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Für die Raucherinnen; Was ist Eure Aufwachroutine in Bezug auf Zigaretten?

Letzte Nachricht: 5. August um 21:51
laurie120
laurie120
01.08.21 um 16:27

Für die Raucherinnen; Was ist Eure Aufwachroutine in Bezug auf Zigaretten?

Obwohl ich täglich nur eine Schachtel rauche, zünde ich mir gleich nach dem Aufstehen meine erste Zigarette des Tages an. Ich halte meine offene Schachtel und Feuerzeug auf meinem Nachttisch, damit ich beim Aufwachen nicht danach suchen muss. Aber das zeichnet nicht wirklich das ganze Bild.

Meine Aufwachroutine beinhaltet nicht eine, sondern zwei Zigaretten. Das erste ist die „Ich brauche eine Zigarette“, das zweite ist die „Ich will eine Zigarette“. Das sind meines Wissens die zwei Sorten Zigaretten, gibt es noch andere? Während meiner ganzen Zeit ist jede Zigarette eine von beiden; „Ich will eine“ oder „Ich brauche eine“.

Ich rauche nicht im Bett, aber wenn der Wecker klingelt, setze ich mich auf die Bettkante. Nachdem die Füße den Boden berührt haben, greife ich nach meiner offene Schachtel und dem Feuerzeug, ziehe eine Zigarette heraus, stelle sie zwischen meinen Lippen und zünde sie an. Und genieße wirklich den Rauch, der meine Lungen trifft; Die Eile, die ich bekomme, lässt mich wissen, dass ich gerade meine 8-Stunden-Aufhört verloren habe, was ich jeden Morgen in der Woche gerne mache (Wochenenden sind natürlich ein bisschen anders). Ich habe dort keinen Aschenbecher, um mich vom Rauchen im Bett abzuhalten. Jetzt ist es an der Zeit, mich um mein zweites großes Bedürfnis zu kümmern, pinkeln zu gehen. Ich gehe ins Badezimmer, parke die Zigarette wieder zwischen meinen Lippen und erledige die Geschäfte. Ich gehe in die Küche, angezündete Zigarette zwiwchen der Fingern, an und starte die Kaffeemaschine. Ich schalte den Fernseher ein, da ich irgendwann auf die Nachrichten achten werde, aber noch nicht. Ich überlege mir, was ich heute anziehe und lege es hin, wenn ich mal aus der Dusche komme. jetzt ist die Kirsche fast am Filter; Ich trinke die Zigarette mit einem kräftigen Doppelzug aus und zerdrücke sie aus.  Ich gehe zurück in die Küche; Kaffee ist fertig. Ich schenke mir eine Tasse ein und gehe dann mit Kaffee, Zigaretten und Feuerzeug in der Hand auf die Terasse. Ich setze mich auf die Bank, zünde mir meine zweite Zigarette des Tages an und genieße den Sonnenaufgang, das Vogelgezwitscher, die Stille des Morgens. Und zehn Minuten lang sind meine Gedanken bei nichts anderem als bei meiner Zigarette und meinem Kaffee. Wenn das erledigt ist, kann ich den Rest des Tages in einem regelmäßigeren Tempo rauchen. Und ich starte meinen Tag.

 

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J
jana89
01.08.21 um 17:51

Wow, du stellst(!) die Zigarette zwischen deine Lippen?! Du musst den Mund echt sehr weit aufmachen können oder rauchst du irgendwelche kurzen Stummeldinger xD

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highheellover3
highheellover3
13.08.21 um 12:48

Du hast ja einen total ausgekluegelten Plan wie du morgens deine ersten Zigaretten nach dem Aufwachen rauchst. Erst die Sucht stillen, dann der Genuss. Diese Aufwachroutine hast du sicher schon laenger

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laurie120
laurie120
13.08.21 um 14:20
In Antwort auf highheellover3

Du hast ja einen total ausgekluegelten Plan wie du morgens deine ersten Zigaretten nach dem Aufwachen rauchst. Erst die Sucht stillen, dann der Genuss. Diese Aufwachroutine hast du sicher schon laenger

Ja, diese Aufwachroutine habe ich seit mehren Jahren. Ich denke, das ich süchtig bin!

 

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highheellover3
highheellover3
13.08.21 um 17:54
In Antwort auf laurie120

Ja, diese Aufwachroutine habe ich seit mehren Jahren. Ich denke, das ich süchtig bin!

 

Ich denke auch, dass du suechtig bist. Du liebst aber auch den Genuss, der mit dem rauchen verbunden ist. Bei deiner durchgeplanten Morgenroutine ist doch sicherlich schonmal etwas aus dem Ruder gelaufen. Wie reagierst du ohne deine beiden Guten Morgen Zigaretten?

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K
kuss2711
14.08.21 um 8:23

Bei einer Schachtel am Tag glaubst du das du süchtig bist? 😂 Ich denke das ist wohl eher Fakt! 
Also wenn ich morgens nicht mal aufstehen könnte ohne sofort erstmal eine rauchen zu müssen, würde ich mir echt Gedanken machen...

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N
nici2304
29.10.21 um 9:08

Du hast das ja fast schon literarisch umschrieben. Fand ich jetzt irgendwie schön zu lesen, auch wenn es ganz schön erschreckend ist..

Ich rauche meine 5-7 Zigaretten am Tag. Morgens wird erstmal Zähne geputzt, im HO in die Jogginghose geschlüpft und nach (oder mit) dem Kaffee gibt es dann die erste Zigarette.

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sonnenstern
sonnenstern
29.10.21 um 23:44

In deiner Wohnung muss es stinken wie die Pest. 

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U
ulla_26741902
12.01.22 um 14:59

Ich bin auch Raucherin, aber bei der Vorstellung, gleich nach dem Aufwachen eine Zigarette zu rauchen, wird mir speiübel.
Vor dem Frühstück geht gar nicht. Meistens rauche ich meine erste Zigarette vor der Arbeit.
Aber wenn du so eine starke Raucherin bist, musst du natürlich zeitig anfangen, damit du die Stückzahl über den Tag schaffst. 

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jas3min
jas3min
21.07.22 um 11:19
In Antwort auf nici2304

Du hast das ja fast schon literarisch umschrieben. Fand ich jetzt irgendwie schön zu lesen, auch wenn es ganz schön erschreckend ist..

Ich rauche meine 5-7 Zigaretten am Tag. Morgens wird erstmal Zähne geputzt, im HO in die Jogginghose geschlüpft und nach (oder mit) dem Kaffee gibt es dann die erste Zigarette.

sieht bei mir genauso aus

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highheellover3
highheellover3
22.07.22 um 5:12
In Antwort auf jas3min

sieht bei mir genauso aus

wieviele rauchst du am Tag?

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laurette120
laurette120
29.07.22 um 15:47
In Antwort auf ulla_26741902

Ich bin auch Raucherin, aber bei der Vorstellung, gleich nach dem Aufwachen eine Zigarette zu rauchen, wird mir speiübel.
Vor dem Frühstück geht gar nicht. Meistens rauche ich meine erste Zigarette vor der Arbeit.
Aber wenn du so eine starke Raucherin bist, musst du natürlich zeitig anfangen, damit du die Stückzahl über den Tag schaffst. 

Ich bin wirklich nicht so eine starke Raucherin, ich rauche nur eine Schachtel am Tag. Aber wenn ich aufstehe, nach 8 Stunden ohne Zigarette, ist mein Verlangen sehr intensiv.

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laurette120
laurette120
29.07.22 um 15:55
In Antwort auf highheellover3

Ich denke auch, dass du suechtig bist. Du liebst aber auch den Genuss, der mit dem rauchen verbunden ist. Bei deiner durchgeplanten Morgenroutine ist doch sicherlich schonmal etwas aus dem Ruder gelaufen. Wie reagierst du ohne deine beiden Guten Morgen Zigaretten?

Ohne meine beiden Guten Morgen Zigaretten geht gar nicht. Ohne sie und eine Tasse Kaffee kann ich einfach nicht in den Tag starten. Es ist ein fester Bestandteil meiner Aufwachroutine. Ich rauche nicht im Bett, aber ich habe meine geöffnete Schachtel und mein Feuerzeug auf meinem Nachttisch, damit ich sie nicht suchen muss, wenn ich aufstehe.

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S
shorty99
29.07.22 um 21:33

Keine Zigarette bis nach der ersten Vorlesung. Für mich ist Rauchen da eher was geselliges, man lässt sich von seinesgleichen mitziehen und treiben.
So süchtig dass ich morgens direkt eine brauche bin ich zum Glück nicht.

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highheellover3
highheellover3
30.07.22 um 4:48
In Antwort auf laurette120

Ohne meine beiden Guten Morgen Zigaretten geht gar nicht. Ohne sie und eine Tasse Kaffee kann ich einfach nicht in den Tag starten. Es ist ein fester Bestandteil meiner Aufwachroutine. Ich rauche nicht im Bett, aber ich habe meine geöffnete Schachtel und mein Feuerzeug auf meinem Nachttisch, damit ich sie nicht suchen muss, wenn ich aufstehe.

Haha... dein erster hungriger Blick geht morgens auf die geöffnete Zigarettenschachtel und dein Feuerzeug

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evi1970
evi1970
01.08.22 um 10:26

Lustig jetzt bin ich hier gelandet wolte eigentlich zu einem ganz anderen Thema etwas schreiben...

Ja ich bin Raucherin (leider) aber ohne meinen Kaffee und einem gemütlichen Sitzplatz in der Küche (der einzige Raum in meiner Wohnung wo ich rauche und andere rauchen dürfen) geht gar nichts. Also direkt nach dem Aufstehen: Never!
Ich würde mich selber als moderate Raucherin bezeichnen, rauche im Schnitt 10 - 15 Zigaretten am Tag. Also nicht extrem viel aber auch nicht so wenig. Und außerdem: Ich würde eigentlich ganz gerne in nicht all zu ferner Zukunft aufhören!

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laurette120
laurette120
01.08.22 um 11:10
In Antwort auf evi1970

Lustig jetzt bin ich hier gelandet wolte eigentlich zu einem ganz anderen Thema etwas schreiben...

Ja ich bin Raucherin (leider) aber ohne meinen Kaffee und einem gemütlichen Sitzplatz in der Küche (der einzige Raum in meiner Wohnung wo ich rauche und andere rauchen dürfen) geht gar nichts. Also direkt nach dem Aufstehen: Never!
Ich würde mich selber als moderate Raucherin bezeichnen, rauche im Schnitt 10 - 15 Zigaretten am Tag. Also nicht extrem viel aber auch nicht so wenig. Und außerdem: Ich würde eigentlich ganz gerne in nicht all zu ferner Zukunft aufhören!

Evi, wenn das Aufhören in deiner Zukunft liegt, wünsche ich dir viel Glück. Es wird das Schwierigste sein, was du jemals tun wirst.

Meine Schwägerin, eine regelmäßige Raucherin, traf ihre Partnerin im Februar; sie war seit fünf Jahren Ex-Raucherin. Eine Woche, nachdem sie zusammengezogen waren, besuchte sie meinen Tabakladen wo ich arbeite, und kaufte eine Stange ihrer alten geliebten Marlboro Gold 100. Ich hängte das „Bin gleich zurück“-Schild auf, und wir gingen ins Hinterzimmer, wo wir rauchen. Als ich in Deutschland war, sah ich viele Ex-Raucherinnen, die wieder mit dem Rauchen anfingen, als Präsident Clinton viele unserer Männer für ein Jahr ins ehemalige Jugoslawien schickte. Ich habe damals nicht wirklich darauf geachtet, aber dieses Mal habe ich sie genau beobachtet. Es war, als hätte sie nie gehört; lange tiefe Züge, langsames Ausatmen. Die Sucht war mit aller Macht sofort zurück. Ich sagte ihr, dass ich nicht wüsste, ob ich mein Beileid aussprechen oder sie hier wieder willkommen heißen sollte. Sie lächelte und sagte, dass es großartig sei, zurück zu sein. Ich habe dann erwähnt, dass sie jetzt eine nicht rauchende Tochter in einem Haus mit drei Raucherinnen hat, und ich habe mich gefragt, wie lange das dauern würde und dass sie darauf vorbereitet sein muss. Am nächsten Tag bekam ich die Antwort; ihre Tochter trat dem Club ebenfalls bei. Schließlich drückte ich meine gerauchte Zigarette aus, aber zu meiner Überraschung tat sie nicht dasselbe; sie kettete. Sie sagte, dass die Zigarette, die sie gerade geraucht habe, die beste gewesen sei, die sie jemals in ihrem Leben gehabt habe, und wollte nicht, dass diese Erfahrung endet. Als ich mir das ansah, wurde ich davon überzeugt, dass es wirklich keine Ex-Raucherinnen gibt. Es gibt Raucherinnen (beide, regelmäßige und gelegentliche), es gibt Nichtraucherinnen und es gibt Raucherinnen, die schon länger nicht mehr geraucht haben, aber trotzdem Raucher sind. Die Sucht verschwindet nie, man lernt nur damit umzugehen. Ich ging wieder nach vorne, damit sie in Ruhe ihre frisch angezündete Zigarette genießen konnte.

LG,
Laurette

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S
shorty99
05.08.22 um 21:51
In Antwort auf laurette120

Evi, wenn das Aufhören in deiner Zukunft liegt, wünsche ich dir viel Glück. Es wird das Schwierigste sein, was du jemals tun wirst.

Meine Schwägerin, eine regelmäßige Raucherin, traf ihre Partnerin im Februar; sie war seit fünf Jahren Ex-Raucherin. Eine Woche, nachdem sie zusammengezogen waren, besuchte sie meinen Tabakladen wo ich arbeite, und kaufte eine Stange ihrer alten geliebten Marlboro Gold 100. Ich hängte das „Bin gleich zurück“-Schild auf, und wir gingen ins Hinterzimmer, wo wir rauchen. Als ich in Deutschland war, sah ich viele Ex-Raucherinnen, die wieder mit dem Rauchen anfingen, als Präsident Clinton viele unserer Männer für ein Jahr ins ehemalige Jugoslawien schickte. Ich habe damals nicht wirklich darauf geachtet, aber dieses Mal habe ich sie genau beobachtet. Es war, als hätte sie nie gehört; lange tiefe Züge, langsames Ausatmen. Die Sucht war mit aller Macht sofort zurück. Ich sagte ihr, dass ich nicht wüsste, ob ich mein Beileid aussprechen oder sie hier wieder willkommen heißen sollte. Sie lächelte und sagte, dass es großartig sei, zurück zu sein. Ich habe dann erwähnt, dass sie jetzt eine nicht rauchende Tochter in einem Haus mit drei Raucherinnen hat, und ich habe mich gefragt, wie lange das dauern würde und dass sie darauf vorbereitet sein muss. Am nächsten Tag bekam ich die Antwort; ihre Tochter trat dem Club ebenfalls bei. Schließlich drückte ich meine gerauchte Zigarette aus, aber zu meiner Überraschung tat sie nicht dasselbe; sie kettete. Sie sagte, dass die Zigarette, die sie gerade geraucht habe, die beste gewesen sei, die sie jemals in ihrem Leben gehabt habe, und wollte nicht, dass diese Erfahrung endet. Als ich mir das ansah, wurde ich davon überzeugt, dass es wirklich keine Ex-Raucherinnen gibt. Es gibt Raucherinnen (beide, regelmäßige und gelegentliche), es gibt Nichtraucherinnen und es gibt Raucherinnen, die schon länger nicht mehr geraucht haben, aber trotzdem Raucher sind. Die Sucht verschwindet nie, man lernt nur damit umzugehen. Ich ging wieder nach vorne, damit sie in Ruhe ihre frisch angezündete Zigarette genießen konnte.

LG,
Laurette

Das möchte ich etwas ergänzen, weil mir der Begriff "Ex-Raucher" ganz gut gefällt.

Man muss unterscheiden zwischen Nichtraucher seit jeher (nie geraucht) und Wieder-Nichtraucher. Also Leuten, die aufgehört haben. Es ist tatsächlich nicht mehr möglich, wenn man einmal geraucht hat, wieder zu den "richtigen" Nichtrauchern zurückzukehren. Das "Suchtgedächtnis" bleibt, genau wie bei trockenen Alkoholikern. Wenn man aufhört, kann man sicher sagen, man ist "rauchfrei"  oder eben abstinenter Raucher (da gefällt mir die stigmatisierende Konnotation aber weniger).

Ich kann keine so ausschweigende Geschichten erzählen, muss aber zugeben, dass ich auch nicht eine Person kenne, die ich als Raucher/Raucherin kennengelernt habe, die je wieder ganz aufgehört hat. Gut, ich bin noch sehr jung. Aber auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es welche, die es schon los waren. Darunter eine, die seit über einem Jahr "rauchfrei" war und noch so ausladend darüber damals auf ihren Blog berichtete. Nicht nur sie selbst war stolz auf sich, fast das ganze Umfeld. Und auch sie hab ich vor nicht allzulanger Zeit zumindest mal wieder hier und da an ner Zigarette ziehen sehen, immer in Gesellschaft mit anderen. Es ist auch keineswegs so, dass man dann wieder neu anfängt, mit Ekel und Husten. Eine Zigarette und man ist wieder drin.

Das Ganze ist für Nichtraucher (die "seit jeher" nicht greifbar aber es ist schon recht komplex und die Mechanismen des Körpers, einen zu überlisten, sind vielfältig. Ausreden, doch wieder zu rauchen, darüber kann das einmal angefixte Gehirn ein Buch schreiben.

Für mich auch recht demotivierend daher, ans Aufhören zu denken. Akzeptiere es so, wie es ist, rauche glücklicherweise nicht Kette, muss und will mir nun aber dieses für mich angenehme Laster gestehen. Ich sorge an vielen anderen Stellen für meine Gesundheit.

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