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Frust ohne Ende....

8. September 2008 um 11:26

Hallo zusammen...

Meine Frau un ich sind seid 1 Jahr verheiratet, haben aber bereits einen 2 1/2 Jahre alten Sohn.
Als wir uns vor 8 Jahren kennenlernten, waren wir beide sehr verrückt...probierten viel aus, hatten Sex im Auto etc.


Dann entschlossen wir, ein Kind zu bekommen.
Ich liebe den kleinen Wicht wirklich sehr, aber es ist, als würde ich manchmal gar nicht mehr wargenommen...
Der kleine steht natürlich an erster Stelle...dann kommt meine Frau und danach erstmal lange, lange, lange gar nichts....

Ich habe das akzeptiert, denn der kleine fordert alle Aufmerksamkeit, ist sehr lebendig, teilweise sogar etwas überaktiv.
Das ist auch nicht das Problem, ich helfe so gut ich kann.
Aber das Problem ist natürlich wieder das altbekannte....SEX...


Zuerst muss man aber bedenken, wie problematisch die Schwangerschaft war. Es begann mit Frühwehen, dann Entbindung mit abgerissener Arterie bei der Frau, NOT-OP, Entzündung der Geburtswunden, Kindbettfieber und zum guten Schluss dann auch noch 3-Monats-Koliken bei dem kleinen.
Also die volle Serie....

Natürlich sind solche Probleme nie ohne Nachwirkungen.
Das erste halbe Jahr war gar nicht an Sex zu denken.
mittlerweile sind wir bei 1 mal/ 2 Monate angekommen...
Anfangs klagte meine Frau über Schmerzen beim GV, da durch die OP teilweise Gebärmutterschleimhaut entfernt werden musste und die ganzen Narben ihren Tribut zollten.
Nach fast 2 Jahren gings dann langsam besser....für ein halbes Jahr.

Momentan bin ich wieder total verzweifelt!
Bei uns sieht der Alltag so aus:
Montagabend bin ich weg, Dienstagabend geht meine Frau früh schlafen, weil sie wieder zweimal die Woche arbeitet.
Mittwochabend ist sie von der Arbeit müde, Donnerstagabend bin ich wieder nicht da, Freitagabend ist meine Frau von der Arbeit wieder Müde, Samstagabend geht sie früh schlafen, weil der Zwerg nachts oft wach wird und am Sonntagabend ist dann Fernsehabend, wonach sie dann soo müde ist, dass sie sofort schlafen muss, wenn der Film zuende ist.
Also Gelegenheit fast keine!

Nun leidet sie an einer Schilddrüsenüberfunktion, die in nächster Zeit operabel entfernt werden muss...
Sie selbst sagt, wegen dieser Überfunktion hätte sie ein stärkeres Sexualverlangen (merk ich gar nix von).
Natürlich hat sie das dann, wenn ich nicht da bin....
WWas dazu führt, dass ich mir manchmal echt überflüssig vorkomme.
Wenn die OP dann vorbei ist, wird das wieder nachlassen.
Dann wird sie wieder gar keinen Sex haben wollen...


Das ist das Zeitproblem...
Dazu kommt, dass sie eine Person ist, bei der immer alles stimmen muss....der kleine muss ganz ruhig schlafen, die Wohnung muss aufgeräumt sein, es darf nichts geben, was sie irgendwie beschäftigt, sie muss entspannt sein und es dürfen keine Termine auffem Plan stehen...
Aber planen will sie den Sex nicht, weil der ja aus der Stimmung entstehen muss.....

Wie soll man Sex genießen können, wenn man Streß ohne ende hat, sich selbst damit auch noch bekloppt macht und ausserdem noch in keinster Weise irgendwas vorausplanen will?

Jetzt wird es noch etwa ein dreiviertel Jahr dauern, bis unser Sohn in den Kindergarten kommt....
und das ist der einzige Lichtblick, den ich habe...


Was soll ich machen?
Manchmal, wenn Weihnachten und OStern auf einen Tag fällt...kann es passieren, dass sie Sex möchte...
Dann sagt sie "mach, was du willst" und legt sich entspannt hin und will sich bedienen lassen....

Erst bin ich derjenige, der ihr ständig damit auf die Nerven geht (hab nich zumindest das Gefühl)...und dann soll ich aber immer die Initiative ergreifen...weil sie gerade so entspannt ist...


Und wenn wir Sex hatten (was ja wie gesagt nur 1-2 mal pro 2 Monate vorkommt), und ich nach zwei oder drei Tagen wieder an Sex denke, dann bekomme ich zu hören, dass wir doch erst Sex hatten...

Ich komme mir dann vor, wie ein ausgehungerter Junge, dem man aus Spott drei Körner hingeworfen hat und dem man dann fragt, warum er denn schon wieder Hunger hätte - er hätte doch erst was gegessen.

Sorry, tipp mir hier gerade meinen Frust runter...weil ich das einfach nicht verstehe!


Ich gehe Arbeiten und meine frau kümmert sich um den Zwerg.
Das ist anstrengend, denn der Wicht tanzt einem des öfteren auf der Nase herum. Und wenn ich dann heim komme, dann hab ich einen brüllenden Zwerg und eine Frau mit Nervenzusammenbruch!
Und ICH muss dann nach einem 10 Stunden Tag alles wieder kitten.

Meine Frau hats nicht leicht, ich versuche ihr zu helfen wo es geht, obs der Haushalt ist, der Zwerg oder einfach nur Einkaufen. Aber ewig halte auch ich das nicht mehr durch...

Was kann ich da machen??

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9. September 2008 um 14:31

Würden wir auch...
...nur dummerweise wohnen die Schwiegereltern ca. 400km weit weg...und zu meinen eigenen hab ich ein sehr schlechtes Verhältnis.
Sie waren schon zu anfangs gegen diese Beziehung, haben mir ständig versucht, reinzureden...von wegen andere Mutter und deren Töchter...und was ich denn mit so einer will (meine Frau kommt aus Thüringen). Aber ich hab immer zu meiner Frau gestanden und daran wird sich auch nichts ändern.

Wir hätten unseren Sohn auch zu einer guten Freundin gebracht...vorausgesetzt, wir würden ihr vertrauen....

Nur dadurch dass wir beide sehr wenig Zeit haben, ich nen Job habe, bei dem ich nicht selten von morgends 7:00 bis um 19:00 abends auf der Arbeit bin...hat sich unser Freundeskreis drastisch reduziert....um nicht zu sagen....wir haben so gut wie keinen mehr...weil wir ja so gut wie keine Freizeit mehr haben.


Wir haben darüber geredet, ob es sinnvoll ist, den ZWerg vielleicht wenigstens für einen Tag die Woche zu ner tagesmutter zu bringen. Ich war erst von der Idee gar nicht begeistert, denn es wäre eine fremde Person, die unser Sohn ebenfalls nicht kennt.
Aber wir wollen versuchen, langsam an die Sache ran zu gehen...vielleicht erstmal die tagesmutter einladen - nur so - dann etwas öfter, bis unser Zwerg sich an die Person gewöhnt hat.
Mal sehen obs klappt.

Ich würds mir wünschen....zwar hat man auf der einen Art das Gefühl, man würde ihn abschieben, aber man verbringt ja schon sehr viel Zeit mit ihm. Ich denke, diese Lösung müsste machbar sein.

Vielen Dank erstmal.

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10. September 2008 um 10:36
In Antwort auf choi_12908438

Würden wir auch...
...nur dummerweise wohnen die Schwiegereltern ca. 400km weit weg...und zu meinen eigenen hab ich ein sehr schlechtes Verhältnis.
Sie waren schon zu anfangs gegen diese Beziehung, haben mir ständig versucht, reinzureden...von wegen andere Mutter und deren Töchter...und was ich denn mit so einer will (meine Frau kommt aus Thüringen). Aber ich hab immer zu meiner Frau gestanden und daran wird sich auch nichts ändern.

Wir hätten unseren Sohn auch zu einer guten Freundin gebracht...vorausgesetzt, wir würden ihr vertrauen....

Nur dadurch dass wir beide sehr wenig Zeit haben, ich nen Job habe, bei dem ich nicht selten von morgends 7:00 bis um 19:00 abends auf der Arbeit bin...hat sich unser Freundeskreis drastisch reduziert....um nicht zu sagen....wir haben so gut wie keinen mehr...weil wir ja so gut wie keine Freizeit mehr haben.


Wir haben darüber geredet, ob es sinnvoll ist, den ZWerg vielleicht wenigstens für einen Tag die Woche zu ner tagesmutter zu bringen. Ich war erst von der Idee gar nicht begeistert, denn es wäre eine fremde Person, die unser Sohn ebenfalls nicht kennt.
Aber wir wollen versuchen, langsam an die Sache ran zu gehen...vielleicht erstmal die tagesmutter einladen - nur so - dann etwas öfter, bis unser Zwerg sich an die Person gewöhnt hat.
Mal sehen obs klappt.

Ich würds mir wünschen....zwar hat man auf der einen Art das Gefühl, man würde ihn abschieben, aber man verbringt ja schon sehr viel Zeit mit ihm. Ich denke, diese Lösung müsste machbar sein.

Vielen Dank erstmal.

Wie es sich anhört
habt ihr ganz schöne probleme, den kleinen ein bisschen loszulassen.abgesehen davon, dass das bestimmt schwer ist, denke ich, dass das unbedingt nötig ist, damit es wieder eine paarbeziehung geben kann.
ich würde das mit der tagesmutter unheimlich forcieren.oder kita, kindergarten. weiß, dass kinder in dem alter auch unbedingt andere kinder um sich haben wollen, sie müssen soziale kontakte in ihrem alter kennelernen, sich auseinandersetzen lernen...2,5 ist auch schon wirklich nicht merh so klein,hmm?
und dann kommt endlich raum zustande. den man füllen kann. mit freundschaften, die man pflegen muss, so schwer das vielleicht sein mag. ohne freunde, der arbeit wegen, was ist das für ein leben??wenigstens mal einen nachbarn auf einen wein einladen, einen kollegen zum essen zu euch einladen, egal,hauptsache kontakte.
dann kommen auch wieder neue impulse in eure beziehung..vielleicht.vielleic ht auch nicht, aber es hört sich so an, als wenn ihr euch ersteinmal freistrampeln müsstet für das "leben da draussen";O).

aber sex ist schon ein wirkliches problem, ich kenne das leider auch nur zu gut, allerdings umgekehrt, manchmal will es einfach nicht gehen, da muss man versuchen immer neue wege zu finden.
alles liebe und gute!

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