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Gebärmutterentfernung

11. Oktober 2013 um 12:41 Letzte Antwort: 8. Januar 2014 um 15:11

Hallo, in einigen Tagen steht mir, aufgrund eines relativ großen Myoms (ca.10x6cm), bevor. Da mein Arzt bei der Untersuchung weitere, kleinere Knoten entdeckte, die sich mit der Zeit wieder vergrößern könnten, lasse ich mir nun auf eigenen Wunsch und anraten des Arztes die Gebärmutter komplett entfernen. Eierstöcke bleiben erhalten.

Nun würde ich gerne wissen, was vor, während und vor allem nach der Operation so auf mich zu kommt. In weiteren Foren konnte ich schon erfahren, dass man während der OP einen Blasenkatheter gelegt bekommt.

Nun stelle ich mir einige Fragen, wie z.B. wie lange bleibt dieser Katheter? Darf ich am OP-Tag schon aufstehen?
Gibt es Blutungen, für die ich mich rüsten muss?? Uvm.

Freue mich über jede Art von Info, bzw. Erfahrungen, die ihr schon gemacht habt.

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12. Oktober 2013 um 14:34

Huhu...
...würde mich auch über Erfahrungsberichte freuen, bei mir steht die Gebärmutterentfernug im Januar an. Das man einen Katheter bekommt hat mein Arzt bisher noch nicht erwähnt, bin mal gespannt ob das wirklich immer gemacht wird. Da ich nach einem schweren Verkehrsunfall schon mal eine Woche einen hatte weiß ich das es nicht so schlimm ist wie man denkt, aber haben muss mans natürlich nicht
2er darf ich fragen wie alt du bist (ich bin knapp 35)?

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13. Oktober 2013 um 15:17

Gebärmutterentfernung
Schlimm, von Seiten des Schmerzes stelle ich mir einen Blasenkatheter auch nicht vor, allerdings bin ich keines Falls ein Bilderbuchpatient. Ich selbst würde mich als der Alptraum eines jeden Klinikarztes bezeichnen.
Da ich keine 10 Minuten stillsitzen (in diesem Fall liegen) kann
wird es für mich, sicherlich eine riesen Tortur...

Ich bin 29.

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21. Oktober 2013 um 14:47

Schon geschafft?
2er, du schreibst...in einigen Tagen steht dir die OP bevor?
Hast du es denn schon geschafft? Ich selber bin auch aufgrund von Myomen am 28.10. dran und habe schreckliche Angst....Auf mein Post kamen bis jetzt leider keine neuen Antworten, aber vielleicht kannst du ja in der Zwischenzeit schon etwas berichten? Ich hoffe, du hasts geschafft!!

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22. Oktober 2013 um 20:52

Hallo helpless1968
Leider muss ich dich enttäuschen, mein Termin wurde aus beruflichen Gründen auf den 29.10. verschoben.
Da du schreibst, dass dich das Gleiche bereits am 28.10. erwartet, bist du mir wohl etwas voraus.

Ich persönlich lasse nun alles auf mich zu kommen, ohne mir weitere Gedanken zu machen. Die Ärzte sind Profis auf ihrem Gebiet und werden sicher wissen, was sie tun.

Für deine OP wünsche ich Dir trotzdem alles Gute, und eine schnelle Genesung.

Gruss 2er

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23. Oktober 2013 um 15:50

Gebärmutterentferunung
Hallo und dann haben wir ja beide nächste Woche unsere große Woche, die hoffentlich schnell vorbei geht. Ich kann dich aber seitens des Katheters beruhigen. Ich hatte auch einen bei meinem Kaiserschnitt und musste im Nachhinein zugeben, dass es nicht wirklich schlimm war. Das legen fand bereits unter der Narkose statt, direkt nach der OP war ich dankbar nicht sofort aufstehen zu müssen und bereits am nächsten Tag wurde er wieder entfernt, was eine Sekundensache ist, und wirklich nur kurz zieht...Bis man reagiert, ist es eigentlich schon vorbei. Hast du die GM Entfernung auch laparoskopisch vor dir? Ich habe eher Horror vor einer Narkose (was ja sicher fast jedem so geht) und vor den Nebenwirkungen des Gases, welches in den Bauchraum kommt. In vielen Berichten habe ich gelesen, das das das schmerzhafteste von allem sein soll und das nach der OP deshalb viel erbrochen wird....Das hat mir meine Ärztin nicht erzählt, sondern als eher nur unangenehm beschrieben, und da ich meine OP extra auf die Ferien gelegt habe, da ich seit 3 Wochen erst alleinerziehend mit 2 Kindern bin, habe ich nun davor am meisten Angst, und das ich deshalb nicht nach den versprochenen 3-4 Tagen stationär wieder nach Hause kann...Leider bekomm ich darauf keine Antwort und ich hoffe, wir haben es bald geschafft und ich werde berichten, wie es mir hinterher ging, denn wir sind ja hundert pro nicht die letzten, die diesen Eingriff vor sich haben und eben von der Angst geplagt kurz davor sind einen Rückzieher zu machen

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5. November 2013 um 11:56

Es ist geschafft!
Hurra, ich lebe noch!!! Heute vor einer Woche, am 29.10. hatte ich nun endlich den einerseits herbeigesehnten, andererseits gefürchteten OP-Termin. Die Gebärmutter wurde mir per Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie) entfernt.

Da sich bei der OP ein weiteres, noch etwas größeres Myom zeigte, wurde aus dem geplanten 10cm Bauchschnitt, ein 30cm langer Schnitt, der parallel von Beckenknochen zu Beckenknochen verläuft. Dank neuer, innenliegender Nähtechnik, ist selbst diese Naht keine optische Katastrophe.

Nach der Zeit im Aufwachraum, wurde ich zurück auf Station verlegt. Hier bekam ich durch einen venösen Zugang ca. alle 4 Stunden eine Kurzinfusion mit Schmerzmitteln. Diese zeigte schon binnen weniger Minuten ihre Wirkung. Die Schmerzen nach der OP empfand ich persönlich als stärkere Regelschmerzen in Verbindung mit Rückenschmerzen oberhalb des Beckens (Kreuzbein).

Am Tag nach der OP, wurde mir morgens der Blasenkatheter gezogen. Was ich mir relativ schmerzhaft vorstellte, entpuppte sich als Kleinigkeit, die überhaupt nicht weh tat. Einziges, gewöhnungsbedürftiges Manko: Die Blasenfunktion. Die Blase funktioniert zwar problemlos, doch sie macht nicht auf sich aufmerksam, wenn es an der Zeit wäre sie zu entleeren. Dementsprechend gewöhnte ich mir an, alle 2 Stunden die Toilette aufzusuchen. Dieser Zeitraum ist perfekt!
Fortan durfte/musste ich auch vorsichtig aufstehen, was sich allerdings mit einem Bauchschnitt als nicht sehr einfach erwies und mich anschließend in meiner Kreativität, dieses Problem ohne fremde Hilfe zu lösen, mächtig forderte.

Ab dem zweiten postoperativen Tag, in diesem Fall, dem 31.10. kam ich komplett ohne Schmerzmittel aus und konnte mich, wenn auch in etwas gebückter Haltung, bereits auf den Fluren der Klinik frei bewegen. Am Samstag den 2.11. verlies ich dann die Klinik.

Seither erhole ich mich zuhause, was dank der vertrauten Umgebung viel besser funktioniert. Jeden Tag lässt sich nun ein minimaler Fortschritt erkennen. Ich hoffe ich konnte ein paar Eindrücke vermitteln. Wenn weitere, detaillierte Fragen eurerseits bestehen, dann schreibt einfach, ich werde versuchen, diese so gut als möglich zu beantworten.

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5. November 2013 um 12:00

Krankschreibung und Heben
Hallo,

meine erste Krankschreibung wurde auf 4 Wochen ausgestellt. Die Anfangszeit solltest Du möglichst gar nichts heben. Im Anschluss etwa 5kg. Die innere Heilung beläuft sich auf einen Zeitraum zwischen 3 und 6 Monaten, dass solltest Du bedenken. Die Folgen, wenn man sich nicht an die Anweisungen hält, sind erst nach einigen Jahren zu spüren und äussern sich durch Verwachsungen der Narbe, bzw. der darunter liegenden Organen.

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6. November 2013 um 23:10

Gebärmutterentfernung
So dann will ich nun auch mal meine Erfahrung berichten in der Hoffnung das ich andere etwas beruhigen kann. Ich hatte die OP am 28.10. und bin auch seit 1.11.wieder zu Hause. Myome waren ebenfalls mein Grund da ich unter schmerzvollen Dauerblutungen litt.Geplant war per LASH, was bedeutet laparoskopisch aber nicht vaginal, da der GB Hals erhalten bleiben sollte. So hat s Gott sei Dank auch funktioniert. Es sind 5 kleine Schnitte. Zusätzlich mussten wohl Verwachsungen an der Darmwand abgeschält werden. Es waren 2 unangenehme Tage, aber die Erleichterung das es vorbei ist und man keine Angst mehr vor dieser OP haben muss, siegt. Schmerzmittel waren auch am 3.Tag nicht mehr notwendig. Jetzt muss ich nur noch Medi s nehmen um den Eisenwert aufzufüllen! Nicht schwer heben und schönen klappt bei mir von allein bis jetzt, denn ich bin einfach dauermüde und zulang sitzen oder stehen zieht unangenehm im Bauch! Ich bin leider ungeduldig und hoffe das alles wird schnell besser, aber die Angst die vorher so mächtig war, die ist definitiv unnötig gewesen!!! Habt keine Angst und freut euch auf das erleichternde Gefühl, wenn ihr die OP hinter euch gebracht habt...ich glaube, sie ist weniger belastend als die Leidenszeit davor, die einem Myome und Blutungen etc. so viel schwere Stunden bereitet haben! Kopf hoch! Das schafft ihr!!!

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7. November 2013 um 13:44

Hallo
Mir wurde letztes jahr die Gebährmutter entfernt sogar ein eierstock und der Gebährmutterhals .. ich war damals 6 wochen Krankgeschrieben .. Heute geht es mit gut und ich bin froh das es gemacht wurden ist ..

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7. November 2013 um 14:44

Bauchschnitt
Hallo,

da ich keine Kinder habe, gab es bei mir von Anfang an keine andere Alternative, als den Bauchschnitt. Dieser war allerdings mit ca. 7cm veranschlagt, am Ende sind es nun knapp 30cm geworden.

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7. November 2013 um 14:53

Heben
So wurde es mir zumindest von ärztlicher Seite aus nahe gelegt. Bin derzeit Vertretungsweise im Getränkemarkt tätig, schweres Heben und Tragen sind daher auch der Hauptbestandteil meines Arbeitstages.

Den "Bauchschnitt genießen" hört sich wirklich gut an!!
Besonders schmerzhaft ist er im Heilungsprozess nicht, dafür allerdings umso störender. Man ahnt gar nicht, für welche Tätigkeiten man alles seine Bauchmuskeln benutzt, bzw. anspannt. Dinge, wie Niesen, Husten, sich aufs Sofa setzen oder etwas heruntergefallenes vom Boden aufheben, werden dann plötzlich zu einer riesen Hürde. Mit der Zeit entwickelt man allerdings Techniken um sich möglichst alleine helfen zu können.

Wünsche Dir alles Gute und eine schnelle Genesung!!

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12. November 2013 um 20:49

Blase & Co.
Heute sind genau 2 Wochen seit OP-Termin vergangen und ich kann leider nicht wirklich Erfreuliches berichten.
Die Naht des Bauchschnittes sieht zwar optisch sehr schön aus, ist aber über die gesamte Länge jeweils 1cm ober- und unterhalb des Schnittes steinhart! Zusätzlich hat sich einer der beiden auflösbaren Fäden entzündet.

Die Blase macht mir ebenfalls zu schaffen. Seit dem Tag nach der OP, kann ich meine Blase nicht spüren. Um genau zu sein, gehe ich seitdem ca. alle 2 Stunden "vorsichtshalber" zur Toilette, weil sie sich nicht meldet, wenn sie voll ist.

Vermutlich durch den Blasenkatheter hat man mir Bakterien in die Blase geschleppt, die sich nach und nach zu einer herrlichen Blasenentzündung entwickelt haben.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich vor der OP deutlich weniger Beschwerden hatte, als nun im Nachhinein. Übermorgen habe ich endlich den ersten Nachsorgetermin und hoffe auf gute Nachrichten.

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13. November 2013 um 9:31


Mir wurde bei der Entlassung gesagt, dass ein auflösbarer Faden verwendet wurde. Bei mir ist auf jeder Seite am Ende der Naht nur eine Schlinge zu sehen, der Rest des Fadens befindet sich unterhalb der Haut. Diese Nahttechnik soll bewirken, dass die Narbe nach dem Abheilen schöner ausschaut. Bin sehr gespannt, was die Ärztin morgen zu dem ganzen Drama zu sagen hat...

Ich wünsche Dir ebenfalls viel Glück und eine schnelle Genesung.

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2. Dezember 2013 um 16:52

Darmprobleme nach Gebärmutterentfernung
Hallo, wie geht es euch nach der Gebärmutterentfernung?
Ich habe jetzt 5 Wochen nach der OP, und bin im großen und ganzen zufrieden. Leider noch nicht so ganz belastbar und schnell müde, aber ich denke das ist normal, oder? Erzählt mal, wie es euch so geht....
Was mich beunruhigt ist nun aber dieses ständige Ziehen im Unterleib.
Ist das der Darm, (der irgendwie anders funktioniert als vorher) oder hat das was mit der OP zu tun?
Weiss jemand Rat oder hat ähnliche Probleme? Oder Lösungen?

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23. Dezember 2013 um 16:31

kaetzchen1506 Gebärmutterentfernung
Liebes kaetzchen1506!
Danke für Dein Mutmachen. Meine OP wird am 14.1.14 sein und langsam fange ich an mir Sorgen zu machen. Weil meine GM so groß ist, muss wegen großer Myome ein Bauchschnitt gemacht werden. Hoffe, dass es nicht zu schmerzhaft ist . Sorgen mache ich mir wegen der Zeit dannach. Wie lange wird es dauern bis ich wieder fit bin? Ich habe zwei schulpflichtige Kinder und bin berufstätig.

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8. Januar 2014 um 15:11
In Antwort auf

Es ist geschafft!
Hurra, ich lebe noch!!! Heute vor einer Woche, am 29.10. hatte ich nun endlich den einerseits herbeigesehnten, andererseits gefürchteten OP-Termin. Die Gebärmutter wurde mir per Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie) entfernt.

Da sich bei der OP ein weiteres, noch etwas größeres Myom zeigte, wurde aus dem geplanten 10cm Bauchschnitt, ein 30cm langer Schnitt, der parallel von Beckenknochen zu Beckenknochen verläuft. Dank neuer, innenliegender Nähtechnik, ist selbst diese Naht keine optische Katastrophe.

Nach der Zeit im Aufwachraum, wurde ich zurück auf Station verlegt. Hier bekam ich durch einen venösen Zugang ca. alle 4 Stunden eine Kurzinfusion mit Schmerzmitteln. Diese zeigte schon binnen weniger Minuten ihre Wirkung. Die Schmerzen nach der OP empfand ich persönlich als stärkere Regelschmerzen in Verbindung mit Rückenschmerzen oberhalb des Beckens (Kreuzbein).

Am Tag nach der OP, wurde mir morgens der Blasenkatheter gezogen. Was ich mir relativ schmerzhaft vorstellte, entpuppte sich als Kleinigkeit, die überhaupt nicht weh tat. Einziges, gewöhnungsbedürftiges Manko: Die Blasenfunktion. Die Blase funktioniert zwar problemlos, doch sie macht nicht auf sich aufmerksam, wenn es an der Zeit wäre sie zu entleeren. Dementsprechend gewöhnte ich mir an, alle 2 Stunden die Toilette aufzusuchen. Dieser Zeitraum ist perfekt!
Fortan durfte/musste ich auch vorsichtig aufstehen, was sich allerdings mit einem Bauchschnitt als nicht sehr einfach erwies und mich anschließend in meiner Kreativität, dieses Problem ohne fremde Hilfe zu lösen, mächtig forderte.

Ab dem zweiten postoperativen Tag, in diesem Fall, dem 31.10. kam ich komplett ohne Schmerzmittel aus und konnte mich, wenn auch in etwas gebückter Haltung, bereits auf den Fluren der Klinik frei bewegen. Am Samstag den 2.11. verlies ich dann die Klinik.

Seither erhole ich mich zuhause, was dank der vertrauten Umgebung viel besser funktioniert. Jeden Tag lässt sich nun ein minimaler Fortschritt erkennen. Ich hoffe ich konnte ein paar Eindrücke vermitteln. Wenn weitere, detaillierte Fragen eurerseits bestehen, dann schreibt einfach, ich werde versuchen, diese so gut als möglich zu beantworten.

Am 21. ist es bei mir so weit!
hallo,

danke, dein bericht ist schon sehr ausführlich. hab noch ein paar kleine fragen! weist du, ob das mit der balse immer so ist? ich hab gleich noch ne blasen blastig! wie ist das mit der blutung? so wie nach einer entbindung?
wie ist das mit dem heben? was ist denn zu schwer? bin jemand der gern alles allein macht, und hab nen großen haushalt! wenn man im sitzen arbeitet, kann man dann schon wieder nach zwei wochen arbeiten gehen?

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