Forum / Fit & Gesund / Essstörungen - Anorexie, Magersucht, Bulimie…

Fressanfälle und Hungertage

24. Oktober 2012 um 17:37 Letzte Antwort: 3. Juni 2015 um 17:15

Ich bin neu hier im forum und möchte euch gerne mal meine Geschichte erzählen,da ich sie alleine nicht mehr mit mir herumschleppen möchte.Ich schlage mich mittlerweile seit 6 Jahren mit einer Essstörung herum.Damals war es die reine Form der Anorexia nervosa,gepaart mit einem starken Sportzwang.Ich war damals in einer Klinik und in jahrelanger ambulanter betreuung,doch lernte nie ein normales Essverhalten und Körpergefühl.
Ich konnte nur zu viel oder zu wenig essen.Die richtigen Mengen aß ich kaum.
Nach der Klinik damals ging es auf und ab mit meinem Gewicht,hatte damals auch Hunger und Fresstage.Entweder alles oder nichts.Doch irgendwann fing ich nur noch an zu fressen und fraß mich sogar vom Untergewicht ins leichte Übergewicht,was mich echt fertig machte,ich es aber nicht ändern konnte.Letztendlich konnte ich mein Gewicht im leichten Übergewicht jedoch halten,bis vor einem Jahr.Da nahm ich zunächst bedingt,durch meine äußere situation wieder 22 Kilo ab.Und war somit im untern bis mittleren bereich des normalgewichtes.Fühlte mich aber dauernd geschwächt,mir war schwindelig,ich war müde,hatte haarausfall und ich fror immer und überall.Hatte leider wieder einen starken Sportzwang,sodass ich meinen Alltag kaum noch auf die Reihe bekam.
Zwischendurch habe ich mal ca einen Monat wieder fressanfälle und hungertage gehabt,konnte diese aber überwinden und zu einer einigermaßen regelmäßigen und ansatzweise ausreichenden,auf gesunde lebensmittel beschränkten ernährung zu kommen.
Das hielt ich ca 3 monate lang durch.Doch jetzt quälen mich wieder die fressanfälle,die mittlerweile wieder zu ganzen fresstagen geworden sind.Es fing vor ungefähr einem Monat wieder an.Als ich auf dem Geburtstag meines Freundes eingeladen war.Der Tag fing normal an.Ich aß normal und ging zum Sport,hatte alles eingeplant,doch der zeitliche druck und mein Sportzwang passten nicht zusammen.Also habe ich ein kleines bisschen weniger Sport gemacht,als sonst.
Auf der Geburtstagsfeier habe ich dann Kuchen gegessen,wie geplant,und musste mir noch zwei dumme Sprüche von der Mutter anhören,die aufs essen bezogen waren.Und auf einmal wurde ich richtig hibbelig und nervös und wollte nur noch FRESSEN.Nach den zwei Stücken kuchen und dem eher kleinen Teller abendessen wollte ich direkt nach hause und stopfte alles,was ich noch finden konnte in mich rein.
Seitdem kamen die fressanfälle jede woche und wurden zu fresstagen,die ich plane und dazwischen hungertage einschiebe um eine Gewichtszunahme,wie nur eben möglich zu vermeiden.
Ich kann so viel fressen,dass es mir kein normaler mensch glauben würde,ich selbst kann es ja kaum glauben,kann nicht mal die kalorienzahl abschätzen und die wäre mir an solchen tagen auch egal,ich esse,bis mir schlecht ist,ich herzrasen habe und kaum noch atmen,geschweige denn mich bewegen kann.
An anderen Tagen,esse ich dann nur ein Brötchen und einen Apfel,davon wird mir mittlerweile auch schlecht,aber ich kann nicht anders,da ich ja versuche mein Gewicht irgendwie zu regulieren.Mittlerweile ist aber alles außer Kontrolle geraten,ich weiß nicht,wie ich es damals geschafft habe,aus den fressanfällen herauszukommen und mein Gewicht zu halten.
Nach jedem Fresstag habe ich mir geschworen,dass das nie wieder passieren wird,aber nach den darauf folgenden Hungertage habe ich wieder so eine Fresslust,dass ich durch nichts aufzuhalten bin und wieder alles in mich hereinstopfe,obwohl ich eigentlich wieder mit einer normalen,gesunden ernährung anfangen wollte.
Natürlich habe ich auch angst,vor feiern,geburtstagen und der weihnachtszeit,da die meine fas natürlich begünstigen.Denn wie gesagt,wenn ich am Tag eine ungesunde Sache esse,die nicht auf meiner gesunden essliste ist,oder ich mal ausgibiger frühstücke,als sonst,ist mein tag gelaufen und ich fresse nur noch,weil ich mir denke,jetzt ists ja eh egal und morgen musst du so oder so einen hungertag machen,also kannst du jetzt auch reinhauen.Ich habe auch versucht sie weniger werden zu lassen,die fresstage,aber auch das klappt nur mäßig.Mittlerweile kommen sie alle zwei-drei Tage und ich habe eine furchtbare angst vor einer konstanten Gewichtszunahme.Ich weiß nicht,was ich machen kann.Habe einen bmi von 20-23 und weiß nicht mal,was davon fett muskeln oder wassereinlagerungen sind.Mein bmi früher,als ich mich noch normal ernährte betrug auch 23,aber mittlerweile bin ich damit nicht mehr zufrieden.(anscheinend auch damals nicht!).Ich würde mich einfach freuen,hier leute zu treffen,mit denen ich mich austauschen kann,dass ich mich nicht mehr so alleine fühle,denn in meinem Umfeld versteht mich keiner wirklich,obwohl viele sich bemühen.Aber auch über insider Tipps wäre ich dankbar.

Liebe Grüße,eure EisblumexXx

Mehr lesen

24. Oktober 2012 um 21:42

Hey Eisblume
Willkommen im Forum - hier gibts noch andere so wie dich, du bist nicht alleine! Ich kann vieles von dem nachvollziehen, was du schreibst. Der grosse Bewegungsdrang, und der "jetzt ist es auch egal" Gedanke. Und der Punkt mit der genauen Planung und Organisation, damits auch noch zum Sport reicht. Und das heehen und fressen nach einer Party... Dieser Fressdruck, der einen manchmal überkommt, ist schrecklich
Ich kann dir nur raten, nicht zu hungern. Wenn du dir deinen Beitrag mal durchliest, musst du selber ja auch zu dem Schluss kommen, dass es durch die Hungertage automatisch wieder zu einem Fresstag kommt. Versuche, nach einem Fresstag dir wirklich fest vorzunehmen, das nicht mehr zu machen. Und für die nächsten Tage beginnst du langsam wieder zu essen - ich weiss nicht, vielleicht könntest du am nächsten Morgen noch nichts essen. Dann trink wenigstens viel Tee und warte, bis sich der nächste Hunger meldet. Und dann isst du etwas gesundes, Obst mit Natur-Jogurt oder so. Iss den ganzen Tag vier bis fünf Mahlzeiten aus Gemüse, Suppe, Jogurt, Obst etc, alles leichte kleine Dinge, mit denen du dich gut fühlst. Und dann versuch, die nächsten Tage zu steigern, bis du auf einem normalen Energieaufnahme-Wert bist. Machst du auch an Hungertagen Sport? Wenn ja, macht das dein Energiedefizit nur noch grösser...
Die Fresstage sind die wahrscheinlich schon zur Gewohnheit geworden. Versuche, diese Gewohnheit zu durchbrechen und neue, bessere Gewohnheiten zu erlernen, wie zum Beispiel regelmässig, gesund und ausgewogen zu essen. Falls du noch abnehmen willst, halte das Energiedefizit nicht zu gross, und iss nie unter deinem Grundumsatz.
Das Fressen wird nicht ganz verschwinden, aber die FAs können kleiner werden und weniger häufig. Und versuche, während dem Essen auch ganz viel Wasser oder lauwarmen Tee zu trinken. Das geht auch, wenn man gerade im "Fress-Flash" ist (auch nur eine Frage der Gewohnheit) und es hilft, nicht ganz so viel in sich reinzustopfen, weil der Punkt, wos einfach nicht mehr geht, früher kommt. Man fühlt sich danach nicht weniger voll oder schlecht, aber das blöde Gefühl geht schneller wieder weg, und es tut bald weniger weh.
Versuch es! Durchbrich deinen Teufelskreis! Ich bin gerade selber auch dabei, meinen zu durchbrechen (Der Beitrag "3kg angefressen" handelt davon). Wir können das schaffen! Ich will keine Angst mehr vor Weihnachten und Geburtstagen haben!
(Apropos: am Freitag wird mein Vater 50 - oooje )

1 LikesGefällt mir
25. Oktober 2012 um 20:33
In Antwort auf ioanna_12090264

Hey Eisblume
Willkommen im Forum - hier gibts noch andere so wie dich, du bist nicht alleine! Ich kann vieles von dem nachvollziehen, was du schreibst. Der grosse Bewegungsdrang, und der "jetzt ist es auch egal" Gedanke. Und der Punkt mit der genauen Planung und Organisation, damits auch noch zum Sport reicht. Und das heehen und fressen nach einer Party... Dieser Fressdruck, der einen manchmal überkommt, ist schrecklich
Ich kann dir nur raten, nicht zu hungern. Wenn du dir deinen Beitrag mal durchliest, musst du selber ja auch zu dem Schluss kommen, dass es durch die Hungertage automatisch wieder zu einem Fresstag kommt. Versuche, nach einem Fresstag dir wirklich fest vorzunehmen, das nicht mehr zu machen. Und für die nächsten Tage beginnst du langsam wieder zu essen - ich weiss nicht, vielleicht könntest du am nächsten Morgen noch nichts essen. Dann trink wenigstens viel Tee und warte, bis sich der nächste Hunger meldet. Und dann isst du etwas gesundes, Obst mit Natur-Jogurt oder so. Iss den ganzen Tag vier bis fünf Mahlzeiten aus Gemüse, Suppe, Jogurt, Obst etc, alles leichte kleine Dinge, mit denen du dich gut fühlst. Und dann versuch, die nächsten Tage zu steigern, bis du auf einem normalen Energieaufnahme-Wert bist. Machst du auch an Hungertagen Sport? Wenn ja, macht das dein Energiedefizit nur noch grösser...
Die Fresstage sind die wahrscheinlich schon zur Gewohnheit geworden. Versuche, diese Gewohnheit zu durchbrechen und neue, bessere Gewohnheiten zu erlernen, wie zum Beispiel regelmässig, gesund und ausgewogen zu essen. Falls du noch abnehmen willst, halte das Energiedefizit nicht zu gross, und iss nie unter deinem Grundumsatz.
Das Fressen wird nicht ganz verschwinden, aber die FAs können kleiner werden und weniger häufig. Und versuche, während dem Essen auch ganz viel Wasser oder lauwarmen Tee zu trinken. Das geht auch, wenn man gerade im "Fress-Flash" ist (auch nur eine Frage der Gewohnheit) und es hilft, nicht ganz so viel in sich reinzustopfen, weil der Punkt, wos einfach nicht mehr geht, früher kommt. Man fühlt sich danach nicht weniger voll oder schlecht, aber das blöde Gefühl geht schneller wieder weg, und es tut bald weniger weh.
Versuch es! Durchbrich deinen Teufelskreis! Ich bin gerade selber auch dabei, meinen zu durchbrechen (Der Beitrag "3kg angefressen" handelt davon). Wir können das schaffen! Ich will keine Angst mehr vor Weihnachten und Geburtstagen haben!
(Apropos: am Freitag wird mein Vater 50 - oooje )

Hey
Danke für deine liebe und aufbauende antwort.Es freut mich sehr,dass ich hier so herzlich aufgenommen werde und auf leute treffe,die ähnliche probleme haben wie ich,und mich somit besser verstehen können.
Gemeinsam fühlt man sich auch irgendwie stärker und von außen kriegt man zwar häufig nett gemeinte tipps,die man aber nicht umsetzen kann,da die meisten leute ja die krankheit ansich nicht verstehen (können).

Ich mache das auch mittlerweile so : Also,was gut bei mir ist,dass ich nicht erbreche und keine abführmittel nehme.Und nach einem fresstag mache ich meistens drei hungertage. die sind aber so aufgeteilt,dass ich direkt nach dem fresstag nur ganz wenig esse,aber keinen Sport mache,dann kommt wieder ein esstag,an dem ich auch relativ wenig esse und sehr gesund und an dem ich Sport mache und dann wieder einer an dem ich ganz wenig esse usw.

Ich weiß,das ist nicht das Wahre.Aber ich fühle mich so wiederlich und aufgebläht meistens,nach einem fresstag,dass ich mir nicht vorstellen könnte direkt danach normal weiter zu essen.Da kommt halt auch noch die angst dazu,dass ich mit dem fressen nicht mehr aufhören kann und immer weiter zunehme.

Ich habe jetzt die nächsten zwei wochen durchgeplant. Mit hunger und fresstagen.Irgendwie brauche ich beides.Und an fresstagen hilft es mir auch irgendwie nicht,etwas zu trinken,weil ich so viel essen fressen will,wie in mich rein geht.Mir endlich mal was gönnen,um mich danach wieder dafür zu hassen.Aber ich versuche es mal.Schlafen hilft mir auch meistens an fresstagen,dann kann meine verdauung in ruhe arbeiten und die tage vergehen schneller.

Ab Anfang november will ich dann endlich normal anfangen zu essen.Weiß nicht,ob ich das hinkriege,aber hoffe es einfach nur.Will das zusammen mit meiner mutter versuchen.Vielleicht klär ich mit ihr ab,dass sie mich davon abhält nach den Hungertagen Süßes zu kaufen und ich somit wieder normal essen kann.Was haltet ihr davon?

Weiß nicht mal,ob ich das hinkriege.Aber habe extreme angst wieder unfruchtbar zu werden.Mein größter Wunsch ist es kinder zu kriegen und hatte damals in meiner Zeit der Anorexie die Periode ein dreiviertel Jahr lang nicht.Habe mich da genug geschädigt.Das ganze geht jetzt auch wieder ein Jahr.Der Unterschied ist nur,dass ich im Normalgewicht bin und ab und zu Fressanfälle habe und zwischendurch essphasen hatte,wo ich zwar zu wenig,jedoch nicht viel zu wenig zu mir genommen habe und somit mein gewicht halten konnte.
Ich weiß,dass es aufhören MUSS! Ich will das hinkriegen für meinen größten wunsch.Kriege im moment die periode noch wegen der pille.Weiß nicht,ob ich sie so noch hätte.

Wie sieht es bei euch aus?
Habt ihr auch einen großen Wunsch,oder ein Ziel,das euch hilft zu kämpfen?

Und ninja? Wie lange geht das bei dir schon?Und versuchst du es auch mit der selben methode,zu der du mir geraten hast und hattest du schon erfolg?

War gestern das erste mal,seit langem bei einer Psychologin,die das wort atypische magersucht vor sich hinmurmelte.Ich war etwas verwirrt,weil ich eher dachte,dass ich eine non-puring bulimie hätte.Also fressen mit hungertagen,aber ohne erbrechen und abführmittel.

Könnt ihr eure krankheitsbilder genau benennen?
Oder meint ihr,das ist gar nicht wichtig?

Würde mich über weitere Antworten freuen,

Liebe Grüße,eure EisblumexXx

Gefällt mir
25. Oktober 2012 um 20:48

...
das habe ich auch, aber bei mir ist es eine ausgeprägte anorexie und ich habe lediglich einen BMI von 15... Ich habe immer zwischendurch fas... und dann hasse ich mich dafür.

Ich denke mir dann auch immer, "jetzt ist eh egal" und fang an zu fressen. Ich weiss dann auch nicht was ich machen soll. Ich finde es total unnötig Abführmittel zu nehmen, was soll das bringen ? Auch erbrechen kann ich nicht, obwohl ich das am liebsten würde.

Ich will mich dann einfach nur noch verkriechen und schäme mich sehr das ich so undiszipliniert war ... ist das bei dir auch so ? gehts dir dann schlecht ?

Was kann man da machen ? ich weiss es auch nicht

1 LikesGefällt mir
26. Oktober 2012 um 19:20
In Antwort auf aybuke_12831009

...
das habe ich auch, aber bei mir ist es eine ausgeprägte anorexie und ich habe lediglich einen BMI von 15... Ich habe immer zwischendurch fas... und dann hasse ich mich dafür.

Ich denke mir dann auch immer, "jetzt ist eh egal" und fang an zu fressen. Ich weiss dann auch nicht was ich machen soll. Ich finde es total unnötig Abführmittel zu nehmen, was soll das bringen ? Auch erbrechen kann ich nicht, obwohl ich das am liebsten würde.

Ich will mich dann einfach nur noch verkriechen und schäme mich sehr das ich so undiszipliniert war ... ist das bei dir auch so ? gehts dir dann schlecht ?

Was kann man da machen ? ich weiss es auch nicht

Heii..
...genau so is es beimi auch.... das ist einfach so ein scheiß teufelskreis....-,-

Gefällt mir
28. Oktober 2012 um 12:50

Oh
man,ich habe voll Angst langsam,um meine Gesundheit.Gestern war ich so schwach und zitterig,dass ich kaum noch laufen konnte,und mir war kotzübel,und das alles,obwohl ich im Normalgewicht bin.

Hatte Freitag einen nicht ganzso schlimmen fresstag,wie sonst und gestern wieder einen Hungertag.Da war mir den ganzen tag so schwindelig und übel und ich habe trotzdem kaum was gegegessen,obwohl ich vor schmerzen kaum noch wusste,wohin und eigentlich nur im Bett liegen konnte und selbst der Kinobesuch abends,war für mich körperlich kaum zu verkraften.
Dementsprechend habe ich dann natürlich auch wieder abegenommen und heute ist wieder ein Fresstag.Mittlerweile versuche ich aber mit dem fressen aufzuhören,bevor mir schlecht ist und mit genuss zu essen und auch in der gesellschaft anderer.Vor allem,damit ich nicht so viele hungertage mehr machen muss.Mir graut es vor morgen,habe Schule und habe furchtbare Angst,dass mir wieder so übel wird,wie gestern,wo nicht einmal Kamillentee mehr etwas geholfen hat.Mein bauch war auch aufgebläht und hart.
Es muss einfach aufhören.Habe mir jetzt vorgenommen ab übernächster woche einen Essplan zu erstellen,den meine Mutter auch mitbeobachtet und guckt,ob ich mich daran halte.Damit versuche ich wieder regelmäßig und gesund zu essen.Außerdem habe ich mit meinen Eltern ausgemacht,dass die Süßigkeiten im Haus hier ab Anfang november dann erst mal für mich unzugänglich gemacht werden und sie haben mir auch versprochen,nicht demonstrativ ein Stück Schokosahnetorte oder Nussnugatcrossaints vor meinen Augen zu essen.
Ich hoffe,dass hilft,erst mal von meinem Fressdrang wegzukommen.
Da das mit der Verminderung der FAs ja leider nicht geklappt hat,versuche ich jetzt zumindest die aufgenommene Kalorienmenge zu reduzieren und zum beispiel etwas mehr gesundes zu essen.
Was haltet ihr von meinem Plan?
(er beginnt übriegens erst ab November,weil ich ein festes einstiegsdatum brauche und ich Donnerstag nochmal mit meinen eltern und freund essen gehe(also noch ein ausnahmetag))
Hatte jetzt übrigens die letzte Woche 3 Fressanfälle,einschließlich heute,3 Hungertage und nur einen "Normalesstag " =(

Lg,eure EisblumexXx

Gefällt mir
9. November 2012 um 17:11

Mir gehts auch so...
Hallo Eisblume,

ich bin auch ganz neu hier und hab zufällig deinen Beitrag gelesen.
Ich würde mich durchaus als Leidensgenossin bezeichnen...

Wie alt bist du denn?
Ich bin 32, verheiratet und habe zwei Mädchen 6 und 8 Jahre.
Seid ich denken kann hab ich probleme mit meinem Gewicht. schon in der Grundschule war ich zu pummelig...
Mit beginn der Pubertät wollte ich dann natürlich abnehmen, was ich auch getan habe bis ich normalgewichtig war.
Dann kam ein Jahr im Mädchenwohnheim wo ich alles wieder zugenommen habe.
Danach habe ich wieder so 22 Kilo abgenommen und dann endlich mal mein Gewicht über den Zeitraum von ca. 4 Jahren gehalten. Als ich dann aber Schwanger wurde hab ich wirklich nur gefressen und nach der Schwangerschaft gute 20 Kilo mehr gehabt. ich war so fertig, dass ich es nicht geschafft habe mein Problem wieder richtig anzupacken...als ich dann ungeplant nochmal Schwanger wurde habe ich letztendlich am Ende als die kleine da war ca. 30 Kilo mehr gewogen als vor der ersten Schwangerschaft!!! Ich war totunglücklich!!! Damals habe ich die Kurve bekommen und alles wieder abgenommen. Sogar mehr als ich vor meinen Kindern gewogen habe!
Meine Haut an Bauch und Busen fand dieses ganze auf und ab natürlich nicht so toll. Schließlich habe ich mir beides letztes Jahr straffen lassen.
Eigentlich müsste ich glücklich sein- bin ich aber nicht!!
Ich wiege zur Zeit weniger als je zuvor- und fühle mich irgendwie aber auch dicker!!!
Ich will unbedingt noch abnehmen! Mir geht es allerdings wie Dir ich habe Tage an denen ich Hungere und eas fast nicht mehr aushalte, dann hab ich Tage an denen ich nur Fresse und mich furchtbar fühle.
Ich schaffe es nicht mich da rauszuholen
Ich würde mir wünschen normal mit Essen umgehen zu können und vor allem nicht meine ganzen Gedanken und Handlungen immer nur auf dieses blöde Gewicht und das Essen zu fokusieren!
Es gibt Tage da fühle ich mich klar und denke ich schaffe das und dann gibt es wieder Tage an denen ich wie Fremdgesteuert handle.
Ich weiss ncht wie weit wir uns gegenseitig helfen können, aber ich denke einfach sich mit jemandem der "genauso bekloppt ist" einfach auszutauschen kann schon wenigstens das Gefühl nehmen, dass man alleine ist

Liebe Grüsse

Dizzy

1 LikesGefällt mir
9. November 2012 um 18:33

Hallo,ich kenne das zu gut...
Der Verlauf von jahrelanger Anorexie bis hin zu Fressanfällen ist mir auch sehr bekannt. Du sprichst mir aus der Seele. ich habe jetzt seit einigen Tagen keinen rictigen Fressanfall gehabt. Versuche aber sehr kontrolliert zu essen, da ich mein Gewicht halten bzw. etwas abnehmen will. Das ist der reinste Teufelskreis, wie ihr schon sagt...Ich möchte unbedingt nicht mehr nur ans essen denken.Aber ich schaffe es nicht damit aufzuhören. Ich wiege mich sehr sehr oft, morgens und abends mehrmals. Gestern habe ich es den ganzen Tag geschafft. Dann hatte ich etwas lust auf SÜßes und schon war es vorbei, aber zumindest war es nicht allzu viel. Heute hat es wieder gut geklappt, hoffe auch das bleibt auch so.

wünsch mir Glück!!!
alles gute auch für deine Vorsätze.

Gefällt mir
17. November 2012 um 23:13
In Antwort auf an0N_1213957299z

Hey
Danke für deine liebe und aufbauende antwort.Es freut mich sehr,dass ich hier so herzlich aufgenommen werde und auf leute treffe,die ähnliche probleme haben wie ich,und mich somit besser verstehen können.
Gemeinsam fühlt man sich auch irgendwie stärker und von außen kriegt man zwar häufig nett gemeinte tipps,die man aber nicht umsetzen kann,da die meisten leute ja die krankheit ansich nicht verstehen (können).

Ich mache das auch mittlerweile so : Also,was gut bei mir ist,dass ich nicht erbreche und keine abführmittel nehme.Und nach einem fresstag mache ich meistens drei hungertage. die sind aber so aufgeteilt,dass ich direkt nach dem fresstag nur ganz wenig esse,aber keinen Sport mache,dann kommt wieder ein esstag,an dem ich auch relativ wenig esse und sehr gesund und an dem ich Sport mache und dann wieder einer an dem ich ganz wenig esse usw.

Ich weiß,das ist nicht das Wahre.Aber ich fühle mich so wiederlich und aufgebläht meistens,nach einem fresstag,dass ich mir nicht vorstellen könnte direkt danach normal weiter zu essen.Da kommt halt auch noch die angst dazu,dass ich mit dem fressen nicht mehr aufhören kann und immer weiter zunehme.

Ich habe jetzt die nächsten zwei wochen durchgeplant. Mit hunger und fresstagen.Irgendwie brauche ich beides.Und an fresstagen hilft es mir auch irgendwie nicht,etwas zu trinken,weil ich so viel essen fressen will,wie in mich rein geht.Mir endlich mal was gönnen,um mich danach wieder dafür zu hassen.Aber ich versuche es mal.Schlafen hilft mir auch meistens an fresstagen,dann kann meine verdauung in ruhe arbeiten und die tage vergehen schneller.

Ab Anfang november will ich dann endlich normal anfangen zu essen.Weiß nicht,ob ich das hinkriege,aber hoffe es einfach nur.Will das zusammen mit meiner mutter versuchen.Vielleicht klär ich mit ihr ab,dass sie mich davon abhält nach den Hungertagen Süßes zu kaufen und ich somit wieder normal essen kann.Was haltet ihr davon?

Weiß nicht mal,ob ich das hinkriege.Aber habe extreme angst wieder unfruchtbar zu werden.Mein größter Wunsch ist es kinder zu kriegen und hatte damals in meiner Zeit der Anorexie die Periode ein dreiviertel Jahr lang nicht.Habe mich da genug geschädigt.Das ganze geht jetzt auch wieder ein Jahr.Der Unterschied ist nur,dass ich im Normalgewicht bin und ab und zu Fressanfälle habe und zwischendurch essphasen hatte,wo ich zwar zu wenig,jedoch nicht viel zu wenig zu mir genommen habe und somit mein gewicht halten konnte.
Ich weiß,dass es aufhören MUSS! Ich will das hinkriegen für meinen größten wunsch.Kriege im moment die periode noch wegen der pille.Weiß nicht,ob ich sie so noch hätte.

Wie sieht es bei euch aus?
Habt ihr auch einen großen Wunsch,oder ein Ziel,das euch hilft zu kämpfen?

Und ninja? Wie lange geht das bei dir schon?Und versuchst du es auch mit der selben methode,zu der du mir geraten hast und hattest du schon erfolg?

War gestern das erste mal,seit langem bei einer Psychologin,die das wort atypische magersucht vor sich hinmurmelte.Ich war etwas verwirrt,weil ich eher dachte,dass ich eine non-puring bulimie hätte.Also fressen mit hungertagen,aber ohne erbrechen und abführmittel.

Könnt ihr eure krankheitsbilder genau benennen?
Oder meint ihr,das ist gar nicht wichtig?

Würde mich über weitere Antworten freuen,

Liebe Grüße,eure EisblumexXx

Heute
war leider wieder einmal ein furchtbarer tag !
Habe nur gefressen! Mir geht es wieder einmal richtig mies.
Obwohl der Fresstag eigentlich "geplant"war überrumpelt es mich doch immer wieder,wie viel ich essen kann.
Hatte in der Woche drei Hungertage gemacht.Der letzte davon war Freitag.
Ich war wirklich fix und fertig.Mein Freund und ich waren mit Freunden unterwegs und wir mussten viel eher gehen,weil ich so kaputt war und sind erst später gekommen,weil ich so lange geschlafen habe,da ich total kaputt bin körperlich und psychisch und die letzten Nächte deswegen auch kaum geschlafen habe.
Heute war ich dann um 6 uhr morgens wach und konnte nicht mehr einschlafen,weil es mir echt mies ging.(körperlich)
Also bin ich hoch und habe morgens schon vor dem Frühstück schokolade gegessen.Dann habe ich mich wieder hingelegt,konnte nur bis 9 schlafen.Hatte wieder riesen "Hunger".Habe dann noch gefrühstückt,natürlich wieder viel zu viel.Dann waren wir auf dem Weihnachtsmarkt,da habe ich holländische Pfannkuchen mit Schokoladensoße gegessen.
Danach zu Hause weitergefessen.
Letztenendes waren wir heute abend noch in einem restaurant essen.Mit all you can eat buffett,wo ich kräftig zugeschlagen habe,bis mir schlecht wurde.Aber wirklich,ich dachte,es kommt mir gleich wieder hoch.
Habe in letzter Zeit immer mehr anflüge von depressionen,das macht mir auch langsam sorgen und diese müdigkeit und kraftlosigkeit.
Das kennt ihr bestimmt gut.
Habe wieder einmal angst,die hungertage nicht zu überstehen,dass mir übel ist,dass ich essen MUSS,oder,dass ich wieder einen ungewollten Fressanfall kriege.
Habe mir für nächste woche erst einmal keinen fresstag vorgenommen,obwohl ich zu einem geburtstag eingeladen bin.
Ich komme mir echt einsam vor,in letzter zeit.Wäre heute eigentlich zu einem konzert eingeladen gewesen,mit freunden.Aber was mache ich lieber.Mich zurückziehen und fressen.Das kann doch nicht weitergehen.Ich bin doch noch jung!
Wollte mich einfach nur einmal wieder ausheulen,weil hier kann ich ehrlicher sein,als zu jedem aus meinem umfeld.

Danke fürs zuhören bzw mitlesen!

LG,EisblumexXx

Gefällt mir
18. November 2012 um 10:48
In Antwort auf an0N_1213957299z

Heute
war leider wieder einmal ein furchtbarer tag !
Habe nur gefressen! Mir geht es wieder einmal richtig mies.
Obwohl der Fresstag eigentlich "geplant"war überrumpelt es mich doch immer wieder,wie viel ich essen kann.
Hatte in der Woche drei Hungertage gemacht.Der letzte davon war Freitag.
Ich war wirklich fix und fertig.Mein Freund und ich waren mit Freunden unterwegs und wir mussten viel eher gehen,weil ich so kaputt war und sind erst später gekommen,weil ich so lange geschlafen habe,da ich total kaputt bin körperlich und psychisch und die letzten Nächte deswegen auch kaum geschlafen habe.
Heute war ich dann um 6 uhr morgens wach und konnte nicht mehr einschlafen,weil es mir echt mies ging.(körperlich)
Also bin ich hoch und habe morgens schon vor dem Frühstück schokolade gegessen.Dann habe ich mich wieder hingelegt,konnte nur bis 9 schlafen.Hatte wieder riesen "Hunger".Habe dann noch gefrühstückt,natürlich wieder viel zu viel.Dann waren wir auf dem Weihnachtsmarkt,da habe ich holländische Pfannkuchen mit Schokoladensoße gegessen.
Danach zu Hause weitergefessen.
Letztenendes waren wir heute abend noch in einem restaurant essen.Mit all you can eat buffett,wo ich kräftig zugeschlagen habe,bis mir schlecht wurde.Aber wirklich,ich dachte,es kommt mir gleich wieder hoch.
Habe in letzter Zeit immer mehr anflüge von depressionen,das macht mir auch langsam sorgen und diese müdigkeit und kraftlosigkeit.
Das kennt ihr bestimmt gut.
Habe wieder einmal angst,die hungertage nicht zu überstehen,dass mir übel ist,dass ich essen MUSS,oder,dass ich wieder einen ungewollten Fressanfall kriege.
Habe mir für nächste woche erst einmal keinen fresstag vorgenommen,obwohl ich zu einem geburtstag eingeladen bin.
Ich komme mir echt einsam vor,in letzter zeit.Wäre heute eigentlich zu einem konzert eingeladen gewesen,mit freunden.Aber was mache ich lieber.Mich zurückziehen und fressen.Das kann doch nicht weitergehen.Ich bin doch noch jung!
Wollte mich einfach nur einmal wieder ausheulen,weil hier kann ich ehrlicher sein,als zu jedem aus meinem umfeld.

Danke fürs zuhören bzw mitlesen!

LG,EisblumexXx

Danke
Danke für deinen Mut über dich zu schreiben. Beim lesen fühlte ich mich, als hättest du mich beobachtet und es hier "veröffentlicht" Ich will die ganze Zeit verstehen warum es so ist, aber die leichteste Antwort schiebt man wohl in die Ferne: es darf nicht mehr sein wie früher, aber Nahrung macht mich SO nervös, dass ich die Kontrolle nie halten kann. Zur Zeit arbeite ich an der Ursache: mir ist aufgefallen, dass ich zu diesen Attacken neige, wenn ich Angst habe vor etwas zu versagen, oder aus einer Situation heraus möchte. (Freundin will in die Disco, ich fühle mich körperlich gerade unwohl und bin äusserst unzufrieden mit mir. Also will ich nicht! Wobei ich eigentlich doch will, auch wenn es schwer zu verstehen ist) Dann setze ich mich so zu sagen selbst ausser gefecht... so vollgefressen kann ich nicht funktionieren. Ich habe mich dann also krank gefressen! (statt einfach zu lügen und es zu behaubten... ziemlich blöde dass ganze) Nicht essen? Das wäre ja der eigentliche Wunsch, doch dann geht es mir auch nicht gut und ich weiss dass ich auch dann schmerzen habe. Also packt mich die Panik.... und go! Am nächsten Tag: nichts essen und mindestens 2 stunden sport. klar... dann hunger... reduziertes essen mit sport... fühl mich super. Bis zur nächsten Situation in der mein Körper auf dass nicht essen reagiert und ich das auch nicht möchte. Dann versuche ich normal zu essen: normal ist vieeel zu viel. Ich gerate wieder in Panik und stopfe eigentlich nur noch Ich denke, mit der Menge wäre dann ein kleines ausgehungertes Dorf gerettet gewesen. Ich hoffe dass mein Plan aufgeht: erkennen warum ich nervös werden. Und mich der Herausforderung stellen. Ich möchte nicht raus weil ich mich unwohl fühle? Freundin anrufen und sagen dass es mir nicht gut geht und ich nicht feiern möchte. Zur Familie fahren um nicht alleine zu sein und durch die Ablenkung dass essen "vergessen" Nach einem Fresstag am nächsten Tag nicht fasten, sondern versuchen weiterzumachen. So bekomme ich zumindest einige wenige tage am stück hin seid 2 wochen. Und wer weiss, vielleicht werden es bald wenige wochen am stück, bis hin zu monaten........

Gefällt mir
22. November 2012 um 11:43

Neu...
...hier.

Hallo ihr Lieben!

Ich lese schon recht lange immer wieder mal in diesem Forum, wenn es mich mal wieder packt und ich irgendwelchen Input zum Thema ES brauche - sei es Motivation zum aufhören oder einfach nur das Wissen, dass ich nicht alleine bin. Denn so komme ich mir vor - alleine.

Kurz zu mir:
Ich bin 27 und habe bis vor zwei Jahren noch runde 100 kg gewogen. Auf recht gesunde Weise habe ich mit WW in etwas mehr als einem halben Jahr 30 kg verloren. Das hat mir nicht gereicht. Also, habe ich andere Wege gesucht, noch mehr zu verlieren und bin schließlich beim Kalorienzählen gelandet. Das wurde irgendwann so exzessiv, dass ich Buch geführt habe -im Voraus- über die geplanten Mengen, das geplante Essen und so weiter. Jeder Apfel, jede Möhre, einfach alles, wurde gewogen. Bloß kein Gramm zu viel! Es musste immer exakt zu selben Zeit gegessen werden, was sich natürlich enorm auf das soziale Leben auswirkt. Spontanität? Was ist das? Ich habe Stunden über Stunden in der Küche zugebracht, gekocht, gebacken und mich noch viel mehr Stunden mit möglichst kalorienarmen Rezepten beschäftigt und mit "Ernährungstheorien". Das ging ein Jahr lang.

Vor einem Monat habe ich aus Trotz beschlossen, dass das aufhören muss. Ich hätte beinahe meine Arbeit verloren, meine Beziehung ist zerbrochen und mein Verhältnis zu meiner Familie wurde auch immer schlimmer, weil ich dauer - aggressiv war. Seit einem Monat wiege ich nur noch "hoch kalorische" Sachen. Obst und Gemüse esse ich nach Lust und Laune. Dabei zähle ich jedoch wieder WW PPs. Es ging mir gut damit. Sehr gut. Ich bin so viel freier geworden.

Was passierte aber vorgestern?
Ich war alleine im Büro, mein Arbeitskollege hatte ich aufgrund seines 50. Geburtstages eine halbe Supermarktausstattung an Süßkram mitten im Raum drappiert, wo ich das Zeug täglich 9 Stunden lang vor der Nase hatte. Zeug, das ich mir ein Jahr lang strikt verboten habe. Was geschieht, wenn man unbeobachtet mit SO etwas alleine ist früher oder später? Richtig. Ich fraß...und fraß...bis ich nicht mehr konnte. Ich verbuchte es als Ausfall, war sogar froh, am nächsten Morgen erstaunliche 900 g weniger auf der Waage zu haben (war vermutlich noch nicht alles verstoffwechselt). Es sollte aber nie mehr passieren. Was geschah gestern Abend? Ich hatte mir, wie immer, ein leckeres veganes Abendbrot gekocht (ich bin Vegetarierer mit veganen Tendenzen), sogar leckeren Nachtisch hatte ich. Später bekam ich noch Appetit und griff zu einem Kohlrabi, einer Möhre und einer Gurke. Dann ging ich wieder in die Küche und machte mir eine Schale voll mit Obst. Dann ging ich wieder in die Küche und aß eine zweite Schale Obst. (Ich war längst pappesatt.) Dann ging ich wieder und griff zu Knäckebrot und Maiswaffeln, die ich mit (lustigerweiser kalorienarmer) Marmelade beschmiert. Dann noch mehr Knäcke, noch mehr Marmelade, (light) Schlagsahne, Käse, Mandelnusscreme... zu guter Letzt? Katjes Joghurt Gums, Marzipankartoffeln, Vanillekipferl, Biskotten. Es tat schon weh...mir war nicht nur schlecht, sondern auch schwindelig. Danach bin ich ins Bett, konnte aber nicht schlafen, weil ich schwer Luft bekam.

Fazit: Ich habe Angst, dass ich vom Hungern ins Fressen hin zur Bulimie/ zum Binge - Eating abrutsche. Ich habe wahnsinnge Angst, dass ich wieder solche FAs bekomme. Ich habe Angst, alleine zu sein. Aber ich habe auch niemanden, denn ich habe alle vergrault.

Habt ihr irgendwelche Ratschläge, wie ich das Ruder herum reissen kann, bevor es zu spät ist? Noch habe ich mich nicht erbrochen, trage mich aber (erschreckenderweise) mit dem Gedanken, einen geplanten FA einzulegen und das dann genau zu tun: brechen. Mein Leben darf nicht noch kaputter werden. Ich schäme mich so.

Gefällt mir
24. November 2012 um 16:48
In Antwort auf tessie_12111400

Neu...
...hier.

Hallo ihr Lieben!

Ich lese schon recht lange immer wieder mal in diesem Forum, wenn es mich mal wieder packt und ich irgendwelchen Input zum Thema ES brauche - sei es Motivation zum aufhören oder einfach nur das Wissen, dass ich nicht alleine bin. Denn so komme ich mir vor - alleine.

Kurz zu mir:
Ich bin 27 und habe bis vor zwei Jahren noch runde 100 kg gewogen. Auf recht gesunde Weise habe ich mit WW in etwas mehr als einem halben Jahr 30 kg verloren. Das hat mir nicht gereicht. Also, habe ich andere Wege gesucht, noch mehr zu verlieren und bin schließlich beim Kalorienzählen gelandet. Das wurde irgendwann so exzessiv, dass ich Buch geführt habe -im Voraus- über die geplanten Mengen, das geplante Essen und so weiter. Jeder Apfel, jede Möhre, einfach alles, wurde gewogen. Bloß kein Gramm zu viel! Es musste immer exakt zu selben Zeit gegessen werden, was sich natürlich enorm auf das soziale Leben auswirkt. Spontanität? Was ist das? Ich habe Stunden über Stunden in der Küche zugebracht, gekocht, gebacken und mich noch viel mehr Stunden mit möglichst kalorienarmen Rezepten beschäftigt und mit "Ernährungstheorien". Das ging ein Jahr lang.

Vor einem Monat habe ich aus Trotz beschlossen, dass das aufhören muss. Ich hätte beinahe meine Arbeit verloren, meine Beziehung ist zerbrochen und mein Verhältnis zu meiner Familie wurde auch immer schlimmer, weil ich dauer - aggressiv war. Seit einem Monat wiege ich nur noch "hoch kalorische" Sachen. Obst und Gemüse esse ich nach Lust und Laune. Dabei zähle ich jedoch wieder WW PPs. Es ging mir gut damit. Sehr gut. Ich bin so viel freier geworden.

Was passierte aber vorgestern?
Ich war alleine im Büro, mein Arbeitskollege hatte ich aufgrund seines 50. Geburtstages eine halbe Supermarktausstattung an Süßkram mitten im Raum drappiert, wo ich das Zeug täglich 9 Stunden lang vor der Nase hatte. Zeug, das ich mir ein Jahr lang strikt verboten habe. Was geschieht, wenn man unbeobachtet mit SO etwas alleine ist früher oder später? Richtig. Ich fraß...und fraß...bis ich nicht mehr konnte. Ich verbuchte es als Ausfall, war sogar froh, am nächsten Morgen erstaunliche 900 g weniger auf der Waage zu haben (war vermutlich noch nicht alles verstoffwechselt). Es sollte aber nie mehr passieren. Was geschah gestern Abend? Ich hatte mir, wie immer, ein leckeres veganes Abendbrot gekocht (ich bin Vegetarierer mit veganen Tendenzen), sogar leckeren Nachtisch hatte ich. Später bekam ich noch Appetit und griff zu einem Kohlrabi, einer Möhre und einer Gurke. Dann ging ich wieder in die Küche und machte mir eine Schale voll mit Obst. Dann ging ich wieder in die Küche und aß eine zweite Schale Obst. (Ich war längst pappesatt.) Dann ging ich wieder und griff zu Knäckebrot und Maiswaffeln, die ich mit (lustigerweiser kalorienarmer) Marmelade beschmiert. Dann noch mehr Knäcke, noch mehr Marmelade, (light) Schlagsahne, Käse, Mandelnusscreme... zu guter Letzt? Katjes Joghurt Gums, Marzipankartoffeln, Vanillekipferl, Biskotten. Es tat schon weh...mir war nicht nur schlecht, sondern auch schwindelig. Danach bin ich ins Bett, konnte aber nicht schlafen, weil ich schwer Luft bekam.

Fazit: Ich habe Angst, dass ich vom Hungern ins Fressen hin zur Bulimie/ zum Binge - Eating abrutsche. Ich habe wahnsinnge Angst, dass ich wieder solche FAs bekomme. Ich habe Angst, alleine zu sein. Aber ich habe auch niemanden, denn ich habe alle vergrault.

Habt ihr irgendwelche Ratschläge, wie ich das Ruder herum reissen kann, bevor es zu spät ist? Noch habe ich mich nicht erbrochen, trage mich aber (erschreckenderweise) mit dem Gedanken, einen geplanten FA einzulegen und das dann genau zu tun: brechen. Mein Leben darf nicht noch kaputter werden. Ich schäme mich so.

Hallo liebes Forum!
Ich möchte auch mal wieder von mir berichten.
Wie ihr euch denken könnt,läuft es,wie fast immer,wenn ich mich hier zu wort melde,mal wieder nicht gut.
Habe jetzt die ganze letzte Woche mehr oder weniger mit und ohne essen überstanden.Hatte nach dem letzten Fressanfalltag mehr zugenommen,als sonst,also musste ich dementsprechend auch wieder mehr runter bekommen.
Deswegen habe ich es mit ganz viel und wenig gesunder ernährung und ausdauer und krafttraining versucht.
Die Woche über hat das einigermaßen geklappt.
Da ich aber an einigen tagen wieder viel zu wenig gegessen habe,fühlte ich mich schlapp und hatte die ganze zeit kopfschmerzen,mir war übel und ich hatte ein flaues gefühl im bauch.Leichte Kreislaufprobleme hatte ich auch und wieder diese übertriebene Müdigkeit.
Mir ging es echt nicht gut.Und gestern abend war ich dann noch feiern und habe wieder wenig gegessen,damit ich alkohol trinken konnte und ich habe so gefroren auf dem hinweg und war schon völlig übermüdet,als wir an der diskothek ankamen.
Dementsprechend mussten ich und mein freund gezwungener maßen wieder eher gehen,obwohl wir echt spaß hatten.
Ich bin dann innerhalb von zwei minuten eingeschlafen,obwohl ich die ganze woche viel geschlafen hatte und auch gestern nachmittag extra nochmal.
Naja,dafür bin ich dann heute morgen wieder gegen halb 9 also viel zu früh aufgewacht.
Ich dachte ich würde es wenigstens mal eine woche schaffen,ohne essanfall.
Aber nein.Ich konnte vor Hunger,Schwäche,Magenschmerzen und Unwohlsein nicht mehr schlafen.
Und habe erst einmal versucht normal zu essen,was dann wieder ausgeartet ist.
Habe das Gefühl,dass es vielleicht etwas weniger war insgesamt,als sonst,aber fühle mich trotzdem mies,weil heute noch nicht einmal ein geplanter fresstag war.
Der wäre erst nächste woche dienstag gewesen,weil ich es wenigstens eine woche mal ohne hinkriegen wollte.

Und heute ist auch noch ein geburtstag.Der Tag ist eh gelaufen,habe angst vor morgen,egal,ob ich einen ess-oder-hungertag mache.
Ich versuche ab übernächster woche eine therapie zu beginnen,denn ich komme da nicht mehr raus.
Ich habe mich so angestrengt,aber mein körper hat mir wieder einen strich durch die rechnung gemacht.
Er hat das essen wirklich verlangt.Und mir ging es im vergleich zu sonst heute auch körperlich wirklich besser.
Naja,aber dafür stimmungsmäßig natürlich das gegenteil.Wollte wenigstens bis dienstag normal essen.
Ich habe so angst vor weihnachten und gleichzeitig freue ich mich auf die leckeren dinge.

Ich würde mich über feedback freuen und freue mich auch immer,wenn ihr über eure situation erzählt.
Ich für meinen teil halte eine therapie eigentlich fast immer für ratsam,wenn ihr in einer ähnlichen lage seit,wie ich.
Das umfeld kann einen meistens nur schwer verstehen.

Ich hätte nie gedacht,dass ich da nochmal so tief reinrutsche,es war doch zwischendurch vier jahre mal besser.
Aber jetzt hat die Es wieder voll zugeschlagen.

Gefällt mir
26. November 2012 um 10:56
In Antwort auf an0N_1213957299z

Hallo liebes Forum!
Ich möchte auch mal wieder von mir berichten.
Wie ihr euch denken könnt,läuft es,wie fast immer,wenn ich mich hier zu wort melde,mal wieder nicht gut.
Habe jetzt die ganze letzte Woche mehr oder weniger mit und ohne essen überstanden.Hatte nach dem letzten Fressanfalltag mehr zugenommen,als sonst,also musste ich dementsprechend auch wieder mehr runter bekommen.
Deswegen habe ich es mit ganz viel und wenig gesunder ernährung und ausdauer und krafttraining versucht.
Die Woche über hat das einigermaßen geklappt.
Da ich aber an einigen tagen wieder viel zu wenig gegessen habe,fühlte ich mich schlapp und hatte die ganze zeit kopfschmerzen,mir war übel und ich hatte ein flaues gefühl im bauch.Leichte Kreislaufprobleme hatte ich auch und wieder diese übertriebene Müdigkeit.
Mir ging es echt nicht gut.Und gestern abend war ich dann noch feiern und habe wieder wenig gegessen,damit ich alkohol trinken konnte und ich habe so gefroren auf dem hinweg und war schon völlig übermüdet,als wir an der diskothek ankamen.
Dementsprechend mussten ich und mein freund gezwungener maßen wieder eher gehen,obwohl wir echt spaß hatten.
Ich bin dann innerhalb von zwei minuten eingeschlafen,obwohl ich die ganze woche viel geschlafen hatte und auch gestern nachmittag extra nochmal.
Naja,dafür bin ich dann heute morgen wieder gegen halb 9 also viel zu früh aufgewacht.
Ich dachte ich würde es wenigstens mal eine woche schaffen,ohne essanfall.
Aber nein.Ich konnte vor Hunger,Schwäche,Magenschmerzen und Unwohlsein nicht mehr schlafen.
Und habe erst einmal versucht normal zu essen,was dann wieder ausgeartet ist.
Habe das Gefühl,dass es vielleicht etwas weniger war insgesamt,als sonst,aber fühle mich trotzdem mies,weil heute noch nicht einmal ein geplanter fresstag war.
Der wäre erst nächste woche dienstag gewesen,weil ich es wenigstens eine woche mal ohne hinkriegen wollte.

Und heute ist auch noch ein geburtstag.Der Tag ist eh gelaufen,habe angst vor morgen,egal,ob ich einen ess-oder-hungertag mache.
Ich versuche ab übernächster woche eine therapie zu beginnen,denn ich komme da nicht mehr raus.
Ich habe mich so angestrengt,aber mein körper hat mir wieder einen strich durch die rechnung gemacht.
Er hat das essen wirklich verlangt.Und mir ging es im vergleich zu sonst heute auch körperlich wirklich besser.
Naja,aber dafür stimmungsmäßig natürlich das gegenteil.Wollte wenigstens bis dienstag normal essen.
Ich habe so angst vor weihnachten und gleichzeitig freue ich mich auf die leckeren dinge.

Ich würde mich über feedback freuen und freue mich auch immer,wenn ihr über eure situation erzählt.
Ich für meinen teil halte eine therapie eigentlich fast immer für ratsam,wenn ihr in einer ähnlichen lage seit,wie ich.
Das umfeld kann einen meistens nur schwer verstehen.

Ich hätte nie gedacht,dass ich da nochmal so tief reinrutsche,es war doch zwischendurch vier jahre mal besser.
Aber jetzt hat die Es wieder voll zugeschlagen.

Ich kann...
...so gut verstehen, wie du dich fühlst.
Immer dieses Vorhaben, ab morgen wenig zu essen, nur dann und dann einen "geplanten" Fresstag einzulegen... Mittlerweile rutsche auch ich immer mehr in dieses Verhalten. Ist es bei dir auch so, dass du alles Mögliche in dich hinein stopfst, obwohl du a) keinen Hunger hast und/ oder b) eigentlich total voll bist? Quasi: fressen bis Unterkante Oberlippe?

Das ist so mies.
Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht und dass dir eine Therapie hilft. Kommst du denn so schnell an einen Platz?

Gefällt mir
26. November 2012 um 22:30
In Antwort auf tessie_12111400

Ich kann...
...so gut verstehen, wie du dich fühlst.
Immer dieses Vorhaben, ab morgen wenig zu essen, nur dann und dann einen "geplanten" Fresstag einzulegen... Mittlerweile rutsche auch ich immer mehr in dieses Verhalten. Ist es bei dir auch so, dass du alles Mögliche in dich hinein stopfst, obwohl du a) keinen Hunger hast und/ oder b) eigentlich total voll bist? Quasi: fressen bis Unterkante Oberlippe?

Das ist so mies.
Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht und dass dir eine Therapie hilft. Kommst du denn so schnell an einen Platz?

Ja
Leider geht es mir ganz genauso.Ich kaufe die Lebensmittel für den Fresstag ja auch meistens ein.Also alles,was ich mag.Das esse ich dann durcheinander.Wirklich,bis mir schlecht ist und ich mich hundeelend fühle.Dann lege ich mich kurz hin und kann kaum erwarten,bis die Übelkeit fort ist,denn dann stopfe ich das nächste in mich rein,bis mein Bauch alleine durch das Essen riesieg aufgebläht ist und gar nichts mehr geht.
Und ich kämpfe gemeinsam mit meiner Mutter länger um einen Therapieplatz für mich und wir haben uns die Krankenkasse zu Hilfe gezogen,die uns jetzt versprochen hat,sich nach Therapeuten ohne oder mit nur wenig wartezeiten zu erkundigen.
Wie sieht es bei dir/euch mit therapie aus?
Wenn ja,was habt ihr für welche?
Und hilft sie euch?
Wie kriegt ihr euren Alltag mit der Es auf die Reihe?

Lg,EisblumexXx

Gefällt mir
27. November 2012 um 9:14
In Antwort auf an0N_1213957299z

Ja
Leider geht es mir ganz genauso.Ich kaufe die Lebensmittel für den Fresstag ja auch meistens ein.Also alles,was ich mag.Das esse ich dann durcheinander.Wirklich,bis mir schlecht ist und ich mich hundeelend fühle.Dann lege ich mich kurz hin und kann kaum erwarten,bis die Übelkeit fort ist,denn dann stopfe ich das nächste in mich rein,bis mein Bauch alleine durch das Essen riesieg aufgebläht ist und gar nichts mehr geht.
Und ich kämpfe gemeinsam mit meiner Mutter länger um einen Therapieplatz für mich und wir haben uns die Krankenkasse zu Hilfe gezogen,die uns jetzt versprochen hat,sich nach Therapeuten ohne oder mit nur wenig wartezeiten zu erkundigen.
Wie sieht es bei dir/euch mit therapie aus?
Wenn ja,was habt ihr für welche?
Und hilft sie euch?
Wie kriegt ihr euren Alltag mit der Es auf die Reihe?

Lg,EisblumexXx

Bisher...
...war jeder Arzt, den ich aufgesucht habe, der Ansicht, ich sei reflektiert und abgeklärt genug, es alleine zu schaffen. Auch ein BMI von seinerzeit ~16 war denen schnuppe. Ich war ja noch so standhaft und wirkte so stark, wie ich da frei von der Leber weg über meinen Zwangsstörung in Verbindung mit ES sprach. Also, habe ich es nicht mehr weiter versucht, an einen Therapieplatz zu kommen.

Der Alltag ist mitunter schwer, da man sich nicht auf das konzentrieren kann, was wichtig ist. Du kennst das vielleicht: Man grübelt in einem Fort: essen oder nicht essen? Wenn das Gedankenkarussel einmal Fahrt aufgenommen hat, ist es schwer, es aufzuhalten. Ich denke, man muss es einfach hinnehmen und sich die Hoffnung zugestehen, dass diese Gedanken irgendwann auch wieder an Intensität und Dominanz verlieren. Zumindest versuche ich das. Wie lebst du mit der ES?

Gefällt mir
27. November 2012 um 11:55
In Antwort auf tessie_12111400

Neu...
...hier.

Hallo ihr Lieben!

Ich lese schon recht lange immer wieder mal in diesem Forum, wenn es mich mal wieder packt und ich irgendwelchen Input zum Thema ES brauche - sei es Motivation zum aufhören oder einfach nur das Wissen, dass ich nicht alleine bin. Denn so komme ich mir vor - alleine.

Kurz zu mir:
Ich bin 27 und habe bis vor zwei Jahren noch runde 100 kg gewogen. Auf recht gesunde Weise habe ich mit WW in etwas mehr als einem halben Jahr 30 kg verloren. Das hat mir nicht gereicht. Also, habe ich andere Wege gesucht, noch mehr zu verlieren und bin schließlich beim Kalorienzählen gelandet. Das wurde irgendwann so exzessiv, dass ich Buch geführt habe -im Voraus- über die geplanten Mengen, das geplante Essen und so weiter. Jeder Apfel, jede Möhre, einfach alles, wurde gewogen. Bloß kein Gramm zu viel! Es musste immer exakt zu selben Zeit gegessen werden, was sich natürlich enorm auf das soziale Leben auswirkt. Spontanität? Was ist das? Ich habe Stunden über Stunden in der Küche zugebracht, gekocht, gebacken und mich noch viel mehr Stunden mit möglichst kalorienarmen Rezepten beschäftigt und mit "Ernährungstheorien". Das ging ein Jahr lang.

Vor einem Monat habe ich aus Trotz beschlossen, dass das aufhören muss. Ich hätte beinahe meine Arbeit verloren, meine Beziehung ist zerbrochen und mein Verhältnis zu meiner Familie wurde auch immer schlimmer, weil ich dauer - aggressiv war. Seit einem Monat wiege ich nur noch "hoch kalorische" Sachen. Obst und Gemüse esse ich nach Lust und Laune. Dabei zähle ich jedoch wieder WW PPs. Es ging mir gut damit. Sehr gut. Ich bin so viel freier geworden.

Was passierte aber vorgestern?
Ich war alleine im Büro, mein Arbeitskollege hatte ich aufgrund seines 50. Geburtstages eine halbe Supermarktausstattung an Süßkram mitten im Raum drappiert, wo ich das Zeug täglich 9 Stunden lang vor der Nase hatte. Zeug, das ich mir ein Jahr lang strikt verboten habe. Was geschieht, wenn man unbeobachtet mit SO etwas alleine ist früher oder später? Richtig. Ich fraß...und fraß...bis ich nicht mehr konnte. Ich verbuchte es als Ausfall, war sogar froh, am nächsten Morgen erstaunliche 900 g weniger auf der Waage zu haben (war vermutlich noch nicht alles verstoffwechselt). Es sollte aber nie mehr passieren. Was geschah gestern Abend? Ich hatte mir, wie immer, ein leckeres veganes Abendbrot gekocht (ich bin Vegetarierer mit veganen Tendenzen), sogar leckeren Nachtisch hatte ich. Später bekam ich noch Appetit und griff zu einem Kohlrabi, einer Möhre und einer Gurke. Dann ging ich wieder in die Küche und machte mir eine Schale voll mit Obst. Dann ging ich wieder in die Küche und aß eine zweite Schale Obst. (Ich war längst pappesatt.) Dann ging ich wieder und griff zu Knäckebrot und Maiswaffeln, die ich mit (lustigerweiser kalorienarmer) Marmelade beschmiert. Dann noch mehr Knäcke, noch mehr Marmelade, (light) Schlagsahne, Käse, Mandelnusscreme... zu guter Letzt? Katjes Joghurt Gums, Marzipankartoffeln, Vanillekipferl, Biskotten. Es tat schon weh...mir war nicht nur schlecht, sondern auch schwindelig. Danach bin ich ins Bett, konnte aber nicht schlafen, weil ich schwer Luft bekam.

Fazit: Ich habe Angst, dass ich vom Hungern ins Fressen hin zur Bulimie/ zum Binge - Eating abrutsche. Ich habe wahnsinnge Angst, dass ich wieder solche FAs bekomme. Ich habe Angst, alleine zu sein. Aber ich habe auch niemanden, denn ich habe alle vergrault.

Habt ihr irgendwelche Ratschläge, wie ich das Ruder herum reissen kann, bevor es zu spät ist? Noch habe ich mich nicht erbrochen, trage mich aber (erschreckenderweise) mit dem Gedanken, einen geplanten FA einzulegen und das dann genau zu tun: brechen. Mein Leben darf nicht noch kaputter werden. Ich schäme mich so.

Hallo Asphyx...
bis froh das es dir nur 1 mal passiert ist und du nicht gekotzt hast.

Ich erzähl dir mal von mir. Und ich hoffe du wirst nie so enden wie ich.

Ich bin 17 J. habe 73 kg gewogen, habe dann 20 kg abgenommen. Habe mit etwas weniger essen angefangen, bis es dann zu fast nichts essen wurde, und dann später habe ich dann üperhaut nicht mehr gegessen. Ich habe wie du immer kalorien gezählt, ich habe nie mehr als 300 kalo gegessen. Ich habe jeden tag sport gemacht. Ich wurde ohnmächtig und fühlte mich schwach, manchmal hatte
Ich das gefühl das ich die Nacht nicht überlebe, weil ich völlig ausgehungert war.

Aber dann kam die wende.
Ich fing an mir am samstag ein joker tag zuerlauben, das hiess das ich an diesem tag essen durfte was ich wollte.

Es funktionierte anfangs ich ass am Samstag immer das was ich wollte, und hungerte die anderen tage wie immer.

Doch dann ein paar wochen später wurden es schon 2 joker tage.

Und dann wieder eine zeit später wurden aus den 2 tagen, nicht nur normal essen was ich wollte, es wurden Fresstage. Ich fresste von morgens bis abens nur noch. Ich kotze bis zu 8 mal am tag.

Und dann verlierte ich total die kontrolle. Manchmal ass ich etwas am morgen, als ich dann beir arbeit war konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Ich schlich mich dann von der arbeit und ging in die nächste bäckerei kaufte mir eine Packung kekse. Als ich beir arbeit wieder war ass ich alle kekse, und kotzte sie dann. In der mittagspause, ging ich alleine in ein restaurant bestellte mir einfach alles, und kotzte dann. Ich konnte nirgendwo hin, überall kaufte ich mir essen.
Ich gab bis zu 50 nur für essen aus. Ich hatte überhaupt kein hunger, es ging mir nur um das fressen.
Naja meine arbeit/ ausbildung habe ich dann verloren durch die ES. Anfangs war es wegen dem nichts essen, habe schlechte leistung gebracht! Später dann wegen dem
Fressen und kotzen, konnte mich nicht konzentrieren.

Jetzt ist es so das ich schon seit 1 monat zuhause bin. Ich hungere wie immer ein paar tage, und fresse ein paar tage.

und es kommt nicht besser, es wird immer schlimmer! Mir geht es jetzt schon seit 3 monaten mit dem hungern, fressen, kotzen so. Dabei sag ich mir immer das ich es nie wieder tue. Doch dann braucht es nicht viel und ich verliere die kontrolle und habe keine macht mehr über mich. Ich fresse einfach alles, bis zu 5000 kcal, und dann sitze ich bis zu einer stunde vor der toilette und versuche alles um zu kotzen.
Ich habe schon 5 kilo zugenommen.
Es hat einfach kein ende, ich kann nicht mehr so weiter leben! Ich kann nicht mehr normal essen, es kommt immer zu FA! Egal was ich esse! Ich merke nicht mal mehr wenn ich zuviel esse, ich habe kein gefühl mehr. Ich denke mein magen ist schon zerstört.


Ich hoffe du wirst nie so enden wie ich, ich hätte es auch nie gedacht das ich mal so ende. Ich hätte auch nie gedacht das ich es schaffe überhaupt abzunehem.

Gefällt mir
27. November 2012 um 12:59
In Antwort auf dario_12081755

Hallo Asphyx...
bis froh das es dir nur 1 mal passiert ist und du nicht gekotzt hast.

Ich erzähl dir mal von mir. Und ich hoffe du wirst nie so enden wie ich.

Ich bin 17 J. habe 73 kg gewogen, habe dann 20 kg abgenommen. Habe mit etwas weniger essen angefangen, bis es dann zu fast nichts essen wurde, und dann später habe ich dann üperhaut nicht mehr gegessen. Ich habe wie du immer kalorien gezählt, ich habe nie mehr als 300 kalo gegessen. Ich habe jeden tag sport gemacht. Ich wurde ohnmächtig und fühlte mich schwach, manchmal hatte
Ich das gefühl das ich die Nacht nicht überlebe, weil ich völlig ausgehungert war.

Aber dann kam die wende.
Ich fing an mir am samstag ein joker tag zuerlauben, das hiess das ich an diesem tag essen durfte was ich wollte.

Es funktionierte anfangs ich ass am Samstag immer das was ich wollte, und hungerte die anderen tage wie immer.

Doch dann ein paar wochen später wurden es schon 2 joker tage.

Und dann wieder eine zeit später wurden aus den 2 tagen, nicht nur normal essen was ich wollte, es wurden Fresstage. Ich fresste von morgens bis abens nur noch. Ich kotze bis zu 8 mal am tag.

Und dann verlierte ich total die kontrolle. Manchmal ass ich etwas am morgen, als ich dann beir arbeit war konnte ich mich nicht mehr konzentrieren. Ich schlich mich dann von der arbeit und ging in die nächste bäckerei kaufte mir eine Packung kekse. Als ich beir arbeit wieder war ass ich alle kekse, und kotzte sie dann. In der mittagspause, ging ich alleine in ein restaurant bestellte mir einfach alles, und kotzte dann. Ich konnte nirgendwo hin, überall kaufte ich mir essen.
Ich gab bis zu 50 nur für essen aus. Ich hatte überhaupt kein hunger, es ging mir nur um das fressen.
Naja meine arbeit/ ausbildung habe ich dann verloren durch die ES. Anfangs war es wegen dem nichts essen, habe schlechte leistung gebracht! Später dann wegen dem
Fressen und kotzen, konnte mich nicht konzentrieren.

Jetzt ist es so das ich schon seit 1 monat zuhause bin. Ich hungere wie immer ein paar tage, und fresse ein paar tage.

und es kommt nicht besser, es wird immer schlimmer! Mir geht es jetzt schon seit 3 monaten mit dem hungern, fressen, kotzen so. Dabei sag ich mir immer das ich es nie wieder tue. Doch dann braucht es nicht viel und ich verliere die kontrolle und habe keine macht mehr über mich. Ich fresse einfach alles, bis zu 5000 kcal, und dann sitze ich bis zu einer stunde vor der toilette und versuche alles um zu kotzen.
Ich habe schon 5 kilo zugenommen.
Es hat einfach kein ende, ich kann nicht mehr so weiter leben! Ich kann nicht mehr normal essen, es kommt immer zu FA! Egal was ich esse! Ich merke nicht mal mehr wenn ich zuviel esse, ich habe kein gefühl mehr. Ich denke mein magen ist schon zerstört.


Ich hoffe du wirst nie so enden wie ich, ich hätte es auch nie gedacht das ich mal so ende. Ich hätte auch nie gedacht das ich es schaffe überhaupt abzunehem.

Danke,
für deine ehrlichen Worte.
Scheiße, ey - weißt du, was mich an deinem Post am meisten erschüttert? Dass du echt ganze zehn Jahre jünger bist als ich und es (trotzdem?) schon SO weit ist. Mir tut richtiggehend weh, was ich da lesen muss.

Hast Menschen, mit denen du dich ehrlich austauschen kannst? Oder bleibt dir, wie mir leider auch, nur ein Forum wie dieses hier?

Ich muss gestehen, dass ich vergangenen Freitag versucht habe, zu kotzen. Es ging nicht. Egal, wie oder womit ich es versucht habe. Dabei war mir so extrem schlecht.

Gestern Abend konnte ich mich unter Aufbietung all meines Willens davon abhalten, zu "naschen". Ich wusste genau, selbst, wenn ich nur einen Keks nehme, ist das wieder Trigger genug. Geht es dir auch so, dass du den ganzen Tag darüber nachdenkst, ob oder ob nicht? Was und was nicht? Es ist so belastend. Zum Glück ist auf Arbeit gerade nichts zutun (oder leider? -Immerhin zu viel Zeit zum Grübeln...), da kann ich wenigstens vor lauter nicht vorhandener Konzentration keine Fehler machen.

Bekommst du auch sofort einen FA, wenn du dir beispielsweise etwas "Richtiges" kochen würdest? Etwas mit viel Gemüse, das nicht viele Kalorien hat. Bei mir ist es ja so, dass ich abends immer für mich allein koche (aus Hobby und aus Übersicht darüber, wie viel "drin steckt"). Das geht ganz gut. Meistens. Aber ich habe das Gefühl, dass seit dieser Fress - Damm einmal, zweimal, dreimal gebrochen ist, bekomme ich ihn nicht mehr gekittet.

Gefällt mir
27. November 2012 um 14:09
In Antwort auf tessie_12111400

Danke,
für deine ehrlichen Worte.
Scheiße, ey - weißt du, was mich an deinem Post am meisten erschüttert? Dass du echt ganze zehn Jahre jünger bist als ich und es (trotzdem?) schon SO weit ist. Mir tut richtiggehend weh, was ich da lesen muss.

Hast Menschen, mit denen du dich ehrlich austauschen kannst? Oder bleibt dir, wie mir leider auch, nur ein Forum wie dieses hier?

Ich muss gestehen, dass ich vergangenen Freitag versucht habe, zu kotzen. Es ging nicht. Egal, wie oder womit ich es versucht habe. Dabei war mir so extrem schlecht.

Gestern Abend konnte ich mich unter Aufbietung all meines Willens davon abhalten, zu "naschen". Ich wusste genau, selbst, wenn ich nur einen Keks nehme, ist das wieder Trigger genug. Geht es dir auch so, dass du den ganzen Tag darüber nachdenkst, ob oder ob nicht? Was und was nicht? Es ist so belastend. Zum Glück ist auf Arbeit gerade nichts zutun (oder leider? -Immerhin zu viel Zeit zum Grübeln...), da kann ich wenigstens vor lauter nicht vorhandener Konzentration keine Fehler machen.

Bekommst du auch sofort einen FA, wenn du dir beispielsweise etwas "Richtiges" kochen würdest? Etwas mit viel Gemüse, das nicht viele Kalorien hat. Bei mir ist es ja so, dass ich abends immer für mich allein koche (aus Hobby und aus Übersicht darüber, wie viel "drin steckt"). Das geht ganz gut. Meistens. Aber ich habe das Gefühl, dass seit dieser Fress - Damm einmal, zweimal, dreimal gebrochen ist, bekomme ich ihn nicht mehr gekittet.

Kein problem


Angefangen hat alles schon viel früher.
Ich war als Kind immer etwas dicker, und versuchte schon als Kind immer abzunehmen. Mit 10 machte ich meine erste Diät aber ich habe es nie lange ausgehalten, und es funktionierte nicht mit abnehmen.
Mit 13 J. habe ich angefangen zu kotzen, ich habe mich nach jedem Mittag essen übergeben, hatte aber keine FA. Das hat dann alles nach einer Weile aufgehört. Später kamen dann immer wieder welche Diäten die ich nicht ausgehalten habe.
Ich hatte bei einer Grösse von 165 cm, 73 kg.
Ich fühlte mich damit sehr dick und ich schämte mich für mein aussehen. Ich fühlte mich extrem hässlich und ich hatte keine Freude am Leben.

Ich setzte mir dann 2 Optionen, abnehmen oder sterben.
Ich wollte nicht sterben deswegen habe ich mich fürs abnehmen entschieden.

Ich habe dann im April dieses Jahres, mit einer Diät angefangen und die durch gezogen, aber daraus wurde dann MS - Bulimie.

Nein, ich habe niemand mit dem ich darüber sprechen kann, ich würde mich auch viel zu sehr schämen um darüber zu sprechen. Meine Eltern die wussten von meiner ES, da ich ohnmächtig wurde. ich musste dann zum Arzt gehen. Mein Arzt hat mich nur über die Folgen einer ES aufgeklärt, aber das wusste ich schon alles. Ich musste dann meinem Arzt versprechen, dass ich wieder normal esse und nicht mehr kotzte.

Ja bei mir ist es auch so dass ich mir den ganzen Tag darüber Gedanken mache was ich esse und wie viel. Als ich MS hatte war es noch viel schlimmer als jetzt, da habe ich mir am Abend zuvor immer aufgeschrieben was ich esse. Ich habe treffen mit Freunden abgesagt, nur damit ich nicht in Versuchung kam etwas zu essen. Aber ehrlich gesagt, jetzt ist es immer noch genau gleich. Das einzige was sich geändert hat, ist dass ich FA bekomme.

Es ist genau gleich bei mir, egal was ich esse ich bekomme FA. Wenn ich eine normale Portion Essen im Restaurant bestelle, fängt es an. Ich denke mir dann jetzt hast du eh schon Zuviel gegessen jetzt kannst du auch fressen. Und dann ist der ganze tag gelaufen.

Deswegen muss ich auch immer die Hunger tage machen, weil wenn ich jeden Tag normal essen würde, hätte ich jeden Tag FA.

Ich hatte auf 50 kg abgenommen, ich habe aber auf 53-56 kg zugenommen.
Ich habe Angst dass ich noch mehr zunehme, und als ÜG ende. Manchmal wünschte ich mir, dass ich MS geblieben wäre.

Ich habe auch angst dass ich in Depressionen verfalle.
Gestern hatte ich wieder einen FA, habe 3-mal gekotzt. Aber es kam längst nicht alles raus. Ich hatte danach ein selbst Hass auf mich, ich konnte mich nicht mehr ertragen. Ich holte dann mein Messer raus, und schnitt mir ein paar Mal in mein Bein. Am liebsten wäre ich gestorben, es macht einfach keinen Sinn mehr, ich werde nicht mehr dünner nur noch fetter. Ich hungere immer für nichts, durch die FA nehme ich alles immer zu und das hungern war für nichts.
Ich fühle mich hilflos und alleine. Ich bin in diesem Teufelskreis und komme da nicht mehr raus, aber helfen kann mir niemand. Wen ich das selbst nicht schaffe daraus zukommen, wird es nicht mehr lange dauern und ich werde sterben.

Ich hoffe dir wird es nicht so ergehen wie mir, es ist echt die Hölle.
Aber du bist auf einem guten Weg dahin, bei mir hat das alles auch so ähnlich angefangen.
Ich denke Leute die so viel abnehmen, rutschen automatisch in eine ES. Und zum daraus kommen, ist echt nicht leicht.

Gefällt mir
28. November 2012 um 13:55
In Antwort auf dario_12081755

Kein problem


Angefangen hat alles schon viel früher.
Ich war als Kind immer etwas dicker, und versuchte schon als Kind immer abzunehmen. Mit 10 machte ich meine erste Diät aber ich habe es nie lange ausgehalten, und es funktionierte nicht mit abnehmen.
Mit 13 J. habe ich angefangen zu kotzen, ich habe mich nach jedem Mittag essen übergeben, hatte aber keine FA. Das hat dann alles nach einer Weile aufgehört. Später kamen dann immer wieder welche Diäten die ich nicht ausgehalten habe.
Ich hatte bei einer Grösse von 165 cm, 73 kg.
Ich fühlte mich damit sehr dick und ich schämte mich für mein aussehen. Ich fühlte mich extrem hässlich und ich hatte keine Freude am Leben.

Ich setzte mir dann 2 Optionen, abnehmen oder sterben.
Ich wollte nicht sterben deswegen habe ich mich fürs abnehmen entschieden.

Ich habe dann im April dieses Jahres, mit einer Diät angefangen und die durch gezogen, aber daraus wurde dann MS - Bulimie.

Nein, ich habe niemand mit dem ich darüber sprechen kann, ich würde mich auch viel zu sehr schämen um darüber zu sprechen. Meine Eltern die wussten von meiner ES, da ich ohnmächtig wurde. ich musste dann zum Arzt gehen. Mein Arzt hat mich nur über die Folgen einer ES aufgeklärt, aber das wusste ich schon alles. Ich musste dann meinem Arzt versprechen, dass ich wieder normal esse und nicht mehr kotzte.

Ja bei mir ist es auch so dass ich mir den ganzen Tag darüber Gedanken mache was ich esse und wie viel. Als ich MS hatte war es noch viel schlimmer als jetzt, da habe ich mir am Abend zuvor immer aufgeschrieben was ich esse. Ich habe treffen mit Freunden abgesagt, nur damit ich nicht in Versuchung kam etwas zu essen. Aber ehrlich gesagt, jetzt ist es immer noch genau gleich. Das einzige was sich geändert hat, ist dass ich FA bekomme.

Es ist genau gleich bei mir, egal was ich esse ich bekomme FA. Wenn ich eine normale Portion Essen im Restaurant bestelle, fängt es an. Ich denke mir dann jetzt hast du eh schon Zuviel gegessen jetzt kannst du auch fressen. Und dann ist der ganze tag gelaufen.

Deswegen muss ich auch immer die Hunger tage machen, weil wenn ich jeden Tag normal essen würde, hätte ich jeden Tag FA.

Ich hatte auf 50 kg abgenommen, ich habe aber auf 53-56 kg zugenommen.
Ich habe Angst dass ich noch mehr zunehme, und als ÜG ende. Manchmal wünschte ich mir, dass ich MS geblieben wäre.

Ich habe auch angst dass ich in Depressionen verfalle.
Gestern hatte ich wieder einen FA, habe 3-mal gekotzt. Aber es kam längst nicht alles raus. Ich hatte danach ein selbst Hass auf mich, ich konnte mich nicht mehr ertragen. Ich holte dann mein Messer raus, und schnitt mir ein paar Mal in mein Bein. Am liebsten wäre ich gestorben, es macht einfach keinen Sinn mehr, ich werde nicht mehr dünner nur noch fetter. Ich hungere immer für nichts, durch die FA nehme ich alles immer zu und das hungern war für nichts.
Ich fühle mich hilflos und alleine. Ich bin in diesem Teufelskreis und komme da nicht mehr raus, aber helfen kann mir niemand. Wen ich das selbst nicht schaffe daraus zukommen, wird es nicht mehr lange dauern und ich werde sterben.

Ich hoffe dir wird es nicht so ergehen wie mir, es ist echt die Hölle.
Aber du bist auf einem guten Weg dahin, bei mir hat das alles auch so ähnlich angefangen.
Ich denke Leute die so viel abnehmen, rutschen automatisch in eine ES. Und zum daraus kommen, ist echt nicht leicht.

Gänsehaut
...die habe ich gerade, wenn ich deine Zeilen lese. Mir tut richtiggehend weh, wenn ich sehe/ höre/ lese, wie beschissen es anderen (und dann auch noch verdammt jungen) Frauen geht. Denkst du nicht, dass es bei dir schon kurz vor Zwölf ist und du dir ganz dringend Hilfe suchen solltest? Das Ritzen, das Kotzen und das Hungern - da kommst du alleine nicht raus. Schon erst Recht nicht, wenn du niemanden hast, mit dem du reden kannst. Diese Tatsache allein belastet ja schon. Man trägt den ganzen seelischen Müll, die kranken Gedanken, die sich nur um essen oder nicht-essen drehen, ganz allein mit sich herum und wird irgendwann erdrückt.

Offenbar spielt bei dir aber nicht das Essen "verbotener" Dinge eine so große Rolle (wie bei mir - ich habe mir mehr als ein Jahr lang alles verboten: Süßkram (logisch), Kohlenhydrate, Fett). Immer alles alternativ zubereitet. Und jetzt? Jetzt habe ich zwar den Kontrollzwang, alles wiegen und zählen zu müssen verloren, mir aber gleich den nächsten Mist ins Haus geholt. Was ich fragen wollte: Warum denkst du, dass eh alles verloren ist, wenn du ganz normal gegessen hast? Normal ist bei dir vermutlich schon sowieso viel zu wenig. Wäre dieses "zu viel" schon, wenn du z.B. eine Gemüsepfanne essen würdest? Das wäre doch eine Option. Gemüse hat so wenige Kalorien, dass du massig in die reinstopfen könntest, ohne, dass etwas passiert. Oder triggert dich alles, egal, was es ist?

Bei mir übrigens gestern Abend wieder...
Ich hatte normales Abendbrot für mich gemacht - alles total lecker und überhaupt...aber später bekam ich Hunger. Also, überlegt... vor meinem Süßigkeitenkorb gestanden und ihn wieder weggestellt. Stattdessen ein bisschen Obst mit Süßstoff. Hat natürlich nicht gereicht. Also, ein Löffelchen Marmelade...ist ja immerhin light...noch einer. Ein Löffel Schokocreme...dann das Ganze wenigstens auf ner Scheibe Knäcke. Naja, du kannst dir vorstellen, worin es geendet hat. Es fängt immer so scheiße harmlos an und dann geht es ohne Ende. Allerdings habe ich ja aufgrund einiger Lektüre schon gelernt, auch kleine Erfolge zu sehen. Mein winzig kleiner Erfolg gestern war, dass ich nicht gegessen habe, bis mir schlecht war. Heute früh hatte ich aber dennoch 700 g mehr auf der Waage. Es ist furchtbar... ich muss ja zunehmen und will es auch und noch sagen mir ja auch alle, dass ich gesünder aussehe...trotz immer noch Untergewicht. Aber ich habe Angst, dass ich das Zunehmen aufgrund der FAs irgendwann nicht mehr stoppen kann und dann alles umsonst war.

Und obwohl man das alles weiß - was tut man (in diesem Fall ich gestern Nachmittag)? Man kauft Süßkram. Ich frage mich nun, ob das nur eine Art Nachholphase ist, oder ich ins Binge Eating oder gar die Bulimie abrutsche (obwohl kotzen bei mir ja nicht geklappt hat, als ich es mehrfach versucht habe).

Gefällt mir
4. Dezember 2012 um 21:28
In Antwort auf tessie_12111400

Bisher...
...war jeder Arzt, den ich aufgesucht habe, der Ansicht, ich sei reflektiert und abgeklärt genug, es alleine zu schaffen. Auch ein BMI von seinerzeit ~16 war denen schnuppe. Ich war ja noch so standhaft und wirkte so stark, wie ich da frei von der Leber weg über meinen Zwangsstörung in Verbindung mit ES sprach. Also, habe ich es nicht mehr weiter versucht, an einen Therapieplatz zu kommen.

Der Alltag ist mitunter schwer, da man sich nicht auf das konzentrieren kann, was wichtig ist. Du kennst das vielleicht: Man grübelt in einem Fort: essen oder nicht essen? Wenn das Gedankenkarussel einmal Fahrt aufgenommen hat, ist es schwer, es aufzuhalten. Ich denke, man muss es einfach hinnehmen und sich die Hoffnung zugestehen, dass diese Gedanken irgendwann auch wieder an Intensität und Dominanz verlieren. Zumindest versuche ich das. Wie lebst du mit der ES?

Das ist
auch ähnlich bei mir.Ich kann mich auf kaum noch etwas konzentrieren und habe das interesse an fast allem um mich herum verloren.
Von meinen Körperlichen Beschwerden ganz zu schweigen.
Kann vor Gedanken oft nicht schlafen und ich konzentriere mich den ganzen tag darauf.
Habe jetzt bis weihnachten noch zwei fresstage geplant wir machen nämlich zwei mal ein frühstück in der schule und bei nem guten frühstück ist für mich ja immer der ganze tag gelaufen.Aber es ist nicht nur das,ich freue mich so darauf wieder alles in mich hereinstopfen zu können,mit einem mittelschlechten Gewissen und ignoriere dabei einfach jedes körperliche Symtom.Es macht mir manchmal selber Angst,wie viel ich essen kann.Daran merke ich immer,wie krank ich bin.
Mein Freund sagt immer,ich wüsste nicht,was viel ist,er würde viel essen und ich nicht,aber er kriegt meine Fresstage auch nur ansatzweise mit und er würde mir nicht einmal glauben,wenn ich ihm sagen würde,was ich alles verdrücke.
Dann kommen noch die Weihnachtsfeiertage,da mache ich auch Ausnahmen.Letztes Jahr habe ich mir da kaum etwas gegönnt und dieses Jahr warhscheinlich nur mit Hungertagen vorher.Dann noch Silvester und dann kehrt endlich erst einmal ruhe ein,was das essen angeht.
Ich wünsche mir so sehr endlich wieder normale mengen einschätzen zu können und danach satt zu sein und meinem körper einfach all das zu geben,was er braucht.Nicht mehr und nicht weniger.Aber genau das kriege ich einfach nicht hin
Morgen habe ich meine erste Therapiestunde! Habe wirklich Angst aber bin auch froh.

LG

Gefällt mir
5. Dezember 2012 um 11:48
In Antwort auf an0N_1213957299z

Das ist
auch ähnlich bei mir.Ich kann mich auf kaum noch etwas konzentrieren und habe das interesse an fast allem um mich herum verloren.
Von meinen Körperlichen Beschwerden ganz zu schweigen.
Kann vor Gedanken oft nicht schlafen und ich konzentriere mich den ganzen tag darauf.
Habe jetzt bis weihnachten noch zwei fresstage geplant wir machen nämlich zwei mal ein frühstück in der schule und bei nem guten frühstück ist für mich ja immer der ganze tag gelaufen.Aber es ist nicht nur das,ich freue mich so darauf wieder alles in mich hereinstopfen zu können,mit einem mittelschlechten Gewissen und ignoriere dabei einfach jedes körperliche Symtom.Es macht mir manchmal selber Angst,wie viel ich essen kann.Daran merke ich immer,wie krank ich bin.
Mein Freund sagt immer,ich wüsste nicht,was viel ist,er würde viel essen und ich nicht,aber er kriegt meine Fresstage auch nur ansatzweise mit und er würde mir nicht einmal glauben,wenn ich ihm sagen würde,was ich alles verdrücke.
Dann kommen noch die Weihnachtsfeiertage,da mache ich auch Ausnahmen.Letztes Jahr habe ich mir da kaum etwas gegönnt und dieses Jahr warhscheinlich nur mit Hungertagen vorher.Dann noch Silvester und dann kehrt endlich erst einmal ruhe ein,was das essen angeht.
Ich wünsche mir so sehr endlich wieder normale mengen einschätzen zu können und danach satt zu sein und meinem körper einfach all das zu geben,was er braucht.Nicht mehr und nicht weniger.Aber genau das kriege ich einfach nicht hin
Morgen habe ich meine erste Therapiestunde! Habe wirklich Angst aber bin auch froh.

LG

Hast du...
...mal dokumentiert, wie viel du bei einem solchen FA in dich hinein stopfst? Vielleicht ist es nicht extrem. Vielleicht kommt es dir nur so viel vor. Mir kamen, als ich noch alles akribisch gezählt habe, 400 g Spinat damals auch massig vor. Dann musste ich immer noch mal nachrechnen, ob ich mich nicht vertan habe, weil ich gar nicht glauben konnte, SO viel essen zu dürfen.

Ich habe mich mit mir selbst jetzt so darauf geeinigt, dass ich, wenn ich schon "fressen" muss, es nur noch jeden zweiten Tag zulassen würde (die Betonung liegt auf würde - Konjunktiv). Damit fahre ich bisher ganz gut, was das Kasteien auf der einen und mein Gewicht auf der anderen Seite angeht. Ist vermutlich so'n Psychoding. Nach dem Motto: Du kannst ja, wenn du willst. Plötzlich ist es nicht mehr böse und verboten und verliert seinen Reiz. Vielleicht denkst du darüber mal nach?

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute & halt mich (uns?) auf dem Laufenden, wie deine erste Therapiestunde gelaufen ist. Viele liebe Grüße

Gefällt mir
5. Dezember 2012 um 13:29

Allein durch das lesen eurer Beiträge
geht es mir schon besser!
Ich bin 17 Jahre und habe seit 3 Jahren eine Essstörung. Von der Anorexie angefangen bis hin zur Bulimie!
Hatte mir für 2010 vorgenommen, abzunhemn und hungerte mich bei einer Größe von 1,78m auf 44 kg. Nach zwei Klinikaufenthalten lief es sogar plötzlich richtig gut doch dann rutschte ich ohne zu wissen warum im Juli 2012 in die Bulimie...
Wiege im Moment 63 kg und gehe nichtmehr in die Schule weil ich mich zu fett finde...
Das mit den Fresstagen kenne ich nur zu gut.... Meine Eltern wissen davon und haben ja schon alles weggesperrt und kaufen nichts mehr Süßes aber ich finde trotzdem immer i-wo was und wenn ich das ganze Haus durchsuchen muss...wenn ich nichts Süßes finde mache ich mir Pizzen warm oder ess einfach den Kühlschrank leer....
Bei jedem Fressanfall erschrecke ich vor mir selbst weil ich einfach keine Disziplin mehr habe und ich schon ein schlechtes Gewissen wenn ich einen Apfel esse....
Meine Mutter liest ständig Bücher über Bulimie und denkt sie versteht diese Krankheit voll und ganz und versucht dann einen auf Psychologen zu machen was die ganze Sache nurnoch schlimmer macht weil sie mich und meine Gedanken eben doch nicht versteht....
Ich habe einfach weder ein Hungergefühl noch ein Sättigungefühl und kann auch nichtmehr einschätzen was eine normale Portion ist...

Dieses hibbelige Gefühl bei/vor/während einer FA kenne ich auch nur zu gut.... Erst bheute habe ich mir wieder vorgenommen mich gesund zu ernähren und keine FA's mehr zu haben aber ich glaube bereits schon selber nichtmehr daran weil ich es mir schon so oft vorgenommen habe und es nie geklappt hat

Ich persönlich finde diesesn Thread echt klasse! und wünsche euch allen ganz viel Glück und Kraft dass Ihr es packt aus dieser Krankheit zu entfliehen!
Liebe Grüße

Gefällt mir
5. Dezember 2012 um 18:44
In Antwort auf tessie_12111400

Hast du...
...mal dokumentiert, wie viel du bei einem solchen FA in dich hinein stopfst? Vielleicht ist es nicht extrem. Vielleicht kommt es dir nur so viel vor. Mir kamen, als ich noch alles akribisch gezählt habe, 400 g Spinat damals auch massig vor. Dann musste ich immer noch mal nachrechnen, ob ich mich nicht vertan habe, weil ich gar nicht glauben konnte, SO viel essen zu dürfen.

Ich habe mich mit mir selbst jetzt so darauf geeinigt, dass ich, wenn ich schon "fressen" muss, es nur noch jeden zweiten Tag zulassen würde (die Betonung liegt auf würde - Konjunktiv). Damit fahre ich bisher ganz gut, was das Kasteien auf der einen und mein Gewicht auf der anderen Seite angeht. Ist vermutlich so'n Psychoding. Nach dem Motto: Du kannst ja, wenn du willst. Plötzlich ist es nicht mehr böse und verboten und verliert seinen Reiz. Vielleicht denkst du darüber mal nach?

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute & halt mich (uns?) auf dem Laufenden, wie deine erste Therapiestunde gelaufen ist. Viele liebe Grüße

Hey liebes forum !
Wollte euch mal erzählen,wie es heute verlaufen ist.
(Zunächst aber erst mal zu deiner frage asphyxcia)
Nein,ich habe es noch nicht aufgeschrieben,dann würde ich mich noch mieser fühlen.Kann mich nicht mal mehr an alles erinnern.
Aber weiß,was du meinst,früher habe ich auch schon 14 Nudeln und 9 Löffel quark als fressanfall bezeichnet.
Aber mittlerweile esse ich mehr,als das dreifache davon!!!
Bis mir eben schlecht ist.
Das Probelm ist halt bei mir,dass ich immer einkaufen gehe vor esstagen,weil ich es mir nach den hungertagen ja "erlaube".Am Fresstag,wenn ich essen darf,habe ich manchmal nicht mal wirklich lust,aber die sachen sind ja da und es war geplant und ehe mich ein ungeplanter die nächsten tage überfällt,fresse ich lieber am geplanten.Echt dumm!

Meine erste Therapiestunde ist allerdings wirklich gut verlaufen.Meine therapeutin ist wirklich nett und ich konnte ihr alles erzählen,fast genauso,wie euch und das heißt echt was.
Es hat mich unglaublich erleichtert und mir auch eine gewisse last genommen,genau,wie,wenn ich hier im forum etwas erzähle.
Ich fühle mich verstanden und ich erhoffe mir echt chancen.
Ich weiß,dass es nicht von heute auf morgen kommt,aber ich werde da etwas motivierter herangehen,als vorher,zumindest versuche ich es !
Wie geht es euch?

Lg EisblumexXx

Gefällt mir
5. Dezember 2012 um 21:29
In Antwort auf janice_12272061

Hallo,ich kenne das zu gut...
Der Verlauf von jahrelanger Anorexie bis hin zu Fressanfällen ist mir auch sehr bekannt. Du sprichst mir aus der Seele. ich habe jetzt seit einigen Tagen keinen rictigen Fressanfall gehabt. Versuche aber sehr kontrolliert zu essen, da ich mein Gewicht halten bzw. etwas abnehmen will. Das ist der reinste Teufelskreis, wie ihr schon sagt...Ich möchte unbedingt nicht mehr nur ans essen denken.Aber ich schaffe es nicht damit aufzuhören. Ich wiege mich sehr sehr oft, morgens und abends mehrmals. Gestern habe ich es den ganzen Tag geschafft. Dann hatte ich etwas lust auf SÜßes und schon war es vorbei, aber zumindest war es nicht allzu viel. Heute hat es wieder gut geklappt, hoffe auch das bleibt auch so.

wünsch mir Glück!!!
alles gute auch für deine Vorsätze.

Was ich einfach nicht verstehe ist,
dass es an manchen Tagen wunderbar klappt. Ich halt mich an meinen Essplan, ernähre mich gesund und kann auch aufhören zu essen. Nach solchen Tagen denke ich mir immer:"Ja also, läuft doch" Aber dann kommt plötzlich wieder so ein Tag wo ich nur allein morgens bisschen zu viel essen muss und schon habe ich den ganzen Tag den Drang zu essen (
Dann mangelt es mir auch einfach überall an konzentration.

Geht das euch genauso?
Und sind bei euch schon Folgen durch die Buliie aufgetreten?

Wenn ich gute Zeiten habe, wiege ich mich einmal die Woche aber dann kommen so Einbrüche und ich wiege mich jeden Morgen
Meine Schwester ist 3 Jahre älter als ich und bei der klappt alles wunderbar.. jdesmal wenn ich sie sehe sehne ich mich danach auch so gesund zu sein aber dennoch komm ich aus dem blöden Teufelskreis nicht raus

Super dass mich endlich Leute verstehen!

Gefällt mir
6. Dezember 2012 um 8:02
In Antwort auf ash_12251688

Allein durch das lesen eurer Beiträge
geht es mir schon besser!
Ich bin 17 Jahre und habe seit 3 Jahren eine Essstörung. Von der Anorexie angefangen bis hin zur Bulimie!
Hatte mir für 2010 vorgenommen, abzunhemn und hungerte mich bei einer Größe von 1,78m auf 44 kg. Nach zwei Klinikaufenthalten lief es sogar plötzlich richtig gut doch dann rutschte ich ohne zu wissen warum im Juli 2012 in die Bulimie...
Wiege im Moment 63 kg und gehe nichtmehr in die Schule weil ich mich zu fett finde...
Das mit den Fresstagen kenne ich nur zu gut.... Meine Eltern wissen davon und haben ja schon alles weggesperrt und kaufen nichts mehr Süßes aber ich finde trotzdem immer i-wo was und wenn ich das ganze Haus durchsuchen muss...wenn ich nichts Süßes finde mache ich mir Pizzen warm oder ess einfach den Kühlschrank leer....
Bei jedem Fressanfall erschrecke ich vor mir selbst weil ich einfach keine Disziplin mehr habe und ich schon ein schlechtes Gewissen wenn ich einen Apfel esse....
Meine Mutter liest ständig Bücher über Bulimie und denkt sie versteht diese Krankheit voll und ganz und versucht dann einen auf Psychologen zu machen was die ganze Sache nurnoch schlimmer macht weil sie mich und meine Gedanken eben doch nicht versteht....
Ich habe einfach weder ein Hungergefühl noch ein Sättigungefühl und kann auch nichtmehr einschätzen was eine normale Portion ist...

Dieses hibbelige Gefühl bei/vor/während einer FA kenne ich auch nur zu gut.... Erst bheute habe ich mir wieder vorgenommen mich gesund zu ernähren und keine FA's mehr zu haben aber ich glaube bereits schon selber nichtmehr daran weil ich es mir schon so oft vorgenommen habe und es nie geklappt hat

Ich persönlich finde diesesn Thread echt klasse! und wünsche euch allen ganz viel Glück und Kraft dass Ihr es packt aus dieser Krankheit zu entfliehen!
Liebe Grüße

Ich denke,
... dass es wenig Sinn macht, sich "vorzunehmen", keinen FA zu haben. Ich beobachte mich selbst ja immer sehr genau und stelle fest, dass es niemals klappt, wenn ich mir sage "Aber heute...". Das bewirkt dann ja nur, dass man sich wieder selbst reglementiert. Oder schlimmer noch - wenn man sich schon während eines FAs sagt: "Morgen hungerst du!" dann futtert man gleich noch mehr - quasi, um "vorzufressen". Wie gesagt - das sind alles Reaktionen, die ich an mir selbst beobachtet habe. Schlimm. Sehr.

Empfehlenswerte sind dahingehend viele Bücher - allen voran (wenn auch nur zum Teil) das Buch Buch Geneen Roth - "Essen ist nicht das Problem". Es regt zum Nachdenken an, ist zudem auch noch streckenweise erstaunlich witzig geschrieben. Wenn es hier jemanden gibt, der im Besitz eines Kindle fire ist, kann noch viel mehr das eBook "Zwanghaftes Essen - Wege aus dem Teufelskreis" von Olivia Wollinger empfehlen. Leider gibt es das nur als eBook. Mir haben beide Bücher geholfen.

Ich wünsche dir, euch allen (und mir auch - bei mir wars gestern Abend wieder soweit... ) alles Gute und Durchhaltevermögen.

Gefällt mir
6. Dezember 2012 um 12:44
In Antwort auf tessie_12111400

Gänsehaut
...die habe ich gerade, wenn ich deine Zeilen lese. Mir tut richtiggehend weh, wenn ich sehe/ höre/ lese, wie beschissen es anderen (und dann auch noch verdammt jungen) Frauen geht. Denkst du nicht, dass es bei dir schon kurz vor Zwölf ist und du dir ganz dringend Hilfe suchen solltest? Das Ritzen, das Kotzen und das Hungern - da kommst du alleine nicht raus. Schon erst Recht nicht, wenn du niemanden hast, mit dem du reden kannst. Diese Tatsache allein belastet ja schon. Man trägt den ganzen seelischen Müll, die kranken Gedanken, die sich nur um essen oder nicht-essen drehen, ganz allein mit sich herum und wird irgendwann erdrückt.

Offenbar spielt bei dir aber nicht das Essen "verbotener" Dinge eine so große Rolle (wie bei mir - ich habe mir mehr als ein Jahr lang alles verboten: Süßkram (logisch), Kohlenhydrate, Fett). Immer alles alternativ zubereitet. Und jetzt? Jetzt habe ich zwar den Kontrollzwang, alles wiegen und zählen zu müssen verloren, mir aber gleich den nächsten Mist ins Haus geholt. Was ich fragen wollte: Warum denkst du, dass eh alles verloren ist, wenn du ganz normal gegessen hast? Normal ist bei dir vermutlich schon sowieso viel zu wenig. Wäre dieses "zu viel" schon, wenn du z.B. eine Gemüsepfanne essen würdest? Das wäre doch eine Option. Gemüse hat so wenige Kalorien, dass du massig in die reinstopfen könntest, ohne, dass etwas passiert. Oder triggert dich alles, egal, was es ist?

Bei mir übrigens gestern Abend wieder...
Ich hatte normales Abendbrot für mich gemacht - alles total lecker und überhaupt...aber später bekam ich Hunger. Also, überlegt... vor meinem Süßigkeitenkorb gestanden und ihn wieder weggestellt. Stattdessen ein bisschen Obst mit Süßstoff. Hat natürlich nicht gereicht. Also, ein Löffelchen Marmelade...ist ja immerhin light...noch einer. Ein Löffel Schokocreme...dann das Ganze wenigstens auf ner Scheibe Knäcke. Naja, du kannst dir vorstellen, worin es geendet hat. Es fängt immer so scheiße harmlos an und dann geht es ohne Ende. Allerdings habe ich ja aufgrund einiger Lektüre schon gelernt, auch kleine Erfolge zu sehen. Mein winzig kleiner Erfolg gestern war, dass ich nicht gegessen habe, bis mir schlecht war. Heute früh hatte ich aber dennoch 700 g mehr auf der Waage. Es ist furchtbar... ich muss ja zunehmen und will es auch und noch sagen mir ja auch alle, dass ich gesünder aussehe...trotz immer noch Untergewicht. Aber ich habe Angst, dass ich das Zunehmen aufgrund der FAs irgendwann nicht mehr stoppen kann und dann alles umsonst war.

Und obwohl man das alles weiß - was tut man (in diesem Fall ich gestern Nachmittag)? Man kauft Süßkram. Ich frage mich nun, ob das nur eine Art Nachholphase ist, oder ich ins Binge Eating oder gar die Bulimie abrutsche (obwohl kotzen bei mir ja nicht geklappt hat, als ich es mehrfach versucht habe).


Hey sorry das ich erst jetzt schreibe. Ich habe letste woche mit einer neuen Ausbildung angefangen : ( sorry wegen denn schreib fehler, ich schreibe mit meinem handy xD )

Wie geht es dir jetzt? Hattest du wieder FA ? Oder hast du es jetzt unter kontrolle ?


Also ich bin jetzt wieder mehr in der MS, ich möchte bis weihnachten 5 kg abgenommen haben, weil ich dann die perfekte figur haben möchte. Naja ich weiss mein verhalten ist krank aber ich kann nichts dafür. Ich möchte abnehmen und das geht bei mir nicht ohne zu hungern. Sonst bekomme ich FA. Wenn ich gar nichts esse dann habe ich es unterkontrolle mit denn FA. Und ich weiss wenn ich nicht abnehme, dann werde ich es nie schaffen aus der ES zu kommen, weil ich mich viel zu dick fühle. Ich denke wenn ich abnehme und das gewicht habe das ich mir wünsche, werde ich es vlt schaffen wieder normal zu essen.

Naja habe jetzt seid tagen nichts mehr gegessen :S oder nur wenig.
Ich habe es jetzt wieder unterkontrolle mit denn FA !

Ich habe jetzt 2 h mittagspause und sitze in einem restaurant aber esse nichts :S
Ich weiss wenn ich auch nur wenig essen würde, wäre ein FA sicher.!!
Ich fühle mich ziemlich mies, mir ist sehr schwindlig :S ist aber auch kein wunder, um mich abzulenken habe ich 2 energy drinks light und 3 zigaretten geraucht.
Ich hoffe ich kippe nicht um.

Naja auf jeden fall wenn ich wieder zur arbeit gehe, muss ich gut drauf sein.

Ich möchte keinem davon erzählen, kenne niemand der dafür verständnis hat. Und meine grösste sorge wäre es auch das ich zunehme. Ich denke zum aus der ES zukommen muss man es wirklich wollen, und das geht nicht wenn man nur daran denkt abnehmen zu wollen :S
Und es ist auch so ohne das hungern und abnehmen fühle ich mich wertlos

Naja wenn ich abgenommen habe, dann wirds sich das wahrscheinlich ändern.

Lg

Gefällt mir
6. Dezember 2012 um 14:26

@follower
ich antworte jetzt mal hier oben, damit das etwas übersichtlicher wird.
Ich finde es immer wieder schade, deine Beiträge zu lesen und zu merken, dass du nicht die geringsten Fortschritte machst. Und auch, dass du scheinbar nicht die geringste Ahnung hast, was mit deinem Körper eigentlich ist - null Verständnis.
Also: falls du jetzt nichts isst bis Weihnachten (oder fast nichts) weil du das mit der Magersucht so toll findest, könnte es sein, dass du bis dann 5kg leichter bist. Ich sage bewusst, 5kg leichter, weil 5kg abgenommen wirst du nicht haben. Abgenommen heisst für mich, 5kg weniger Fett. Aber deine 5kg weniger auf der Waage werden vorallem verlorene Muskelmasse, verlorenes Wasser, und vielleicht 1kg verlorenes Fett sein.
Du wirst das Gewicht unmöglich halten können - schon gar nicht mit normalem Essen. Die Idee, jetzt zu hungern bis zu deinem (verzerrten) Traumgewicht und dann wieder normal zu essen, ist absolut hirnrissig. Benutz deine Intelligenz doch mal einfach - es ist gar nicht so kompliziert.
Du wirst an Weihnachten fürchterliche Fressanfälle haben und dich dafür hassen - das lass dir mal hier prophezeit sein. Falls du das gerne willst (inklusive den etwa 7kg mehr, die du dann ins neue Jahr schleppen wirst - man nimmt immer mehr zu, als man durch vorangehendes Hungern "abgenommen" hat) dann mach ruhig so weiter - was macht es schon, wenn man sich so schlecht fühlt, einem schwindlig ist und man schwach ist, die neu begonnene Stelle in Kürze wieder verlieren wird - hauptsache, man wird leichter auf der Waage, oder? Richtige magersüchtige sind ja soooo stark, denen macht das alles nichts. Falls du es nicht merkst, weil dein Hirn unterzuckert ist - die letzten Sätze waren triefend vor Ironie und Sarkasmus.

Jetzt noch mein Rat: versuch endlich mal, vernünftig zu essen. Jeder Mensch kann abnehmen, und jeder Mensch kann sogar Fett abnehmen - aber nicht so, wie du es anstellst. Wahrscheinlich musst du eh nicht abnehmen, sondern bist schon fast oder ganz untergewichtig, oder? Dann lass es einfach und iss jetzt schon normal.
Falls du wirklich abnehmen musst, iss etwa 1500kcal täglich und mach Sport - es ist wirklich einfach.
Viel Glück.

Gefällt mir
18. Dezember 2013 um 13:01
In Antwort auf ioanna_12090264

@follower
ich antworte jetzt mal hier oben, damit das etwas übersichtlicher wird.
Ich finde es immer wieder schade, deine Beiträge zu lesen und zu merken, dass du nicht die geringsten Fortschritte machst. Und auch, dass du scheinbar nicht die geringste Ahnung hast, was mit deinem Körper eigentlich ist - null Verständnis.
Also: falls du jetzt nichts isst bis Weihnachten (oder fast nichts) weil du das mit der Magersucht so toll findest, könnte es sein, dass du bis dann 5kg leichter bist. Ich sage bewusst, 5kg leichter, weil 5kg abgenommen wirst du nicht haben. Abgenommen heisst für mich, 5kg weniger Fett. Aber deine 5kg weniger auf der Waage werden vorallem verlorene Muskelmasse, verlorenes Wasser, und vielleicht 1kg verlorenes Fett sein.
Du wirst das Gewicht unmöglich halten können - schon gar nicht mit normalem Essen. Die Idee, jetzt zu hungern bis zu deinem (verzerrten) Traumgewicht und dann wieder normal zu essen, ist absolut hirnrissig. Benutz deine Intelligenz doch mal einfach - es ist gar nicht so kompliziert.
Du wirst an Weihnachten fürchterliche Fressanfälle haben und dich dafür hassen - das lass dir mal hier prophezeit sein. Falls du das gerne willst (inklusive den etwa 7kg mehr, die du dann ins neue Jahr schleppen wirst - man nimmt immer mehr zu, als man durch vorangehendes Hungern "abgenommen" hat) dann mach ruhig so weiter - was macht es schon, wenn man sich so schlecht fühlt, einem schwindlig ist und man schwach ist, die neu begonnene Stelle in Kürze wieder verlieren wird - hauptsache, man wird leichter auf der Waage, oder? Richtige magersüchtige sind ja soooo stark, denen macht das alles nichts. Falls du es nicht merkst, weil dein Hirn unterzuckert ist - die letzten Sätze waren triefend vor Ironie und Sarkasmus.

Jetzt noch mein Rat: versuch endlich mal, vernünftig zu essen. Jeder Mensch kann abnehmen, und jeder Mensch kann sogar Fett abnehmen - aber nicht so, wie du es anstellst. Wahrscheinlich musst du eh nicht abnehmen, sondern bist schon fast oder ganz untergewichtig, oder? Dann lass es einfach und iss jetzt schon normal.
Falls du wirklich abnehmen musst, iss etwa 1500kcal täglich und mach Sport - es ist wirklich einfach.
Viel Glück.

Ok.
ok, ich weiss das ist jetzt schon mehr als ein Jahr her, seit diese Diskussion gestartet ist, aber als ich deinen Beitrag, ninja 882, gelesen habe, hätte ich dir am liebsten 'eini gfletteret'. Ich konnte nicht wirklich aus deinem beitrag herauslesen, ob du wirklich selber einmal magersüchtig gewesen bist, aber so wie du schreibst, ist das auf jeden fall sehr gut möglich.
so einen hass kann nämlich nur jemand ausstrahlen, dem die Themen 'essen', 'magersucht', und 'FAs' bis zum hals raushängen. du klingst fast so, als ob du von dir selber redest, dich ab DIR und deiner unfähigkeit aufregst, dass du nicht von DEINEM essproblem wegkommst.
was diese annahme noch bekräftigen würde, ist vorallem dein rat:"versuch endlich mal, vernünftig zu essen." entweder du hast selber das problem, dass du dir innigst wünschst, ein 'normales' essverhalten zu erreichen, oder du bist wirklich so unglaublich NICHTSAHNEND, wie es nur jemand sein kann, der überhaupt keinen blassen schimmer von dieser krankheit hat.
Ich kenne das problem nur ZU GUT, dass man nicht von heute auf morgen 'normal' essen kann, keine FA's und vorallem keine ANGST mehr vor allem hat.
du hast wohl KEINE AHNUNG wie das ist, an etwas zu leiden, von dem du nicht weisst, ob dein körper der Ursprung ist, oder dein unterbewusstsein dir irgendetwas zeigen will und es über den körper äussert. und wenn du eine ahnung hast, dann bist du richtig bemitleidenswert. andere so runterzumachen und womöglich selber das problem in sich tragen; das ist einfach nur FEIGE.
falls das nicht der fall sein sollte und ich mich mit dieser behauptung täusche, dann solltest du von jetzt an besser deine klappe halten und KEINEN EINZIGEN kommentar mehr zu einem thema abgeben, von dem du absolut keine ahnung hast.

dir, eisblume, wünsche ich sehr sehr viel kraft und Durchhaltevermögen: ich kann dir leider keine tipps geben, da ich DIE EINZIG WAHRE LÖSUNG noch nicht gefunden habe. aber ich weiss wie schwer du es hast(oder hattest?) und ich hoffe, deine situation hat sich nun schon etwas gelockert..?

dir eisblume, ganz liebe grüsse,
minu6112

1 LikesGefällt mir
23. Juli 2014 um 6:26

So ein Misf
Hallo,
Ich bin auch neu in diesem Forum ich weiß genau, wie sich die meisten von euch fuehlen, es ist mitten in der Nacht und ich hatte gestern gerade meinen 4 Fresstaf in dieser Woche. Anstatt meine Ferien zu genießen versuche ich stark abzunehmen doch bekomme dies seit einer guten Woche nicht hin.
Ich habe meine Eltern um rat gefragt, sie wollen mir auch helfen aber sie verstehen mich einfach nicht, sagen ich sollte mir hilfe holen nach dieser Reise, denn es sei nicht mehr normal, ich wuerde auch ihnen das Leben schwer machen.
Ja ich waere damals auch lieber magersuechtig geblieben, doch musste ich zunehmsn, nach ein paar Momaten mit einem guten und gluecklichen Gefuehl habe ich dann die Zeiten der taeglichen Fressatacke bekommen.
Ich fuehle mich so ehlend und will mich einfach nur noch verkriechsn, heule jeden Tag und habe durch mein Essverhalten zu viel zugenommen.
Ich hasse mich selber, habe aber einen freund der mich liebt. Ich moechte ihm nicht auch noch zur last fallen, geschweige denn ihn verliehre .
Ich werde jetzt wieder abnehmen um mich besser zu fuehlen. Mit der Hilfe meiner Mutter.
Doch habe ich angst vor FA und davor, dass sich nichts aendern wird.
Kennt ihr das gefuehl, wenn man einfach fertig von dem ganzen Mist aber trotzdem immer wieder hineingeraet??

Ich mache taeglich Sport und leidetet auch unter Magersucht.
Ich kenne Hungertage und Fresstage, das gefuehl des SelbshThasses und dieses peinliche Gefuehl nicht unter Menschen zu wollen.
Doch soll so das leben weiter gehen?!
Ich will das alles nicht mehr.
Ich wuensche mir wieder abzunehmen und will dies dann auch halten, ob es mich gluecklicher Macht glaube ich nicht. Aber iwie ist es gut zu wisssen, dass leider andere auch darunter leiden, dennoch will ich es beenden, ich will doch nicht mehr so ein leben fuehren.
Ich hoffe euch allesn geht es mittlerweile besser und ihr genießt euer Leben in vollen Zügen.
Weiterhin viel Erfolg und denkt dran. magersuch, essstörung, Fressatackrn... ? Sollen diese und zerstören oder wir sie !!
Ich bin für letzeres

In Liebe Staystrong9

Gefällt mir
3. Juni 2015 um 17:15
In Antwort auf ash_12251688

Was ich einfach nicht verstehe ist,
dass es an manchen Tagen wunderbar klappt. Ich halt mich an meinen Essplan, ernähre mich gesund und kann auch aufhören zu essen. Nach solchen Tagen denke ich mir immer:"Ja also, läuft doch" Aber dann kommt plötzlich wieder so ein Tag wo ich nur allein morgens bisschen zu viel essen muss und schon habe ich den ganzen Tag den Drang zu essen (
Dann mangelt es mir auch einfach überall an konzentration.

Geht das euch genauso?
Und sind bei euch schon Folgen durch die Buliie aufgetreten?

Wenn ich gute Zeiten habe, wiege ich mich einmal die Woche aber dann kommen so Einbrüche und ich wiege mich jeden Morgen
Meine Schwester ist 3 Jahre älter als ich und bei der klappt alles wunderbar.. jdesmal wenn ich sie sehe sehne ich mich danach auch so gesund zu sein aber dennoch komm ich aus dem blöden Teufelskreis nicht raus

Super dass mich endlich Leute verstehen!

Essstörung
Hallo, ich brauche euren Rat oder Meinung.
Ich bin 18, 177cm groß, wiege 59kg und mache eine Ausbildung zur krankenschwester. ich habe in letzter Zeit ein wenig abgenommen. Ich war früher übergewichtig. Anfang des Jahres habe ich 68kg gewogen, wo meine Familie schon gesagt hat, dass ich schon ziemlich dünn sei und nicht weiter abnehmen soll. Ich war da auch eigentlich mit meinem körper zu frieden. Seit mitte April wiege ich nun 59kg. Mir ist ständig kalt, bekomme häufig, blaue Lippen, Fingernägel und Zehe und muss mir immer total viel anziehen. Ich glaube, dass meine körperbehaarung zugenommen hat, besonders an den Händen. Mein Blutdruck ist eine Katastrophe. Ich bin total schwach. Ich bin schon außer Atem, wenn ich zur Arbeit mit dem rad fahre. Mir ist auf Arbeit alles zu schwer (vom Gewicht her). Meine beine kann ich nachts nicht megr übereinander legen, da es an den knien wwh tut. Ich stoße mich sehr oft und vor allem am den Knochen zum beispiel dem Becken und bekomme relativ schnell blaue Flecken. Wenn ich mich mit Freunden treffen will, dann überlege ich schon vorher, was ich essen kann und wann ich versuche weniger zu essen. Wenn uch weiß, dass es Samstag nachmittag bei meinen Eltern kuchen und Kaffee gibt, dann esse ich schon zum Frühstück wenig, von den kalorien her und zum mittag nur Gemüse. Früher bin ich schon freitags nach hause gefahren, dass ich jetzt nicht mehr mache, weil ich sonst so viel essen muss. Oft bringe ich auch kuchen mit, den ich nach waight watchers backe, also sehr kalorienarm und nur mit light Produkten. Ich kaufe nur noch light Produkte. Seit dem ich auf einer anderen station im Krankenhaus bin, gibt es nicht wirklich eine Mittagspause. Als ich das mitbekam, habe ich gleich gedacht, dass es ja prima sei, da ich dann nichts mehr essen muss. Ab und zu haben mich auch schon die Schwestern angesprochen beim Frühstück, da ich fast nur Gemüse esse und eine kleine Stulle mit sehr dünnen Belag. Wenn ich zu hause bin dann esse ich gerade mal einen joghurt und obst. Meine Portion Obst hat sich auch schon so gut woe halbiert, da Obst ja auch schon eine Menge an kalorien hat. Also fast nur noch Gemüse. Es landen keine Produkte in meinen Einkaufskorb, wo ich nicht die kalorien kenne. Abends esse ich auch gerade mal zwischen 200-300 kalorien.
Vor zwei Wochen habe ich meinen ersten essanfall bekommen. Ich esse dann vor allem Puddings, schoko, manchmal kuchen, Kekse, eis usw. Alles was ich mir sonst nicht erlaube. Bei meinem letzten habe ich mir sogar nudeln gekocht. Ich hatte versucht ihn zu verhindern und holte mir einen Salat mit dönerfleisch geholt, sonst immer ohne Fleisch und wenig soße, aber es hat nicht geklappt. Heute hatte ich mittlerweile schon meinen 5. Fa am nachmittag und ich könnte immer noch essen. Pizza, ein döner oder mc Donalds wäre jetzt gut. Bei meinem zweiten habe ich mir sogar nachts um zwölf milchreis gekocht und aufgegessen.
Nach den fa's esse ich noch kaum etwas. Am tag so 700-900 kalorien und dass mache ich solange bis mein Gewicht wieder da ist, wo ich es haben will oder bis zum nächsten fa. Heute kam der fa früher, als das Gewicht.
Ich bin krank, dass weiß ich. Ich denke dann immer, ein wenig kannst du ha wieder zunehmen und mehr essen, damit du so ungefähr auf 64kg kommst, also kommt dann die fa ind ich fange an zu fressen. Mein schlechtes Gewissen kommt danach und ich fange wieder an zu fasten.
Ich will das nicht mehr. Ich will wieder normal essen, aber es geht irgendwie nicht mehr. Ich will auch einfach mal ein Eisessen ohne danach oder davor zu hungern und mein Gewissen mich plagt.
Ich darf mir schon blöde Sprüche an hören, von meiner Familie. Meine bekannten sagen, dass ich ganz schön abgenommen habe und das kann ich schon nicht mehr hören. Ich habe mir Wochenende eine hose onin 36 gekauft, da war ich total schockiert, dass ich schon dir Größe habe. GutGut, manche von eicheuch sagen jetzt bestimmt, dass ist doch eine normale größe, aber ich hatte sonst immer 40/42. Ich hatte mich seit langem mal wieder im Spiegel richtig angesehen und war leicht schockiert.
Ich möchte wieder normal essen, aber will dabei nicht zunehmen. Krank oder? Ich weiß, dass es nicht geht und deshalb hungere ich und bekomme mittlerweile schon fa's. Nach dem fa bin ich immer total fertig.
Ich habe sogar schon versucht mich zu übergeben, aber es hatte nicht geklappt, wahrscheinlich bin ich zu blöd dafür. Ich nehme nach den fa's immer abführmittel. Manchmal auch zwei tage lang oder gleich zwei Tabletten.
Könnt ohrihr mir weiterhelfen?
Liebe grüße

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers