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Geht es anderen auch so? Meine Freundin ist unspontan, unleidenschaftlich und etepetete beim Sex...

21. Juli 2009 um 13:16

Meine Freundin und ich haben Probleme beim Sex in unserer Beziehung. Am Anfang war es, wie immer toll, doch nach mittlerweile 5 1/2 Jahren ist nicht etwa die Luft raus (obwohl das auch schon der Fall war), sondern meine Freundin ist dermaßen prüde oder unbegeistert, dass ich schon öfter daran gedacht habe, gar keinen Sex mehr zu haben, anstatt immer enttäuscht zu werden.

Sie mag weder mich oral zu befriedigen, noch selbst oral befriedigt werden. Auch generell ist sie immer diejenige, die abwartet und seltenst von sich aus aktiv wird. Wenn wir miteinander schlafen, scheint sie dabei zwar Spaß zu haben, doch das führt im Grunde nur äußerst selten dazu, dass sie mir das auch mal sagt bzw. dann von selbst mal wieder Lust hat.
In ihrer früheren Beziehung hatte sie einen sehr dominanten Freund, der einfach machte, was er wollte, ohne sie großartig zu fragen. Anscheinend fand sie das gut. Ich bin (leider) nicht so und kann und will mich in der Hinsicht auch nicht ändern, denn das wäre nicht mehr ich.

Dazu kommt, dass sie äußerst etepetete ist - nach dem Sex wird sofort das Sperma weggewischt; sie hat immer Angst unangenehm zu riechen, auch wenn ich ihr schon tausendmal gesagt habe, dass ihr Geruch mich anmacht - es ändert nichts. Mein Sperma nervt sie manchmal, es würde riechen, deshalb ist Oralsex nur äußerst selten und geht auch nicht bis zum Schluss, weil sie sonst würgen muss.
Irgendwie ist alles so mechanisch. Sie wird nicht von selbst feucht; wenn doch, kann ich nur von vorne rein, bis sie feuchter ist, erst dann von hinten. Ich weiß, das hört sich furchtbar an - und das ist es auch. Ich will sie damit nicht verunglimpfen - ich habe sie ja wirklich sehr lieb. Doch der ganze Sex ist so unspontan: Auf der Wiese sind zu viele Tiere, im Hochsitz könnte einen einer sehen, am Strand kommt Sand unten rein, in der Badewanne ist nicht genug Platz - immer ist irgendwas. Bleiben nur Bett und Sofa, denn der Boden ist natürlich auch zu hart und das Auto zu eng, außerdem könnte einen auch da jemand sehen.
Immer ist was anderes...

Warum schreibe ich? Was erhoffe ich mir davon?
Irgendwie wüsste ich gerne, ob es anderen auch so geht, was man machen kann - ob es bei uns einfach sexuell nicht passt und wir uns besser trennen sollten? Hört sich natürlich extrem an, aber der Gedanke geht mir halt manchmal durch den Kopf.

Für Meinungen wäre ich sehr dankbar!

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21. Juli 2009 um 14:44

Ja...
Du hast nicht unrecht - und danke für deine Offenheit. Es geht ja auch nicht darum, dass ich das an den ausgefallenen Orten IMMER will, aber manchmal hat man eben Lust und will nicht warten, bis man zu Hause ist...

Viel interessanter finde ich allerdings deine Beschreibung wegen unfeucht und dass das nach einer längeren Partnerschaft einfach so ist.
Ich gebe zu, dass das meine bisher längste Beziehung ist, daher habe ich da kaum Vergleichsmöglichkeiten. Aber es ist ja auch so, dass nicht alle Frauen gleichfeucht (nicht: sofort feucht) sind - da gibt es ja auch Unterschiede.

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21. Juli 2009 um 15:05

Hallo jtati
Solch eine Frau kenne ich auch- habe selber so eine Freundin.
Im Großen und Ganzen kann ich genau nachvollziehen, was dein Problem ist, da sie sich sehr ähnlich verhält.
Früher hatte sie gerne Sex mit mir, doch mit ihrer Unlust hat sie es nun geschafft, diesen komplett abzuschaffen. Und nach Tausendundeiner Abfuhr habe ich auch fast schon keine Lust mehr, sie anzumachen. Weil ich ja weiß, wo es enden wird: in der nächsten Abfuhr, für einen Mann mit reger Libido nicht unbedingt das sexuelle Ideal. Naja, ich lasse meine Finger im Moment ganz von bestimmten Körperregionen weg, die auf Sex hindeuten könnten: Keine Berührungen mehr an Po, Brust, unterem Bauch, Oberschenkel, also im Prinzip nur noch Umarmungen.

Um gegen ihre allgemeine Unlust abzukämpfen, hat sie- auf mein Anraten- die Pille abgesetzt. Vllt. kehrt dann ja die Lust wieder, denn die Pille ist Lustkiller Nummer 1- gleich nach Stress.

Im Gegensatz zu deiner Freundin befriedigt meine mich ab und an mal, das heißt ein mal in circa 2 Wochen, mit Mund und Hand. Doch auch das läuft seiner Abschaffung entgegen, da ich keinerlei Anspielungen mehr mache, dass ich Lust darauf hätte. Ich sage dahingehend nichts mehr, und es kommt von ihr aus auch nichts.

Sperma weg und so, ja, so war sie auch, als wir noch Sex hatten.

Meine Maßnahme ist also die Pille abzusetzen und das Thema außen vor zu lassen. Wichtig ist: sie darf NICHT das Gefühl bekommen, jeder (Zungen)kuss ende mit Sex. Sonst steht sie unter Druck.

Genau wie du kann ich übrigens nicht das ... sein, dass von seiner Freundin einfach was abverlangt, obwohl es gut für die Beziehung wäre. So bin ich auch nicht. Und genau wie du hätte ich selber auch gerne wieder Sex. Und genau wie du könnte ich den "Ausredenkatalog 2009" schreiben. Und wie lange bin ich mit meiner Freundin zusammen? Darfst ja raten..

Ich sage hier aber ausdrücklich eines: Schluss machen kommt nicht in Frage, da ist der Rest, also außerhalb des Sexlebens, einfach zu wertvoll.

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21. Juli 2009 um 20:49


Hallo,

@kleineente:
ich bin schon der Meinung, dass Sex an ungewöhnlichen Orten eine Frau zum Höhepunkt bringen kann. Natürlich stimme ich Dir zu, dass es ein nicht zu unangenehmer Ort sein sollte, was Sauberkeit und Bequemlichkeit angeht. Aber im Endeffekt, wenn die Lust und Gelegenheit da ist, mache ich es auch gerne mal außerhalb von Bett und Sofa.

@jtati
Ich habe selbst Erfahrung gemacht, wie die Pille die Lust einer Frau fast gänzlich unterdrücken kann. Nach etwa einen Monat des Absetzens war es dann plötzlich ganz anders. Ich hatte wieder extreme Lust auf Sex und war ziemlich schnell feucht.
Versuch mal mit Deiner Freundin über das Thema zu sprechen und ihr zu verdeutlichen, dass mehr Lust und damit mehr Sex auch ihr gut tut (Stressabbau, Endorphine, ...). Vielleicht versucht sie es dann mal mit dem Absetzen. Ich glaube auch, wenn die Lust wieder da ist, wird Deine Freundin auch experimentierfreudiger.

Liebe Grüße und viel Erfolg,
psyche.

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22. Juli 2009 um 8:41

Erklärungen
Wie gesagt, das mit den ausgefallenen Orten war nur ein Aspekt, und beileibe nicht der wichtigste.
Orgasmen hat meine Freundin in den 5 Jahren vielleicht 5 gehabt. Wenn, dann wenn ich es ihr mit dem Mund mache (ja, manchmal lässt sie mich, fordert mich aber nie dazu auf oder fragt mich). Doch sie ist der Meinung, dass das kein richtiger Orgasmus und kein richtiger Sex ist. Sie findet sich unwohl, wenn ich die ganze Zeit bei ihr "da rummache" und sie nur daliegt. All meine Beteuerungen, dass ich das toll finde und dass es auch für mich befriedigend ist, versteht sie anscheinend nicht.

Lust hat sie generell wohl schon (und nimmt auch nicht die Pille, sondern den Nuva-Ring) - aber nur aufs Miteinanderschlafen. Aber es gibt doch so viele andere Dinge, wie man den Körper des Partners entdecken kann...
Da sie relativ eng ist, bewirkt das auch, dass ich recht schnell komme. Nun könnte man denken, dass ich mich doch langsamer bewegen könnte - dabei empfindet sie wiederum nicht allzu viel. Also mache ich mir dauernd Gedanken, dass ich zu schnell komme, sie aber gar nicht. Sie wiederum sagt, das sei ihr gar nicht wichtig, sie brauche keinen Orgasmus, es wäre ja auch ohne schön.
Für mich aber nicht. Fantasievoll oder leidenschaftlich ist das auch nicht gerade, wenn sie zwar Lust hat aber quasi nur hinhält und mich machen lässt.
Geredet haben wir darüber schon oft, und ich weiß auch, dass sie da eine ganz verquere Erziehung "genossen" hat ("Wasch dich immer und oft unten mit Seife, damit ja nichts riecht" - Oje, da weiß ich ja sogar als Mann, wie falsch das ist, weil es auf Dauer die ganze Scheidenflora zerstört...
Vielleicht passen wir sexuell einfach nicht zusammen.

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22. Juli 2009 um 10:30

Danke
für deine sehr ausführliche Antwort.
Dass sie sexfeindlich erzogen wurde, ist zwar etwas übertrieben, kommt aber schon in die Richtung.
Bei unserem ersten Date, als wir nur geknutscht haben (angezogen!) hat sie allerdings einen Orgasmus durch die Hose bekommen - nur durch reiben. Doch sie artikuliert diese Wünsche nicht. Vielleicht wünscht sie es sich aber auch gar nicht. Ich meine damit, es gibt Stellungen, Methoden, damit sie zum Orgasmus kommt, doch das ist ihr gar nicht wichtig. Mich dagegen befriedigt sie auch mit der Hand, manchmal auch mit dem Mund (mit der Chrux, dass sie das oral wirklich so gut wie noch keine macht, aber schon beim kleinsten Tröpfchen würgen muss - da will man den entsprechenden Wunsch dann auch nicht zu oft äußern).

Probleme sehe ich beim Drängen, dass ich sie unten befriedige - eben weil sie mir so oft gesagt hat, das sei ihr nicht wichtig und sie fühle sich schon alleine durch meinen Wunsch, dass doch auch mal sie einen Orgasmus bekommt, unter Druck gesetzt.
Äußere ich den Wunsch, sie oral oder manuell zu befriedigen also stetig weiter, steht sie ja noch mehr unter Druck. Dazu kommt, dass mit der Hand nicht einfach ist, weil sie dabei eigentlich nie feucht genug wird. Da ist also schon die Stimulation der Klitoris schwierig, geschweige denn, dass ich mit einem oder gar 2 Fingern "eindringe" (mit 2 geht eigentlich nie, da hat sie immer Schmerzen).

Es ist schon verflixt.

Therapeutische Erfahrung habe ich übrigens - sie aber nicht.

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