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Fuer 3 Jahre Antidepressiva, seit August 2009 ohne- und wieder Probleme?

22. März 2010 um 9:34

Hallo

Wollte nur mal anfragen ob jemand hier Antidepressiva genommen hat, sie abgesetzt hat und dann aber wieder damit AD anfangen musste?

Ich habe im Dezember 2006 Lexapro (so heisst das in Australien, Inhaltsstoff Escitalopram (Ich glaube in Europa heisst es Cipralex)) angefangen. Mit 5 auf 10 mg und dann fuer eine Zeit lang war ich auf 20 mg weil ich eine sehr sehr harte und traumatische Zeit hatte.

Wie auch immer nach einiger Zeit ging ich von 20 auf 15 und von 15 auf 10mg und dann gegen Ende war ich fuer ein paar Monate auf 5mg.

Hatte mich dann dazu entschlossen Lexapro nicht mehr zu nehmen, also dann jeden 2ten tag 5mg und schlussendilch nix mehr.

Soweit ging das auch alles gut. Als ich dann auf 0 war hatte ich fuer einige Zeit etwas Entzugserscheinungen, war wieder etwas depressiv, nervoes etc aber ich hatte gelesen dass dies normal ist.

Danach ging es mir wirklich super fuer einige Zeit. Keine Panikattacken, keine "Angst" Gedanken mehr (mehr in die Richtung Gesundheit), halt wirklich so wie man es hat wenn man auf AD ist. Irgendwie die Gedanken kommen gar nicht mehr so auf und die Panik damit auch nicht.

Nun, irgendwie gings oder gehts aber wieder den Berg runter. Sehr launisch, glaube auch PMS maessig, so 2 Wochen vor der Periode energielos, muede, launisch, Wasseransammlungen, fuehle mich wie aufgeblasen, heisser Kopf, heisse Haende, und einfach nicht gut. Es kam dann soweit dass ich eines Tages wirklich wieder ausgerastet bin, meinte ich hab mega Herzprobleme (muss dazu sagen, ich habe wirklich ein Herzproblem, so ja, das Risiko ist in der Tat da). Habe hyperventiliert und bin dann abgerauscht in die Notfallabteilung des Spitals an einem Sonntagabend.

Die haben aber nix gefunden. Also nehm ich mal an einfach wieder eine Panikattacke weil sonst schon unwohl gefuehlt hab und mich wohl so reinsteigerte.

Normalerweise, in der Vergangenheit hab ich in solchen Faellen ein halbes Valium genommen, wenn ich dann nach 30 Minuten ruhig und besonnen war, dann wusste ich es ist nix mit dem Herz und meinem Koerper, sondern "nur" eine Panikattacke. Hatte aber leider gar keine Mediakmente mehr zu Hause zu jenem Zeitpunkt.

Nun, es scheint mir wieder ein ewiges Bergauf-Bergab zu sein. Fuehle mich an gewissen Tagen sehr muede, energielos und einfach schxxx, dann hab ich wieder gute Tage, dann geh ich shoppen und alles ist gut, dann aber geh ich shoppen an einem 'schlechten" Tag und fuehle mich schwindelig und will nur so schnell wie moeglich wieder heim.

Bin auch beim Arzt gewesen, hatte Bluttests heute erhalten. Alle Hormone im gruenen Bereich. Eisen im gruenen Bereich, Schilddruese im gruenen Bereich...Soweit so gut.

ALLSOO muss ich ja wohl wieder Panik schieben? Was sonst sollte es sein?

Jeden Morgen wache ich auf und denke: Heute gut? Energie? Mmh, schwellen echt meine Haende? Kriege ich wieder einen heissen Kopf? Fuehle ich mich wohl schwindelig heute oder nicht? - Das ist ja auch nicht wirklich ne super Existenz. Es beintraechtigt schon meinen Alltag zu sehen ob's jetzt ein guter oder ein schlechter Tag ist.

Nun frag ich mich, ob ich echt wieder mit Lexapro anfangen soll? Bis zu einem gewissen Mass habe ich meine Panikgedanken schon im Griff, selbst wenn;s mir schwindelig wird etc denk ich "HALT. Du "spinnst" jetzt nur mal wieder" - aber es ist irgendwie ein Kampf. Als diese Gedanken gar nicht erst aufkamen, war es doch viel besser in Lebensqualitat.

ABER: muss/heisst das, ich sitze immer auf Antidepressiva? Mir gefaellt der Gedanke nicht. A: Konzentration laesst zu wuenschen uebrig wenn auf AD B: sexuell, tja, da scheints dann auch nicht soooo einfach zu klappen (weiblich) und ueberhaupt der Gedanke an Chemikalien...

Was meint Ihr dazu? Was sind Eure Erfahrungen?

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1. April 2010 um 19:32

Immer ?!
Mir gings genau so...
Du beschreibst es völlig richtig. Ich allerdings habe mich nun abgefunden, ich werde das Zeug für immer nehmen, wie andere Blutdrucktabletten oder Zuckermedikamente. Meine Ängste waren damals auf einmal so schlimm, dass ich nicht mehr aus dem Bett kam. Ich hab nur geheult, gezittert und gefroren. Dann war ich vier Wochen krankgeschrieben und wurde wieder eingestellt.Ich nehme morgens eine, was mir Gott sei Dank reicht.Mit dem Essen pass ich auf, das Zunehmen ist ja auch eine der gemeinsten Nebenwirkungen. Tja und das hormonelle-seit ich das Zeug gleich früh nehme, gehts abends eigentlich- mein Mann ist zufrieden- . Weißt Du, wenn Du über die Chemikalien nachdenkst- was heute alles im essen ist- weiß doch auch keiner...Lieber schluck ich sowas, als ständig Schmerztabletten o.ä. ( bin auch von Kopfschmerzen geplagt- die haben dadurch auch nachgelassen. )Also Fazit für mich: Ich brauch das wohl, also nehm ichs.... Gruß Mimo

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16. Mai 2010 um 22:16

Hi
Also die Medikamenten können nur die Symptome eindemmen, und nicht verschwinden lassen, ich würde mal ein Psychologe usw. auf zu suchen und einfach mit den über deine probleme sprechen.
Denn manchmal hilft ein gespräch mehr als ständig Chemie zu schlucken.
Ich hab auch vor einen Jahr diese ganzen Test gemacht weil ich dachte mit mir stimmt was nit, und immer habe ich mehr Medikamente bekommen, heute gehe ich nur zu Therapie und nehme Mirtanzapin und ein Betablocker um meine Panikschube in griff zu halten bis ich rausfinde was der eigendlicher Auslöser der Panikstörung ist .

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20. Mai 2010 um 4:49
In Antwort auf lynda_12168326

Immer ?!
Mir gings genau so...
Du beschreibst es völlig richtig. Ich allerdings habe mich nun abgefunden, ich werde das Zeug für immer nehmen, wie andere Blutdrucktabletten oder Zuckermedikamente. Meine Ängste waren damals auf einmal so schlimm, dass ich nicht mehr aus dem Bett kam. Ich hab nur geheult, gezittert und gefroren. Dann war ich vier Wochen krankgeschrieben und wurde wieder eingestellt.Ich nehme morgens eine, was mir Gott sei Dank reicht.Mit dem Essen pass ich auf, das Zunehmen ist ja auch eine der gemeinsten Nebenwirkungen. Tja und das hormonelle-seit ich das Zeug gleich früh nehme, gehts abends eigentlich- mein Mann ist zufrieden- . Weißt Du, wenn Du über die Chemikalien nachdenkst- was heute alles im essen ist- weiß doch auch keiner...Lieber schluck ich sowas, als ständig Schmerztabletten o.ä. ( bin auch von Kopfschmerzen geplagt- die haben dadurch auch nachgelassen. )Also Fazit für mich: Ich brauch das wohl, also nehm ichs.... Gruß Mimo

Habe wieder angefangen...
Sali Mimo

Hab mich entschieden wieder AD's zu nehmen, weil ja, meine Gedanken kreisen nur noch um das leidige Thema und bis zu einem gewissen Masse kann ich ankaempfen, aber es kostet mich sehr sehr viel Energie....

Im Moment bin ich mit Medi's am kaempfen und fuehl mich nicht sehr gut dabei....Hatte mich entschieden wieder mit Cipralex anzufangen, dieses AD hatte ich 3 Jahre zuvor genommen...- fuehl mich aber wie ein Zombie..."nicht wirklich present", komisch halt. Habe auch Augenschmerzen bekommen, so dass wir (Doc und ich) beschlossen hatten die AD wieder runter oder abzusetzen um zu sehen ob Schmerzen von AD her kommen. Tja, scheint so zu sein. Zuerst war ich fuer 6 Tage auf 5mg, Augenschmerzen, Arbeit? Nicht auszudenken (Computer), dann auf 10 mg fuer 2 Tage, dann runter auf 5mg (letzten Dienstag), Mittwoch super gefuehlt, heute, ppft, wieder elend. Schmerzen sind aber abgeklungen...

Nach wie vor Panik...5 scheint zuwenig zu sein, 10 zuviel...Bin mir echt am ueberlegen Medis zu wechseln, weil wenigstens, ohne AD hab ich mich WACH gefuehlt, aufmerksamer, mein Gehirn war irgendwie faehiger komplexe Gedankengaenge durchzufuehren...- nur halt die Panik und seitdem die Depri....

Grrrrr.....Doc Besuch wohl morgen angesagt....

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24. Mai 2010 um 8:42


Ich würde aber nie mehr Fahrrad fahren, wenn ich einen schweren Fahrradunfall gehabt hätte.. zu gefährlich.

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