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Fressanfaelle im austauschjahr

6. April 2010 um 5:55 Letzte Antwort: 7. April 2010 um 8:16

Hallo ihr lieben

Ich bin nun seid bald 8 monaten in den USA und habe mir total fest vorgenommen, nicht wie alle anderen austauschschueler kugelrund nach hause zu rollen.. am anfang, so dachte ich, standen meine chancen auch ziemlich gut, meine gastmutter hat mir fast nur gesundes gemuese und vollkornteigwaren vogesetzt. Doch schon nach einer woche, entdeckte ich den kuehlschrank und habe bald angefangen peanutbutter brote, muesli, oatmeal, schoggi und alles moegliche in mich reinzustopfen.. bald hatte ich taeglich fressanfaelle. Ich weis einfach nicht mehr weiter...( ich hatte, als ich in der schweiz lebte NIE echd NIE einen fressanfall) mitlerweile ist es fuer mich normal das mittagessen taeglich ausfallen zu lassen, um wenigstens ein paar kalorien einspahren zu koennen aber wenn ich nach hause komme gehts so richtig los ::

1 apfel, 1 banane, beeren, haverflocken mit milch und viiiieeel honig, muesli, cornflakes (nicht entweder oder ! ), 2 honigtoasts, 2 peanutbutterbrote, 1-2 getreideriegel mit milch und zum kroenenden abschluss noch eine halbe tafel schokolade
dann versuche ich mich meist zu uebergeben, finde aber nach ca. 1-2 minuten raus, dass mir mein hals viel zu fest wehtut und ich gebe auf... dann denke ich: nie wieder! meist ist dann mein bauch so rund, dass ich was weites anziehen muss, um kein aufsehen zu erregen, manchmal halte ich die schmerzen kaum aus..und verschwinde in mein zimmer. manchmal gelingt es mir dann 2 tage nur gaaaaanz wenig zu essen, oft mache ich das taeglich durch. und das schlimmste ist: meine freundinnen in der schweiz versuchen gar nicht mich zu unterstuezen, wenn ich das thema anspreche, beginnen sie ueber etwas anderes zu reden und meine eltern haben selbst probleme, meine gastmutter wuerde mich nach hause schicken....

das frustrierende ist nicht nur meine figur.. sondern meine essanfaelle halten mich davon ab mein austauschjahr zu geniessen, die ganze zeit denke ich nur noch ans essen... ich weis gar nicht mehr, wie es ist satt zu sein, der unterschied zwuschen hunger und appetit kenne ich schon lange nicht mehr.
viele sagen mir, es sei normal im austauschjahr zuzunehmen, jedoch ich nehme nicht durch leckeres essen zu, sondern durch essanfaelle, obwohl ich doch eigentlich soooooooooooo gerne wieder 49 kg waere (bin 168cm gross und wiege 55 kg), die ganze zeit sehe ich meine gastschwester mit ihrer top figur..
ich weis nun nicht, ob ich mein austauschjahr besser abbrechen und nach hause gehen sollte, anstatt noch die restlichen 2 monate zu bleiben um mich wieder an normales essen zu gewoehnen in meinem vertrauten umfeld..ich habe angst fuer immer in dieser esstoerung gefangen zu bleiben wenn ich nicht schleunigst nach hause gehe, andererseits fuehle ich mich dann, als haette ich versagt..

war jemand schon mal in einer aehnlichen situation?? kann mir irgendjemand vielleicht einen tipp geben, was ich machen soll?? ich weis echt nicht mer weiter...
Danke vielmals dass ihr euch die zeit genommen habt, das alles durchzulesen, tut mir leid, dass ich mich nicht kuerzer fassen konnte..
traurige gruesse
lllelll7

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7. April 2010 um 3:38

Hey
danke vielmals, dass du dir so viel zeit genommen hast, um mir zu helfen! Du hast recht, ich sollte mir mein austauschjahr nicht von meinen essanfaellen und meiner figur vermiesen lassen.. danke dass du mir so viel mut gemacht hast, dank dir habe ich realisiert wie einmalig diese chance doch ist, und dass ich wenn ich nach hause komme, wahrscheinlich sowieso wieder normal essen und dadurch von alleine abnehmen werde.. Danke nochmals, du hast mir echt geholfen!
Liebe gruesse
lllelll7

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7. April 2010 um 8:16

Hey,
ich schätze die lage ganz ähnlich ein. habe zwar selber kein auslandsjahr gemacht, kann dir aber versichern, dass es wirklich eine einmalige angelegenheit ist, viele neue erfahrungen zu sammeln. wenn du jetzt abbrichst, wirst du es spätestens daheim bereuen und ich denke auch, dass deine eltern nicht sehr erfreut sein werden. abgesehen davon schätze ich deine "essanfälle" von der menge nicht dramatisch ein. ich zweifle nicht daran, dass du darunter leidest. ein kontrollverlust ist immer schlimm und wenn du dir ständig vornimmst möglichst wenig zu essen, ist die enttäuschung über das eigene "versagen" besonders groß. weißt du, je intensiver du dich mit dem thema gewicht, essen etc auseinandersetzt und du dich vor einem möglichen essanfall fürchtest, umso präsenter und wichtiger wird das thema.
ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach für dich ist, aber probiere wirklich die letzten beiden monate zu genießen, es dir gut gehen zu lassen und möglichst viele schöne erinnerung mitzunehmen. es gibt viel wichtigere dinge im leben als die "top-figur" der gastschwester (absehen davon liegst du mit deinem gewicht im unteren normalbereich und bist alles andere als dick...) und im schlimmsten fall, kannst du daheim ja ein weing einsparen, sport treiben und dich wie gewohnt gesund ernähren.
alles gute!!

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