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Frauenarzt zwingt zur Untersuchung?!

27. April 2010 um 17:51

Hallo,
meine kleiner Schwester (15) war heute das 1. mal bei meiner Frauenarztin wegen Menstruationsbeschwerden.

Meine Schwester wollte halt von ihr wissen was sie da gegen tun kann usw.

Die Frauenärztin hat meiner Schwester dann gesagt das sie um Hilfe zu bekommen auf den Stuhl muss sie solle sich doch bitte unten rum frei machen.

Meine Schwester hat sich dann ein wenig überrumpelt gefühlt, hat sich dann aber unten rum frei gemacht und untersuchen lassen.

Nach der Untersuchung sollte sie sich dann oben rum frei machen um untersucht zu werden ohne sich vorher unten rum wieder was an zuziehen...sie stand also komplet nackt vor der Ärztin.

Ich kenne das so das man sich erst unten rum frei macht, man sich untersuchen lässt und dann wieder anzieht und sich oben rum frei macht....

Ich finde man hätte auf meine Schwester mehr rücksicht nehmen sollen sie war schließlich zum ersten mal beim Frauenarzt.

Sind diese Methoden normal....ist das überhaupt erlaubt meiner Schwester vor zuschreiben auf den Stuhl zu gehen??
Was kann man gegen diese Ärztin tun?

LG
Tati

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27. April 2010 um 23:59

Hi
Also ich würde sagen: neue Ärztin suchen. Etwas gegen sie tun kann mal wohl kaum, aus rechtlicher Sicht hat sie ja nichts falsches gemacht.

Ich nehme an, die Ärztin wusste, dass Deine Schwester zum ersten Mal bei einem FA ist.

Völlig nackt vor dem Arzt zu stehen ist mehr als unangenehm, aber ich weiß nicht, ob das auch genaue Vorschriften dazu gibt. Die Untersuchung kenn ich auch nur in Etappen, vielleicht gibt es Ärzte/Ärztinnen, die das anders handhaben, aber gerade in diesem Fall war das völlig unangebracht.

Es ist sicherlich nicht verkehrt, bei starken Menstruationsbeschwerden eine Untersuchung durchzuführen, um organische Ursachen auszuschließen. Allerdings kann man sehr wohl einfühlsam mit einem jungen, verunsicherten Mädchen umgehen; JEDE Frau, auch eine Gynäkologin, hat bei ihrem ersten Frauenarztbesuch Angst und Unbehagen gefühlt. Da sollte schon ein ausführlicheres, vorbereitendes und beruhigendes Gespräch vorangehen.

Also: Arzt wechseln und der Dame ruhig einen Beschwerdebrief schreiben. Vielleicht lernt sie draus.

LG

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28. April 2010 um 10:29


Hallo Tati!

Naja, ein Zwang war das ja nicht. Deine Schwester hätte sicherlich auch nein sagen können. Aber natürlich war das Vorgehen der Ärztin nicht in Ordnung. Sehr unsensibel.

Meine Frauenärztin z.B. bietet Sprechstunden nur für junge Mädchen an, bei ihr ist es immer Freitags und da bekommt man als "alter Hase" auch keinen Termin. Sie hat auch Plakate dafür in ihrer Praxis hängen, auf denen steht, dass man nicht untersucht werden MUSS, erst wenn man dazu bereit ist (es sei denn, man möchte die Pille), es dient vor allem der Beantwortung von Fragen, zum Beispiel auch zu Periodenbeschwerden. Ich dachte, das wäre so Standart, immerhin handelt es sich um ein sehr intimes Thema und es ist wichtig, schon junge Mädchen vorsichtig an Vorsorge heran zu führen, sie nicht zu vergraulen, sondern den Besuch beim Frauenarzt zur Routine zu machen. Von daher schockt mich deine Schilderung etwas.

Ich würde euch auch empfehlen, eine neue Ärztin zu suchen. Vielleicht vorher anrufen und konkret nach Jugendsprechstunden fragen bzw. erzählen, was deine Schwester erlebt hat und dass ihr das nicht nochmal wollt. Da dürfte man schon an der Reaktion am Telefon merken, wie die Praxis dazu eingestellt ist.

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29. April 2010 um 13:29

Ja
ist völlig normal.

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