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Fressattaken bei Magersucht

21. Januar 2018 um 14:49 Letzte Antwort: 29. Januar 2018 um 7:44

Hallo Leute,

ich weiß, irgendwann sind diese "Magersucht-Posts" genug, aber ich hab zu meinem Fall noch nichts vergleichbares gefunden:

habe schon seit 7 Jahren kleinere "Essprobleme", was man aber nie so deutlich gemerkt hat, weil ich immer schon sehr dünn war und viel essen konnte. Nur seit einem halben Jahr ist es aus unerklärlichen Gründen so schlimm geworden, dass man es mir richtig ansehen kann.
Bin aber gerade dabei, diese durch eine Psychotherapie rauszufinden.

Ich selbst vermeide es, in den Spiegel zu schauen und gehe auch nicht gerne Duschen, da ich mich vor mir selbst ekel. 
Mach ich das dann aber doch, bekomme ich immer eine richtige Fressattake, was ja eigentlich gut ist. 
Auf der anderen Seite fühle ich mich dannach trotzdem irgendwie schlecht. Nicht, weil ich vor dem Zunehmen Angst habe, ich freue mich ja über jedes Kilo mehr und einen rausstehenden Knochen weniger .

Dann kommen mir z.B. oft so Gedanken , wie: "gut gemacht, aber Fressattaken sind trotzdem noch krankhaft, du musst die Malzeiten mehr auf den Tag verteilen."

Ich weiß nicht, ob ich diese Gedanken jetzt in der ersten Phase einfach ausblenden und erst dann, wenn ich etwas zugenommen habe, versuchen soll, die Fressattaken in normale Mahlzeiten aufzuteilen.
Also die beiden Baustellen "starkes Untergewicht" und "Fressattaken" zu entkoppeln und einzeln anzugehen, oder beides gleichzeitig "regelmäßig, aber mehr" zu essen?

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine und haltet mich nicht für bekloppt 

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22. Januar 2018 um 0:22

ohne jetzt den Eindruck erwecken zu wollen, dass ich übertreibe, aber ich komm schon so auf meine 2500-3000 Kcal pro Tag. Davon gehen aber 2000 auf diese Attacken (z.B. heute 2x jeweils 2 Tafeln Schokolade). Den Rest des Tages fühle ich mich dann immer total "voll" (oder mein Hirn gaukelt mir das vor).

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22. Januar 2018 um 2:04

Also wenn du sicher bist das du -3000 kalorien am tag ist, ist das gut, wirste siche rnoch weiter zunehmen und das passt dir ja auch so. Ja es wäre definitiv besser die Mahlzeiten kontrolliert aufzuteilen. Die Gefahr ist halt das wenn du dass beibehältst, und sich das eingräbt, dann könnte es sein das du irgendwann an dem Punkt stehst wo du nicht mehr zunehmen willst und dann könnte das zum Problem werden. SPeziell wenns nur solche Sagen wie schokolade sind. Wenn du dich den ganzen Tag total voll fühlst, nach 3000 kalorien ist das nix ungewöhnliches.

Du musst für dich selber entscheiden ob du damit klar kommst. Oder es ausprobieren. Aber generell ist immer besser wenn man halbwegs Kontrolle über was hat.

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22. Januar 2018 um 11:31
In Antwort auf schneelibelle

Hallo Leute,

ich weiß, irgendwann sind diese "Magersucht-Posts" genug, aber ich hab zu meinem Fall noch nichts vergleichbares gefunden:

habe schon seit 7 Jahren kleinere "Essprobleme", was man aber nie so deutlich gemerkt hat, weil ich immer schon sehr dünn war und viel essen konnte. Nur seit einem halben Jahr ist es aus unerklärlichen Gründen so schlimm geworden, dass man es mir richtig ansehen kann.
Bin aber gerade dabei, diese durch eine Psychotherapie rauszufinden.

Ich selbst vermeide es, in den Spiegel zu schauen und gehe auch nicht gerne Duschen, da ich mich vor mir selbst ekel. 
Mach ich das dann aber doch, bekomme ich immer eine richtige Fressattake, was ja eigentlich gut ist. 
Auf der anderen Seite fühle ich mich dannach trotzdem irgendwie schlecht. Nicht, weil ich vor dem Zunehmen Angst habe, ich freue mich ja über jedes Kilo mehr und einen rausstehenden Knochen weniger .

Dann kommen mir z.B. oft so Gedanken , wie: "gut gemacht, aber Fressattaken sind trotzdem noch krankhaft, du musst die Malzeiten mehr auf den Tag verteilen."

Ich weiß nicht, ob ich diese Gedanken jetzt in der ersten Phase einfach ausblenden und erst dann, wenn ich etwas zugenommen habe, versuchen soll, die Fressattaken in normale Mahlzeiten aufzuteilen.
Also die beiden Baustellen "starkes Untergewicht" und "Fressattaken" zu entkoppeln und einzeln anzugehen, oder beides gleichzeitig "regelmäßig, aber mehr" zu essen?

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine und haltet mich nicht für bekloppt 

Dass Fressattacken gut sind, ist mir ehrlich gesagt neu. Bleibt das Essen denn drin? Oder machst du irgendwas, um die Kalorien wieder los zu werden? 

Du bist schon mal in einer ambulanten Therapie. Das ist ja schonmal gut. Die Fressattacken besprichst du ja sicherlich mit deiner Therapeutin? Die scheinen ja eher etwas zu sein Richtung "Druckabbau, Trost, Essen aus Frust". Nicht so sehr "Ich bin richtig ausgehungert": 

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24. Januar 2018 um 23:12
In Antwort auf orchideenblatt

Dass Fressattacken gut sind, ist mir ehrlich gesagt neu. Bleibt das Essen denn drin? Oder machst du irgendwas, um die Kalorien wieder los zu werden? 

Du bist schon mal in einer ambulanten Therapie. Das ist ja schonmal gut. Die Fressattacken besprichst du ja sicherlich mit deiner Therapeutin? Die scheinen ja eher etwas zu sein Richtung "Druckabbau, Trost, Essen aus Frust". Nicht so sehr "Ich bin richtig ausgehungert": 

Naja, im Grunde genommen sind sie ja eigentlich etwas gutes für mich, weil mein Körper wirklich jedes Bisschen Energie brauchen kann und sei es durch 2 Tafeln Schokolade.
Sie entstehen nicht aus Frust, sondern meist aus Angst, die immer am Abend kommt.
Bis jetzt ist immer alles drin geblieben, obwohl mir dann immer noch am nächsten Morgen richtig schlecht ist.

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25. Januar 2018 um 11:17

Fressattacken sind meist eine folgeerscheinung einer Essstörung, die du ja bereits hast. Gut ist, dass du dich bereits behandeln lässt.

Wieso kommt es nun zu Fressattacken?
Wer seinem Körper weitaus weniger Nährstoffe zuführt als er braucht, muss damit rechnen, dass der Körper Signale aussendet, um diese Einzufordern. Folglich sendet unser Gehirn vermehrt Hungersignale aus, was dich dann in einen Fressflash versetzt.

Mich würde mal konkret Interessieren wie deine Ernährung aussieht, wenn du beispielsweiße keine 2 Tafeln Schokolade isst. Ich kann mir nicht vorstellen dass du dann so auf 2500-3000 Kalorien kommst. Ich gehe davon aus, dass dein normaler Tagesablauf viel weniger kcal hat und du somit dann immer wieder in diese Fressatacken verfällst. Schreib doch bitte einmal auf, was du zu dir nimmst.

Desweiteren sind das einfach falsche Gewohnheiten. Als Kind wurde uns eingeblüht, drei große Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. In der heutigen Arbeitswelt aber kein Wunder. Viel wichtiger wäre es für dich aber, viele kleine Mahlzeiten einzunehmen.

ich glaube dir ist durchaus bewusst, dass du selbst auch viel in deine Krankheit mit einbringen musst und du auch nur was ändern kannst, wenn du es wirklich willst. Alleine durch eine Therapie wirst du nicht wieder zunehmen, da benötigt es dann schon einen Willensstarken Charakter. 

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26. Januar 2018 um 17:46
In Antwort auf eldesch

Fressattacken sind meist eine folgeerscheinung einer Essstörung, die du ja bereits hast. Gut ist, dass du dich bereits behandeln lässt.

Wieso kommt es nun zu Fressattacken?
Wer seinem Körper weitaus weniger Nährstoffe zuführt als er braucht, muss damit rechnen, dass der Körper Signale aussendet, um diese Einzufordern. Folglich sendet unser Gehirn vermehrt Hungersignale aus, was dich dann in einen Fressflash versetzt.

Mich würde mal konkret Interessieren wie deine Ernährung aussieht, wenn du beispielsweiße keine 2 Tafeln Schokolade isst. Ich kann mir nicht vorstellen dass du dann so auf 2500-3000 Kalorien kommst. Ich gehe davon aus, dass dein normaler Tagesablauf viel weniger kcal hat und du somit dann immer wieder in diese Fressatacken verfällst. Schreib doch bitte einmal auf, was du zu dir nimmst.

Desweiteren sind das einfach falsche Gewohnheiten. Als Kind wurde uns eingeblüht, drei große Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. In der heutigen Arbeitswelt aber kein Wunder. Viel wichtiger wäre es für dich aber, viele kleine Mahlzeiten einzunehmen.

ich glaube dir ist durchaus bewusst, dass du selbst auch viel in deine Krankheit mit einbringen musst und du auch nur was ändern kannst, wenn du es wirklich willst. Alleine durch eine Therapie wirst du nicht wieder zunehmen, da benötigt es dann schon einen Willensstarken Charakter. 

Das ist es ja: durch die Arbeit komme ich nie zu Zeiten, an denen ich eine "richtige" Mahlzeit einnehmen kann, sondern immer nur hier ein Sandwich, da ein Schokoriegel, ...
Ich pass schon auf, dass ich nicht allzu wenig Kalorien zu mir nehme, aber wenn ich am Abend daheim wieder darüber nachdenke, fällt mir auf, dass es wahrscheinlich zu wenig ist und dann bekomme ich durch das schlechte Gewissen diesen Fress-flash. Ich hab zu dem Zeitpunkt aber überhaupt keinen Hunger, im Gegenteil. 

Dieses Hungersignal hab ich leider verloren,...

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27. Januar 2018 um 12:05
In Antwort auf schneelibelle

Das ist es ja: durch die Arbeit komme ich nie zu Zeiten, an denen ich eine "richtige" Mahlzeit einnehmen kann, sondern immer nur hier ein Sandwich, da ein Schokoriegel, ...
Ich pass schon auf, dass ich nicht allzu wenig Kalorien zu mir nehme, aber wenn ich am Abend daheim wieder darüber nachdenke, fällt mir auf, dass es wahrscheinlich zu wenig ist und dann bekomme ich durch das schlechte Gewissen diesen Fress-flash. Ich hab zu dem Zeitpunkt aber überhaupt keinen Hunger, im Gegenteil. 

Dieses Hungersignal hab ich leider verloren,...

Es klingt als müsstest Du mehr Struktur in deine Mahlzeiten bringen. Auch an Arbeitstagen. Das wäre doch was für eine Ernährungsberatung oder für die Therapie? Wenn es für Dich wichtig ist, richtige Mahlzeiten zu essen, musst du Dir auch im Arbeitsalltag die Zeit nehmen. Es geht hier schließlich um Dich und Deine Gesundheit! Alles Gute Dir

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29. Januar 2018 um 7:44
In Antwort auf knalltuete1994

Es klingt als müsstest Du mehr Struktur in deine Mahlzeiten bringen. Auch an Arbeitstagen. Das wäre doch was für eine Ernährungsberatung oder für die Therapie? Wenn es für Dich wichtig ist, richtige Mahlzeiten zu essen, musst du Dir auch im Arbeitsalltag die Zeit nehmen. Es geht hier schließlich um Dich und Deine Gesundheit! Alles Gute Dir

Sehe ich genauso. 

Du schreibst selber,  du kannst hier mal ein Sandwich essen und da mal einen Riegel. Wenn du die Zeit hast, hast du auch die Zeit, was ordentliches zu essen. Das geht auch gut über shakes, wenn man nicht die Zeit hat, das Essen irgendwo warm zu machen.

Schau dass du dir am Vorabend alles vorbereitest und mitnimmst. Nimm statt Sandwiches Vollkornbrote und pack da einen Hinterschinken o.ä, drauf und ein paar Scheiben Gurken oder Tomaten dazu. Evtl. noch Frischkäse als unterlage und schon hast du eine gesunde Mahlzeit mit allem was man braucht.

Shakes kann man genauso machen. Ob das nun ein Smoothi ist, oder ein Shake mit Haferflocken und Milch mit Beeren und Nüssen. Da kann man gut variieren, ohne dass es einem zu Hals raus hängt.

Mittagspause wirst du mit Sicherheit auch  haben. Vorkochen, mitnehmen und aufwäremn oder auch kalt esse, je nach Geschmack.

Wenn du was ändern willst, musst du was tun und so schwer ist das alles nicht.

Grüße

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