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Gedicht zur Abschreckung

8. Juni 2007 um 11:33 Letzte Antwort: 14. Juni 2007 um 10:43


Tränen in den Augen, der Spiegel- ihr Feind,
als sie zurückkam, da hatte sie geweint.
Der Tag war gelaufen, verklärt ihr Gesicht,
sie hatte nur eine Gedanken "Ich hasse mich!"
Das wollte sie ändern und ging über Leichen,
zur Strafe hatte sie vor, das Essen zu streichen.
Auch Sport wurde getrieben, aus Zwang wurde Qual,
doch was sollte sie machen, sie hatte keine andere Wahl.
Besessen des Gefühls sich Schmerzen zuzufügen,
kaltblütig Menschen aufgrund des Essens anzulügen,
Hungerperioden, Fressanfälle, selbstinduziertes Erbrechen,
verstieß sie gegen die Regeln, brach sie ihr Versprechen.
Heimlichkeiten, Vertuschungen, innerliches Schrein,
wieso kann ich nicht so dünn wie meine Vorbilder sein?
Jeglicher Genuss, die Freude am Essen,
all die schönen Tage des Lebens schon längst vergessen.
Alpträume, Verzweiflung, die Angst zu versagen,
nebenbei an einem Hungertuch zu nagen.
Schmerzen zu vergessen und Negatives zu verdrängen,
mit dem Gedanken spielen, sich selber aufzuhängen, und
trotzdem in der Lager sein zu sagen "Ich gebe niemals auf",
dieses sagte sie erneut auf der Fahrt ins Krankenaus.
Dort kam es dann zum ersten Mals ans Licht,
indem ihr gesagt wurde "Du hast Untergewicht!"
Ihr Herz tat sich auf, sie hörte fremde Stimmen,
es hatte sich gelohnt, sie war dabei zu gewinnen.
Aber jetzt war das Hungern schwerer als zu Hause,
alle gaben auf sie acht, 24-Stunden ohne Pause.
Nach 2 Wochen schließlich die schnelle Wende,
fand die Sache ein schreckliches Ende.
Die Pulsadern hatte sie sich aufgeschnitten,
und die letzten Stunden bis zum Tod alleine gelitten.
Als die Ärzte Stunden später kamen, war sie wie vermutet,
in der Badewanne bereits verblutet.
Alles hatte ein Ende und war nun vorbei,
ihre Akte mit dem Namen verschwand sofort in der Kartei.
Ein hoher Preis, sie hatte ihn gezahlt und sich ihm hingegeben,
letztendlich mit ihrem eigenen Leben.
Ihr Schicksal, ein eigentliches Rätsel auf Erden,
und nur um anerkannt und geliebt zu werden!

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8. Juni 2007 um 13:07

...

oh mein gott, ich heul gleich, ohne scherz!
Das ist so ein trauriges Gedicht, grausam! Aber schön. Du hast Talent (hast du's selber geschrieben?) !! Ein unglaubliches Talent! Sehr schön und sehr traurig...

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11. Juni 2007 um 11:29

Öffnet eure augen!!!
für alle die probleme haben lest euch das gedicht nochmal durch, am besten druckt es aus und klebt es an eurem spiegel. überlegt euch ob ihr so enden wollt. das leben is viel zu wetvoll.

pananarama das gedicht is echt der hammer, ich denke das du mit damit vielen helfen wirst.

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13. Juni 2007 um 17:51

Traurig und doch schon!
Abeschreckend und doch sehr hilfreich,
es entspricht der Realität.

Öffnet alle eure Augen und kämpft GEGEN eure Es, ihr macht euer Leben kaputt, das ihr nur EIN einziges Mal habt.
Das solltet ihr genießen!

Bitte, tut es für euch!
Nicht für andere, sondern nur für euch!

Alles Gute und liebe Grüße,
eure Holly

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14. Juni 2007 um 10:43

Welch ein Wahnsinn!
Hallo, Du erschreckender Poet!
Dein Beitrag ist echt erschreckend und leider doch so zutreffend! Ich habe gerade den absoluten Schock, weil ich befürchte, daß meine Schwägerin-und beste Freundin- genau diesen Weg gerade geht! Ich bin völlig ohnmächtig! Einerseits würde ich ihr zu gern helfen, andererseits reicht meine Kraft nicht mehr, da ich das seit zwei Jahren versuche!Ich weiß zwar nicht, ob Du das erlebt hast-was ich jedoch glaube, da Du mit so viel Präzision schilderst-aber ich brauche dringend einen Hinweis wie ich sie daraus bekomme!

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