhören. Wenn nicht gut, weiteressen. Selbes Spiel. Gut? OK. Mahlzeit beendet.
Das sind Impulse. Die kommen in Sekundenbruchteilen in Deinen Kopf. SOFORT folgen.

Genauso bei Getränken. Du willst Saft? Trink ihn. 2 Liter? Trink ihn! Flüssige Nahrung? JA! Und? Nix und.

Usw. Impulse. Ständig. Folgen.
Neu lernen zu spüren: Ja/Nein, Gut/Nicht gut.

Mag sein, dass es tobt? OK. Toben lassen, bis gut. Mag sein, dass nix passiert. Oder Du nimmst ab. Wow. Und nu? Nix. Du hast mehr Hunger? Jut! Essen.

Müde schlafen. Durst trinken. Rot? Roter Pulli. Haare oben oder offen? Offen. Zu? Wo ist mein Haargummi.

Usw. Alles Impulse, die dich steuern (sollten). Kann man wieder lernen, muss man aber bewusst TUN.

Nach und nach werden sie automatisch. Immer ein wenig mehr. Die Essgewohnheiten verändern sich. Ständig. Alles automatisiert, weil der Körper je nach Jahreszeit, Schlaf, Arbeit, Glück oder Leid, Zyklus usw. was anderes braucht. Einfach nehmen. Genauso wie die verschiedenen Pullis. Farben fühlen sich unterschiedlich an. Man zieht nicht nur mehr das an, was einen im Spiegel am dünnsten aussehen lässt. Nein. Man spürt Farben, Stoffe. Man fühlt: richtig/falsch. Sofort. Und folgt.

Das ist dann Dein Fundament.

Ich habe für diesen Prozess, nach Beginn Toben, Fressen, Weinen, Schlafen, usw., also nach 12 Jahren sinnfreier Therapie und dann einem KLATSCH, 2 Jahre gebraucht. 1 Jahr war Horror, 1 mal so mal so, heute bin ich im dritten Jahr und fühle mich nahezu gesund. Das Ableben meines Vaters hat mir gezeigt: Ich bin stabil. Und zwar sowas von.

Vielleicht kann Dir das ein paar Anstösse geben. Dazu muss Dein Freund halt seine MZ alleine abwiegen.

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6. Januar 2016 um 13:18
In Antwort auf lomman_12951412

.
Liebe,
ich versuche es möglichst übersichtlich zu erklären. Ich kann hier aber nur von meinem Verlauf und vom Verlauf derjenigen Leute berichten, die ich begleitet habe (ich coache nebenbei).

Vorab: Ja. 'Normale' Menschen (inklusive ich wieder) essen dann, wenn sie Hunger haben. Egal wann. Manchmal auch nicht, weils vll. grad einfach nicht geht, man am Schreibtisch ein Sandwich reindrücken muss oder aber eben halt warten muss, aus irgendeinem Grund. Man hat dann mehr Hunger und isst automatisch mehr. Oder man isst sich mal voll, weil man zb eingeladen ist. Dann hat man später automatisch weniger Hunger. usw. Schonmal eine dicke Kuh auf der Wiese gesehen? Oder einen dicken Löwen? Nein. Also.

Diesen Zustand wieder zu erreichen ist allerdings schwer.
Schau. Eine ES ist eine Kontrollstörung, keine Figurstörung. Du kontrollierst. Die meisten ESler nehmen dann ab. Daher wird immer vom Abnehmen gesprochen. Ist ja auch so.
Nur: Wenn Du nun Dein Gewicht hältst, so WIE Du es hältst, dann bist Du zwar gewichtsmässig ein bisschen gesünder als mit BMI 14, aber gestört bist Du gleichermassen.
Es geht hier nicht ums Zunehmen. Dein Körper findet schon das Gewicht, das für ihn gut ist.
Es geht hier ums Loslassen. Vollständig. Loslassen heisst nicht gleich zunehmen. Oder fett werden. Oder abnehmen. Loslassen bedeutet, dass Du Dich Dir selbst und der Natur überlässt. Loslassen bedeutet (hier kommt Dein Hund): Das Vertrauen haben, dass 'es' richtig ist. Es ist Natur, Du, Körper, Seele, Leben, Sterben. Es ist richtig. So wie es ist.

Klar, schätzen, bla. Klar. Ich bin auch immernoch eine wandelnde Tabelle. Das kann man aber lernen.
Beginnt: Geh in den Supermarkt und kauf Dir alles, was Du magst. EGAL ob Du es verträgst oder nicht. Kauf es Dir. Intuitiv. Wenn Du länger als 2 Sec für ein Lebensmittel brauchst, dann weisst Du: Verbessern. Muss schneller sein. Intuitiv. Ja/Nein. Sofort. Spür Dein Ja/Nein.
Dann: Essen. Nach jeden ca. 10 Bissen innehalten. Gut? Nicht gut? Wenn gut, aufhören. Wenn nicht gut, weiteressen. Selbes Spiel. Gut? OK. Mahlzeit beendet.
Das sind Impulse. Die kommen in Sekundenbruchteilen in Deinen Kopf. SOFORT folgen.

Genauso bei Getränken. Du willst Saft? Trink ihn. 2 Liter? Trink ihn! Flüssige Nahrung? JA! Und? Nix und.

Usw. Impulse. Ständig. Folgen.
Neu lernen zu spüren: Ja/Nein, Gut/Nicht gut.

Mag sein, dass es tobt? OK. Toben lassen, bis gut. Mag sein, dass nix passiert. Oder Du nimmst ab. Wow. Und nu? Nix. Du hast mehr Hunger? Jut! Essen.

Müde schlafen. Durst trinken. Rot? Roter Pulli. Haare oben oder offen? Offen. Zu? Wo ist mein Haargummi.

Usw. Alles Impulse, die dich steuern (sollten). Kann man wieder lernen, muss man aber bewusst TUN.

Nach und nach werden sie automatisch. Immer ein wenig mehr. Die Essgewohnheiten verändern sich. Ständig. Alles automatisiert, weil der Körper je nach Jahreszeit, Schlaf, Arbeit, Glück oder Leid, Zyklus usw. was anderes braucht. Einfach nehmen. Genauso wie die verschiedenen Pullis. Farben fühlen sich unterschiedlich an. Man zieht nicht nur mehr das an, was einen im Spiegel am dünnsten aussehen lässt. Nein. Man spürt Farben, Stoffe. Man fühlt: richtig/falsch. Sofort. Und folgt.

Das ist dann Dein Fundament.

Ich habe für diesen Prozess, nach Beginn Toben, Fressen, Weinen, Schlafen, usw., also nach 12 Jahren sinnfreier Therapie und dann einem KLATSCH, 2 Jahre gebraucht. 1 Jahr war Horror, 1 mal so mal so, heute bin ich im dritten Jahr und fühle mich nahezu gesund. Das Ableben meines Vaters hat mir gezeigt: Ich bin stabil. Und zwar sowas von.

Vielleicht kann Dir das ein paar Anstösse geben. Dazu muss Dein Freund halt seine MZ alleine abwiegen.

Vielen Dank
für die vielen tollen Anregungen. Versuche - abgesehen von Grundnahrungsmitteln wie Reis, Nudeln, Kartoffeln und diversen Trockenprodukten (Linsen, Couscous, Risottoreis etc.) die ich immer einfach wieder auffülle - schon relativ impulsgesteuert einzukaufen und wirklich das zu holen, worauf ich Appetit habe.

Esse übrigens nicht immer mit meinem Freund zusammen, da ich mittags unter der Woche nie zu Hause bin (gerade ist eine Ausnahme, da ich diese Woche zu Hause arbeite) und abends komme ich manchmal auch später nach Hause. Und im Moment führen wir temporär auch eine Fernbeziehung und essen nur am Wochenende gemeinsam. Also ich wiege nicht immer das Essen für meinen Freund ab ,,, Meinte damit eher, dass ich durch das häufige Abwiegen viel zu gut über Mengen und Portionen Bescheid weiß und mir durch seinen Diabetes vielleicht zu sehr angewöhnt habe, unbedingt regelmäßige Mahlzeiten zu essen.

Danke, ich glaub, ich weiß jetzt, woran ich neben den Existenzängsten noch weiter dran arbeiten sollte! Ich melde mich jetzt auch erst wieder, sobald ich "Fortschritte" gemacht habe oder sobald sich auf dem "Weg" neue Fragen ergeben.
Danke, danke, danke!

Danke übrigens auch dir Yahema für die Anregungen!

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6. Januar 2016 um 17:58
In Antwort auf lomman_12951412

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Liebe,
ich versuche es möglichst übersichtlich zu erklären. Ich kann hier aber nur von meinem Verlauf und vom Verlauf derjenigen Leute berichten, die ich begleitet habe (ich coache nebenbei).

Vorab: Ja. 'Normale' Menschen (inklusive ich wieder) essen dann, wenn sie Hunger haben. Egal wann. Manchmal auch nicht, weils vll. grad einfach nicht geht, man am Schreibtisch ein Sandwich reindrücken muss oder aber eben halt warten muss, aus irgendeinem Grund. Man hat dann mehr Hunger und isst automatisch mehr. Oder man isst sich mal voll, weil man zb eingeladen ist. Dann hat man später automatisch weniger Hunger. usw. Schonmal eine dicke Kuh auf der Wiese gesehen? Oder einen dicken Löwen? Nein. Also.

Diesen Zustand wieder zu erreichen ist allerdings schwer.
Schau. Eine ES ist eine Kontrollstörung, keine Figurstörung. Du kontrollierst. Die meisten ESler nehmen dann ab. Daher wird immer vom Abnehmen gesprochen. Ist ja auch so.
Nur: Wenn Du nun Dein Gewicht hältst, so WIE Du es hältst, dann bist Du zwar gewichtsmässig ein bisschen gesünder als mit BMI 14, aber gestört bist Du gleichermassen.
Es geht hier nicht ums Zunehmen. Dein Körper findet schon das Gewicht, das für ihn gut ist.
Es geht hier ums Loslassen. Vollständig. Loslassen heisst nicht gleich zunehmen. Oder fett werden. Oder abnehmen. Loslassen bedeutet, dass Du Dich Dir selbst und der Natur überlässt. Loslassen bedeutet (hier kommt Dein Hund): Das Vertrauen haben, dass 'es' richtig ist. Es ist Natur, Du, Körper, Seele, Leben, Sterben. Es ist richtig. So wie es ist.

Klar, schätzen, bla. Klar. Ich bin auch immernoch eine wandelnde Tabelle. Das kann man aber lernen.
Beginnt: Geh in den Supermarkt und kauf Dir alles, was Du magst. EGAL ob Du es verträgst oder nicht. Kauf es Dir. Intuitiv. Wenn Du länger als 2 Sec für ein Lebensmittel brauchst, dann weisst Du: Verbessern. Muss schneller sein. Intuitiv. Ja/Nein. Sofort. Spür Dein Ja/Nein.
Dann: Essen. Nach jeden ca. 10 Bissen innehalten. Gut? Nicht gut? Wenn gut, aufhören. Wenn nicht gut, weiteressen. Selbes Spiel. Gut? OK. Mahlzeit beendet.
Das sind Impulse. Die kommen in Sekundenbruchteilen in Deinen Kopf. SOFORT folgen.

Genauso bei Getränken. Du willst Saft? Trink ihn. 2 Liter? Trink ihn! Flüssige Nahrung? JA! Und? Nix und.

Usw. Impulse. Ständig. Folgen.
Neu lernen zu spüren: Ja/Nein, Gut/Nicht gut.

Mag sein, dass es tobt? OK. Toben lassen, bis gut. Mag sein, dass nix passiert. Oder Du nimmst ab. Wow. Und nu? Nix. Du hast mehr Hunger? Jut! Essen.

Müde schlafen. Durst trinken. Rot? Roter Pulli. Haare oben oder offen? Offen. Zu? Wo ist mein Haargummi.

Usw. Alles Impulse, die dich steuern (sollten). Kann man wieder lernen, muss man aber bewusst TUN.

Nach und nach werden sie automatisch. Immer ein wenig mehr. Die Essgewohnheiten verändern sich. Ständig. Alles automatisiert, weil der Körper je nach Jahreszeit, Schlaf, Arbeit, Glück oder Leid, Zyklus usw. was anderes braucht. Einfach nehmen. Genauso wie die verschiedenen Pullis. Farben fühlen sich unterschiedlich an. Man zieht nicht nur mehr das an, was einen im Spiegel am dünnsten aussehen lässt. Nein. Man spürt Farben, Stoffe. Man fühlt: richtig/falsch. Sofort. Und folgt.

Das ist dann Dein Fundament.

Ich habe für diesen Prozess, nach Beginn Toben, Fressen, Weinen, Schlafen, usw., also nach 12 Jahren sinnfreier Therapie und dann einem KLATSCH, 2 Jahre gebraucht. 1 Jahr war Horror, 1 mal so mal so, heute bin ich im dritten Jahr und fühle mich nahezu gesund. Das Ableben meines Vaters hat mir gezeigt: Ich bin stabil. Und zwar sowas von.

Vielleicht kann Dir das ein paar Anstösse geben. Dazu muss Dein Freund halt seine MZ alleine abwiegen.

Loslassen und frei essen
Ist natürlich das Ziel.
Finde ich jedoch bei diesem doch zu niedrigen Bmi zu heikel.
Wenn ich nach Hunger/Satt essen würde (habe grade auch Bmi 17,?) Dann wäre ich ständig hungrig und zugleich satt und würde wahrscheinlich viel zu wenig essen...

Ich finde Loslassen sollte/kann man erst mit einem gewissen Puffer - im UG finde ich es riskant.

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6. Januar 2016 um 18:15
In Antwort auf esme_11902139

Loslassen und frei essen
Ist natürlich das Ziel.
Finde ich jedoch bei diesem doch zu niedrigen Bmi zu heikel.
Wenn ich nach Hunger/Satt essen würde (habe grade auch Bmi 17,?) Dann wäre ich ständig hungrig und zugleich satt und würde wahrscheinlich viel zu wenig essen...

Ich finde Loslassen sollte/kann man erst mit einem gewissen Puffer - im UG finde ich es riskant.

Liebe Yahema,
du hast glaube ich recht, dass dieser Tipp nicht für jeden im UG der richtige ist.

Für mich ist es glaube ich das "Loslassen" jedoch ein Schritt, den ich gehen muss. Denn meine Körpersignale funktionieren glaube ich eigentlich wieder ganz gut. Ich merke zum Beispiel bereits bevor ich mich wiege an meinen Klamotten, ob ich zu- oder abgenommen habe und sollte die "zusätzliche Kontrolle" durch die Waage sein lassen.

Auch hinsichtlich des Essens ist glaube eigentlich eine stabile Mischung aus Routine, realistischer Mengeneinschätzung und Hungergefühl da. Während meiner Periodenasche ich zum Beispiel grundsätzlich spät abends noch rum, da ich merke, dass ich einen erhöhten Bedarf (Appetit / Hunger) habe. Auch funktioniert sogar mein Gespür für einzelne Nährstoffe recht gut. Zum Beispiel habe ich ab und zu regelrechten "Heißhunger" auf Hülsenfrüchte und glaube, dass dies ein Anzeiger für Eisenbedarf (bin Vegetarierin) ist.

Ich glaube ich muss genau wie mir geraten wurde, lernen noch besser auf die Impulse meines Körpers zu hören. Es ist ja zumindest einen Versuch wert! Schließlich haben mehrere Jahre des bewusst genug bzw. über Bedarf zu essen mich nicht über einen BMI von ca. 17 hinausgebracht!

Wenn ich merke, dass ich durch das "Loslassen" beginne wieder kontinuierlich abzunehmen, würde ich entsprechend gegensteuern, da ich ganz bestimmt nie, nie wieder in einen niedrigeren Gewichtsbereich rutschen will.

Ich danke dir aber sehr für deine Sorge, liebe Yahema.

Ich drück dir die Daumen, dass auch du den Weg raus aus der Essstörung schaffst.

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6. Januar 2016 um 18:43
In Antwort auf traumverloren1

Vielen Dank
für die vielen tollen Anregungen. Versuche - abgesehen von Grundnahrungsmitteln wie Reis, Nudeln, Kartoffeln und diversen Trockenprodukten (Linsen, Couscous, Risottoreis etc.) die ich immer einfach wieder auffülle - schon relativ impulsgesteuert einzukaufen und wirklich das zu holen, worauf ich Appetit habe.

Esse übrigens nicht immer mit meinem Freund zusammen, da ich mittags unter der Woche nie zu Hause bin (gerade ist eine Ausnahme, da ich diese Woche zu Hause arbeite) und abends komme ich manchmal auch später nach Hause. Und im Moment führen wir temporär auch eine Fernbeziehung und essen nur am Wochenende gemeinsam. Also ich wiege nicht immer das Essen für meinen Freund ab ,,, Meinte damit eher, dass ich durch das häufige Abwiegen viel zu gut über Mengen und Portionen Bescheid weiß und mir durch seinen Diabetes vielleicht zu sehr angewöhnt habe, unbedingt regelmäßige Mahlzeiten zu essen.

Danke, ich glaub, ich weiß jetzt, woran ich neben den Existenzängsten noch weiter dran arbeiten sollte! Ich melde mich jetzt auch erst wieder, sobald ich "Fortschritte" gemacht habe oder sobald sich auf dem "Weg" neue Fragen ergeben.
Danke, danke, danke!

Danke übrigens auch dir Yahema für die Anregungen!

.
Liebe, dann wünsche ich Dir viel Glück.
Und bitte Leute, BMI 17 ist tief, dürr, aber nicht lebensgefährlich. Bei BMI 14 wäre ich sehr vorsichtig. Aber BMI 17, verzeiht bitte mein Direktsein, ist in meinen Augen wieder eine Art von Ausrede, dass man was nicht tun sollte.

Es gibt medizinische Umstände, die zur Vorsicht raten, so bspw. BMI 12/13, null Nahrung: Da kann man nicht einfach gleich hochpushen, sonst droht Herzversagen.
Aber da bist Du nicht. Du bist in einem zu niedrigen Bereich, hast aber dennoch Deine Tage, woraus ich schliesse, dass es Dir körperlich nicht allzu schlecht geht.

Du kannst mit BMI 17 auch steinalt werden.

Mir gehts drum: Werd im Kopf gesund. Intuitiv. Wo Dein Gewicht dann ist, ist eigentlich wurscht, wenn Dein Körper gesund ist. Ich bin zu gesund, um Dünne als krank abzustempeln und NGs automatisch als gesund. Das ist, wiederum nur meine persönliche Meinung, veraltet.
Wir sind kein Schema. Wir sind Individuen.

Ich bin auch bei BMI 21 ca. Könnte auch bei 19 sein. Wäre auch gesund. Aber mein Körper mag nunmal 21. OK? So what. Manche Körper wollen 25 oder mehr. OK?
Solange zufrieden und gesund.

Du findest Deinen Boden. Ich bin sicher.
Safe trip auf Deiner Reise!

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6. Januar 2016 um 19:22
In Antwort auf lomman_12951412

.
Liebe, dann wünsche ich Dir viel Glück.
Und bitte Leute, BMI 17 ist tief, dürr, aber nicht lebensgefährlich. Bei BMI 14 wäre ich sehr vorsichtig. Aber BMI 17, verzeiht bitte mein Direktsein, ist in meinen Augen wieder eine Art von Ausrede, dass man was nicht tun sollte.

Es gibt medizinische Umstände, die zur Vorsicht raten, so bspw. BMI 12/13, null Nahrung: Da kann man nicht einfach gleich hochpushen, sonst droht Herzversagen.
Aber da bist Du nicht. Du bist in einem zu niedrigen Bereich, hast aber dennoch Deine Tage, woraus ich schliesse, dass es Dir körperlich nicht allzu schlecht geht.

Du kannst mit BMI 17 auch steinalt werden.

Mir gehts drum: Werd im Kopf gesund. Intuitiv. Wo Dein Gewicht dann ist, ist eigentlich wurscht, wenn Dein Körper gesund ist. Ich bin zu gesund, um Dünne als krank abzustempeln und NGs automatisch als gesund. Das ist, wiederum nur meine persönliche Meinung, veraltet.
Wir sind kein Schema. Wir sind Individuen.

Ich bin auch bei BMI 21 ca. Könnte auch bei 19 sein. Wäre auch gesund. Aber mein Körper mag nunmal 21. OK? So what. Manche Körper wollen 25 oder mehr. OK?
Solange zufrieden und gesund.

Du findest Deinen Boden. Ich bin sicher.
Safe trip auf Deiner Reise!

Danke,
sehr schön formuliert! Und trifft für mich definitiv ins Schwarze bzw. einen Nerv! Ich bin wirklich gesundheitlich so stabil, dass dem "Loslassen" und "Tief im Inneren gesund werden" nichts im Wege stehen sollte. Daher auch mein entsprechender Kommentar zu Yahemas Antwort!

Dafür spricht übrigens auch die Einschätzung meiner ehemaligen Therapeutin, die bei meinem Umzug vor fast fünf Jahren und dem damit einhergehenden Therapieende bei dem heutigen Gewicht zu mir meinte (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß): Den Rest des Weges müssen Sie alleine gehen, alles was ich ihnen dafür an die Hand geben konnte, haben Sie verinnerlicht.

Die Therapeutin war für mich mit ihrem Ansatz aber insgesamt ein Segen. Wir haben kaum über mein Essverhalten geredet, da sie meinte, ich wüsste mindestens genauso gut wie sie, wie eine gesunde Ernährung aussieht. Ausnahme war, wenn ich einen Rat oder ein Feedback von ihr wollte, Sie hat da aber immer versucht, dass ich mir die Antwort selber erarbeitete. Auch wurde mein Gewicht nie kontrolliert. Wir hatten nur den Deal, dass ich Bescheid sage, sobald ich mehr als ein Kilo abgenommen hatte, damit wir zusammen schauen konnten, woran es liegt. Ich bin insgesamt ein großer Fan von "Eigenverantwortung" und konnte beispielsweise persönlich mit dem klinischen Konzept der Kontrolle nichts anfangen, da dieses Konzept für mich das Gegenteil von Selbstvertrauen aufbauen bedeutet hat.

Ich glaube ich sollte auch gerade durch deinen Kommentar nochmal an meine Therapeutin denken, die im letzten Jahr unserer gemeinsamen Zeit viel mit Bildern und Fantasiereisen mit mir gearbeitet hat. Da mein Problem schon immer war, rational schnell zu wissen / zu verstehen, aber emotional langsamer hinterherzukommen. Mir fällt dabei ein ganz wichtiges Bild / Symbol wieder ein, das mir zwar einerseits sehr geholfen hat, aber auch Gefühle der Hilflosigkeit und des Verlorenseins wachgerufen hat. Vielleicht sollte ich für meine weitere Reise genau dieses Bild innerlich mal wieder rauskramen und schauen, was es mit mir macht ...

Ich begebe mich auf die Reise und danke dir von ganzem Herzen!

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6. Januar 2016 um 21:10
In Antwort auf traumverloren1

Danke,
sehr schön formuliert! Und trifft für mich definitiv ins Schwarze bzw. einen Nerv! Ich bin wirklich gesundheitlich so stabil, dass dem "Loslassen" und "Tief im Inneren gesund werden" nichts im Wege stehen sollte. Daher auch mein entsprechender Kommentar zu Yahemas Antwort!

Dafür spricht übrigens auch die Einschätzung meiner ehemaligen Therapeutin, die bei meinem Umzug vor fast fünf Jahren und dem damit einhergehenden Therapieende bei dem heutigen Gewicht zu mir meinte (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß): Den Rest des Weges müssen Sie alleine gehen, alles was ich ihnen dafür an die Hand geben konnte, haben Sie verinnerlicht.

Die Therapeutin war für mich mit ihrem Ansatz aber insgesamt ein Segen. Wir haben kaum über mein Essverhalten geredet, da sie meinte, ich wüsste mindestens genauso gut wie sie, wie eine gesunde Ernährung aussieht. Ausnahme war, wenn ich einen Rat oder ein Feedback von ihr wollte, Sie hat da aber immer versucht, dass ich mir die Antwort selber erarbeitete. Auch wurde mein Gewicht nie kontrolliert. Wir hatten nur den Deal, dass ich Bescheid sage, sobald ich mehr als ein Kilo abgenommen hatte, damit wir zusammen schauen konnten, woran es liegt. Ich bin insgesamt ein großer Fan von "Eigenverantwortung" und konnte beispielsweise persönlich mit dem klinischen Konzept der Kontrolle nichts anfangen, da dieses Konzept für mich das Gegenteil von Selbstvertrauen aufbauen bedeutet hat.

Ich glaube ich sollte auch gerade durch deinen Kommentar nochmal an meine Therapeutin denken, die im letzten Jahr unserer gemeinsamen Zeit viel mit Bildern und Fantasiereisen mit mir gearbeitet hat. Da mein Problem schon immer war, rational schnell zu wissen / zu verstehen, aber emotional langsamer hinterherzukommen. Mir fällt dabei ein ganz wichtiges Bild / Symbol wieder ein, das mir zwar einerseits sehr geholfen hat, aber auch Gefühle der Hilflosigkeit und des Verlorenseins wachgerufen hat. Vielleicht sollte ich für meine weitere Reise genau dieses Bild innerlich mal wieder rauskramen und schauen, was es mit mir macht ...

Ich begebe mich auf die Reise und danke dir von ganzem Herzen!

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Liebe,
gern. Mehr als gern. Ich kenne viele symptomfreie, aber nur wenige, die sich auf 'gesund' einlassen. Dass da vielleicht Abgründe zum Vorschein kommen, damit muss man leben können. Ertragbar sind sie, auch wenn es sich nicht so anfühlen mag.

Ich hoffe Dein Bild hilft Dir, was auch immer es zeigen mag.

Gesundsein ist was schönes.

Ein Tipp zur Intuition noch: Vielleicht wird sie Dich in Gebiete lenken, wo Du Dich fürchtest. Erinnere Dich dann an die Natur und ihr Können (sie hat Dich gebaut! Ein Wunder!) und vertraue.
Warum sag ichs: Weil man das in dem besagten Moment dann vll. manuell TUN muss. Das geht dann nicht von alleine. Da ist immernoch ein Schutzmechanismus, der sich eben mal so schnell per Bauch-fühlmich-spürdich nicht einfach so weggeht. Da sagt man sich dann: OK. Da steh ich. Und da gehts hin. Passiert nix.
Und dann geht man. Vielleicht passiert was. Aber das bringt Dich nicht um. Versprochen. (Ich sag das so läppisch, weil ich 2 Jahre lang dachte, ich drehe nun endgültig durch. Dann, weit unterm Boden, gings wieder nach oben. All der Schmerz musste nochmal gefühlt werden. Bis aus-gefühlt war).

Wie gesagt. Safe trip. In Betonung auf 'safe'. Paddeln, hinrücken, paddeln, zurechtrücken, gleiten, paddeln. Mal absaufen. Dann weiter. Immer dem Bauchgefühl hinterher. Ist schon richtig da.

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