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Freund hat Bronchialkrebs...

16. Februar 2012 um 19:15

Hallo zusammen,

ich würde mir hier gern mal ein paar Sorgen von der Seele schreiben..
Ich glaube langsam, ich werde vom Pech verfolgt..

Ich selbst leide an Angst- und Panikattacken mit Platzangst und Depressionen, hatte im letzten Jahr eine Fehlgeburt, habe mein Abitur abgebrochen und bin jetzt seit ein paar Monaten krankgeschrieben.. 3 Monate lang dachte ich, ich müsste sterben.. habe viel abgenommen, war nicht mehr vor der Tür, wollte niemanden mehr sehen. Weil ich meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht wurde und meine Ziele immer niedriger Stecken musste. Hatte viel Pech in Beziehungen und war immer sehr am Ende wenn etwas zuende ging, selbst wenn es nie das wahre war.

vor ca 8 Wochen habe ich einen Mann kennengelernt, mit dem alles zu stimmen schien. Ich hatte wieder Glücksgefühle und Hoffnung. Er vermittelt mir so viel Selbstvertrauen, versucht meinen Charakter zu stärken.. ist so liebevoll, sensibel und gleichzeitig so stark.. ich bin einfach unsterblich verliebt.. und es ist so, als würden wir uns ewig kennen.. es passt einfach perfekt.

Von außen gab es Bedenken was unseren Altersunterschied betrifft. Also habe ich über dritte von seiner Exfreundin gehört, ob ich es mir antun will mit einem Mann wie ihm zusammen zu sein.. mit zwei Kindern, ich müsse mit Ex Frau und Ex Freundin zurecht kommen und mit seiner schweren Krankheit.

Er hatte mir gegenüber schon erwähnt, dass er Asthma hat.. aber das konnte ich dann natürlich nicht so stehen lassen. Habe ihn gefragt, was es damit auf sich hat.. Dann sagte er, er hat es an den Bronchien.

"....was hast du an den Bronchien ?" "... kennst du die kleinen Krabbeltiere, die am Strand herlaufen?"

Ich war so am Ende, weil ich einen so schönen und wunderbaren Menschen nicht weinen sehen konnte. Und konnte nicht fassen dass er damit so umgeht, wie er es tut. Die ersten Wochen habe ich es kaum realisieren können.. habe einmal nachgehakt und gefragt, was jetzt passiert. Er hat erklärt er würde einmal in 4 Wochen Medikamente bekommen, also Spritzen. Und was von einem Gerinnsel erzählt, dass sich damit auflösen könnte. Wenn das nicht hilft, Chemotherapie.

Ich wohne seit 5 Wochen bei ihm, er hat zwei Katzen und ich bin total allergisch. Das wurde immer schlimmer, bis auch ich mir eingebildet habe, keine Luft zu bekommen.. oder auch nicht, man weiß es nicht genau. Ich war beim Lungenfacharzt.. und hab laut Tests auch Asthma und hunderte Allergien, vor allem gegen Hausstaubmilben.

Die Angst und Panik wird wieder schlimmer, weil ich nicht genau weiß was mit mir ist. Alle Nase lang nehme ich mein Spray, obwohl ich garnicht weiß ob ich hyperventiliere oder wirklich einen "Anfall" habe. Kann mir nicht vorstellen, dass ich sowas wirklich haben soll.

Mein Freund tröstet mich so oft.. so oft erzähle ich ihm, dass ich gleich ersticke.. und weine um mein Leben...
Und ich habe das Gefühl dass bald mein Kopf platzt beim Gedanken daran, dass ihn das bestimmt total fertig macht weil es ihm viel schlechter geht.. immer wenn ich merke, dass er wieder schwer atmet, fängt mein Herz an zu klopfen...

Ich will ihn nicht allein lassen.. nach der letzten Untersuchung hat er gesagt es wurde schlimmer.. und den nächsten Termin hätte er schon in zwei Wochen..

Ich weiß nicht, was ich für ihn tun kann.. er ist so ein toller Mensch.. geht jeden Tag noch hart arbeiten.. meistens putze ich in der Zeit die Wohnung, um irgendwas zu tun.. ich habe kein Geld und würde am liebsten sofort mit ihm um die Welt reisen.. und dieses schlechte Gewissen frisst mich fast auf.. vor ein paar Tagen hatte ich wieder schreckliche Angst, da hat er mir eine Geschichte erzählt und mir Mut gemacht, dass ich es schaffe mich zu beruhigen. Hat mir davon erzählt, wie wir bald bestimmt zusammen am Strand liegen und frische, gute Luft einatmen können..

Ich würde gern wissen wie es genau um ihn steht .. weiß aber nicht, ob man ihm das zumuten kann, so viel darüber zu reden. Und was passiert wenn er eine Therapie machen muss.. kann ich dann noch etwas unternehmen, oder müssen wir nun jede Sekunde genießen ? Im nächsten Monat hat er nämlich eine Woche Urlaub...

Ich wünschte einfach, mir selbst würde es besser gehen, um zuversichtlich und ein gutes Vorbild zu sein...
Ich schaffe es bloß einfach nicht, meine Million von negativen Gedanken auszuschalten..

Wenn ich ihn auch noch verliere, verlier ich mich vielleicht selbst. Ich hab solche Angst.

Freue mich über Antwort, die vielleicht etwas Mut macht. liebe Grüße, Laura

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21. März 2012 um 8:20

Es tut mir leid
Dir hat ja noch niemand geschrieben!
Es ist eine schwierige Situation in welcher du da steckst, aber sicher nicht ohne Ausweg!
Es gibt immer eine Lösung, wenn nicht sogar 2 für ein Problem

Ich an deiner Stelle, würde ersteinmal etwas gegen die Angststörungen unternehmen. Es gibt viele verschiedene Therapien, welche gut helfen (mach dich im Internet schlau!).
Du musst wieder in deine eigene Mitte kommen. Dass dein Freund Krebs hat ist schlimm, aber du kannst ihm in deinem Zustand vielleicht nicht groß helfen.Obwohl die Liebe zwischen den Menschen die Beste Medizin ist!

Lunge Asthma Trauer und Kummer hängen eng zusammen. Also wenn du traurig bist, dann leidet deine Lunge umso mehr. Vielleicht kommen auch die Lungenbeschwerden, deine Angst zu ersticken von einer tiefen inneren Traurigkeit..?

Hab den Mut, geh raus und suche dir Hilfe. Es wird dir besser gehen, wenn du etwas für dich tust. Die Angst will dir etwas mitteilen, sie will dir eigentlich helfen...
Bewege dich, geh in den Wald, umarme die Bäume, lege dich auf das Moos und atme die saubere Luft und stell dir vor wie deine Lungen gesund sind und rein und wie frei sie atmen können. Geh zusammen mit deinem Freund, es ist toll, dass du jemanden so verständnisvolles hast.

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